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E_1929_Zeitung_Nr.098

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1929 - m Lausanne gefasste Resolution, worin den Leitungen der Privatgesellschaften der Vorwurf an den Kopf geschleudert wird, die Privatgesellschaften machten in ihrer überwiegenden Mehrzahl nicht die nötigen Anstrengungen zur Bekämpfung der Automobilkonkurrenz und in den meisten dieser Unternehmungen würden von der Rationalisierung nur das mittlere und das untere Personal berührt Ueber die Rationalisierungsmassnahtnen innerhalb der einzelnen Nebenbahnen wollen wir uns des nähern für diesmal nicht äussern. Persönlich sind uns Verwaltungen bekannt, die sich nicht scheuten, diese Art der Rationalisierung durch einen Beamtenabbau auch in obern Schichten durchzuführen. Ob dies überall so gehandhabt und möglich war, entzieht sich unserer Kenntnis. Was nun die Automöbilkonkurrenz anbetrifft, sei uns nur die eine Frage gestattet": Glauben die sich sonst so fortschrittlich gebärdenden Personalvertreter, das Rad der Zeit rückwärts drehen zu können? Wenn ja, so wären sie in einem schweren Irrtum befangen. Auch für die Nebenbahnen gilt es nicht, das Automobil zu bekämpfen, sondern sich dessen zu bedienen. Ueber diese Frage ist in der «Automobil- Revue» schon verschiedentlich geschrieben worden. Die Durchführung der Zusammenarbeit müssen wir der Initiative der Bahnleitung überlassen. Q Sttaiien Der Ausbau der Schwyzer Strassen. Wir haben in Nummer 95 der «Automobil-Revue» ausführlich über das Gutachten berichtet, welches das kantonale Baudepartement von Fachmännern eingeholt hat. Die Hauptfrage dieses Gutachtens ging dahin: Welche Kantons-, Bezirks- und Gemeindestrassen im Kanton Schwyz bedürfen des Ausbaues? Die Sachverständigen kommen zum Schluss, dass der moderne Verkehr einen zeitgemässen Ausbau der Schwyzer Hauptstrassen verlange. Die Strassen wurden entsprechend ihrem Verkehr in Klassen eingeteilt und folgende Strassen für den möglichst baldigen Ausbau in Aussicht genommen: /. Kantonsstrassen: Luzerner Grenze, Küssnacht, Arth, Lauerz, Schwyz, Brunnen, Urner Grenze; Zuger Grenze, Arth; • Brünnen, Gersau; Zürcher Grenze, Pfäffikon, Lachen, Reichenburg, Glarner Grenze; Seedamm, Pfäffikon; Pfäffikon-Schindellegi, Biberbrücke, Sattel, Schwyz; Sattel, Oberarth; Biberbrücke, Einsiedeln. 2. Bezirks- und Gemeindestrassen: Gersau, Vitznau; Küssnacht, Greppen. Erst in zweiter Linie dürfte einer Verbesserung in bescheidenerem Masse und zwar namentlich der Staubbekämpfung in den Ortschaften Aufmerksamkeit zu schenken sein auf folgenden Strassen: /. Kantonsstrassen: Küssnacht, Zuger Grenze; Schindellegi, Wollerau* Zürcher Grenze, bei Richterswil; Lachen, Tuggen, Grynau. (Diese Strasse dürfte erst in Betracht kommen, wenn die Strasse über den Ricken und der Anschluss gegen Grynau vom Kt. St. Gallen ebenfalls verbessert werden); Sattel, Zuger Grenze. 2. Bezirks- und Gemeindestrassen: Etnsiedeln, Euthal, Unteriberg; Wäggitaler Strasse; Schwyz, Muotathal (Poststrasse); Schwyz, Seewen; massig kurzer Zeit ermöglichen, das Netz der Staatsstrassen mit künstlichen Belägen zu versehen und Verbesserung derselben ia der Linienführung und in den Steigungsverhältnissen durchzuführen. Daneben werden die ins Budget aufgenommenen 150 000 Fr. für die Gemeinden genügen, ihr Strassennetz zu modernisieren, sofern nicht eine Entlastung für sie durch die Erhebung weiterer Gemeindestrassen zu Staatsstrassen eintritt. Parallel zu diesem Ausbauprogramm ge- Steinen, Goldäu (Bucheneggen); Seewen, Ibach. gr. Die Korrektion der Staatsstrasse Gossau- Wil und der st gallische Grosse Rat. Diehen zwei ausserordentliche Aufgaben. Es ist dies die Schaffung von Strassen für den grossen Durchgangsverkehr. Während im Süden des Kantons die Schaffung einer besseren Strassenverbindung längs des Wallensees seit Jahren ein dringendes Bedürfnis ist geht der Hauptverkehr im nördlichen Kantonsteil naturgemäss am stärksten über die Route St. Margrethen-Rorschach-St Gallen- Gossau-Wil. Der Verkehr Gossau-Wil verteilt sich auf zwei Staatsstrassen, von denen die eine über Flawil-Oberuzwil, die andere über Oberbüren-Sonnental-Laupen führt. Die Botschaft des Regierungsrates schlägt nun den Ausbau der Strasse über Gossau-WU vor (wie wir es in Nummer 95 berichtet haben). Botschaft des Regierungsrates von St. Gallen an den Grossen Rat betreffend Korrektion und teilweiseh Neubau der Staatsstrasse Gossau-Wil hat im Volke und in der Presse zu lebhaften Erörterungen geführt. Wir haben in den Nummern 85 und 96 der «Automobil- Revue» die Vorlage des Regierungsrates eingehend behandelt und kommen hier nicht darauf zurück. Was die Finanzierung des vorgesehenen Strassenbauprogrammes anbelangt, wurde vom Regierungsrat ein Programm aufgestellt, das den Umbau des kantonalen Strassennetzes und seine Anpassung an den modernen Verkehr in einem Zeiträume von acht Jahren vorsieht und hierfür jährlich 1,5 Millionen Franken auslegen will. Neben diesen 1,5 Millionen für den Ausbau des kantonalen Strassennetzes sind im Budget 1929 150 000 Franken eingestellt für die Subventionierung von Gemeinden mit grossen kommunalen Strassenlasten. Man darf sagen, dass das Ausbauprogramm des bestehenden kantonalen Strassennetzes, wie es in der Botschaft vom 28. September 1928 entwickelt ist, nach allen Seiten wohlerwogen wurde. Es wird in verhältnis- Der Grosse Rat beschloss in seiner Versammlung vom 11. November, auf Antrag von Dr. Scherrer, die Vorlage über die Korrektion der Staatsstrasse Gossau-Wil einer besonderen Kommission zu überweisen. Dem Antrag Dr. Scherrer wurde stattgegeben und das Bureau beauftragt, die Erweiterung der Kommission vorzunehmen. Die Kommission soll auf 15 Mitglieder erweitert werden. Im Bericht des Baudepartementes wurde auch das Projekt einer Strasse Weesen-Wallen- r Harmonische /fraftleistung Diese vier Männer können eine schwere Lost befördern, weil sie harmonisch zusammen arbeiten und weil ihre Bewegungen einfach, kraftvoll und elastisch sind, miteinander übereinstimmen und sich gleichmäßig vollziehen, ohne gegeneinander zu wirken. In der gleichen Weise arbeiten die vier Zylinder des neuen Ford-Llistwagehs, dessen Kraft und Elastizität nicht auf Kosten seiner Einfachheit gehen. Seinem Vierzylindermotor verdankt der neue Ford-Lost«ragen diese Einfachheit, die auch Wirtschafilichkeii bedeutet, denn, Lasten durch großen Brennstoff« und Oelvcrbrauch zu befördern, entspricht nicht den Zielen der Ford-Werke. Der Motor des neuen Ford-Lastwagens ist so konstruiert, daf» er unter allen Umstanden über genügende Kraftreserven verfügt, um selbst bei voller Belastung das Aeufjerste zu leisten, ohne die Gefahr einer erzwungenen, kostspieligen Ruhepause zulaufen. Uebrigens, gegen diese Gefahr schützt immer das unvergleichliche Ford-Service. Wenn Sie fortlaufend Transporte irgendwelcher Art haben, besichtigen Sie unverzüglich den neuen Ford »Lastwagen. ./ Sie erfüllen eine Verpflichtung Ihren eigenen Interessen gegenüber. FORD MOTOR COMPANY Auiortrierte Vertreter fiberall. DER NEUE FORD-LASTWAGEN IST EINE VOLLKOMMENE NEUKONSTRUKTION. - VERLANGEN SIE UNSERN TECHNISCHEN KATALOG l-" - •" v : :^- -• :^-y

N° 98 - 1920 AUtOMOBTt-KEVUE Stadt geprüft. Steiner (Weesen) ersuchte im Grossen*,Rat um Auskunft über den Stand des Projektes. Regierungsrat Riegg antwortete, dass diese Automobilstrasse menr dem interkantonalen Verkehr als der betreffenden Gegend diene. Am meisten interessiert sind die anstossenden Kantone. Die Initiative liege beim Kanton Graubünden, und St. Gallen könne unmöglich den Hauptteil der Kosten übernehmen. An den Konferenzen, die darüber stattgefunden haben, gingen die Ansichten -auseinander, ob eine links- oder rechtsufrige Strasse gebaut werden soll. Die Sache inarschiere, aber es handle sich um ein kostspieliges Projekt. gr. • Ein- und Ausfuhr Im Oktober 1929. Leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahre. • Im September konnten wir feststellen, dass dieser Monat in bezug auf die Einfuhr die kleinsten Zahlen des dritten Quartals 1929 aufweist. Heute steht es fest, dass es der schwächste Monat des ganzen Jahres war, obschon der Oktober ihn nur um ca. 500 000 Franken übertrifft. Im allgemeinen bleibt der Oktober in bezug auf die Einfuhr unter dem Mittel der vorhergehenden Monate. Das Jahresmittel der neun ersten Monate beträgt 7 103556 Franken und der Oktober erreicht nur 4751786 Franken. Im letzten Jahre waren diese Durchschnittsziffern 6666557 Fr. Monatsmittel und 5 315 817 Fr. Einfuhr" im Oktober, was für dieses Jahr einen Minderwert von 564 031 Fr. ausmacht. Die Ausfuhr ist im Vergleich zum letzten Jahre nicht erheblich verändert. Die Verkäufe haben in diesem Jahre eine Totalsumme von 1 534 192 Fr. erreicht, gegen 1666356 Fr. im letzten Jahre, das macht eine Verminderung um 132 164 Fr. Diese Verminderung der Ausfuhr rührt in erster Linie von den Motorrädern her, wo der Ausfuhrbetrag 33,6 % unter demjenigen des Monats Oktober 1928 steht. Bei den Automobilen ist das Fehlen der Kategorie zwischen 800 und 1200 kg und der Karosserien festzustellen. Die Traktoren ohne Karosserie, welche man dieses Jahr zum erstenmal aufgezählt findet unter den Ausfuhrgegenständen, beeinflussen die Bilanz nur unbedeutend. Die offizielle Statistik sieht folgende Kategorien vor : a) Motorzwei- nnd -dreiräder ohne Lederüberzujj; b) andere (also solche mit Lederüberzug) ; c) Automobile nnd Chassis im Stückgewicht ron weniger als 800 kg; d) Automobile und Chassis im Stückgewicht von 800 bis und mit 1200 kg; , e) Automobile nnd Chassis im Stfickgewicht von 1200 bis und mit 1600 ig; f) Automobile und Chassis im Stflckgtwicht Ton mehr als 1600 kg; ?) Karosserien aller Art für Automobile; h) Elektrokarren; i) Traktoren ohne Karosserie. Unter die zwölf Länder, aus denen unsere Einfuhr stammt, verteilt, ergibt sich für den Monat Oktober 1929 folgende Reihenfolge: Deutschland Oesterreich Frankreich Italien Belgien Niederlande Stuci a 10 0 16 d 16 e 13 1 6 i 1 a 2 d 1 e 8 f a 14 o 7 d 45 e 16 f 5 i 1 a 4 o 9 d 23 e 45 f 2 5 ii d 3 f Grossbritannien a 60 b e 3 Spanien Dänemark Schweden Tschechoslowakei Ver. Staaten Oktober 1929 r. i t a l t a 10 b 1 c 9 d 250 e 98 20.02 104.57 192.81 180.21 239.73 2.26 41 18.92 2.27 12.20 111.11 2.88 21.88 39.69 458.88 233.67 223.10 4.20 19 21.81 7.0« 70.29 216.30 608.41 93.81 70 25,50 36.17 8.48 r/ 9 104.87 3.66 9.51 28.31 < 2 14 182 35 20.95 2.75 70.20 2389.76 1424.28 21.483 55.764 109.883 137.114 219.413 616 60 8.131 1.710 6.000 83.100 1.873 21.467 25.800 210.070 149.705 159.569 1.539 80 11.536 7.255 25.800 110.600 266.821 62.684 450 23.135 15.200 7.170 20 90 104.252 2.206 7.1«) 26.572 20 210 180 27 350 18.255 1.000 22.805 1.054.910 759.601 971.918 6.977 32.275 473.610 45.605 110 140.190 20 f 741684.35 g 12.61 83.11 2.866.7« i 6 a 111 202.58 197.814 -b 1 6.41 3.206 >W c 43 294.26 137.289 d 338 3756.12 1.606.663 e 180 2563.68 1.396.341 f 87 ' 2281.10 1.449.839 g 19.77 8.582 h 60 130 i 7 123.84 61.942 4.761.786 767 9248.36 Wert in tt total Er. 552.454 92.683 570.766 Oktober 1928 r_i 72 140.54 137.189 ..••'-•