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E_1929_Zeitung_Nr.109

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IS ÄUTOMOBIL-REVUE

IS ÄUTOMOBIL-REVUE 1929 - N° 109 Ich reiche Romana die Haferlschuhe zum Nageln. Er sieht sie nicht. «Monsieur! Vor einer halben Stund© war jemand hier, Sie raten nicht wer, hier stand er, wo Sie stehen, ich habe ihn gleich erkannt, obwohl er in Zivil war, warum soll ich meinen General nicht wieder erkennen ? Hier zur Türe herein kam er, der General Roux, ich wusste gleich, wer er war, er ist gestern angekommen, er hat mir seine Stiefel gebracht, hier stehen sie, mich hat er auch gleich erkannt. «Ich kenne dich, mein Sohn, hat er gesagt. » Du bist Romana, von den 9. Zuaven, »Mein General, habe ich gesagt, der bin .»ich. loh kenn© dich, meiD Sohn, hat er gesagt. Du bist Romana, von den 9. Zuaven. Der Wunderapparat der alle Platten mit geschlossenem Deckel spielt und automatisch abstellt. Fr. 170.-, 195.-, 210.-, 245.- Leder Beste Schweizerapparate „PAILLÄRD" Tischmodelle von Fr. 125.- an Schrankmodelle „ „ 285.- „ Reiseapparate „ „ 70.- „ Phono-Spezialgeschäft Stadelhof P. BÄNZIGER-ZÖST, Statfelfioferstr. 38, ZÜRICH Bei Bezugnahme auf dieses Inserat 5°/ 0 Rabatt. Reichhaltiges Lager in fertigen PELZEN sowie FELLEN für Besatz z?4ü£>. Im Dezember Sonntags geöffnet AJle Arbeiten werden fachgemäß ausgetührt. »Es sind einige Jahr© her, mein Sohn, »dass wir zusammen waren, ein bisschen 2 überall, in den Vogesen, an der Somme. »Es war nicht immer lustig. Wir hatten » schwarze Tage zusammen. Aber schliess- »Jich ging alles vorbei.» So hat der General Roux zu mir gesprochen, da stand er, wo Sie stehen, mein Herr. Er hat noch anderes gesprochen. Natürlich hat er vom Krieg gesprochen. Er konnte sich auch an den Zuaven El Hafid erinnern. Er konnte sich noch gut erinnern. Aber ich musste es ihm doch genau wiedererzählen. Sehen Sie, das war vor einem Angriff, und wir hatten wenig Munition. Ich z. B. hatte nur fünf Patronen und sieben Handgranaten. Damit kann man doch nicht arbeiten, sagen Sie selbst! Der Caporal AM Ornur schickte den Zuaven El Hafid weg, Munition holen, ich war dabei, wie er den Befehl gab, noch andere Zuaven waren dabei, auch der Sergeant Desailloud. El Hafid kam zu spät zurück, die Attacke war schon vorbei, er musste zu lange beim Munitionsdepot warten, nichts zu machen. Dort hat ihn ein Leutnant angehalten, was er da treibe und wo sein Befehlzettel sei. El Hafid muss sagen, 'dass ihn der Caporal ohne Zettel fortschickte. Der Leutnant schreit, das sei Lüge, und er werde schon sehen vor dem Kriegsgericht. Der Zuave EI Hafid gibt den Capora

halten, einem fremden, mir anvertrauten Wesen würde ich Gutes auf Gutes tun.» So betete die Arme und sehnte sich mit ihrer Liebe und Güte zu den Menschen, nicht überall abgewiesen zu werden, sondern zu helfen und Gutes zu stiften. Es war Weihnachtsabend. Traurig ging Fräulein Lamm durch die Strassen. Auf der ganzen Welt war niemand, der ihr auch nur die kleinste Weihnachtsfreude bereitet hätte. Aber sie wollte heute Gutes erweisen, so weit es ihr mit ihren kargen Mitteln möglich war. An manchen Laden standen ärmlich gekleidete Kinder und mit hungrigen Augen sahen sie auf die guten Sachen, die da ausgestellt waren. Da trat sie hinzu, führte die Kinder in den Laden, Hess ihnen geben, was ihr Herz begehrte, dann zog sie die magere Börse, und die glückstrahlenden Augen waren ihr Dank genug. Dann leuchtete ihr ganzes Gesicht vor Freude und wie verklärt sah sie aus. Es war schon spät, bald leerten sich die Strassen, denn jeder, der ein Heim hatte, eilte nach Hause zur Bescherung. Aber sie wollte nicht nach Hause, sie fürchtete sich vor ihrem einsamen Helm. Sie (beschloss also, die einzigen Menschen zu besuchen, die sie einst lieb gehabt hatten, ihre Eltern auf dem Friedhofe. So wanderte sie denn mit einem bescheidenen Kranze zum Friedhofe hinaus. Dort zündete sie ein Lämpchen an und betete um die Erfüllung ihres Lebenswunsches, um ein menschliches Wesen, das sie liebte. Da drang an ihr Ohr ein leises, aber anhaltendes Weinen. Sie horchte auf: War ausser ihr auch noch ein anderer unglücklicher Mensch da? Und schon ging die immer Hilfsbereite, dem fremden Wesen ihren Trost und Hilfe anzubieten. Da kniete unweit von ihr vor einem Grabe em kleines Mädchen. Schluchzen erschütterte die zarte Gestalt und jammernd rief sie immer wieder: «Mutter, ach Mutter, komm doch zu deiner armen, kleinen Rosi.» Doch die Mutter hörte nicht. Still schlief sie unter dem schneebedeckten Rasen den ewigen Schlaf. Ottilie Lamm hatte sich schon zu der zitternden Gestalt gebückt, ihr über die blonden Locken gestrichen und traurig gesagt: «Geh ZÜRICH STADTTHEATER: Mo.: nachm.: |H«i u, Moritz. abends: Hinsei un* GreM. DI.: nachm.: Max u. Moritz. abends: Geschlossen. Mi.: Geschlossen. Do.: Ein Wllztrtrum. Fr.: CSsar und Cleopitn. Sa.: nachm.: Mai u. Moritz. abends: Hansel u. Gretel (Tombolavorsteil.) Kanunerspiele: Re(tn, So.s nachm.: M»x u. Moritz. abends; Meistersinter von Nürnktrg. STADTTHEATER: Di.: nachm. 3 Uhr: Rot- Uppchen, Pi.: abends: Geschlossen. Mi.: Geschlossen. Do.: nachm. 2 Uhr: Lobentrin, Oper v. Richard Wagner. Do.: abend« 8 Uhr: Dis DrelmldMlhaos. Fr.: abends S Uhr: GrHIn Maria. 2a.: nachm. 3 Uhr: Rotklotcnen. Sa.: abends 3 Uhr: Grilin Mariza. So.: nachm. 3 Uhr: Rotkfppchen. So.! abends 8 Uhr: Braun Marin. SCHAUSPIELHAUS: Di.: Geschlossen. MI.: Geschlossen. Do.: nachm. 3'/, Uhr: Arm wie eine Kirchenmaus. Do.: abends8V,Uhr: Grand Hotel. Fr.: abends 8*/, Uhr.: Du kannst mich nicht »w- •uhen. Sa.: abends 8 Uhr: Dar letzte Schleier. So.: nachm.3'/iUhr: 6r»iMl Hotel. So.: abends 8'/< Uhr: Du kannst mich nicht verstehen. CORSOl Je abends 8 Uhr und am 2. Weibnachtstag auch nachmittags 3 Uhr: Rosen an« Florida, Operette von Franz L*har. 1929 AUTOMOBIL-REVUE Grand Cafe Esplanade Tabarin - Bar Wochenprogramm 23.-29. Dez. BERN: ZÜRICH: Grosse Konzerte \Man1j£irah nur einmal mderJ stcns.l mmdnsovHa Srwnis unbedingt waümfesthaüai* Gimmi*Bildi? Merkur«trasse-25 Tel .so entzückt, dass sie bald ihr Herz dem Liebeslehrer aufschloss und ihn heiratete. Aber es zeigte sich bald, dass gerade auf dem Gebiete der Liebe und Ehe ein gewaltiger Unterschied zwischen Theorie und Praxis besteht Mauds Ehe wurde so unglücklich, dass sie jetzt, obwohl erst drei Monate seit der Hochzeit vergangen sind, die Ehescheidungsklage angestrengt hat Sie beschuldigt ihren Ehegatten, dass er sich einer Liebestaktik bedient habe, die durchaus nicht in seinem Lehrbuch der Liebe erwähnt sei. So habe er sie geohrfeigt, ins Gesicht geschlagen und zu Boden gestossen. Saxons Verteidigung soll dahin gehen, dass diese angeblichen Misshandlungen nur «Liebesklapse» gewesen seien. Humoristische Ecke «Du bist so niedergeschlagen, lieber Freund. Hast du Aerger gehabt?» «Ich habe meiner Frau, die im vorigen Monat verreist war, erzählt, dass ich jeden Abend zu Haus gewesen sei. Heute kam die Lichtrechnung: 85 Rappen.» (Tit-Bits.) «Hast du schon die Weihnachtsgeschenke für deinen Mann gekauft?» «Nein — ich habe ihn noch nicht gefragt, wieviel er ausgeben will. (Moustique.) «Ich bin in unserer Klasse der Erste im Rechnen!» «Ich der Erste in Physik!» «Und ich bin der Erste auf der Strasse, nachdem es geläutet hat!» (American Boy.) «Der Truthahn, den Sie mir gestern verkauften, schmeckte ja scheusslich!» «Das verstehe Ich nicht! Seit fünfzehn Jahren hat das Tier auf allen Ausstellungen erste Preise bekommen.» (Berlingske Tidende.) «Was ist denn eigentlich aus dem Roman geworden, den du an die Zeitung geschickt Der seit mehr denn 50 Jahren ärztlich empfohlene - gesunde - Magenbitter Haus für feine Pelzwaren W1LH. GEIGER KÜRSCHNER NUR USTER1STR. 91 - ZÜRICH 1 El AGEN GESCHÄFT Grosse Auswahl in Pelzmänteln Der „Autler-Feierabend" verschafft Ihnen einen lohnenden Absatz; Die Mode Das grosse Abendkleid in Samt hast?» «Ach herrje, der ist mir so stark gekürzt worden, dass ich ihn gestern unter .Humor' gelesen habe.» (Matin.) «Ich muss unbedingt eine Entfettungskur machen. Gestern bot ich einer Dame in der Bahn meinen Platz an — und zweie setzten sich.» (Notenkraker.) Ein Mann wurde überfahren. Ein Polizist hilft ihm beim Aufstehen und fragt, ob er verletzt sei und wo. Der Mann winkt ab: «Ich muss zuerst mit meinem Rechtsanwalt sprechen!» 4*•«>•»«»«•»«•••»•••»••»•••« Jetzt Ist die Jahreszelt des AUTOMOBIL- TOURISMUS IN AFRIKA mit der Soc!£tS des Voyages et Hotels Nord- Afrlcains, Filiale für Touristik der Compagnie Gene>ale Transatiantique, KOMFORT, LUXUS UND VERGNÜGEN In das Innere der Wüste Sahara 280 SPEZIAL- AUTOMOBILE Modelle „Maroca", „ Kaoylla", „Afrika" und Sechs-Rad-,, Saharia" 44 TRANSATLANTIQUE-HOTELS f Gesellschafts, u. private Auto*Rundfahrten Schnelle u. kurze Eisenbahn-Rundfahrten 25 verschiedege Circuits - Spezielle und private Reisepläne auf Verlangen Pauschaipreise Eine Gesellschaftsreise speziell organisiert fOr Schweizer Touristen, . VOM 7. BI8 20. JANUAR 1930: MARSEILLE—ALGIER—BLIDA— AUMALE—BOU SAADA—BISKRA— TIMQAD — LAMBEZE— CON8TAN- TIIME—TUNIS—OARTHAQE— MARSEILLE Broschüren, Prospekte, sowie Billette (mit allen Reisekosten Inbegriffen; in allenReisebureaux und Agenturen der Compagnie Generale Transatiantique erhältlich oder •Ich schriftlich zu wenden an die Cie Gle Transatiantique Inspektion, Nauenstrasse 12, Basel welche Sie mit der nächstgelegenen Agentur in Verbindung setzen wird. »••»••»••»»»