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E_1930_Zeitung_Nr.006

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Au unter der energischen

Au unter der energischen und geschäftskundigen Leitung des Vorsitzenden stattfand, erfreute sich eines regen Besuches. Mehr als 40 Mitglieder, worunter ein stattliches Trüpplein von Schaffhauser Kollegen, hatten sich eingefunden, um gemeinsam die reich beladene Traktandenliste in Angriff zu nehmen und in einer arbeitsreichen Sitzung glücklich zu bewältigen. Der Appell 6owie das Verlesen der fälligen Protokolle ging rasch vor sich; ebenso gab die Wahl der Stimmenzähler keine besondern Beschwerden. Der Präsident konnte eine erfreuliche Zahl von Gesuchen für Neueintritte bekanntgeben, und nachdem festgestellt worden war, dass sämtliche Kandidaten genehm waren, erfolgte deren Aufnahme. Es sind dies: Aktivmitglieder: Hs. Müller, Zürich; J. Haller, Meilen; Zeno Gavigelli, Seth bei Ilanz; W. Bolt, Uster; W. Duperret, Zürich; E. Peter, Zürich; M. Wälti. Zürich; 0. Baumberger, Schaffhausen; Fr. Schneider. Schaffhausen; G. Stoll, Schaffhausen; H. Huber. Schaffhausen; P. Wipf, Zürich. Passivmitglieder: Dr. H. Bueler. Advokat, Zürich, Rechtskonsulent; Frau Siebenmann, Restaurant «Neuer Werdhof». Zürich. Dagegen waren nur drei Austritte zu verzeichnen, nämlich als Aktiv: J. Riederer (Uster), F. Schelling (Zürich) und als Passiv: P. Blättler (Zürich). Ausgeschlossen wurden K. Karpf (Zürich) und 0. Frey (Oerlikon), die entweder den Verpflichtungen nicht nachkamen oder sonstwie dem Verein keine Ehre machten. Es ist erfreulich, festzustellen, dass es der Verein eben nicht auf eine möglichst hohe Mitgliederzahl abgesehen hat, sondern die persönliche Eignung jedes Einzelnen in den Vordergrund stellt und sich damit einen währschaften Mitgliederstamm schafft, der dem Verein eine günstige Weiterentwicklung gewährleistet. Durch Versammlungsbeschluss erfolgt die Ernennung von zwei Freimitgliedern, nämlich A. Walder, Vizepräsident und Mitgründer des Vereins, sowie A. Zeitz, Pneumatikgeschäft, Zürich. Beide haben nach Kräften den Verein gefördert und die Ehrung voll und ganz verdient. Als Vereinslokal für Monatsversammlungen und Stammtisch wird das Restaurant «Du Pont» bestimmt Versuchsweise soll jeden Donnerstagabend ein Stamm abgehalten werden, der nur bei genügendem Besuch aufrechterhalten werden kann. Die Festsetzung der Beiträge gab zu einem freundschaftlichen Meinungsaustausch Anlass. indem der gewissenhafte Kassier in zwei geschickten Voten die Erhöhung von bestimmten finanziellen Leistungen beantragte und auch die Unterstützung der Versammlung fand. Das Eintrittsgeld verbleibt auf dem bisherigen Ansatz von Fr. 5.—; der ordentliche Jahresbeitrag wird um Fr. 2.— ajif Fr. 26.— erhöht, wobei der Mehrerlös vom Verein an die Ausgaben für das Vereinsorgan verwendet wird, das den Aktivmitgliedern ja bekanntlich auf Kosten des Vereins zugestellt wird. Die Passivmitglieder entrichten einen Beitrag von Fr. 12.— per Jahr und den Orchestermitgliedern wird der halbe Jahresobolus erlassen, da sie durch die häufigen Proben etc. be- einsabzeichen anzuschaffen, die wie bisher zum Preise von Fr. 5.— abgegeben werden. Das Traktandum Vereinsorgan findet ebenfalls eine prompte Erledigung. Nachdem der Vorsitzende dem anwesenden Redaktionsvertreter die Wünsche des Vereins zur besondern Berücksichtigung empfohlen und dieser seine Unterstützung zugesagt hatte, wurde einstimmig die «Automobil-Revue» als obligatorisches Vereinsorgan bestätigt. Die Mitglieder werden erneut darauf aufmerksam gemacht, dass die Publikationen des Vorstandes, Einladungen zu Anlässen und Versammlungen etc. ausschliesslich im Vereinsorgan erfolgen und keine persönlichen Zirkulare mehr versandt werden. Das vorgelegte Projekt für das Jahresprogramm wird genehmigt und dessen endgütlige Bereinigung dem Vorstande überlassen. Es sind folgende Veranstaltungen neben den regulären Monatsversammhingen vorgesehen: ein Familienabend mit Tombola, eine Exkursionsfahrt nach Schaffhausen zum Besuch der dortigen Kollegen, eine Bluestfahrt. ein Herrenabend, sowie Durchführung von etwa vier Vorträgen von verschiedenen Fachleuten der Autobranche. Das definitive Programm wird seinerzeit jedem Mitglied gedruckt zugestellt werden. Die Stellenvermittlung ist auch für das neue Jahr amtlich bewilligt worden und soll weiterhin ausgebaut werden. Der Rechtsschutz wird einem neuen Rechtskonsulenten, Herrn Dr. jur. H. Bueler, übertragen, der in einem kurzen Referat die Ausgestaltung desselben darlegt und über die bisher mit dem Vorstand gepflegten Unterhandlungen berichtet. Der Rechtskonsulent wird nachträglich noch einstimmig bestätigt. Für das laufende Jahr werden vorläufig noch die bisherigen gedruckt vorliegenden Statuten abgegeben. Dagegen wird den Mitgliedern ein Anhang ausgeliefert werden, der einen Zusatz betr. Organisation und Funktion des Rechtsschutzes, sowie der Stellenvermittlung und ein Reglement für das Orchester enthält. Den Berichten des Orchesterdirigenten, sowie des Stellenvermittlers ist zu entnehmen, dass beide Aemter sich noch im Stadium der Entwicklung befinden, dass aber berechtigte und gute Aussichten, auf eine erfolgreiche Tätigkeit bestehen. Zur allgemeinen Entspannung und Erholung wurde abends 6 Uhr der obligatorische Schöbling von recht beträchtlicher Dimension samt schmackhaftem Salat serviert, der allen trefflich mundete und Kräfte zu weiterer Beratung förderte. Das Orchester erfreute gleichzeitig mit Tafelmusik und legte Zeugnis von seinem musikalischen Können ab.. Als Dessert folgte dann mit Wiederaufnahme der Verhandlungen der ausführliche und recht instruktive Jahresbericht des Präsidenten, der alle Veranstaltungen nochmals Revue passieren liess und einen flotten Geist und gesunden Fortschritt im Verein feststellen konnte. Kassier Urech unterbreitete alsdann seinen mit Zahlenmaterial reich versehenen, sehr gewissenhaft ausgearbeiteten Kassabericht, der bei einem Umsatz von über 5000 Fr., viel Arbeit, aber auch einen kleinen Vermögens-1 STOCK toutes pieces de rechange ORIGI- NALES pour tous modeles 7CV, 6CV, 14 CV, 11 CV, 4 Cyl. 6 Cyl. 6 Cyl. 4 Cyl. chez le reprösentant excl. DONNET ROYAL-Garage Ch.Mange Geneve rue Merle d'Aubigne 14 Telephone 41.640 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N» 6 reits genügend verpflichtet sind. Eine Kundgebun vorschuss brachte. Nach Bekanntgabe des Revisorenberichtes wird dem Kassier vollständige De- AV ATI ****** Verbänden der gegenseitigen Hilfsbereitschaft und Solidarität war der Beschluss, den Beitrag an die Sterbekasse CHAUFFEUR-VEREIN ZÜ- pro Mitglied auf Pr. -4.— pro Sterbefall zu erhöhen, RICH. Die IV. ordentliche Generalversammlung, welche verdern doch eine sehr beachtenswerte finanzielle Un- wodurch den durch Todesfall betroffenen Mitglie- Die zwei schweizerischen gangenen Sonntag im neuen Vereinslokal, Restaurant «Du Pont» Es wird der Vorstand ermächtigt, 100 neue terstützung gewährt werden kann. Ver- charge erteilt. Gleichzeitig wird beschlossen, dem Präsidenten, dem Kassier und Aktuar eine Gratifikation als klingendes Zeichen der Anerkennung des Vereins für die zeitraubende Arbeit dieser Vereinsfunktionäre zu verabreichen. Die Wahlen gingen rascher vonstatten, als es den Anschein haben mochte. Durch Rücktritte waren gleichzeitig einige Neuwahlen vorzunehmen und ist der Vorstand für das laufende Vereinsjahr wie folgt zusammengestellt: Präsident. A. Nägeli; Vizepräsident: J. Saxer; Protokollführer: F. Weber; Kassier: G. Urech; Archivar: F. Britt; 1. Beisitzer: J. Söhner; 2. Beisitzer: A. Gastl; Orchesterdirigent: R. Schwarz; Vereinsweibel: E. Griesser; Rechtskonsulent: Dr. jur. H. Bueler; 1. Revisor: J. Beck; 2. Revisor: R. Schnitzler. Der Vorstand und die Vereinsfunktionäre sind wiederum beitragsfrei. Unter Anträge und Diversem wird beschlossen, den seiner Zeit aufgenommenen Passus betreffend Aufnahme von Chauffeusinnen als Mitglieder wieder zu streichen. Ferner wird ein Kredit bewilligt für die Anschaffung einer Schreibmaschine, welche dem Schriftführer zur Verfügung steht. Dann wird noch die Einführung einer schwarzen Liste besprochen, um ähnlichen Vereinen ausgeschlossene Mitglieder bekanntgeben zu können. Kaum war der geschäftliche Teil zu Ende, so setzte auch schon die Musik mit ihren Tanzweisen ein, und männiglich suchte Erholung und Abwechslung in zarter Gesellschaft, die sich in der Zwischenzeit recht zahlreich eingestellt hatte. So klang die Generalversammlung in bester Stimmung und Gesellschaft aus und lässt ein ersnriessliches Jahr 1930 erwarten. b. AUTOSEKTION ST. GALLEN - APPENZELL DES T. C. S. Einladung zur Generalversammlung auf Sonntag den 2. Februar, 14 Uhr, im cßchützengarten» (Frobsinnsaal), St. Gallen. Traktanden: 1. Begrüssung durch den Sektionspräsidenten. 2. Wahl der Stimmenzähler. 3. Vorlage des Protokolls der letzten Generalversammlung. 4. Jahresbericht pro 1929. 5. Jahresrechnung pro 1929w 6. Bericht der Kontrollstelle. 7. Festsetzung der Sitzungsgelder VTO 1930. 8. Abkommen mit der «Automobil-Revue» betreffend KdUektivabonnement 1930/32. 9. Beitrag an die Ortsgruppen pro 1930. 10. Festsetzung des Jahresbeitrages pro 1930. 11. Budgetvorlage pro 1930. 12. Wahlen : a) Kommission; b) Kontrollstelle. 13. Allgemeine Umfrage. Wir erwarten recht zahlreichen Aufmarsch unserer Mitglieder von Stadt und Land. Der Vorstand. (Weitere T. C. S.-Meldungen Seite 7) Oel und Fett sind' billiger als neue Lager. Berücksichtige das bei der Pflege des Wagens. Mach dir zur Regel, vor jeder Ausfahrt den Oelstand des Motors zu kontrollieren. 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Nicht minder beachtenswert ist die Leistung des Fluges Zürich-Nairobi, wobei die Gipfel des Kilimandscharo und des Kenia) zum ersten Male überflogen wurden. Die Baiair AG., beflog ausschliesslich die internationalen Linien nach Wien. Amsterdam und Marseille in Verbindung mit ausländischen Gesellschaften. Auf ihTem Streckennetz von 2034 km. befördete die Unternehmung 2758 zahlende Passagiere, 24 Tonnen Post, 89 Tonnen Fracht und 15,8 Tonnen Uebergepäck. Die Ausnützung des Fassungsvermögens betrug durchschnittlich, 31,5 Prozent. Ausserdem beförderte die Baiair noch 1324 Passagiere in Rund- und Sonderflügen. Für 1930 sollen vier neue dreimotorige Flugzeuge eingestellt werden, so dass dieses Jahr eine wesentliche Steigerung der Durchschnittsgeschwindigkeit bei grösster Verkehrssicherheit zu erwarten ist. f. Der Segelflugsport in England. Bis jetzt war der Segelflugsport auf Deutschland und die angrenzenden Länder beschränkt geblieben. Nun hat sich in England die «British Gliding Associaüon» gebildet, die eine ganz energsche Propaganda für den neuen Sport entfaltet. Mehrere deutsche Segelflieger und bekannte Spezialisten, wie Professor Walter Georgi von 'Darmstadt, werden in nächster Zeit in London eintreffen und unter dem Patrone! der «Royal Aeronautical Society» Vorträge und Demonetrationsflüge veranstalten. Vorläufig werden die Segelflugzeuge aus Deutschland bezogen und auch die Instruktoren werden Deutsche sein, doch rechnet man damit, bald auch englische Ap^ parate verwenden zu können. Bei der Leidenschaft, die gerade jetzt in England für das Sportfliegen herrscht, hat der neue und billigere Sport grossa Aussichten. Mr. Howard Flanders. der Sekretär der Gliding Association und selbst ein bekannter Flugzeugkonstrukteur, rechnet damit, dass der Segelflugsport schon in wenigen Jahren hunderttausend Anhänger in Grossbritannien zählen wird. f. Je besser einer fährt, desto weniger be-> nützt er die Bremsen. Ein guter Fahrer regelt die Geschwindigkeit des Wagens fast ausschliesslich mit dem Gaspedal. Jede über' flüssige Bremsung bedeutet Benzinverlast und Abnützung des Materials. CHRYSLER SAGT Einmoderner Wagen braucht ein VIELGANGGETRIEBE Getrieberader mit Innenverzahnung—lautloser und einfacher zu schalten. Einen Gang für hohes Tempo, wenn die Straße frei und übersichtlich ist. Ohne Geräusch oder Pause auf den lautlosen dritten Gang zu schalten, unheimliches Anzugsmoment—vom Schritttempo auf 100 Stundenkilometer! Der nächste Gang ist für samtweichen Start — oder für stärkste Steigungen. Und nun noch ein Gang—ein unerhört kräftiger Gang für den Fall der Not. Um die Kader weich aber nachdrücklich aus knietiefem Schmutz oder Schnee herauszuwinden. Das Chrysler-Vielganggetriebe. Es ist da! — In zwei berühmten neuen Wagen. Chrysler 77 und Chrysler 70. 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6 - 1030 AUTOMOBIL-REVUE 5 Stvaissem Autostrasse Turin-Mailand. Um der infolge des Winters immer grösser werdenden Erwerbslosigkeit zu begegnen, wird der seit längerem geplante Bau der Autostrasse Turin- Mailand bereits sofort begonnen werden. Die Arbeiten nehmen ihren Anfang in Turin. Autounglück und Strassenbau. (Korr.) Der Verfasser des in Nummer 4 der «A.-R.» erschienenen Artikels «Autounglück und Strassenbau» hat mir in mehr als einem Punkte aus dem Herzen gesprochen. So gut im allgemeinen der Kanton Baselland seine Durchgangs- und teilweise sogar Nebenstrassen ausgebaut hat und unterhält, so stiefmütterlich werden sie von den Gemeinden behandelt, besonders im Birseck. Ich habe dabei besonders die Gemeinden Ariesheim und Münchenstein im Auge, die schüchterne Versuche für Trottoiranlagen zwischen Ariesheim und Münchenstein, zwischen letzterem und dem Freilager in Basel (Kantonsgrenze) gemacht haben. Diese sogen. Trottoirs sind weder gewalzt noch geteert, so dass dem Fussgänger kein Vorwurf zu machen ist, wenn er die glatte, geteerte Strasse dem kiesigen, unebenen und bei schlechtem Wetter kotigen Trottoir vorzieht. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob diese Trottoirs ausschliesslich Sache der Gemeinden sind oder ob der Staat sie zu unterhalten hätte, aber im Interesse der Sicherheit von Fussgänger und Automobilist sollte da eine Aenderung eintreten. Und dann noch eines: die Anlage der Kurven ist wohl verfehlt. Für Pferdefuhrwerke mag sie recht sein, aber dass die Kurven auf der äusseren Seite stark abfallen, wie z. B. in der starken S-Kurve unter dem Bahndurchgang zwischen Neue Welt und Ruchfeld, wo der Bahndamm die Sicht hindert und die Strasse ohnehin für den starken Verkehr zu schmal ist, das sollte so bald wie möglich geändert werden. Di© verantwortlichen Stellen sollten einmal selbst fahren, sie würden dann bald dafür sorgen, dass solche böse Stellen geändert würden. Aber freilich, so lange der Baudirektor des Kantons Baselland auf dem Standpunkte steht, den er im Landrate anlässlich der Interpellation wegen des nächtlichen Eisenbahnungliikkes bei Pratteln einnahm: die Unfälle seien eben hauptsächlich den Automobilisten und deren Unvorsichtigkeit zuzuschreiben, so lange kann man nicht auf verständnisvolles Eingehen auf die Bedürfnisse der Automobilisten (die doch meist auch die Allgemeinheit •ngehen) rechnea M. Um die Beatenberg-Staatsstrasse. Man schreibt uns: In oberländischen Srrassenverkehrsfragen scheint unsere hohe bernische Regierung keine glückliche Hand zu haben. Wenn auch die Verdienste des Baudirektors im schrittweisen Schaffen und periodischen Unterhalt von Strassenzügen, die dem modernen Verkehr genügen, rückhaltlos anerkannt werden, versteht es der einzelne Steuern und Abgaben zahlende Handel- und Gewerbetreibende weniger, wenn solche Staatsstrassen, wie im Falle Frutigen-Adelboden, für den Lastwagenverkehr einem einzelnen privaten Konsortium ausgeliefert werden oder, wie im Falle der Beatenbergstrasse, unverständliche Polizeimassnahmen die gesunde Entwicklung der Volkswirtschaft hemmen. Der im letzten, Sommer erstmals eingeführte offizielle Autokurs Beatenberg-Inter- Jaken kam einem tatsächlichen Bedürfnisse, die natürlichen Beziehungen zwischen den beiden Kurorten zu fördern, erfreulicherweise entgegen. Weniger zweckmässig hat sich aber die drastische Verfügung der kant.-bernisch. Polizeidirektion erwiesen, die die besagte Strasse während den zwei wichtigsten Sommermonaten tagsüber für den privaten Lastwagen- und Autobusverkehr kurzerhand sperrte. Indirekt mutete man damit den Lieferantenfirmen zu, frühmorgens ihre Camions nach Beatenberg fahren, dann Auto samt Chauffeur den ganzen Tag oben feiern zu lassen bis der Bürokratismus nach 19 Uhr den Heimweg wieder freigab. Abgesehen von der Unwirtschaftlichkeit eines solchen Betriebes, steht in gewissem Sinne diese Zumutung direkt in Widerspruch zu den einschlägigen Bestimmungen des Berner Autodekretes über die Arbeitszeit der Chauffeure!' Anderseits war durch dieses Verbot dem privaten Autobus-Geschäft die Möglichkeit abgesprochen, Ausflügler, die erfahrungsgemäss eine Vorliebe für den billigen, bequemen Autobus zeigen, nach Beatenberg zu führen. Die Praxis wirkte sich indes auch anders aus, indem mehrere Firmen ihre Lastfuhren tagsüber nach Bedarf ohne Belästigung ausführten, wobei sie bloss die Vorsichtsmass.- regel walten Hessen, direkt hinter den offiziellen Kursen zu fahren, um Begegnungen (die übrigens keine unüberwindliche Schwierigkeiten bieten) zu vermeiden. Die Polizeiorgane haben also Gelegenheit gehabt, sich zu überzeugen, dass dieser Modus vollkommen genügt, um die soviel umsorgte Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die Begründung der in Handel-, Hotellerieund Gewerbekreisen unverständlichen Polizeiverfügung ist vielleicht dadurch gegeben dass ein höherer Staatsbeamter und Stras senfachrnann in den Verwaltungsrat der Bea tenbergbahn gewählt wurde. Daran wird ernstlich niemand Anstoss nehmen, wenn Handel und Gewerbe die Gewähr haben, dass die öffentlichen Strassenverkehrsadern wirk lieh dem allgemeinen Verkehr erhalten bleiben, dass Einschränkungen, soweit solche überhaupt nötig sind, wirklichen Bedürfnissen angepasst und durchführbar sind, und dass die allgemeinen Interessen nicht dem Zweckmässigkeitszwange einer privaten Bahngesellschaft geopfert werden. Vom neu geschaffenen kant, Strassenverkehrsamt erwarten Handel- und Gewerbe, dass es künftig ganz allgemein in Strassenverkehrsfragen zweckdienlichere Lösungen finde, die nicht — wie z. B. das letzt jährige Beatenberger-Experiment — die Gemeindebehörde zum intervenieren veranlassen. VSeHeicht ist es bei dieser Gelegenheit noch nicht zu spät, der Eidg, Postverwaltung den Wunsch der beteiligten Wirtschaftskreise auszudrücken, sie möchte prüfen, ob nicht im Zusammenhange mit dem offiziellen Autokurs die Postvermittlung zwischen Beatenberg und Interlaken wenigstens während den Sommermonaten könnte verbessert und beschleunigt werden. Es kommt leider in der Saison täglich vor, dass gewisse Postkurse ihren Umweg über Thun nehmen müssen, während doch sicher lieh niemand bestreiten wird, dass Beatenberg geographisch und wirtschaftlich enger mit Interlaken verbunden ist. M. Verschifhtng von Automobilen über den Kanal. Seit letzten Mittwoch ist der Trajektverkehr für Autos und Wagen zwischen Dover und Calais eingestellt worden. Die Fahrzeuge werden jetzt mit den Güterschiffen befördert, die jede Nacht, ausgenommen in der vom Samstag auf den Sonntag, verkehren. Die Abfahrt in Dover erfolgt um Mitternacht, während die Schiffe in umgekehrter Richtung Calais um 4 Uhr morgens verlassen. Die Ueberfahrt dauert etwas über zwei Stunden. -o_ LASTWAGEN OMNIBUSSE CARS-ALPINS in unübertroffener Konstruktion EIN BESUCH B* UNS ER ff« WERKEN WrRD 8TE OBERZEUGEN ARBOli * BASEL • MORGES