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E_1930_Zeitung_Nr.001

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Der Teufel in der

Der Teufel in der Matratze Von Hans Spindel. Samuel Handschuh, Museumsdiener, hauste mit seinem jungen Weibe im dunkelsten Viertel der Stadt Prag. Wer das Vergnügen hatte, die beiden kennenzulernen, musste sich fragen : « Wie kommt der ausgediente Jagdhund zu solch zartem Häschen I » Kam irgendwo die Rede auf die Weiber, da prahhe Samuel Handschuh laut von den Vorzügen seiner Gattin. « Dit frisst mir aus der Hand! Ist treu wie die Armut und schafft wie ein Pferdl» Warum soll man so etwas nicht glauben? Na, wir werden ja sehen. Welcher Mensch hat nicht schon geerbt! Ein herrliches Begebnis. Samuel Handschuhs Schwester war gestorben und er erbte ein Bett. Wurmstichig war es und die Füsse wackelten wie Backzähne, die am Ausfallen sind. Die Untermatratze schien eine verlassene Mäusewohnstatt und das Liegepolster war nicht viel dicker als ein Nudelbrett. Samuel Handschuh wollte schon zugunsten der Miterben verzichten, als seine pfiffige Frau schnell die Hand unter den zerschlissenen Drillich schob und gleich darauf ein Bündel gutes Rosshaar hervorzog, « Endlich bekomme ich eine hübsche Matratze 1» rief sie froher Dinge. « Jeremias wird sie gut aufarbeiten, ohne allzuviel dafür zu verlangen. Hab' wirklich genug von meinem alten Häckselsack! » Diese Redensarten verwirrten das Gemüt Handschuhs. Er dachte bei sich: das Bett ist doch mein Erbe. Und aufarbeiten will sie es lassen. H:er stockte sein Denken. « Was ist das für ein Jeremias, dem du die Matratze bringen willst. Wie ? ... » Frau Dinah Handschuh beschäftigte sich noch aufmerksamer mit den Rosshaaren und meinte gleichgültig : « Ach, das ist der junge Tapezierer, der kürzlich im Hause vis-ä-vis seine Werkstatt aufgeschlagen hat. » « Ei. natürlich *, fiel der Gatte fröhlich bei, «du meinst den Jeremias Gelb, diesen strohblonden Lümmel. Aber du hast recht, man muss eine Seele haben für solch armen Anfänger. » Gesagt, getan. Samuel Handschuh schleppte die Matratze in der Dämmerung nach Hause und am nächsten Mittag hinüber zu Jeremias Gelb. Mitten auf der Strasse fiel ihm ein, dass die Polsterer meist unehrliche Kerle seien, die vom Rosshaar ihrer Kunden leben. « Warum »soll dieser Gelb nicht auch ein Betrüger sein?» dachte Handschuh und er ging zuerst in den Laden eines Nachbars, um auf dessen Kartoffelwaage das Gewicht seiner Eibschaft zu erfahren. Der Krämer lachte, c Wenn Euch ein Tapezierer übers Ohr hauen will, tut er's doch! Aber wiegt nur ab I > Handschuh entgegnete gereizt (die Waage zeigte elf Kilo) : « Aha t Ihr kennt auch solche Grundsätze ... Der Krämer wurde böse. «Dass Ihr's wisst, das Wägen kostet zehn Kreuzer I » «Da! Besser zehn Kreuzer gestohlen bekommen als ein Kiio Rosshaar! » Zitternd vor Siegeswut verliess Handschuh den sich am Boden windenden Krämer. Noch bleich vor Aufregung trat er zu Gelb in die Werkstatt, warf die Matratze auf den Arbeitstisch und räsonnierte: « Hier gibt's Arbeit, junger Mann. Ich bin Samuel Handschuh, Museumsdiener. Wohne da drüben im dritten Stock. Blicken Sie hinauf, dort oben, wo die beiden Fenster mit den roten neuen Gardinen sind. » Gelb schaute hinauf und spitzte die Ohren. Handschuh wandte sich ab und begann um den Preis zu feilschen. Als man handelseins geworden, äusserte der misstrauische Kunde vorsichtig einige Gedanken über Moral und da er den Angriff genügend vorbereitet glaubte, setzte er hinzu : < Sehen Sie, ich bin ein Mensch, der die Wahrheit über alles liebt. Man warnte mich vor Ihrem Konkurrenten in der Nebengasse; bei dem müsse man jedes Rosshaar zählen. Aber das kann man doch nicht! Nun. da hab' ich denn das Ding hier vorher abwiegen lassen. Aber mitten auf dem Weg zu Ihrem zweifelhaften Zunftgenossen machte ich kehrt, in der Meinung, dass Sie als Anfänger das Gewand der Ehrlichkeit noch nicht abgelegt halben.» Bei dieser schönen Rede klopfte er dem verdutzten Handwerker auf die Schultern. « Also macht ein warmes Maträtzchen! Recht mollig. Für mein Täubchen. Hä hä hä... Dann ging er. Inzwischen verfloss ein Monat nach dem anderen, ohne dass es der Behörde gelang. Aufklärung in der Sache zu schaffen. Da ereignete es sich eines Tages — es war ein halbes Jahr seit der schrecklichen Begebenheit verflossen — dass ein hoher, schlanker Mann auf dem Amt erschien. Er trat an das Schreibpult am Fenster, nahm ein Formular und setzte eine Depeche auf. Mit dem Rücken stand er mir zugewandt, und ich konnte sein Gesicht nicht erkennen. Inzwischen war er fertig und trat an die Schranke heran. Da ich zufällig allein war, musste ich die Depesche annehmen. Im selben Augenblick, als er auf mich zusehritt, fiel mein Auge auf sein Antlitz. Aber, o Schrecken! Es war der geheimnisvolle Mann, den ich in jener fürchterlichen Nacht vor sechs Monaten gesehen hatte. Der Mann bemerkte meinen entsetzten Ausdruck, und es sah aus, als wenn auch er fürchterlich erschrak. Als er sich mir aber näherte, bemerkte ich, dass sein Gesicht voller war. als dasjenige, das ich in der bewussten Nacht gesehen hatte. Ausserdem war die Stirn niedriger, und er hatte keine dunklen Ringe unter den Augen. Ich nahm die Depesche aber so ruhig wie möglich entgegen. Während ich die Worte zählte, kam ein anderer Beamter herein. Ich murmelte einige Worte zu dem Fremden und trat an den Kollegen heran. Ich erzählte ihm, dass der Fremde in der einen oder anderen Weise mit dem vor sechs Monaten begangenen grässlichen Mord in Verbindung stehen müsse und hat ihn, sofort einen Schutzmann zu holen. Der Fremde betrachtete uns etwas misstrauisch, als wir miteinander flüsterten, und ich zog mich hinter die Schranke zurück. Während ich mich eo stellte, als mache ich die Depesche fertig, schlich eich mein Kollege hinaus. Ich versuchte, eine Unterhaltung mit dem Fremden anzuknüpfen, dieser schien aber nicht aufgelegt. Schliesslich verliess ich meinen Platz hinter der Schranke und näherte mich ihm «Verzeihung, ist Ihr N'ame nicht Aktins?» fragte ich, während ich seinen Arm berührte. Das war nur eine List meinerseits, und er Gelb atmete auf. « So! der also bist du . Will ein Fuchs sein und ist doch nur ein Kamel. Und nach einigen Targen lieferte Gelb sein Werkstück im dritten Stock ab bei der jungen Frau Handschuh. Am nächsten Tag brachte der misstrauißche Gatte eine kleine Federwaage mit nach Hause. Und als seine Frau ausging, das Abendbrot einzukaufen, zerrte er schnell die Matratze aus der Bettlade und stülpte sie über die schwache Küchenwaage. Sie zeigte elfeinhalb Kilo. (Er kam nicht auf den Gedanken, dass Küchenwaagen ihr eigenes Mass haben.) Handschuh wischte sich den Schweiss von der Stirn. < Na, das war noch nie da 1 » Aber da kam schon seine Frau zurück und er versorgte alles wieder an seinen Platz. Man sprach nicht mehr über die Matratze. Man schlief nur noch auf ihr. Doch der Kuckuck hat's gesehen. Wenn der Teufel irgendwo steckt, dann will er heraus. Es war wohl ein gutes halbes Jahr vergangen. Handschuh sass wieder einmal im Wirtshaus und da kam die Rede auf Betten und Matratzen. Und Handschuh gab seine grossen Erfahrungen preis. Da meinte ein ganz Kluger: «Mit dem Wiegen ist's nicht getan. Die Halunken können dir auch Putzwolle hineinstopfen und das Gewicht stimmt doch! » Handschuh wurde nachdenklich. An diesem Abend trank er nicht mehr weiter. Den nächsten Tag (welch glücklicher Zufall!) musste seine Frau hinaus aufs Land, einen kranken Onkel pflegen. Kaum war sie fort, da stürzte Handschuh ins Schlafzimmer, schlitzte an allen vier Ecken die schöne Matratze auf und wühlte mit dem Arm darin herum. « Alles Rosshaiar! Also doch ein ehrlicher Bursche. Dazu ein halbes Kilo mehr als früher I Aber was ist denn das ? ? Da steckt doch was hartes — eckiges —. Hat die Frau hier gar Ersparnisse. — Ja, zum Henker, da;s ist ja ein Paket Briefe 1 » Handschuh taumelte zum Fenster und las und las bis in die schwarze Nacht hinein. Er weinte. « So ein Weibstück ! Mit dem Gelb 1 Das kann ich nicht verstehen. Das werde ich nie verstehen. . Handschuh schlurfte ins Wirtshaus und ward von dieser Stunde an der beste Kunde in der Schenke zum « Fröhlichen Zecher ». Wie es herauskam mit den Dreien ? Das bleibt mein Geheimnis. Ich fände leicht ein gutes Dutzend netter Lösungen. Aber dann kommen wieder die jungen Leute mit den gähnenden Kinnbacken, der unzufriedene Redaktor, der Herr Frommherz und das Fräulein Knackfuss, und keines erlaubt, dass man die Moral zum Bellen reizt. Da ist es wohl gescheiter, man spendiert dem Leser eine ungebratene Ente. Mag er sie auf seine Art zubereiten. Wie Charle Chaplin sein Debüt schildert In «Pour Vous» veröffentlicht Charlie Chaplin einige Erinnerungen an sein Debüt. Er erzählt, dass Mack Sennett ihn tatsächlich entdeckte. Er hatte sich mit der Gesellschaft von Fred Karno nach Amerika begeben, um in «Eine Nacht in einer englischen Music Hall> mitzuwirken. Sennett spielte in einer der Vorstellungen mit und entdeckte in Chaplin sofort das Talent für humoristische Mimik. Er hatte damals keinen Platz für ihn in seiner Gesellschaft, aber als er nach Los Angeles zurückkehrte, konnte er ihn nicht vergessen. Sechs Monate später, als Ford Sterling ihn zu verlassen drohte, berichtet Chaplin weiter, telegraphierte er mir und bot mir 125 Dollar wöchentlich an, ein seinerzeit beim Film sehr hohes Gehalt. Hätte ich das Telegramm nicht empfangen, so würde ich wahrscheinlich für den Film verloren gewesen sein. Ich wäre nach England zurückgekehrt und würde zweifellos Bühnenschauspieler geblieben sein. Aber die unglaubliche Gage, die durchschaute mich auch sofort. Mit einem Fluch fuhr er auf mich los und fasste mich an der Kehle. «So, Sie glauben, dass Sie mich fassen können. Sie Trottel?» rief er aus. Seine Augen leuchteten im unheimlichen Glänze, und mit eisernem Griff drückte er seine Hand um meine Keh|e. Vor meinen Augen wurde es schwarz, und ich verlor die Besinnung. Als ich wieder zum Bewnssisein kam, lag ich im Krankenhaus. Man erzählte mir, dass der Fremde mich fast erdrosselt hätte. Im letzten Augenblick wäre er aber übermannt worden. Im Gefängnis hatte er gestanden, den Mord begangen zu haben. Er wurde zum Tode verurteilt. Vor seinem Ende erzählte er alle Details des Mordes und die, Veranlassung dazu. Es ging daraus hervor, dass der Ermordete — er hiess Anthony Usina — von dem Bruder des Mörders nach Louth eingeladen worden war. Usina und sein späterer Mörder waren dort wegen einer Geldangelegenheit in Streit geraten, und Usina hatte dem anderen eine tüchtige Zurückweisung erteilt. Dieser schwor ihm deshalb Rache, und als Usina einige Tage danach nach London reiste, beschloss er, ihm zu folgen. Sein Bruder, ein sehr ehrenwerter Mann, hatte versucht, ihn zur Vernunft zu bringen und ihn in Louth zurückzuhalten, aber vergebens. ET fuhr nach London, und es glückte ihm auch, Usinas Adresse ausfindig zu machen. Der Bruder des Mörders, der ahnte, dass ein Unglück geschehen würde, telegraphierte unverzüglich an Usina und warnte ihn. Es war das Telegramm, das ich in jener Nacht empfing. Merkwürdigerweise befiel den Absender der Depesche wenige Stunden, nachdem er sie abgeliefert hatte, ein Schlaganfall, an dem er sofort starb. In der Zwischenzeit hatte der Mörder sein Opfer gefunden und die Greueltat verübt. Er musste den Ermordeten vollständig überrumpelt haben, so dass dieser keine Zeit mehr fand, sich die Warnung zunutze zu machen. Das Sonderbare bei der Geschichte war, dass die beiden Brüder Zwillinge waren und zum Verwechseln ähnlich sahen. Der Gedanke an das Verbrechen, welches sein Bruder plante, ruhte offenbar bis zum letzten Augenblick schwer auf dem Toten, und die Absendung der Depesche war sicher eine seiner letzten Handlungen. Kann man annehmen, dass seine Seele ihm keine Ruhe liess, und dass er alles versuchte, mich nach dem Vorort zu führen, damit den Mord verhinderte? War es Suggestion? Fernhypnose? Oder was war es? " Leider war es nicht geglückt. Ich glaube an keine Spukgeschichte oder ähnliches. Andererseits fehlt mir aber jede Erklärung für mein sonderbares Abenteuer. AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° 1 Sennett mir bot, tat ihre Wirkung. Ich verliess meine Gesellschaft in einer kleinen Stadt Pennsylvanien und eilte nach Kalifornien. Ich bin also nicht, wie es immer heisst, durch eine Hintertür zum Film gekommen. Als ich in Los Angeles eintraf, kannte ich dort keinen Menschen ausser dem Portier des Theaters in der Mainstreet, in dem ich mit der Gesellschaft Karnos gespielt hatte. Ich nahm ein billiges Zimmer in einem Hotel gegenüber dem Theater und telephonierte Mack Sennett, dass ich angekommen sei. Ich war aber so schüchtern, dass ich in der ersten Woche noch nicht meine Aufwartung bei ihm im Studio zu machen wagte. Schliesslich fand ich den Mut, hinzugehen. Sennett war sehr liebenswürdig, und nach einer kurzen Unterhaltung verabschiedete er mich mit dem Rat, Eine sensationelle Tat. Es gibt noch Wunder auf der Welt: und nicht das kleinste hat sich kürzlich in einem Orte nahe Genua begeben, der ähnlich wie Pisa einen schiefen Kirchturm zum Wahrzeichen hat. Es handelt sich um das Oertchen Moranego, das in aller Munde ist, seitdem es einem schlichten Priester dort, dem Don Piccardo, wie das «Neue Wiener Journal» zu berichten weiss, durch einen Geniestreich der Technik gelungen ist, seiner Heimat den Turm mitsamt der Kirche zu erhalten. Die merkwürdige Geschichte ist die: der schiefe Turm von Moranego barg schwere Gefahr für Kirche und Pfarrhaus. Fast von Tag zu Tag konnte man beobachten, wie^ er sich tiefer neigte. Darum blieb nichts anderes mehr übrig, als die Baubehörde von Genua zu verständigen. Ein Ingenieur erschien in Moranego, der genaue Messungen anstellte und seiner Behörde berichtete, die dann zu dem Resultat gelangte, dass der Kirchturm niederzureissen sei, da der täglich wachsende Schaden nicht mehr behoben werden könne und der Turm die benachbarten Gebäude schwer bedrohe. Dieser Bescheid wurde der Kirchenbehörde übermittelt, die dann schweren Herzens daranging, Kirche und Pfarrhaus zu räumen. Die Kirche wurde für die Andächtigen gesperrt und man wartete auf die Demolierung. Die Behörden bleiben taub. Doch die Baubehörde hatte ihre Rechnung ohne Don Piccardo gemacht. Dieser brave Priester wollte sich von seiner liebgewonnenen Kirche nicht so leicht trennen. Mutig unternahm er die Reise nach Genua, stellte sich der Behörde vor und unterbreitete ihr einen selbst erdachten Plan, wie der Turm aufgerichtet und dadurch gerettet werden könnte. Zuerst natürlich Verblüffung, ein bisschen Ironie. Ein Pfarrer, der die zünftigen Techniker belehren wollte? Man musste das Begehren des Priesters aber auch abschlägig bescheiden, nachdem man sich davon überzeugt hatte, es nicht etwa mit einem Phantasten, sondern mit einem Manne zutun zu haben, der Kopf und Herz auf dem richtigen Fleck hat. Die Behörde kann sich aber auf keine Experimente einlassen. Sie hielt Warnung vor Seife. Natürlich in Amerika! Auf Veranlassung des New Yorker arbeitspsychologischen Instituts haben die grossen amerikanischen Firmen angeordnet, dass die kaufmännischen Angestellten sich nur zweimal am Tage die Hände waschen dürfen. Die angestellten Untersuchungen sollen ergeben haben, dass im Durchschnitt durch den Reinlichkeitstrieb der Angestellten sieben Prozent der Arbeitszeit verloren gehen. Die Seifenindustrie hat gegen diesen Beschluss sofort Protest eingelegt und darin betont, dass das Bewusstsein mich zuerst an die neue Atmosphäre zu gewöhnen. Ich sah, wie die anderen Schauspieler auf mich mit dem Finger zeigten, und hörte, wie sie mich als «den kleinen englischen Komiker» bezeichneten, «den der Direktor hatte suchen lassen >. Ich verstand, dass sie mein humoristisches Talent stark anzweifelten. Nach einer weiteren Woche forderte man mich auf, zu spielen, wie ich bei Karno gespielt hatte, aber meine Leistung schien nicht sehr zu gefallen. Und bis zu dem Augenblick, in dem ich meine komische Noteendlich selber fand, schlugen alle Versuche fehl. Doch das erstemal, als ich in meinem «Charlie-Kostüm» zwischen den Dekorationen auf und ab spazierte, wälzten sich alle vor Lachen. Das war der eigentliche Beginn meiner Filmlaufbahn. E. Der Priester und der schiefe Turm Bunte Chronik der Reinlichkeit die Arbeitslust ungemein hebe Wissenschafter, die auf Bäume klettern. Die Oxford-Universität hat eine Expedition nach British Guyana entsandt, deren allgemeines Ziel die Erforschung bisher unbekannter Dschungel-Gebiete ist. Die Expedition wird von Major R. W. G. Hingston geleitet und zählt im übrigen verschiedene bekannte Zoologen, Entomologen, Botaniker und einen Funker zu ihren Mitgliedern. Als Spezialaufgabe haben sich die Wissenschafter die Erforschung der Insektenwelt auf den Baumspitzen vorgenommen. Bis heute ist die Fauna auf der Oberfläche der Urwaldmeere ganz unbekannt. Die giftigen Insekten, die Hitze und die Astlosigkeit der Urwaldriesen stellten einem Vordringen in die Höhe immer ein unüberwindliches Hindernis entgegen. Diesmal aber schreiten die Menschlein den Schwierigkeiten gerüstet entgegen; mit Strickleitern, Steigeisen und sonderbaren Geschützen, womit sie die Seile in die Baumkronen hinaufzuschiessen gedenken. In den Baumkronen sollen dann Plattformen se- ihren Beschluss also aufrecht und hätte ihn auch aufrechterhalten, wenn Don Piccardo noch einmal vorgesprochen haben würde. Der aber tat es nicht, sondern machte sich an die Arbeit, ohne weiter viel darüber zu reden. Mit einem Maurer zusammen begann er sein bravouröses Werk, den Kirchturm geradezurichten, und siehe da : es gelang. Heute gibt auch die Qenueser Baubehörde bereitwilligst zu, dass Don Piccardo ein Meisterwerk gelungen ist, ein Geniestreich. Der Turm ist gerettet und die vielen Neugierigen, die nach Moranego strömen, können alle nur bestätigen, dass der Priester ganze Arbeit getan hat: auch nicht um einen Strich weicht der Turm mehr von der geraden Linie ab, Wie es dem Priester gelang? Er macht gar kein Hehl aus seiner Erfindung, von der er meint, dass sie sich wohl auch auf andere Türme anwenden lasse, nicht zuletzt auf den berühmten schiefen Turm vor • Pisa. Er ist viel zu bescheiden, um viel Auft*** hebens von seinem Werk zu machen. Jedes Kind in Moranego kann darum genau erklären, wie es zuging. Dass Piccardo den Turm zuerst mit Stahlleinen an dicken Bäumen befestigte, aber nur zum Schein, um den Zuschauern etwas vorzumachen. Die eigentliche Arbeit bestand in ganz etwas anderem: auf drei Seiten wurden Mauerstreifen herausgehoben und nur auf der einen nicht, die dem Erdboden am nächsten war, also in dem vorgeneigten Mauerteil. Und nun füllte Piccardo die Stellen, aus denen er eben die Steine der Mauer entfernt hatte, mit Sand an, mit einfachem Sande. So kam es, dass das Hauptgewicht des siebenunddreissig Meter hohen Turmes nach und nach auf dem Sande zu ruhen kam, der auf drei Seiten an die Stelle der Mauersteine getreten war. Nachsinkend drückte der Turm den Sand zusammen und richtete sich so allmählich gerade. Der Sand zog, wenn man sich so ausdrücken darf, die Mauer zu sich herab. Und in der Verwendung des Sandes bestand das ganze Geheimnis des Don Piccardo. Der Priester hatte seiner Heimatstadt die Kirche und den Turm erhalten dadurch, dass er versuchte, mutiger zu sein als die zünftigen Ingenieure. Kein Wunder, dass Don Piccardo eine kleine Berühmtheit geworden ist baut und auf diesen richtige Observatorien eingerichtet werden. ys. Eine fleisslge Parlaments-KommlssJon. Eine Kommission des englischen Unterhauses beschäftigt sich bekanntlich mit dem Plan eines Tunnelbaus durch den Kanal. Diese Kommission ist so fleissig, dass sie in der letzten Woche sogar am Sonnabend getagt hat,'was in der Geschichte des englischen Unterhauses seit 17 Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Den neuen erwarten Sie mit Ungeduld ale Ht\tt t>on „tDeflermann» mon«t8l>eften",ber3eitfd)rift beutfdjentöetjieB'U.Xulturleben», beutfdjer Sunjt unb Literatur. bringen in tyarntonteroller 3u» l'ammenfleHung üoräügliefyt far» bige Sunjlbcucfe beutfd)tc Sünfl» ler. ^ebem »Seft Hegt eine wert» x>oHe Sltlaslarte bei, bie ce betn Äefer ermöglicht, einen jroecE« mäßigen litla» ju fammcln. tDenn SieWeftermanns Ulonatu l>efte"fenncnlernen nsollen, liefert 3i?nen ber Verlag gegen tnter» nationalen Untroortfctjein ein Probeheft tmtDerte t>on x ttlarf Ncinnn @uff$ein für ein proDe&eft bei (Einfcntmng mit internation«lest 3lnttt>artfd)ein an den Verlag von VDcjtcrmann»lXlon«ts^eften, Ätaunfdjwcif Harne:_. I »ceffe:. nff

N° 1 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE 15 Die Ehe der erwerbenden Frau Akademikerinnen sollten Mütter werden. ; : »pie Ehescheu wird immer krasser und nicht aHein die Männer, auch die Frauen wollen jetzt sehr oft vom Heiraten nichts mehr hören. Entschliessen sie sich aber zu einer Verbindung, so geschieht dies in sehr vielen Fällen nur wegen der Gewissheit, dass sie sich wieder scheiden lassen können und von dieser Möglichkeit wird in der umfassendsten Weise Gebrauch gemacht. In einem über 500 Seiten starken Werke «Die arbeitende Frau» vom Dozenten Dr. R. Hochstätter, das soeben bei Moritz Perles, Wien, erschienen ist und das den ungeheuren Komplex aller Fragen, die sich vom gesundheitlichen, moralischen und sozialen Standpunkt mit der arbeitenden Frau beschäftigen, ungemein gründlich erörtert, ist auch in bemerkenswerter und sehr eingehender Weise von der Ehe der arbeitenden Frau die Rede. Die gesundheitlichen Folgen der Doppelbelastung des Frajienkörpers sind endlich einmal in dankenswerter Weise sorgsam > geprüft und zusammenge^ stellt worden; noch interessanter aber ist es, was der Autor von den seelischen und moralischen Voraussetzungen der Eheschliessung und von dem Verlauf der Ehen zu sagen hat. Drei Viertel aller eheschliessenden Frauen haben einen Beruf. Unter ihnen sind die Handels- und nach diesen die Hausangestellten am meisten begehrt. Wenn der Autor jedoch daraus den Schluss 1 'ijkht, dass erwerbende Frauen leichter heiraten als Frauen ohne Beruf, so dürfte ihm da, wie Elsa Tauber in dem «Neuen Wiener Journal» feststellt, ein Irrtum unterlaufen sein. Die wahre Begründung für die prozentuell grosse Anzahl deT erwerbstätigen ?rauen unter den Ehekandidatinnen liegt Frauen von heute. Miss Amelia Darhart, die als erste Frau in einem Handelsflugzeug den Atlantic überfliegen und gleichzeitig einen neuen Weltrekord für Frauen aufstellen will. Unser Bild zeigt sie neben dem neuen Typ des Lockheed Handels-Motioplans. Einerlei SS$SSs98ÖffiHS Auto oder Bahn aber wenn Sie nach Zürich kommen, dann speisen Sie in den heimeligen, neu renovierten Räumen des -unfthausesz. Saffran -Zürichl Küche und Keller si züglich bekannt. wohl in dem Umstand, dass es heutzutage nur mehr sehr wenige Mädchen gibt, die nicht arbeiten müssen. Wenn ein Mann daher heiraten will, so ist er in den meisten Fällen dazu gezwungen, steh ein© erwerbende Frau zu nehmen, und da ihr Einkommen fast immer die Mitgift ersetzen muss, so kann sie auch nicht mit dem Tage der Trauung ihren Beruf aufgeben. Der Prozentsatz der Eheschliessungen ist aber auch bei den erwerbenden Frauen bedeutend höher als bei den Frauen ohne Beruf, wohlgemerkt der Prozentsatz, nicht die Zahl der Scheidungen an sich, was ja nur eine Folge der häufigeren Eheschliessungen erwerbender Frauen gegenüber den erwerbslosen Frauen wäre. Aber die verdienende Frau Ist vom Einkommen des Mannes unabhängig, sie kann, falls sie in der Ehe erkennt, dass ihre Wahl schlecht war, wieder ins Erwerbsleben zurückgehen oder, falls sie ihren Beruf niemals aufgegeben hat, ihn zu ihrer Erhaltung fortführen, ohne dass sie auf den Mann angewiesen ist. Darum entschliesst sie sich auch rascher zur Ehescheidung als die erwerbslose, die einen erbitterten Kampf um ihre Alimentierung führen muss, wenn sie nicht verhungern will. Die unerbittliche und unbestechliche Statistik erzählt auch, dass die meisten Ehen aus dem Verschulden der Männer, und zwar wegen Ehebruches, geschieden werden. Das ist sicherlich in den allermeisten Fällen keine galante Geste, um der Frau die Scheidungsmöglichkeit zu erleichtern, sondern eine bittere Tatsache, die von schweren Kränkungen und Demütigungen der Frauen erzählt. Die erwerbende Frau, die materiell vom Manne unabhängig ist, lässt sich diese Demütigungen nicht gefallen. Sie kann es sich leisten, einer Nachfolgerin den Platz zu räumen, und sie tut es auch. Besonders interessant sind die Ausführungen des Verfassers über die Eheaussichten der akademisch gebildeten Frauen. Insbesondere in Amerika waT eine Zeit hindurch die Zahl der akademisch gebildeten Bräute sehr gering. In Europa hat sich eine Ehescheu der Akademikerin nicht besonders auffallend bemerkbar gemacht. Selbstverständlich wählt die geistig hochstehende Frau kritischer und sorgsamer, bevor sie eine Ehe eingeht-, als beispielsweise eine Hausangestellte. Dozent Hochstätter verweist aber mit besonderem Nachdruck darauf, wie wichtig es für die Erhaltung des geistigen Niveaus eines Volkes ist, dass die gebildeten und intelligenten Frauen heiraten und so durch die Vererbung ihrer geistigen Anlagen für die Bewahrung des Kulturniveaus sorgen. Es zeigt sich jedoch, dass gerade die akademisch gebildeten Männer, die für die Verbindung mit diesen Frauen zuerst in Betracht kämen, am stärksten an der Ehescheu kranken, neben ihnen auch alle anderen, die in geistigen Berufen arbeiten. Aus der Feststellung dieser Tatsache allein ergibt es sich, dass die oft behauptete Unfruchtbarkeit der geistig hochstehenden Männer gewollt und auch von den Frauen nicht vorauszusetzen ist. Dem höheren Studium der Frauen haftet ein© verminderte Fortpflanzungsfähigkeit im Sinne der Schwäch© gewiss nicht an. In der geistig reifen und im sozialen Leben vollwertigen Frau liegt der wichtigste Faktor für den Uebergang zur Auslese, die einen wertvollen Nachwuchs sichert. Allerdings tnüssten sich diese Frauen ihrer Verantwortung gegen- nd als vor* KARL SEILER, TRAITEUR Tel. Hott. 42.96 yORIHJ nnnDnnnnnnnnnpnnnnnnnnnnnnpnnnnnn DEM TOURENFAHRER einen Höhenmesser AUF DEN WEIHNACHTSTISCH E. F. BÜCHI SÖHNE über dem Volke bewüsst sein. Sie müssten den Wunsch haben, MütteT zu werden und nicht aus übergrossem Verantwortungsgefühl, hinter dem sich mitunter auch Bequemlichkeit birgt, auf die Mutterschaft verzichten wollen. Leider aber lässt sich das Gegenteil feststellen. Der Nachwuchs ist mehr bei den sorgloseren und leichtsinnigeren Elementen zu finden und verschlechtert sich daher fortwährend. Tanz Tanz ist ein Erleben der Sinne und der Seele. Mary Wigman, die grosse Tanzschöpferin, formte kürzlich in der Prager Presse einige Geheimnisse ihrer Kunst in Worte. Hier sind sie: Der Raum. In der Mitte des Raumes steht sie, die Augen geschlossen, fühlt, wie die Luft auf ihren Gliedern lastet. Der Arm hebt sich, zaghaft tastend, durchschneidet den unsichtbaren Raumkörper, drängt vorwärts, die Füsse folgen. Richtung erstand. Da greift der Raum nach ihr, drängt auf neugeschaffenem Wege rückwärts: Gegenrichtung; ein Spiel auf und nieder, vor- und rückwärts, Selbstbegegnung, Kampf im Raum um den Raum: Tanz. Leise, zärtlich und heftig wild. Erkennen blitzt in ihr auf. Der grosse, unsichtbare, durchsichtige Raum breitet sich formlos wogend, ein Heben und Senken des Armes verändert, gestaltet ihn. Ornamente steigen auf, wuchtig, gross, tauchen unter. Zierliche Arabesken tänzeln vorüber, versinken. Ein Sprung mitten hinein, böse zischt es von zerplatzenden Formen. Ein schnelles Drehen: die Wände weichen. Sie senkt die Arme, steht wieder still, schaut den leeren Raum, die Welt des Tanzes. Die Füsse. Sie schreitet über den Boden mit langsamen Schritten, schliesst die Augen, fühlt nichts mehr als den leisen Rhythmus des Schreitens. Tänzerfüsse lieben die Erde. Gebändigten kleinen Tieren gleich, schleichen sie mit verhaltener Sprungkraft, mit zurückgedrängter Bosheit. Sie streicheln den Boden, greifen ihn mit den Zehen, drängen sich fest an ihn, flüstern ihm Geheimnisse zu. Der Boden antwortet, gibt jeden Druck zurück, breitet sich vor ihnen in dumpf lebender Mütterlichkeit. Jeder Schritt ist Zärtlichkeit, verhaltene Liebkosung. Manchmal werden Tanzerfüsse wild, dann toben sie gegen die Mutter in zornigen Rhythmen, tanzen verhaltene Wut in den fSoden hinein, drohen Vernichtung. Unverändert unter ihrem Hass atmet die Erde tiefe, ruhige Züge. Die wütenden Füsse halten ein, erstaunt, verwirrt, strecken sich hochmütig in den Gelenken, drehen sich lachend auf den Spitzen, denn sie sind leichtsinnig. Das Drehen. In der Mitte des Raumes dreht sie sich mit Schritten, die klein, schnell sind, um sich selbst. Schneller wird der Schritt, höher die Streckung auf den Spitzen, stärker die Spannung des Körpers. Rasend im Schwung dreht si© sich um den eigenen Mittelpunkt. Plötzlich geschieht das Seltsame : sie hebt sich über den Boden, steht still in der Luft — ruhige Schwebe. Wohl weiss sie, dass sie weiter dreht, aber sie fühlt die Bewegung nicht mehr. Erhoben, ganz leicht, schwebt sie, die grosse Seligkeit tragend. Die schwingend© Drehung gab sie an den Tanzraum weiter, es kreisen die Wände, deutlich wahrnehmbar zuerst, dann mehr und mehr ineinander verschwimmend, unendlich erweitert .zur einzigen, rasenden Drehung. Ward sie nicht Mittelpunkt der Welt für einen Augenblick, Mittelpunkt des grossen Bewegungsgeschehens, Teil der schwingenden Weltkörper, Symbol? Und im nächsten Moment das Bewusstsein, diesen Zustand der Leichte nicht ertragen zu können, sein Glück vernichten zu müssen, zurückkehren zur Schwere, aus der si© sich erhob, den Schwung zu zerbrechen, die Einheit mit dem Element zu BERN Optiker Spitalg.18 ; schmerzstillend Die Wintermoden 1930. Elegantes Nachmittagskleid aus grünem Crepe de Chine mit Renntierfell-Verzierunsen. vernichten. Alles schwankt "schon, taumelt ineinander, löst sich in einzelnes. Sie fühlt ihren Körper wieder, Stillstand, Ruhe, Beherrschung, letzte Sehnsucht darin, vorüber die Kommunion mit dem Raum. Der Sprung. Sie springt, weil sie fliehen möchte. Kämpft im Sprung gegen Schwere und Leichte. Ueberwindet das eine, um von dem anderen überwunden zu werden. Jeder Sprung ist Kampf. Sehnsucht aufwärts ins Leichte, Lichte. Gesetz: abwärts ins Dunkle, Schwere. Kampf mit der Schwere macht stark, wen es gilt, zu fliegen. Ueberwindung macht Lachen heller, Atmen glücklicher. Sie stösst sich vom Boden ab, wirft sich in die Luft, trotzig, ohne Angst, schwebt sie, fliegt für einen Augenblick zwischen Himmel und Erde. Rufst du, Erde, schwere, dunkle ? Si© fliegt dir wieder davon, immer wieder, springt in weiten Bögen, spannt die gewölbt© Brücke über dich, greift mit den Händen entfernt© Gebilde in der Luft, erfüllt sich mit Kraft. Das Versteck der Ehebrecherin. Der Eisenbahner Fernando Cacalli in Genua hatte seit einiger Zeit Grund, an der Treue seiner Frau zu zweifeln. Als er sie eines Tages bei seiner unvermuteten Heimkehr vermisste, forschte er nach und erfuhr, dass sich seine Frau nach einer Osteria begeben hatte. Er ging dorthin, klopfte an der Tür und begehrte Einlass. Aber alles b'ieb still. Darauf öffnete der eifersüchtige Ehemann mit einem gewaltigen Stosse die Tür des Gewölbes. Zwar erschien nun der Wirt im Hemde, aber von der Frau war scheinbar keine Spur. Auch in den Schränken und zwischen den Fässern fand sich nichts, bis es dem rasenden Eisenbahner in den Sinn kam, von einem Fasse den Deckel aufzuheben. Und wie ein geducktes Stehaufmännchen hockte sein Weibchen am Boden des Fasses, halb im roten Wein versunken, ohne freilich beim Oeffnen des Deckels emporzuschnellen. Hexenschuss? Dann SLOAN'S LINIMENT auftragen und die Schmerzen hören fast augenblicklich auf. SLOAN'S LINIMENT dringt ohne Reiben ein und bringt Ruhe und Linderung bei Rheumatismus, Hexen? schuss, Ischias, Kreuzweh, sowie bei Verstauchungen, Quetschungen und allen Muskelschmerzen. Die Flasche kostet Fr. 2.50 in der Apotheke und reicht monatelang.