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E_1929_Zeitung_Nr.106

E_1929_Zeitung_Nr.106

Ein interessanter

Ein interessanter Bussenzettel. Man schreibt uns: Herr X, Kaufmann in Y, hat nach Feststellungen der Kantonspolizei an Hand der Stoppuhr, anlässlich einer am 13. August 1929. um 9 ,Uhr 05 Die neue Skitourenkarte, « Aerovue ». vom Oberengadin. Die soeben im kartographischen Verlag in Adliswil vorgenommenen Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrolle, eine im Dorfe Adliswil" liegende Strassenstrecke von 300 Metern, mit seinem Goazett & Huber in Zürich erschienene und in allen Buchhandlungen und Sportgeschäften erhältliche Personenauto in 31 Sekunden durchfahren, was einer Stundengeschwindigkeit von 35 km entspricht. Dieser Tatbestand ist von Herrn X. zugegeben. Dadurch hat sich Herr X. einer Uebertietung von Art 35 des Konkordates über den Verkehr mit Motorfahrzeugen vom 7. April' 1914 schuldig gemacht, der bestimmt, dass durch Dörfer nur mit 18 km Stundengeschwindigkeit gefahren werden darf. Das Statthalterami in Anwendung des Art. 72 des zitiert. Konkordates in Verbindung mit § 15 des zürch. Gesetzes über den Verkehr mit Motorfahrzeugen vom 18. II. 1923: I. Es wird Herrn X.. Kaufmann, in eino Busse von. Fr. 25 verfällt. II. Der Gebüsste hat die Kosten zu tragen: Busse Fr. 25.— Staatsgebühr > 2.50 Ausfertigung » 4.— ötempel » —.20 Zustellung > —.60 Fr. 32.30 Ich war bisher der Meinung, dass der Kanton Zürich die versteckten Kontrollen abgeschafft hatte; in der Voranzeige wurde mir jedoch ausdrücklich mitgeteilt, dass es sich um eine verborgene Kontrollte gehandelt habe. — Die Behauptung, der Tatbestand sei von mir zugegeben, stimmt nicht. Ich habe lediglich aus der Erwägung, doch keinen fregenbeweis leisten zu können, die Busse angenommen und bezahlt. W Skitourenkarte «Aerovue», Oberengadin. Albula-Bernina, wird wohl von allen Freunden des mächtig aufstrebenden Skisportes freudig begrüsst werden, besonders aber von denjenigen, denen es vergönnt ist, im sonnenfrohen Winterparadies des Oberengadins ihre Winterferien zu verbringen oder einige Skitouren machen zu können. Gerade bei dieser Winterkarte treten die grossen Vorteile des neuen Aerovue-Systems wiederum aufs beste hervor, zeigt doch diese prächtige, in den Farben einer Winterlandschaft gehaltene Karte, wie keine der bisherigen, dem Beschauer auf den ersten Blick in massstabgetreuer, leicht perspektiwscher Darstellung das grosse Skitourengobiet des sonnigen Obarengadins und gibt jedermann die Möglichkeit, sich mühelos und sicher zu orientieren. Die angewandte Nord-Südorientieninj; mit natürlicher Beleuchtung lässt die besonders für den Skifahrer wichtigen Sonnen- und Schattenseiten des gesamten Skigeländes sofort erkennen. Die zuverlässige Einzeichnung sämtlicher, der im neuesten Skiführer des grossen Skiverbandes « Engiadina» besprochenen Skitouren, machen diese Karte jedem Freund des Skisportes äusserst wertvoll. Das Haffpflichtrecht der Automobile. Eisenbahnen, Elektrizitätsanlagen und Luftfahrzeuge. Für den praktischen Gebrauch zusammengestellt und erläutert von Dr. Max Schärer, Fürsprecher in Bern. Preis gebunden Fr. 6. Verlag R. Suter, Bern. Die Zahl der Unfälle nimmt täglich zu. Damit erha-lten auch die gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen immer grössere Bedeutung. In der vorliegenden Schrift sind die einschlägigen, zivilrechtlichen Vorschriften übersichtlich zusammengestellt und die dazu ergangenen Gerichtsurleile leicht fasslich zur Darstellung gebracht. Für den in der Praxis stehenden Juristen ist die Arbeit namentlich nach zwei Richtungen wertvoll: In erster Linie wird die Gerichtspraxis in Automobilhaftpflichtfällen in ausführlicher Weise im Anschluss an die gesetzlichen Bestimmungen erörtert. Die Hinweise auf die bundesgerichtlichen Urteile, die jedem einzelnen Artikel beigegeben sind, ermöglichen eine sofortige Orientierung über die Rechtsprechung unseres obersten Gerichtshofes über jede bisher zur Entscheidung gelangte Streitfrage. Sodann wird in handlicher Form das, zur Zeit noch geltende Spezialrecht über die Haftpflicht, nämlich das Eisenbahhhaftpflichtgesetz, das heute infolge der Unterstellung der konzessionierten Automobilunternehmungen vermehrte Bedeutung erhalten hat, die Haftpflichtvorschriften aus dem Elektrizatätsgesetz und aus dem Bundesratsbeschluss über den Luftverkehr zusammengestellt. Die Schrift vermittelt so eine für den praktischen Gebrauch höchst angenehme Zusammenfassung von Gusetzesmaterial, das man sonst in den amtlichen Ausgaben oder in umfangreichen Gesetzessammlungen nachsuchen muss. Verschiedene andere Gesetzesvorschriften, welche mit den Harftpflichtbestimmungen in Zusammenhang stehen (aus dem Versichenmgsrecht, Postverkehrsgesetz usw). werden ebenfalls wiedergegeben und mit Erläuterungen versehen. Ein ausführliches Sachregister und gegenseitige Verweisungen erleichtern den Gebrauch. 192» - N° 106 Saisonergebnisse im schweizerischen Luftverkehr. Die technischen und kommerziellen Ergebnisse der Sommersaison 1929 (22. April bis 31. Oktober) auf dem internationalen Luftverkehrsnetz der Schweiz sind gegenüber dem Vorjahre die folgenden • Die durchschnittliche Betriebsregelmässigkeit aller Linien ist von 97,1 auf 97,4% und die Pünktlichkeit von 84,3 auf 84,9% gestiegen. Auf flugplanmässigen Kursen sind total 1.327,900 km (1,307,151) in 9673 Flugstunden (9694) zurückgelegt worden, wobei sich kein einziger Unfall ereignete. Die mittlere Fluggeschwindigkeit erhöhte sich von 135 auf 137 km pro Stunde. An zahlenden Passagieren sind 15.581 (Zunahme 3,6%), an Brief- u. Paketpost rund 95 Tonnen (Zunahme 14,4%) und an Fracht und Uebetgepäck rund 328 Tonnen (Zunahme 11,1%) befördert worden. W0BA, Schweizerische Wohnungs-Ausstellung in Basel. Sowohl die städtischen als die ländlichen Wohnungsverhältnisse sich seit einer Reihe von. Jahren mächtig»»entwickelt. Neue Verhältnisse mit gesteigerten Anforderungen an Geist und Körper im Erwerbsleben, bei der Arbeit, verlangen naturnotwendig ein höheren Ansprüchen genügendes Heim. Findige Architekten, Techniker. Industrielle und Handwerker bemühen sich, immer mehr und. Besseres zum Komfort unserer Wohnung und Haushaltung beizutragen. Die zeitgemässe Wohnung bildet nächstes Jahr den Gegenstand einer imposanten Schweizerischen Wohnungs-Ausstellung in Basel. Neben einer umfassenden Ausstellung aller Objekte des Wohnungswesens in den Hallen der Schweizer Mustermesse wird in einer grösseren Wohnkolonie, die im Hinblick auf die Ausstellung gebaut wird, die praktisch angewandte Form an vielen fertig möblierten Wohnungen gezeigt. Die Ausstellung bezweckt die Förderung gesunder Wohnsitten und gediegener Wohnkultur. Sie soll aber gleichzeitig auch eine grosszügige Schau der Leistungsfähigkeit der Schweiz auf dem Gebiete des Wohabaues und moderner Wohnungsgestaltung unter Berücksichtigung aller technischen, wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunke sein. Fast alle einschlägigen Berufsverbände haben der Veranstaltung ihre Unterstützung verliehen Z. Von jrsirx.v H5ix «Tetlxr. Die untenstehende Tabelle zeigt den konstanten Fortschritt unseres internationalen Autotourismus im Jahre 1929, verglichen mit demjenigen der vorhergehenden Jahre. In die Scnweu eingefahrene Tourenwagen: 1912:8766 1913:10542 1914:5711 1915:272 1916 j 149 1917:119 1918:69 1919:929 1920:3389 1921 • Rilfi 199? • 7284 1923:10131 19?4:2191ß 1995 t SfiWO Monat Januar . . . . . . . Februar . . . . . . . . März April . . . . . . . . . Mai Juni. . . . . . . . . . Jnli Auunst . . . . . . . . September. . . . . . . Oktober November . . . . . . . Dezember . . . . . . . Total Totti anf Ende Oktober . ^ Patnvflnf j Total auf Prov. Total EndeMonat Karte JUWll 305 434 575. 1360 1704 1958 4024 7117 4676 1698 1138 727 25716 23851 1&26 18b 227 246 538 553 637 677 713 559 35» 255 208 6160 4697 137 220 438 1064 3887 529b 3106 972 392 268 19171 18511 630 881 1259 2962 3749 4494 8588 13126 8341 3029 1785 1203 50047 47059 63U 1511 2770 5732 9481 13975 225(53 36689 440SO 47059 48844 60047 473 648 974 2425 2638 5040 7409 12936 6726 2961 1966 1123 45217 42128 175 218 271 356 609 625 767 556 169 385 848 635 5714 4331 1BZ7 Triptyk 206 256 608 1373 1671 2913 6487, 7812 4-112 1859 717 448 27762 26597 Total 854 1020 1853 4154 4918 8478 13663 21304 116U7 6205 3531 2106 78693 73056 Total aal EndeMonat 854 1874 3727 7881 12799 21277 34940 56244 67851 73056 76587 78693 Kare 959 1154 1801 3337 3882 5379 9463 15157 9227 Z981 1912 1083 56335 53340 305 280 270 554 523 629 887 616 447 639 621 411 5981 4949 1928 379 486 950 2811 2891 4181 8150 11117 6205 2397 1037 729 41333 39567 Total 1643 1920 3021 6702 7296 10089 1851KI 26889 15879 5917 3570 2223 1643 3563 6584 13286 20582 30671 49171 76060 91 «39 97856 101426 103649 Ktrte 818 778 1693 345»! 6521 4954 10068 18428 11619 4047 P»sta»«nt 335 412 353 660 676 657 714 827 573 406 1829 Tritt»* 693 485 1447 2877 6478 6880 11092 15754 9797 3165 T*M 1746 1675 3493 6887 11675 11491 21874 35009 21989 761S 103649 97856 61376 5513 56586 123457 Total toi :Mi Mona 1746 3421 i 6914 13801 25476 36967 58841 93850 115839 133437 reines Schweizerfabrikat Lichtblicke für die Einwohner schneereicher, vom Verkehr eranz abgeschlossener Ort&chaften schaffen Schneepflug-Raupentraktoren (System Peter) jeder Art und Ausführung. — Wirberaten Sie unver- bindlich und kostenlos. 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N»106 AUTOMOBTL-PEVUE Das Automobil In den Vereinigten Staaten. In den Vereinigten Staaten sind innerhalb der ersten drei Quartale des laufenden Jahres insgesamt 3,269,117 Neueintragungen von Personenautomobilen erfolgt gegen 2,482,021 m demselben Zeitraum des verflossenen Jahres, was somit einer Zunahme um 787,906 Einheiten oder 31,7 Prozent entspricht. Abgesehen von den Ford-Automobilen sind insgesamt 2,184,061 Tourenwagen anderer Marken registriert worden gegen 2,201,582 Einheiten innerhalb der ersten neun Monate des vergangenen Jahres, was somit eine Verminderung um 17,521 Einheiten bedeutet Die Eintragungen geben zu erkennen, dass der amerikanische Personenautomobilhandel im bisherigen Verlaufe dieses Jahres zu ungefähr gleichen Anteilen in den Händen der Ford-Gesellschaft, der General-Motors und der Markt der letzteren gegenwärtig voll- von den deutschen Zeissprodukten aller übrigen Fabrikanten gelegen hat. Vonständig den Gesamtumsätzen innerhalb der Berichtsperiode entfallen 1,085,056 Personenkraft- Erzeugnisse auch in den übrigen Marktabtei- (Jena) beherrscht wird, wie die deutschen wagen auf Rechnung der Ford-Fabriken und lungen teils die Oberhand haben, teils neben 1,065,894 Personenkraftwagen auf diejenige den amerikanischen Fabrikaten die bedeutendste Roll© unter den europäischen spie- der General-Motors, während alle anderen Marken durch insgesamt 1,118,167 Einheiten len. vertreten sind. Innerhalb derselben Periode des verflossenen Jahres hat Ford im Zusammenhang mit der seinerzeit stark reduzierten Produktion den einheimischen Absatz von nur (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) 280,439 Personenautomobilen registrieren Berner Stadt-Polizei und Kontrollschildbeleuchtung. Man schreibt uns: Wie einzelne Organe der können gegen 1,094,066 Einheiten der Generail-Motors und 1,107,516 Einheiten aller übrigen Automobil fabriken des Landes. der" hinteren Kontrollschildbeleuchtung stellen, Stadtpolizei Bern eich zu den Vorschriften, betreffs zeigt eich in nachfolgender Weise. Ich erhielt vor Die Personenautomobileintragungen innerhalb sämtlicher Staaten der Union weisen für einen Rapport eines Berner Verkehrspolizisten, und einigen Tagen durch unseren Kantonspolizisten alle Monate des laufenden Jahres im Vergleich mit denjenigen des vergangenen Jahres eine mehr oder weniger erhebliche Zunahme auf, wie aus der nachstehenden Uebersicht hervorgeht: 1928 1929 Januar 136 071 219 694 Februar 165 537 235 266 März 254 234 378 069 April 332 056 481 750 Mai 351 459 453 981 Juni 317 069 386 441 Juli 324 120 432 675 August 329 674 376 882 September 271 821 304 359 Insgesamt 2482 021 3 269117 Von den Personenautomobilregistrierungen innerhalb der ersten neun Monate des laufenden Jahres entfallen auf die Marken der einzelnen Gesellschaften — in Klammern die entsprechenden Ziffern für denselben Zeitraum des verflossenen Jahres zu Vergleichszwecken: Ford 1,085,056 (280,439) Einheiten; Chevrolet 650,315 (665,922) Einheiten; Chrysler 286,688 (260,187) Einheiten; Hudson-Essex 224,118 (191,742) Einheiten; Whippet-Willys Knight 181,541 (193,688) Einheiten; Nash 91,014 (90,825) Einheiten; Studebaker-Erskine 71,118 (89,296) Einheiten; Graham-Paige 52,239 (47,382) Einheiten; Durant 40,970 (58,839) Einheiten; Packard 37,012 (33,146) Einheiten; Hupp 35,190 (47,043) Einheiten; Marmon-Roosevelt 19,088 (12,684) Einheiten; Auburn-Cord 16,026 (9368) Einheiten und Reo 14,776 (17,811) Einheiten. PL Die Tschechoslowakei als Markt für Automobilzubehör. Der ungewöhnlich starke Aufschwung, welchen der Autodroschkenverkehr in der Tschechoslowakei, insbesondere aber in Prag und Umgebung, in letzter Zeit genommen hat, ist in erster Linie dafür verantwortlich zu machen, dass die Aufnahmefähigkeit des tschechoslowakischen Marktes für Automobilzubehör aller Art sich neuerdings in außerordentlich steil aufsteigender Richtung bewegt. Nach den jüngsten, amtlicherseits angestellten Erhebungen waren in Prag am 1. September 1929 bereits 950 Autodroschken eingetragen, die sämtlich gegen eine von der Stadtverwaltung festgesetzte Taxe dem öffentlichen Verkehr dienen. Sehr bemerkenswert ist aber, dass die vom kommunalen Lizenzbtrreau in letzter Zeit gewährten Bewilligungen darauf schliessen lassen, dass zurzeit nicht weniger als annähernd 1400 Personenautomobile und ungefähr 50 Motorradfahrzeuge aliein in Prag und nächster Umgebung den Dienst von Autodroschken versehen. Diese Kraftfahrzeuge lassen sich in vier bestimmte Gruppen einteilen. Die- erste Gruppe rekrutiert sich aus ausgesprochenen Luxuswagen mit einem Zylinderinhalt von mehr als zwei Litern und mit luxuriöser Ausstattung. Die zweite Gruppe umfasst die «grossen» Kraftwagen, d. h. solche mit einem Zylinderinhalt von W2—2 Litern. Die Kraftwagen mit einem Zylinderinhalt von weniger als 1 ^ Litern bilden die Klasse der «kleinen > Autodroschken, also die dritte Qruppe, während die Motorraddroschken mit überdecktem Beiwagen und Sitzgelegenheit für zwei Personen die vierte Gruppe ausmachen. Ungefähr 60 bis 65 Prozent sämtlicher Prager Autodroschken fallen in die Gruppe der «kleinen» Kraftwagen. Im Zusammenhang mit dem ausserordentlich regen und beständig um sich greifenden Autodroschkenverkehr bietet Prag ein vorzügliches und in nächster Zukunft noch viel mehr versprechendes Absatzgebiet für Ersatzteile und Zubehör aller Art ausländischer Herkunft, zumal die heimische Industrie nicht in der Lage ist, den grösseren Teil dieser Nachfrage zu befriedigen, wie sje überhaupt mit dem ziemlich raschen Ausbau der nationalen Automobilerzeugung nicht gleichen Schritt geha'ten hat. Als besonders gangbar erweisen sich auf dem Prager, wie tschechoslowakischen Markt überhaupt, Autömobilbereifungen aller Art, Wagenwinden, Reparaturwerkzeuge, Motoren, Batterien und Stossdämpfer. Verhältnismäßig sehr bedeutend sind ferner die Umsätze in Zündgehäusen, Kerzen, Startern, elektrischen Heiz-und Signalvorrichtungen sowie in Be'euchtungsanlagen. Interessant ist die Tatsache, dass dieser Rapport lautete folgendermaßen : Ich sei am 29. Oktober, 16 Uhr 55. Richtung Laupenstrasse gefahren und habe das hintere Kontrollschild dermassen angebracht, dass es nicht genügend beleuchtet und infolgedessen unlesbar sei. Nun stellte sich heraus, dass dasselbe in der äusseren Ecke etwas beschattet war; aber nicht so, dass es nicht hätte erkannt werden können; denn wieso hätte der betreffende Polizist Rapport erstatten können unter Angabe der Kontrollnummer ? Rätselhaft erscheint mir auch, dass man um 5 Uhr abends überhaupt einen solchen Rapport erstatten konnte, da damals um 5 Uhr noch nicht Nacht war, und eine ungenügende Beleuchtung erst bei Nacht wirklich mit Begründung festgestellt werden kann. Ich habe allerdings nun mein Schild so angebracht, dass es vollständig im Lichte erscheint; aber ich finde diesen Rapport als eine Schikane, besonders wenn man tagtäglich in der Stadt Bern beobachten kann, wie die Stadtomnibusse und die Taxihalter ihre Kontrollscbilder beleuchtet haben. Kaum die ersten zwei Zahlen sind beleuchtet. Von den weitern sieht man überhaupt nichts, so dass es bei diesen überhaupt nicht möglich wäre, eine Köntrollnummer festzustellen. Nach meinem Dafürhalten ist es ja ganz richtig, dass die Nummer vollständig beleuchtet sein soll; aber man sollte von allen das gleiche verlangen. Im weitern finde ich. wäre es auch am Platze gewesen, mich sofort anzuhalten und daraiif aufmerksam zu machen, da es nicht so angenehm ist, wenn man wegen so'chen Kleinigkeiten noch den Wagen extra vorführen und deswegen noch Zeit versäumen muss Ich bin absolut nicht gegen eine strikte Durchführung der bestehenden Vorschriften; aber es sollte doch < wenigstens überall mit der gleichen Elle gemessen werden. E. H. Bussenpraxis. Man schreibt uns; Als Abonnent Ihrer Zeitung möchte Ich Ihnen folgende Bussenverfügung des Gemeinderates Pfäffikon (Kanton Zürich) wissen lassen. Am 27. November 1929, nachmittags 2 Uhr 55. fuhr ich mit meinem Personenwagen durch die Frobwiesenstrasse auf den Hauptplatz in der Ortschaft Pfäffikon (Kanton Zürich), als ich von der dort stationierten Kantonspolizeimannachait, nicht weniger als 6 Mann hoch, zum Vprzeigen der notwendigen Ausweispapiere angehalten wurde, mit der nachherigen Bemerkung, man müsse mich verzeigen, weil ich nun durch die Frohwiesenstrasse gefahren wäre, da eine Verbotstafel den Motorfahrzeugverkehr gesperrt hätte. Wo war nun diese Verbotstafel angebracht? Wohl 12 Meter hoch oben, beinahe an der Dachrinne hängt ele. Auf meine Einrede, dass man zugeben müsse, dass die Tafel sich viel zu hoch befinde, meldete sich in meiner Anwesenheit noch ein weiterer Leidensgenosse, den man auch bereits gerupft hatte. Während ich mit den Poltzeimännern über diese ungerechte Anzeige mich auseinandersetzte, folgten noch weitere Feststellungen und wieviele Automobilisten seither bei dieser «Bauernfängerei» hängen geblieben, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich ersuchte einen anwesenden Polizeimann, mit mir die Strecke nochmals zu befahren, damit er sich überzeugen könne, dass man vom Auto aus reip unmöglich diese Verbottafel erblicken könnte, da solche viel zu hoch angebracht wäre. Die Antwort lautete, man wisse es schon, aber man könne nichts machen. Die Verbotstafel war kurze Zeit erst angebracht worden, und wusste ich von dieser Mausefalle nichts, da ich schon dutzende Maie früher diese Strasso befahren hatte. Trotzdem ich durch eine Zuschrift an den Gemeinderat am folgenden Tage Protest gegen eine event. Busse einlegte, erhielt ich nun eine Polizeibusse von Fr. 10 plus Fr. 3 Kosten. Als Rasumö möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich gegen einen solchen buchstäblichen Gimpelfan? ganz energisch Protest einlege, da eine solche Bestrafung ein Unrecht bedeutet. Man placiere eine Verbotstafel am richtigen, gutsichtbarra Orte, da der Automobilist die volle Aufmerksamkeit der Strasse schenken muss und keine Zeit besitzt, auf die Dachrinnen hinaufzuschauen, dies um so weniger, da es bekanntlich in den Ortschaften mehr Vorsicht braucht als in der Stadt. Ich habe nun gegen die Busse Rekurs eingereicht und habe nun noch das Vergnügen, weitere Kosten und Spesen und Zeit zu verlieren. F M Lass den Motor nach dem Anlaufen warm werden, damit das Oel in Umlauf kommt, bevor die Lager betriebsmässig belastet werden. -^LSCHWEISSEN SCHWIERIGER GUSSTÜCKE uoroier mann & eo.. Züncn-aiDisrieoen MATERIEL BERLIET 1 Berliet C. B. 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