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E_1930_Zeitung_Nr.019

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lü AUTUMOblL-KJtiVUß 1930 — N" 19 Troliey-Omnibusse. Während bei der Berliner Verkehrs-Gesellschaft die Versuche mit den Trolley-Omnibussen (Omnibi|sse mit Oberleitung und Elektromotor ohne Schienen) infolge Geldmangels nicht weiter durchgeführt worden sind, hat die Verwaltung des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerkes sich entschlossen, die Versuch© weiter zu fördern. + Das Kreisel-Automobil. Wir haben vor einiger Zeit von Versuchen berichtet, Automobile mit Kreiseln auszurüsten. Zweck: Verhinderung von Oberbauschwankungen, wie sie beim Befahren schlechter Strassen auch mit den besten bisherigen Abfederungssystemen nicht ganz zu vermeiden sind. Die Kreisel hätten also die Abfederung gewissermassen zu unterstützen. Die Idee hat seitdem Schule gemacht. In einem Vortrag hat ein Ingenieur der Versuchs-Abteilung der General Motors den Kreisel sogar als ein Mittel bezeichnet, das weittragende neue Entwicklungsmöglichkeuen liir den Automobilbau eröffne. Er sieht bereits den absolut stoss- und schwingungsfrei über die Strasse gleitenden Zukunftswagen vor sich. Bis dahin mag es allerdings noch gute Weile haben. Nimmt ir^an den Automobilkreisel etwas näher unter die Lupe, so erkennt man, dass er noch lange nicht das Universalmittel gegen alle Oberbauschwankungen darstellen kann. Ein Kreisel sträubt sich eben nicht gegen alle von aussen auf ihn einwirkenden Kräfte, sondern nur gegen solche, die seine Achse in irgendeiner Richtung schiefzustellen suchen. Praktisch bedeutet das, dass mit einem Kreisel Auf- und Abwärtsschwingungen des Wagen-Oberbaues von vornherein nicht beeinflussbar sind. Beeinflussen und durch die Kreiselschwingungung abdämpfen oder ganz beseitigen lassen sich nur die sog. «Nickschwingungen» des Wagens, die mit dem «Stampfen» eines Schiffes verglichen werden können, und die. um die Längsachse des Wagens verlaufenden «Rollschwingungen», die dem «Schlingern» eines Schiffes vergleichbar sind. Gerade diese beiden Kategorien von Störschwingungen sind aber verhältnismässig leicht auch ohne Zuhilfenahme von Kreiseln zu beherrschen, wenigstens soviel, als es der praktische Fahrbetrieb verlangt. Der Einbau von Kreiseln würde deshalb mehr oder weniger überflüssigen Luxus bedeuten. Unsere Leser mag es trotzdem interessieren, Näheres über solche Automobilkreisel zu erfahren. Die in Frage kommenden Kreiselmassen können verhältnismässig klein sein. Der Durchmesser der Kreisel Scheiben übersteigt nicht 25-^30 cm. Von viel grösserem Einfluss ist ja beim Kreisel die Umlaufzahl. Zur Anwendung kämen Umlaufzahlen von 20—30,000 pro Minute. Zum Antrieb eignet sich am besten Elektrizität, wobei der Anker des antreibenden Elektromotors direkt auf die Kreiselachse aufgesetzt wird. Als Antriebsleistung genügt, wenn der Luftreibungswiderstand der Kreiselscheibe vermindert wird, etwa Y* PS. Diese Energie kann noch ohne weiteres der Wagenbatterie entnommen werden. Man müsste, damit die Batterie sich nicht erschöpft, nur die Lichtmaschine entsprechend grösser wählen. Deutscher Entwurf eines Sportwagens mit auf den Trittbrettern eingebauten Kreiseln. Auch in der Preisfrage erblicken die Befürworter der Kreiselanwendung kein Hindernis. Die bisher ausprobierten Konstruktionen sollen verhältnismässig billig sein. Die Betriebssicherheit der Kreisel, heisst es, ist eine absolute und eine Wartung ist nur nach grossen Zeitabständen — halbjährlich oder jährlich — notwendig. Unterbringen lassen sich die Kreisel, von denen mindestens zwei erforderlich sind, bequem unter den Sitzen oder auf den Trittbrettern des Wagens, wie oben skizziert. Obschon von den gegenwärtig stattfindenden Kreiselversuchen in der nächsten Zeit kaum ein positives Resultat zu erwarten sein wird, sind sie doch interessant, besonders deshalb, weil vielleicht auf diese Art nebenbei /Anhaltspunkte für die Möglichkeit der Entwicklung eines Einspur-Automobils mit Kreisel-Stabilisation gefunden werden können. Doch darüber ein anderes Mal. ys. Der Marmon «Big-Eight». Das Modell « Big-Eight > — der « Grosse 8> — ist ein Wagen von ausserordentlicher Geschmeidigkeit und grosser Energiereserve eine Konstruktion, bei der die letzten Fortschritte der Automobiltechnik Anwendung gefunden haben. Sein Motor ist ein Achtzylindermotor in Linie, mit 82,5 mm Bohrung, 120,6 mm Hub und 5165 cem Zylinderinhalt. Seine versteuerbare Leistung beträgt 27 PS. Der neue hochkomprimierte Motor mit «Double-Dome»- Zyllnderkopf, einer Erfindung Marmons, ergibt gegenüber den früheren Typen einen Leistungszuwachs von 10 %. Durch diese Steigerung ist die Bremsleistung des Motors auf 125 PS bei 3400 Umdrehungen angewachsen. Die Marmon-Ingenieure waren im übrigen deutlich bestrebt, das Maximum an Leistung pro Kilo Eigengewicht der Maschine herauszuholen. Das Gaszufuhr-System ist vollständig neu, obwohl äusserlich nicht viele Abweichungen vom Herkömmlichen festzustellen sind. Das Gasgemisch wird, anstatt wie bis heute üblich von unten nach oben, beim neuen Marmon von oben nach unten in die Zylinder angesaugt, was die Gefahr der Niederschlagsbildung stark vermindert und deshalb das Anlassen des kalten Motors entsprechend erleichtert. Das Getriebe ist viergängig, was ebenfalls viele Vorteile bietet, wie z. B. Anzugs- und Beschleunigungsvermögen, angenehm leichtes Bergfahren und grosse Geschwindigkeit in der Ebene. Der « Big-Eight» dürfte sich deshalb für unsere Alpenstrassen besonders eignen. Die Betätigung der Vierradbremse erfolgt ausschliesslich durch sorgfältig eingeschlossene und geschützte Stahlkabel. Im Vergleich mit der Gestängebremse fallen dadurch über 50 Teile weg und jede Möglichkeit von Lärmbildung wird absolut ausgeschaltet. Die Lenkung, System «Ross>, mit verstellbarem Exzenter mit Nocken, arbeitet leicht und stossfrei. Das Lenkrad kommt nach der Kurve von selbst in seine normale Lage zurück. Weitere interessante technische Einzelheiten des Marmonwagens sind sein Druck- Schmiersystem, sein thermostatisch betätigter Kühlerverschluss. Das Innere der Karosserien ist geräumig und bequem. Es bietet wirklich Platz für Kopf, Arme und Beine; die ganze Ausstattung und die Polsterung der geschlossenen Wagen sind luxuriös, aber doch zweckmässig. Die Pedale, die Lenksäule und der Führersitz sind verstellbar. Die Scheiben bestehen aus splitterfreiem Triplex-Sicherheitsglas. Das Instrumentenbrett wird indirekt beleuchtet. Scheibenwischer sind vor den beiden vorderen Sitzen vorhanden. Alles an diesem Wagen ist gut durchdacht, sinnreich und praktisch. Marmon bringt für den « Big-Eight» sechs verschiedene Karosserietypen: Sedan, siebenzlätzig, viertürig; Sedan, fünfplätzig, viertürig; Club-Sedan, vierplätzig, viertürig; Brougham, vierplätzig, viertürig; Limousine, siebenplätzig, viertürig, mit Separationsscheibe; Coupe, zweiplätzig, mit Sitzen im Speeder. Büdievbesprechun^ Die neuzeitliche Reparatur-Werkstatt für Automobile. AWF-Schrift 223, Beuth-Verlag, G.m. b. H., Berlin S 14. Der Ausschuss für wirtschaftliche Fertigung beim deutschen Reifchskuratorium. für Wirtschaftlichkeit stellt nun zusammen mit dem Reichsverband des KraftfahrzeuKhandels und -gewerbes und dem Reichsverband der Automobilindustrie eine Musterwerkstatt für Automobüreparaturen aus, die auf die Verhältnisse zugeschnitten ist, wie sie in einem kleinen bis mittleren Betrieb mit etwa 10 Mann Belegschaft bestehen. Die Ausstellung wird ergänzt durch eine Schrift

N* 19 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE 11 Pvakt xdae Winke Die Kerbe im Bremsbelag Das Kreischen der Bremsen rührt häufig, wenn auch nicht immer, von Sandkörnern her, die sich in den Bremsbelag eingebettet haben. In diesem Fall kann man sich sehr einfach beheifen, indem man am Ende jedes Bremsbelages, im entgegengesetzten Drehsinn des Rades betrachtet, eine kleine Kerbe einfei'lt. Der an der Bremstrommel anhaftende Sand und Schmutz wind dann in dieser Kerbe abgelegt und nicht über die ganze Belegoberfläche verschmiert. Dieses einfache Mittel empfiehlt sich vor allem bei gusseisernen Bremsbelägen. Bei Belägen aus Asbestgewebe darf die Kerbe jedoch nur geringe Tiefe haben, damit die Festigkeit des Belages nicht zu sehr beeinträchtigt wird. Zudem empfiehlt es sich, an der im Drehsinn auf die Kerbe folgende Belagpartie eine oder zwei zusätzliche Befestigungsnieten einzuziehen. Damit die Kerbe ihren Zweck als Sand- und Schmutzfänger dauernd erfüllen kann, muss sie natürlich von Zeit zu Zeit gereinigt werden. y. Empfindlichkeit der Pneus bei feuchtem Wetter. Die Erfahrung lehrt, dass beim Fahren auf nassen Strassen die Pneumatiks viel leichter Verletzungen erhallten als bei trokkener Strasse. Manchmal genügt dann das Durchfahren eines kurzen Streckenstückes frisch geschotterten Strasse, um einem Reifen auf der Lauffläche tiefe Schnittyerletzungen beizubringen. Die Empfindlichkeit des Reifens nimmt dabei noch annähernd mit dem Quadrat der Geschwindigkeit zu: Bei doppelter Fahrgeschwindigkeit ist also beispielsweise die Möglichkeit der Sohnittbildung viermal und bei dreifacher Geschwindigkeit neunmal so gross. Wieviel leichter sich nasser , Gummi schneiden lässt als trockener Gummi, kann man deutlich selbst an einem Stück AbfaMgummi ausprobieren, das man ednmal mit einem trockenen und darauf mit einem nassen Messer behandelt. y. Afrikanisches Batterie-Ladeverfahren. Was würden Sie tun, wenn Sie auf einer Fahrt durch afrikanische Wildnis eines Morgens den Motor nicht mehr in Gang brächten, weil sich die Batterie erschöpft hat und der Wagen auch auf Anschieben nicht reagiert? Ganz einfach: Man lädt die Batterie wieder auf. Ein in Afrika ansässiger Arzt, der bei der Rückkehr von einem Kundenbesuch die Batterie seines Wagens vollständig erschöpft vorfand, weil sich unterdessen einige Neger stundenlang mit dem Betätigen der elektrischen Hupe amüsiert hatten, hat dazu folgendes sinnreiche Verfahren erfunden: Er pumpte beim nächsten Missionar ein Fahrrad, nahm dessen Hinterradreifen ab, stellte das Fahrrad neben dem Motor auf einige Kisten, so dass sich die Räder frei drehen Hessen, löste die Antriebsverbindmig der Lichtmaschine, verband die Lichtmaschine durch einen Lederriemen mit der leeren Fahrrad- Hinterradfelge und konnte nun durch Treten der Pedale die Lichtmaschine in rasche Umdrehung versetzen. Nach einer Stunde Pedältretens soll dabei 1 die Batterie «bis zum Rand» aufgeladen worden sein. Der Motor lief dann wieder anstandslos an und die Reise zum nächsten Patienten konnte beginnen, y. Ausgerissene Holzschrauben. Die Scharniere der Wagentüren und andere verhältnismässig stark beanspruchte Teile sind heute noch vielfach mit einfachen Holzschrauben befestigt. Auch bei den Stahlkarosserien 'kommt leider hie und da noch eine solche Befestigung vor, wobei dann die Schraube in einem unter der Stahlwand liegenden Holzfutter steckt. Mit der Zeit werden gerade die Schrauben der Scharnierbefestigung leicht locker. Versucht man sie dann mehr anzuziehen, so kann es vorkommen, dass ihre Gänge im Holz ausreissen oder dass sie gar im Holz abbricht. In beiden Fällen ist man gezwungen, das Loch neu auszubohren und auszudübeln. Das für die Aufnahme des Dübels dienende Loch soll möglichst weit sein, mindestens aber den doppelten Durchmesser des früheren Schraubenloches aufweisen. Als Material für den Dübel verwendet man am besten Fiber oder ein ähnliches Material, das weitaus zäher ist als Holz. In vielen Haushaltungs- und Zubehörgeschäften können solche Dübel aus Spezialmaterial auch fertig bezogen werden. Der in das vorgebohrte Loch hineingepresste oder hineingeschlagene Dübel wird vorzugsweise erst ganz zuletzt mit einem Loch zur Aufnahme der Schraube versehen. Das Schraubenloch soll dabei enger sein als der Kerndurchmesser der Schraube. Beim Einsetzen der Schraube findet dann eine Verdrängung von Dübel-Material nach allen Seiten hin statt, was dem Dübel erst seinen festen Sitz gibt. at. fechn. Frage 7541. Entrussung des Motors mit natürlichem Kampfer. Möchte Sie hiermit höfl. anfragen ob Sie mir (las in der Revue schon verschiedene Male angegebene Rezept für die Entrussung des Motors mit Kampfer gefl. mitteilen wollen, da ich dieses leider nicht notiert habe. 0. in Z. Antwort: Um einen Motor zu entruesen mischt man 75 gr. natürlichen Kampfer mit 10 Liter Benzin. Vorerst genügt eine Mischung von 20 Liter Benzin (mit 150 gr. Kampfer), um den Motor einigermassen zu entrussen. Späterhin genügt für den, gewöhnlichen Betrieb 1 gr. per Liter Benzin, um der Verrussung vorzubeugen. Sie können aber auch Ihren Motor nur von Zeit zu Zeit entrussen, wenn sich die Zündkerzen verölen, oder wenn das Klopfen des Motors häufiger in Erscheinung tritt. wlt. Frage 7542. Beschlag an den Wagenscheiben. Gibt es eine Möglichkeit, um zu verhindern, dass sich bei kaltem Wetter auf der Innenseite der Fensterscheiben eines geschlossenen Wagens ein Beschlag bildet? A. S. in Ch. Antwort: Der Beschlag stellt einen Niederschlag von warmer feuchter Luft an den kalten Scheiben dar. Um ihn zu vermeiden, kann man am einfachsten eines der Fenster teilweise offenlassen so dass zwischen der Aussen- und Innenluft kein wesentlicher Temperatur-Unterschied mehr besteht. Allerdings gehen dadurch die Vorzüge des geschlossenen Wagens, hauptsächlich sein Kälteschutz, wieder zum grössten Teil verloren. Vielfach sucht man der Beschlagsbildung deshalb auch künstlich abzuhelfen, indem man die Scheiben mit Präparaten behandelt, die eine eventuelle Feuchtigkeit sich gleichmassig verteilen oder abfliessen lassen. Die Scheibe wird ja erst dadurch undurchsichtig, dass sich die Feuchtigkeit in kleinen Tröpfchen niederschlägt, die dann als Linsen wirken und den geradlinigen Durchgang der Lichtstrahlen hindern. Bei einer, präparierten Scheibe dagegen entsteht ein filmartiger gleichmässiger Feuchtigkeitsniederschlag, der die Durchsicht nicht mehr stark hindert. Fertige Präparate zur Behandlung der Scheiben können Sie bei jedem Automobilzubehör-Geschäft beziehen. Im Notfall kann man sich, mangels eines solchen Präparates, auch beheifen, indem man die Scheibe mit Glyzerin oder feiner Seife oder einem entzweigeschnittenen Apfel oder dem Fleisch einer Kartoffel einreibt. , y. Frage 7543. Unbrauchbarer neuer Wagen. Im August 1929 kaufte ich einen fabrikneuen. 6 Zyl •4-Plätzer-Wagen, von rund 12 Steuer-PS., mit 1 Jahr Garantie. Vom ersten. Moment an miusste ich konstatieren, dass an verschiedenen Schi-aubenstellen am Deckel des Motorgehäuses Wasser durchs sickerte, sogar bis ins Oel des Kurbelgehäuses hinunter. Der Motor wird schon bei kleinen Fahrten von zirka 13 km sehr heiss. Bei einer längeren Fahrt von 76 km, die ich ein einziges Mal mache war das ganze Kühlwasser verdampft, und das Oe im Kurbelgehäuse siedete zu den Kerzen hinaus — Auf meine Reklamation hin musste ich den Wagen einem Platzvertreter zur Behebung dieser Mängel übergeben, der die Zylinderblockdeckel mit neuer Packung versah und eine andere Düse im Solex-Vergaser einsetzte, da der Motor schon immer schwer anlief. Diese Reparatur half nichts; es haben sich sogar noch weitere Stellen mit Wasserdurchsickerung gezeigt; auch springt der Wagen noch schlechter an als zuvor. Die Geschwindigkeit im 2. Gang von den 3 Gängen ist 30 km. Auf meine Frage, warum sie nicht höher sei, hiess es, wenn der Motor eingearbeitet sei. so werde sie eich noch auf mindestens 40 km steigern; später sagte man, der 2. Gang sei nur auf 30 km übersetzt. — Die Höchstgeschwindigkeit des 3. Ganges ist mit 85 km angegeben. — Bei Uebernahme des Wagens zeigte der Zähler 800 km; da wurde derselbe komischerweise ohne weiteres freiwillig ausgewechselt, mit der Begründung, «er gehe nicht recht» und durch einen neuen ersetzt. Dieser wurde auf « gestellt, und heute zeigt er 674 km. Somit hat der Wagen tatsächlich 1474 km gefahren. Auf meine erneuto Reklamation hin soll ich nun den Wagen dem gleichen Platzverlreter wieder zur Reparatur übergeben. Dieser Vertreter besitzt aber gar keine Reparaturwerkstätte, und ich habe zu ihm das Zutrauen verloren, nachdem er mir schon erstmals den Wagen nicht instand stellen kannte. Ich bin nun der Ansicht, der Wagen gehörte zum mindesten in eine gut eingerichtete Reparaturwerkstätte, wenn nicht sogar in die Fabrik zurück. Wer würde mir da raten ? Ist es nicht riskiert, mit diesem Wagen noch zu fahren, bevor er durchrapariert ist ? Hat die Maschine nicht schon unter Undichtigkeit und Einsickern von Wasser ins Kurbelgehäuse gelitten ? Rührt das schlechte Anlaufen der Maschine nicht davon her. auch das Heisswerden, oder woher ? — Wie kann abgeholfen werden ? Sollte der 2. Gang, wenn nur 3 Gänge vorhanden sind, nicht eine grössere Geschwindigkeit haben als nur 30 km ? Ist die Fabrik verpflichtet, diese Mängel auch über die Garantiezeit hinaus auf ihre Kosten zu beheben ? Wenn sie es nicht zustande bringt, was ist da zu tun zu meinem Schutz ? J.B. in S. Antwort: Ihr Wagen scheint ja wirklich ein ganz schwarzes Schaf zu sein. Selbstverständlich sind alle angeführten Mängel gross genug, um die Verantwortlichkeit der Vertreter anzurufen. Dass der Motor auf einer Fahrt von 76 km Länge das ganze Kühlwasser verdampft, stellt einen Fall dar, der uns bis jetzt noch überhaupt nie zu Ohren gekommen ist. Auf Grund Ihrer Angaben können wir uns jedoch kein rechtes Bild von den Ursachen machen. Am besten wenden Sie sich einmal recht energisch am die Generalvertretung des Wagens oder, wenn Sie von dieser keine bessere Bedienung erhalten als vom Untervertreter, an die Fabrik. Die Fabrik oder die Generalvertretung werden sicher Interesse daran haben, dass Ihr Wagen wenigstens brauchbar ist. Automobile, bei denen die erwähnten Mängel nicht zu beheben sind, gibt es schon lange ninht mfthr. V- Marmon bringt für 1930 das grosste und voüstäncfigsteProgranB» seit seinem Bestehen; an der Spitze seinen neuen, grossea 8-Cylinder in Linie, einen feinen, vornehmen Wagea WXL 12S effektiven Pferdekräfte. Marmon "Big Eight" bedeutet einen gewattigen Fortschritt fba Bau hochklassiger Automobile, seine Merkmale sind : Rass«, Fahrkomfort, Handlichkeit, Strassenhalt und Eleganz. Einige tedhnfsche Eltwelheiten » "Double Dome" Verbrennungskamtner, ^ne voIlsfSrttBgre neue Konstruktion welche eine Kraftzunahme von über 10% bedeutet. Vergaser wirkt mit Doppeldüsen, 2 Ansaugkanälen und fallendem Ansaugrohr. Bremssystem mit Kabelbetätiffung' und vollständigem Druck« ausgleich, ohne Gestänge. Vier-Gang-Getriebe. Speziell komfortable, geräumige Ausmasse der Karrosserien. Ein Wagen auf den bestimmt die Wahl eines grossen Teils der- Käufer hochklassiger Automobile fallen wird. Administration 17, Boulevard HelvÄtiquo, Genf Administration AARAU BASEL BERN LAUSANNE LUZERN ZÜRICH Auf Wunsch mit schöner 5-Z.-Wohnung, mit neuzeitl. Komfort, oder auch nur mitBureaus. — Gefl. Anfragen unter Chiffre 44048 an die Automobil-Revue. Bern. !•••••••••••••••• 8, RUE DE LAUSANNE TEL.: 25.643 SOCIETE INDEPENDANTE POUR L'IMPORTATION OIRECTE DES Haben Sie sich überzeugt, ob der Oelfilter an Ihrem Wagen noch richtig funktioniert. 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