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E_1930_Zeitung_Nr.010

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Nördlich von

Nördlich von Eimeldingen geht die Neuanlage nun schnurgerade weiter auf verbreitertem Trasse bis kurz vor der Etzelbrücke. Einige Meter unterhalb dieser wird der Feuerbach auf neuer Zementbrücke überschritten; dann zieht sich die Strasse eben um den Leiselberg herum, überschreitet auf einer weitern Zementbrücke den Engebach beim Steinbruch und mündet zwischen dem Isteiner Klotz und Wintersweiler in das alte Trasse ein. Damit wird die alte Strecke um ca. 2V2 Kilometer gekürzt Weiterhin (schon seit einiger Zeit befahrbar) hält sich die Strasse viel an die alte Linienführung, ist aber fast aufs Doppelte verbreitert, in einigen Kurven sogar einseitig überhöht, und einige zu scharfe Windungen sind durch die Abgrabung der Hänge gemildert worden. So geht es bis unmittelbar vor Welmlingen, das jetzt noch von der alten Strassenanlage durchzogen wird, während im Bauprogramm von 1930 auch dieses verkehrshemmende Dorf (zur grössten Freude der Bewohner) umgangen wird, und zwar dadurch, dass man mit Hilfe zweier Brückenbauten Welmlingen links lassen und erst an dessen Ende die neue Linienführung wieder treffen wird, wodurch freilich einige Häuser und Scheunen dem Abbruch verfallen. Nach einem weitern Stück neuer Linienführung erreicht die Strasse die Kalte Herberge und folgt, stark verbreitert, dem alten Trasse bis jenseits der Passhöhe, kurz vor dem Einsetzen des berüchtigten « Schliegemer Stichs », der schon so manches Todesopfer gefordert hat. Dort ist nun durch Abgrabung in kostspieliger Arbeit der eigentliche Strassenkörper tiefer gelegt und das Gefälle erheblich gemildert worden. Von Schliengen bis Freiburg wurde die Strase bereits früher modernisiert. Was gegenwärtig noch unerfreulich ist, das sind einzig die 200—300 Meter im Dorfe Welmlingen. Sobald auch hier die Sanierungsarbeiten vollendet sind, wird man bei der Fahrt Basel-Freiburg auf der Strecke Eimeldingen-Schliengen 15 Kilometer ohne die Berührung einer Siedelung durchfahren, und zwar in einer durch landschaftliche Reize ausgezeichneten Gegend. Die Oberflächenbehandlung ist oder wird derart, dass der Herr Bürgermeister Dr. Hoffmann in Freiburg an der «neuen Visitenkarte» nichts mehr wird auszusetzen haben und wir Schweizer sie mit respektvoller Verbeugung in Empfang nehmen dürfen. Wer in der kurzen Zeit bis zur Freigabe der ganzen Strecke nach Freiburg fährt, nehme nach Eimeldingen den alten Weg über Kirchen und Efringen. Er wird automatisch bei der Abzweigung von Wintersweiler ins neue Trasse geführt. Betrachtungen eines Automobilisten. II. Nun etwas anderes, die versteckten Polizeikontrollen und ständigen Schikanen, die sich die Automobilisten gefallen lassen müssen, sowie die Rechts«nsicherheiten, denen sie ständig ausgesetzt sind. Wegen Ueberschreitung um wenige Stunden-Kilometer der veralteten, heute geradezu lächerlichen Geschwindigkeitsvorschriften — die in Städten bei Einhaltung zu unhaltbaren Verkehrsstörungen führen würden und deshalb auch nicht eingehalten werden — finden es viele Kantone bzw. Gemeinden für nötig, den Automobilisten nicht nur gehörig zu büssen, sondern ihn dazu noch einem Verhör zu unterwerfen, das für einen Verbrecher angebracht sein mag, nicht aber wegen so einer Bagatelle. So wurde ich z. B. vor längerer Zeit in Rorschach wegen etwas zu schnellem Fahren notiert und in der Folge gebüsst. Dass das angegebene Tempo unrichtig war, konnte ich nicht beweisen, da ich mich allein im Auto befand. Irgendwelche Gegenbeweise hätten wohl aber auch nichts genützt, die Polizei ist allmächtig und bei einer gerichtlichen Beurteilung wird einzig und allein auf deren Angaben abgestellt. Was mich aber bei der Sache als absolut unkorrekt und ungerecht berührte, ist: 1. Dass die Polizei mich nicht sofort aufhielt, um mich auf mein angeblich zu schnelles Fahren aufmerksam zu machen. Ich habe damals den tit. Bezirksammann in Rorschach hierauf aufmerksam gemacht, worauf ich die Antwort erhielt, dass ein Anhalten der zu schnell fahrenden Automobilisten keinen Sinn hätte, denn sie würden dann doch bestreiten, so schnell wie von der Polizei notiert gefahren zu sein! Hierauf erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Lediglich darauf möchte ich hinweisen, dass nach meinem gesunden Menschenverstand ich bisher der Ansicht war, die Polizei sei dazu da, Ordnung zu halten und Unglücke zu vermeiden, nicht aber um hinter Häusern, Bäumen und Sträuchern, wie die alten Raubritter, auf ihre Opfer Ausschau zu halten! Was nützt es schliesslich, wenn ein wirklich schnell fahrender Automobilist im Hinterhalt aufnotiert und später bestraft wird, währenddem unmittelbar nachher wegen dem zu schnellen Fahren ein Unglück entsteht, statt dass derselbe aufgehalten und wenn nötig gebüsst wird, damit Unglücke zum vorneherein ausgeschaltet werden? 2. Dass ich längere Zeit nach der erwähnten versteckten Kontrolle durch die Zürcher Polizei einem Verhör unterworfen wurde, das einen Uneingeweihten viel eher auf ein Verbrechen, als auf eine Ueberschreitung der veralteten Konkordatsvorschriften hätte schliessen lassen. Nicht nur meinen Namen, Vornamen, Geburtstag, Bürgerort und Wohnort muste ich aufgeben, sondern z. T. dieselben Angaben auch übet Vater und Mutter machen. Der Zürcher Polizei will ich damit keinen Vorwurf machen, denn diese Angaben wurden laut Mitteilung des mich verhörenden Zürcher Polizisten im Namen der St. Galler Regierung verlangt. Ist das ein würdiges Vorgehen? Es scheint mir, der Automobilist wird allgemein und zwar spez. bei solchen Behörden zum vorneherein als ein gemeingefährlicher Mensch betrachtet, der das Geld nur so aus den Aermeln schütteln kann und auch darnach behandelt. Die Behörden mögen sich aber darauf besinnen, dass sie vom Volk gewählt werden und schliesslich ist die Zahl der Automobilisten und Geschäftsleute, welche von ihnen abhängen, nicht mehr so klein, als dass sie sich auch in Zukunft alles gefallen lassen müssten! Es wird zu oft vergessen, dass das Automobil heut© nicht mehr allein von Vergnügutigsreisenden benützt wird, sondern das Auto wird heute in weit grösserem Ausmasse von anstrengend arbeitenden unselbständig Erwerbenden zur Ausführung ihres Berufes benötigt, welche ihr Geld zum grossen Teil auch erst verdienen müssen, bevor sie es ausgeben können. Die S.B.B, und das Glück. Die S-B.B. haben erfreulicherweise wieder einmal im Unglück Glück genossen. Vorgestern entgleiste der erste Güterzug Lyss- Murten-Payerne bei seiner Ausfahrt aus dem Bahnhofe Lyss auf einer Weiche beim Stellwerk 2. Die Lokomotive und sechs Wagen wurden dabei aus den Schienen geworfen und natürlich stark beschädigt. Das Unglück hätte weit grössere Dimensionen annehmen können, sofern der Güterzug die ordentliche Belastung aufgewiesen hätte. Da an diesem Tage die Komposition bloss aus 300 Tonnen bestand und man es auf der Lokomotive nicht besonders eilig hatte — man fuhr mit 25 km Geschwindigkeit — ist es mit einem Materialschaden abgegangen. Wie man meldet, ergab die Untersuchung eindeutig, dass in keiner Weise ein Fehler des Personals vorliege. Weiche und Signal waren richtig gestellt; die Weiche soll intakt gewesen sein. Da die Lokomotive sehr stark beschädigt ist, kann — so schreiben wenigstens Zeitungsreporter — nicht mehr festgestellt werden, ob ein Fehler an der Laufachse der Lokomotive vorlag. Es scheint somit wieder einmal ein Unglücksfall vorzuliegen, bei dem niemanden die Schuld trifft. Ob der Teufel der S.B.B. nur ein Schnippchen schlagen wollte, wird die weitere Untersuchung ergeben, sofern sie nicht frühzeitig eingestellt wird.». D Eduard Paisant f. Wir haben bereits in der letzten Nummer den Hinschied von Eduard Paisant in Genf berichtet und möchten heute der Nachricht einen kurzen Lebenslauf des frühern Präsidenten des T. C. S. beifügen. Ein Sportsmann durch und durch, war er 1897 einer der Gründer des Schweizerischen Radfahrerbundes, dem er dann volle 22 Jahre als Komiteemitglied, Vizepräsident und Präsident angehörte. Im Jahre 1906 war er einer der Organisatoren der Rad-Weltmeisterschaft, die in Genf stattfand. Als Automobilist trat Paisant ebenfalls sehr früh hervor. Er war einer der Gründer des T. C. S., den er dann später, von 1916—1925, präsidierte. Nach seiner sehr bedauerten Demission als Präsident leistete er dem T. C. S. als Verwaltungsrat und Redaktor des Cluborgans sowie als Chef des Informationsdienstes unschätzbare Dienste, bis ihn eine schwer© Krankheit aufs Lager warf, der er nun, allzufrüh, erlegen ist. -f. uHnev N»t AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N° 10 Benützung der Strassenbahngeleise durch Motorfahrzeuge. Für die Strassenbahnen der Stadt Zürich und Umgebung seien folgende diesbezüglichen Bestimmungen in Erinnerung gerufen: Für die Strassenbahn der Stadt Zürich gilt gemäss Art. 45 der Vorschriften über die Strassen- und Verkehrspolizei vom 4. Januar 1913 ein absolutes Verbot des Befahrens des Geleisegebietes in der Längsrichtung, besonders des sog. Spurhaltens, wenn die Fahrbahn der Strasse neben dem GeJeise genügend Raum bietet. Für die Limmattalstrassenbahn, die Forchbahn und die Strassenbahn Zürich-Oerlikon-Seebach gilt dagegen etwas weniger bestimmt nur, dass das Befahren des Tramgeleises tunlichst zu vermeiden ist, wenn die neben dem Geleise liegende Fahrbahn für Fuhrwerke frei ist, wie natürlich auch Art 45 sinngemäss auszulegen ist. Für die Strassenbahn Zürich-Oerlikon-Seebach besteht noch die Bestimmung, dass bei Vorhandensein von Parallelstrassen Reiter, Fahrzeuge und Viehtransporte, die eine längere Strecke zu benützen haben, die von Bahnlinien freie Strasse einzuschlagen haben, gewiss ein guter Hinweis auf die Entlastung von Tramstrassen. Während für die Stadt Zürich keine ausdrückliche Vorschrift besteht, enthalten die Reglemente der andern Bahnen die Vorschrift, dass Fahrzeuge in der Nähe anhaltender Züge ihre Geschwindigkeit zu massigen und wenn nötig auszuweichen oder anzuhalten haben, so dass die Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen weder behindert noch gefährdet werden. Wo neben dem Geleise höchstens für ein Fahrzeug Raum ist, besteht durchwegs das Verbot des Kreuzens oder Vorfahrens beim Herannahen eines Tramzuges, wozu für die Forchbahn noch kommt, dass bei doppelspurigem Geleise und bei Ausweichstellen einem Zuge auf dem linksseitigen Geleise nicht vorgefahren werden darf. Nötigenfalls ist also anzuhalten. M.W.Z- AUSLAND Teleplionhilfsstationen auf den bayrischen Landstrassen. Aehnlich wi© die Strassen Berlin-Halle-Leipzig, Berlin-Magdeburg u. a. sollen jetzt auch die Landstrassen Bayerns mit einem Telephondienst für den Autoverkehr ausgerüstet werden. Das bayrische Staatsministerium hat jetzt dem A. D. A. C. die Strecke Münehen-Staraberg-Weilheim- Murnau-Garmisch mit Abzweigung nach Oberammergau zur Errichtung eines Strassen-Telephondienstes übertragen. Die Strecke soll bis zum Frühjahr ausgebaut sein, so dass diese Einrichtunjr schon dem im Auto nach Oberammergau kommendem Besuchern der Passionsspiele zur Verfügung stehen wird. Wie der « Deutsch© Verkehrsdienst» dazu erfährt, sind auch der Aha-Autohilfe, die den Strassen-Telephondienst im übrigen Reich einrichtet zwei Strecken in Bayern zum 1 Ausbau nach ihrem System' genehmigt und weitere Strecken in Aussicht gestellt worden. Es werden also in nächster Zeit drei bayrische Strecken mit Telephon ausgerüstet werden, rdv. Die Strassentransporte in der Welt und in der Schweiz. Die internat. Handelskammer in Paris hat kürzlich unter dem Titel: «Die Strassentransporte in der Welt» eine Broschüre erscheinen lassen, welche di© Statistik enthält über den gesamten Strassenverkehr und die Zahl der Kraftwagen in der ganzen Welt und in den einzelnen Ländern. Die Aufnahmen wurden allerdings schon im Jahr© 1928 gemacht, doch dürften di© Angaben im allgemeinen auch für heute noch stimmen, mit der einzigen Ausnahm©, dass die Zahl der Kraftfahrzeuge seither wjeder etwas werter gestiegen ist Es wurden damals gezählt 31,000,000 Kraftfahrzeuge, nämKch 25,000,000 Privatwagen, 4,000,000 Lastwagen* 300,000 Autobusse und 1,700,000 Motorräder, alles laut einer Aufstellung m 62 Staaten. Die Gesamtlänge der in diesen Staaten dem Motorfahrzeugverkehr zur Verfügung stehenden Strassennetze belief sich auf 9,500,000 km. Die Gesamtsumme der aus Automobilgebühren herrührenden Einnahmen wurde für 1927 auf 5,675,000,000 Fr. geschätzt und die Gesamtsumme der von den einzelnen Ländern für den Unterhalt der Strassen aufgewendeten Mittel auf Franken 12,000,000,000, wobei für die Einnahmen nur die Angaben von 27 Ländern vorlagen und für die Ausgaben diejenigen von 58 Ländern. Was die Schweiz anbetrifft, so zählt© si© 1928 42,369 privat© Personenautomobile, 558 Autobusse, 11,520 Lastwagen, 31,529 Motorräder, d. h. also im ganzen 85,976 Motorfahrzeuge. Diesen Fahrzeugen standen 13,935 km Strassen zur Verfügung, deren Unterhalt 21,840,625 Fr. kostete. Da für Neuanlage von Strassen weitere 21,114,500 Fr. ausgegeben wurden, belief sich die Gesamtsumme der Aufwendungen für di© den Motorfahrzeugen zur Verfügung stehenden Strassen auf insgesamt 42,955,125 Fr. An Zöllen wurden auf importierten Motorfahrzeugen 11,000,000 Fr. erhoben, an Automobilsteuern, Verkehrsgebühren etc. 18,800,000 Fr., also zusammen an direkten Steuern 29,800,000 Fr. Dazu kommen an indirekten Steuern: 22,000,000 Fr. Gebühren auf Benzin und Oelen, 950,000 Fr. aus Gebühren auf Gummireifen, aus Versicherungsgebühren 8,750,000 Franken, zu zusammen also 31,700,000 Fr. Die Motorfahrzeugbesitzer der Schweiz mussten demnach an Zöllen und Gebühren die hübsche Summe von 61,500,000 Fr. aufzubringen. R„F. Kleine italienische Nachrichten. Wie seinerzeit ausführlich mitgeteilt wurde, hatte am, internationalen Automobil-Kongress Ende \ des Jahres 1928 der Senator Crespi die Motion gestellt, es sei für den nationalen und: namentlich für den internationalen Warentransport ein internationales System zu schaffen in der Weise, dass die Waren vom Produzenten direkt in geschlossene, von den Verkehrsinstituten zur Verfügung zu stellende Kästen gelegt werden könnten, die man per Bahn und Auto direkt an den Konsumenten? weiterzubef ordern wären, in Zusammenarbeit^ von Bahn und Auto. Die internationale Han-< delskammer billigte damals einstimmig diej Idee und der italienisch© Automobilclub setzte einen ersten Preis von 5000 Dollar, aus für einen internationalen Wettbewerb. Dieser Tage hat nun in Paris die internationale Handelskammer die inzwischen eingelaufenen Vorschläge geprüft, darunter auchJ solche von der internationalen Union der Ei-! senbahnen sowie vom Völkerbund, und esi wurden die Bedingungen festgelegt für den definitiven internationalen Wettbewerb für beste Lösung des Problems, und zwar in einem ausführlichen Programm. Ebenso wurde eine Jury gewählt. Ueber den dritten italienischen und internationalen Salon des Automobils, der aus Anlass der alljährlichen grossen Mailänder Messe vom 12. bis 27. April in Mailand abgehalten wird, teilt der Turiner «Motor Italia> mit, dass der Salon im Mittelschiff des Palazzo dello sport stattfinden werde. Die Seitenpavillons sind für die Karosserie reserviert und die Galerie für' den Zubehör. Die Beteiligung werde national und international grossartig sein. Unter anderem werde man die «514»- und die «530 »-Fiat bewundern können. Der Salon wird vom nationalen faszistischen Verband der Automobilfabriken, organisiert. Die vorletztes Jahr geschaffene italienische «Strassenmiliz» ist ein kleines, fliegende/« Korps von 31 Offizieren und 371 Unteroffizieren und Soldaten, welches den Auftrag; hat, die Strassen der Halbinsel von den vier Inspektoren Rom, Terni, Mantua und Bari aus zu überwachen. Kürzlich hat dessen Chef über die Tätigkeit des Korps Mussolini Bericht erstattet. Da erfährt man denn, dass von dieser kleinen Truppe erledigt wurden: 138,683 Bussen im Betrag v

No 10 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE andern verschiedenen Typen der neue l%- Tonnen-Lastwagen mit seinen vier Uebersetzungen grösstes Interesse. Auf dem Stande der General Motors sind alle Typen von Lastwagen und Lieferungswagen dieser grossen amerikanischen Firma ausgestellt. Frankreich ist durch Renault und Citroen vertreten. Die erste Ausstellung, der noch eine Schifffahrts- und Landwirtschaftsschau angegliedert ist, wird bis zum 2. Februar offen stehen. Anschliessend folgt die zweite Serie mit den Tourenwagen, und zwar vom 21. Februar bis 2. März. fty. AV *T s «I P Der Verkehr auf dem Flugplatz Bern. Der regelmässige Linienverkehr auf den Strecken Bern-Biel-Basel (Alpar) und Zürich-Bern- Lausanne (Ad Astra) weist für die Betriebszeit vom 10. Juni bis 28. September 1929 255 ankommende und ebensoviele abgehende Flugzeuge auf. Mit diesen landeten 534 Personen in Bern, während 466 Reisende von Bern wegflogen. Die Linie Bern-Biel-Basel verkehrte vom 10. Juni bis 31. August dreimal in der Woche und im September täglich. Die Tonnage war zu 33 Prozent ausgenützt. Biel hat einen bedeutenden Anteil am Passagier-, Post- und Frachtverkehr aufzuweisen. Die Alpar-Flugzeuge haben auf dieser Strecke in 96H Stunden rund 13,500 (nahezu Erdumfang) ohne irgend einen Unfall durchflogen. Auf Rund- und Alpenflügen hat die Alpar 1108 Personen befördert. -o- Die Sternfahrt nach Monte Carlo Hector Petit wird Erster.- Die Sternfahrt hat diesmal mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Die Witterung und die Wegeverhältnisse waren allerdings viel günstiger als im vorigen Jahre. Schnee, Glatteis und Frost fehlten, abgesehen von einigen Gegenden in Griechenland und Bulgarien, vollständig. Von 142 gemeldeten Bewerbern haben 116 die Reise angetreten und 89 konnten rechtzeitig das Ziel erreichen. Nur 27 FahreT sind verblieben. Nach tagelanger, harter Arbeit hat das Komitee die endgültige Rangliste aufgestellt. Hector Petit, der mit zwei Begleitern die Strecke Jassy-Monte Carlo in einer kleinen Licorne glatt zurücklegte, steht an erster Stelle. Letztes Jahr war der gleiche Fahrer ebenfalls auf einer La Licorne der Neunte. Gleichzeitig gewinnt H. Petit auch den Regelmässigkeitswettbewerb. Den Damenpokal gewinnt Frau M. Dore, die in einer Chenard- Walcker von Tallin startete. Der Ausrüstungswettbewerb wurde von A. H- Pass (Sunbeam, Grand Prix d'honneur), Frl. Ketty Brunei (Talbot), L. V. Cozens (Sunbeam) und Lord Clifford (Lagonda) gewonnen. In der nächsten Nummer werden wir die Sternfahrt in ihrer Gesamtheit würdigen, -o- Im folgenden geben wir noch die Rangliste bis zum 15. Platz: 1. H. Petit (La Licorne), von. Jassy, Stundenmittel 40 km, Punktzahl 320,649. 2. AI. Berlesco (de Soto), Jassy, 40 km, 320,649 Punkte. 3. Abel Blin d'Orimont (Stndebaker), Jassy, 40 km, 320,396 P. 4. Docteur Sprenger vaa Eijk (Graham-Paige), Jassy, 40 km, 320,321 P. 5. J. Bignan (Fiat), Jassy, 40 km, 320,158 P. 6. Ct. E. Uidariano (Fiat), Jassy, 41 km, 320,052 Punkte. 7. Ronald Healey (Triumph), Tallinn, 40 hn, 319,998 P. 8. Bussienne (Sizaire), Tallinn, 40 km, 319,941 Punkte. 9. Mme M. Dorä (Chenatd-WalckeT), Tallinn, 40 km, 319,937 P. 10. V. Szmick (Weiss-Manfred), Tallinn, 41 km, 319,880 P. Das neue Modell 11. Mme Lotto Bahr (Steyr), Tallinn, 40 km, 319,877 P. 12. Pommier (Talbot), Tallinn, 40 km, 319,777 Punkte. 13. M. Bucculesco (Marquette), Jassy, 40 km, 318,709 P. 14. Alfred Gutknecht (Simson-Supra), Tallinn, 40 km, 319,704 P. 15. Rudolf Caracciola (Mercedes-Benz), Tallinn, 40 km, 319,683 P. ¥. c. s. Auto-Sektion St. Gallen-Appenzell des T.C.S. Generalversammlung vom 2. Februar 1930, im Schützengarten, St. Gallen. Die Automobil-Revue wird als obligatorisches Cluborgan der Sektion einstimmig bestätigt. Man soll von Abwesenden nie etwas Böses sagen! Deshalb nehmen wir gerne an. dass alle jene Mitglieder, welche der Einladung zu dieser wichtigen Tagung nicht Folge leisteten, damit nicht etwa ihr Desinteressement, sondern einfach ihr volles Zutrauen zur Geschäftsführung durch die Kommission bekundet haben. Damit wäre der verhältnismässig bescheidene Besuch genügend motiviert! Die diesjährige Generalversammlung wich zudem in zwei Hauptpunkten von der üblichen trockenen Behandlung der Traktandenliste ab, so dass auch schon aus diesem Grund erwartet werden darf, es werde übers Jahr eine Massenbeteiligung einsetzen. Einmal wurde nämlich, dank der flotten' Versammlungsleitung durch Herrn Gerichtspräsidenten Lutz, der seine Präsidialroutine glänzend bestätigte, die Geschäftsbehandlung in Rekordkürze (warum sollen wir im Zeitalter der Rekorde nicht auch hier eine Spitzenleistung homologiexen!) d. h. in knapp' l'A Stunden erledigt. Im ferneren hat sich die Versammlung nicht einfach als ein williges Stimminstrument in der Hand des Vorstandes gezeigt, sondern durch eine teilweise recht angeregte Diskussion und durch Einbringung mancherlei Anregungen die Sitzung ordentlich belebt. Die einleitenden Geschäfte, wie Begrüssung, sowie Wahl der Stimmenzähler, benötigten wenig Zeit. Der nachfolgende Tätigkeitsbericht des Sekretärs, Herrn Fierz, gewährte einen guten Einblick in die Geschäfte der Sektion und deren Funktionäre und bot gleichzeitig einen geschickten Rückblick über das abgelaufene Vereinsjahr. Der Mitgliederbestand erhöhte sich in 11 Monaten um 124 Mann und zählt die erst vor wenigen Jahren ins Leben gerufene Sektion der Ostmark heute •-bereits 891 Mitglieder. Im letzten Jahre wurden zwei weitere Ortsgruppen, nämlich Appenzell Hinterland und Appenzell Inner-Rhoden ins Leben gerufen und diese sind ebenfalls bestimmt, das Sektionsleben in den dortigen Gauen zu intensivieren. In verkehrspolitischer Hinsicht hat sich die Sektion rege betätigt und des öfteren Kontakt mit den Behörden genommen. Zur Erziehung des Publikums, speziell der Radfahrer, hat der Club ein Merkblatt herausgegeben, das durch Vermittlung der Verwaltungsbehörden den Velozipedist.en anlässlich der Erneuerung der Verkehrsbewilligung gratis verabfolgt wurde. Die Liquidation des ehemaligen SAMV, welche sich in ganz bedenkliche Länge gezogen hat, seheint sich nun doch ihrem Ende zu nähern und kann die Sektion mit einem ganz beträchtlichen Licpiidationsbonus rechnen. Kassier Müller, der seit Jahren als getreuer Verwalter der irdischen Güter der Sektion amtet, konnte dank sorgfältiger Finanzpolitik wiederum einen Vermögenszuwachs von über 800 Franken melden, womit das Vermögen 2000 Franken bereits überschritten hat. Der von Herrn Denzler unter' breitete Bericht der Rechnungsrevisoren bestätigt gleichfalls die gewissenhafte Tätigkeit des Kassiers und des Sekretariates, worauf sämtliche Berichte deskussionslos genehmigt und den betreffenden Instanzen Decharge erteilt wird. Als Gratifikation soll dem Finanzgewaltigen wiederum ein «Hunderter> überreicht werden. Die Sitzungsgelder für die Kommissionsmitglieder werden auf Fr. 10.— und der üblichen Billetentschädigung belassen. Der bescheidene Ansatz wird also die Kommission kaum zu allzuhäufigen Beratungen verleiten! Die Zeitungsangelegenheit wirft keine hohen Wellen. Der Vorstand schlägt vor, dass die Automobil-Revue, welche nun schon zwei Jahre als obligatorisches Cluborgan gedient hat weiter beibehalten wird und das Abkommen gleichzeitig auf eine mehrjährige Dauer auszudehnen, was einstimmig genehmigt wird. Es sei an dieser Stelle den Mitgliedern in Erinnerung gerufen, dass die Mitteilungen und Berichte nur in besonderen Fällen auf dem Zirkularweg bekannt gegeben werden, dafür aber regelmässig in der Clubchronik der Automobil-Revue erscheinen, weshalb allen die regelmässige Lektüre angelegentlich empfohlen sei. Der Vorschlag des Vorstandes, den Beitrag an die Orfsgruppen auf Fr. 1.— zu belassen, ruft einige Votanten auf den Plan, welche, angeregt, durch eine wesentliche Entlastung der diesjährigen Ausgaben, mit den der Sektion zur Verfügung stehenden vermehrten Mitteln liebäugeln. (Es wiederholt sich also hier im Kleinen das Beispiel, das die Kantone immer geben, sobald sie beim Bund vermehrte Einnahmen wittern !) Allein die gegenseitige Aussprache ergibt, dass der Sektion bei grösseren Mitteln auch vermehrte Aufgaben harren und eine zukunftsschauende Politik gebietet auch, auf die Schaffung eines gewissen Vermögens bedacht zu sein. Demzufolge wird der Beitrag neuerdings mit Fr. 1.— festgelegt. Der Jahresbeitrag verbleibt ebenfalls auf der nämliqhen Höhe (in diesem Fall wohl ein relativer Begriff) von Fr. 20.—. Das Budget pro 1930 sieht bei rund 12 000 Franken Einnahmen einen Vermögensvorschlag von Fx. 900.— vor. Der für Anlässe der Kommission zur Verfügung gestellte erhöhte Kredit wird nach kurzer Beratung gleichfalls genehmigt. Die Wahlen verlaufen in grösster Minne, da sich mit einer Ausnahme die gesamte Kommission zu einer Wiederwahl zur Verfügung stellt, was durch einstimmige Bestätigung der Herren anerkannt und verdankt wird. Für den ausscheidenden Herrn Horsch, der gleichzeitig Präsident der Ortsgruppe Appenzell Vorderland war, wird vorderhand keine Neuwahl getroffen. Der Sitz steht dieser Ortsgruppe zur Verfügung und wird der im Frühjahr neuzuwählende Vorsitzende in dio Kommission einziehen. Auf diese Weise ist ein engerer Kontakt mit der Ortsgruppe gewährleistet. Aus dem nämlichen Grunde möchte der Vorstand eine Erweiterung seines Kollegiums vornehmen und auch den Gruppenpräsident Derer vom Appenzell Hinterland zur Mitarbeit zuziehen, was der Versammlung genehm ist. So präsentiert sich das neue •Ministerium» wie folgt: Präsident: Herr Gerichtspräsident Lutz, Flawil. Vizepräsident: Herr Gross, St. Gallen. Sekretär: Herr Fierz, St. Gallen. Kassier: Herr Müller, Herisau. Office: Herr Prybü, Rorschach-St.Gallen. Sportpräsident: Herr Burk, St. Gallen. Beisitzer: Herr Knecht, Wil. Herr Peterli, Wü. Herr Locher, Altstätten. Herr Kölberer, Appenzell. Herr Lehner, Rorschacherberg. Herr Etter, Herisau. Als Kontrollstelle belieben neuerdings die Herren Denzler und Bänziger-Ribi, beide St. Gallen, sowie Herr Engler, als Ersatzmann. Die Umfrage wird, wie bereits eingangs erwähnt, rege benutzt. Erwähnenswert ist vor allem die Diskussion über die zukünftige Gestaltung der Rechtsauskunftsstelle, indem geplant ist, dieselbe nicht an einen Ort zu konzentrieren und mit einem einzigen Fachmann zu liieren, sondern auch fÜT die Mitglieder in allen Gebieten der Sektion eine beejueme Möglichkeit zur Inanspruchnahme der Rechtsauskunft zu schaffen. Als Ort für die nächste Hauptversammlung wurde nach einer notwendig gewordenen Rechtsbelehrung durch den Vorsitzenden über die Statuten (welche die Bestimmung des Tagungsortes der Kommission einräumen) Herisau in Aussicht genommen. Ferner versprach die Kommission einige Anregungen, wie Recht zur Aufnahme von juristischen Personen als Sektionsmitglieder, nähere Fühlungnahme mit anderen Verkehrsverbänden etc. zu prüfen. Schlussendlich kann der Vorsitzende auch ein sehr willkommenes Geschenk, das der Kassier Müller de;r Sektion stiftet, entgegennehmen. Es handelt sich um ein prächtiges Photoalbum, das bereits eine stattliche Anzahl gutgelungener Aufnahmen von Sektionsveranstaltungen beherbergt, und noch genügend Raum für die kommenden Produkte geschickter Amateurphotographen aufweist. Mit dem Dank an die Versammlung und dem Wunsch auf ein gedeihliches Jahr schloss der Vorsitzende alsdann die Verhandlungen. b. AUTO-SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL, Ortsgruppe St. Gallen-Stadt, des T. C. S. Wir laden unsere Mitglieder und ihre Angehörigen auf Donnerstag, den 6. Februar, 19 Uhr 45, ein in* die «Kleine Konditorei» im Gartensaal von Uhler's Konzerthalle. Max Pfahlor's Künstler-Kapelle spielt für den T.C.S. unter Mitwirkung der bekannten Komiker Blondel und Bernardi. Wir haben keine Kosten gescheut, um Ihnen einige wirklich gemütliche Stunden zu bieten. Bis 23 Uhr Konzert und gemütliche Einlagen, dann Gratis-Imhiss (kaltes Büffet) und Tanz. Kein Eintritt; kein Tanzgeld; keine Verlosung. Um die nötige Anzahl Plätze reservieren zu können, benötigen wir unbedingte Anmeldung bis spätestens den 4. Februar an unsern Präsidenten E. Gross, Marktplatz 8. Der Vorstand. AUTO-SEKTION BASEL DES T.C.S. Generalversammlung vom 30. Januar. Generalversammlungen haben gewöhnlich, wegen ihren vielen geschäftlichen Traktanden, einen trockenen Anstrich und werden deshalb gern, aber zu Unrecht, von vielen Mitgliedern gemieden. Diese Erfahrungstatsache schien sich auch bei der Generalversammlung der Basler T. C. S.-Gemeinde zu bestätigen, denn anstatt scharenweise, wie bei einem der übrigen Anlässe, rückten die Clubkollecen nur in kleinen Grüppchen und vereinzelt auf. Aber, wie schon gesagt, zu Unrecht. Mit seltenem Geschick wusste Herr Levaillant, der parlamentarische Präsident des Clubs, die Verhandlungen so zu leiten, dass die geschäftlich-trockene Seite erhebliche Anregung erfuhr und zudem die grosse Traktandenliste in knapp 1/4 Stunden fein säuberlich erledigt war. Freilich scheinen die Mitglieder dem Vorstand auch unbegrenztes Vertrauen zu, schenken, da kaum ein Vorschlag oder Antrag zu einer oppositionellen Diskussion führte und so durch die stillschweigende Zustimmung die Sektionsleitung ein ehrenvolles liatrauensvotum erhielt. Nach einer kurzen Begrüssung durch den Präsidenten und Verlesen sowie Genehmigung des Protokolls der letztjährigen Generalversammlung unterbreitete dfer Vorsitzende seinen sorgfältig redigierten Jahresbericht. Wir können die Freude und innere Genugtuung des Präsidenten, welche im ganzen Bericht, der ein getreuliches und doch knappes Bild vom abgelaufenen Sektionsjahr gab, ständig mitklang, wohl begreifen : konnte er doch grösstenteils nur Erfreuliches feststellen. Der Mitgliederbestand, der im Gründungsjahre 1921 20 Pioniere der heutigen Sektion umfasste, hat sich pro 1929 um die für Basel erstaunliche Zahl von 427 Neumitgliedern erhöht und belief sich mit Jahresende auf total 1685 Mann. An Anlässen war das Programm gut bedacht gewesen und bleibt von sämtlichen Veranstaltungen wie Maskenball, Ausfahrten nach Bad Sulzburg oder Stuttgart, Vierwaldstättersee-Fahrt, Jahres- und Silvesterfeier ein vortreffliches Andenken zurück. Vorstand und Sekretariat war ein reiches Mass an Arbeit beschieden, und eine Korrespondenz, dio in die Tausende von Postsachen geht, musste erledigt werden. An Triptyks nach allen Herion Ländern wurden 3231 gegenüber 2468 im Vorjahre 1928 ausgegeben. Entsprechend der Bedeutung der Sektion ist auch der Umsatz im Kassawesen gewesen, der schon das dritte Hunderttausend über-! schritten hat Der mit lebhaftem Beifall aufgenom-j mene Präsidialbericht schloss mit dem verdienten Dank an die Mitarbeiter im Vorstand und Subkommisskmen. Der Bericht des Finanzministers gab eine gute TJebersicht über die finanzielle Seite der Sektionstätigkeit und weist trotz der erheblichen Belastung der Sektion einen Ueberschuss von rund 2100 Fr. aus. (Steuerbeamte seien darauf aufmerksam gemacht, dass sich infolge Druckfehler eventuell eine Null zuviel eingeschlichen haben könnte!) Die Rapporte des Kassiers wie auch der Revisoren wurden stillschweigend genehmigt und den betreffenden Funktionären Decharge erteilt. Die Anträge, welche in grösserer Zahl vom Vorstandstische ausgingen, «lagen», um einen neuen Fachausdruck zu gebrauchen, «alle in Butter» und wurden demzufolge rest- und diskussionslos angenommen. Vorab eine kleine Statutenänderung, in j dem zukünftig die Frage des Sektionsbeitrages nur dann auf die Traktandenliste gesetzt wird, wenn eine Aenderung im einen oder anderen Sinne beantragt ist. Weiterhin sollen die Mitglieder der Sportkommission, die zum grossen Teil auch die Funktionen einer Unterhaltungs- und Vergnügungs-< kommission inne hat, künftig vom Vorstand bc-< stimmt werden. Auf diese Weise wird Gewähr da« für geboten, dass nur Mitglieder in diese Kommis-i sion, deren Vorsitzender dem Vorstand ja ex officin angehört, berufen werden, die gewillt und geeignet sind, das ihnen übertragene Mandat auch vollstän-* dig auszufüllen. Im ferneren wird die Charge des Fahrwartes ausgeschieden und wird zukünftig nur noch in den Archivakten existieren. Die Aufgaben 1 dieser Fahrwaite sind in der Praxis durch dia Sportkommission übernommen worden, so dass das besondere Amt samt Würde überflüssig wurde. Die Zeitungsfrage macht der Versammlung aucH kein Kopfzerbrechen (das wird dem Vorlag über- 1 lassen!). Es herrscht einheitlich die Auffassung, dass das bisherige Sektionsorgan, der «Auto-Tonring», den Ansprüchen nicht genügt, weswegen der Vertrag auf den frühesten Termin, d. h. kommenden April, aufgehoben wird. Bereits hat sich der Vorstand auch mit der Frage eines geeigneten Organes weiterbefasst und wird der Sektion rechtzeitig Bericht und Antrag unterbreitet werden. Die Basier arbeiten in ihren kaufmännischen Transaktionen auf lange Sicht und überlassen nichts dem Zufall oder dem unbekannten «Morgen». So denkt auch der Vorstand des T. C. S. schon an die kommenden Bedürfnisse der Sektion, und bereits wirft das Projekt eines eigenen Clubheims seine ersten Reflexe. Es soll ein Fonds für ein Clubhaus geäufnet werden, dem durch Beschluss der Versammlung ein erster Betrag von 500 Fr. überwiesen wird. Gleichzeitig stellt der Fonds ein vortreffliches Betätigungsfeld für alle jene dar, welche ihrem Drang nach Generosität und Donationen nachkommen wollen. Bis das Baukapital zusammengetragen ist, lässt sich eine stattliche Spenderliste füllen, so dass sich in dieser Hinsicht niemand Hemmungen hinzugeben braucht. Spass beiseite: Der Gedanke ist sicher ein recht glücklicher, und wenn auch der Grundstein noch ein recht bescheidener ist. so wird eine kommende Generation den jetzigen Initianten Dank für ihre Voraussicht schulden. Der Präsident gibt alsdann das Projekt des Jahresprogrammes bekannt, das für die kommenden ist ein neuer, grosser Fortschritt. Neues Chassis mit denkbar tiefster Gewichtsverteilung. Steuerung, Federung und Strassenhaltung sind hervorragend. Der neue HORCH 8 kann sich erfolgreich mit jedem erstklassigen Wagen messen. Die ersten Wagen sind eingetroffen! — C. SCHLOTTERBECK, BASEL, ZÜRICH, BERN.