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E_1930_Zeitung_Nr.017

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9 12 AUTOMOBIL-REVUE

9 12 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N» 17 Ein automobilfeindlicher Landrat scheint Herr Furrer in Silenen zu sein. Das zeigt sich, wenn man die Berichte über die letzte Landratssitzung in der urnerischen Presse verfolgt. Es kamen im Landrat u. a. auch verschiedene Fragen des Strassenunterhaltes zur Sprache, über die wir an anderer Stelle dieses Blattes berichten. Bei der Diskussion derselben zeigte sich dann so recht die rückständige Gesinnung des Herrn Landrat Furrer. An gar vielem wusste er zu nörgeln, und jeder Franken, der für Stras- .senausbau oder -unterhalt ausgegeben werden sollte, war ihm für diese Zwecke zu viel! Vom Dorf Amsteg bis zur Station soll es Oberflächenteerung geben. Aber Herr Landrat Furrer war nicht dafür, denn nach dem Bericht im «Urner "Wochenblatt» sagte er, dass, bevor in Ursern die Wasserleitungen in Ordnung seien, die Strassenpflästerung in Andermatt nicht gemacht werde. Dann sei die Furkastrasse auch nicht als Automobilstrasse gebaut worden, und wegen den Postautos allein mache man nichts. Wenn diese immer etwas Neues gemacht haben wollen, dann mögen sie es selbst bezahlen, meinte der Herr Landrat, und fuhr in seiner nicht gerade autofreundlichen Rede fort:' «wir würden gut daran tun, den Steinbrecher etwas in Ruhestand zu versetzen und wieder Bollen in die Fahrbahn hineinzustützen, da würde die Autoraserei am ehesten aufhören. Es hätte nichts zu sagen, wenn die Autos von einer Seite auf die andere gigampfen»... Auch die Furkastrasse gab an dieser Sitzung ordentlich zu reden, und auch hier zeigte sich Herr Landrat Furrer von einer ganz bedenklichen .Seite, denn er möchte, wie er sagte, am liebsten verlangen, dass t* •- Zu verkaufen 8 Stück DT Michelin-Räder 955X155, inkl. Bereifung bereits neu, wegen Umänderung billig. Passend für 2—3 Tonnen Tragkraft. E. Tissot, Garage, Wilderswil. Tel. 347. 43886 Torp.-commerclale, 15 HP. HUPMOBILE 4 cvL, äclairage Bilux. carburateur Solex, dynamo, magn., phares Bosch et batterie neuve. En parfait etat, ainsi cpi'une CAMIONNETTE FAFNIR 1 AUTO CITROEN i FIAT 501 4-Plätzer. noch wenit gefahren, in prima Zustand billig. — J. Vetterll. obere Mooastr 14. H6ngg. an

Mo 17 — min Autozölle und Steuerformel in England Sir William Morris sprach kürzlich über die englische Automobilindustrie und die Frage der Zölle. Der bekannte englische Fabrikant ist der Meinung, dass die englische Automobilindustrie in Uebersee nur ein Absatzgebiet linden kann, wenn sie die Preise niedrig hält. Das wird ihr ermöglicht durch einen hohen Schutzzoll auf eingeführte Auslandswagen. Morris gab bekannt, dass mit Einrechnung der Zubehörindustrie die Morris-Werke jährlich 70000 Personen beschäftigen. Jeder Käufer eines ausländischen Wagens solle deshalb sich überlegen, dass er dadurch einen Engländer auf zwölf Monate brotlos mache. Nur durch Schutzzölle könne die britische Industrie ihre einstige führende Stellung zurückerlangen. Auch in England hat man den Vorschlag gemacht, Sondergerichtshöfe für Automobilisten einzuführen. Man ist der Meinung, dass solche Fachgerichte die allgemeinen Gerichtshöfe stark entlasten würden. Es besteht aber nicht viel Aussicht auf Verwirklichung lieses Postulates. Schliesslich rriüsste man tuch in konsequenter Anwendung dieses Grundsatzes für jeden Zweig von Oesetzesibertretungen ein Sondergericht haben. Der Kampf um eine neue Steuerformel geht veiter. Der Fabrikanten verband hat es der Regierung nahegelegt, sich darüber mit seilen Vertretern zu beraten. Die PS-Steuer oll — nach dem Vorschlag der Fabrikanten - auf 10 Mark pro 100 cem festgesetzt werlen. Eine etwaige Verringerung der direkten Abgaben könnte durch indirekte Einkünfte Lompensiert werden, und zwar durch erhöhte Produktion in allen mit der Motorindustrie 'erwandten Gebieten. Die neue Steuer würde ür die kleineren und mittleren Wagen eine THUJULJunnro Galoschen, Schneeschuhe! Reparaturen aller Gummiwar^n — Auswahisendung Steuerverringerung von 33% bis 50 % zur Folge haben. Aus Händlerkreisen wird geltend gemacht, dass die vorgeschlagene Kubikzentimeter- Steuer sich für die Auslandswagen günstig auswirken würde und dass z. B. die amerikanischen Wagen besser dabei wegkämen wie die gleichen englischen Marken. Die jetzige PS-Steuer hätte den englischen Markt gegen das Ausland geschützt, was bei der neuen Steuer nicht der Fall sei. Ueberhaupt macht sich in England in allen Kreisen eine Antipathie gegen den Freihandel geltend. England, welches jahrelang das Boll- AUTDMOBTL-RrVUE Grossgarage aus Glas Einblick in die verschiedenen Stockwerke werk des Freihandels war, ist gezwungen, immer mehr seine Rettung in Schutzzöllen zu suchen. Die iibermässige Arbeitslosenfürsorge belastet das steuertragende Volk ausserordentlich. Englands Ausfuhr steht in keinem Verhältnis zur Einfuhr. Der englische Fabrikant hat höhere Steuern zu tragen als irgend ein Konkurrent im Auslande. Da die andern Nationen meistens sehr rigorose Zölle zum Schütze ihrer eigenen Industrien haben, findet die englische Ware kein genügendes Exportgebiet. Der englische Automobilclub hat nach neuesten Nachrichten eine neue Abteilung gegründet, die, sich nur mit Verkehr, Strassenanlagen, vStrassenverbesserungen, Zeichengebung, Warnungstafeln etc. beschäftigen vird. Als Vorsitzender dieser Abteilung wurde Sir Henry Mayburg gewonnen, der während des Krieges im Verkehrsministerium eine ähnliche Tätigkeit ausführt«. Gr. Radio im Dienste des Automobilisten. Det französischen Automobilindustrie liegt gegenwärtig wieder ein Projekt auf Verwertung der drahtlosen Telegraphie für Automobilisten vor. Alle Automobilisten sollen mit leicht anzubringenden kleinen Sendegeräten versehen werden, die bei Unfällen oder Brennstoffmangel mit der nächstgelegenen Hilfsstation in Verbindung treten können. Jeder Wagenführer erhält ausserdem ein© besondere, in numerierte Quadrate eingeteilte Karte, so dass es genügt, wenn die Nummer des Quadrates, in dem sich der hilfesuchende Wagen befindet, angegeben wird. + Die schweizerischen Postautomobile als Muster für polnische Autobusse. Die polnische Regierung setzte kürzlich einen bedeutenden Kredit zur Anschaffung von Automobilen und Lastwagen fest. Bis anhin war der Autotransport für Personen und für Lasten in Polen nur einigen wenigen konzessionierten Gesellschaften überlassen worden. Di© polnische Regierung hat nunmehr das Auto- Transportwesen in eigene Regie genommen. Bevor jedoch weitere Typen von Omnibussen und Lastwagen zur Anschaffung kommen, entsandte die Regierung einen hoben Funktionär in die Schweiz, der nun den Postautomobildienst, speziell auch den Winterdienst, auf unsern Alpenstrassen zu studieren hat. lt. NAEF & SPECKER, GUMMI A.-G. 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