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E_1930_Zeitung_Nr.004

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2 AUTOMOBIL-REVUE

2 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N» 4 serrei'hen hindurch, und da zufällig rechts ein Gasthaus steht, vor dem gewöhnlich ein grasser Wagenpark stationiert und links ein Wagenschmied mit Vehikeln aller Art die Fahrbahn verstellt, muss der Automobilist froh sein, wenn er sich im Schneckentempo mit Mühe und Not, und ohne Gefährdung der Fussgänger, hindurchschlängeln kann. Wer alsdann den schmalen Dorfplatzausgang glücklich hinter sich hat und glaubt, alle Schwierigkeiten überwunden zu haben, nähert sich der Tramhaltestelte. Auf zwei Tramgeleisen, die fast die ganze Strassenbreite in Anspruch nehmen, manöverieren die Wagen und versperren zusammen mit den ein- und aussteigenden Leuten den Durchgang, dass es, während den Haltezeiten besonders, kaum möglich ist, die Stelle zu passieren, ohne mit dem Publikum in Konflikt zu geraten. Die Strassenstrecke zwischen Aesch und Dornach bildet eine Gerade und ist in gutem Zustande, aber das die Strasse entlangführende Bahntrasse bildet eine stete Gefahrenquelle. Ich habe beobachtet, dass alle jene, die zu ihrer Rechten das Tramgeleise haben, seien es nun Fussgänger, Wagen oder Autos, beim Kreuzen weniger nach rechts ausweichen als anderswo oder als die in umgekehrter Richtung Fahrenden, weil sie sich aus psychologisch leicht erklärlichen Gründen sträuben, dem Bahnunterbaue zu nahe zu kommen. Beim Eingang ins Dorf Reinach führt das Tramgeleise in langem, schleifendem Schnitt von einer Strassenseite auf die andere, trennt sich in zwei verschiedene Stränge und bildet für den aus Basel kommenden Automobilisten eine stete Gefahr, da er beim Herannahen eines Tramwagens bis im letzten Augenblick nicht wissen kann, auf welcher Schiene der Wagen ins Dorf einfahren wird. Mitten im Dorf© macht die Strasse eine fast rechtwinklige Biegung und ausgerechnet in dieser vollständig unübersichtlichen Kurve befindet sich die Tramhaltestelle. Bald nach Reinach fängt sozusagen schon ein Vorort Basels an, jene Gegend, die vor 15 Jahren nur einige alleinstehende Häuser aufwies, wo sich heute Neubau an Neubau reiht, meistens Einfamilienhäuser von Leuten, die ihrem Verdienst in der Stadt nachgehen müssen und so die Strecke mehrmals im Tage zurücklegen. Der Verkehr auf diesem letzten Strassenstücke hat denn auch in letzter Zeit gewaltig zugenommen, aber die Strasse ist dieser erhöhten Inanspruchnahme nicht genügend angepasst* worden, so dass Iheute diese Zufahrt die weitaus schlechteste ist, die Basel besitzt.., Di© Strasse »ist^ztt schmal, die Kurven sind nicht, überhöht und sind auch in den letzten Jahren nirgends korrigiert worden. Trottoiranlagen, die dem oft sehr intensiven Fussgängerverkehr sehr zu statten kämen, sind keine vorhanden, so dass sich der auf der rechten Strassenseite landwärts gehende Fussgänger, besonders abends, beim Kreuzen zweier Automobile, auf den Schienenstrang der Ueberlandbahn begeben muss, um die nicht sehr breite Strasse den kreuzenden Autos zu überlassen. Man wundert sich und es ist ein glücklicher Zufall, dass unter diesen Umständen nur selten ein Unglück passiert. In einem unglaublichen Zustande befindet sich das letzte Strassenstück zwischen Gartenstadt und Zollfreilager, denn hier ist faktisch die grosse Zufahrtsstrasse zunächst der Stadt am schmälsten, da wo sie am breitesten sein sollte. Daneben ist der Strassenkörper überall stark beschädigt und voller Löcher, das Profil ist zu überhöht, so dass bei nassem Wetter — besonders in den zwei starken Kurven der «Neuen Welt», wo der äussere Kurvenrand bedeutend tiefer liegt als der innere — jedes Ausweichen eine grosse Gefahr bedeutet. Auch das Trottoir, das keine Randsteine aufweist, ist in einem liederlichen Zustande. Wenn wir verlangen, dass wenigstens die grossen Verkehrs- und Durchgangsstrassen in kürzester Zeit den Anforderungen des modernen Verkehrs angepasst werden, so ist dies nicht nur im Interesse der Automobilisten, sondern im Interesse aller Strassenbenützer. Solange aber diese Forderung nicht erfüllt wird, werden wir immer und immer wieder von Verkehrsunfällen hören, die auf den schlechten Zustand einzelner Strassen zurückzuführen sind. Die Verantwortung für diese Unfälle aber tragen jene Instanzen, die aus Nachlässigkeit oder aus Interesselosigkeit die Forderungen der Neuzeit nicht genügend berücksichtigen. Kann es etwas anderes sein als Interesselosigkeit, wenn der Kanton Baselland, der im allgemeinen über ein sehr gut ausgebautes Strassennetz verfügt, ein kurzes Strassenstück, das an der Grenze seines Gebietes als Durchgangsstrasse vornehmlich anderen Kantonen dient, auf diese Art und Weise vernachlässigt. Wie gut wäre es möglich, von der Gartenstadt aus die Strasse als Automobilstrasse direkt hinter dem Zollfreilager in die Stadt einmünden zu lassen, unter Umsrehune der Der Ausbau der Zuger Kantonsstrassen Der kleine Kanton Zug besitzt einige sehr wichtige Durchgangsstrassen, welche den Verkehr zwischen Zürich und Luzern einerseits und Zürich-Gotthard-Bellinzona anderseits vermitteln. Während die erste Verbindungsstrasse zum grössten Teil fertig ausgebaut ist, harrt das zweite Stück von Zug bis zur Kantonsgrenze in St. Adrian noch des Ausbaues. Es ist dies ein Teilstück der wichtigen Verbindungsstrasse Zug-Altdorf. Am 26. Dezember 1929 wurde dem Kantonsrat ein Gesetz betreffend die Korrektion und den Ausbau der Kantonsstrassen vorgelegt. Dieses Gesetz beschliesst in neun Paragraphen den Ausbau der wichtigsten Strassen, sowie die Pflasterung der Strassen in den Ortschaften ObeTägeri, Unterägeri, Menzingen, Cham, Hünenberg, Steinhausen, Risch und Neuheim. Im Berichte des Regierungsrates an den Kantonsrat wird für die Strasse am Ostufer des Zugersees von Zug bis St. Adrian eine Verbreiterung bis Oberwil auf 8 Meter und von Oberwil bis St. Adrian auf 6 Meter vorgesehen. Als Belag wird Kleinsteinpflaster vorgeschlagen. Diese Pflasterung ist wohl teurer, aber auch bedeutend haltbarer als jede andere. Besonders ist sie im vorliegenden Fall angebracht, da sich an der Strasse St. Adrian-Zug Kurve an Kurve reiht. Die Kosten der Pflasterung betragen für diese Strasse 17 Franken für den Quadratmeter oder im ganzen 1038 190 Franken. In seinem Bericht nimmt der Regierungsrat auch Stellung zu der Frage einer Betonstrasse. Er kommt zum Schluss, dass man in der Schweiz noch nicht genügende Erfahrungen über Betonstrassen habe. Die Versuche damit will der Kanton Zug lieber jenen Kantonen überlassen, bei denen das Strassenbudget weniger ins Gewicht fällt. Die übrigen Strassenbeläge: Walzasphalte, Hartgussasphalt, Aeberli-Makadam und Schot-, terdecken mit Tränkungen werden ebenfalls einer Prüfung unterzogen, wobei aber der Kleinsteinpflästerung von allen Belägen der 1 Vorzug gegeben wird. *; Auch das Strassenstück Cham-Honau alsi Teilstück der wichtigen Durchgangsstrasse, Luzern-Zürich soll von 4,5 Meter Breite auf* 6 Meter Breite gepflastert werden, da bei dem, heutigen Zustand die Fahrzeuge immer mit; zwei Rädern ausserhalb der Pflasterung fah- ; ren müssen. Dieser Zustand ist besonders::für den Radfahrerverkehr unhaltbar. Der Fnss-; \faeg längs dieser Strasse soll; mit einem Teer^, kiesbelag versehen werden.- ; ?-: Paragraph 2 des kleinen Gesetzes sieht vor, dass an der Strasse nach Oberwil ein Trottoir von 4 Meter Breite erstellt werden soll., Das Trottoir soll bis Oberwil seeseitig geführt werden. Der Kostenbetrag dieser Arbeiten beläuft i Wohnquartiere in der «Neuen Welt». Heute, da dieses hintere Gebiet noch wenig überbaut ist, wäre es möglich, eine grosszügige Lösung zu finden, aber es sollte nicht zugewartet werden,, bis eine intensive Bebauung jede vernünftige Strassenverlegung verunmöglicht. In wahrhaft grosszügiger Weise haben die Zürcher die Strasse Baden-Zürich von Dietikon aus, unter Umgehung sämtlicher Vororte über das rechte Limmatufer in das Herz der Stadt eingeführt. Mustergültig ist die Anlage der Strasse, die Breite und die Markierung. Mit Verkehrsvorschriften und Gesetzen allein sind, das steht nun einmal fest, die Verkehrsunfälle nicht aus der Welt zu schaffen. Erst dann wird eine wirkungsvoll© Beschränkung dieser Unfälle möglich sein, wenn die Strassen allen Strassenbenützern, was Anlage und Unterhalt anbelangt, ein sicheres Zirkulieren gewährleisten. Unsere Strassen müssen den Bedürfnissen des modernen Verkehrs angepasst werden und da sollte man füglich mit den verkehrsreichsten Zufahrten zu unseren Städten den Anfang machen. G. O weh.. Der Berner Polizei ist ein Malheurchen passiert. Offen gestanden, wir müssen eine gewisse Schadenfreude, die sich über unser Gesicht legen will, mit» ziemlicher Anstrengung unterdrücken. Der Vorsteher des stadtbernischen Polizeiwesens wird es uns-jedoch; nicht verübeln können, wenn wir mit wenigen Sätzen und ganz sachlich auf das Malheurchen eines Berner Polizeigefreiten zu sprechen kommen. Vom Verkehrsunfall, der dem betreffenden Funktionär zugestossen ist, war in der Tagespresse nichts zu lesen, trotzdem die städtische Polizei in minutiöser Kleinarbeit sämtliche Verkehrsunfälle zusammenstellt und sie jeweils der Tagespresse zur Veröffentlichung übergibt. Ueber den Zusammenstoss des polizeilichen Kontrollautos 1300 A mit einem Baume, der leider auch vor der polizeilichen Autorität stehen blieb und nicht ins Wanken kam, sich auf 3 050 000 Franken und setzt sich aus folgenden Einzelposten zusammen: Franken Strassenerweiterung vom Rost bis Südausgang Oberwil 398 250.— Pflasterung vom Kasino Zug bis Südausgang Oberwil 262 990.— Trottoir vom Rost bis Südausgang Oberwil 86 560.— Strassenerweiterung Südausgang Oberwil bis St. Adrian, einschliesslich Tieferlegung der Sagenbrücke 852 000.— Pflasterung Oberwil bis St. Adrian auf 6 Meter Breite 775 200.— Pflasterung der Kantonsstrasse in: Oberägeri Fr. 96 000.— Unterägeri » 36 000.— Menzingen ;> 60 000.— Hünenberg > 60 000.— Steinhausen :• 58 000.— Risch >• 26 000.— Neuheim » 24000.— 360 000.— Ersatz der Grosssteinpflästerung im Dorfe Cham durch Kleinsteinpflästerunsr 60 000.— Ausbau der Pflasterung Cham-Honau, Stellsteine, Teerkiesbelag auf dem Trottoir Total 3 255 050000.— 000.— Die Verzinsung dieser Summe ist wie folgt gedacht: In erster Linie sollen die Fahrbewil- . ligungsgebühren für Motorfahrzeuge und Fahrräder Verwendung finden; es wird dafür eine jährliche Nettoeinnahme von 180 000 Fr. ins Budget eingesetzt. Ferner soll das ganze Benzinzollbetreffnis für diesen Zweck verwendet werden; der Regierungsrat rechnet mit einer jährlichen Einnahme von 70 000 Fr. Weiter soll aus der Verkehrsrechnung ein jährlicher Beitrag von 50 000 Franken genommen werden. Damit steht im ganzen ein Betrag von 300 000 Fr. zur Verfügung für die Verzinsung und Abzahlung der Bauschuld. Der Amortisationsplan sieht auf dieser Grundlage eine Amortisation der gesamten Strassenbauschuld bis zum Jahre 1947 vor. Die Bauarbeiten sollen innerhalb drei Jahren ausgeführt werden. Zuerst sollen die Korrektionsarbeiten an der Strasse Rost- St. Adrian vorgenommen werden. Im zweiten Jahr ist auf dieser Strecke der Belag zu erstellen; im dritten Jahr der Belag in den ;Gemeinden und die Erweiterung der Strecke Cham-Honau. Der Regierungsrat ist sich bewusst, dass die Vorlage eine ausserordentliche Belastung ides Kantons bedeutet. Aber mit Rücksicht auf die zentrale Verkehrslage des Kantons und den im Steigen begriffenen Motorfahrzeugverkehr werden diese Ausgaben zu einer Notwendigkeit. Der Regierungsrat hofft, dass mit der Unterstützung aller Kreise die schwere. Last für den .Kanton tragbar werde. Die Automobilisten werden mit Freude und Anerkennung von den Anstrengungen des Kantons Zug vernehmen. Es besteht kein Zweifel, dass sich diese Ausgaben in jeder Beziehung rechtfertigen. Gr. wurde, wie erwähnt, nichts gemeldet. Wir begreifen dies menschlich sehr wohl, auch wir muten der Polizei nicht zu, übeT eigene Schwächen zu berichten. Dagegen sehen wir uns verpflichtet, diese Unterlassungssünde gutzumachen. Wir wollen dabei absolut und in keiner Weise den betreffenden Polizisten, dem das Unglück zugestossen ist, ans Kreuz schlagen, sondern möchten im Gegenteil über ihn den Mantel christlicher Nächstenliebe werfen und ihn dem Wohlwollen des obersten Polizeigewaltigen, Herrn Schneeberger, anempfehlen. Wir wissen auch, dass der sozialistische Herr Gemeinderat, der je und je für Geistesfreiheit und damit auch für die Pressfreiheit eingetreten ist, nichts gegen unser© Bekanntgabe wird einzuwenden haben. Wenn auch eventuell die Behandlung dieser Angelegenheit in der Presse für die städtische Polizei'direktion aus begreiflichen Gründen äusserst unangenehm sein könnte, so wird Herr Schneeberger uns doch auch in diesem Fall© das Recht der Pressfreiheit einräumen wollen, sintemal seine eigene Presse nach Massgabe ihres zur Verfügung stehenden Raumes stets reichlich davon Gebrauch macht. Nun, was ist denn geschehen?, Freitag, den 3. Januar fuhr ein neu ernannter Polizeigefreiter, der früher der Verkehrskontrolle zugeteilt war, gegenwärtig als Chauffeur den Dienst versah und der wieder der Verkehrspolizei zugeteilt werden sollte, abends um 23 Uhr dem Burgernziel bei Bern zu. Da er in ziemlich gutem' Tempo — wir wollen vorläufig das schöne Stundenmittel nicht verraten -*- mit seinem schweren Wagen die Kurve gegen die Thunstrasse nicht nehmen konnte, schleuderte es ihn mit ziemlicher Wucht gegen einen Baum. Glücklicherweise kam der Polizeigefreite ohne Verletzungen davon, wogegen das Automobil sich leider in einen bessern Trümmerhaufen verwandelte und zwecks polizeilicher Automobilkontrolle für die nächsten Wochen nicht mehr in Betracht fallen dürfte. Es wird sich dabei seine eigenen Gedanken machen Der Herr Polizeigefreite und Ausüber der polizeilichen Gewalt des Herrn Schneeberger wird die Uehertretung der 18-Kilometer- Vorschrift zu verantworten haben. Strafanzeige soll erfolgt sein, an einem disziplinarischen Nachspiel wird es nicht fehlen. Wie uns mitgeteilt wurde, hatte der betreffende polizeilich© Funktionär wohl nicht nur als « Chauffeur», sondern in seiner Eigenschaft als Polizeigefreiter einen dienstlichen Auftrag, nämlich einen Irrsinnigen ins Oberland zu verbringen. Dabei muss er sich irgendwo verspätet haben. Um die verlorene Zeit einzuholen, setzte er sein Tempo auf über 18 Kilometer. Wir möchten zum Schlüsse mit aller Deutlichkeit betonen, dass es sich um den Fehler eines Einzelnen handelt, wofür selbstverständlicherweis© weder der Herr Polizeidirektor noch das städtische Polizeikorps an und für sich verantwortlich gemacht werden können. Dass der Fehler dieses Einzelnen das Ansehen des städtischen Polizeikorps schmälern wird, glauben wir nicht. Wir unsererseits plädieren auf Gnade. Ein Polizeigefreiter muss ein tüchtiger und braver Dienstbeflissener sein. Das Malheur ist geschehen, möge es ihn nicht so hart treffen. Dabei hoffen wir jedoch, dass aus diesem Vorfall auch die Polizeiorgane, und besonders die Funktionäre der Verkehrskontrolle, ihr© Lehren ziehen werden. D Das englische Strassenwesen. London, Januar 1930. Das Transportministerium, als Verwalter des Strassenfonds, legt in einem umfangreichen Bericht Rechenschaft über die Verwendung der aus der Besteuerung der Motorfahrzeuge erzielten Einnahmen. Es konnten dem Fonds aus dieser Einnahmequelle im abgelaufenen Jahre 21,29 Millionen Pfund oder die stattliche Summe von 632,25 Millionen Schweizerfranken überwiesen werden, was gegenüber dem Vorjahre ein Mehr von 949 897 Pfund Sterling ergibt. Für das Strassenwesen wurden dem Fonds nicht weniger als 17,56 Millionen Pfund entnommen. 1927 wurden ihm zwar 31 Millionen entnommen, allein damals machte der Finanzminister Churchill seinen vielkritisierten Beutezug auf den Strassenfonds und verwendete bare 12 Millionen Pfund für allgemeine Staatszwecke, obwohl der Fonds eine ganz besondere Zweckbestimmung kennt. Es stehen in England dank diesem Fonds nun ganz gewaltige Mittel für das Strassenwesen zur Verfügung; die Leistungen halten ihnen aber auch die Waage. Nach Kriegsschluss verfügte Grossbritannien über ein Netz von Staatsstrassen, sogenannten- public highways, von rund 177000 Meilen. In den vergangenen zehn Jahren sind nun 2100 Meilen an neuen, modernen Strassen erstellt worden. Es entfallen demnach heute in England auf je eine Quadratmeile an Fläche etwas über 2 Meilen an für den Autoverkehr geeigneten Strassen zur Verfügung. Neben der Neukonstruktion wurden Hunderte von bereits bestehenden Strassenzügen verbreitert und mit neuen Belägen versehen. 408 Projekte für Brückenneubauten und Erweiterungen von vorhandenen Brücken wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr genehmigt und die für den Bau notwendigen Mittel aus dem Fonds zur Verfügung gestellt. Unter den letztes Jahr dem Verkehr übergebenen Brükken finden sich zwei imposante Bauwerke, welche die Verbindung von Südengland mit Schottland durch die bekannte Great North Road erleichtern und wovon die eine die Newcastle-Cateshead-Brücke, die grösste Spannweite aller englischen Brücken aufweist. Ferner wurden beträchtliche Mittel dem nationalen Physikalischen Laboratorium zur Verfügung gestellt, das gemeinsam mit dem Transportministerium sorgfältige und weitverzweigte Versuche über die geeignetsten Baustoffe für Strassenoberflächen und über die Schleudergefahr der verschiedenen Strassendecken unternimmt. Die dem Strassenfonds zugewiesenen Mittel ergaben sich aus den Steuern für 2,036 Millionen Motorfahrzeuge und 2,527 Millionen Verkehrsbewilligungen. Es entfällt demnach heute auf jeden 22. Einwohner Grossbritanniens ein Motorfahrzeug und auf jede 18. Person eine Verkehrsbewilligung. bi. Motoriastwagentaxen Erhöhung dpr Gebühren für Motorlasffahrzeuge ist geplant. Für Lastwagen mit Pneus sind 10% Erhöhung, mit Hohlgummi 30%, mit Vollgummi 40% vorgesehen. Diese Abstufung ergäbe einen Zuschlag zur Luftbereifungsgebühr von rund 18% für Luftkammerbereifung und rund 27% für Vollgummibereifung. Die aargauische Handelskammer, in allen Teilen unterstützt von der Sektion Aargau des Verbandes schweizerischer Motorlastwaganbesitzer, unterbreitet dem Grossen Rat ablehnende Erwägungen. Vom Standpunkt des Strassenschutzes aus ist deshalb die Erschwerung des Verkehrs vor allem mit Vollgummireifen und auch mit Luftkammerreifen durch stärkere finanzielle Belastung dieser Bereifungs-

4 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE arten gerechtfertigt. Dementsprechend hat denn auch die Handelskammer in ihrer Vernehmlassung vom Oktober letzten Jahres zu einem Vorentwurf der Polizeidirektion betr. eine umfassende Revision der geltenden kantonalen Vorschriften über den Verkehr mit Motorfahrzeugen eine Erhöhung der Verkehrsgebühr bei Vollgummibereifung um 40% und bei Hohlgummi- (Luftkammer-) bereifung um 20% befürwortet. Ferner bat sie zugunsten des gänzlichen Verbotes neuer, sowie einer nur noch zeitlich beschränkten Duldung bereits im Verkehr stehender Motorlastwagen mit Vollgummibereifung ausgesprochen. Was dagegen die Gebührenerhöhung auch für Lastwagen mit Luftbereifung betrifft, scheint der Aargauischen Handelskammer hierfür ein zureichender Grund nicht vorzuliegen. Es handelt sich dabei um eine rein fiskalische, den Strassenschutz nicht berührende Massnahme. Schon mit seinen heutigen Gebührenansätzen für Motorlastwagen steht der Kanton Aargau — im gleichen Rang mit Zürich — im Vordergrund der Rangordnung nach Kantonen. Die Handelskammer stellt deshalb an den Grossen Rat das auch im weitern wohlbegründete Gesuch, er möge den Entwurf der Staatsrechnungskommission in dem Sinne abändern, dass die Erhöhung der bestehenden Verkehrsgebühren auf Motorlastfahrzeuge, die nicht mit Luftbereifung versehen sind, beschränkt und dabei für solche mit Luftkammerbereifung in der Höhe von 20% und für solche mit Vollgummibereifung in der Höhe von 40% angesetzt wird. Zuidief Notizen - Zürichs automobilistische Entwicklung spiegelt sich jeweilen in den von der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle publizierten Verzeichnissen der erteilten Verkehrsbewilligungen wieder. Dieser Tage erschien das Nachtragsverzeichnis, welches die Monate Oktober, November und Dezember 1929 umfasst. Der Uebersicht ist zu entnehmen, dass im Verlaufe des ganzen Jahres total 20,596 Verkehrsbewilligungen ausgegeben worden sind, wovon 7425 Motorräder und 13,171 auf Automobile entfallen. Die gelösten Bewilligungen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Fahrzeuggruppen: 81.Dez.1928 31.Dez.1929 Zunahme In •/, Personenwagen 8507 9681 13.8 Gesellschaitswagen 96 108 12,4 Die Mitglieder der Nationalen Sportkommission, die für die neue Amtsperiode 1930- Lieferungs-wagen. 964 1124 16,6 Lastwagen 1801 2097 16,4 1931 durch die letzte Delegiertenversamm- des Automobil-Clubs der Schweiz er- Traktoren 143 161 12,6lung Total 11511 13171 14.4 Die gesamte Zunahme bewegt sich demnach ständig in normalen Bahnen, ohne aber auch irgendwelche Anzeichen einer Verlangsamung zu geben. Die Bewegungen für Nutzfahrzeuge scheinen besonders begehrt gewesen zu sein, da die beiden Kategorien mit 16,6- und 16,4prozentiger Zunahme an der Spitze aller Wagengattungen stehen. Die Bewilligungen für Personenwagen stehen nicht viel nach, obwohl ihr absoluter Bestand weitaus der grösste ist und eine langsamere Progression deshalb nicht überraschen könnte. Auch mit den Traktoren geht's langsam aber sicher vorwärts. Die Zunahme wird wohl grösstenteils auf das Konto von Fahrzeugen zu buchen sein, welche in industriellen Betrieben und Transportanstalten Verwendung finden, da deren Gebrauch in landwirtschaftlichen Kreisen, entsprechend der vorwiegend mittleren und kleineren Betriebe im Kanton, eher limitiert sein dürfte. Mit den Kontrollschildern ist die Verwaltung bei Nr. 712 W angelangt, während auf Ende 1928 Nr. 988 T als letzte Plakette abgegeben worden war. Es bleiben demzufolge noch drei Buchstaben des Alphabetes, die wohl im Laufe dieses Jahres alle werden herhalten müssen. Die Bewilligungen für Anhängewagen sind von 313 auf 387 gestiegen. Die Anschaffung von Anhängern zwecks rationellster Ausnützung der Zugkraft wäre wohl noch eine grössere, wenn nicht verschiedene Kantone eine den Lastwagenverkehr eher einschränkende Verkehrsgesetzgebung kennen würden. z. Tramzusammenstoss. Am Freitag kurz nach 1 Uhr mittags ereignete sich an der Universitätsstrasse-Tannenstrasse in Zürich ein schwerer Tramzusammenstoss. Ein die Universitätsstrasse abwärts fahrender Wagen der Linie 10 mit Anhänger kam bei der Haltestelle Haldenbach in schnellen Lauf und konnte nicht mehr gebremst werden. Kurz vor der Haltestelle Polytechnikum fuhr das Tram in voller Wucht von hinten in einen Wagen der Linie 8, und beide zusammen stiessen dann bei der Haltestelle auf einen stillstehenden Wagen der Linie 21, der eine Strecke weit in die Tannenstrasse geschoben wurde, bis die Wagen noch vor dem Einbiegen in die stark abfallende Leonhardstrasse zum Stehen kamen. Der Anhänger des 10er Trams war schon vorher durch Kupplungsbruch vom Motorwagen losgelöst und durch die Handbremse angehalten worden. Mehrere Passagiere wurden verletzt, meist durch Glassplitter. Ein Fräulein aus Zürich erlitt Quetschungen am Rücken und befindet sich im Kantonsspital. Ein weiteres Fräulein, das Schürfungen an der rechten Hand davontrug, konnte bereits wieder aus dem Spital entlassen werden. Der Materialschaden ist gross. Warum wir diesen Vorfall in der «Automobil-Revue» veröffentlichen? Um zu zeigen, dass das Automobil nicht das einzige Vehikel ist, das zu Verkehrsunfällen führt. Auch einem Zürcher Tram passiert eben dann und wann ein Missgeschick, in letzter Zeit leider ziemlich häufig. Man wird deshalb, gestützt auf die Vorkommnisse, auch in Zürich darin vorsichtiger werden, nur das Automobil einseitig auf die Anklagebank zu setzen. s„ vtlaclm Der Automobilsport In der Schweiz. nannt wurden, traten unter dem Vorsitz des Herrn J. Decrauzat zu ihrer ersten Sitzung in diesem Jahre, am 10. Januar in Bern zusammen. Es waren anwesend die Herren A. Töndury, Vize-Präsident, A. Chantre, R. Geissbühler, B. Pierrehumbert, E.H.Thommen, O. Zwahlen und E.G. Brieger, Sekretär. In dieser Sitzung hat die N.S.K. u. a. folgende wichtige Angelegenheiten behandelt: Sportreglementierung, neue Bestimmungen, Schweiz. Meisterschaft, Sportkalender 1930. Es wurde gute Arbeit geleistet und es ist vorauszusehen, dass auch im neuen Jahre der Automobilsport neue Erfolge in der Schweiz erzielen wird. Sportkalender 1930. Internationale Rennen: 23. März: Kilometerrennen mit stehendem Start in Genf, veranstaltet von der Sektion Genf. 9.—10. August: VIII. Klausenrennen, von den Sektionen Zürich, Glarus und Uri. 17.—23. August: II. St. Moritzer Automobilwoche, von der Sektion Graubünden. Nationale Rennen: 1. Juni: Bergrennen Develier-Les Rangiers, von Les Rangiers. D 8. Juni: Bergrennen Kriens-Eijrenthal, von Luzern. 29. Juni: Bergrennen Rheineck-Walzenhausen-Lachen, von St. Gallen-Appenzell. 13. Juli: Coupe de la Gruyere. von Freibarg. Das neue nationale Sportreglement wurde dem Zentralkomitee vorgelegt. Es wurde in Uebereinstimmung gebracht mit dem internationalen Sportreglement. Für die schweizerische Meisterschaft 1930 ist das Reglement dasselbe wie für das letzte Jahr. Die vier nationalen Rennen zählen für diese Meisterschaft. Eine Kommission wurde eingesetzt (bestehend aus den Herren Decrauzat, Ghantreund Brieger) zum Studium eines Reglementes, das die Minimalanforderungen für Sektionsrennpreise enthalten soll. Auch ist beabsichtigt, eine gewisse Einheitlichkeit der Preise (Kunstgegenstände) für die ganze Schweiz zu schaffen. Die nächste Sitzung der nationalen Sportkommission wird wahrscheinlich anlässlich des Kilometer-Arrete im März in Genf stattfinden, mg. Sternfahrt nach Monte-Carlo. Die deutschen Teilnehmer. Nach einem Bericht der « B. Z.» werden von 142 Teilnehmern an der Sternfahrt 70 Wagen auf ihrer Fahrt die Berliner Kontrolle beim Automobil-Club von Deutschland berühren. Eine grosse Zahl von Konkurrenten starten im Norden, wobei Tallinn (Reval) von 29 Bewerbern als Startort gewählt wurde. Es ist dies die längste Strecke in Westeuropa, beträgt sie doch 3474 Kilometer. Die weiteste Rally- Strecke überhaupt ist die von drei Konkurrenten angemeldete Strecke Athen-Monte Carlo (3756 Kilometer). Nach den Erfahrungen im letzten Jahr werden diese Konkurrenten auf den griechischen Strassen allerlei Schwierigkeiten begegnen. In Athen startet auch ein deutscher Fahrer, Carl Kappler auf Wanderer. 15 Sternfahrer werden in Jassy (Rumänien) starten; von dort bis zum Ziel sind es 3518 Kilometer. Unter andern werden die Fahrer Bernet und Burggaller auf Wanderer und der vorjährige Sieger Dr. Sprenger-van Eyck auf Graham-Paige dort starten. Unter den in Reval abfahrenden 29 Bewerbern befinden sich 9 Deutsche: Fürst zu Schaumburg-Lippe (Röhr), Frau Seeliger-Stettin (Mercedes-Benz), Rudolf Caracciola-Berlin (Mercedes-Benz), Hans Stuck-Villiez (Steyr), Frau L, Bahr-Berlin (Steyr), M, Rudat-Berlin (B.M.W.), H. Simons-Berlin (D.K.W.), Major Gutknecht-Berlin (Simson-Supra) und Frau H. Schultze-Stettm (Stoewer). Von Riga über Berlin-Brüssel-Paris starten die Fahrer Doerschlag-Berlin (Mercedes- Benz), E. Valentin-Berlin (Mercedes-Benz), M. Killing (N. A. G.), Frau Krause-Rastnussen (D.K.W.) und K. May-Stuttgart (D.K.W.). Aus John O'Groats in Schottland, dem Hauptstartort der englischen Teilnehmer, kommen zwei Mercedes-Benz mit den Engländern W. Widengren und Captain Howey am Steuer. In Königsberg startet das Hanomag-Team, bestehend aus Butenuth, L. von Raffay und Frau Dr. Voss. Von Berlin begeben sich vier Bewerber: Geradts (Lancia), Graf von Königsdorff (Buick), Cramer (Cadillac) und von Wedelstaedt (N. S. U.) auf die Fahrt Die Abfahrt erfolgt, je nach Länge der Strecke, vom 24. Januar hinweg. Kontrollschluss ist am 29. Januar nachmittags. Nach der Marke steht Steyr mit acht Wagen an der Spitze. An zweiter Stelle steht Mercedes (sieben Wagen). Sieben deutsche Kleinwagen, drei Hanomag, drei D. K. W. und ein B.M.W, beteiligen sich an der Sternfahrt. Ferner zwei Wanderer und je ein Austro- Daimler, N.A. G., Röhr, Simson-Supra, Steiger, Stoewer und N. S. U. er. : Die Verkehrsbedürfnisse des Surbtales könnten, so wurde kürzlich in der aargauischen Presse von bahnfreundlicher Seite behauptet, nur durch den Bau einer Sürbtalbahn befriedigend gelöst werden. An der derzeitigen Autobusverbindung wurde scharfe Kritik geübt: sie beschädige, so wurde behauptet, nicht nur die Verkehrsstrassc, sondern genüge dein grossen Verkehr nicht. In N'ummer 3 der «Automobil-Revue> haben wir festgestellt, da&ä diese Behauptungen entschieden Uebertreibungen seien, denn der Autobetrieb werde sich, wenn die Strasse in richtigen Zustand gesetzt sei und mehr Wagen und vermehrte Kurse eingeführt würden, besser rentieren als eine Bahn, dio sicher auch, wie übrigens anderwärts, immer Defizite zeitigen müsste. Nun haben Informationen bei verschiedenen; Bevölkerungsklassen und Schichten des Surbtalcs übereinstimmend ergeben, dass der Personenverkehr der Autoverbindung Döttingen, Surbtal—Niederweningen, Baden, in jetziger Weise vollauf befriedigt. Es wird.hier auch keine Aenderung gewünscht, wie gewisse Kreise in der aargauischon Presse behaupteten; dagegen hat der Güterverkehr, namentlich im letzten Herbst, zu wünschen übrig gelassen, obschon es auch hier bedeutend besser geworden ist, als es etwa vorher war. Dieser Verkehrszweig kann den Bedürfnissen mit Leichtigkeit besser angepasst werden. Worüber man aber allgemein klagt, das ist der derzeitige Zustand der Strasse durch das Surbtal. Der Verkehr der grossen schweren Wagen verlangt, dass diese Strasse gründlich instand gestellt wird. Mit Flickwerk kann ihr nicht geholfen werden. Der jetzige Autobetrieb im Surbtal wird voraussichtlich weiter ausgebaut werden und das bedingt, dass auch die Strasse in einen Stand gestellt wird, der dem vermehrten Verkehr vollauf genügt. Jedenfalls hätte aber auch ohne den Autobetrieb diese Verkehrsstrasse den jetzigen Verhältnissen nicht mehr genügt. Die S. B. B. wird in nächster Zeit kaum dem Wunsche einiger Interessenten wegen eine Bahn einführen und so ist es nötig, dass der jetzige Verkehr den Verhältnissen entsprechend ausgebaut und vervollkommnet wird. R. Sf *aba Eine Bergstrasse bei Lugana Oberhalb Lugano liegt ein langgestreckter Bergrücken, an dem sich in einer Höhe von 1000 m über Meer das kleine Bergdörflein Monte Bre befindet. Nun soll in diese Gegend eine neue, für den Fremdenverkehr wichtige Bergstrasse gebaut werden, die auch für Automobile fahrbar ist. Das Dörfchen Monte Bre soll ein neuer Kurort werden und man wird in Bälde mit den als Voraussetzung dazu wichtigen Güterzusammenlegungsarbeiten in jenem Gebiet beginnen. —ey. Von der Axenstrasse. Wir haben im letzten Sommer mehrmals von Klagen berichtet, welche über die Staubplage an der Axenstrasse ergangen waren. Nun hat sich der Verkehrsverein der Zentralschweiz an die Regierungen der Kantone Uri, Schwyz, Unterwaiden, Zug und Luzern gerichtet mit einer Eingabe, die Axenstrasse solle staubfrei gemacht werden und durch ein seeseitiges Trottoir ergänzt werden. Als noch bessere Lösung wird die Erstellung eines Fussweges von Brunnen bis Flüelen vorgeschlagen. Zur Begründung dieses Vorschlages wird n. a. gesagt: Die Axenstrasse, die als kühn angelegte Felsstrasse. Weltruhm geniesst, sei in der letzten Zeit für Fussgänger nicht mehr begehbar gewesen. Die Hotelinhaber mussten den Fremden, die sich für die Axenstrasse interessierten, vom Begehen derselben abraten. Es wird angeregt, da die Urkantone durch den Strassenbau schon sehr stark belastet sind, für die Verbesserung der Axenstrasse die Hilfe des Bundes anzurufen, um die romantische Strasse wieder zum Nationalgut zu erheben. Ferner ersuchte der Verkehrsverein der Zentralschweiz die Regierungen im Gebiete des Vierwaldstättersees, Schritte zu tun zur Bekämpfung des ausserordentlichen Lärms einiger Motorboote, durch welche die Ruhe der Uferbewohner und der zur Erholung am See weilenden Kurgäste gestört werde, gr. Schwyz. Die Volksabstimmung über das Gesetz betr. den Ausbau der Kantonsstrasr sen und dasjenige betr. Erhebung eines Anleihens ist auf den 23. Februar angesetzt worden.