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E_1929_Zeitung_Nr.104

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Die schweizerische

Die schweizerische Automobilgesetzgebung und ihre Reform. Ein Vortragsabend in Zürich. v Der zürcherische Staatsanwalt Dr. Eugster li;il inn Mittwoch auf Einladung der freisinnigen Siudlpuitoi einen überaus interessanten Vortrag i.bfi- die Aulomobilgesetzgebung gehalten, die ihn ;*•- iiioilciiK'n Menschen mit gutem Verständnis für dir 1 Vt'i'kehrsentwicklimg und die VorkehrsbedürfniM-f zeigte, als einen Mann, der aus der Praxis seines Berufes heraus Erkenntnisse gewonnen hat. Kiiili'itond betonte er als Zweck des Vortrages, die Stimmung im Volke kennen zu lernen, bei Fuss- Kiingern und Automobilisten, und darin erwies er Mcb als ein Mann, dem unsere schweizerische Demokratie lebendiger im Blute steckt als manchem Schein-Demokraten. Alle grossen Erscheinungen, so führte der Vortragende dann weiter aus, müssen grosse Veränderungen im Bechtsleben nach sich ziehen. Die Einführung des Motorfahrzeuges brachte ganz allgemein gewaltige Umwandlungen, indem überall, nicht nur im Strasscnverkohr, ein rascheres Tempo eingeschlagen wurde. In der Folge hat sich die Struktur

— 192S AUTOMOBIL-REVUE A. C. S. Das Strassenverkehrsgesetz vor dem A. C.S. Bern. In. dor A. G. S.->Sektion Bern refeiicrto Herr Dr. von Stürlcr letzten Montag, wio bereits angeführt, über dieses hochinteressante und bedeutungsvolle. Thema. In klarer und überzeugender Weise vei mochte er die Grundsätze des neuen Entwurfes auseinanderzusetzen und die zahlreich Anwesenden, wobei auch mit grosser Genugtuung die Anwesenheit des Vorstehers des bernischen Verkehrsamtes, Herr Fürsprecher Mühlemann, konstatiert wurde, dafür zu interessieren. Der rührige Präsident der Sektion, Herr Dr. Mende verdankte die Ausführungen aufs wärmste. Es folgte eine ausgiebige Diskussion, an der sich die Herren Grossrat Baumgartner in Köniz, Roth. Leuenberger, Monteil, Dr. Mühlemann, Dr. Mende. Wiesmann und Geresolc beteiligten. Grossrat Baumgartner wies auf einige Punkte hin, die in der Volksabstimmung eine gewisse Opposition erwecken könnten, Herr Roth kam auf das Verhalten der Velofahrer zu sprechen, Herr Leuenberger berührte die Frage des Selbstbehalt und der vierteljährlichen Zahlung der Automobilsteuer, Herr Dr. Mende kam besonders auf das Fussgängerproblem zu sprechen, Herr Wiesmann betonte auf eine Anfrage Dr. Mendes hin, dass praktisch der theoretischen Prüfung keine grosso Bedeutung beizumessen sei und sie deshalb füglich gestrichen werden könnte, "währenddem Herr Dr. Mühlemann auf gewisse Punkte zu sprechen kam, die auch in der kommenden bernischen Verkehrsordnung von Bedeutung sein werden. Festgehalten zu werden verdient, dass die Ansichten des Vorstehers des bernischen Verkehrsamtes sich im wesentlichen mit denjenigen der Verkehrsliga decken. Für verschiedene Punkte, z. B. Abschaffung der Radfahrerkontrolle, Entzug der Fahrbewilligung, vierteljährliche Zahlung der Automobilsteuer macht er sich dagegen seine Vorbehalte. Herr Dr. Mende nahm den Anlass wahr, den Vorsteher des Automobilamtes inmitten des A. C. S. Bern wärmstens zu begrüssen und ihn der Mitarbeit der Aceisten zu versichern. Er gratulierte der Kommission für ihre grundlegende und zielsichere Arbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die niedergelegten Grundsätze auch von. den Behörden angenommen würden. Die Sektion A. C. S. Bern hat eine -wichtige Sitzung hinter sich. Nicht nur ist der Kontakt mit den Berner Behörden enger gefasst worden, sondern in klarer und unzweideutiger Weise hat der Club zum neuen Strassenverkehrsgesetzo Stellung genommen. Gewiss wird dieses Verhalten auf die Behörden nicht ohne Eindruck bleiben. -t. A.C.S., SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Am 14. Dezember, abends 8 Uhr, wird die Sektion St. Gallen-Appenzell des A. C. S. in den Räumen des «Schützengarten» in St. Gallen die Feier ihres 25jährigen Bestehens begehen, womit ein Clubball mit Unterhaltungsprogramm verbunden sein wird. Dio Sektion, die einst, am 4. Mai 1904 gegründet wurde, steht heute als eine über 1000 Mitglieder starke Sektion des A. G. S. da, und darf auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. Ein Jubi- läumsbericht, der den Mitgliedern anfangs nächster sigen, oder ihnen den Beitrag zinsfrei zu Woche zugehen wird, zeigt die Entwicklung, die die Sektion im ersten Vierteljahrhundert genommen hat. An der Feier selbst wird es Gelegenheit den folgenden fünf Jahren durch jährliche stunden, wenn die Gemeinde den Beitrag in geben, einen Rückblick und Ausblick zu bieten, Raten abzahlt. Die Kosten für die Erstellung und Ehrungen vorzunehmen. Es ist nicht beabsichtigt, lange Reden zu halten, und es soll der neuer und die Anpassung bestehender Schalen bei Walzarbeiten trägt der Staat. Auch Hauptteil des Abends der Unterhaltung und Geburtstagsfreude gewidmet sein. Die Anmeldungen Reparaturen an Belägen gehen zu Lasten des der Mitglieder mit ihren Angehörigen und Gästen sind bis spätestens am 11. Dezember an das Sektionssekretariat zu richten. Von den benachbarten Sektionen werden Delegationen erwartet. B. Schneebrucharbeiten und Beiträge der Gemeinden an Verbesserungen von Hauptstrassen. Es ist erst kürzlich an dieser Stell© darauf hingewiesen worden, wie wünschenswert es wäre, wenn der Frage der Schneeräumungsarbeiten auf den Hauptstrassen von den verschiedenen kantonalen Baudirektionen erhöhtes Interesse entgegengebracht würde. Es könnte so die Fahrbarkeit mancher Strasse im Winter verbessert und dadurch mancher Unfall vermieden werden. Wenn bis anhin auf diesem Gebiet nichts Besseres erzielt werden konnte, so spielte hiebei das finanzielle Moment zwischen Kanton und Gemeinden oft eine gewichtige Rolle. Im Kanton Zürich ist nun diese Angelegenheit durch einen Regierungsbeschluss vom 14. November 1929 dadurch abgeklärt worden, dass inskünftig auf sämtlichen Hauptstrassen der mit motorischer Kraft ausgeführte Schneebruch durch den Staat auf Rechnung des Fonds für Hauptverkehrsstrassen erfolgt. Die Gemeinden haben die Hülfsarbeiter zu stellen und dieselben zu bezahlen. Dadurch ist nun einmal diese Frage für Hauptstrassen zwischen Kanton und Gemeinden abgeklärt worden. Durch den nämlichen Regierungsratsbeschluss sind auch die Leistungen der Gemeinden für die Hülfsarbeiten bei grösseren Bekiesungen, sowie ihre Beitragspflicht an die Kosten für besondere Beläge mit rückwirkender Gültigkeit ab 1. Januar 1929 neu festgelegt worden. Was die Beiträge für grössere Bekiesungen anbetrifft, so richten sich die Beiträge des Kantons an die Gemeinden für die Stellung von Hilfsarbeitern nach den Gemeindesteueransätzen, während die Beiträge der Gemeinden an die Kosten besonderer Fahrbahnbeläge per Quadratmeter fixiert wurden, wobei es dem Regierungsrat zusteht, in ganz besonderen Fällen Gemeinden mit über 150 % Gesamtsteuern den Beitrag an die Kosten besonderer Fahrbahnbeläge zu ermäs- Kantons, während bei gänzlichem Ersatz von Belägen die Gemeinden ihre Beiträge zu entrichten haben. Bauen die Gemeinden bei der Erstellung besonderer Beläge auch noch Trottoirs, die mit Randsteinen versehen werden, so leistet ihnen der Kanton hieran einen Beitrag von 6 Fr. per Meter Trottoir oder «Gehweg», wie es im Regierungsratsbeschluss so schön heisst. s. Autofähre Romansborn - Friedrichshafen. Der Betrieb ist seit einigen Tagen wieder aufgenommen worden. svz. Drei Millionen Wagen jährlich altes Eisen. In Amerika hat man festgestellt, dass die Zahl der jährlich auf den Alteisenhaufen wandernden Automobile immer mehr zunimmt. Im Jahre 1923 fand auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten etwa 1 Million Wagen ©in solches Ende. 1926 betrug die entsprechende Zahl schon 1.580.000 Wagen, 1927 waren es 2.400.000 und 1928 rund 2.750.000 Wagen, die auf diese Weise ausgeschieden wurden. Mindestens drei Millionen neue Wagen vermag also der amerikanische Markt jährlich ohne weiteres zu schlucken. In Wirklichkeit kann aber die Produktion ohne Gefahr von Absatzschwierigkeiten noch weit höher sein, da immer mehr Personen zum Betrieb von zwei oder mehr Wagen übergehen, at. Interessante ausländische Strassenbau-Tagung. Die Studiengesellschaft für Automobilsfrassenbau lädt zu einer am 17. Dezember in Berlin stattfindenden Hauptversammlung ein, an welcher wiederum eine Reihe kompetenter Persönlichkeiten über Fragen, die mit dem Strassenbau im Zusammenhang stehen, referieren werden. Die Tagesordnung sieht u. a. ein Referat über die Verwaltung und Finanzierung der Landstrassen in den Vereinigten Staaten, vor. Ferner wird sich Herr Dr. Fisch von der Reichskreditgesellschaft über das Thema «langfristige Strassenbauanleihen», äussern und ein weiterer lai AUSLAND ••••••• zu glauben, dass nur ein Wagen, der schon lange Dienst getan hat, den Ersatz des Vergasers durch einen Vortragender über «Das deutsche Automobilstrassennetz im Rahmen Mitteleuropas» sprechen. Die zur Behandlung., stehenden Themen bieten ein über die Landesgrenze hinausgehendes Interesse und werden u. W. auch schweizerische Strassenfachmänner die Tagung besuchen. z. Rückstrahler für alle Fahrzeuge. Nachdem nun in Deutschland das Vorhandensein eines Rückstrahlers für Fahrräder und Motorräder obligatorisch erklärt worden ist, will man nun noch weiter gehen und denselben für alle Fahrzeuge, die auf den Strassen verkehren, als vorgeschrieben erklären. In diesem Sinne hat nämlich die Reichsarbeitsgemeinschaft der Fahrzeugbesitzerverbände Deutschlands eine Eingabe an das Verkehrsministerium des deutschen Reichsgerichts gerichtet Es wird darin angeregt, dass mit den einzelnen Länderregierungen sofort darüber Fühlung genommen werden soll, dass alle Strassenbenützer, ausgenommen die Fussgänger — an diese hat man sich auch in Deutschland noch nicht herangewagt ! — mit einem Rückstrahler versehen sein müssen. Das Reichsverkehrsministerium hat sich zur Prüfung dieser Frage bereit erklärt und auch bereits die nötigen Verhandlungen angebahnt. Es glaubt jedoch, dass vorerst noch die nötigen Erfahrungen darüber gesammelt werden müssen, ob ein allzu starkes Ueberhandnehmen der Rückstrahler (Katzenauge) eventuell nicht unerwünschte Konsequenzen zur Folge haben könnte. s. Der Motorwagenbestand Rumäniens. Nach einer telegraphischen Meldung des Handelsattaches an der französischen Gesandtschaft in Bukarest an seine Regierung sind in Rumänien, wie seitens der rumänischen Regierung festgestellt worden ist, am 1. Juli 1929 insgesamt 30327 Motorwagen eingetragen gewesen, welche Anzahl sich in den einzelnen Kategorien auf die Hauptstadt und die Provinz wie folgt verteilt: ., Bukarest Provinz Insges. Tourenwagen 4838 14 962 19 860 Lastkraftwagen 577 2 295 2 872 Lieferwagen 987 2210 3197 Tank- und Sprengwagen 79 — '79 Automobilomnibusse . 291 863 1154 Sanitätswagen 43 2 45 Zugmaschinen 3 253 256 Stadttaxen 2102 12 2114 Ueberlandtaxen 643 — '543 Insgesamt 9831 20 496 30327 EIN IRRTUM •HMHäSt nötig habe. Früher nannte man es Luxusauto und dachte an etwas Überflüssiges, das sich nur die Reiohsten leisten können. Heute sagt man Personenauto und denkt an ein Werkzeug, das weiten Kreisen im Beruf unentbehrlich geworden ist. Ein Reisender schleppt auf sonniger Strasse seine schweren Musterkasten. Warum kauft er sioh kein Auto? Er hat das Geld nicht dazu, doch will er sparen, in zwei Jahren hat er genug beisammen. Klüger wäre, er würde sich sagen: Kaufe ich ein Auto, kann ich doppelt, ja dreimal so viel verdienen wie ohne. Mit einem Teil des Mehrgewinnes zahle ich die Raten, und nach einem Jahr ist der Wagen, der mir letzt schon verdienen hilft, mein eigen. — Er kauft sich das Auto auf Kredit. ZÜRICH IM BORSENGEBKUDE TELEPHON UTO 3693 GENF: 10 RUE PETITOT TELEPHON 42.4.18 Den Nutzen, den Ihnen in jedem Falle die Montierung eines SOLBX bringt, ist immer derselbe. Ob es sich bei Ihrem Wagen oder Camion um Marke X oder Y handle, Sie werden immer zufrieden sein . . . denn früher oder später müssen Sie sich doch dazu entschliessen. Warum zuwarten und vor allem, warum bis in den Winter warten? Bestellen Sie ihn heute noch bei Ihrem Garagisten und der kommende Winter wird Sie nicht mehr in Verlegenheit bringen wie der letzte. Generalagent, für i£e Schweiz? Henri Bachmann Blei Gern Roe de l'Höpita! 12b Place U Eaux-Vives9 Tel. 48.42, 48.43, 48.44, Telephon 22.641 »••••••••••••••••••^