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E_1930_Zeitung_Nr.009

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Sttanen Eine Neuerung im

Sttanen Eine Neuerung im Strassenbelag wird in St. Gallen vorgesehen! In Gegenden mit starker Nebelbildung, welche asphaltierte oder geteerte Strassen besitzen, kam es diesen Winter verschiedentlieh zu Autounfällen, weil die Wagen ins Gleiten kamen. Diesem Uebelstande will nun die Stadt St. Gallen dadurch abhelfen, indem sie statt gewöhnlichem Schlagkies und Sand Urnergranit zur Mischutig mit dem Strassenbelag verwenden will. Bekanntlich hat Granit den Vorteil der rauheren und härteren Oberfläche, wodurch das Gleiten der Wagen verunmöglicht wird. -ie- Die Frage der Hofstettenstrasse in Thun beschäftigt immer noch viele Gemüter. Seit der bekannten verwerfenden Abstimmung vom letzten Dezember scheint man sich behördlicherseits um das Los der Strasse nicht sonderlich zu interessieren. Es ist sehr bedauerlich, dass man nicht eine energischere Förderung der Sache erwarten kann. Die unhaltbaren Zustände haben inzwischen ein weiteres Todesopfer gefordert, indem der Unfall eines Thuner Bürgers in der Hauptsache den misslichen Strassenverhältnissen zuzuschreiben ist. Es wäre wirklich an der Zeit, wenn sich die Thuner Gemeindebehörden darüber vernehmen Hessen, was sie in dieser Angelegenheit zu tun gedenken, Wenn sie ihrer Pflichten voll bewusst sind, dann müssen sie zur Ueberzeugung kommen, dass dieser krasse Missstand ohne Verzug behoben werden muss und die leidige Angelegenheit baldmöglichst befriedigend aus der Welt geschafft wird. Derartig unwürdige Strassenverhältnisse können einer Stadt, die, wie Thun, den Ruf als Fremdenort geniesst, unter keinen Umständen nützlich sein! -ey. Die Einwohnerschaft des oberen Limmattales, namentlich die Gemeinden Würenlos und Külwangen-Spreitenbach, sind der aargauischen Baudirektion dafür dankbar, dass sie endlich die Arbeiten an der Brücke zwischen diesen Ortschaften vergeben hat. Man hofft, dass in absehbarer Zeit die Brücke so repariert sein wird, dass sie ohne Lebensgefahr begangen werden kann. Die letzte durchgeführte Restauration hat sehr zu wünschen übrig gelassen, denn zwölf Jahre sind für eine Brücke wirklich keine lange Lebensdauer ' Es wird nun Aufgabe der umliegenden Gemeinden sein, die Zufahrtsstrassen und Wege derart in Stand zu stellen, dass die Brücke das werden kann, was sie wirklich sein soll: eine regelrechte Wagen- undFussgängerverbindung zwischen den Ortschaften. Bisher war das leider noch nicht der Fall, denn wenn der Zugang auf dem linken Ufer noch leidlich war, so liess er auf dem rechten Ufer, auf der Würenloser Seite, um so mehr zu wünschen übrig. Die Kosten sollten nun wirklich nicht gescheut werden, damit etwas Rechtes und Solides erstellt werden kann ! Uebrigens haben auch die ausführenden staatlichen Organe ein vitales Interesse daran, dass etwas Ganzes geschaffen wird. -ey. Die Frage des Ausbaus der Ibergereggstrasse kam an der letzten Sitzung des Verkehrsvereins von Schwyz zur Sprache und dieser Verein hat es sich zur Pflicht gemacht, die nötigen Vorarbeiten an die Hand zu nehmen. Bereits ist durch eine Firma ein Gutachten samt Kostenvoranschlag ausgearbeitet worden, worin allerdings nur die wichtigsten und dringendsten Verbesserungen aufgeführt sind. Eine Spezialkommission befasst sich mit den notwendigen Vorstudien und sobald dies© einigermassen abgeschlossen sind, wird sich der Verkehrsverein mit den interessierten Behörden, Korporationen und Vereinen in Verbindung setzen und einen erweiterten Ausschuss wählen, dessen Aufgabe es dann sein wird, diese namentlich für die lokalen Verhältnisse sehr wichtige Frage gründlich zu studieren und Mittel und Wege zu suchen, diesem Gedanken zum Durohbruch zu verhelfen. Bei einigermassen gutem Willen lässt dieses Projekt für alle Schichten der Bevölkerung, nicht zuletzt in wirtschaftlicher Hinsicht, grosse Vorteile erwarten, um so mehr, als auch die Verwirklichung des Sihlseewerkes so gut wie sicher ist und ganz Innerschwyz dadurch nur profitieren würde. R. Die Hofwiesenstrasse in Oerlikon geht ihrer Vollendung entgegen. Bereits werden die Masten, welche die Fahrleitung der zu bauenden Strassenbahnlinie aufnehmen sollen, bis zum Bahnhof Oerlikon erstellt. Die Endpunkte der Linie enden in Schleifen und so soll es auch beim Bahnhof Oerlikon sein. Eine solche Lösung dieser wichtigen Frage ist AUTOMOBIL-REVUE 1930 - Die prächtig« Hängebrücke über die Sarine bei Corhieros im Greyerzer Land hat, da sie den heutigen Verkehnsaasprüchen nicht mehr zu genügen vermag, einer neuen Betonbrücke mit fünf Bogen zu weichen. hier mit Schwierigkeiten verbunden, aber gewisse Kreise wollen sie trotzdem erzwingen. Es wird beabsichtigt, nun die stark bewohnten Häuserblöcke links und rechts der Bahnhofstrasse-Poststrasse zu umfahren, ohne Rücksicht auf den Verkehr und die Bewohner dieser Häusergruppen zu nehmen. Eine dieser Schleifen zieht sich vom Bahnhofplatz durch die Bahnhofstrasse, Mittelstrasse, Schulstrasse in die Poststrasse, während die andere von der Zürcherstrasse durch die Mittelstrasse, Bahnhofstrasse in die Poststrasse führen soll. Diese Linien werden damit durch die schmalen Strassenstücke gezogen und es wird nötig sein, teilweise auch die Trottoirs anzuschneiden. Ferner denke man sich die engen Kurven an den stellenweise unübersichtlichen Strassenkreuzungen, durch welche die Bahn mit einem Radius von nur 16 Metern geführt werden muss. Die Anwohner derselben können sich auf die täglichen Pfeifkonzerte der Räder freuen! Es ist unverständlich, wie man heute im Zeitalter des motorisierten Verkehrs, wo man überall nach grösserer Verkehrssicherheit ruft, solche Verkehrshindernisse schafft. Die ganze Lösung erregt allgemeines Kopfschütteln und die Bewohner protestieren gegen dieselbe, weil sie nur eine Verlegenheitsmassnahme darstellt. R: Bon Bein Bern Bern Bern Bein Bein St. Gallen Thuritu Zürich Züiicb Zürich Arcübrücke bei Buren a.A. Borgdorf-KIrchbere- Trasse. Korrektion ier Kurve von AJchenilüh. Spiez, Verbindungsweg Hondrichstrasse bis Gärtnerei Spiess Spiezmier. „Spiezwilerstutz" 8piez. Verbindungsweg Bahnhoi Spie»- ant, Bahnhofstrasse („Bäreneraben") Bern. Murtenstrasse zwischen Fabrikstrasse und Bünlatrafise Eöniz. Könizstrasse zwischen Waldecgstrasse und Konsum Eöniz. ttagaz-Landqntrtttbei Tardisbrücke Staatsstrasse Diessenhoien-Basadingen Horcren: Alte LandsM zwischen Gasfabrik and Bahnübergang Küsnach' ^eestra^t zwischen Gemeindegrenze Zollikon und Goldbach Bubikon: Strasse Hombreohtikon- Eüti in Wolfhausen Mrassen Kanton Strecke Bemerkungen Pui Lastwagen ttbei t- lonnen Dis auf weiteres gesperrt. Die Baustiecke ist langsam und rorsichtn zu betanren. Baute" ab 10. Dez., ca 3 Mona». Gesperrt. Gesperrt. Gesperrt. Gesperrt to der Bfchtnng Friedhot Laupenstrasse Gesper-t. DnrehganiniTer» kehr Fischermätteli-Kflniz Dmieit. über Waldes»- und Schwarienburgstrasse. Unueitiuu ttuer Maiemekl) Ab ?. Januar fttr ca. 2 Monate gesperrt. Umleitungen über Buchberg und SchJatt. Gesperrt ab OJ. Aovember bis aal weiteres. Pur Verkehr Sichtung Zflrieh gesperrt. Umleitung über alte Landstrasse Eusnacbt und ZoUikerstrasse In ZoUikon. Gesperrt wegen Eanalisatlonsarbeiten. Gebrüder Tuschen a Co. 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N° 9 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE 15 Betrachtungen über die Art des Kreuzens. Wenn sich heute, bei dem immer zunehmenden Verkehr, ein Automobilist, der beruflich und sportlich sich viel auf der Strasse herumtreibt, gewisse verkehrstechnische Fragen überlegt, so kommt er unwillkürlich auf allerlei Betrachtungen, die zum Teil, wenn an die Oeffentlichkeit gelangt, von allgemeinem Interesse sein dürften. Schon öfters ist in automobilistischen Kreisen die Frage der Links- oder Rechtsführung aufgeworfen worden. Es soll nicht der Zweck dieser Zeilen sein, darauf zurückzukommen, denn beide Steuerarten haben ihre erwiesenen Vor- und Nachteile. Jedoch scheint mir liier eines erwähnenswert: das Verhaltender Linksführer bei Kreuzungen. Im allgemeinen kann man die Beobachtung machen, dass, wenn sich zwei Wagen mit Rechtsführung kreuzen, jeder Fahrer auf der äussersten rechten Strassenseite fährt, wobei der grösste Raum zwischen beiden Wagen frei bleibt. Anders wenn zwei links gesteuerte Autos aneinander vorbei müssen. Der überflüssige Raum bleibt in der Regel frei auf beiden Strassenseiten und die Wagen kreuzen näher aneinander. Wie verhält es sich aber bei der Kreuzung zweier Wagen mit verschiedener Steuerung? — Während der rechts sitzende Fahrer seine rechte Strassenseite verfolgt, gibt der ihm entgegenkommende Automobilist mit der Linkssteuerung bloss den zum Kreuzen nötigen Platz frei. Die Folge davon ist eine ungerechte Verteilung des zur Verfügung stehenden Strassenraumes. Diese Erscheinung ist nicht die Folge eines beabsichtigten Verhaltens, sondern eine normale Konsequenz der Konstruktion. Während der Rechtsfahrer als Führungslinie die rechte Strassenseite nimmt, was vom Standpunkt der Verkehrssicherheit unbedingt als das Richtige anerkannt werden muss, ist der Zielpunkt des entgegenkommenden Linksfahrers die linke Seite des Wagens, den er zu kreuzen hat, zuzüglich einen mehr oder weniger grossen Raum. Es ist dies ein begreiflicher Zustand, der, wenn gleich ohne direkt gefährlich, so doch unangenehm wirken muss. Autofahrer, welche Gelegenheit haben, Wagen beider Steuerarten zu fahren, werden sich bei einiger Ueberlegung sofort hierüber Rechenschaft geben und mir in dieser allgemeinen Betrachtung zustimmen. Es liegt ja keinesfalls die geringste Absicht in dieser Handlungsweise, aber beim heute stets zunehmenden Verkehr ist ein korrektes Fahren die Grundlage der Verkehrssicherheit und einigelkurze Augenblicke Aufmerksamkeit in dieser Beziehung würden sicher viel dazu beitragen, diesem Umstand Rechnung zu tragen. Der Zweck dieser Zeilen soll keineswegs eine Kritik der Linksführung sein. Ueber diesen Punkt kann man füglich getrennter Ansicht sein, aber mit gewissen Vorteilen sind auch Pflichten verbunden, die den rein egoistischen Trieb zurückdrängen müssen. Bei Tag wirkt der .oben geschilderte Zustand bereits unangenehm und wird bei Nachtfahrten zur Gefahr. Es braucht.sich b'oss an der rechten Strassenseite ein Hindernis bemerkbar zu machen, das beim abgeblendeten Licht nicht vorher bemerkt wurde. Wenn der kreuzende Fahrer zu nah angeschlossen fährt, so ist bei der Vermeidung des Hindernisses die Kollision unvermeidlich. Der Rechtsfahrer fährt den andern Wagen an, aber auf welcher Seite liegt der effektive Fehler ? Dies ist nur ein Beispiel zur praktischen Erläuterung der Sache. Des öftern habe ich Automobilisten aus den verschiedensten Kreisen gehört, sich diesbezüglich zu beklagen, und es scheint dass es nur zum allgemeinen Nutzen sein dürfte, an dieser Stelle auf den Zustand aufmerksam zu machen. Das Mittel zur Aufhebung dieser Gefahr ist einfach. Keine Gesetze, kein Eingreifen der Obrigkeit, nichts Derartiges, sondern die blosse Ueberlegung Jedes Automobilfahrers bei einigen Kreuzungen, wobei sich jeder Rechenschaft geben kann über die Art und Weise, wie der verfügbare Raum der Strasse verteilt ist und ob diese Verteilung als eine gerechte erscheinen muss. Das übrige wird von selber folgen. Wenn also bei einigen Kreuzungen dieFah-" rer diese Zeilen vor Augen haben, so ist ihr Zweck bereits erfüllt, indem sicher nachher die richtige Art und Weise der Kreuzung eingesehen und auch m der Praxis zur Anwendung gelangen wird. Dr. v. W. ; Lese Grenzverkehr Jesfetten-Lottstetten. Der Unterzeichnete hat seinerzeit Ihren Artikel in Nr.'3 der cA.-R.» betr. Durchgangsverkehr in obgenannten Orten gelesen und er beabsichtigte schon damals, Ihnen ein© be-: zügliche Einsendung zukommen zu lassen,, unterliess es dann jedoch in Erinnerung, an den Text aus der Oper «Die Fledermaus» : «Glücklich ist, wer vergisst usw.». Nachdem Sie nun in Nr. 7 der «A.-R.» weitere Beiträge zu dem liebenswürdigen Entgegenkommen unserer badischen Nachbarn wünschen, diene Ihnen folgendes : Ich besitze einen Lieferungswagen, mit dem ich nur im Kanton Schaffhausen und den angrenzenden Zürcher Gemeinden geschäftlich verkehre und daher für diesen Wagen keinen internationalen Fahrausweis benötige. Im Frühjahr 1929 bat mich mein Bruder, der in Eglisau ein Malergeschäft betreibt, ich möchte ihm eine Anzahl Winterfenster, die er in Schaffhausen zum Neuanstrich in Auftrag erhielt, nach Eglisau bringen, was auch anstandslos gemacht wurde. Am 28. Oktober 1929 musten die Fenster wieder nach Schaffhausen zurückgeholt werden, aber mein Chauffeur kam nur bis Jestetten» wo man ihn weder umkehren noch weiterfahren Hess, bevor er Fr. 15.— Strafe wegen Nichfbesitzes eines internationalen Fahrausweises und eine Mark Strafe wegen über das Nummernschild herabhängender Antriebskurbel bezahlt hatte. Es ist mir leider nicht bekannt, seit wann diese unmotivierte Geldmacherei von Seiten der deutschen Grenzbehörde gehandhabt .wird. Ich habe im Sommer 1926 obgenannten Lieferungswagen neu angeschafft und in Schaffhausen karossieren lassen; ich habe dann denselben zum Anstreichenlassen persönlich nach Eglisau gefahren und dort wieder abgeholt, ohne irgendwelchen Anstand zu haben. Mit dem Personenwagen fahre ich hin. 1 und wieder über Jestetten, z. B. nach Zürich, natürlich mit internationalem Fahrausweis, wurde jedoch bis heute nie angehalten, mit Ausnahme am 14. August 1923, wo ich 218,000 Mark bezahlen sollte, aber in Ermangelung deutschen Geldes damals Fr. 10.- deponieren musste. (Damals wurde eine Durchgangs-Steuerkarte verlangt.) Als ich dann kurze Zeit nachher wieder nach Lottstetten kam, war niemand mehr da, der von einer Zurückgabe, bzw. Auswechslung der deponierten Fr. 10.— etwas wissen wollte. Der betr. Einnehmer soll wegen Defraudation von seiner Stelle weggekommen sein. Dafür habe ich nun aber als Andenken ein grosses Vermögen (leider an Markscheinen)! . Es fahren hier in Schaffhausen täglich eine grosse Zahl deutscher Wagen durch, z. B. während der Sommermonate, von Gottma- :dingen an einem Tage oft. 3—4 Bierautos, welche von Thayngen bis Erzingen aur Schweizerboden fahren, ohne dass diese - ben, meines Wissens, irgend etwas zu bezahlen haben. Es ist uns Schaifhauser Autofahrern schon lange unerklärlich, warum hier nicht Gegenrecht gehalten wird. C. M. Im Auto durch zwei Welten. 48,000 km im Auto durch Europa, Asien, Nord- und Südamerika. Von Glärenore Stinnes. Mit 95 Bildern nach Originalaufnahmen von Carl Axel Söderström und 2 Boutenkarten. 252 Seiten Gross-Oktav Vorlas von Reimar Hobbing in Berlin SW 61. «Im Auto durch zwei Welten» lautet der Bericht über die kühne Fahrt, welche Clärenore Stinnps mit Carl Axel Söderström 1927 bis 1929 durch die alte Welt: Europa und Asien, und durch die neue Welt: Süd- und Nordamerika, unternommen hat. Reges Sportinteresse und kühne Abenteuerlust waren die Triebfedern zur Fahrt, für dea Mann eine mutige Tat, für die Frau aber ein ernstes Wagnis. So fuhren und rasten, schlichen und krochen die beiden allein den weitaus grössten und schwierigsten Teil der 49,000-km- Fahrt von Frankfurt nach Konstamtinopel, Angora, Damaskus, Bagdad, Teheran. Tiflis, dftnu nordwärts über Moskau nach Nowosibirsk, an den Baikalsee, durch Mongolei und Mandschurei nach Peking und Japan. Von dort brachte sie das Schiff über den Pazifik nach San Francisco und eine Küstenfahrt nach Peru. Kaum haben sich mit unsäglichen Mühen und Gefahren die beiden mutiffon Sportleute, unterstützt durch freundliche Hilfe, den Aufstieg auf die gewaltigen Höhen und den Wiederabstieg in die weiten Ebenen Argentiniens erkämpft, streben sie schon in Richtung Chile neuen Erlebnissen zu Panama. Kalifornien. Kanada, Mitte und Westen der Vereinigten Staaten bildon. den Abscbluss und glücklich kehren unsere mutigen Reisenden über den Atlantik in die Heimat zurück. Dies alles schildert Clärenore Stinnes mit der ganzen Anspruchslosigkeit, die neben Unbeugsamkeit des Willens ein wesentlicher Charakterzug ist. Und nirgends wirkt die Darstellung trocken, belehrend oder langweilig, denn auch für die schwierigsten Lagen hat sich Clärenore Stinnos jenen Humor zu bewahren gewusst, ohne welchen die Fahrt vielleicht gescheitert wäre. Verbotene Farben. In China dürfen keine Automobile rot lackiert sein, und zwar aus religiösen Gründen. In Spanien dagegen ist die blaue Farbe verboten, da sie für die königliche Familie reserviert ist. • Tausend Kilometer per Stunde. Louis Bleriot, der bekannte französische Flieger, der zum ersten Mal den Aermelkanal im Flugzeug überquerte, hat einen Becher im Werte von 100,000 franz, Franken gestiftet, der demjenigen Aviatiker zufallen soll, der eine Geschwindigkeit von tausend Kilometern in der Stunde erreicht. -f. Auto-Kühler-Fabrik quäl, extra 7 m, 022 mm Fr. 15.— 8 m, 0 25 mm Fr. 20. — 9 m, 0 28 mm Fr. 26.— 43554 avec boucle, f ranco port Nach dem pat. richtigen Bienenwaben-System. — Grösste KUblwlrkung 4> Patent 98005.— Reparaturen von KQblern aller Systeme. — Neuanfer. Ueuneen von Kotüüsjeln, Motorhauben. 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