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E_1930_Zeitung_Nr.017

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Die Sonne sei stets Ihre

Die Sonne sei stets Ihre Begleiterin! Dampf und drückend empfinden Sie da« Fahren im Sommer in Ihrer Limousine und doch, wie **ind Sie als Geschäftsmann und Tourist über das wind- und regengeschützte Geborerensem froh, wenn Sie im Winter und Herbst tagtäglich Ihren Wagen fahren müssen. Forfan sollen Sie im Sommer die herrlichen Eigenschaften eines „Sunsatoon" geniessen können und im Winter oder bei sdiledifer Witterung sich in einem geschlossenen Wagen wohl fühlen. Dazu verhilft Ihnen das ARBENZ-SUNSALOON-ROLL-VERDECK Blick aus der geöffneten Limousine mit Arbenz-Sunsaloon-Roll-Verdeck das Sie bei nacherwähnten Carross'ers und Autosattlern in Ihre Limousine einbauen lassen können. Vollständige Abdichtung, absolute Geräuschlosigkeit, leichteste Handhabung auch während der Fuhrt. Beschädigung des Verdecks» off es durch Falten oder Einklemmen unmöglich! Jedes Fnigereinklemmen ausgeschlossen. Lassen Sie in Ihre jetzige Limousine ein Arbenz-Sunsaloon-Roll-Verdeck einbauen. Otto Kutterer, Autosattlerei, Zürich 8 Carrosseriewerke Bern, Ramseier. Streun & Ca., Bern Gangloff S.A., Carrosserie, Zürich Müller & Marti, Autosattlerei, Bern A. Müller, Autosattlerei, Zürich 3 Otto Dietrich, Garrosserie, Basel Jean Gygax A.-G., Carrossier, Blei K. Egli, Carrosserie, Basel Alb. Ruckstuhl, Carrossier, Luzern Elektr. Licht und ttsseranlagen System „BOSCH" oder „EISEtlANN" "* Umänderung Vertretung und für Reparaturen die Schweiz an der bestehenden „Nortti-Eesf-Fabrika'e An'agen. — Modernste fai Rochester" und berte Abblendvorrichtungen- — Kostenlose und unverbindliche Beratung Jurob bewährte Fachleute. — Ständiges Lager in: Magnetapparaten, Lichtmaschinen, Anlassern, Scheinwerfern, Akkumulatoren, elektr. Hupen und Klaxons, Schaltapparaten, Sicherungen, Glühlampen. Zündkerzen, Leitungs- und Installationsmaterial usw. — Preislisten und Utierlen ant Verlängern REPARATUD WERKSTÄTTEN für Magnetapparate 'und für elektr. licht* und AnLasseranlagen aller Systeme. ZÜRICH 3 GutenDerotlr 10 AUTOMOBIL-REVUE 195*0 — Dänische Autoschau. Der diesjährige dänische Autosalon in Kopenhagen dauert vom 21. Februar bis zum 2. März. Es werden in Kopenhagen in der Hauptsache nur die marktgängigen Typen gut eingeführter Firmen zur Schau gestellt. Der Interessent findet am dänischen, genau wie an andern Salons, verschiedene Neuheiten, obschon die dänische Autoschau zeitlich nicht so günstig liegt, wie die kommende schweizerische Autoschau in Genf. In Kopenhagen sind immerhin ein paar von den letzten amerikanischen Modellen zu sehen. Die Neuerungen betreffen vor allem das Aeussere der Karosserie, die Kühler und Haubenformen, die Form der Kotflügel, die Scheinwerfer, die Armaturen und die Lenkradausrüstungen neben andern weniger sichtbaren Veränderungen am Motor oder Chassis. Neue Modelle. Unter den amerikanischen Konstruktionen nennen wir, ohne abschüessend zu sein, die neuen Achtzylindermodelle von Hudson, Dodge Brothers, Nash, Marmon (alle Reihenmotoren) sowie der neue Oakland mit V- Motor. Neue Typen finden sich auch bei Reo, Peerless und Elcar. Unter den europäischen Wagen findet man das Modell « Umberto », den neuesten Kleinwagen von Fiat, dann die Nervasteüa zu 4,2-Liter-Achtzylinder von Renau.t und schlieslich einen Wagen aus dem hohen Norden, den «Volvo», welcher aus der einzigen Automobüfabrik Schwedens stammt. Die deutsche Industrie ist zahlreich vertreten. Wir erwähnen darunter Adler, mit neuen Karosserie-Typen, Mercedes-Benz, ebenfalls mit neuen Karosserieschöpfungen, dann Brennabor, mit dem verbesserten Juwel, ferner Opel und N. S. U., beide mit 1930er-Modellen. Horch führt ein neues Tiefrahmen-Modell vor, bei dem die Federn ausserhalto des Rahmens angeordnet sind. Die neue Konstruktion verspricht eine Erhöhung der Fahrsicherheit. Neuerungen in den Details. Eine Fülle von Neuschöpfungen und Weinen Details erfreut auch in Kopenhagen den Besucher. Bei Packard und Peerless erkennt man beispielsweise an der Karosserie B'endschirme zum Schütze des Führers und der Insassen, welche aus Stoff verfertigend durch einen gelenkigen Arm in jeder gewünsc hten Stellung fixierbar sind. Interessant sind bei Hudson und Essex die schmälen Stahlsäulen der Karosserie, welche das Blickfeld ebensowenig beeinträchtigen wie die Säulen der Ganzstahllimousinen. Eine kluge Kombination bietet der «Wunderknopf» am Lenkrad bei Marmon und Perrless, mit dem die gesamte elektrische Anlage bedient werden kann. Am gleichen Knopf 'assen sich Hupe, Lampenanlage und Anlasser bedienen, wobei besonders auch die Möglichkeit der Abblendung hervorgehoben sei. Der Knopf ist im Zentrum des Lenkrades angebracht. Eine Pariser Karosseriefirma beweist, dass auch kurze Wagen mit vier Türen versehen werden können, wenn die seitlichen Armlehnen für die hintern Sitze an der Türe befestigt werden. Beim schwedischen Wagen « Volvo > sind die Werkzeuge in einem besonderen Behälter, der mit den Kotflügeln kombiniert ist, eingelassen. Wirtschaftliches. Di^ Amerikaner behaupten auch in Dänemark eine Vormachtstellung. Sechzig Prozent der Aussteller sind amerikanische Firmen. Ford und Chevrolet stehen im Absatz von Volksautomobilen in Dänemark an erster Stelle. Die Position dieser Firmen ist gefestigt. Für andere europäische Staaten kommt bloss der Absatz von Wagen mittlerer Klasse und höchster Klasse in Betracht. La. S«h 5,8 Millionen Fr. Betriebsüberschuss der Schweizerischen Bundesbahnen. Die Schweizerischen Bundesbahnen haben erfreulicherweise im ersten Monat dieses Jahres wiederum einen günstigen Abschluss zu verzeichnen. Der Ueberschuss der Betriebseinnahmen beläuft sich auf 5,8 Millionen Franken. Befördert haben die S. B. B. 10,5 Millionen Personen, während im Januar 1928, da das Betriebsergebnis bedeutend schlechter war, rund 10,2 Millionen Personen zur Beförderung gelangten. Der Gütertransport des verflossenen Monates stellte sich auf 1*39 Millionen Tonnen gegenüber 1,33 Millionen Tonnen im Jahre 1928. Die Einnahmen aus dem Personenverkehr ergaben ein Total von 10,7 Millionen Franken (10,3 Millionen). Eigenartigerweise sind die Einnahmen im Güterverkehr, trotz erhöhter Transportmenge, 'eicht gesunken (16,80 gegen 16,87 Millionen Franken). Das Total der Betriebseinnahmen ergibt 29,91 Millionen Franken (29,61 Millionen). Die Betriebsausgaben sind von 23.2 Millionen Fr. auf 24 Millionen Fr. gestiegen.' Als Ueberschuss der Betriebseinnahmen wurden daher 5,8 Millionen Fr. festgestellt. Wenn dieser Betriebsüberschuss vor allem aus einer besseren Verkehrsgestaltung und aus rationellen Betriebsmassnahmen herrührt, so ist der Automobilist nicht der letzte Mann im Volke, der die Bestrebungen der S. B. B. anerkennt. Er hofft aber auch, die Bundesbahnen werden im Hinblick auf diese günstigen Betriebsergebnisse weitere defensive Massnahmen unterlassen, die Veranlassung wären, den Kampf zwischen Eisenbahn und Auto in wirtschaftlich ungesunder Weis« zu verschärfen. It. Zur Ausbildung der Automechaniker in Winterthur. Die Abteilung für Automechaniker an der Metallarbeiterschule Winterthur, welche diesem Institut dieses Jahr angeschlossen werden soll, bedingt die Bereitstellung entsprechender Lehrwerkstätten. Für den Bau und die Einrichtung einer Werkstatt ist im November bereits ein erster Kredit von 17,000 Fr. bewilligt worden. Einer Weisung des Stadtrates an den Gemeinderat ist nun zu entnehmen, dass ein weiterer Kredit von 17,000 Fr. nachgesucht wird, indem es dringend wünschenswert erschien, das erste Bauprojekt auszudehnen. Ursprünglich war beabsichtigt gewesen, die Abteilung nur mit dem Allernorwendigsten auszurüsten und eine Erweiterung erst dann vorzunehmen, wenn die Frequenz der Kurse dies erfordere. Nach Besichtigung von modern eingerichteten Garagen und Reparaturwerkstätten ist der Schulvorstand aber zur Ansicht gekommen, dass um gewisse Einrichtungen, wie Hebevorrichtungen usw., welche grössere bausche Veränderungen bedingen, nicht herumzukommen ist. Deren sofortige Ausführung ist auch umso empfehlenswerter, als ihre nachträgliche Verwirklichung ohne Unterbruch und Beeinträchtigung des Unterrichtes gar nicht mög'ich wäre. Die Werkstätte würde eine Grundfläche von 130 Quadratmetern erhalten und würde so eingerichtet, dass sie jederzeit für einen andern Betrieb Verwendung finden könnte, sofern eine Uumstellung später notwendig wäre. Da Aufsichtskommission, Schulrat und Stadtrat die Bewilligung des Ergänzungskredites empfehlen, ist anzunehmen, dass sich der Rat diesen Vorschlägen ansohliesst z. Das Unglück am Niveaufibersang in Bassersdorf. Wir haben in Nr. 16 der « A.-R. > das Unglück am Niveauüfoergang. in. Bassersdorf, das sich am 21. Februar, um 20.40 Uhr, ereignet© und den Tod des vierzigjährigen Kaufmanns Oskar Brunner zur Folge hatte, bereits kurz beschrieben. Aus Erkundigungen, die an Ort und Stelle unternommen worden sind, geht, wie die « N. Z. Z. > meldet, folgendes hervor: Die Bahn kreuzt ungefähr 1,5 Kilometer von der Station Bassersdorf, in der Richtung naoh Effretikon gemessen, die breite Ueberlandstrasse Zürich-Winterthur. Der Niveauübergang darf als übersichtlich bezeichnet werden. Die Strasse fällt hingegen in der Fahrtrichtung des Verunglückten. Die Barrieren waren zwei Minuten vor der Durchfahrt des Zuges geschlossen. Nach Angaben des einzig authentischen Zeugen, des Barrierenwärters, kam das Automobil in normalem Tempo angefahren. Die rote Signallampe der Barriere muss intakt gewesen sein. Es scheint auch keinerlei Verhinderung der Fahrbahn zwischen dem Auto und dem Niveaufibergang in Frage zu kommen. Die Nacht war klar, so dass eine Sichtbehinderung des Fahrers nicht ohne weiteres in Frage kommt Der Hergang des Unglücks ist, wie aus diesen ersten Erkundigungen entnommen werden kann, noch rätselhaft. Hatte ein Unwohl» sein den Fahrer befallen ? Di© Bezirksanwaltschaft Bülach hat die weitere Untersuchung des Falles in die Hände genommen, während die Leiche am Gerichtlich-Medizinischen Institut in Zürich einer Obduktion unterzogen wird. lt. Die « Hafraba» geht nach Zürich ? Das Mitteilungsblatt des Hafraba-Vereins zur Vorbereitung der Autostrasse Hansastädte- Frankfurt-Basel (Mailand) bespricht ein Autostrassenprojekt Hansastädte - Schweiz, das in Abänderung des bisherigen Projektes nicht mehr bei Basel in die Schweiz mündet, sondern auf der Linie Singen-Zürich und daher in der Schweiz, weder im Osten noch im Westen, unbeachtet bleiben dürfte. Nach diesem, von Stadtbaurat Golder (Wetzlar) verfassten Projekt erfährt die bisherige Nord-Süd-Linie in ihrem südlichen Teile eine starke Abweichung. Die Autostrasse biegt bei Bruchsal nach Osten aus. um an dem in der Nähe Stuttgarts gelegenen Flugplatz Böblingen vorbei nach Süden in der Richtung gegen Zürich weiterzulaufen. Was die Rheintalstrecke Karlsruhe-Basel betreffe, so würde diese im Gesamtnetz mehr befriedigen, wenn sie von Basel aus über Lyon nach Marseille weiterzulaufen hätte. RF.

«itn «*t 4n*n Autofahren als Beruf AUTOMOBIL-REVUE Berufsschulen für Autofahrer. Wir haben zu verschiedenen Malen den Berufsschulen für Autofahrer das Wort gesprochen. In Berlin befindet sich eine derartige Schule, die musterhaft ausgerüstet und unterhalten wird. Die zukünftigen Fahrer haben vorerst strenge Aufnahmsprüfungen zu bestehen, bei denen nicht nur die Fahrkenntnisse, sondern auchdie technische Fortbildung geprüft wird. Oben Eine Schulklasse beim technischen Unterricht am Chassis. Eine reichhaltige Sammlung von Model.- motoren, Vorführungsapparaten, grossen schematischen Tabellen sowie Unterrichtswagen stehen der Berufsschule der Autofahrer zur ständigen Verfügung. AVIATIK Ausbau des Zivilfiugplatzes Zürich-Dubendorf. Der Regierungsrat des Kantons Zürich überwies vor einigen Tagen dem Kanionsrat einen Antrag, der für Zürich und in einem weitern Sinne auch für die ganze Ostund Zentralschweiz von grosser Bedeutung ist. Es handelt sich um die geplante Anlage und den Betrieb eines privaten Flugplatzes mit den dazu gehörigen Einrichtungen in Dübendorf. Man ist in massgebenden Kreisen von der Notwendigkeit geregelter Flugverbindungen für den Schnellverkehr mit dem Auslande überzeugt und man verschliesst sich keineswegs der Tatsache, dass Handel und Industrie im heutigen Existenzkampf« ohne dieses Verkehrsmittel schwer geschädigt werden können. Die Schweiz als wichtiges Exportland darf auf keinen Fall ohne gut© Verbindungen mit dem europäischen Hauptflugnetz bleiben. Abgesehen von dem Interesse weitester Kreise an diesem Schnellverkehrsmittel zeigt auch die, Statistik eine stark© Zunahm© der fahrplanmässigen Luftfransporte. Dabei konnten fast alle Kurse reibungslos geflogen werden, und die Sicherheit darf sich sehr wohl sehen lassen. Der Staat hat deshalb alles Interesse an dem weitern Gedeihen des zivilen Luftverkehrs. Der Regierungsrat gelangt, wie die «N. Z. Z.» berichtet, an den Kantonsrat mit einem ausserordentlichen Kreditbegehren von 3,600,000 Fr. Der Kredit ist erforderlich für die Erstellung der erforderlichen Hochbauten auf dem Zivilflugplatz. Die Bauten sind auf einem ungefähr 50 Hektar umfassenden Gebiet des Gemeindebannes Wangen, das der Kanton bereits erworben hat, zu erstellen. Das Projekt umfasst nur die absolut notwendigen Bauten. Die Gesamtanlage schliesst u, a. in sich : ein Stationsgebäude mit WirtschaftSTäumen, je eine Halle für inund ausländische Fluggesellschaften, eine Halle für Flugzeugbau und für Privatflugzeuge und einen Motorenprüfstand. Der nachgesuchte Kredit ist hoch, er verzinst sich aber z. T. schon in kürzester Frist. Nach vorsichtigen Berechnungen glaubt man zum Beginn jährlich 75.000 Fr. an Einnahmen voraussetzen zu dürfen. y. Nobile. Die grösste der Polartragödien hat mit der moralischen Vernichtung ihres Führers durch die amtliche Untersuchungskommission ihren Abschluss gefunden. Dieser Abschluss, will es uns scheinen, bedeutet gleichzeitig auch den dramatischen Höhepunkt. Der Befund der Untersuchungskommission durchläuft die Presse der ganzen Welt: Nobile hat als Führer vollkommen versagt. Nobile war eitel und ehrgeizig. Nobile war feig und egoistisoh, er hat seine Kameraden schmählich verlassen. Er ist unbedingt und in jedem Punkt am Scheitern des ganzen Unternehmens schuld. Vor einigen Monaten erschien im Brockhaus-Verlag in Buchform das erste zusammenhängende Dokument über die unglückselige Italia-Expedition. Professor Behounek, sein Verfasser, hat die Expedition bekanntlich als Wissenschafter selbst mitgemacht, war bei der Katastrophe selbst dabei und hat die furchtbaren sieben Wochen auf der immer mehr in sich zerschmelzenden Eisscholle selbst erlebt. Es wäre deshalb zu erwarten gewesen, dass er auch als Erster Anklage gegen Nobile erhoben hätte. Aber weder offen dargestellt, noch zwischen den Zeilen heraus liest man in den «Sieben W# chen auf der Eisscholle» irgendwelchen Vorwurf tresren den Führer. Im fWpntoIl R