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E_1929_Zeitung_Nr.104

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an den Niveauübergängen war es zu erwarten, dass auch im Nationalrat bei Anlass der Budgetberatung diese Frage zur Sprache käme. Herr Zraggen aus Basel hat die Ersetzung der unbewachten durch bewachte Bahnübergänge in Diskussion geworfen und dabei Herrn Bundespräsident Haab Gelegenheit gegeben, sich darüber des nähern auszusprechen. Der Vorsteher des Eisenbahndepartements hat die Prüfung der vorgelegten Frage zugesichert, indem er dabei die sich ereigneten Autounfälle auch im Namen der Schweizerischen Bundesbahnen bedauerte und betonte, dass keine Kosten gescheut würden, um auch die Verkehrssicherheit von Seite der Bahnen zu fördern. Eine Verordnung betreffend Niveauübergänge ist in Vorbereitung, dagegen betonte Herr Bundesrat Haab, dass die radikale Beseitigung der unbewachten Bahnübergänge nicht möglich sei. Bis heute hätten die Bundesbahnen dafür bereits 80 Millionen Franken ausgegeben, weitere Arbeiten würden fortgesetzt. Persönlich huldigt Herr Bundesrat Haab deT Auffassung, dass die bewachten Barrieren entfernt werden sollten, denn erfahrungsgemäss haben die Unglücksfälle überall da abgenommen, wo statt der Barrieren offene Uebergänge mit Signalen vorhanden sind. Wir gehen mit Bundesrat Haab darin einig, dass, solange Niveauübergänge bestehen, wenigstens deren Signalisierung, wie sie in der Verordnnug vom 7. Mai 1929 festgelegt worden ist, nun unverzüglich und an allen Stellen angebracht werden sollten. In kurzer Zeit wird Herr Bundesrat Haab seinen Regierungsstab niederlegen. Damit verlieren nicht nur Eisenbahndepartement und Bundesbahnen ihren markanten Führer, sondern auch die Automobilisten einen weitsichtigen Staatsmann, der die Bedeutung des Automobils schon dadurch anerkannte, dass er auch den neuen Postverkehrsvorschriften seine Zustimmung gegeben hat. K. Das Auto Im Dienste der Volkserziehung. Dieses Jahr hat in Italien eine faszistische Gruppe den alten Thespiskarren mit bestem Erfolg wieder in das moderne Leben eingeführt. Es wurden einfach zwei riesige Autobusse für diesen Zweck hergerichtet. Der eine trug ein komplettes Theater, inbegriffen Klappsitze für mehrere hundert Personen, elektrisches Licht und natürlich eine Bühne zum Aufstellen, binnen drei Stunden, mit allen Requisiten eines modernen Theaters. Der zweite Wagen führte eine Gruppe von vorzüglichen und auf einige bestimmte Stücke eingespielten Schauspielern. Dieser bizarre Zug durchfuhr nach einer in Rom erfolgten Einweihung durch Mussolini selber erst die Abruzzen, dann Apulien und Kalabrien, um an der Südspitze, in Catanzaro, die diesjährige Tour abzuschliessen, weil der Winter dem Theate* im Freien auch in Italien ein Ende macht. Der Erfolg war riesig, namentlich in den entlegenen Bergstädtchen des Apennin, die meist nicht einmal das elektrische Licht, geschweige denn ein Theater, haben, und die Leute strömten auch wohl stundenweit herbei, um das Weltwunder anzustaunen. Um so mehr, als der Eintritt gänzlich frei war. Zweck der Unternehmung, di© nächstes Jahr mit grössern Mitteln und über die ganze Halbinsel weg weitergeführt werden soll, ist nämlich, auch auf diesem Weg für die Volkserziehung zu sorgen, diesen meist weltfremden Berglern, die vom modernen Leben wenig berührt sind, einen Begriff von Theater und Schauspielkunst zu geben. Die Wagen sind so konstruiert, dass sie auch durch die primitiven Strässchen des Gebirges passieren konnten. Rühmend wird noch besonders hervorgehoben, dass die Truppe ihr zum voraus in Rom festgelegtes Programm pünktlich innegehalten habe, so dass von Rom bis Catanzaro immer am be- und wenn er wieder sichtbar werden würde, dann würde er auch bald entdeckt sein. Nein, besser wäre es, den Kraftwagen zu benutzen. Der Chauffeur stand neben dejn Wagen und unterhielt sich erregt mit eÖiem Kollegen. Kurz entschlossen Hess Dr. Borel Hilde Kley in den Wagen gleiten, sprang mit einem Satz an die Kurbel und wart den Motor an. Erschreckt traten die Polizeibeamten einen Schritt zurück. Und mit dem nächsten Satz sass Dr. Borel am Steuerrad und fuhr direkt auf die Menschenmenge zu, die entsetzt auseinanderstob. Schon glaubte sich Dr. Borel gerettet, als mehrere Schüsse hinter ihm her krachten. Ein Ruck — der Wagen schleifte und rannte im nächsten Moment gegen einen Laternenpfahl. Mit ungeheurer Macht flog Dr. Borel nach vorn. Einen Augenblick verlor er die Besinnung, doch durch einen stechenden Schmerz am Halse gewann er rasch sein Bewusstsein zurück. Er sah, wie sich Menschen um den Wagen herumdrängten. Ein grosser Mann war ihm dabei auf den Hals getreten. Quer über seinen Rücken fühlte er eine Last auf Die rührige Sektion Born des A.C.S. hatte vergangenen Montag so etwas wie einen Grosstag. Zuerst nahm der Vorstand einen Vortrag des Hrn. Baudirektors Bösiger über das Strassenbauprogramm des Jahres 1930 entgegen; ihm folgte in der eigentlichen Monatsversammlung ein klares und übersichtliches Referat des Herrn Dr. von Stürler eidgenössische Strassenver- über das zukünftige kehrsgesetz. Herr Regierungsrat Bösiger führte über seine beabsichtigten Strassenbauten im Jahre 1930 zusammengefasst folgendes aus: Der Voranschlag des Kantons Bern sieht an Totalaufwendungen für das Strassenwesen des Kantons die Summe von 7 618 000 Fr. vor. Davon entfallen auf den ordentlichen Budgetkredit 3 718000 Fr., nämlich 1940 000 Fr. für •Wegmeisterbesoldungen. 1050 000 Fr. für den Strassenunterhalt noch nicht ausgebauter Strassen. 350000 Fr. für Wasserschaden und SchweUenbautea, 250 000 Fr. für neue Strassen und Brückenbauten und 146 000 Fr. für Verwaltungskosten. Die Automobilsteuer im Betrage von 3 200000 Fr. und der- mutmassliche Ertrag des Benzinzolles von 700000 Fr. ergeben im Total eine Summe von 3,9 Millionen Fr., welche für die wichtigeren Neuhauten und Verbesserungen vorgesehen ist. — Das Strassenbauprogramm legt das Hauptgewicht auf den Ausbau unserer nauptdurchgangsstrassen. Im alten Kantonsteil soll die Murtenstrasse von Rizenbach bis zur Kantonsgrenze fertiggestellt werden; dabei ist bei Bibern eine durchgreifende Korrektion vorgesehen, indem die Strasse nördlich des Dorfes verlegt werden soll. Damit fällt nicht nur die starke Steigung im Dorfe dahin, sondern auch die beiden scharfen und gefährlichen Kurven unten bei der Brücke über die Bibern und beim Wirtshaus. Zwischen Bern und Betlehem ist die Weiterführung der Pflasterung vorgesehen, soweit dies wegen des Bahnhofumbaues Weyermannshaus der S.B.B, möglich ist. Parallel damit sollen die Kurven beim Brünaeogut und am Gäbelbach ausgebaut werden. Die Strasse Bern-Luzern soll zwischen Ried und ganz natürlich ein langsameres Vorgehen im Stras- bedingt. Grosshöchstetten ihren Belag erhalten. Auf dersenausbau Strecke Zäziwil-Signau werden die Korrektionsund Entwässerungsarbeiten fortgeführt. Zwischen dass er stets bereit gewesen sei, mit den Strassen- Herr Regierungsrat Bösiger betonte zum Schluss, Schüpbach und Langnau wird an der Strassenverbreiterung weiter gearbeitet. Die Pflasterung im engstem Kontakte und unter bestmöglicher Wahbenützem, ganz speziell mit den Automobilisten, in Dorf Trubschachen soll zu Ende geführt werden. rung ihrer Interessen zu arbeiten. Er gab seiner Zwischen Bärau und Trubschachen wird die fehlende Entwässerung durchgeführt. arbeit auch von seiten der Automobilisten erwünscht Hoffnung dahin Ausdruck, dass diese Zusammen- Die Strasse Bern-Neuenburg soll auf der im laufenden Jahre verbreiterten Strecke Müntschemierwerde. Ins ihren endgültigen Belag erhalten, womit sie Was den Benzinzoll anbelange, habe er bereits zwischen Zihlbrücke und der Freiburger Grenze fertigerstellt sein wird. bei der Baudirektorenkonferenz die Hälfte für die Kantone postuliert; die Baudirektorenkonferenz Im Zuge der Bern-Zürich- bzw. Bern-Biel- Strasse sollen die schon seit geraumer Zeit begonnenen Anstrengungen zur Beseitigung des Engpasses bei der Station Zollikofen weitergeführt werden. Man hofft, mit den interessierten Gemeinden und den Anstössern zu einem erspriesslichen Resultate zu kommen. Auf der Strasse Biel-Pierre-Pertuis-Delsberg gedenkt man, auf der Südseite weitere unübersichtliche Kurven zu verbessern und einseitige GffaHe anzulegen. Auf der Strasse DelsbergPruntrut-Delle soll auf der Südseite der Strassenausbau bis und mit Develier weitergeführt werden. In verschiedenen Gemeinden gedenkt man, an die Erstellung des Belages heranzugehen und verschiedene Korrektionen durchzuführen. Was die nauptverbindungsstrassen anbelangt, so sollen auf dem Strassenzug Interlaken-Brienz-Meiringen die Strecken Goldiwil-Ringgenberg und Ringgenberg-Moosrain fertig ausgebaut werden. Auch auf der Simmentalstrasse sind namhafte Arbeiten besonders in den Ortschaften in Aussicht genommen. stimmten Nachmittag das von Anfang festgesetzte Stück gespielt wurde. Also Pünktlichkeit, wie sie sonst nur auf der (nachfaszistischen) italienischen Eisenbahn zu finden ist. Jetzt soll das gleiche Propagandamittel verwendet werden für die «Schlacht um das Getreide», die dieses Jahr zu entschiedenen Erfolgen geführt hat, aber nun noch intensiver fortgesetzt werden soll. Demnächst wird Mussolini selber in Rom das «Los!» kommandieren für die Abfahrt eines kleinen Zuges von Lastautomobilen, jedes etwa zehn Meter lang, welche alle Objekte führen, die für die italienische Bauernsame von Interesse sein können für die Intensifizierung des sich liegen und langes blondes Goldhaar ringelte sich um seinen Kopf. Es war Hilde Kley. «Schert euch zum Teufel», schrie Dr. Borel die Umstehenden an. «Geht zur Hölle!» Er versuchte, sich aufzurichten, doch seine Kraft versagte. Wütend schlug er mit den Händen um sich. Entsetzt wich die Menschenmenge zurück und starrte verwundert auf eine Fülle blonden Haares und eine braune Ledertasche, die sich anv Boden bewegte. Dr. Borel versuchte jetzt, sich etwas aufzurichten. Er fühlte, wie ihm über die Augen eine klebrige Flüssigkeit rann. Und zitternd glitt seine Hand über eine grosse Stirnwunde. «So helft doch!» rief er verzweifelt, «helft doch, ich muss sonst verbluten!» In starrem Entsetzen flüchteten die Umstehenden zurück. «Verbluten muss ich!» schrie Dr. Borel noch einmal auf. Ein Fieber schüttelte seinen verkrüppelten Körper. Er fühlte, dass es mit ihm zu Ende ging. Behutsam tastete er nach Hilde Kleys Kopf. AUTOMOBIL-REVUI» 1929 — N° 104 Das bernische Strassenbauprogramm für das Jahr 1930 In der nähern Umgebung von Bern sind ebenfalls verschiedene Arbeiten vorgesehen, so an der Neuen Könizstrasse, an der Ostermundigenallee und in der Ortschaft Worblaufen selbst. Einen weitern Ausbau sollen erhalten die Strasse Bern-Solothurn in Grafenried und auf der Strecke Bätterkinden-Krailigen, die Strassen von Lyss über Buren nach Solothurn, Sonceboz - St. Inner - La Chaux-defonds, Burgdorf-Gommerkinden-Thun, Ramsei - Sumiswald-Huttwil, Ramsei-Zollbrücke-Langnau, Burgdoxf-AlchenflüB, Aarwangen-Langenthal-Huttwil und die Pichoustrasse vornehmlich durch den Ausbau des Dorfes Undervelier. Neben diesen erwähnten Arbeiten auf den Hauptstrassenzügen sind Ausbesserungen verschiedener Strassen vorgesehen, die nicht in diese Kategorie eingereiht werden können. Die bernische Baudirektion hat die Fräse eines Anleihens zur schnellern Durchführung des Ausbaues des bernischen Strassennetzes eingehend geprüft Sie ist dabei aber zur Auffassung gelangt, dass von einem solchen Anleihen abgesehen werden müsse, da das Geld nur den Bankiers ausgeliefert würde, technisch die Instandstellung der Strassen in einem Jahre nicht durchführbar wäre und das Strassenbauverfahren in stetiger Entwicklung begriffen sei. Die Baudirektion huldigt deshalb der Auffassung, dass die Aufwendung der jährlich zur Verfügung stehenden Kredite für den Ausbau zweckdienlicher und der beständige Unterhalt der einmal hergestellten Strassen, der weit höher zu stehen kommt als derjenige der nicht ausgebauten, zweckentsprechender sei. Heute liegen aus allen Landesteilen Begehren für über 20 Millionen Fr. vor; ihnen zu entsprechen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Der Ausbau des Strassennetzes muss nach einer bestimmten Richtlinie geschehen, die sich aus der Summe der vorhandenen Interessen (Dichte des Verkehrs, Gefahrenmoment, Interesse der Anwohner) zusammensetzt. Dabei ist zu erwähnen, dass die Deformierung der Längs-profile durch die vermehrte Benutzung direkt beängstigend ist und dass der moderne Belag, der pro Kilometer auf 40 000 Fr. zu stehen kommt, habe sich seiner Auffassung angeschlossen und dem Bundesrat eine diesbezügliche Eingabe eingereicht, ohne bis heute auf Gegenliebe gestossen zu sein. Herr Dr. Mende verdankte das vorzügliche Referat bestens, indem er seinerseits im Namen des A. G. S. den Willen zur Zusammenarbeit unterstrich. An der Diskussion beteiligten sich Herr Oberst Hamberger, der besonders für grössere Uebersichtlichkeit der Kurven plädierte; Herr Hostettler, Vizepräsident der ASPA, der dem Ausbau der Trottoirs das Wort sprach; Herr von Bonstetten, der die Aufmerksamkeit auf die bestehenden Lücken innerhalb der ausgebauten Strassenstücke lenkte, und Herr Dr. Mende selbst, der die Notwendigkeit des Ausbaues der Murtenstrasse bei Biebern unterstrich und der Hoffnung Ausdruck gab, dass endlich auch der Kanton Freiburg sich seiner Durchgangsstrassen besser annehmen und diesbezüglich zum Rechten sehen möge. Die Aussprache hat jedenfalls dazu beigetragen, das gute Einvernehmen zwischen der bernischen Baudirektion und dem A. C.S. Bern wesentlich zu festigen. —t. Getreidebaues, der in Italien zum Teil noch mit primitiven Methoden betrieben wird, und dann auch von weiteren Branchen der Landwirtschaft. Auch diese Wagen sind so konstruiert, das sie noch auf Bergsträsschen fortkommen können. Von Jedem Wagen können beide Seitenflächen dachartig gehoben werden, so dass man bequem das Innere mustern kann, und im Falle von Regen werden die Wagen nebeneinandergestellt, so dass man unter diesen Dächern wie in einer geschlossenen Ausstellung hin und her gehen kann. Die Wagen führen vor allem Körner sowie Aehren auserlesener Fruchtsorten, di© der Bauernsame durch di© den Zug leitenden Fachmänner expliziert werden, «Ich muss sterben,» murmelte er leise, «sterben — und tat doch alles nur für Dich!» Er küsste sie auf das Haar. «Und du wirst vielleicht weiterleben — ein anderer wird dann deinen Mund küssen und deine Augen — nicht ich!» Dieser Gedanke riss ihn noch einmal auf. «Aber ich will es nicht haben!» schrie er gellend. «Ich will es nicht. Wenn ich schon sterben muss, so musst du mitgehen.» Er griff nach ihrem Hals — aber seine Kraft versagte. Mit einem stöhnenden Laut sank er vornüber. «Hilde », murmelte er. Ein Blutstrom quoll aus der Stirnwunde und schloss seine Augen Wochen waren vergangen. Der Detektiv Müller sass im Kreise der Familie Kley. «Schmerzt Ihre Schulter noch, Herr Müller?» fragte die junge Frau Weidlar. «Nicht sehr,» antwortete Müller, «nur so hin und wieder bei Witterungswechsel. Kommerzienrat Kley beugte sich zu dem Detektiv herüber. «Ein Glück, dass meine Tochter keine Erinnerungen an all die schrecklichen Ereignisse hat», sagte er leise. sowie systematische Darstellung der besten Methoden des Getreidebaues; ferner die verschiedenen jetzt auf dem Markt zu beziehenden approbierten Düngersorten. Dann die landwirtschaftlichen Maschinen in einem langen Zug. Weiter die verschiedenen empfehlenswerten künstlichen Futter für das Vieh, und nicht zuletzt ein Kinemaapparat für die Projektionen. Der Zug wird von Rom nach Apulien fahw ren, dann Calabrien und die Basilicata aufsuchen, alsdann nach Sizilien übersetzen, dann umkehren und über Campanien nach den Abruzzen, den Marken, Toscana bis Sardinien und endlich Norditalien von Turin bis Triest durchstreifen. Die ganze Fahrt ist auf vier Monate berechnet. Was die Sache aussichtsreicher macht, als sie vielleicht in andern Ländern wäre, ist, dass, wie übrigens auch beim Thespiskarren, die Behörden klein und gross das Unternehmen auf alle Weise fördern werden und dass in jedem winzigsten Städtchen eine Faszistengruppe existiert, die den Zug freundschaftlich aufzunehmen bereit ist. SPORTLICHES Zweimal um die Erde! Der Chrysler-Se'- dan hat auf der Avus seinen 80,000sten km zurückgelegt, dies ist di© Distanz des doppelten Erdumfanges. Der Wagen, der unentwegt, ohne den Motor je abgestellt zu haben, weiterfährt, hat auf seiner Monsterfahrt schon 11,000 Liter Brennstoff geschluckt. Die Coppa del Garda. Das sportliche Italien hat auch in der toten Saison seine Veranstaltungen: Am 7. Dezember kommt die über 125 km führende Coppa del Garda zum Austrag, eine Zielfahrt, die von Mailand nach Gardone führt und in deren Mittelpunkt ein Radiowettbewerb steht. Ein neues Reglement für die Mille Miglia. Die seit 1927 mit beispiellosem Erfolge durchgeführte Rundfahrt um Italien, das grösste Strassenrennen, das der Automobilsport gegenwärtig kennt, erhält für 1930 ein neues Reglement. Der grundlegende Zug der neuen Ausschreibung ist die Trennung der Fabrikfahrer oder Fabrikequipen von den Amateurfahrern, Beide Kategorien werden getrennt klassiert und prämiert werden* Bei den Fabrikfahrern rechnet man mit ungefähr 30 Namen aus Italien, hierzu kämen noch die offiziell konkurrierenden ausländischen Marken. Alle übrigen Fahrer konkurrieren in einer besondern Kategorie, für die, ausser den Preisen des Generalklassementes, zehn Speziaipreise zur Verfügung stehen. Das neue Reglement wird für die weitere Entwicklung der Mille Miglia von grösster Bedeutung sein. England wirbt für seine Tourist-Trophy. Der britischen Auto-Cycling-Union ist dieser Tage von dem Gouvernement der Isle of Man ein Betrag von 5000 englischen Pfund zur Erleichterung der Beteiligung ausländischer Konkurrenten an dieser alljährlich stattfindenden bedeutendsten, englischen Automobilrennveranstaltung zur Verfügung gestellt worden. Die Summe soll als Beitrag an die Reise- und Aufenthaltsspesen Verwendung finden. Die grosszügige Schenkung zeigt uns, wie sehr England den Wert von automobilistischen Veranstaltungen einzuschätzen weiss. Für unser Klausenrennen wird die Tege Werbetätigkeit der T. T. nicht ohne Benachteiligung bleiben, beteiligte sich doch schon in der letzten Saison der Klausen-Routinier Caracciola an dem grossen englischen Rennen, was zur Folge hatte, dass er an unserer internationalen Bergmeisterschaft fehlte. «Man muss diesem Schurken Dr. Borel noch dankbar sein, dass er sie seit ihrem Raub bewusstlos hielt. Der seelische Eindruck wäre kaum zu verwischen gewesen.» «Und ein Glück ist es auch,» sagte der ma-i terielle Detektiv Müller, «dass in dem Geldschrank, der allein bei dem Brande der Villa nicht zerstört wurde, sich unwiderlegbare Beweise vorfanden, dass Dr. Borel Sie bestöhlen hatte.» Er klopfte dabei behaglich auf seine Brieftasche. «Dieser Dr. Borel ist aber ein teuflischer Hexenmeister gewesen», setzte er gedankenversunken hinzu. «Denn nach den Berichten von Augenzeugen muss es schrecklich gewesen sein, wie sich allmählich aus dem Nichts neben dem Kraftwagen die blutüberströmten, nackten Gestalten ihrer Tochter und des Dr. Borel bildeten. Ich habe auf seine Dummheit gelauert. Er ist daran zugrunde gegangen. Hätte er Hilde unsichtbar gefangen gehalten, wäre alle menschliche Kunst vergebens gewesen. So aber erreichte ihn sein Schicksal. Er hatte Macht über unlösliche Geheimnisse. Das eine Geheimnis hat er nicht zu meistern gewusst: das Schicksal.» ENDE.

N' 104 - 1929 Italienisch-schweizerische Verhandlungen. Nach einer Meldung des «Ambrosiano» sollen am 12. Dezember in Mailand Verhandlungen stattfinden zwischen Vertretern der Schweiz, Frankreich und Italien über die Frage des Transitverkehrs mit Automobilen und Autocars. Es handelt sich darum, die Formalitäten beim Grenzübertritt zu vereinfachen und damit den Touristikverkehr zwischen den drei Ländern zu fördern. Die Konferenz von Mailand schliesst sich an diejenige von Bern an, welche am 4. August dieses Jahres stattfand. Die Konferenz von Bern beschäftigte sich nur mit der Frage der Autocars. Es handelte sich für uns nicht, wie bei den Verhandlungen in Frankreich, um die Aufhebung der Tagesgebühren, da Italien diese nicht nennt. Jedoch machte uns Italien zur Kompensation der zugebilligten Aufhebung der Zusatzgebühren, wie sie in der Konzession B. vorgesehen sind, folgenden Vorschlag: Italien verzichtet der Schweiz gegenüber auf das von Ausländern verlangte besondere Examen der Autocarführer. Dieser Verzicht auf eine besondere Fahrprüfung vor den italienischen Instanzen kommt unsern tessinischen Autocarbesitzern zugute. Die Konferenz von Mailand wird sich ausserdem mit einer Frage beschäftigen, welche der Beseitigung folgender Differenzen gewidmet ist. Wenn ein italienischer Autofahrer in die Schweiz kommt, so kann er sich 90 Tage steuerfrei in unserem Lande aufhalten. Er kann diese 90 Tage im gleichen Jahre nacheinander verbringen oder auch verschiedene Male die Grenze überschreiten, bis die in der Schweiz zugebrachte Zeit im gesamten 90 Tage ausmacht. Wenn er unser Land vor Ablauf der neunzigtägigen Frist verlässt und sich im selben Jahr an einem andern Orte aufhält, wo man von seinem ersten Aufenthalt nichts weiss, so kann er sogar ein zweites Mal, ohne Steuer zu bezahlen, bis zu drei Monaten in unserem Lande bleiben. Anderseits handhabt Italien die Kontrolle über die Toleranzzeit von drei Monaten sehr streng. Der Schweizer, der nach Italien fährt, muss diese 90 Tage nacheinander dort verbringen. Wenn er nur 10 Tage oder auch nur einen einzigen Tag nach Italien fährt und wieder nach der Schweiz zurückkehrt, kann er diese Vergünstigung für das laufende Jahr nicht noch einmal beanspruchen. Ueberschreitet er die Grenze in diesem Jahre ein zweites Mal, so muss er die Steuer bezahlen. In diesem Punkte wünscht die Schweiz die Gleichheit herbeizuführen. Ferner wird an den Verhandlungen von Mailand die gegenseitige Anerkennung des nationalen Fahrausweises zur Sprache kommen. Der nationale Fahrausweis soll in beiden Ländern als gleichwertig mit dem internationalen Fahrausweis erklärt werden, gr. Aus dem Gerichtssaal. Scharfe Bestrafung fahrlässiger Automobilisten. Die in letzter Zeit sich häufenden Unfälle, welche durch betrunkene Automobilisten verursacht werden und auf grober Fahrlässigkeit beruhen, sind, wie zu erwarten war, nicht ohne Einfluss auf die Strafpraxis der Gerichte geblieben. Dies zeigt ein Urteil, das die Strafkammer des Zürcher Obergerichts laut «Neuer Zürcher-Zeitung» am letzten Dienstag über einen fehlbaren Chauffeur verhängte. Der Tatbestand ist kurz folgender: Am 19. Oktober vorigen Jahres fuhr der Chauffeur B. um die Mittagszeit einen Lastwagen stadtwärts durch die Röntgenstrasse in Zürich. Er bog mit etwa 30 Kilometer Geschwindigkeit nach links in die Josefstrasse ein. Dabei schnitt er die linke Kurve und geriet in die Fahrbahn des von der andern Seite auf einem Motorvelo herankommenden Monteurs Hugo Richter. Der Motorradfahrer wurde durch den Zusammenstoss vom Rad geschleudert und schwer verletzt. Er starb nach einigen Tagen an seinen Verletzungen. B. wollte zunächst den Verunglückten für den Zusammenstoss verantwortlich machen. Die Zeugenaussagen ergaben jedoch seine Schuld, und auch der fachmännische Experte kam zum Schluss, dass die Ursache des Unfalls im rücksichtslosen und vorschriftswidrigen Fahren des Angeschuldigten liege. Das zu schnelle Fahren, das Erzwingen der Durchfahrt vor dem Geschädigten und das Schneiden der Linkskurve wurden als grobe Fehler bezeichnet Vor Obergericht erklärte sich B. schliesslich der fahrlässigen Tötung für schuldig und wurde gemäss dem Antrag des Staatsanwalts zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Eine Minderheit des Gerichtes wollte auf sechs Wochen erkennen im Hinblick auf ein früher ergangenes Urteil. Die strengere Strafe wurde aber von der Mehrheit damit begründet, dass, «wie die Dinge im Motorfahrzeugverkehr sich allmählich auswachsen, sie zu einer erheblichen Verschärfung der Praxis führen müssen». Dabei wurde bedauert, dass die Gerichte nicht die Entziehung der Fahrbewilligung aussprechen können. gr. Am 27. November 1926 wurde in Le Locle ein fünfjähriger Knabe von einem Lastauto überfahren, wobei er als bleibenden Nachteil die Möglichkeit späterer epileptischer Störungen davontrug. Sein Vater klagte gegen den Chauffeur und den Besitzer des Wagens auf 1000 Fr. Ersatz für die Heilungskosten und 9000 Fr. Schadenersatz für die von den Aerzten auf 15 % angegebene Einbusse des Knaben an Arbeitsfähigkeit Der Unfall hatte sich in der Weise ereignet, dass der Knabe hinter einem in der Strasse stationierenden Auto hervorkam, um die Strasse zu kreuzen. Das Kantonsgericht Neuenburg wies die Klage ab, indem es annahm, weder ein schlechter Zustand der Bremsen des Wagens noch eine übersetzte Geschwindigkeit seien nachgewiesen, und zur Abgabe von Signalen sei der Chauffeur nicht verpflichtet gewesen, da er den Weg vor sich zunächst frei sah und der Knabe erst auf wenige Meter Entfernung in den Weg trat. Somit sei kein Verschulden des Chauffeurs gegeben. Das Bundesgericht ergänzte die Feststellungen der kantonalen Behörde in einigen entscheidenden Punkten. Daraus, dass einem über den Unfall abgegebenen Polizeirapport zufolge den Bremsspuren nach nur das rechte Rad gebremst worden war, schloss es auf einen schlechten Zustand der Bremsen im Zeitpunkte des Unfalles. (Der Experte im Zivilprozess erklärte gleichfalls, dass die Bremsen nicht richtig nachgestellt seien, doch wurde sein Befund erst 18 Monate nach dem Unfall abgegeben.) Die Verwendung eines Wagens mit ungenügend funktionierenden Bremsen bedeutet aber ein Verschulden sowohl des Chauffeurs als des Wagenbesitzers. Die internationale Lützelstrasse AUTOMOBIL-REVUE AutohaftpSlicht In Ergänzung der kantonalen Feststellungen ging das Bundesgericht ferner davon aus, dass der Chauffeur den Knaben schon auf 8—10 Meter gesehen haben müsse, bei dem unter den Umständen angemessenen Tempo von 18 km somit rechtzeitig hätte bremsen können, und dass sein Tempo eher gegen 30 km betragen habe. Dies bedeutet aber eine Fahrlässigkeit, denn der Umstand, dass ein Teil der Strasse durch einen andern Wagen versperrt war, hätte ihn zur Verlangsamung des Tempos veranlassen sollen. Kein Verschulden liegt dagegen im Unterlassen von Signalen, denn es wäre unzweckmässig und würde zu einer unerträglichen Steigerung des Strassenlärms führen, wollte man den Autofahrer wegen jedes an der Strasse stationierenden Wagens zur Abgabe von Signalen verpflichten. Der Chauffeur haftet somit grundsätzlich für sein Verschulden; der Ei- verfallen wie vor dreissig und mehr Jahren, wo gentümer des Wagens ist nicht nur für denman Häuser in die Kurven baute, welche heute ein Zustand der Bremsen verantwortlich, sondern Hindernis bedeuten und wieder entfernt werden haftet auch aus Art. 55 des Obligationenrechts, weil er einen mehrfach wegen Ueberkehr ein gewaltiges Hindernis bilden. Auch im müssen. Jeder einsichtige Bürger erkennt heutzutage, dass spitze Kurven beim jetzigen grossen Vertretungen vorbestraften Chauffeur eingestellt kommenden Jahrzehnt wird sich der Verkehr immer hatte. Bei dem Unfall hat auch die Unvorsichtigkeit des Knaben als Ursache mitge- dass das, was wir heute als fortschrittlich betrach- mehr entwickeln, und es ist sehr wohl möglich, ten, in zehn oder zwanzig Jahren als veraltet wirkt, sie kann zwar dem erst Fünfjährigen taxiert wird. nicht als Verschulden angerechnet werden, ist Im Siggental freut man sich allgemein, dass aber ein Grund zur Herabsetzung des Schadenersatzes. Das Gericht trug diesen Umbau getan wird, denn die Leute haben lange unter nun auch in den Dörfern etwas für den Strässenständen in der Weise Rechnung, dass es den der Staubplage gelitten. Man erwartet eine rasche Durchführung der Korrektion, und es wäre sehr zu Beklagten 600 Fr. Heilungskosten und denwünschen, dass auch die Ausserortsstrassen sobald halben Schadenersatz für den bleibenden Nachteil überband. In einstimmiger Gutheissung der Berufung des Klägers wurden die beiden Beklagten solidarisch zur Zahlung von 5000 Franken Schadenersatz verurteilt W. ist kürzlich offiziell dem Verkehr übergeben worden. Dieser Eröffnungsfeier wohnten verschiedene offizielle Persönlichkeiten des Kantons Bern und aus dem Elsass bei. Anlässlich eines Bankettes hielt Herr alt Natioualrat Choquard aus Pruntrut einen historischen Vortrag, in welchem er viele interessante Einzelheiten über diese internationale Verkehrsstrasse bekanntgab. Ihre grosse internationale Bedeutung als Hauptstrasse für die Verproviantierung des ganzen Pruntratertales ging mit dem Jahre 1870, als die Jurabahn gebaut wurde, verloren. Im Jahre 1900 wurde dann eine schöne Gelegenheit verpasst, diese Strasse wieder in einen guten, brauchbaren Zustand zu versetzen: Die deutschen Behörden, die damals das Elsass verwalteten und die Notwendigkeit einer Verbesserung dieser Strassenvenbindung erkannten, hatten ein Korrektionsprojekt im Betrage von 120000 Franken ausarbeiten lassen. Von der Schweiz wurde ein Beitrag von 24000 Fr. an die Kosten erwartet, aber unbegreiflicherweise von den schweizerischen Behörden verweigert. Erst in den Jahren 1920/21, nachdem das Elsass wieder in französischen Besitz übergegangen war, konnten von den Behörden neuerdings diplomatische Schritte getan werden, damit der internationale Charakter dieser Strasse neu anerkannt und gewahrt wurde, was dann erfreulicherweise in aller Form erreicht worden ist Die Strasse wurde im Jahre 1927 in Angriff genommen, nach Verhandlungen, die zwischen Frankreich und der Schweiz nahezu drei Jahro Der Welt grösster Gummiproduzent UNITED STATES (Aus dem Bundesgericht.) Trade RUBBER COMP. lanciert seinen neuen u.s. ROYAL Der Reifen von heule für den Wagen von heute! ROYAL CORD IMPORT A.-G., ÖLTEN Mark Talaphon; 10.80, 10.81, 10.82 DEPOTS: Basel, Telephon Safran 13.88 Genf, Telephon 44.025 Zürich. Telephon Lltrtmat 37.27 gedauert hatten. Ihr Ausbau kam auf zirka 210 000 Franken zu stehen, wovon laut Vereinbarung die eine Häifte von der Schweiz und die andere von Frankreich getragen wird. Die Strasse kann erst seit kurzem wieder benützt werden, aber sie hat bereits einen wesentlichen Verkehr an sich gezogen. Es wäre noch za wünschen, dass die kleine Teilstrecke von Klösterli bis Kleinlützel ein wenig erweitert und übersichtlicher gemacht würde. Diese Strasse kann der ganzen Talschaft wirtschaftlich, grossen Vorteil bringen, und sie wird sicher auch dazu dienen, die Bewohner des Pruntruter- und des Birstales sowie einer weitern Umgebung einander näher zu bringen. Zur Hebung und Vermehrung des Verkehrs, des Handels und der Industrie kann die internationale Lützelstrasse viel beitragen. R. Au« den K Nach dem Bauprogramm der aargauischen Baudirektion soll die in diesem Programm vorgesehene Korrektion und Asphaltierung der Strasse im Siggental im kommenden Jahre wenigstens innerorts begonnen werden. Damit ergibt sich die Notwendigkeit, sich darüber klar zu werden, wie die Strasse gebaut werden soll. Die Gemeinde Siggental hat bereits gezeigt, dass ihr daran gelegen ist, etwas Rechtes zu machen, denn man will nicht wieder in den gleichen Fehler als möglich instandgestellt würden. R. Die Frage der Passwangstrasse kam an der letzten Sitzung des eolothurnischen Kantonsrates erneut zur Sprache. Es sind bekanntlich diesbezügliche Petitionen eingegangen, und der Referent der Petitionskommission gab ein klares Bild von dem gegenwärtigen Stand der Frage und stellte den Antrag, es möchten die beiden Passwang-Petitionen, wovon die eine bekanntlich die Ausführung des «untern» und die andere des «obern» Projektes verlangt, der Regierung überwiesen werden mit dem Antrag, das Problem der Passwangstrasse durch ausserkantonale Fachmänner untersuchen und begutachten zu lassen. Der kantonale Baudirektor, Herr Regierungsrat voaArx, gab das Einverständnis der Regierung mit diesem Antrag bekannt und sprach die Hoffnun? aus, im nächsten Frühjahr dem Kantonarat ein Projekt vorlegen, zu können, von dem er erwarte, dass es die Zustimmung der gesamten Bevölkerung um den Paeswang 1 herum finden möge. Gleichzeitig gab er bekannt, dass echon auf nächsten Herbst das zweite Strassenatisbauprogramm. vorgelegt werden soll und auf demselben würden, auch wenn die Passwangstrasse erstellt wird, mehrere Strassen-, strecken im Schwarzbubenland, (u. a. KleinlützelJ Leimentalerstrasse, Nuglar-Gempen) vorgemerkt. 1 Es ist zu hoffen, dass über die Passwangstrassg im nächsten Jahr© nicht mehr diskutiert za werden braucht, sondern dasa eie itt Terkehrsgünstigstem' Sinne ausgebaut wird, 1 -ey. lieber den Stand des Bröcktnprojektes Walds-) hut-Koblenz erfährt man, dass auf Ersuchen der aargauischen kantonalen Baudirektion die badische Walser- und Strassenbaudirektion das gesamte Planwerk für den Brückenbau hergestellt und ebenso die nötigen. Berechnungen vorgenommen hat, Diese Arbeiten -waren sehr umfangreich und kamen am Anfang dieses Jahres zum Abschluss. lieberraschenderweise wurden sie aber von der aargauischen Regierung mit dem Hinweis beanstandet, dass ihr der errechnete Kostenbetrag von 800000 Mark sehr hoch erscheine, und dass sie glaube, mit. konstruktiven Aenderungen geringere Herstellungskosten zu erreichen. Zur Prüfung dieser aargauisch-kantonaJen Gegenvorschläge hat sich die badisoho Wasser-Baubehördo deren schriftliche- Foz-mulierung erbeten. Sie hat die erforderlichen Unterlagen im September dieses Jahres erhalten. Diese Nachrechnungen sind nun derartig umfangreich ausgefallen, dass sie einer völligen Neuprojektierung fast gleichkommen. Trotzdem hofft die badische Wasserbaudirektion noch auf Ende dieses Jahres mit den erforderlichen Prüfungsarbeiten fertig zu werden. Welches Ergebnis dieselben, zeitigen werden, weiss man noch nicht. Ea ist möglich, dass sie den Vorschlag anerkennt, aber es ist auch nicht ausgeschlossen, dasa sie auf dem ursprünglichen Projekt beharrt. Es sind auch Gegenvorschläge möglich, welche von der Regierung des Kantons Aargau wieder monatelang geprüft werden müssen und neue Vorschläge- zur Folge haben könnten. Diese Taktik des Ballzuwerfens ist aus der langjährigen Brückenges«hichte nur allzu bekannt. Es liegen nun zwei Entwürfe, ein badischer und ein aargauischer, vor und diese sollten eine völlig ausreichende Grundlage für einen Entscheid der beidseitigen- Regierungen und ihrer Parlamente sein. Badens Entscheidung liegt schon vor und es wäre sehr zu begrüssen, wenn auch die aarjrauischc Regierung endlich definitiv zur, Sacho Stollunnehmen würde. „ e - Zuvdae* Notizen Das Automobil Im Zürcher Grosstn Stadtrat. In der Mittwochsitzung vom 4. Dezember begründete Herr Stadtrat Huber peine Anregung, die ausgesprochenen Waldstrassen des Adlisberg-, Zurichberg- und Käferberggebietea während der Zeit vom Samstagnachmittag bia Sonntagabend für den Motorfahrzeugverkehr zu echliessen. Er wurde da* bei von verschiedenen Votanten unterstützt. So von Stadtrat Bertschinger, der eine Prüfung der Frage wünscht, welche Waldetrassen im Interesseder Jugend und der erholungsbedürftigen Erwachsenen für den Motorfahrzeugverkehr gänzlich gesperrt werden können. In der Diskussion wurda hervorgehoben, dass der A. G. S. schon vieles zur Besserung der Verhältnisse beigetragen habe und: dass man ihn deshalb in dieser Frage begrüssea sollte. Herr Stadtrat Gassmann erklärte als Automobilist das Einverständnis der Automobilverbända mit den gefallenen Anregungen. Sein Postulat eines völligen Verbotes des Autoverkehrs auf den Nebenwegen, wurde vom Rate mit grrossem BeifaÜ quittiert.