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E_1930_Zeitung_Nr.001

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ühren samt und sonders

ühren samt und sonders sehr hoch angesetzt sind und mehr den Charakter einer versteckten Steuer als den einer der Arbeitsleistung angemessenen Gebühr tragen. Eine Herabsetzung wäre auch hier dringend geboten und es ist geradezu auffallend, dass der Kanton Bern aus all diesen Gebühren einen Totalbetrag von Fr. 545,562.50 pro 1928 aufzuweisen hatte. Es scheint, als ob diese Gebühren besonders im Bernerland sehr gut florieren. Hier sollte Abhilfe unbedingt einsetzen und es sollte mit dem Unfug, für die Erneuerung der Führerbewilligung alljährlich Fr. 10.— zu verlangen, endlich einmal ein Ende gemacht werden, denn solche Gebühren sind zweifellos stark übersetzt. Zu diesen vorstehenden Zahlen sei noch beigefügt, dass einige Kantone hierbei ihre Ausgaben für die kantonale Motorfahrzeugkontrolle bereits in Abzug gebracht haben, so dass sich die Roherträgnisse aus diesen Einnahmen eher höher stellen. Die 20 Millionen Einnahmen der Kantone aus dem Motorfahrzeugverkehr zeigen aber doch deutlich, dass heute die Automobilisten und Motorradfahrer in sehr starkem Masse an den Strassenunterhalt beitragen und dass es zweifellos nicht mehr gerechtfertigt ist, die Behauptung in die Welt zu stellen, dass die Motorfahrzeugbesitzer nur in ungenügendem Masse an den Strassenunterhalt beitragen. Die grössten Totaleinnahmen aus diesen Erträgnissen (Nettoeinnahmen) weist der Kanton Zürich mit Fr. 4,315,496.90 auf. Es folgen dann die Kantone Bern mit 3,183,821.50 Franken, Genf mit Fr. 1,560,862.65, Waadt mit Fr. 1,126,209.— etc. Nachstehend sind die bezüglichen Einnahmen der 25 Kantone für das Jahr 1928 wiedergegeben, wie solche von den zuständigen kantonalen Behörden auf Anfrage mitgeteilt worden sind;. Und nun ein weiterer Einnahmeposten, die Automobilbussenerträgnisse. Leider fehlen hierüber, wie bereits bemerkt, zuverlässige Angaben der Kantone. Wenn man aber bedenkt, dass 1927 im Kanton Schwyz 1878 Motorfahrzeugbussen und 1928 im Kanton Zürich 4637 Motorfahrzeugbussen ausgesprochen worden sind, so darf wohl eine schätzungsweise Festsetzung der bezüglichen Einnahmen mit Fr. 500,000.— für alle Kantone nicht stark fehlgegriffen sein. Man wird diesen Posten woM ruhig in die Bilanz der Kantone, resp. Gemeinden, einsetzen dürfen. Kommt noch als weiterer Posten die Zuweisungen des Bundes an die vier Gebirgskantone Uri, Graubünden, Tessin und Wallis für den Unterhalt der Alpenstrassen gemäss Art. 30 der Bundesverfassung. Dieselben betragen pro 1928 Fr. 1,060,000.—. Man wird nun zwar einwenden wollen, dass diese Subventionen eigentlich nicht aus dem Motorfahrzeugverkehr fliessen, sondern aus dem Bundeshaushalt kommen. Dem ist abeT entgegenzusetzen, dass diese Subventionen wohl auch ä conto Benzinzolleinnahmen eingesetzt werden müssen, auf welche eben der Bund für deren Gewährung greifen muss. Es ergibt sich somit aus diesen Erträgnissen der Kantone aus dem Motorfahrzeugverkehr folgendes Bild : Motorfahrzeugsteuern und Gebühren FT. 20,028,969.—, Erträgnisse aus Motorfahrzeugbussen Fr. 500,000.—, Bundessubventionen für Alpenstrassen 1,060,000 Franken, total Fr. 21,588,969.—. Dazu kommt nun noch für die Kantone der Anteil an den Benzinzolleinnahmen pro 1928. Diese stellten sich auf Fr. 26,017,061.—, was einem Anteil der Kantone von Fr. 6,504,265.— entspricht. So ergibt sich denn eine Gesamteinnahme der Kantone aus dem Motorfahrzeugverkehr von Fr. 28,093,234.—, eine Summe, die sich wohl sehen lassen darf und die deutlich genug dafür spricht, welch grosse Rolle das Motorfahrzeugwesen heute bereits im Finanzhaushalt manches Kantones spielt. II. Die Einnahmen des Bundes. Aber auch im Finanzhaushalt des Bundes spielen die Einnahmen aus Automobil- und Motorradverkehr nach und nach ein© bedeutsame Rolie. Man ist zwar glücklicherweise noch nicht so weit, dass man bereits eine «offene» Motorfahrzeugsteuer, resp. deren Erträgnisse, in Rechnung stellen kann. Aber letzten Endes handelt es sich ja beim Benzinzoll heute eigentlich um keinen Zoll mehr, sondern um eine versteckte Steuer, über dessen Kreierurag die eidgenössischen Räte seinerzeit ohne Bedenken hinweggingen. Die Verhältnisse liegen heute eigentlich so, dass wir in der Schweiz eine kantonale Motorfahrzeugsteuer, aufgebaut auf dem Zylmderinhalt des Motors, besitzen und dazu noch eine eidgenössische Betriebsstoffsteuer. Im Gegensatz zu andern Ländern sind wir somit so glücklich, dass die Motorfahrzeugbesitzer zweimal besteuert werden und so Kanton und Bund einen erklecklichen Obolus entrichten müssen. Zu den Benzinzolleinnahmen des Bundes kommen noch die Erträgnisse des Zolls auf Motorfahrzeuge, Karosserien etc., und zwar ste'len sich diese Einnahmen des Bundes pro 1928 wie folgt: Zolleinnahmen auf Motorräder 1,364,152 Franken, Zolleinnahmen von Automobilen Fr. 18,296,494.—, Zolleinnahmen von Karosserien für Autos Fr. 36,780.—, Zolleinnahmen von Traktoren Fr. 119,490.—, Zolleinnahmen von Pneus etc. Fr. 577,000, so dass sich ein Total von Fr. 20,393,916— ergibt. Hierzu kommen noch die Benzinzolleinnahmen von Fr. 26,017,061.—, wovon wir aber bereits unter «I. Kantone» unserer Zusammenstellung den Betrag von Fr. 6,504,2651— für den Anteil der Kantone und den Betrag von 1,060.000 Franken für Alpenstrassensubventionen in Rechnung gestellt haben. Es ergibt sich somit noch ein Saldo, der dem Bund verbleibt, von Fr. 18,452,796. Somit Total der Bundeseinnahmen aus dem Motorfahrzeugverfcehr von Fr. 38,846,712.-% ./",'. III. Bund und Kantone. Wie wir unter Ziffer I dargetan haben, sind den Kantonen im Jahre 1928 aus dem Motorfahrzeugverkehr total Fr. 28,093,234.-^- an Einnahmen zugeflossen. Aber auch der Einnahmeposten des Bundes von Fr. 38,846,712.— darf sich ruhig sehen lassen. Beide Interessenten, Bund und Kantone, verzeichneten somit pro 1928 ein Erträgnis aus dem Motorfahrzeugverkehr von nicht weniger als Fr. 66,939,946.—, gewiss eine stattliche Summe, die da im Jahre 1928 von den Automobilisten und Motorradfahrern unseres Landes beigesteuert wurde. Diese Summe zeigt aber auch, dass es nicht mehr angängig ist, den Motorfahrzeugverkehr weiterhin durch höhere Abgaben zu belasten, indem die Motorfahrzeugbesitzer einen ausreichenden Beitrag ÄUTOMOBIL-REVUE 1

Wiederum ein Warnsignal. Letztes Mal war es in Spanien, dann in 'Griechenland, heute kommt die schreckliche Meldung aus Königsberg, dass am Silvesterabend ein Personenzug zwischen Insterburg und Blumental einen Personenomnibus überfahren habe. Das schwere Unglück kostete bis zur Stunde sechs Todesopfer. Die Lokomotive und ein Wagen des Personenzuges entgleisten. Grund des Unglückes: die offene ^arriere! Der Barrieren Wärter wurde, wie "Cs in der Meldung heisst, in seinem Wärterhäuschen bewusstlos aufgefunden. Ob möglicherweise eine Kohlen-Oxyd-Gasvergiftung vorliegt, wird die Untersuchung festzustellen haben. Das Unglück zeigt wiederum mit aller Deutlichkeit, dass unsere Warnrufe nicht ohne Grund sind. Die nicht mit aller Gewissenhaftigkeit bewachten Bahnübergänge bilden nicht nur für die Automobilisten, sondern für die Eisenbahn selbst eine beständige Gefahr. Der Zusammenstoss eines schweren modernen Autocars mit einem Zuge kann nicht nur den Insassen des Autobus, sondern auch denjenigen der Eisenbahn das Leben kosten. Wir nehmen an, dass dieser erneute Unfall auch bei den zuständigen Instanzen unserer Eisenbahnen registriert werde. Es wäre unserer Ansicht nach nicht ohne, wenn solche Vorkommnisse von den Eisenbahndirektionen ihrem Personal bekanntgegeben würden, um sie immer wieder an Pflichtgefühl und zuverlässige Dienstverrichtung zu mahnen. Hand in Hand muss damit die Ausstattung der Niveauübergänge mit den nötigen Blinksignalen ohne Verzug vor sich gehen, wobei die Forderung nach Beseitigung der Niveauübergänge als Postulat aufrecht erhalten bleibt. D Kantonen ^Zug. Die Baudirektion legt das Programm W den Strassenausbau im Kanton Zug vor; die Gesamtkosten stellen sich auf 3,050,000 Franken. Basel. Die Autobusse kommen! Dieser Tage wurden von den Automobilwerkstätten der Saurer A.-G. in Arbon die ersten vier, von der Verwaltung der Basler Strassenbahmen in Auftrag gegebenen Chassis für unsere zukünftigen Autobusse abgeliefert. Gegenwärtig ist man nun mit dem Aufbau der Karosserien beschäftigt, so das man glauben darf, dass bis zum 1. April, spätestens aber bis zum Inkrafttreten des neuen Fahrplanes der Strassenbahnen, am 15. Mai, die sechs Autobusse in Betrieb genommen werden können. In der Zwischenzeit ist nun auch die Garage für die sechs Autobusse am Wiesenplatz im Rohbau beinahe fertiggestellt worden. Mutationen Im Offizierskorps. Motor artillerie. Zu Hauptleuten die Oberlieutenants: Krähenbüh! •Rudolf, Thun (Kdt. Seh. Mot. Kan. Bttr. 8); von Wattenwil Rene, Thun (Kdt. Seh. Mot. Kan. Bttr. 7). — Zu Oberlieutenants die Lieutenants: Wipf Hans, Gross-Andelfingen (Seh. Mot. Kan. Bttr. 23); Wyss Gottfried, Herzogenbuchsee (Mot. Kan. Bttr. 87); Wasezn Werner, Bern (Seh. Mot. Kan. Bttr. 8); 4Balmer Max, Bolligen (Seh. Mot. Kan. Bttr. 5). | Sanität. Zu Hauptleuten die Oberlieutenants: Schmid E., ^hun, Geb. Inf. Kp. V/89, neu: Seh. Mot. Kan. Abt. \j (Bern); Dreyfuss Sylvain, Bern, Füs.-Bat 39, neu: ßch. Mot. Kan. Abt. 6 (Basel-Stadt); Racine Willy, iNeuchätel, Bat. car. 2, nouv.: Gr. can. Id. auto 9 KNeuchätel); Sohaudt Gustav, Birmensdorf, Geb. Inf. Kp. 111/95, neu: Mot, Art. Abt. 5 (Zürich); Moser Hans, Burgdorf, Seh. Mot. Kan. Abt. 3, neu: Püs.- iBat. 50. Zu Oberlieufenanis die Lieutenants: Fankhauser Werner, Biel, Mot. Rdf. Kp., bleibt; Cuendet Chs., Geneve, Gr. can. Id. auto 2, maintenu; Meylan Rene\ ßt. Gall. Gr. can. Id. auto 1, maintenu. Motorwagentrappe. , Zu Hauptleuten die Oberlieutenants: Hoffinann 'Otto, Zollikon, Sektion M.W.D., Gruppe Transport, ibleibt; Tschan Hermann, Muri b. Bern, Edt. ad int. JMot. Lastw. Kol. 1/3. neu: Kdt. Mot. Lastw. Kol. ff/3; Quartiermeister Erismann Fritz, Bümpliz, Sektion M.W.D., Gruppe Transport, bleibt. Zu Oberlieutenants die Lieutenants, Siegwart Hugo, Luzern, Punker-Abt. Stab, bleibt; Pontelli Karl, Zürich, Mot. Lastw Kol. 1/5, bleibt; Tüscher Albert, Zürich, Seh. Mot. Kan. Bttr. 23, bleibt; Baud Marcel, Geneve, Col. cam. auto 1/2, maintenu; iBuser Hans, Winterthur, M.W.T. z.D., bleibt; Kaenel Max, Interlaken, Mot. Lastw. Kol. IV/3, bleibt; Frensch Otto, Zürich, M.W.T. z.D., bleibt; Hediger Heinrich, Thun, Mot. Lastw. Kol. IV/3, bleibt; Ochsner Cyrill, Zürich, Mot. Kan. Bttr. 88, bleibt; Emch Walter, Horden, Mot. Hb. Bttr. 95, bleibt; Kunz Hans, St. Gallen, Mot. Lastw. Kol. 1/6. bleibt; Schiadenhaufen Charles, Geneve, Col. cam. auto I/l, maintenu; Siegwart Hans, Luzern, Mot. Kan. Bttr. 87. bleibt; Tissot Pröderic, Leysin, Bttr. ob. auto 91, maintenu; Keller Paul, Uster, Mot. Xastw Kol. IV/5, bleibt; Luginbühl Rudolf, Bern. iM.W.T. z.D., bleibt; Quartier-maitre Goetschmann iLouis, Cormondreche, Gr. cam. auto 1, maintenu. Zu Lieutenants die Unteroffiziere: Weber Felix, Faulensee, Seh. Mot. Kan. Batt. 8, z. D.; Jtfiserez JTranc/ois Saignelegier, Cp d'obs. art. 2, ä d.; Feierabend Friedrich, Engeiberg, Mot. Lastw. Kol. IV/4, z. D. ; Frank Hubert, Urlaub, Seh. Mot. Kan. •Batt. 5, z. D.; Henzel Fritü, Zürich. Mot. Lastw Kol. 1/5, z. D.; Honegger Frederic, Zürich, Gr. art. auto. 1, ä d.; Laaz Ernst. Muri bei Bern, Mot. Lastw. Kol. IV/3, z. D. ; Petermann Walter, St- Imier, Cp. d'obs. art. 2, ä d.; Sander Rolf, Zürich, Seh. Mot. Kan. Batt. 13, z D.; Straumann Peter, Basel, Seh. Mot. Kan. Batt. 10, z. D.; Werermann Carl, St. Gallen, Mot. Lastw. Kol 1/6. z. D.; de Bidder Helmuth, Basel, Seh.. Mot. Kan. Batt. 10. z. D. ; Brander Max, St. Gallen. Seh. Mot. Kan. Batt. 20, z. D.; Burkhardt Paul, Basel. Seh. Mot. Kan. Batt. -10, z. D.; Kleiner Johannes, Zürich, Mot. Lastw. Kol. 1/5, z. D. ; Koch Franz, Luzern. Rdf. Kp. 4, z. D.; Schelling Eugen, Schaffhausen. Art. Beob. Kp. 5, z. D.; Schneider Karl, Unterseen, Mot. Lastwagen Kol. IV/3. z. D. Quartiermeister: Eichenberger Walter, Hasle bei Burgdorf, Mot. Lastw. Kol. IV/3, neu: Mot. Lastw. Abt. 6. Neueinteilungen ohne Beförderung. Die Hauptleute. Steiger. Robert. Bern, Kdt. S. Kp. II/3, neu : Motorwagentruppe z. D. ; 'Bouvier Auguste, Geneve, E. M. R. Art. Auto 5. neu: E. M- Garn. St. M. Of. comm. adj. Der Quartiermeister - Oberlieutenant: Gerster Guido, T. D., neu: Fahrz. Pk. 3. Q. M. Motorwagentruppe, A. Mot. AUSLAND Kleine italienische Nachrichten. Der dritte italienische und internationale Salon des Automobils wird, wie schon mitgeteilt wurde, vom 12. bis 27. April nächstkünftig im Mailänder . Sportpalast abgehalten werden aus Anlass der Mailänder Messe. Er wird die folgenden Abteilungen enthalten: 1. Automobile für.Tourismus; 2. Karosserlen für Touristenautomobile; 3. Kraftwagen und Taxi; 4. Akzessörien jeder Art. Der letzte Termin für die Anmeldung ist unwiderruflich der 20. Januar. Nach der «Rivista della Fiera di Milano» wird der Salon einige Prachtstücke und Neuheiten aufweisen, darunter einen neuen achtzylindrigen Fiat «di gran lusso». Venedig will, wie bekannt, ein Sportzentrum für Motorschiffe werden, mit dem Ehrgeiz, es Mailand als Autosportzentrum gleichzutun. Der diesjährige venezianische Weltconcours für Motorschiffe ist glänzend verlaufen, und da hat man denn in Venedig kurzerhand beschlossen, ihn das nächste Jahr wieder abzuhalten. «L'Union internationale Jachting Automobile» gibt soeben bekannt, dass sie den Plan definitiv gebilligt hat für den «Secondo Corso Motonautico Internazioinale» und dass er auf dem Lido von Venedig vom 18. bis 22. September nächsten Jahres stattfinden werde. In Tripolis wird nächsten April ein Internationaler Kongress der Vertreter der Reiseagenturen stattfinden, im Anschluss an die vierte internationale Messe von Tripolis und des «Circuito di Tripoli», worüber schon berichtet wurde. Zusammengefasst nennt sich das alles «La Primavera Tripolina», der «Tripolitanische Frühling», und liegt hier das erste energische Regen und Sichstrecken des grossen Planes vor: Tripolis zu einem internationalen Sportzentrum zu machen für diejenige Zeit des Jahres, da in Europa die Jahreszeit gewisse Sportkundgebungen untersagt. Das Lokal hat viele Vorzüge, und bej fleissigem Suchen wird man auf der ungeheuren lybischen Fläche schliesslich auch noch ein Terrain finden, das unter Zuhilfenahme einiger Reklame es mit dem berühmten Daytona wird aufnehmen können. Ein italienisches Blatt veröffentlicht Bild und Beschreibung des zur Zeit grössten Neuyorker Wolkenkratzers, nämlich des neuen Palastes einer bekannten Automobilfirma. Er ist grösser als der Eiffelturm, ragt doch seine Spitze dreihundertneun Meter über den Boden empor. Das Gebäude ist zum höchsten der Erde geworden, in Konkurrenz mit einem andern, das für die Bank von Manhattan in Wall Street bestimmt ist. Unter den respektiven Beteiligten der beiden Riesengeschäfte entwickelte sich ein fieberhaftes Wetten, welcher der beiden Architekten die längste Nasenlänge aufwärts werde erraffen können. Die römischen Blätter berichten, dass der römische Automobilclub unter dem Patronat des R. A. C. 1. für den nächsten Februar einen internationalen und' nationalen Raid ausschreiben wird mit dem Ziel Rom.. Die Ankunft in Rom ist auf den 6. Februar festgesetzt. Die Wege sind: 1. Ventimiglia, Genua, Pisa, Rom; 2. Turin, Genua, Pisa, Rom; 3. Mailand, Bologna, Florenz, Perugia, Todi, Rom; 4. Bozen, Verona, Bologna, La Porret - ta, Pistoia, Siena, Rom; 5. Fiume, Triest, Mestre, Padua, Ravenna, Rimini, Ancona, Foligno, Rom; 6. Udine, Mestre, Padua, Ravenna, Rimini, Ancona, Foligno, Rom; 7. Palermo, Messina, Reggio, Neapel, Cassino, Rom; und endlich 8. Brindisi, Foggia, Isernia, Venafrot, Rom. Nach der Ankunft in Rom werden die Fahrer eingeladen, an einem ebenfalls neu eingerichteten Raid rund um Latium herum sich zu beteiligen, an der «Coppa del Lazio». Von Walter Büchler. Japan war vor dem Kriege eines der Länder, in dem man am billigsten leben konnte: Hotels, Esswaren, Reisen und Arbeitskräfte standen niedriger im Preis als in jedem anderen Lande, ausgenommen vielleicht China. Aber die Dinge haben sich während der letzten zehn Jahre geändert, und heutzutage ist Japan eines der teuersten Länder, sowohl für seine Bewohner als auch für den Durchreisendem Die Japaner sind moderner geworden und jedes neue Jahr findet sie mehr dazu geneigt, die westliche Art zu leben und Mehr neue Wagen auf Firestone-Gum-Dipped-Reifen! Aubürn Blackhawk Bratlfield Buick Cadillac Checker Cab Chrysler Cord Cunningham De Soto Du Pont Duisenberg Elcar Ersklne Ford Franklin Gardner Graham-Paige Henney Jordan Kissel Lincoln AUTOMOBIL-REVUE Die Auto - Fabriken verlangen zur Ausrüstung ihrer Wagen Reifen höchster Qualität Dieses Jahr sind mehr und bessere Wagen als je in einer andern Periode der Entwicklung des Automobils gebaut worden, und es ist bezeichnend, dass mehr Firestone - Gum - Dipped- Reifen zu ihrer Original- Ausrüstung verwendet werden als Pneus irgendeiner andern Marke. Lassen Sie Ihren Wagen heute noch vom Firestone- Händler mit den Reifen ausrüsten, die alle Rekorde für Sicherheit, Dauerhaftigkeit und Leistung halten. Das Auto In Japan. Locomoblle Marmon Maxime Meteor Möller Moon Nash Oaktand Packard Peerless Pierce-Arrow Plymouth Pontiac Reo Roa'mer Roosevelt Ruxton Sayers-Scoville Studebaker Stutz Windsor Yellow-Cab , Raketenautostart auf der Avus in Berlin. Ende 1029 führte Max Valier, der Erfinder des Raketenantriebes, seinen mit Kohlensäure angetriebenen Raketenwagen vor. U. B. z. Max Valier mit seinem vollkommen umgebauten Raketenwagen. Im Vorderteil des Wagens liegen zwei und hinten eine Kohlensäureflaschen. Bei Entweichen der Kohlensäure nach hinten wird der Wagen vorwärts gestossen. zu reisen und den Komfort des Westens anzunehmen. Das ist besonders mit dem Auto in Japan der Fall. Früher — und est ist noch nicht viele Jahre her -- reiste man nur grosse Entfernungen mit dem Zuge, während das billigste und bequemste Fahrzeug für kurze Strecken das « Rjckshaw > war. Erst in den allerletzten Jahren haben die Japaner den Handelswert des Autos" entdeckt- Zuerst war Autofahren teuer und ein Luxus. Zur selben Zeit verdoppelten und verdreifachten sich die Fahrpreise für «Rickshaw». Der Erfolg davon.war der, dass mit der grösser werdenden Anzahl von Autos in Japan die Fahrpreise für das Auto fielen und es ist jetzt billiger, ein Auto zu nehmen als ein «Rickshaw». Wenn die Japaner sich für irgendeinen neuen Artikel entscheiden, werden sie darüber buchstäblich verrückt. Ein Blick auf Japans Import während der letzten zehn Jahre genügt, um das zu beweisen. Japans Import an Automobilen und Automobilteilen (in Pfund Sterling) 1910 — 1920 1048 000 1911 — 1921 807 000 1912 89 400 1922 731000 1913 111000 1923 1348 000 1914 50 000 1924 2119 000 1915 17000 1925 1169 000 1916 72 000 1926 1512 000 1917 267 000 .1927 1 575 000 1918 766 000 1928 3 224 000 1919 1128 000" Die Zahl der im Jahre 1924 eingeführten Autos betrug 4063 und hatte einen Wert von 877,300 Pfd. St. und 1925 1,762 Autos im Werte von 463,000 Pfd. St.,* und die Einfuhr von Autoteilen machte die Differenz zwischen diesen Zahlen und den oben erwähnten aus. Amerika bestreitet mehr als 70 Prozent von Japans Autohandel. Dann kommt Frankreich mit 5 Prozent, Grossbritannien mit 3 Prozent und Italien mit 1—l 1 /^ Prozent. Die Kriegszeit ermöglichte es amerikanischen Fabrikanten,' einen festen Platz auf diesem Markt zu erwerben, auf welchem die Fabrikanten von anderen Ländern nur schwer mit dem amerikanischen an Nähe und Schnelligkeit der Lieferung konkurrieren können. Obgleich keine genauen Zahlenangaben über den Handel des letzten Jahres erhältlich sind, wird doch berichtet, dass der Automobilimport einen Rekord geschlagen hat. Es gibt nur einige Typen, die für Japan geeignet sind: Personenautos, unter denen die viertürigen, leichten, amerikanischen Wagen besonders populär sind. Die Gestelle, sowohl für Personen- als auch für Lastautos, werden jetzt immer mehr von den Japanern selbst hergestellt, und während nur eine verhältnismässig geringe Zahl von teuren Autos bei den Reichen Absatz findet, wird das eigentliche Geschäft mit mittelmässig teuren, leichten Fahrzeugen gemacht, wie das Ford- und Buick-Auto. Mietautos werden mehr gebraucht als in den letzten Jahren, und mit dem Sinken der Fahrpreise ist der Import lebhafter geworden. Man muss bedenken, dass die erste Erwägung des Orientalen der Preis ist; es bedeutet nicht viel bei ihm, ob der Wagen gut aussieht. Der Zustand der Strassen in Japan ist im grossen und ganzen nicht gut und Wagen jeder Art müssen hier mehr aushalten als in jedem anderen Lande. Auch ist die Beleuchtung nicht gut und in vielen Plätzen in Japan ist Autofahren gefährlich. Aber trotz der schlechten Strassen und der Gleichgültigkeit der japanischen Regierung diesem Zustande gegenüber gehen die Japaner auf den Besitz von Autos, aus, und zwar nicht nur zu Handels-, sondern auch zu Vergnügungszwecken. Den (Fortsetzung folgt.) * 1926 2,381 Autos £ 512,000; Januar/Juni 1927 1865 Autos £ 392,000,