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E_1929_Zeitung_Nr.098

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1929 — 98 J. • - II O. sparen ? Schützen Sie den Motor Ihres Wagens vor teueren Reparaturen. Standard Motor Oil schätzt den Motor vor Reibung und Hitze und verhindert die frühzeitige Abnützung. Standard Motor Oil hilft sparen. CTAKinADn OIL der Schutz des Motors STANDARD BENZIN — ESSO — STANDARD MOTOR OIL iiiiiiiiiii ie Zusanimensetzung der Mitglieder und Anteil am Gesamtbeitrag. Inland: a) Ordentliche Mitglieder: Länder 9,88% Provinzen 10,54% Städte 26,64% Firmen oder Gesellschaften 39,94% Industrie-, Handels- und Handwerkskammern 4,76% Verkehrsverbände 0,84% Kreise 0,20% b) Ausserordentliche Mitglieder 2,62% Ausland: a) Ordentliche Mitglieder 4,21% b) Ausserordentliche Mitglieder 0,37% * 100%, Diese Uebersicht zeigt, dass der Verein sowohl an Zahl wie an Wert seiner Mitglieder eine Bedeutung besitzt, die weit über das Durchschnittsmass ähnlicher Propagandaverbände hinausgeht. Nun gilt es, die ihm innewohnende lebendige Kraft mit allen Mitteln auf das wichtigste Ziel: «Klärung der Entgeltsfrage auf dem Wege der Gesetzgebung» anzusetzen. Die Lösung der technischen Probleme ist so weit gefördert, dass die sofortige Inangriffnahme des Baues einer Teilstrecke ohne Schwierigkeit erfolgen könnte. Im Gebiet Main-Neckar reifen die verkehrswirtschaftlichen Verhältnisse von Tag zu Tag mehr für die Grundlage der Rentabilität einer Autobahn heran. In dem Augenblick, in dem mit Sicherheit erklärt werden kann, dass eine Erhebung von Entgelt von keiner Stelle mehr bestritten oder verhindert werden kann, ist die Finanzierung des Unternehmens auf tragbaren Boden gestellt. Hier möge noch einmal der bereits bis zum Ueberdruss wiederholte Standpunkt der Hafraba betont werden, dass dem Ausbau des bestehenden Strassennetzes nicht nur nicht entgegengearbeitet, ihm auch nicht eine Mark entzogen werden soll, sondern dass er geradezu die grundlegende Voraussetzung des Baues von Autobahnen darstellt. Um diesen Gedanken noch zu vertiefen, ist eine Anregung des Herrn Direktor Hartong (Bremen) sehr zu begrüssen, die sich auf das Verhältnis der zunächst bauwürdigen Teilstrecken zur Gesamtstrecke Hansestädte— Basel bezieht. Der Wert des Baues von Teilstrecken auch geringerer Länge wird als Promotur und Beispiel für die Eigenart der Hafrabastrasse durchaus anerkannt. Der grosse Plan der Nord-Süd-Linie dürfe aber dadurch nicht in den Hintergrund gedrängt werden. Daher sei auch von Seiten" der Hafraba an der Aufgabe der Ausgestaltung der in dieser Richtung laufenden Fernstrassen mitzuwirken. Die Vorbedingung ist gegeben durch die Mitgliedschaft aller im Einflussgebiet massgebenden Behörden. Der Vortand wird bestrebt sein, alle Wege zu prüfen, die zur Verwirklichung dieses programmatisch neuen Gedankens führen können. Wird eine glückliche Lösung gefunden, so würde sie einen weiteren Schritt bedeuten auf dem Wege zur Vermeidung etwaigen Nebeneinanderarbeitens, das ja leider ein Kennzeichen unserer Zeit ist. Ueber aller Taktik gesunder, realpolitischer Kombination muss aber der Charakter freier Initiative erhalten bleiben. Die deutsche Verkehrspolitik kann ihrer nicht entraten, wenn dies auch von einzelnen Stimmen bestritten wird. Das sinnfälligste Beispiel ist die Entwicklung der Eisenbahnen. Wenn das Auftreten des Kraftwagen als eines Verkehrsfaktors von eminenter Bedeutung auch unter völlig anderen Begleitumständen erfolgt ist wie das der Lokomotive, so kann die restlose Erfassung seiner wirtschaftlichen Werte doch nimmermehr in den engen und zum Teil veralteten Kanälen des bestehenden Strassennetzes gelingen. Das ist unser Glaube und unser Selbstvertrauen, ohne die ein gutes Werk nicht gedeihen kann. («Hafraba») Kontrollierte Strassen Kanton Strecke I Bemerkungen i i /Urgan Zwischen Windisch and Versteckte ätoppahr- Gebenstort Kontrolle anf 200 m kargm Suhl DortansfianR Versteckte Kontrolle targaa Umiken bei Brugg (Eich- Kontrolle tunu Bozberg) A&rgan Frick Kontrolle Basel Zureherstrasse-Sägeberp Eontrolle ßiwellMd Backten be< LautelfinRen *toppahrkontrolle Bern Alilnehenbnchsee: zwischen Auf 200 m Sattlerei Arn and Qemeindeschxeiberei Graabünden Maienteid Eontrolle Mjuenburg Ctiesara Vert-iecKte Kontrolle aal 200 Meter •ksnwyi Löwen Kontrolu durch Uo meindepolizlst ii. Zivil, allein ohne ^tonoahr rhurgau Welnfeldcn, NoagMe Anf 300 m Stoppuhr- Kontrolle Furien Oerllkon Kontrolle Karten lesen ist eine nützliche Kunst für jeden Motorfahrer, der seine Touren nicht nach den Wegweisern fahren will. Sie schärft den Verstand und das Gedächtnis, und hat schon manchem Fahrer aus der Not geholfen. AUSLAND Noch unbefriedigende Lage der italienischen Automobilindustrie. Die Situation des italienischen Automobilbaus lässt nach wie vor ziemlich vie! zu wünschen übrig. Die grossen Fabriken produzieren gegenwärtig auf Grundlage der 39-Stunden-Woche. Die Industrie hat beabsichtigt, im November wieder die 48-Stunden-Woche einzuführen, hat hiervon bislang infolge unzureichenden Einganges von Aufträgen absehen müssen. Bemerkenswert ist, dass unter den Nachwirkungen des im Sommer eingeleiteten nationalen Pressefeldzuges gegen die amerikanischen Automobile die Umsätze in amerikanischen Wagen noch immer recht ungünstig beeinflusst werden, stellenweise sogar in dem Sinne, dass die fälligen Ratenzahlungen nicht geleistet werden. Briten-Konkurrenz auf dem Automobflweltmarkt Einer Londoner Meldung zufolge, planen die britischen Automobilfabrikanten eine energische Konkurrenz im Welthandel mit den amerikanischen Exportfirmen. Bei einer geheimen Versammlung, welcher u. a. Schatzamt-Sekretär J. H. Thomas, Hilfsführer der Commons, beiwohnte, sagte dieser die Beihilfe der Regierung zu. Die grösste britische Automobilverkaufsagentur, die Firma Rootes Limited, hat Dow, Jonas & Co. gegenüber erklärt, dass der Auslandsmarkt amerikanischen wie britischen Automobil iabrikanten enorme Ausfuhrmöglichkeiten biete. Daher habe auch die Prudential Assurance Company ihnen zwecks Finanzierung von Verkäufen und Errichtung von Gasolinstationen sofort die Summe von 20 Millionen Reichsmark zur Verfügung gestellt. Die Fabrikanten würden Jetzt sich mehr auf die Erzeugung von Wagen mit grösserer Kraft verlegen, die für den Auslandsmarkt besser geeignet seien. Ausbreitung des Kraftfahrzeugwesens in Mesopotamien. Die verkehrstechnische Erschliessung Mesopotamiens schreitet in letzter Zeit in bemerkenswerter Weise voran, indem vor allem der Automobilverkehr eine rasch wachsende Bedeutung gewinnt. Namentlich hat die Beförderung von Personen wie Gütern mittelst des Automobils von Syrien nach dem Irak (auf der Route Beirut- Bagdad) in letzter Zeit einen starken Aufschwung genommen und wird im Hinblick auf die ausserordentlich bedeutende Zeitersparnis gegenüber der Seeroute nach_dem Persischen Golf immer populärer.* "Näcb den jüngsten, amtlicherseits angestellten Erhebungen haben im Jahre 1927 insgesamt 3894 Automobile die zwischen dem Irak und Syrien liegende Wüste durchquert, eine Zunahme gegenüber dem vorhergehenden Jahre um 802 Einheiten. In demse'ben Zeitraum ist die Anzahl der auf diese Weise beförderten Personen um 6628 auf 19,982 gestiegen. Die Güterbeförderung mit dem Automobil auf genannter Route ist gegenwärtig noch, obwohl auch diese einem beständigen Ausbau unterliegt, ziemlich beschränkt, was darauf zurückzuführen ist, dass die Fracht für wertvolle Ladungen, auch von geringem Ge» wicht, verhältnismässig noch sehr hoch ist Autoefnfuhr in Holland. Amsterdam, 9. November 1929. Auch die jüngsten, soeben vom e Centraal Bureau voor de Statistiek» veröffentlichten Ziffern über den holländischen Einfuhrhandel mit Automobilen, welche auf den Zeitraum der ersten drei Quartale des laufenden Jahres Bezug haben, unterstreichen wieder stark die Tatsache, dass die Aufnahmefähigkeit jenes Marktes für Kraftwagen aller Kategorien sich noch immer in steil aufsteigender Richtung bewegt. Im einzelnen gewährt die holländische Einfuhr von Automobilen und Chassis innerhalb der Berichtsperiode, von uns durch die entsprechenden offiziellen Ziffern für denselben Zeitraum des verflossenen Jahres zu Vergleichszwecken ergänzt, nachstehendes Bild. Der holländische Auslandsbezug von Personenkraftwagen ist gegenüber dem Vorjahre von 9868 auf 11117 Einheiten gestiegen, womit eine wertmässige Zunahme der Einfuhr von 23643000 auf 26068000 Gulden verbunden ist. Hinsichtlich der Quellen dieser Einfuhr ist zunächst bemerkenswert, dass die belgische Industrie sich gegenüber der amerikanischen Konkurrenz nicht nur behauptet, sondern sogar weiterhin durchgesetzt hat, indem die belgischen Lieferungen von 3991 auf 5852 Einheiten und wertgemäss von 9 223000 auf 11557 000 Gulden gesteigert werden konnten. Andererseits müssen die Vereinigten Staaten als zweiter Grossimporteur sowohl mengen- als auch wertmässig eine Einbusse ihrer Umsatztätigkeit auf dem holländischen Markt buchen, und zwar von 4081 auf 3542 Einheiten, bzw. von 9762000 auf' 9317 000 Gulden. Auch Frankreich als dritter Hauptlieferant hat zusehen müssen, wie sein Exportgeschäft mit Holland in Fer-

sonenautomobilen von 876 auf 767 Einheiten (von 2121 000 auf 1981000 Gulden) gesunken ist Dagegen hat die deutsche Industrie, welche die vierte Stelle auf der amtlichen Liste der Herkunftsländer einnimmt, ihr Exportvolumen nach Holland weiterhin ausweiten können, und zwar von 416 auf 444 Einheiten und wertmässig von 1310 000 auf 1782 000 Gulden. Als weitere Bezugsquelle nennt ,die amtliche Statistik noch Italien, woher 369 Einheiten ira Werte von 1058000 Gulden importiert worden sind, gegen 360 Einheiten im Werte von 810000 Gulden innerhalb der ersten neun Monate des verflossenen Jahres. Die Einfuhr von Lastkraftwagen wird mit 402 Einheiten im Werte von 853 000 Gulden angegeben, was gegenüber dem Import des vergangenen Jahres — 354 Einheiten im Werte von 854 000 Gulden — nur einer mengenmässigen Zunahme entspricht. Was die Anteile der einzelnen Länder an diesem Einfuhrhandel anbelangt, ist die Feststellung von besonderem Interesse, dass die deutschen Fabrikanten hier einen sehr beachtlichen Bodengewinn zu verzeichnen haben, indem ihre Lieferungen im Vergleich zum Vorjahre von 97 Einheiten im Werte von 195000 Gulden auf 145 Einheiten im Werte von 348000 Gulden heraufgeführt worden sind. Als eifrigste Konkurrentin der deutschen Industrie erweist sich nach wie vor die belgische, die auch ihrerseits gute Erfolge buchen kann; aus Belgien sind 184 Einheiten im Werte von 317000 Gulden bezogen worden, gegen 139 Einheiten im Werte von 226000 Gulden innerhalb der ersten drei Quartale 1928. Die restliche Einfuhr machen einander in der Hauptsache die Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Frankreich und die Schweiz streitig. In nicht minder starkem Masse gibt die holländische Einfuhr von Chassis eine anziehende Tendenz zu erkennen, was insbesondere für Lastkraftwagenchassis gilt. Während der Import von Chassis für Personenautomobile von 337 Einheiten im Werte von 1262 000 Gulden auf 483 Einheiten im Werte von 1 356 000 Gulden gestiegen ist, hat dervon 3091 Einheiten im Werte von 5119t)00 Gulden auf 5502 Einheiten im Werte von jenige von « anderen » Chassis eine Zunahme 8989000 Gulden erfahren. PL Gerechtigkeit! Man schreibt uns: In der Morgenausgabe Nr. 2115. Blatt 2, vom 2. November der N.Z.Z. verteidig' sich die Genoraldireküon der S.B.B, gegen einen Angriff der «Automobil-Revue» vom 29. Oktober, bezüglich des Autounglücks bei der Station St. Leonard (Wallis). Diesbezüglich sage ich: Die Generaldirektion der S. B. B. 6oll zuerst die alten Stationsstellwerke durch neue ersetzen, das mindeste, was man für eine Hauptlinie, wie die des Simplons, verlangen tann. In ihrer Rechtfertigung schreibt nämlich die Go- ,nerajdirektion der S.B.B.: «Am Unglückstage echlose üaillard (der Beamte) für die Durchfahrt des 11 Uhr 5ß fälligen, von Sitten kommenden Schnellzuge« Nr. 40, die Barrieren «östlich» der Station und gab diesem Zug freie Durchfahrt. Daes er übersah, vorher auch den DrahUue «ur Schliessung der Barrieren an der Lienne zu bedienen, ist auf eine dem Beamten selbst unerklärliche Vergesslichkeit zurückzuführen.» Es folgt daraus, dass die Durchfahrtesienale