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E_1930_Zeitung_Nr.004

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Strassen Die

Strassen Die Staatsstrasse in Muttenz (Baselland) kann beim Restaurant Warteck wegen Grabarbeiten nur langsam befahren werden. E. Seh. Zur Bekämpfung der Staubplage Hess das Baudepartement der Stadt Basel durch seine Arbeiter letzthin erneut Chlorkalzium auf die Fahrbahn der Hauptverkehrsadern ihr Fahrzeug auf dem Kopf stand und alle streuen. Dieses weisse Pulver hat die Eigenschaft, dass es sich bei feuchtem Nebel- vier Räder in die Luft streckte, waren sie wetter auflöst und die Staubmassen auf den Strassen bindet, wodurch ein lästiges Aufwirbeln vermieden wird. rm. Die Unterführung bei der sogenannten «Konserve», östlich des Bundesbahnhofes in Lenzburg, ist leider noch immer nicht ausgeführt worden und so müssen, namentlich um die Mittags- und Abendzeit, Scharen der passierenden Arbeiter oft zehn Minuten lang darauf warten, bis sie das Geleise passieren können. Das bedeutet eine Plage, nicht nur für Fussgänger, sondern auch für Fahrzeuge, und es wäre an der Zeit, hier Remedur zu schaffen, ehe Unfälle zu beklagen sind. ry. Eine gefährliche Strasse. Verschiedener Mitteilungen zufolge sollen letzte Woche an einem Vormittag auf der Strecke Zürich- Basel sieben defekte Autos stehengeblieben sein, die alle wegen Nebel und glatt gefrorenem Strassenbelag verunglückt waren. Zwei Automobile waren unterhalb Dietikon iiifeinandergestossen bei Neuenhof fuhr eine Limousine an einen Baum, während ein Lastwagen mit einem Pferdefuhrwerk kollidierte. Das Auto eines Seidenfabrikanten drehte sich Die Strasse St. Adrian-Waldwil-Zug soll, beim Stoppen und stiess mit einem Last- zusammen. Ein Citroen rutschte beim nach einem vorliegenden Projekt des Kan-wagetonsingenieurs von Zug, mit einer Kleinsteinpflästerung in der Breite von 6 m ausgebaut vor Baden ein Lanciawagen zertrümmert im Abbremsen in eine Wiese und endlich lag werden. -ey. Bach. Wahrlich eine nette Verlustliste ! Was sagen die Behörden, denen die Verantwortung für die Fahrbarkeit dieser Strasse obliegt, dazu ? gr. Eine gefährliche Kurve. Laut einer Mitteilung in den «Basler Nachrichten» konnten vier Autofahrer, die am ersten Sonntag des Jahres durch die Kurve von Riehen fuhren, von besonderem Glück reden; denn obschon ohne Verletzung davongekommen. Wie hatte sich der Unfall zugetragen? Das Auto, worin ausser dem Chauffeur drei Jäger und ein Hund sassen, kam in raschem Tempo von Basel her und näherte sich dem Pfaffenloh. Bei einer gefährlichen Kurve, die schon manchem Fahrer Unglück gebracht hat, geriet der Wagen auf der mit Reif bedeckten Strasse ins Schleudern. Der Lenker bremste, der Wagen fuhr gegen die Randsteine des innern Kurvenrandes, stellte sich quer zur Strasse, überschlug sich seitwärts und blieb auf dem Verdeck stehen, die Räder nach oben. Die Insassen wurden erst aus ihrer misslichen Lage befreit, als herbeieilende Passanten die Türen öffneten. Niemand war ernstlich verletzt. Da jene Kurve schon mehrere Unglücksfälle verursacht hat und die Strasse auch noch von einer Strassenbahn benutzt wird, wäre es an der Zeit, entweder die Kurve zu verbessern oder doch wenigstens eine Warnungstafel in genügender Distanz von der gefährlichen Stelle anzubringen. Gr. V«-*».U«e»h-> Autoverbindung Frauenfeld - Diesserihofen. Es sind gegenwärtig Bestrebungen für eine Autoverbindung Frauenfeld-Diessenhofen im Gange. Die Verbindung soll hergestellt werden durch die Fortsetzung der bestehenden Autokurse Fratienfeld-Stammheim bis nach Diessenhofen mit täglich drei Fahrten in jeder Richtung. Man wird es sowohl in Diessenhofen wie in Frauenfeld begrüssen, wenn der etwas abgelegene Bezirk am Rhein mit der Kantonshauptstadt in nähere Verbindung gebracht wird. Das Projekt eines Brückenbaues über die Sense für die Staatsstrasse Sohwarzenburg- Freiburg, bei der sogenannten Wannhalte, wird in Sckwarzenburg erneut erörtert. Das jetzige Strassentrasse, welches an Sandsteinfelsen vorbei zur Sohle der Sense hinabführt, ist durch Felsstürze, Steinschläge, Abrutschungen von Eisblöcken usw. gefährdet. Sowohl für Schwarzenburg und Zumholz als auch für die abgelegenen freiburgischen Gemeinden Plaffeyen, Brünisried, Alterswil und Heitenried würde der Bau einer Hochbrücke über die Sense eine ganz fühlbare Verkehrsverbesserung bedeuten, -ey. Ausstellung für Verkehrswesen und Tou- mein gebräuchliche Spritzdüsenvergaser, di« seinerzeitige freie Glührohrzündung, das ristik in Polen. Die für 1930 geplante Aus-währenstellung in Posen wird einen ausgesprochestand verschiebbare Zahnradwechselwerk, des Ganges in ausgerücktem Zunen internationalen Charakter besitzen. Anmeldungen liegen jetzt schon seitens folgenrühmte Mercedes-Konstruktion im Jahre Scheiden- und Bienenkorbkühler, die beder Staaten vor: Deutschland, England, 1900 und schliesslich den bekannten Flugzeugmotor für das Zeppelin-Luftschiff, der Frankreich, Belgien, Vereinigte Staaten, Schweiz, Oesterreich, Balkan- und Baltische den Ruhm der Maybach-Motoren in der ganzen Welt begründete. DieseT Zeppelinmotor, Staaten, Tschechoslowakei, Ungarn, Schweden, Norwegen, Dänemark, Russland, Japan ein überaus leistungsfähiger Zwölizylinder usw. Die internationale Eisenbahnsektion wird durch Frankreich, Belgien, Oesterreich und Japan beschickt werden. Viele internationale Organisationen, so der Völkerbund, der internationale Verband für das Transportwesen und die internationale Handelskammer werden sich an der Ausstellung beteiligen. Die internationale Vereinigung der Automobilindustrie wird während der ganzen Ausstellungsdauer (29. Juni ins 30. Juli) einen Automobilsalon geöffnet halten. Ein internationales Autorennen wird das Programm ergänzen. Die Zahl der angemeldeten Touristen beläuft sich jetzt schon aui 15.000. Wilhelm Maybach. 1930 - IM' i Wir haben bereits von dem am 29. Dezember erfolgten Hinschied des Dr. tag.a. 9» W. Maybach berichtet, der 84 Jahre alt geworden ist. Maybach war einer der berühmtesten deutschen Automobilkonstrukteure. ET war von Anfang an Mitarbeiter bei Gottlieb Daimler, mit dessen Ruhm sein Name eng verknüpft ist. Von 1872 bis 1882 war Maybach Chefkonstrukteur der Gasmotorenfabrik; Deutz. Vom Jahre 1882 bis 1907 war er technischer Leiter der Daimler Motorengesellschaft in Cannstadt. Von den besonderen Konstruktionen Maybachs seien angeführt: ein Karburator, der noch heute allge- von 150 PS, dient auch dem neuen Maybach- Wagen, der in diesen Tagen sein öffentliches Debüt begeht, als Kraftquelle. Z. 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N°4 — 1930 AUTOMOBIL-REVUU u. Industrie Die Itala-Werke fusionieren mit «Fiat». Die »Gazzetta del Popolo» meldet, dass die Automobilfabrik Fiat die Uebernahme der Itala-Werke beschlossen hat. Nach einem bereits abgeschlossenen Uebereinkommen werden die 1500 Arbeiter ider Itala-Werke von «Fiat» übernommen. Hierzu erwähnt das Blatt, dass die Itala-Werke bereits wor 25 Jahren gegründet wurden und zeitweise zu Erfolg und Ansehen gelangten. Noch im Jahre 1928 stellten sie monatlich 150 Waffen her. An Aktiven sind vorhanden Immobilien und Fabrikeinrichtungen im Werte von 30 Millionen, fertige oder im Bau begriffene Autos für 24 Millionen, Material und Rohmaterial für 30 Millionen; an Passiven: 35 Millionen für Obligationen und 35 (Millionen für verschiedene Verpflichtungen. Absatzförderung durch die Beschickung der Schweizer Mustermesse. Die scharfe wirtschaftliche Konkurrenz zwingt immer mehr auch zu grösßeier Systematik im Verkamt Fortschrittlich geführte Betriebe sind bemüht, den Zufall mach Möglichkeit zu begrenzen. Sorgfältig werden die fremden Einflüsse auf dem Markt studiert und in günstigem Sinne für den Betrieb verwendet, um direktor der europäischen Exportabteilung der Staaten zurückkommt. M. St. D. Brigga, der Direkt oder indirekt den Umsatz zu erhöhen und das Chrysler Corporation, der kürzlich zum Vizepräsidenten der Chrysler Export Corporation gewählt lAbsatzgebiet zu erweitern. A's moderne Wirtschaftsinstitution ist die wurde, hat in einem Rundschreiben an seine Mitarbeiter sich über die schwebenden Fragen wie Schweizerische Mustermesse berufen, dem Fabrikanten ein nützliches Hilfsmittel zur Absatzförde- folgt geäussert: «Die Meldungen eines Teiles der rung zu sein. Die Messebeteiligung gibt die Möglichkeit plammässiger Arbeit. Die ökonomische Eignung der Messe liegt in der Zusammenfassung ihrer bewegenden und treibenden Kraft. Dass unsere Schweizer Mustermesse der wirt- sem «Sens unique» beglückt, so dass sich dann im vom Dezember, ergab, dass gegenüber dem Vor-Laufe bedeutend weniger unverkaufte Lagervorräte für die ganze Strasse ergibt. Wenn das Tempo in der Zeit ein Fahrverbot in einer Richtung schaftlichen Praxis dient, unabhängig von derjahre Konjunkturläge, das beweist die sehr ansehnliche dieser Weise anhält, so wird man in der Iimmatstadt bald so weit sein, dass alle wichtigern Stras- Zahl der seit 1917 regelmässig ausstellenden Firmen verschiedenster Branchen. Jeder Fabrikationszweig hat also Messeinteressen, mindestens im Und dabei glauht man, hierdurch der sen zu Einbahnstrassen gemacht sind. reibungs- Hinblick auf Propaganda-Aktionen. Gross ist flie Zahl der Betriebe, die von der Zweckmässigkeit der Mustermesse überzeugt sind, ohne sich alljährlich an der Veranstaltung zu beteiligen; sie sind immer wieder als Aussteller da. wenn Neuheiten auf den Markt gebracht werden sollen. Die Messe ist ganz besonders geeignet, neue Fabrikate und Verbesserungen rasch einem grossen Interessenkreise, bekanntzumachen. Hier wird ja bereits traditionell der Fortschritt gesucht. Die Schweizer Mustermesse ist jedes Jahr für unser ganzes Land eine neue wirtschaftliche Attraktion ersten Ranges. Jede Messeveranstaltung bedeutet wiede- gesteigerte Aktivität des volkswirtschaftlichen Getriebes, Gewinnung neuer Absatzmöglichkeiten, Werbeerfolge, Ansporn zu produktiven und organisatorischen Bestleistungen. Das Gerücht der Preissenkungen in der amerikanischen Automobilindustrie zirkuliert hartnäckig weiter, obwohl die jüngsten Ankündigungen verschiedener massgebender Automohilunternehmungen gerade das Gegenteil beweisen, und mit Wirkung ab Neujahr eine Erhöhung der Verkaufspreise brachten. Die Meldung von den zu erwartenden Preisreduktionen sind samt und sonders auf die vielen unkontrollierbaren Gerüchte zurückzuführen, die anlässlich der Börsenpanik in Amerika ausgeboten wurden, und zwar meistens von oberflächlichen Kennern amerikanischer Verhältnisse. Es ißt deshalb doppelt interessant, die Ansicht einer Autorität auf automobilindustrieltem Gebiete zu vernehmen, die um so maasgebender sein dürfte, als der Betreffende vor einigen Tagen van einem mehrwöchentlichen Aufenthalt in den Vereinigten euiopäischen Presse, wonach die amerikanische Automobilindustrie unter einer Ueberproduktion zu leiden hätten, entbehren jeder Begründung. Eine Rundfrage der Nationalen Handelskammer bei .Generalvertretungen und Agenten vorhanden waren. Die Mitteilungen, von einem beträchtlichen zeitweisen Rückgang der Produktion entsprechen den Tatsachen, indem während den Monaten Oktober, November und Dezember die Fabrikation eingeschränkt wurde, um eine Uebersättigung des Marktes und ein Ueberangebot zu verhindern. Die Auffassung, dass die Mehrzahl der Fabriken die Verkaufspreise reduzieren würden, ist durch die Tatsache, dass die meisten Unternehmungen, u. a. auch Chrylser ihre Ansätze erhöhten, praktisch widerlegt worden. Ich hege die bestimmte Meinung, dass gleichzeitig mit der Ankündigung neuer Modelle auch deren Verkauspreise im Sinne einer Steigerung geändert werden, indem das kaufkräftige Publikum immer anspruchsvoller wird und die Mehrleistung es Produzenten bei gleichbleibender Qualität nur bei einer entsprechenden Preiseihöhung möglich ist. Ebenso entsprechen auch die Gerüchte über ein in Europa beabsichtigtes Preisdumping der amerikanischen Automobilfabriken jeglicher Grundlage. Wenn zur Abstossung grosser Lagermengen ein Preissturz vorgesehen wäre, so Hesse man ihn doch auf dem grössten Markte sich auswirken, weil dort auch die meiste Aussicht auf schlanken Verkauf besteht. Dieser aufnahmefähigste Markt bleibt doch nach wie vor Amerika. Sicher wird kein kaufmännisch denkender Fabrikant die Risiken und Kosten des Exportes auf sich nehmen, um dann im Auslande mit Verlust seine Ware abzusetzen. Was die Aussicht pro 1930 anbetrifft, so ist wohl möglich, dass die geradezu phantastischen ProduktionszaHen von 1929 nicht erreicht werden. Sicher aber wird 1930 ebenfalls ein geschäftlich erfolgreiches und aussichtsreiches Jahr werden.» A.U9K «I« Einbahnstrassen. Es ist meist so, dass. wenn wieder eine verkehrstechnische Neuerung aus dem Ausland bei uns auftaucht, solche als Allheilmittel angesehen wird und für alle möglichen und unmöglichen Zwecke verwendet werden soll. In Zürich hat man dieses Allheilmittel in den Einbahnstrassen gefunden. Es vergeht fast keine Woche, dass nicht wieder eine neue Strasse als Einbahnstrasse erklärt wird; oft werden sukzessive verschiedene Abschnitte der nämlichen Strasse mit die- losen Verkehrsabwicklung einen grossen Dienst zu erweisen und sieht nicht, dass Einbahnstrassen immer nur einen Notbehelf bedeuten und nur angewendet werden sollten, wo überhaupt kein anderer Ausweg mehr möglich ist und wo die Verkehrsdichte es unbedingt erfordert. Alles andere ist eine vollständige Verkennung der Bedeutung der Eisenbahnstrasse. Vollständig unzulässig ist es aber, wenn man glaubt unübersichtliche Kreuzungsstellen mit dem billigen Mittel der Einbahnstrassen verbessern zu können. Eine solche Einstellung zeugt von wenig Verständnis für eine rationelle Lösung der modernen Verkehrsprobleme und ist nur zu bedauern, wenn von zuständiger behördlicher Seite aus. diese Tendenz anhaltend gefördert wird. Schon mit der Augustinergasse, d. h. mit deren Bestimmung als Einbahnstrasse, hat man sich in Zürich lächerlich gemacht. Denn die Strasse weist in der verbotenen Fahrtrichtung überhaupt keinen wesentlichen Verkehr auf und ist weder Stationsnoch Parkierungsstrasse. — Nun soll aber auch die Absicht bestehen, die Zürichbergstrasse zwischen Platten- und Bergstrasse zur Einbahnstrasse mit verbotener Fahrtrichtung bergwärts zu machen, und zwar auf Grund eines Antrages der Strassenbahnen, deren die Kreuzungsstelle an der Plattenstrasse unangenehm ist und die glauben, auf solch billige Weise zu einer rationellen Lösung dieses Verkehrsproblema zu gelangen, anstatt dass man einmal mit der Beseitigung der vorspringenden Häuserecken Ernst macht. Die Sektion Zürich des A. G. S. hat nun in einer Eingabe an den Polizeivorstand gegen diese drohende Verfügung opponiert, indem sie geltend machte, dass gar keine Notwendigkeit für die Einführung des Einbahnverkehrs für die Zürichbergstrasse vorliege und die Sanierung der Verkehrsverhältnisse an der Plattenstrasse auf anderem, besserem Wege gesucht werden müsse. Es ist sehr zu wünschen, dass dem Drängen der Strassenbahn nicht Folge gegeben und diese Einbahnverordnung nicht zur Durchführung gelangt. Dies um so mehr, als die Tafeln für diese Einbahnstrassen oft derart hoch und ungünstig angebracht sind, dass sie vom geschlossenen Wagen aus überhaupt nicht sichbar sind. Und wie bereits betont, finden sich diese Einbahnstrassen bereits derart zahlreich in Zürich vor, dass man den Motorfatazeug- Ienker nicht zumuten darf, dass sie diese Sammelliste stets im Kopf haben und sich gegenwärtig sind, wo sie eigentlich noch fahren dürfen. Zürich wird, wenn es so weiter geht, zur charakteristischen Einbahnstadt werden und sich so den besonderen Ruhm, wenn man dies so nennen darf, sicher, die einbahnreichste Stadt der Schweiz zu sein. Oder will es etwa Paris punkto Zahl der Einbahnstrassen in den Schatten und so einen neuen Rekord für Europa aufstellen? Beachte die Verkehrssignale. Unkenntnis schätzt nicht vor Strafe. venex von9 rondre cumnte do la beaiue et de rcl6ganc« des nouvelles renanlt • O3O •i VMU> Lanz & Co., Berne et Hnttwil Zu kaufen gesucht Ein 4-Rad-Anhänger 6 Tonnen, mit Luftbereifung. Ein Möbelkasten auf 5-Tonnen-Lastwagen, mit Vorbau bevorzugt. Offerten unter Chiffre 43252 an die Automobil-Revue, Bern. Ventilations für nia en Auto-Garagen erstellt in zweckmässiger und bestbewährter Ausführung Nur die besten Ketten geben das Höchstmögliche an Sicherheit auf verschneiter oder vereister Strasse. UNION-SCHNEEKETTEN sind heute das Beste. Die wichtigsten Teile, die Querstücke, sind aus Stahl. 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