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E_1929_Zeitung_Nr.102

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8 AUTOMOBIL-REVUE 1020

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N°102 II. Blatt BERN, 29. November 1929 Revue Auto und Wintersport. Vor wenigen Jahren noch war der erste Schneefall ein Signal, das Garagetor abzuschliessen und den Schlüssel bis zum ersten warmen Frühlingslüftchen an den Nagel zu hängen : Das Auto verbrachte in der dunklen Garage seinen Winterschlaf. Heute sehen wir in dem vom Motorfahrzeug beherrschten Stadtbilde zur Winterszeit kaum eine Veränderung. Mit der Herrschaft des geschlossenen Wagens ist das Automobil zu dem beliebtesten Personen- und Warentransportmittel des ganzen Jahres geworden. Weiches Gefährt trägt den immer eilenden Menschen unserer Zeit sicherer und bequemer von Ort zu Ort? Eingehüllt in warme Decken oder beim modernen Wagen in einem geheizten Räume reisen wir heute. Allabendlich öffnen sich vor den Theatern und Konzerthäusern die Türen eleganter Limousinen; zwei kleine Füsse in Silberbrokatschuhen huschen über das Trittbrett und erreichen in wenigen Schritten das hellerleuchtete Portal. Mit dem Auto in die Skigebiete. Hunderte von Fachblättern und selbst die Tagespresse singen jahraus jahrein der ungeheuren Entwicklung des Sportes und seinen kulturellen Segnungen ein hohes Lied. Wäre es nichtsehr interessant,festzustellen, inwieweit die Entwicklung des Sportes der ebenso vehementenMotorisierung der Welt zu verdanken ist? Tatsache ist, dass das Automobil für den Sport eine bedeutende Unterstützung darstellt. Sicher haben Sie letzten Winter Wagen mit klirrenden Schneeketten auf einsamer Landstrasse an Ihnen vorbeifahren gesehen, Wagen, an denen ein ganzes Bündel von Skiern und Stöcken hing! Mehr denn je benützt der eifrige Sportler zu seiner Flucht aus der Stadt hinaus in die Einsamkeit der weiten Schneehänge das Automobil. Samstag mittag schon, nach einem in der Freude des Freiheitsgefühls überhasteten Mittagessen, rattern auf allen Strassen die Wagen mit ihrer schweren Last von Menschen, Rucksäcken und Sportgeräten, aber mit ihrer um so leichteren Last frohschlagender Herzen den Bergen entgegen. Meist bringt sie das Auto bis zum Fusse der Schneefelder, oft aber noch tief hinein in die alpinen Skigelände. Die Kurorte und Gasthausbesitzer der bevorzugten Gebiete haben schon längst die Auswirkungen der Frequenzbelebung durch die Automobile in ihren Hauptbüchern festgestellt und versuchen, dem Verkehr in weitem Masse die Strasse freizuhalten. Verkehr aber bringt Geld und schon erkennt man, dank des Autos, die Anfänge einer wirtschaftlichen Belebung ganzer Gegenden. Viele grosse Kurorte unseres Landes legen nach jedem grossen Schneefalle die talführenden Strassen wieder frei. Wenn auch vorerst, namentlich letzten Winter, Proteste gegen das die Schlittbahnen schädigende Automobil gefallen sind, so ist eine Lösung in der strengen Trennung von Schlittbahnen und Autostrassen, die übrigens nur im Interesse der Verkehrssicherheit liegt, gefunden worden. Das ideale Auto des Wintersportmannes. ist das Raupenautomobil, eine der grössten^ verkehrstechnischen Errungenschaften der letzten Jahre. Wahrscheinlich ist der Kriegs- II. Blatt BERN, 29. November 1929 tank (um auch einmal etwas Gutes vom Kriege zu berichten) das Vorbild dieses von jedem Wege unabhängigen Gefährtes gewesen. Die Wundertaten der Raupenautomobile, die letzten Winter die grossen, unter meterhohem Schnee liegenden Pässe der Bündner Alpen und den' bernischen Gurnigel bezwangen, waren in aller Munde. Braucht es für den Wert dieser Wagen ein besseres Zeugnis als die Tatsache, dass sie im Dienste der eidg. Postverwaltung stehen? Das Raupenautomobil fuhr letzten Winter tagtäglich durch Sankt Moritz. Der moderne Skijöring wird nicht mehr hinter dem trabenden Pferde, sondern hinter dem Automobil gefahren. Im Engadin konnte man bereits die dort so beliebten Schlittenausfahrten mit der traditionellen Kette Toboggans hinter Automobilen sehen. Das Anhängen von kleinen Schlitten an grösseren Fahrzeugen mag in einem Kurort, wo man auf diese Sitte eingestellt ist, recht wohl angehen, muss aber in der Ebene, namentlich in den Städten, strenge verboten werden, da der Verkehr dadurch stark gefährdet wird. Das Automobil schenkt nicht nur den Wintersportlern Gelegenheit, unabhängig von der Bahn, ihre Sportgebiete zu wählen und sie in einem Minimum an Zeit zu erreichen, sondern belebt in steigendem Masse unsere grossen Wintersportplätze, spielt also mehr und mehr eine wirtschaftliche Rolle in einer unserer wichtigsten schweizerischen Industrien. Vit. Welt-Winierspiele der akademischen Jugend. Der Ruf nach körperlicher Ertüchtigung der studierenden Jugend hat wie ein Feuer Köpfe und Herzen entzündet und auf der ganzen Welt der bier-t ehrlichen Tradition des Trinkens und Fechtens Ab* bruch getan. Der moderne Student ist ein Mensch] unter Menschen, er bekennt sich zu der akademi-* sehen Sportbewegung, weil ihm die biologische Forderung nach immer besserer Konstitution, nach gesteigerter Leistungsfähigkeit mahnend im Ohrej klingt. Das Wohlwollen der Völker begleitet diesen Aufstieg unserer Generation, denn der Student von, heute ist der Volksführer von morgen, ein sportgestählter Mann mit unabhängiger Geistesfrische ver-* bürgt bessere Menschenwerte, als ein in Kaste und. Tradition weltfremd Gewordener. Die akademische Sportbewegung hat ihren erstes weltumspannenden Ausdruck vor drei Jahren ini den Internationalen Hochschulmeisterschaften voS Rom gefunden auf die 1928 die I. Akademischen Welt-Winterspiele von Cortina d'Ampezzo und dia II. Internationalen Hochschulmeisterschaften vom Paris folgten. Die Gonfederation Internationale des Etudiants umspannt heute 32 studentische Landes-' verbände mit nahezu 900,000 Mitgliedern. Das Ex-' starken dieser Körperschaft ist ein prachtvoller Bc-*' weis für die Lebenskraft der akademischen Sportbewegung. Das Jahr 1930 wird wiederum zu einer machtvollen Kundgebung vorgesehen, indem vom, 4.—12. Januar die II. Akademischen Welt-Winterspiele in Davos und vom 1.—10. August die III. Internationalen Hochschiulmeisterschaften in Darm-» Stadt durchgeführt werden. Die Leitung der Welt-Winterspiele von Davod ist von der Confederation Internationale des Etudiants dem Verbände der Schweizerischen Studentenschaften übertragen worden, der unter dem Vorsitz von Dr. med. Oskar Hug in Zürich und Dr* Paul Müller in Davos einen vorbereitenden Ausschuss berufen hat. Seit Monaten sind in verständnisvoller Zusammenarbeit zwischen dem studentischen Ausschuss und den Behörden der sportfreundlichen Hochgebirgsstadt Davos alle Vorbereitungen getroffen worden, um diese grosse sportliche Veranstaltung erfolgreich und würdig durchführen zu können. Mit der soeben erfolgten Versendung der Einladungen an die studentischen Landesverbände hat diese bisher im Stillen geführte Arbeit ihre erste Etappe abgeschlossen. Mit Riesenschritten naht nun der Winter und damit der Tag, an dem sich die studentischen Vertreter der 32 Landesverbände unter dem tiefblauen Davoserhimmel zum weissen Völkerbund scharen werden. zu lüm IBS der omo wie um [in immer so komiom a:s m u er e ens ene HG o seinem a eil ue n Schneeketten „Union* 4 für alle Fahrzenge, katalytisehe Heizkörper m.Benzinbetrieb. SOLEX-Vergaser für alle Motorenj Schluss-und Stoplicht, Ducellicr'. 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