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E_1930_Zeitung_Nr.013

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12 Al'TOMORIL-RFVUE

12 Al'TOMORIL-RFVUE 1930 - N P 1J Autotouristik und Sport sind an keine Jahreszeiten mehr gebunden, sie kennen den Winterschlaf der Natur nicht Das erstklassige Strassennetz der Schweiz läsat an milden Wintertagen seine Fahrbahnen bis zu den zahlreichen Wintersportplätzen des Hochgebirges benützen. Der Wettergott hat den Traum der skifahrenden Automobilisten erfüllt, die Alpen stellen zur Zeit ein einziges Sportfeld mit zwingender Wirkung auf die Unternehmungslust dar! Tausende anderer Automobilisten nehmen in warmer Höhensonne auf Hotel-Terrassen sitzend mit den unvergleichlichen Ersteindrücken der winterlichen Gebirgspracht das bunte Gepränge internationaler Sportwelt in sich auf. Auch für sie ist eine Wintersportfahrt ein autotouristisches Ereignis von bleibendem Erinnerungswert 1 Wenn der Winter nicht mehr in die Niederungen kommt, so suchen ihn die Menschen in seiner Gebirgsresidenz auf. Der Automobilist führt ihm die Seinen bei milder Witterung im eigenen Wageri zu; je weiter der Weg, und je höher die Personenzahl, um so höher die „Ersparnis. • Ohne einen zuverlässigen Reiseführer sind solche Fahrten abetf ein Wagnis, ein Kinderspiel aber mit ouren- || rtl " beschreibungen Uregister nterkiinfte eiseprojekte Infor- [mationen ach- « | schlagungen ^1 Lexikon Sucht schon der mit der Bahn reisende Tourist einen Führer zur Vorbereitung vor der Reise und Nachschlagung am Ziel, um so nötiger hat der Automobilist ein derartiges Orientierungswerk schon zur Bestimmung der selbst zu wählenden Fahrbahn. O. R. Wagners Reiseführer für Äutomobilfahrer, offizielle Ausgabe des Touringclubs der Schweiz, zeigt im Kartenwerk und Textteil die lohnendste Route von jedem Standort zu jedem Punkt der Schweiz. Unternehmungslustige Automobilisten lassen das Buch rechtzeitig zum Vorstudium kommen, projektieren daraus Winter-, Frühjahrs-, Sommsr- und Herbst-Fahrten A.-G., ABT. TOURING-VERLAG, USü.cli.ex'asettel Senden Sie sofort per Nachnahme Exempl. CH Touplng, Automobilführer der Schweiz, zum Abonnentenpreis von Fr. 9.60, zum regulären Preis von Fr. 12.—. (Nichtzutreffendes streichen.) Preis der 15. Ausgabe in elegantem Rotleineneinband nur ... den Abonnenten der Automobil-Revue 20 % Rabatt Verlag, AdumuüUauon, Uruck und Cuchene: HALL WAG A.-G. HaUersche ßuctidrucfcerei uad Wagnersclie Veriassanstau, üero

N» 13 III. Blatt BERN, 14. Februar 1930 Verkehrswoche Lausanne Vorbereitungen auf den 11.Mai Am 11. Mai wird in Lausanne eine Verkehrswoche beginnen, zu der die Vorbereitungen schon jetzt in vollem Gange sind. An diesem Tage wird ein grosser Umzug stattfinden, an dem etwa 200 Fahrzeuge aller Art teilnehmen. Ausser den Motorfahrzeugen sollen auch Pferdefuhrwerke und Fussgänger mitwirken, während eine Anzahl Trottinettes für eine jugendliche Note im Gesamtbild sorgen. Die Zuschauer werden also jedenfalls auf ihre Rechnung kommen. Vorträge und Filmvorführungen. An den darauffolgenden Tagen sind Vorträge mit Filmvorführungen an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten vorgesehen, so abends 7.30 Uhr in den Kinos und nachts wahrscheinlich im Splendid und im Kasino. Die einleitenden Vorträge werden von den Herren Andre Bussy, Präsident der Autosektion Waadt des T. C. S., und Staatsanwalt Capt gehalten. Die Filme, die gezeigt werden, sind: einmal der schweizerische Verkehrsfilm und dann ein speziell für diesen Anlass aufgenommener Strassenfilm von Lausanne. Ferner werden als Lichtbilder die offiziellen Photographien der Polizei verschiedener grosser Unfälle in und um Lausanne vorgeführt und kommentiert werden. Besondere Vorstellungen sind besonders auch für die Schulen vorgesehen. Ferner wird ein Plakat- und Zeichnungswettbewerb für Schüler und junge Leute ausgeschrieben, der sicher manch originelle Idee zeitigen wird. In den Schulen selbst sollen Diktate, Aufgaben und Demonstrationen des -Lehrers die Kinder auf die Wichtigkeit des richtigen Verhaltens auf der Strasse hinweisen. Die Lehrerschaft soll zu dem Zwecke noch besondere Instruktionen erhalten. Dieser Verkehrsunterricht in den Schulen wird durch Abgabe eines illustrierten Büchleins, das die Gefahren der Strasse sowie die wichtigsten Verkehrsregeln aufzählt, unterstützt. Wie schon bei einem ähnlichen Anlass in •La Chäux-de-Fonds wird auch in Lausanne ein Schaufensterwettbewerb für Verkehrsfragen stattfinden. Am letzten Tage der Verkehrswoche, dem 17. Mai, werden auf einer genügend breiten Strasse, die noch nicht bezeichnet ist, verschiedene Demonstrationen durchgeführt, bei denen Automobilisten, als Fussgänger N" 13 III. Blatt BERN. 14. Februar 1930 Die Uebergänge für Fassgänger. Die Polizei von Lausanne wartet nicht, bis die Verkehrswoche ihre Wirkung beim Publikum tut. Schon seit einiger Zeit hat sie den Versuch gemacht, durch weisse Linien und durch Tafeln « Traversee des pietons » (uns scheint « pour les pietons » wäre etwas höflicher gewesen) den Fussgängerverkehr auf dem Place St. Francois zu kanalisieren. Die Erfahrungen sind soweit gute, besonders na- FussgSngerstreifen in Lausanne. Auf dem Place St-Frangois in Lausanne bezeichnet« die Polizei Fusseängerstreifen durch weisse Bänder, die periodisch erneuert werden. (Photo Auto-mobil^Revue.) Weissbemalte Platanen in Genf. Am Quai Wilson wurden an der bekannten und gefährlichen Kurve, dio im obigen Bilde-vorgeführt ist,, die Platanen durch Automobilfahrer weiss bemalt. Sie haben damit mehr Initiative demonstriert als die verantwortliche Behörde. «verkleidete» Polizisten, Radfahrer, Holz-, puppen usw. mitwirken sollen, um dem Pubiikum beizubringen, wie Verkehrsunfälle passieren und wie sie verhütet werden können. Auf der Strasse selbst werden Linien und Aufschriften gemalt sein, um die Sache recht übersichtlich und anschaulich zu gestalten. Die Organisation. Die Verkehrswoche in Lausanne wird mindestens 16 000 Franken kosten, eine Summe, die sich bezahlt macht, wenn es gelingt, in der Bevölkerung den schlummernden Strassensinn zu wecken. An die Kosten tragen die Stadt, der Staat und der Privathandel bei. Das Organisationskomitee besteht aus den Herren Polizeidirektor Bridel, Wachtmeister Brunner, Polizeisekretär Aubert und Contini, Geschäftsagent. türlich in den Hauptverkehrsstunden, wo Polizisten das Publikum nötigen, die Linien auch zu respektieren. Ein grosser Nachteil ist allerdings, dass die weissen Bänder immer wieder neu gestrichen werden müssen, eine Operation, die morgens zwischen 2 und 3 Uhr vorgenommen wird, damit die Farbe trocknen kann, bevor der Verkehr einsetzt. Um dem häufigen Bemalen zu entgehen, würde jetzt in England besonders widerstandsfähiger Emaillack bestellt und ferner sollen auch Versuche mit rechteckigen metallenen Blöcken, die in den Strassenbelag einzulassen sind, gemacht werden. Diese Blöcke bilden dann eine Linie, die nichts mehr auswischen kann. -o- Ein neuer Motor, der eine Nacht lang gestanden hat, sollte immer zuerst mit der, Handkurbel angeworfen werden. 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