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E_1930_Zeitung_Nr.001

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FROHE ÄUTOMOBTL-REVUß

FROHE ÄUTOMOBTL-REVUß 1930 - N° 1 /(?m^&6£&?tvt*&/ Bücherzettel Senden Sie sofort per Nachnahme Expl. Automobil-Kalender. 1930 mit Personenwagen- Verzeichnis zum regulären Preis von Fr. 7;50* zum AJjonnenteu-Preis von tr. 6.—* Preis für Abonnenten der Automobil-Revue nur Fr. 6". — (Regulärer Ladenpreis Fr. 7-5o) Darin ist da» neue Verselchtils Je» Personenwagen * Besitzer der uchweis inbegriffen. Versand in der Reihenfolge des Bestell ungseinganges. JViein an Xormat, VxrOSS an Bed< leutung hat dieses Jjudi die imposante Autgabe, den vielseitigen .Nacnscnlagestoil tür alle betriebswirtsaialtlicrien Fragen des Automobilwesens übersicntliai zti gliedern. ILs basiert auf den ILrtanrungen tausender von Automobilisten, nunderttausender von K^ilometern. Es ist der in allen -Nöten aut der Lands trasse, in der Garage und im Kontor oewänrte Heller. •) Bitte streichen, was nicht zutrifft. Verlag Automobil ~Revue, Bern AOjuiiuaUuuuo, Druck, und Uic&eri«; HAIO-WAU A.-Ü. utuutxacu» ouuUUrucJLviiil uiMi Uk HTM.

II. Blatt BERN, 3. Januar 1930 II. Blatt BERN. 3. Januar 1930 *•*««§••»• Rundschau Zahnstangenwinde für Handkipper. Beim Entleeren handbetätigter Kipper macht sich bei feuchtem oder zähem Ladegut der Nachteil bemerkbar, dass sie infolge der geringen Kippgeschwindigkeit Reste der Ladung nicht auswerfen. Bei den.mit Pressen oder anderen automatischen Kippvorrichtungen betriebenen Fahrzeugen kann man sich gegen diesen Uebelstand eher helfen. Hier lässt man die Pritsche mehrmals ruckartig in die Endstellung laufen. Auch sind diese Wagen meist so gebaut, dass die Kippvorrichtung eine etwas grössere Endgeschwindigkeit hat und die Pritsche durch Ketten oder andere Anschläge in ihrer Endstellung dann stossartig abgefangen wird. Ein weiterer Nachteil der mit Handwinden betätigten Kipper besteht darin, dass sie besonders beim Einbau in Triebwagen infolge der tiefen Baulänge nicht für zentralen Kippangriff zu verwenden sind. Hier würde der Zahnstangenunterteil gegen, das Kardanrohr des Fahrzeuges stossen. Bei der daher meist üblichen seitlichen Windenaufhängungsart ist es anderseits schwer, einen: günstigen Kippwinkel ohne starke Vergrösserung der Ladehöhe herauszuholen. Um nun genannte Uebelstände zu mildern, baut man neuerdings Spezialwinden, die von der bisherigen Art stark abweichen. Wie die Abbildungen zeigen, hat bei dieser Konstruktion die Zahnstange der Kippwinde an ihrem unteren Ende eine vergrösserte Zahn-lücke, die den Zweck hat, dass der Triebling der Winde in der äussersten Kippstellung der Zahnstange sich weiter drehen kann. Da sich hierbei die Zahnstange durch das Schwergewicht des Kastens dauernd um eine Zahnlücke zu senken sucht, so entsteht durch das Weiterdrehen des Trieblings eine fortwährende kleine Auf- und Abwärtsbewegung, wodurch der Kasten derart gerüttelt wird, dass das Ladegut, auch bei zäher Beschaffenheit, restlos entleert. Gleitstück zwangsläufig und selbständig erreicht. Da gerade, wie schon ausgeführt, der lange, starre Unterteil der bisherigen Zahnstangenwinden einen zentralen Einbau bei Triebwagen nicht zuliess, anderseits man bei der Mittelanordnung auch ohne grossenHub gute Kippwinkel erzielte, wird durch diese Windenart zweifellos eine Lücke im Kipperbau ausgefüllt. Wie weit allerdings bei- der heutigen starken Ueberlastung der Fahrzeuge die zum Kippen notwendigen Windenbelastungen von dieser Windenart aufgenommen werden, muss die Erfahrung lehren. . S. Kann die Sulfatierung verhindert werden? Wird ein gewöhnlicher Bleiakkumulator, wie er in den elektrischen Ausrüstungen der Automobile zur Verwendung gelangt, zu stark entladen, schlecht aufgeladen, längere Zeit sich selbst überlassen oder mit zu konzentrierter Säure betrieben, so tritt bekanntlich an den Platten Sulfatbildung ein. Die Platten nehmen eine hellere Färbung an und zeigen weisse Flecken. Ihre Leistungsfähigkeit wird vermindert. Nur wenn sie noch nicht zu stark fortgeschritten ist, lässt sich die Sulfation wieder rückgängig machen. Die Akkumulatorenbatterien der Automobile sulfatieren leichter als andere Batterien. Es hängt das vor allem mit ihrer unregelmässigen Inanspruchnahme zusammen, wobei weiter noch hinzukommt, dass die Fahrer nicht immer über genügend Sachkenntnis verfügen, um der Batteriepflege die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Man sucht deshalb in der Automobilindu- Lastwagen, die in derstrie nach einem Akkumulator, der die Empfindlichkeit des Blei-Schwefelsäure-Typs nicht mehr aufweist. Bestimmte Hoffnungen setzt man heute auf den Edison-Typ, der aus Eisen und Nickel aufgebaut ist und anstatt mit einem sauren mit einem alkalischen Elektrolyten betrieben wird. Der Preis dieser Akkumulatoren ist aber höher und ihr Platzbedarf grösser, weshalb eine allgemeine Einführung noch nicht stattgefunden hat. Anscheinend ist es nun aber gelungen, auch den Blei-Akkumulator unempfindlich zu Bei denjenigen Längsmittelebene eine im Kardanrohr laufende Kardanwelle haben und bei denen die Winde'für zentralen Angriff benutzt werden soll, ist die Zahnstange der Winde aus zwei Teilen hergestellt, die gelenkig miteinander verbunden sind. So kann der sonst störende untere Zahnstangenteil in seiner Ruhestellung: dem Kardanrohr ausweichen. Dieses Ausweichen, bew. Umlegen des unteren Zahnstangenteiles wird durch ein rohrschellenartiges, auf dem Kardanrohr befestigtes schräges machen. Das Wesentliche an diesen neuen Akkumulatoren, deren Platten nicht mehr sulfatierbar sind, ist eine neue chemische Massen-Komposition, die an Stelle der Mennige und der Bleiglätte als Füllung für die Platten dient. Die chemische Zusammensetzung der Füllmasse wird geheim gehalten. - Versuche öffentlicher Institute und grosser industrieller Betriebe haben ergeben, dass der Akkumulator tatsächlich mehrere Monate sich selbst überlassen werden kann, ohne dass seine Leistungsfähigkeit abnimmt. Natürlich fällt in dieser Zeit die Spannung etwas ab. Nach einem Wiederaufladen ist jedoch der Akkumulator so gut wie vorher. Für den Automobilbetrieb hat diesfe Unemp;- findlichkeit wahrend der Betriebseinstelluiig und bei mangelnder Pflege grosse Bedeutung, da ja Wagen sehr oft mehrere Monate unbenutzt und ohne Wartung stehen bleiben. Weiter hat es sich gezeigt, dass der neue Akkumulator auch gelegentlich Kurzschlüsse verträgt ohne Schaden zu nehmen. Wenn der Kurzschluss nur kurze Zeit gedauert hat, ist die Klemmspannung schon einen Moment nachher wieder auf voller Höhe. Die Entladestromstärken dürfen weiter bei einer gegebenen Zellengrösse bedeutend grösser sein als bisher, ohne dass eine Verbiegung der Platten und das Herausbröckeln der Füllmasse eintritt. Umgekehrt lässt sich der Akkumulator auch mit fast beliebig hohen Stromstärken aufladen, während man bisher an eine maximale Ladestromstärke gebunden war. Durch die Erhöhung der Ladestromstärke wird eine Verminderung der Ladezeitdauer erzielt. Als eine besondere Abart des unsulfatierbaren Akkumulators wird ein Speicher hergestellt, bei dem die Schwefelsäurelösung durch eine Pasta ersetzt ist. Ein Verschütten von Flüssigkeit kann hier nicht mehr vorkommen. Im Gegensatz zu bisher gebauten «trockenen Akkumulatoren» wird aber beim beschriebenen Akkumulator die Kapazität durch die Anwendung der Pasta anstatt der Lösung nur ganz unwesentlich herabgesetzt. Bei den gewöhnlichen Trocken-Akkumulatoren rechnet man mit einer Kapazitätsembusse von ungefähr 50 Prozent, während diese Einbusse beim neuen Typ,nur 15 Prozent beträgt. _ . VSi % v .*;** y. Personen- and Lieferungswagen sind in einem vereinigt Der Wagen erscheint äusserhch völlig unverändert. Der Laderaum ist nach aussen sauber verkleidet und maskiert. Der Lagerraum kann bei jedem bestehenden Wagen je nach dessen Grosse eingebaut werden. An schweizerische Karosseriefirmen sind noch einige Lizenzen abzugeben. Eventuell wird auch das Patent selbst verkauft. Interessenten machen Offerten unter Chiffre Z 1553 an die Automobil- ' Revue. Bureau Zürich. iß