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E_1929_Zeitung_Nr.103

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AUTOMOB1L-KEVUE — N"

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Die wichtigste Frage im Automobilwesen betrifft die Betriebsspesen; sie in wirtschaftlich erträglichen Grenzen zu halten, ist das Bestreben aller Besitzer. Am zweckmässigsten kommen jene zum Ziel, die sich durch das jährlich im Dezember erscheinende Notizund Nachschlagewerk des Automobilfahrers, den Schweizer Automobilkalender beraten lassen. Für dieAusgabe 1930 liegen heuteschon Tausende unaufgeforderter Anmeldungen vor, ein Beweis dafür, welcher Wertschätzung sich dieses Werk erfreut. Jährlich nehrtien es Tausende neuer Fahrer in Gebrauch, um sich nie wieder von ihm zu trennen. In was liegt die Beliebtheit des Automobil-Kalenders begründet? Zunächst wohl in der Ausstattung desselben zum betriebswirtschaftlichen Mentor, in der zweckmässigen Darstellung aller jener Faktoren, die die Betriebsrechnung des Automobilbesitzers beeinflussen. - Kurzgefasste, auf rasches Beheben aller Nöte in der Garage u. auf der Landstrasse hinzielende Ratschläge, technische und allgemeineTabellen erweiternden Rahmen seiner Dienstleistungen auf das glücklichste. — 1 HISPANO Karosserie Landaulet, 6pL sehr günstig abzugeben. — Off. an Walter Schafroth Felsenstr. 12. Zürich 8. * Tischdrebbänke 1 Bohrmaschinen J zu verkaufen! '••••»•••••••»•••••»»•» 'J $ Neue und gebrauchte § Drehbänke I Schleifmaschinen Kaltsägen ; Fräsmaschinen • Shapingmaschinen etc. • | Maschinen für JAutospenglereien Werkzeuge Transmissionen fEIektro-Pneu-f j pumpen S Elektro-Bohr- und ; •: Schleifmaschinen liefern • : billigst und auf Wunsch '• i unter bequemer Teil- • | Zahlung • 1HASGALL & SEGFR j | alte Beckenhofstrasse • • Zürich G, Tel. 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Der Automobil verkehr stellt jeden Fahrer täglich in die Notwendigkeit, sich aus gesellschaftlichen, geschäftlichen, wirtschaftlichen oder fahrtechnischen Gründen über den Besitzer dieses oder jenen Wagens zu informieren. Wer die Kontrollnummer weiss, kann aus dem Schweizer. Automobilkalender schnell und sicher erfahren, wie der Besitzer eines bestimmten Wagens heisst, was er treibt und wo er wohnt. Mit einem Kostenaufwand von über 10,000 Franken wird zur Zeit der gesamte Adressenstand nach den letzten amtlichen Angaben mit Aufbietung der grössten Sorgfalt revidiert, so dass die für den Fahrverkehr 1930 bestimmte Ausgabe ihre Vorgängerinnen an Zuverlässigkeit womöglich noch übertrifft. Verlag Automobil-Revue, Bern Senden Sie sofort nach Erscheinen per Nachnahme Expl. Automobil-Kalender 1930 mit Personenwagen-Verzeichnis zum regulären Preis von Fr. 7.50* zuxn Abonnenten-Preis von Fr. 6.— * *) Bitte streichen, was nicht zutrifft.

Bern, Dienstag 3. Dezember 1929 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 103 Im heutigen „Äutler-Feierabend": Seite Maschinen und Menschen 13 Die Bauern von Hinterhogern: 13 Ein Nikolaus-Märchen 14 Die Seite der Frau 15 Shaw über Liebe 15 Der Kult des Thees 15 Tourismus 16 Siprechsaal 17 Kreuzwort 17 Wer wagt es? Flipschens frischdreiste Attake gegen das Grüssen mit dem Hute hat Echo gefunden. Ein Herr aus Zürich schreibt: Im «Autler-Feierabend» Nr. 99 kommt Flipschen zum Schluss, es werde ihm nichts übrig bleiben, als täglich viermal elf Leute mit dem Hut in der Hand zu grüssen. Man wird es schon so halten müssen, nachdem man im Anfang den Unterlassungsfehler gemacht hat, bei der persönlichen Vorstellung zu sagen: «Es freut mich sehr, Sie kennen zu lernen, wenn Sie damit einverstanden sind, dass wir uns auf der Strasse nicht durch Lüften des Hutes begrüssen!» Ich habe mir die Erfahrung geholt, dass alle diese Zufallsbekannten recht gerne damit einverstanden waren. Es ist mm zuzugeben, dass es Damen gegenüber nicht so glimpflich abgehen wird, aber da scheint eich Flipschen eher zu helfen wissen. Wenn man die Damenbekanntschaften schon so weit hat, dass eie dem Herrn zunicken, ohne erst zu warten, bis er deckelt, so darf man auch erwarten, dass sie ausnahmsweise von einem Mann mit Paketen und dergleichen einen freundlichen Blick statt Hutlüften entgegennehmen. Bedauerlicher ist der Umstand, dass sehr viele Damen geradezu voraussetzen, von einem Herrn auf der Strasse gegrüsst zu werden, wenn auch der Glockenhut und jetzt noch der Pelzkragen alles verhüllen, was zur Identifizierung nötig ist. Da möchte man gerne von Flrpschen hören, wie man eich in diesem Falle als Gentleman ausweisen kann. G. S. Flipschen antwortet: Lieber C. S.! Sollten Sie sich in der Tat für mein© Antigrussliga... aber ich wage gar nicht, daran zu denken! (Den Präsidentenposten Täume ich Ihnen ohne weiteres ein!) Ihre Vereinbarung mit den neuen Bekanntschaften ist begeisternd! Wo Sie nur den Mut hernehmen! ? Ja, der bedauerlich Umstand — hm, da gibt's eigentlich für den Gentleman — so eT im Zweifel ist — nur den einen Weg: unbedingte Grusspflicht (ob Hutlüften, Nicken, Akustik lasse ich hier dahingestellt). Kennt man die Dame in ihrem Strassenkleid überhaupt nicht, schreitet man grusslos vorüber. Diese Logik muss hier alles entschuldigen. Bei Täuschungen, Verwechslungen (hier haben Sie, laut oben, zu grüssen — siehe unbedingte Grusspflicht!) sind die Folgen nur angenehmer Art, sofern man das freigebig gespendete Grüsslein weiterpflegen will. In dieser" Hinsicht dominiert der Gruss jede chevalereske Introduktion. Trifft man aber auf eine Dame, die man iti ihrem neuen Hut nicht mit voller Sicherheit kennt — darf man sich, in allerdings undefinierbaren Fällen, einem interessanten Schaufenster zuwenden. Sehr praktisch ist auch der Schirm. Ueberschrift: einem echten Gentleman darf keine Dame Vorwürfe machen. (Mit Ausnahme der Ehefrau.) Flipschen. Schaue ich zum Flurfensterchen hinaus, einem kleinen, vergitterten Fenster in der dikken Mauer, so sehe ich mitten in das lärmende und rauchige Gewirr einer städtischen Teerfabrik. Bänder laufen über Rollen und Räder. Schwarze Männer schuften. Lange Zeit ging ich achtungslos an dem kleinen Fenster vorbei, nichts ahnend von der russig-sehweissigen Welt dahinter. Ich spürte nur das monotone Zittern und den stampfenden Lärm der Maschinen. Ganz zufällig erhaschte ich mir den Blick dort hinaus. Die Wartefrau kehrte den Flurboden, so stand die kleine Luke offen. Teerig harte Luft quoll mir entgegen und lagte sich auf meine Lungen. — Lange Schuppen, aus Eisen, Beton und Glas mit surrenden Maschinen liegen in dem finsteren Hof. Zerlumpte Menschen schaufeln die rauchende Massein kleine Karren. Rollwagen hetzen über lokkere Schienen — Lastautos brummen. Schliesst man die Augen ein wenig, so ist's wie ein riesiger Ameisenhaufen. Die schwarzen Menschlein krabbeln und schinden in dem rauchigen Durcheinander. Tag und Nacht drehen die Maschinen, keinen Sonntag, keine Feiertage kennt der schwarze Hof. Eine heulende Sirene löst die Schichten ab, ruft zur aufreibenden Arbeit und befreit eine Schar müder, ausgewerkter Arbeiter ss.ich beneide Sie um Ihre erschütternde Zufriedenheit. vori dem würgenden Qualm. Unaufhaltsam drehen die Maschinen, stampfen und girren. Nervös zittert die erhitzte Luft, Nebel und Sonne schluckend. Nur der Wind allein kann diesen drückenden Dunst vertreiben und auch nur wenn er von Westen kommt- Im Osten, Süden, und Norden versperren ihm die hohen Miethäuser den Zugang. , Stundenlang sass ich schon beim kleinen Fenster, stundenlang schaute ich den müden Menschlein zu, wie sie mit den Maschinen um die Wette schindeten. Ich sah, wie aus kleinen Karren das Rohmaterial in die fressenden Ungtüme geschüttet, sah, Aber eine Dame empört sich: Herr Flipschen, wenn Sie mich das nächste Mal wieder nicht grüssen. sind Sie Luft für mich. Daran ändert auch Ihr Artikel nichts. Es ist schmählich, wie Sio sieh aus der Affäre ziehen wollen. Sie haben den Hut zu lüften, weil man den Hut einfach lüftet. Damit basta 1 Frl. H. H. in B. Flipschen antwortet: Um Gottes willen, ich werde Sie grüssen. Maschinen und Menschen wie der zähflüssige, dampfende Teer in Fässer gefasst und auf schweren Lastwagen weggeführt wurde. Ich sah die Männer zur Arbeit gehen, ich sah sie weggehen mit müden Schritten und schlapp hängenden Ar- Die Mädchen lachen und plaudern. men. Ich schaute bei Tag und ich schaute bei Nacht, wenn kleine, gelbe Lampen brennen und zittrige Schatten hinter den Arbeitern hereilen. Ich bedaure und beneide diese Leute gleichzeitig. Ich bedaure sie um ihre langsam tötende Arbeit, aber ich beneide sie um ihre erschütternde Zufriedenheit, um die ungeheure Lebenskraft, mit der sie das Leben in dem schwarzen Hofe tragen. Oft gehe ich abend an einer hohen, vielfenstrigen Fabrik vorbei, der Fabrik eines grossen Warenhauses in der Stadt. Fünftausend kleine Mädchen und Frauen sitzen da jeden Tag in langen Sälen über ihrer Arbeit. Vom Morgen bis zum Mittag, und dann wieder bis zum Abend mühen sie sich redlich um ihre Daseinsberechtigung. Seufzer und geheime Hoffnungen ersticken in der grossen Fabrik, die alles Menschliche erbarmungslos erdrückt. Nur eine grosse Sehnsucht lässt sich nicht fesseln: der Drang nach Freiheit. Zagend sucht die kleine Hand die Uhr, bang horcht das gefangene Seelchen auf die Glocke, die zum Feierabend läutet. Dann strömen sie aus den Toren. Die Frauen und alten Weibchen trippeln in hochgezogenen Mänteln und hochgeworfenen Schleifen durch die kalten Gassen, die Mädchen lachen und plaudern. Für diesen Tag kennen sie keine Sorgen mehr. Die Fabrik ist vergessen. Jetzt sind sie nur noch erfüllt von ihren Wünschen und ihren Hoffnungen. Irgendwo lockt eine Kinoreklame, diefarbige Laterne eines kleinen Dacings. Dort tollt sich das kleine, überschäumende Lebe« aus. Niuo. Die Bauern von Hinterhogern Hinterhogorn liegt in der Schweiz. Genau weisa ich selber nicht wo, aber ich habe mir sagen lassen, wenn man zwischen Windloch und Stumpentann, ungefähr vier Stunden von Burgdorf weg, links den Hang hinanhalte, immer aufwärts, so komme man auf einen waldigen Hügelzug, von dessen höchster Erhebung man dann das Ncstlein rechts im Krachen unten erblicken könne. Also, es wird! schon zu finden sein. Immerhin: punkto Nestlein. Hinterhogern hat ein Postbureau, und wenn schon seine Einwohner anderthalb Stunden zur Kirche trappen müssen, nämlich bis nach Voderhogern hinunter, das dann schon stark gegen dais Luzernischo zu liegt, so kann es doch nicht verschwiegen werden, dass es mindestens ein Dutzend Höfe hat. Und schöne, grasse Höfe mit Vordächern bis fast an den Boden hinunter, so richtig wie alte, verwitterte Bauern sehen sie aus, die den Hut in die Stirn gedrückt haben, von wegen dem Luft. Kurz und gut, züpfeln dort den Mist ebenso schön wie anderswo, und man muss dem Peter Kreuchi, dem Gemeindepräsidenten, schon recht geben, der letzthin, als die Hinterhogerer ihre neue Feuerspritze einweihten, in seiner Rede sagte, man lebe halt doch nirgends so gut, wie gerade hier. Einen Blick haben sie dort gegen das Oberland: zu, so an schönen Sommer- oder Herbstabenden, dass es einem ganz grauselt unter dem Schileh, und man merkt, dass es doch noch eine Heimat gibt, ein kleines, liebes Schweizlein, das man mit keinem Fürstentum der Welt eintauschen möchte. Und wenn in Interlaken die Amerikaner oder Deutschen auf der Hotelterrasse mit. gelbgerankten Fingern auf die grosse firnleuchtende Gestalt der Jungfrau deuten, um sich gegenseitig zuzukauderwelschen, die Schweizer hätten es doch los. das Alpenglühen, eo ist das Bäuerlein in Hinterhogern nicht weniger froh über das Geschenk der Natur. Nur dass es etwa beim Ackern stehen bleibt, dis Hand über die Augen hält und schmunzelt. Moht sieht man ihm nicht an. Gerade um diesen* Blick auf dia Berge,. auf-das gewaltige Wunderland und eben um einen dieser Hotelhelden aus Interlaken handelte es sich. Niemand weiss recht, wie es ging, aber eine3 Tages kroch der tapfere Achzigpferder eines Fremden das Strässlein hinauf und hielt vor der Post, um zu verschnaufen, und ihrer _vier oder fünf entstiegen dem Wagen, Frauenzimmer zeigten unverschämt viel Bein, und Herren lachten, dass daa Echo vom Wald her zurückkollerte. Dann gab ea ein Picknick auf Kreuchis frischgemähter Matto oben am Waldrand, weisse Tücher stachen frech ans dem Grün, und Flaschenhälse blieben liegen. Und obwohl Kreuctii hinterm Läufterli alle Zeichen schwor, wagte er doch nicht, den Fremden, entgegenzutreten, weil er nicht recht wusste, sollte er Mister oder Musjöh sagen, und als Vertreter der Gemeinde durfte er eich nicht blossstellen. Inzwischen, während die Alten von ferne misstrauisch dem Geschehen zusahen, klopften die jungen Burschen am Auto herum, und die Mädchen spiegelten sich in der Politur. Gegen Abend fuhren zu Kreuchis Erleichterung die Herrschaften wieder dem Tale zu. und niemand wussto, dass einer der Herren sich in den Fernblick vernarrt hatte und in Hinterhogern zu bauen gedachte. Da-nn verging einige Zeit, die Sonne .brannte das Korn gelb, und auf einmal war der Herbst da, und Trapp-Ghristen stapfte nach Burgdorf auf den Märit. Als er aber nach zwei Tagen heimkehrte, schmunzelte er und sass am Abend in der Pinte und liess einen Fünfliber springen. Dann fuhr noch dieser oder jener nach Burgdorf und alle waren merkwürdig gut gelaunt als sie heimkehrten. Und bald nachher sprachen die Weiber es herum, dass sie alle einen Teil ihres Landes verkauft hatten. An wen denn, frug man. Ja. sio wussten es nicht, aber in Burgdorf sei ein Agent, der ein Vermögen für die steinigen, Aeckerlein biete. Auf das hin stiess noch manches Eheeespona Die Liebe zum Kaffee ist mehr als hundert Jahre alt und besonders in unserer Zeit sehr stark geworden. Dazu hat der Kaffee Hag mit seiner Cofleiufreiheit viel beigetragen. Es braneht jetzt ja niemand mehr den Kaffeegennss wegen der läatigen Colfeinwirkungen einzuschränken oder gänzlieb daran! zu verzichten. Keine ScklalStörung, keine Nervenund Nierenreizung, kein Herzklopfen, wenn Sie Kaffee Hag trinken, denn dieser feinste, echte Bohnenkaffee ist eoffeinfrei, garantiert unschädlich. KAFFEE HAG