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E_1929_Zeitung_Nr.105

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HD« OE EDEEP Lob der Langweile. loh werde Ihnen etwas erzählen, das man nicht zu wissen scheint: Es gibt in Frankreich ebensowenig wie anderwärts eine « Theaterkrise ». Man kann höchstens, wenn man durchaus will, eine «Theatererkrankung» diagnostizieren. Darunter ist gemeint: der Zuschauer oder vielmehr die Zuschauerin, will im Theater nur solche Stücke sehen, bei denen sie sicher ist, dass sie sich langweilen wird. Die Theaterleute werden Ihnen bestätigen : die Frauen sind das treueste und zahlungswilligste Publikum. Die Männer beschränken sich darauf, die Meinungen ihrer Gefährtinnen zu wiederholen; sie selbst haben keine Meinung. Auch die Gefährtinnen haben — unter uns gesagt — keine. Aber sie machen die eben herrschende snobistische Mode mit; so sind sie schuld an dem Erfolg einer grossen Zahl mittelmässiger Stücke, von denen man nichts anderes sagen kann, als dass sie sehr schlecht gemacht sind. Mercanti, dessen Maximen ich veröffentlichte, hat irgendwo gesagt: Man braucht sich nicht zu scheuen, dem Publikum oberflächliche Stücke vorzusetzen. Wenn es sich langweilt, glaubt es, zum Denken angeregt worden zu sein. Die Frauen werden jetzt von einem unglaublichen Denkverlangen gepackt. Sie suchen es durch die nächtlichen Theatervergnügungen zu befriedigen. Sie verschmähen weder das Vaudeville noch die Operette, aber sie schämen sich ein bisschen der «vulgären Heiterkeit». Ich erinnere mich: Eines Abends wohnten wir, mein Mitarbeiter Hennequin und ich, einer Vorstellung von «Haben Sie nichts zu verzollen ?» bei Wir hielten uns in dem Lugaus des Feuerwehrmannes verborgen und beobachteten von dort aus das höchst belustigte Publikum. In Jen ersten Fauteuilreihen fiel uns ein junges EFre/^ Das Theater und die Frauen Von Pierre Veber (Paris). Paar auf, es waren offenbar zwei jung Verheiratete. Die junge Frau lachte hellauf, die Lachtränen kollerten auf die Schulter ihres kräftigen Ehegatten und auch dieser lachte rückhaltlos. Als das Stück zu Ende war, fassten wir beim Theaterausgang Posten, um zu hören, was das junge Ehepaar sagte. Hören Sie, was wir vernahmen: Die junge Frau sagte mit glückschimmernden Augen: «Es ist idiotisch! Aber ich habe nie so sehr gelacht.» — «Jawohl», erwiderte der Mann mit Betonung, «aber nichts bleibt haften.» Merkwürdiger Mensch! Er verlangt von einem Stück, dass es ihn zum Denken anregt, und weiss niemanden dafür Dank, dass es Hm drei Stunden unterhalten hat. So erklärt sich die Oedigkeit des Theaters von heute. Die grossen Lustigmacher fehlen. Die Lustspielfilme genügen dem Unterhaltungsbedürfnisse des Publikums. Vom Theater verlangt man jetzt etwas Aussergewöhnliches, gewissermassen «Kälber mit fünf Füssen», nebulose oder schwer psychologische Ergüsse. Das Alltagsleben ist zu banal; nur das Laster zieht oder die Philosophie. Kennen Sie diese Anekdote: Ein junger Schriftsteller besuchte Ludwig Halevy und bat ihn um ein Thema zu einem Theaterstück. «Ein Thema für ein Stück!» rief Ludwig Halevy. «Ich weiss eines, es ist ebenso neu wie ausgezeichnet... — «Sagen Sie es mir», rief der junge Mann gespannt. — «Nun, ein Mann liebt eine Frau...» — «Und was weiter?» — «Das genügt doch. Entwickeln Sie dieses Motiv, mein Freund, und wenn Sie Talent haben, wird daraus ein ausgezeichnetes Stück werden.» Der alte Theatermeister hatte vollständig recht. Dies ist wirklich das Grundthema der ganzen Weltliteratur. Die Liebe scheint ein wenig in Misskredit geraten, offenbar legen die Frauen heutzutage weniger Wert auf eine Zerstreuung, die noch ihre AU'iUMUtSIL-KLVUE — JSK lüä Ahninnen so beglückte. Ich habe mir eine Bemerkung notiert, die ich während der Aufführung eines übrigens ganz erfolglosen Stückes, Donnays «L'Affranchie», notierte. Eine Dame sagte: «Jene Bagatelle, die unsere Vorfahren als eine ernsthafte Angelegenheit betrachteten, ist für uns wieder nur eine Bagatelle geworden.» Dieses Wort gilt heutzutage besonders. Man weint und lacht nicht mehr über Liebesgeschichten. Grosse Empfindungen scheinen deplaciert in einer Zeit, die von Genuss- und Geschäftsfieber bebt. Woher kommt es, dass verspätete «Romantiker» noch immer Verbrechen aus Leidenschaft begehen? Die Frauen lieben das nicht mehr... Allerdings, diese Romantiker rekrutieren sich aus der niederen Klasse. In unseren Tagen gibt es keine Pathetik mehr. Man nimmt voneinander ohne Feierlichkeit Besitz, man sagt einander ohne Ekstase Lebewohl. Was man Liebe nennt, ist in Wirklichkeit nichts als die Wechselwirkung zweier Phantasien aufeinander. So haben wir die seelische Stimmung des achtzehnten Jahrhunderts wieder erneuert. Den Schaden hat das Theater: es lebt noch immer von einem «Gefühb, das in Wirklichkeit nur ein Sport ist. Lucien Guitry hat mir unlängst die folgende Anekdote erzählt: Er hatte seinen Friseur M. C. aus London kommen lassen. Um ihm ein bisschen Zerstreuung zu bieten, schickte er ihn in die Comedie Francaise, wo man eben eine «Medea» von Catulle Mendes tragierte. Am nächsten Morgen fragte er ihn nach seinen Eindrücken. C resümierte sie folgendermassen : «Die Dame tötet ihren Gatten, ihre Kinder, ihren Schwager und tötet noch andere Leute. Man weiss wirklich nicht, weshalb man sich darüber aufregen sollte.» Eine so knapp formulierte Kritik habe ich selten vernommen. In der Tat, gibt es so viele Stücke, die die Mühe lohnen, ihren Vorgängen ernsthaft zu folgen? («Neue Freie Presse».) Warum gehen die Männer abends aus ? Texas Guinan, die Nachtclubkönigin von New York, hat, laut «B.Z. am Mittag», den Chicagoer Frauen einen Vortrag darüber gehalten, wie sie mit ihren Männern umgehen sollen, damit sie des Abends nicht immer ausgehen. Viele Hunderte von enttäuschten Frauen von heute. Die Meisterschwimmerin Gertrud Ederle. Ehefrauen waren herbeigeeilt, um von ihr. der Berüchtigten, deren Namensnennung schon genügt, um es einer guten amerikanischen Bürgerin kalt den Rücken herunterlaufen zu lassen, belehrt zu werden. Texas Guinan sagte ihren Hörerinnen, dass sie ihre Männer, wenn sie nach Hause kommen, nicht mit Dienstbotengeschichten und. Jammern über die grossen Ausgaben des Haushaltes langweilen und vertreiben sollen. Man müsse es verstehen, den Mann zu amüsieren und, wenn er «Herr im Hause» spielen wolle, ilim ruhig die Illusion lassen. Jede Frau könne in Wirklichkeit ja doch tun und lassen, was sie wolle. «Männer sind wie Kinder und müssen wie Kinder behandelt werden. Machen Sie sich klar», so erklärte sie, «dass Eifersucht das sicherste Mittel ist, um eine Beziehung zu zerstören. Sie ist immer das Produkt einer überspannten Phantasie Die Frauen soliten endlich einsehen, dass sich verheiraten für einen Mann nicht bedeutet, dass er keine anderen Freundschaften und Interessen in der Welt mehr haben will. Amüsieren sie ihn und denken sie immer daran, dass es ohne Männer keine Liebe und. keine Leidenschaft gäbe, und dass das Lebeit *< Montagna, Inferno, Sa^ella, Perla di Sa«ella, Grumello u. Sforzato, offen u. in Flaschen Kisten ä 12, 24, 36, 50 und 60 FL Auf Wünsch assortiert! Verlangen Sie bitte Preisliste! J. COTTINELLI, CHUR E IGEN-KELLEREIEN IM VELTLIN O Von Elsa Raafiaub. ir freuen uns alle, wenn unsere Sinder an Weihnachten oder Ostern, Geburtstag oder Hochzeitsfest ein hübsches, sinniges Gedicht oder ein köstliches Sprüchlein aufzusagen wissen. Dieses Büchlein enthält eine Sammlung reizender Gedichte, und zwar in Mundart wie in Schriftdeutsch. Alle festlichen Anlässe sind berücksichtigt worden. Den Schlnsa bilden Albumverse und Scherzfragen. — Preis nur Fr. 3.—. Weihnachten der Kinder Zwei die das Fest verschönern helfen: Zum Ufsäge Tiergeschichten von Dr. Walter Keller. 7n einem hübschen Bändchen •£- vereinigt erzählen diese Geschichten in köstlicher Art und Weise und mit sprudelndem Humor vom Leben und Treiben unserer Haus», Wald- und Feldtiere. Das Buch ist ausseist lehrreich und hat erzieherischen Charakter, denn jung und alt, ja selbst der Hypochonder, ergötzen sich an diesen Geschichten und werden zu Tierfreunden. — Preis in hübschem Einband nur Fr. 2 — ßUlß-Plikettei D.Schlössiiiitte» als Talisman, bei GOLDSCHMIED DR IQ ALL*. Rennweg 30, Zürich 1 ine 1857 + kapital und Keferoen $t. 16,000,000 ßeforgung aller 6anEgcfd)dftc ßctofung füc Dorföüffc in Jeder jorm und für Kapitalanlagen Für den Weihnachtstisch von Madame bieten wir Ihnen eine reiche Auswahl JVO -n * ^ das

N0 105 - 192& »hne diese beiden Dinge doch recht öde wäre.» Die meisten Hörerinnen waren enttäuscht* Das hätten sie ebensogut in einer Kirche zu iören bekommen können, von Texas Guinan Hatten sie andere Mitteilungen erwartet. Und doch : Ist. das nicht schon recht viel, was sie sagte ? Der reichste Vater. ! Henry Nelms Familie zu Towersey in Oxfordshire ist mit einem Zuwachs beschenkt worden. Das dreissigste Baby ist ihm 'geboren worden; es ist ein niedliches Mädchen, das den poetischen Namen «Junirose» erhalten hat. Fünfzehn Kinder stammen aus seiner zweiten Ehe, die er mit einer Wienerin einging, die bereits die Mutter von drei Kindern war, als er sie heiratete; von den vierzehn Kindern, die ihm seine erste Frau geboren hatte, leben noch zwölf, zwei Söhne fielen im Weltkrieg. Zu seinen siebenundzwanziig Kindern ist noch ein achtundzwanzigstes hinzugekommen, und Mr. Nelms ist darüber ganz glücklich. «Es ist etwas Wundervolles, wenn einem ein Kind geboren wird», sagte er den Berichterstattern, die ihn über seine Empfindungen ausfragten, «und so oft ich dieses Erlebnis auch schon gehabt habe, es hat nichts von seiner Schönheit verloren. So lange man noch Kinder bekommt, fühlt man sich noch jung.» Dieser « reichste» Vater Grossbritanniens ist bereits dreiundsechzig Jahre alt, und es bleibt abzuwarten, wie lange er noch seine Jugend erhalten wird. «Das Leben ist nichts ohne Kinder», schwärmt er. «Meine Frau und ich werden nie zuviel bekommen können. Wir begrüssen sie als ein Gnadengeschenk der Natur und versuchen, ihnen eine glückliche Kindheit zu gewähren; das ist das Beste, was man ihnen auf den Lebensweg mitgeben kann.» Natürlich ist die kleine «Junirose» ein Staatsbaby, das bei der Geburt zehn Pfund wog, und es herrscht, eite! Glück und Wonne in dem kleinen Hause des,Mr. Nelms, der dabei ein einfacher Landarbeiter ist und mit geringem Tageslohn sich und die Seinen durchbringt. Nicht erschrecken ! Ich will die Mode weder erklären, noch loben. Ich möchte nur meine Tränen mit den deinen fliessen lassen, sprudelt die Baronin Lili Halvany in einer geistreichen Plauderei (Neues Wiener Journal). Ja, was sagst du denn zu diesem Attentat ? Während wir ruhig in der Sommerfrische gesessen sind, hat die Mode mit unserem Vertrauen Missbiauch getrieben, wie unsere Ehemänner, wenn sie Strohwitwer sind. Ahnungslos kommen wir nach Hause und finden Revolution. Die Röcke sind nach abwärts gelaufen — die Taille ist nach oben geklettert, unser J getreuer Hund, der Jumper ist für ewig verbannt. — Auf der Oberfläche der neuen Mäntel hat man eine Silberfuchs-Farm errichtet. Die Vormittagskieider aus Tweed kratzen wie eine Drahtbürste. Und erst die Abendkleider! Lange Schleppen aus Mousselino oder Tüll, die sofort, wenn der Gatte oder Verehrer darauftritt — und sie treten immer darauf —, in Fetzen reisst. Dann die Kleider aus Velours-Mousseline, Velours-Chiffon, Velöurs-Leda! Man darf sich nicht setzten, denn das Kleid bekommt einen «Spiegel», Damen, die Velourskleider besitzen, verbringen ihr Leben ewig .aufrechtstehend — wie die heiligen Fakire in Indien. Ach, und diese elende neue Farbe, die sich «Dahlia» nennt. Diese hinterlistige Farbe steht nur Blondinen gut und wenn wir Brünetten sie tragen, sehen wir aus wie unreife Oliven. Nicht genug, dass es heisst: «Gentlemen prefer blondes», auch die Mode ... ? Natürlich war ich bei jeder Modeschau, denn vielmehr als die Mode interessierte mich die Meinung der Frauen über diese Revolution. Die Schneiderinnen erklären uns, dass es Monsieur Patou gewesen ist, der wie ein zweiter Lenin die alte Ordnung untergraben und die sieghafte Neuerung eingeführt hat. Die Damen sassen stumm auf ihren Plätzen und sahen aus wie eine gewisse Dame aus der Bibel, die Frau Loth hiess. Der Schrecken machte sie starr und stumm. Eine einzige Dame besass Seelenstärke genug, um von Zeit zu Zeit ihren Zeigefinger auszustrecken und das vorbeischwebende Probierfräulein energisch in den Magen zu stossen. Zuerst konnte ich mir diese etwas ungewöhnliche Geste nicht erklären. Endlich bin ich darauf gekommen, dass diese Dame untersuchen wollte, ob das Fräulein zu dem in Taille geschnittenen Abendkleid ein Fischbeinmieder trägt. Fischbeinmieder! Schreckliches Wortl Mein armer Körper fühlte sich wie der Sträfling, der auf ein paar Jahre seinem Gefängnis entkommen ist. . Jetzt plötzlich haben ihn die höheren Mächte wieder eingefangen und zwingen ihn in die Folterkammer zurück. AUTOMOBIL-REVUE 17 Ja, die Mode. •. Sollte dies der Grund sein ? Noch etwa-s Merkwürdiges habe ich bei den Modevorführungen bemerkt. An den Tagen wo Modeschau ist, sind alle schlanken Damen der Stadt anderswie und -wo beschäftigt, denn auf der Modeschau erschienen ausschliesslich Damen von fünfundsiebzig Kilo aufwärts. — Diese Damen tragen natürlich noch die Sommermode Kleine, enge, kaum bis zu den Knien reichende Crepe de Chine- und Imprimö-Kleider ... Wenn ich meinen Kopf neigte und der Anwesenden untere Hälfte anblickte, breitete sich vor meinen entsetzten Augen ein Meer von wiegenden Waden und geschwollenen Knöcheln aus. Einen Augenblick hat mein Zorn gegen Monsieur Patou ein wenig nachgelassen. Der Mann, der diese Waden und Knöchel vor den Augen seiner Mitmenschen verbergen will, kann es doch nicht so schlecht mit uns meinen ... Der Standpunkt der Männer: persönliche Beleidigung. «Was,» fragen sie empört, «von nun an werden wir die süssen kleinen Frauenfüsschen und Beinchen und Undsoweiterchen nicht mehr sehen dürfen ? Das ist eine Gemeinheit! Ein Betrug sondergleichen. Da muss etwas geschehen.» Dabei fällt mir ein Vergleich ein. Das Leinwandzelt der Wanderzirkusse ist rissig. Neugierige, kleine Jungen können durch diese Risse bequem der Vorstellung zusehen. Eines Tages merkt die Direktion die Löcher und stopft sie zu. Abends kommen nun die Buben und konstatieren mit verzweifelter Wut, dass sie von nun an nur gegen Eintrittsgeld die Produktion gemessen dürfen. Ja, so ist es, meine Herren. Es ist aus mit den Freivorstellungen. Von nun an müssen sie Eintrittskarten für Strandbad, Revues usw. — aber die Herren werden auch ohne meine Ratschläge sich zu helfen wissen. Mit einem Wort; Es ist niemand mit der neuen Mode zufrieden. Aber wir sind unfähig und machtlos, daran etwas zu ändern. Wenn wir ihr den Krieg erklären, ergeht es uns schlecht. Mit Männern und mit Mode kann man nicht brechen. Wir strafen nicht sie, sondern nur uns selbst. Tragen wir das Joch also geduldig weiter. In diesem Fall • Je mehr wir von dem Joch zu tra-gen haben — desto besser. Nur Qualität behält den Wert! Besichtigen Sie unverbindlich mein tt. Warenlager in Gold- and Silborwaron. Juwelen und Perlen. Sie sind aneenehm überrascht von Qualität and Preisen. J. HUOer. GO'dSChmled. « 1865' ZOrlCI. Bahnhofs»? 73/1 Juden Samtlag nachmittag, Dezember auch Sonntag nachmittag otten Der Bräutigam vergisst den Fallschirm. Bräutigame, die in der Aufregung ohne Ring erscheinen, sind längst nichts Neues mehr. Merkwürdiger ist schon der Fall, der kürzlich auf dem amerikanischen Flugplatz Roosevelt Field passierte. Ein junges Paar hatte sich dort hoch itt den Lüften im Flugzeug trauen lassen, was offenbar ganz besonders nervenkitzelnd ist. Es hatte sich dazu einen Priester mitgenommen, sowie das übrige Zubehör: Trauzeugen, Freunde und Verwandte. Im ganzen trug das Flugzeug zwölf Personen. Ob aus symbolischen Gründen oder nur zum Jux — wer weiss — war arischliessend an die Trauung ein gemeinsamer Fallschirm- Abspringet vorgesehen. Man sprang. Während aber die Hauptmacht der Gesellschaft, an den Schirmen baumelnd, gemächlich der Erde zuschwebte, sauste der Bräutigam wie ein Stein ins Leere hinab. In der Aufregung hatte er seinen Fallschirm zu entsichern vergessen. Erst nach einem Sturz von 500 Metern erinnerte er sich, dass nur ein offener Fallschirm etwas nützt. Glücklicherweise war zur Entsicherung noch Zeit und zufällig hielt der Schirm den Luftstoss aus.. Der Mann kam heil zu Boden, wo er dann allerdings eine Zeitlang auf seine Begleiter zu warten hatte. at. Das rotblaue Tuch Einst warst du da, jetzt bist du in Berlin. Mit einer schnellen Eisenbahn fuhrst du dahin, Am Bahnsteig schwenkte ich ein Taschentuch Und sah ein kluges Glück aus meinen Händen flieh'n. Ich zählte nie die Jahre, die vergeh'n, Zurück schaut nur ein Tor, der irgenwo blieb steh'n; Doch heut fand ich ein rot und blaues Tuch Von lange her und habe dich, mein Lieb, daiv in geseh'n; Ich schlang den Lappen um den Hals mir so Nebenbei und modefarbenfroh, Da plüscheflüstert mir dein mollig Tuch Ins Ohr — Zu dir, mein Lieb, ich brenne lichterloh! S. Unsere Wratorbilder auf Seite 15 und 19 wurden, uns vom Verkehrsverein St. Moritz in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt. Illllllllllll G R E DI G'S GRAND CAFE ASTORIA Bahnhotstrasse Z U RIO H Pcterstrassa Bündnerstube - Spezialitätenküche neue Kemington Fortab L ist eingetronen! Die einzige Portable=Schreibmaschine mit Tabulator. Kein Aufstellen der Typenhebel mehr. Dabei immer noch leicht und kompakt mit Normal-Tastatur. Verlangen Sie Jen Prospekt P. A. 1 von Anton Waltistönl 8c Co., Zürich Bahnhofstrasse 46 Telephon Selnau 67.4' Auf einer Automobiltour ist der Gedanke Eur Verausgabe dieser Liedersammlung entstanden. Denn dem Fjerausgeber erging es ioie es fast immer gebt, toenn in einem geselligen Kreis gesungen uMrd: Die ITCelodie kennt man inobl, com Cext ist aber kaum noch die erste Strophe bekannt. Das „Schatzbüecbli" u>iU den Schatz an üolksliedern der oölligen üergessenheit entreissen. Jn den kommenden Festtagen würde loohl da und dort oon sangesfroben menschen ein Cied im häuslichen Kreis angestimmt, wenn man über Ciederausioab! und Ciederioorte oerfügte. Das „Schatzbüecbli" hilft hier aus, es enthält 274 der gangbarsten ßeimats-, Ratur-, Ciebes-, üaterlands- und Religionslieder mit zweistimmigem üotensatz und kostet nur Fr. 1.50, in Ceinen gebunden nur Fr. 2.50. Abonnenten erhalten noch 20 °/ 0 Rabatt. ücrlacj ßaHiDag R.-6 M Bern ifl!lll!!ll[l!IHI!l!!l!l!!l!llllll!lll!ll!!!l!lf!!!ll!