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E_1929_Zeitung_Nr.110

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10 AUTOMOBTL-REVtm d^vra L«»9 Versteckte Kontrollen im Kanton Baselland. Als Abonnenten Ihrer geschätzten Zeitung erlauben wir uns. Sie von folgenden Vorfällen in Kenntnis zu setzen: Wir installieren gegenwärtig eine Telephonkabel-Anlage zwischen Basel und Ölten und befahren mit unseren Last- und Personenwagen täglich mehrmals die Strecke Innert kurzer Zeit sind wir Dun schon zweimal einer versteckten Kontrolle im Weiler Itingen bei Sissach zum Opfer gefallen. Am 18. November durchfuhren wir laut Polizei- Tapport die Ortschaft mit unserem «Amilcar> mit einer Geschwindigkeit von 36 Std./km (200 m in 20 Sekunden). Am 10. Dezember wurde unser Kleinlastwagen am selben Orte kontrolliert und eine Geschwindigkeit von 30 Std 'km ermittelt. (200 m in 24 Sek.). In beiden Fällen betrug die Busse Fr. 11—. In Anbetracht der übersichtlichen Strassenverhältnisse finden wir die gefahrenen Geschwindigkeiten als durchaus normal und betrachten die versteckten Kontrollen an dieser Strassenstrecke als unwürdige GeldmaohereL Kontrollen an unübersichtlichen Strassenstücken, wie sie beispielsweise im benachbarten Lausen zu finden sind, wären unserer Meinung nach viel eher gerechtfertigt. B. M. Gerechtigkeit ? Man schreibt uns : Am 23. September a. c. wurde ich in Koppigen mit meinem ßchnell-Lieferungswagen von 2.5 t durch die Polizei aufgehalten, wobei mir eiklärt wurde, dass gegen mich, sowie gegen meinen Kollegen, der einen 5 l-Lastwagen führt, gestützt auf verschiedene Klagen von Dorfbewohnern wegen zu schnellem Fahren Anzeige gemacht werden müsse. Anfangs Oktober erhielten wir nun ein Strafmandat von je Fr. 40 Busse, wegen allgemein zu schnellem Fahlen durch Ortschaften. Angaben über Zeit, Tempo und der in Frage kommenden Ortschaften waren auf der Anzeigo nicht ersichtlich. Aus diesem Grunde, und da wir uns einer Ueberschreitung der Fahrvorschriften nicht bewusst waren, erhoben wir Einsprache, um bei einem Verhör eine nähere Begründung über die verhängte Busse zu erfahren. Nebst der Polizei wurden durch den Gerichtspräsidenten noch 3 weitere Zeugen aus Koppigen zu einem Verhör in eine Wirtschaft genannter Ortschaft vorgeladen. Die 3 Zeugen, die eigentlichen Urheber der Anzeige, und um ihre Rachegelüste befriedigen zu können, erklärten, dass wir schneller fahren als ein trabendes Pferd. Wir bestritten die Anschuldigungen und erachteten eine Busse von je Fr. 40 als ungerecht, da uns nicht einmal ein annäherndes Tempo angegeben werden konnte, von Zeit der Uebertretung und Ort fehlte jede Begründung. Dessenungeachtet erhöhte der Herr Gerichtspräsident die Busse auf je Fr. 75. Sie wurde also fast verdoppelt, mit der einfachen Begründung, er Wille den Solothurnern schon auf die «Haube» steigen. Er habe erst im gleichen Sinns über zwei Oltner gerichtet, die auch nicht zugeben wollten, dass.sie zu schnell gefahren seien. Die Gerichtspraxis, betreffend des Automobilkonkordates des Kantons Solothurn liegt sehr wahrscheinlich diesem Herrn Gerichtspräsidenten des Amtes Burgdorf auf dem Magen. Aber Gott sei Dank braucht der Kanton Solothurn zur Erfüllung seines Strassenbauprogrammes nicht zu solchen Richtersprüchen Zuflucht zu nehmen. J. G. Zum Kapitel Niveaufibergänge. Man schreibt uns: Zwischen den Barrieren eingeschlossen wurde in Eschlikon vor einiger Zeit ein Automobilist aus Soltenwil. Mit seinem Auto und einigen Arbeitern vom Dorfe Eschlikon herkommend, wollte er den Niveauübergang bei der Station überqueren. Auf den Geleisen angekommen, fielen plötzlich die Bar- verhalt in allen Teilen unterrichtet worden ist, rieren und versperrten ihm den Weg. Zu-nimmgleich nahte auch schon von Sirnach her Jahrgang 1929, erschienene, gegen die Vereinigten! hiermit die in der Automobil-Revue. Nr. 98, ein Zug. Glücklicherweise hielt er auf der Bern-Worb-Bahnen gerichtete Einsendung, mit dem. Station an. Als der Alarm der Eingeschlossenen auf der nahen Station nicht gehört mäss der vom Eidg. Eisenbahndepartement erhal- Ausdruck des Bedauerns zurück und erklärt, dass die sog. Melchenbühl-Barriere der V B. W. B ee- wurde, versuchten sie selbst durch Heben tenen Auskunft einwandfrei ist und in allen Teilen, der Barrieren, das Auto aus seiner gefährlichen Situation zu befreien. Es gelang, doch Woib, den 13. Dezember 1929. dem heutigen Stande der Technik entspricht. nahm das Auto dabei einigen Schaden. Dieser Vorfall zeigt wieder deutlich genug, wie LETZTE Gottfr. H ofmann. Giesser. Worb. MELDUNGEN notwendig die Bahnunterführung wäre, welche vor einigen Jahren schon einmal angeregt wurde, umsomehr, als die Fahrstrasse gleichzeitig teilweise als Rangierbahnhof dient. Der betr. Automobilist wollte den Uebergang, der ziemlich breit und ca. 150 m von der Station entfernt ist, vorsichtig, d. h. langsam überqueren und der Barrierenwärter musste von der Station aus offenbar in aller Eile schliessen. Das beweist aufs neue, dass bei diesen Niveauübergängen selbst die grösste Vorsicht zum Verhängnis werden kann. Wie leicht hätte dieses Vorkommnis einige Menschenleben kosten können. W. P. Erklärung. Der Unterzeichnete, nachdem er von dem Sach- Zusammenstoss von Zug und Autobus« Zwölf Tote. Bei dem Bahnhof Oktschilar in Griechenland fuhr ein von Xanthia nach Drama fahrender Zug mit einem Autobus zusammen. Von den 18 Insassen des Autobus wurden zwölf getötet und die übrigen sechs schwer verletzt Der Chauffeur des Autobus erlitt nur leichtere Verletzungen... Der EH seribahnzug wurde nicht beschädigt. Die SKP Kugel- u. Rollenlager „MODaL 1930" weichen in keiner Weise von den bisher hergestellten ab, denn sie können nicht mehr verbessert werden. AKT. GES. 5KF KUGELLAGER ZÜRICH BACOLINES.A. GENfeVE 8, RUE DE LAUSANNE T£L.i MT-BLANC 66.43 SOCl£T£ INDEPENDANTE POUR fIMPORTATlON DIRECTE DES CHENARD & WALCKER- TRAKT0RB.10 gebraucht, Umstände halber zu verkaufen. Sotort lieferbar. — Offerten unter Chiffre 43146 an die Automobil-Revue. Bern. «***"*' ! Hallersche Büchdruckerei ^"«'

N° II» — 192t Strassenbaukunst im Altertum und Mittelalter. Von Ingenieur P. Max Grempe. Berlin-Frieden aji. Die Betrachtungen des mittelalterlichen Strassenbaues müssen uns um so trauriger stimmen, als •man im Altertum auf diesem Gebiete schon ausserordentliche Leistungen vollbracht hatte. Von Semizamis wird berichtet, dass sie zwischen Susa und Sardes eine grosse Kunststrasse erbauen Hess. Also schon vor 4000 Jahren hatte man die Bedeutung guter Verbindungswege zwischen grösseren Orten voll erkannt. Karthager. Chinesen. Griechen und Römer wussten ebenfalls im Altertum den grossen Wert guter Strassen richtig zu würdigen. Die « Römeretrassen » sind noch heute berühmt und in ihren Spuren vielfach noch auffindbar. Das grosse römische Reich hesass zu seiner Glanzzeit nicht weniger denn 23 grosse Militärstrassan, die zusammen ungefähr SO 000 km lang wqxen. Man konnte darauf von Rom nach allen wichtigen Ansiedlungen gelangen. Derartige Wege sicherten den Römern ihre Verbindungen mit den Besatzungen in Jerusalem sowohl als auch mit de-/i Expeditionen nach England usw. _ Interessant fct die Sorgfalt, mit der die alten Römer ihre Slorassen ausführten, so dass sie jahrhundertelang, ja zum Teil bis in unsere Tage hinein allen zer/störenden Einflüssen im grossen und ganzen standzuhalten vermochten. Einige Bemerkungen übe^ die Technik des damaligen Strassenbaues dürften daher von besonderem Interesse sein. Auf die Wege, die zu Kunststrassen ausgebaut werden sollicin, brachten die Römer zuerst eine Art Beton. Aul diese Schicht wurden dann Steinplatten vqn ungefähr 20 cm Stärke verlegt und durch Mörtel fest verbunden. Auf die so hergestellte Steinplatte(»-Ebene brachte man wieder eine BetonschicVrt, die ungefähr 8 cm stark war. Diese Schichten bildeten die Unterlage für das eigentliche Pflaster* welches zuletzt mit Kies bestreut wurde. Um diqeem Pflaser und damit der ganzen Strasse einen fegten Halt zu geben, wurden an den Seiten Streberaauern errichtet. Der Verkehr ging also auf guten Strassen vor sich, deren Fahrbahn etwa 1 m stark "war. Diese römischen Strassen wiesen auch Meilensteine auf. die ungefähr 1.5 km voneinander entfernt waren. Sfrassenmisere im Mittelalter. Im Gegensatz zu diesen Leistungen steht das Mittelalter. Um die Beschaffenheit der Wege zwiechen den Häusern kümmerte man sich in den ersten Jahrhunderten des Mittelalters überhaupt nicht. Hatten Regen und Tauwetter den Morast für die Passage allzu gefährlich gemacht, dann half man siehjlamit, dass man Steine in etwa Schrittentferimng*legte. Meist aber wurde der Verkehr in noch primitiverer Weise dadurch aufrechterhalten, dass man sich durch stelzenartige Fussbekleidung half. Wenn schon in Ermangelung des Pflasters die Wege in den Ortschaften recht schlechte Beschaffenheit aufwiegen, so kam noch hinzu, dass man sich des Unrates in einfachster Weise entledigte. Man warf diesen auf die Strassen. Vergegenwärtigt man sich noch, dasa Schweine und andere Haustiere ganz allgemein ihr Wesen unbehindert auf den Strassen trieben, dann wird man einen ungefähren Begriff von dieser «guten alten Zeit» bekommen. Wenn.in unsern Tagen mancher Dichter glaubt, die Ruhe nnd Annehmlichkeit des Lebens im Mittelalter gegenüber der Rastlosigkeit unserer modernen Kultnrverhältnisse besingen zu müssen, dann darf man sicher annehmen, dass er sich nicht der Mühe unterzogen hat, die mittelalterlichen Lebensverhältnisse einigermassen zu studieren. Man sieht auch hier wieder einmal, die «gute alte Zeit» ist, bei Lichte betrachtet, durchaus nicht. so einwandfrei gewesen, wie sie mancher gedankenlose Träumer wähnt Da unter den mittelalterlichen Städten Paris eine besondere Stellung einnahm, so dürft« es angebracht sein, die Zustände in dieser grossen Residenz etwas zu beleuchten. Im Jahre 1131 kam der 15jährige Sohn Ludwigs des Dicken auf wenig rühmliche Weise ums Leben. Ein sich im Pariser Strassen dreck wälzendes Schwein lief dem Pferde des Prinzen zwischen di« Beine. Das Reittier warf seinen königlichen Herrn so unsanft in den Schmutz, dass dieser nach wenigen Tagen starb. Vom König Philipp berichtet ein Geschichtsschreiber, dass er im Jahre 1185 infolge des Strassengestankes ohnmächtig wurde, als er bei geöffneten Fenstern vorüberfahrenden Wagen nachsehen wollte. Darob ergrimmt, befahl der Herrscher Frankreichs, dass die Pariser, die Strassen pflastern sollten. In einigen 3auptstrassen entstanden dann auch infolge dieser Anordnung die ersten Pflasterungen. Bei Erdarbeiten in Paris hat man nämlich tief unter der jetzigen Strassenoberfläche Reste dieser Pflasterart gefunden und konnte so feststellen, dass man damals Steinplatten von etwa 1 am Grosse und 25 cm Stärke verlegt haben muss. Da aber die Pflege dieses ersten Pflasters sehr zu wünschen übrig liess nnd weil auch die Pariser noch wohlgemut fortfuhren, allen Unrat auf die Strasse zu werfen, so erklärt es sich, dass nach und nach die Steinplatten mit einer tiefen Schmutzdecke überzogen wurden. Zur Zeit Ludwig des Heiligen, der 1270 starb, hatte Paris schon 120 000 Einwohner. Trotzdem trat keine Besserung in der Anlage und Pflege der Strassen ein. Die mittlerweile eingesetzten Strassenaufseher verstanden es aber ausgezeichnet, die Händler und Gewerbetreibenden durch Erhebung von Naturalleistungen verschiedener Art zu brandschatzen. Als im Jahre 1348 die Seuche des «schwarzen Todes* in Paris grosses Unheil angerichtet hatte, wurden die Bürger ermahnt, für mehr Reinlichkeit auf den Wegen zu sorgen. Es wurde bestimmt, dass die Schweine überhaupt nicht mehT auf den Strassen zu dulden seien. Um diese Verfügung durchzusetzen, wurden Diener angestellt, die jedes Schwein, das sie auf den Strassen antrafen, töten durften. Dafür erhielten die Pariser Beamten den Kopf des Tieres, während der Körper an die Spitäler abgeliefert werden musste. Der Kampf gegen den Schmutz. j •int Verordnung, die zwei Jahre später in Pa- 1 ns erlassen wurde, nimmt die Ausräumer der Senkgruben gegen Beleidigungen in Schutz. Diese Verordnung lässt darauf schiiessen. dass den damalige. Parisern immer noch nicht die Bedeutung diese für das öffentliche Gesundheitswesen so dringen notwendigen Arbeit aufgegangen war. Als endlich in Paris der Unrat nach vielen Er neuerungen der Verordnungen wenigstens zum Teil abgefahren wurde, ging man wieder sehr € zweck massig» vor, indem man den Schmutz einfach au dem Marktplatz ablud. Wie dieser nach wenigen Jahren die Luft verpeste'e, braucht wohl nicht be sonders erörtert zu werden. In den Jahren 1392 bi 1399 ers'nienen in Paris nicht weniger denn vie Erlasse, welche die Erzielung grösserer Sauberkeil auf den StTassen und Pfiege des Pflasters bezweckten. Da man aber auch dann nicht für eine systa matisihe Fortschaffung des Unrats aus Paris sorgte, so wurden nach und nach die öffentlichen Platz« mit grossen Schmutzbergen bedeckt. Auch die Seim wurde durch die Zufuni vielen Unrats stark ver schmutzt. Im 15. Jahrhundert wurden die ersten Kanäle erbaut, welche die Abwässer in die Seini leiteten. Die Pest gab dann in den Jahren 1531 und 1539 Veranlassung, dass strengstens die Abfuhr de Schmutzes, die Pflasterung der Strassen. die An läge von Klosetts und Senkgruben in den Häusern befohlen und jedes Werfen von Unrat aus den Fen stern auf die Strassen bei Geld- und Körperstrafen verboten wurde. Die Müllwagen, welche dann auch zur Abfuhr des Unrats beschafft wurden, fuhren morgens um 6 Uhr und nachmittags um 5 Uhr durch die Strassen und brachten die von den Hauseigentümern zum Mitnehmen bereitgehaltenen Müll mengen fort. Damals wurden auch Pflasterversuche durchgeführt, indem teils eine Art Makadam-Pflaster teils Platten von 50 cm im Quadrat und endlich auch Würfel von 15X18 cm Grosse verlegt wurden Die zur Ableitung der Schmutzwasser in den Strassen befindlichen offenen Kanäle erzeugten ei nen so entsetzlichen Gestank, dass man sich im 17. Jahrhundert genötigt sah, für die Reinigung der Kanäle zu sorgen. Damit die Bewohner möglichst wenig durch die Gerüche belästigt wurden, mussten die Reinigungsarbeiten im Sommer morgens um 6 Uhr und im Winter 1 Stunde später beendigt sein. Dass aber die Zustände im 18. Jahrhundert nicht gebessert waren, lässt sich aus folgenden Bemerkungen eines Historikers entnehmen: «Die Strassen von Paris waren trotz aller Edikte noch immer sehr schmutzig. In der Mitte der Fahrbahn floss der übelriechende Rinnstein. Wer nicht von seinen Ausdünstungen zu sehr belästigt sein wollte, der musste dicht an den Häusern gehen. Vor den Güssen aus den Fenstern war man aber gar nicht sicher. Indessen wurden die Kanalisation und das dtrassenpflaster verbessert. Die Dachrinnen hatten bisher das Regenwasser direkt in den Rinnstein geschüttet. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verwendete man Abfallrohre, so dass das Regenwesser, ehe es in den Rinnstein fiel, einen Teil des Strassenpflasters bespülte und damit reinigte. Erst im Jahre 1782 wurden Bürgersteige nach englischem Muster angelegt, nachdem schon 19 Jahre vorher Qutrequin das Besprengen der Strassen von Paris das damals schon etwa eine halbe Million Einwohner zählte, eingeführt hatte. Wenn das die -Zustände einer Weltstadt waren dann braucht es .nicht vieler Worte, um ein Bild von anderen Städten zu entwerfen. In Deutschland dürfte Nürnberg zuerst (1368) Strassenpflaster ein r: geführt haben, aber nur auf den Hauntstrassen. In Berlin wurde 1624 vom Kurfürsten die Reinhaltung der Strassen verlangt. Der Rat Berlins beschäftigte sich dann mit dieser Frage und kam zu dem Ergebnis, dass die Forderung nicht erfüllbar sei, weil die Bürger der Stadt mit Feldarbeiten beschäftigt seien. Auch in Berlin wurden öffentliche Plätze zur Ablagerung von Unratmengen benutzt. Dadurch war z. B. der Platz an der Petrikirche so verpestet, dass man 1671 den dort liegenden grossen Müllhaaifen fortschaffen musste. Damit die Abfuhr der Müllmengen möglichst billig wurde, durften von 1671 ab nur solche Bauern die' Märkte besuchen, die sich verpflichteten, jedesmal eine Fuhr Schmutz auf ihrem Wagen mit aufs Land zu nehmen. Schon im Jahre 1641 hatte man in Berlin die Schweineställe unter den Fenstern an den Strassen verboten. Es scheint aber so, als wenn man damit nicht viel zur Erzielung der Sauberkeit der Stadt erreicht hätte denn 40 Jahre später sah man sich eenötigt, das Mästen der Schweine innerhalb Berlins überhaupt EU verbieten. Entsprechend dieser mangelhaften Beschaffenheit der Strassen in den Städten waren natürlich #uch die Wege zwischen den verschiedenen Ortschaften schlecht. Nur wenige Heerstrassen wurden im Mittelalter angelegt und mit Brücken über die Flüsse geführt, welche die Wege kreuzten. AÜtOMOBIL-REVUP NeugrQndungen: Martinl-Automobil-Verkaufs-A.-G. Basel. Unter dieser Firma ist eine Aktiengesellschaft gegründet worden mit einem Grundkapital von 50000 Fr. Zweck der Unternehmung ist der Handel mit den Erzeugnissen der Neuen Automobil-A.-G. Martini in St. Blaise. Einziges Mitglied des Verwaltungsrates ist zur Zeit Dr. P Eha, Advokat in Basel, der Einzelunterschrift führt. Geschäftsleiter mit Einzelunterschrift ist Hans Weber. Kaufmann in Basel. Geschäftslokal-. St. Alban-Anlage Frey-Lichl A.-G., Zürich. Unter dieser Firma wurde eine A -G. mit einem Kapital von 120 000 Fr. gegründet. Zweck der Unternehmuni; ist Ankauf und Verwertung des Frey'schen Patentes für eine neue Beleuchtungsanlage für Fahrzeuge. Die Gesellschaft erwirbt von den Erfindern alle Patentrechte Der Verwaltungsrat besteht zur Zeit aus: A. Frey-Rolli. Kaufmann. Präsident. Dr. F. Hebeisen, Apotheker, und Hans Suter. Kaufmann. Die Verwaltungsratsmitglieder führen Kollektirunterschrift zu zweien. Geschäftslokal: Scheffelstrasse, Zürich. Geschäftserweiterung: Andrä Dewald, Basel, FH. Zürich. Dals Geschäftslokal der Zweigniederlassung Zürich wurde an die Hafnerstrasse, Zürich 4, verlegt. Als weiteren Geschäftszweck neben dem Handel in Automobilen wird verzeigt: Handel in Radio- and elektrischen Apparaten. Geschäftsänderung: Baumann Eugen, Autogarage, Wattwil. Die Firma ist infolge Todes des Inhabers erloschen. Aktiven und Passiven gehen an die Firma Eugen Baumann's Wwe. über. Die Firma erteilt Prokura an •Roisiegcl- Cord der Qualitäts-Pneu Generalvertretung für die Schweiz B. VON AESCH, ZVRICB Konradstrasse 12-14 Telephon Selnau 29.18 Amerikanische Auto-Bestandteile E. WEWERKA Dufourstr.3 ZÜRICH8 Tel. L.3837 Autokuhter-Decke loWWimxhmÄMotort.oubsndecko) eV Autesattief Trotz der Ralfe kann kh ihn stundenlang tfeh» lassen und die Wassertemperotu? wahrend des Fahren» genov n> gvliensn. dank der MÜLLER & MARTI * BERN |SMte« verlangen Sie Muster und 'reise unter AngabeIhrer WageMypd Telephon lallwerk 11.06 • Ilgerplo» 13 Ersatz-Teile ; *il Oruinal-Preisen ab Lager W. KNAPP, AARAU Alle Aber auch die Wege in den Städten wurden bei den Römern entsprechend gepflegt. Die Strassen waren meist schon gepflastert und mit besonderen Steinen für die Fussgänger belegt Jedenfalls muss man anerkennen, dass die Strassen der alten römischen Ansiedlungen noch heute vielen Dörfern, ja auch noch mancher Stadt zum Vorteil dienen könnten. Mit dem Verfall des Römerreichea hörte aiwh die Pflege der wichtigsten Verkehrsstrassen auf. Auch der Versuch Karls des Grossen, einen Teil dieser Anlagen ausbessern und durch neue Strassen ergänzen zu lassen, brachte nur vorübergehende Besserung. Äuto- BestandfeiSe Vergaser, Magnete, Kühlet, Anhängeachsen, LadebriBcken. Pneus, 1-, 2- n t-ZyL-Motoren, elektr. Beleucht-, Batterien, sowie au*h 7009 Oßcaslonswagen und ARBENZ-Bestanriteila erhalten Sie billigst von Gebr. Sfierll. Auto-Abbruch and Verwertung von Bestandteilen. Baden, Meliingerstrasse. Tel. 10.11. 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