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E_1930_Zeitung_Nr.009

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9 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE Strassenverkehr im Kanton Bern zerischen Marken ; Deutschland ist mit folgenden Marken vertreten: (Opel (79), Benz (48). Benz-Mercedes (36), Mercedes (36), Adler (22) und verschiedene. Frankreich: Citroen (898), Amilcar (126), Delage (148), Mathis (129), Renault (269) und Peugeot (294). Italien: Fiat (1087), es ist die am stärksten vertretene Marke, welche aber in den letzten Jahren in starker Abnahme begriffen ist, wie folgende Zahlen zeigen: 1928 kamen noch 183 Fiatwagen neu in Verkehr, 1929 nur noch 132; Ansaldo (199), Bianchi (115) und Lancia (92). Oesterreich: Austro- Daimler (42), Steyr (25). Belgien: Minerva (51), F.N. (27). England ist schwach vertre- Aus der Verkehrsstatistik des bernischen Strassenverkehrsamtes. Der Vorsteher des bernischen Strassenverkehrsamtes, Fürsprecher Mühlemann, lud Wagen ziemlich teuer sind, Rolls-Royce (5) ten, es liegt dies daran, dass die englischen Montag den 27. Januar einige Pressevertreter zu einer Aussprache über bernische Ver- Am stärksten vertreten sind die amerika- und Austin (16). kehrsangelegenheiten ein. Der Aussprache nischen Marken. Die nach der Zahl wichtigsten Marken sind: Buick (455), Ford (430), wohnte auch Herr Regierungsrat Stauffer, Polizeidirektor des Kantons Bern, bei. Regierungsrat Stauffer begrüsste die Anwesenden Hupmobile (104), Nash (145) und Packard Chrysler (298), Chevrolet (293), Essex (194), und sprach die Hoffnung aus, dass durch die (101). Ferner sind noch verschiedene Marken mit weniger als 100 Wagen vertreten. heutige Aussprache der Kontakt zwischen Behörde und Presse ein besserer werde. Die Bei den Lastwagen ist das Verhältnis der Behörden, insbesondere Polizei- und Baudirektion, hätten alles Interesse daran, dass in den neuerdings so wichtigen Verkehrsfragen das Publikum richtig informiert wird. Von den Behörden nahmen ausser Herr Regierungsrat Stauffer und Direktor Mühlemann noch Herr Wenger und Herr Wiesmann, kantonaler Automobilexperte, teil. Der Effektivbestand der Motorfahrzeuge im Kanton Bern ist nach den neuesten Zusammenstellungen des bernischen Strassenverkehrsamtes folgender: Personenwagen und Camionnettes bis zu 1000 kg Tragkraft Lastwagen Traktoren, gewerbliche Traktoren, landwirtschaftliche Motorräder Anhängewagen Händlernummern für Automobile Händlernummern für Motorräder Fahrräder 1928 1929 8288 1153 84 •14 6 886 192 8762 1138 84 34 7 559 201 241 127 172096 164 968 Ueber die Zusammensetzung der Motorfahrzeuge nach Fabrikmarken machte Herr Mühlemann noch folgende Angaben. Es zirkulieren Anfang 1930 im Kanton Bern Personenautos folgender Marken: Martini (203), Pic- Pic (74), Maximag (24), dies die drei schwei- inländischen zu den ausländischen Marken ein günstigeres. Von der Gesamtzahl von 1138 Wagen sind 654 Schweizerwagen, und zwar Saurer 309, Berna 302, Martini 43. Die übrigen Marken verteilen sich wie folgt: F.B. W. (31), Arbenz (20), Renault (20), Benz (12), und verschiedene (401). Die Zahl der V'erkehrsbewittigungen ist gewaltig angestiegen- In den letzten zehn Jahren (1919—1929) kann in allen Kategorien Autos und Motorräder eine zehnfache Vermehrung festgestellt werden. Die folgende Tabelle* gibt darüber Aufschluss: Verkehrsbewilligungen Fahrbewilligungen Autos Motor- Fahrräder Autos Motor* räder räder 1919 1116 765 — 1575 832 1920 1749 1044 — 2523 1147 1921 2184 1423 — 3189 1542 1922 2837 19i7 109329 3840 2175 1923 3658 2341 120932 4947 2774 1924 3910 2350 131241 5383 2929 1925 5867 3598 140520 7731 3710 1926 7142 4594 154985 10017 5026 1927 8515 5911 160369 12620 7147 1928 9637 7118 164967 14214 8574 1929 10704 8038 172096 15835 9356 Die bedeutend grösseTe Zahl von Fahrbewilligungen bei den Autos, im Verhältnis zu den Verkehrsbewilligungen rührt daher, dass Automobilsteuern Motorradsteuern Verkehrsbewilligungen f. Automobile Verkehrsbewilligungen f. Motorräder Fahrausweise für Automobile Fahrausweise für Motorräder Internationale Ausweise Velogebühren beim Automobil meistens mehrere Personen eine Fahrbewilligung für das gleiche Automobil lösen, während bei den Motorrädern nur der Besitzer fährt. -Entsprechend dem riesigen Anwachsen der Verkehrsbewilligungen ist auch die Summe der Steuern ganz bedeutend gestiegen. Sie machte zum Beispiel für Automobile im Jahre 1920 noch rund 168 000 Franken, während sie 1929 bereits 2 691000 Franken betrug. Auch die Einnahmen aus den Steuern sind auf mehr als die zehnfache Summe gestiegen in den letzten zehn Jahren (siehe die untenstehende Tabelle). Herr Mühlemann macht darauf aufmerksam, dass dieser grosse Steuerbetrag ausschliesslich und restlos für den Strassenbau verwendet werde. In dieser Hinsicht können sich die Motorfahrzeughalter nicht beklagen, denn die von ihnen bezahlte Steuer ^kommt ihnen selbst wieder zu gut durch Verbesserung der Strassen. Zum Schlüsse seiner Ausführung machte Herr Mühlemann noch einige interessante Angaben über die Arbeit des Strassenverkehrsamtes- Zur Zeit der Ausstellung der neuen Verkehrsbewilligungen wurden an einem Tage 700 Besucher gezählt. Telephonische Anfragen gelangen durchschnittlich 70 pro Tag an das Amt- Dies rührt auch daher, dass viele Automobilisten die Rundschreiben des Strassenverkehrsamtes nicht gründlich lesen. In seiner* ganzen Arbeit geht das Automobilamt von der Ansicht aus, dass die Verwaltung dem Volke zu dienen hat und nicht umgekehrt. Mit Beifall wurden diese Erläuterungen von Direktor Mühlemann angehört. Herr Regierungsrat Stauffer sprach noch über die Arbeit der Polizei. Der Verkehr, der auf unsern kantonalen Strassen so unheimlich angewachsen ist, bedingt auch eine durchgehende Verbesserung des Strassennetzes. Was die Hauptstrassen anbetrifft, so steht der Kanton nicht schlecht da. Jedoch müssen noch viele Nebenstrassen verbessert werden. Die Kontrolle der Polizei hat durchaus keinen fiskalischen Zweck, wie man immer behauptet. Sie wird in erster Linie im Interesse eines reibungslosen Verkehrs gemacht. Wir können mit Genugtuung konstatieren, dass die Zahl der Unfälle 1929 zurückgegangen ist. Sehr wichtig ist auch die Fahrausweiskontrolle. Es werden immer wieder Leute angehalten, die ohne Fahrausweis und, was schlimmer ist, ohne Versicherung ein Motorfahrzeug lenken. Die Geschwindigkeitskontrollen werden nur noch innerorts gemacht. Keine Kontrolle kann vom Polizisten ohne besondern Auftrag gemacht werden, jedoch können die Gerichtspräsidenten von sich aus Kontrollen veranlassen. Darauf hat die kantonale Polizeidirektion keinen Einflussin der Diskussion wurde vom Vertreter der «Automobil-Revue» die Frage gestellt, wie es sich mit der kantonalen Verkehrsgesetzgebung verhalte. Regierungsrat Stauffer gab Auskunft, dass die kantonalen Behörden an der Arbeit seien. Der Entwurf zu einem kantonalen Verkehrsgesetz liegt vor und soll noch mit den prinzipiellen Bestimmungen des eidgenössischen Verkehrsgesetzes in Uebereinstimmung gebracht werden. Auch die stadtbernische Verkehrsordnung kann nicht vor Erlass des kantonalen Gesetzes in Kraft treten, da man verhindern will, dass die verschiedenen Stadtgemeinden verschiedene Verkehrsordnungen herausgeben. Natürlich steht es der Stadt frei, über Parkierungsplätze, Einbahnstrassen usw. besondere Verordnungen zu erlassen. Eine Anregung von Redakteur Riesenmey, Präsident des bernischen Motorfahrerverbandes, bezüglich besserer Beleuchtung der Käsereifuhrwerke wurde von 1 Regierungsrat Stauffer entgegengenommen. Die Vorschriften sind vorhanden, aber sie werden leider nicht überall befolgt. Es ist dies eine Frage der Zusammenstellung der Einnahmen für Steuern und Gebühren für Motorfahrzeuge und Fahrräder im Kanton Bern von 1920 bis 1929 1920 1921 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928 1929 168380 628064 733987 918 954 1050 580 1575 338 1854 786 2156 456 2417 058 2 691753 18 965 57 340 80 240 105 350 113150 154 211 194 949 241127 278 628 322 245 34980 65 520 85110 109 740 117 300 176 010 214 260 255 450 289 370 320 290 5 220 14 230 19170 23 410 23 500 35 980 45 940 59104 71180 80 375 12 615 31890 38400 49 470 53830 77 310 100170 126 200 142140 158 350 2 294 7 710 10875 13 870 13145 18 550 25130 35 735 42 865 46 777 — — 625 1165 1300 3120 4335 4835 5560 7100 19Q30?; 91fi90n 91RRP1R 9Pfl 9A9 9AQ QOn 9R7 77» 9Q* Pn9 3=>n 75« S9Q Q3/L QAA 99rt Total 365 779 1021034 1187 065 1452 201 1622 735 2 308 297 2 734922 3199 645 3 567 735 3 971000 *••••••••••••••••••»•••••••••••£ ! Die Sicherheit § [7 • in der verkehrsreichen Stadt DE 193O MODULE BAT .. •„„„« de route parfaite Um sich ohne Unannehmlichkeiten und Unfall in die bewegte Stadt hineinzuwagen, muss man seines Wagens und sicher sein. seines vollkommenen Langsamlaufes seines augenblicklichen Anspringens seiner kraftvollen Beschleunigung Man braucht den VERGASER, der nie versagt, dessen Einfachheit seine Sicherheit verbürgt: ü Generalagent für die Schweiz: Henri Bachmann Biel Genf Rne de l'Höpital 12b Place des Eanx-Vives 9 Tel. 48.42.48.43,48.44 Telephon 25.641 ••••••• aa>i