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E_1930_Zeitung_Nr.019

E_1930_Zeitung_Nr.019

umfassen beinahe das

umfassen beinahe das ganze Rechtsgebiet, sowohl öffentliches wie Privatrecht. Neben den Straf- und Haftpflichtsfällen wird sie durch Fragen obligationenrechtlicher, versicherungsrechtlicher Natur, Zoll-, Garantie-, Im September 1924 stiess einem Genfer eine einzelne Person festsetzt, in erster Aus dem Bundesgericht. Steuerfragen sowie Fragen der Bau- und Automobil ein Unfall zu, wobei einer der Linie nicht die Interessen des haftpflichtversicherten Automobilfahrers, sondern den Feuerpolizei usw. oft in Anspruch genommen. Passagiere getötet wurde. Die Hinterbliebenen des Getöteten klagten gegen den Schutz des Publikums gegen die Folgen von Der Referent gab dann anhand einiger Beispiele einen Ueberblick über die Tätigkeit als Führer des Wagens auf 164,000 Franken Unfällen im Auge hat. Dieser Zweck des Rechtsberater der Automobilisten. Beginnen Schadenersatz und ihr Begehren wurde von kantonalen Gesetzes legt die Vermutung wir mit dem Strafrecht, das vor allem bei den Genfer Gerichten für 34,760 Franken nahe, dass die Prozesskosten nicht in der fast allen Unfällen und bei allen Polizeiübertretungen in Anwendung kommt. einer Versicherungsgesellschaft gegen Haft- und die Versicherungssumme im ungekürzten gutgeheissen. Der Automobilist war bei Versicherungssumme inbegriffen sein dürfen Das Zeugen-Zwillingspaar. pflicht versichert Ursprünglich betrug die Betrage zur Deckung des Opfers des Unfalles verfügbar sein muss. (Ein Kreis- Versicherungssumme 20,000 Franken für eine Durch das neue Strafverfahren (bernischer einzelne Person und 50,000 Franken für ein schreiben der Genfer Justizdirektion, das dieses Gesetz in diesem Sinne auslegt, ist erst Strafprozess vom 1. Oktober 1928) wurde eine wichtige Neuerung eingeführt. Es ist das die Schadenereignis; als dann der Kanton Genf Vorschrift, dass heute für den Richter die ein Gesetz erlassen hatte, wonach die Haftpflichtversicherung der Automobilfahrer auf her für die Beurteilung dieses Prozesses nach dem Unfälle ergangen und konnte da- freie Beweiswürdigung gilt. Das alte Verfahren schrieb nämlich vor, dass für eine mindestens 30,000 bzw. 100,000 Franken lauten müsse, war der Vertrag in diesem Sinne der sich aus dem Gesetzeszweck ergebenden nicht mehr in Betracht fallen). Angesichts rechtsgültige Beweisaussage mindestens zwei Zeugen erforderlich waren. Mit diesem Zeugen-Zwillingspaar ist nun das neue Recht ab- dass in einem Prozesse alle Zustellungen gegenüber dem Haftpflichtberechtigten nicht abgeändert worden. Die Police bestimmte, Vermutung, dass die Versicherungssumme gefahren. Es hat dies zur Folge gehabt, dass vom Versicherungsnehmer an die Versicherungsgesellschaft zu übermitteln seien, werden dürfe, hätte die Versicherungsgesell- durch Abzug von Prozesskosten gekürzt viele, die nach der alten Beweistheorie mangels Vorhandenseins zweier Zeugen freigesprochen wurden, heute vom Richter auf Kosten trage. Eine andere Policebestimmung deutliche Fassung der Policebestimmungen welche allein den Prozess führe und dessen schaft zum mindesten durch eine besonders Grund der freien Beweiswürdigung verurteilt beschränkte die Garantie der Gesellschaft einer solchen Auffassung des Versicherungs- werden können. mit Einschluss von Prozesskosten auf die genannten Beträge von 30,000 bzw. 100,000 Fr. Nach Erledigung des Haftpflichtprozesses zwischen dem Automobilisten und den Hinterlassenen des Getöteten zahlte die Versiche- Beweiskraft der Polizeiprotokolle. Eine weitere Eigentümlichkeit des alten Prozesses war die Bestimmung von Art. 360, dass die Protokolle und Anzeigen der Angestellten der gerichtlichen Polizei vollen Glauben über solche Tatsachen verdienten, welche ihr Aussteller in der Ausübung seiner Amtsbefugnisse durch unmittelbare Sinneswahrnehmung kennen gelernt hat Es genügte also, dass ein Polizist über eine Wahrnehmung eine Anzeige machte, damit der Angeschuldigte verurteilt werden konnte. Durch die Gerichtspraxis war dieser Grundsatz in den letzten Jahren allerdings etwas abgeschwächt worden, indem dem Angeschuldigten der Gegenbeweis gestattet wurde. Der neue Strafprozess enthält diese Bestimmung nicht mehr. Nicht vorfahren lassen ist strafbar. Eine Unsitte, welche die Rechtsauskunftsteile schon öfters beschäftigt hat, ist das Nichtvoriahrenlassen. Jeder, der einem ihm folgenden Wagen auf freier Strasse, ohne dass die Verhältnisse es verlangen, nicht vorfahren lässt, ist strafbar. Selbstverständlich ist der Führer des vorderen Wagens nicht verpflichtet, das Vorfahren an einer gefährlichen Stelle zu gestatten, jedoch muss er es geschehen lassen, sobald die Verhärtnisse es erlauben. Der Referent erzählte hier einen Fall, bei welchem zwei Frauen einander in die Haare geraten waren, weil die vordere die Kollegin nicht vorfahren Hess. Die Führerin des hinteren Wagens zwängte sich durch, wodurch die andere Vertreterin des zarten Geschlechts so erschrak, dass sie über das Strassenbord hinaus an eine Telephonstange fuhr und mit beschädigtem Wagen stehen blieb. Nach Austausch der in diesen Fällen (auch bei Damen) üblichen Höflichkeitsformeln traf man sich vor dem Richter. Dort rächte sich die durch den Fall zu Schaden gekommene Fahrerin, indem sie ihr Tempo auf 60 km angab, was natürlich bewirkte, dass auch die vorfahrende Gegnerin wegen Geschwindigkeitsübersteigung bestraft wurde Beide durften dann gemeinsam die Telephonstange bezahlen. Gefährdung der Eisenbahn. Was ist eine Eisenbahngefährdnnr? Eisenbahngefährdung des Bundesstrafrechtes ist jede Einwirkung auf den Bahnkörper, die den ordnungsgemässen Eisenbahnverkehr hindern oder gefährden kann. In der Praxis ging man so weit, dass jedes Bähnchen oder Tram, das eines Automobils wegen anhalten musste, Strafanzeige wegen Eisenbahngefährdung einreichte. Der Referent musste wiederholt in solchen Fällen gegen die Anmassung der Bahnen protestieren. In letzter Zeit ist in dieser Beziehung eine Besserung festzustellen. Entzug der Fahrbewilligung — eine delikate Angelegenheit. Der Fahrbewilligungsentzug ist ebenfalls eine Massnahme, die gegebenenfalls dem Proteste des Automobilisten ruft. Jeder, der in Bern im Laufe des Jahres drei Strafen erhalten hat (gleichgültig, um was für eine Uebertretung es sich handelte), erhielt bis anhin um das Neujahr herum einen Brief des Automobilamtes, in welchem ihm der Fahrbewilligungsentzug angedroht wird. Der A. C. S. hat gegen dieses Vorgehen Stellung genommen mit der Begründung, dass solche Warnungen nicht wahllos versandt werden sollten, sondern nur da, wo erhebliche Gefährdungen und notorische Unverbesserlichkeit vorliegt. Es ist nach der Ansicht des Referenten ein Unding, dass zwei Instanzen, eine gerichtliche und eine Verwaltungsinstanz, unabhängig voneinander die Fahrbewilligung entziehen können. Beim Entzug der Fahrbewilligung müssen auch die wirtschaftlichen Folgen einer solchen Massnahme berücksichtisrt werden. rungsgesellschaft, gestützt auf die letzterwähnte Policebestimmung, den Letzteren nicht die vollen 30,000 Franken aus, sondern nur rund 24,000 Franken, da sie von der Versicherungssumme die rund 6000 Franken betragenden Kosten des Anwaltes des Automobilisten abzog, die sie bereits an den Anwalt bezahlt hatte. Die Erben des Getöteten Hessen sich diesen Abzug nicht gefallen und klagten, nachdem der Automobilist seine Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag an sie abgetreten hatte, gegen die «Winterthur» auf Nachzahlung der Differenz von rund 6000 Franken. Die Genfer Gerichte Wessen die Klage in oberer Instanz gut und das Bundesgericht hat diesen Entscheid am 14. Februar nach längerer Beratung bestätigt. Für die Mehrheit war dabei ausschlaggebend, dass das Genfer Gesetz, welches die Versicherungssumme auf 30,000 Franken für Fahrlässige Körperverletzung. Die fahrlässige Körperverletzung ist ein Antragsdelikt, mit welchem der Automobilist nie tmd da Bekanntschaft mächt Es wird nicht von Amtes wegen Anzeige erstattet, sondern der Verletzte muss eirfe solche einreichen. Zudem ist fahrlässige" Körperverletzung nur dann vorhanden, wenn der Verletzte einen bleibenden Nachteil erlitten hat. Da ein Rückzug der Strafanzeige möglich ist, ist es immer ratsam für den Angeschuldigten, sich mit dem Verletzten rechtzeitig zu einigen. Es ist dies nicht ohne Bedeutung, da für fahrlässige Körperverletzung Gefängnisstrafe verhängt werden kann. Prinzip der Strassenhälften. Der Referent kam dann auf einige besonders wichtige Fragen des Strassenverkehrs zu sprechen. Da ist vor allem das Prinzip der Strassenhälften zu nennen. Allgemein wird heute von den Gerichten der Grundsatz aufgestellt dass dem Automobilisten die rechte Strassenhälfte zur Verfügung steht. Das bernische Obergericht hat entschieden, dass der Automobilist nicht absolut gehalten sei, über die StrassenrnittelHnie * auszuweichen und dass ihm, auch wenn dadurch eine Kollision entsteht, dies nicht als Verschulden angerechnet werden darf. Dr. von Stürler glaubt, dass diese Praxis gewisse Gefahren in sich schliesst. Haupt- und Nebenstrassen. Das Einfahren von einer Nebenstrasse in die Hauptstrasse bildet oft die Ursache von Verkehrsunfällen. Findet beim Einfahren in die Hauptstrasse eine Kollision statt, so wird der Richter immer, auch wenn ein langsames Tempo nachgewiesen ist, die Frage prüfen, ob sich der Führer genügend vergewissert hat, 4ass keine Gefahr drohe. Ein typischer Fall des ein öffentlicher Vortrag des Herrn Stadtpräsidenten oder des Herrn Stadtbaumeisters (der Referent ist noch, nicht definitiv bestimmt) statt, zu welchem vor allem die Mitglieder der kantonalen Verkehrsliga angeschlossenen Clubs und Verbände eingeladen werden. Es ist zu hoffen, dass alle an einer glücklichen Lösung pendenter Verkehrsfragen interessierte Personen diesen Vortrag möglichst zahlreich besuchen werden ! -ey. Die Rapperswiler Seedammfrage. Die Frage des Rapperswiler Seedamms ist insofern in ein akutes Stadium getreten, ais nun zielbewusst an der Weiterführung des Plan- Studiums gearbeitet wird. Unter dem Vorsitz des eidgenössichen Oberbauinspektorats und im Beisein von Direktor Hunziker vom eidg. Eisenbahndepartement tagten letzte Woche die Baudirektoren der Kantone Zürich, Schwyz und St Gallen in Rappersw2. um das weiter© Vorgehen in der Angelegen-' heit der Verbesserang der Rapperswiler Seedammverhältnisse za besprechen. Man besohloss die Bestellung einer interkantonalen Kommission, der die Aufstellung eines Projektes, die Finanzierung und Durchführung der Bauten obliegen wird. Der Kommission sollen die kantonalen Baudirektoren von Zürich, Sohwyz und St. Gallen angehören, ferner je ein Vertreter des Gemeinderates und des Ortsverwaltungsrates Rapperswil, des Gemeinderates Freienbach, der Stadt Zürich, der Süd-Ost-Bahn und der Präsident der eidg. Linthkommission. mb. Eine neue Kampfphase im Strassenstreit Solothurn-Olten. Im Strassenstreit zwischen Ölten und Solothurn ist eine neue Kampfphase eingetreten, indem von freisinniger Seite im Kantonsrat eine Verständigungsmotion eingereicht wurde, welche eine Abänderung des erst im Jahre 1928 geschaffenen Strassenbaugesetzes bezweckt und zwar in dem Sinne, dass Staatsbeiträge auch an Gemeindestrassen, welche den Charakter und die Bedeutung von Durchgangsstrassen haben, ausgerichtet werden können. Die stadtsolothurnischen Strasseh sind alles Gemeindestrassen und Ölten will das Recht einer Bevorzugung der Kantonshauptstadt unter keinen Umständen zulassen, obschon Solothurn im Hinblick auf das Sönderungsabkommen von 1801 und die inzwischen stark veränderten Verhältnisse unbedingt ein Anrecht auf besondere Behandlung hat. Die eingereichte Motion will nun eine Ergänzung des Strassenbaugesetzes anstreben, wonach der Staat inskünftig nicht mehr bloss an die Kantonsstrassen, sondern auch an die Gemeindestrassen in beschränktem Umfang Subventionen leisten kann, sofern diese Strassen den Charakter von Durchgangsstrassen haben. Den berechtigten solothurnischen Begehren könnte mit dieser Lösung Rechnung getragen und auch den Oltener-Wünschen auf Einbezug aller derartigen Gemeindestrassen in den kantonsrätlichen Subventionsbeschluss Berücksichtigung geschenkt werden. Ry.

N° 19 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE Eine Radiowettfahrt für Autos. Der Turiner Rundfunksender veranstaltet zu Beginn des Frühjahrs zum zweiten Mal den folgenden Wertkampf: Die Bewerber müssen in Autos, die mit Radioempfängern ausgerüstet sind, eine Wettfahrt auf schwierigen Alpenstrassen unternehmen. Alle während der Fahrt vom Sender Turin gesandten Nachrichten müssen- aufgefangen und niedergeschrieben werden. Gewinner ist unter den Fahrern, welche die Berichte vollständig oder zum grössten Teil empfangen haben, derjenige, der zuerst das Zielband passiert. Ausbau der st. gallischen Staatsstrassen. In Hauptsachen wird der Ausbau des st. gallischen Staatsstrassennetzes durch den zunehmenden Automobilismus bedingt, und die jährlichen finanziellen Mittel von rund zwei Millionen Franken sind den Eingängen der Staatskasse aus den Automobilsteuern und dem Benzinzollanteil entnommen. Was zum Ausbau der st. gallischen Staatsstrassen zu sogenannten Automobilstrassen schon geschehen ist, haben wir früher ausgeführt. Dagegen besteht immer noch in weiten Kreisen Unklarheit, welche Bewandtnis es habe mit dem neuen regierungsrätlichen Staatsstrassen-Ausbauprogramm, das mit der Zustimmung des Grossen Rates zum regierungsrätlichen Beschlussvorschlag betreffend «Verbesserung der Staatsstrassen», wie er nunmehr in Nr. 8 des st. gallischen Amtsblattes publiziert ist, nun auch die grossrätliche Sanktion erhalten habe. Man hat in Automobilistenkreisen nähere Mitteilungen über den Inhalt dieses Programmes vermisst und man scheint dort, denn bereits auch schon zu der Auffassung gekommen zu sein, es liege hier eine absichtliche Zurückhaltung vor. Das ist nun aber keineswegs der Fall, wenn auch zuzugeben ist, dass das Staatsstrassenausbauprogramm nicht im Druck erschienen ist und auch nicht im kantonalen Amtsblatt publiziert wurde. Es wurde jedem Mitglied des Grossen Rates in der vergangenen ausserordentlichen Februarsession eingehändigt, hat allerdings bisher in der kantonalen st. gallischen Presse nur eine unbedeutende materielle Würdigung gefunden. Wir kommen desEalb einem Wunsche der Leserschaft der «Automobil-Revue» nach, wenn wir dasselbe nachstehend auszugsweise zur Veröffentlichung bringens Das Programm zeigt, -was der Staat bis Ende 1930 noch verwirklichen will und wie die erste sechsjährige Ausbauperiode neben der Erstellung der «Direkten» Gossau—Wil nach dem regierungsrätlichen Vorschlage sich ausnehmen soll Staatsstrassens trecke St. Gallen-dunst. Gallen-Obeibüren-Wil St. Gallen-Lömmenswil St. Gallen-Teuf en St. Gallen-Speicher St. Gallen-Heiden Sargans-Mühlehorn Gossau-Flawil-Wil Herisau-Bischofszell Flawil-Lütisburg Schönengrund-Lichtensteij? Biitschwil-Tösstal Wil-Wattwil-Rheintal Wattwil-Uznach Ricken-Jona Gammiswald-Kaltbrunn Weesen-Rappers-wil Uznach-Grynau Uznaberg-Wald Eschenbach-Rüti Kempraten-Rüti Altstätten-Gais Wil-Tobel Rorschach-Aibon Lömmensml-Muolen Flawil-Degersheim Degersheim-Herisau Degersheim-Herisau Au-Oberegg Rheineck-Wolfhalden Bütschwil-Brunnadern Kronbühl-Roggwil Staad-Thal Wil-Weinfelden Altstätten-Trogen Gams-Grabs-Buchs Wattwil-Hemberg-Schönengrund Goldingen-Wald TTzwil-Bischofszell Wittenbach- Waldkirch Mühlrüti-Fischingen Heerbrugg-Diep oldsau 94,4 60,7 33,7 — 28,7 14,2 2,0 12 5 8,6 4,7 3.9 — 3.7 — 9,2 1,0 24.8 21,4 17,5 17.5 9,7 4,2 9,7 — 14.1 5,3 13.9 0,5 61.2 28,9 14,1 16,2 2,4 34,6 — 3,7 2.2 6,0 3.4 — 5.5 — 9,7 — 4.1 4,7 1,5 11,9 18.5 13,8 5.3 7,9 14.2 2,0 0,6 1,6 19.2 — Total der Stiassen 477,7 198,3 148,4 131,0 So die Absicht des st. gallischen Regierungsrates und seine bezügliche Schlussnahme, die nun auch die Zustimmung des Grossen Rates gefunden hat. Ob sich nun das ganze Programm so verwirklichen lassen wird, das wird die Erfahrung zeigen; aber auf jeden Fall fehlt es hierzu unserer kantonalen Strassenverwaltung nicht am guten Willen, D. ß s I 0,9 + 0,2 15,4 1.3 0.3 — 1,0 5,8 — 0,3 5,5 4.4 — 0.5 3,9 2.2 0,2 2,0 — 5.7 — 0,3 5,4 3,1 2,1 1.0 — 3,1 3.1 — — 5,1 2,3 2.8 — 6.3 1,5 — 4,8 1.5 — — 1,5 1.5 — — 1,5 4,5 — 0,5 4,0 1,0 — 0,5 0,5 10,6 1,2 2,0 7,4 2.8 0,7 2,1 — 3.9 0,6 — 3,3 4,3 2,4 1,9 — 7.7 — — 7,7 4.8 3,3 1.5 — 12,5 — — 12,5 2,3 — — 2,3 11,2 3,4 7.8 — 3.0 — — 3,0 4.1 — — 4,1 3,7 2,3 1,4 — Benzineinfuhr und Benzinpreise 1906—1929 Graphische Darstellung der Benzineinfuhr seit 1906. In diesem Jahre wurde Benzin erstmalig als Position des Zolltarifs erklärt. Die Zahlen der senkrechten Achse geben die Einfuhrmengn in «Hunderttausend Tonnen» an. ^ 4 Die Bewegung der BenzinankaufpTeise (pro 100 kg) in graphischer Darstellung für die Jahr« 1906 bis 1929. Senkrecht: Preis in Rappen für einen Liter. (Engrospreis siehe Artikel auf Seite 5.) Der Welt grösster Gummiproduzent lanciert seinen neuen I&46? AI U.S. ROYAL Der Qualitäts-Reifen für den modernen Wagen I „Der erstaunliche Aufstieg des neuen U.S. ROYAL-Pneumatiks in der ganzen Welt luäre einfach unmöglich, wenn nicht tatsächlich gesunde, fundamentale Gründe für diese Erfolge gegeben wären!" Es sind dies: Bessere Gummi-Qualität, Web-Cord-Konstruktion, uöllig neues, auf wissenschaftlichen Erfahrungen aufgebautes und bedeutend verstärktes Gleitschutz-Profil, sowie andere ausschlaggebende Vorzüge mehr, wie sie eben nur der grösste Gummiproduzent der Welt zu uerwirklichen imstande ist. — Resultat: Unübertreffliche Rekord-Leistungen in jeder Hinsicht! Der neue «ROYAL CORD» Ist in allen Garagen and Spezialgeschäften erhältlich. S» Europäische Bergmeisterschaft. Hans von. Stuck, der Rekordfahrer der Bernina, dec Turbie, des Semmerings und anderer Bergrennen hat sich als Bewerber für den Titet des Europa-Bergmeisterfahrers eingetragen. Er wird einen Austro-Daimler-Rennwagen (3 Liter) fahren. . -o- Aenderungen im internationalen Autontobilsportkalender. Von selten der Internationalen Sportkommission werden folgende Aenderungen im internationalen Automobilsportkalender 1930 bekanntgegeben: 1. Die Rekordtage auf Daytona Beach in Florida finden nicht vom 1. bis 15., sondern vom 16. bis 31. März statt. 2. Das vom Ungarischen Automobil-Club für die Tage vom 7. und 8. Juni eingeschriebene Balaton-Matra-Rennen ist auf die Zeit vom 27. bis 29. Juni verschoben worden. Dafür wird das auf die letztgenannten Tage anberaumte Quggenbergrenneni auf den 7. und 8. Juni vorgeschoben. 3. Neu einzutragen ist im internationalen Kalender das Zirlerbergrennen des Oesterreichischen Automobil-Clubs am 5. Oktober und die Internationale Alföld-Alpenfahrt des Oesterreichischen und Ungarischen Automobil-Clubs am 27. bis 29. Juni 1930. s. Der Grosse Preis von Frankreich. Zu dem diesjährigen 24. Grossen Preis von Frankreich für Sportwagen, der am 21. September 1930 auf der Rundstrecke von Pau über ein© Gesamtstrecke von 602 Kilometern ausgefahren werden soll, sind alle Fahrzeug« zugelassen, die den Anforderungen der am 10. Oktober 1929 aufgestellten internationalen Rennformel entsprechen: eine Klasseneinteilung wird also nicht vorgenommen. Die Ausschreibung bringt ausführlich alle Vorschriften, die durch die neue Rennformel bedingt sind und sich auf Brennstoff, Schmiermittel, Brennstoff- und Oelbehälter, Hähne, Zuleitungsrohre usw. beziehen. Das Meldegeld beträgt pro Fahrzeug 5000 franz. Franken, Nennungen werden bis zum 2. Juni 1930 bei einfachem Nenngeld, nach diesem Datum mit doppeltem Einsatz bis zum 8. August entgegengenommen. Auf jedem Fahrzeug ist nur ein einziger Fahrerwechsel gestattet Der Gewinner des Grand Prix erhält 100,000 franz. Franken, der Zweite 60,000, der Dritte 40,000, der Vierte 25,000, der Fünft© 15,000 und der Sechste 10,000 Fr, TOURISTIK Der Automobil-Club von Italien organisiert eine Zuverlässigkeitsfahrt nach Belgien. Wie verlautet, beabsichtigt der Automobil-Club von Como im Auftrag des Automobil-Clubs von Italien eine Zuverlässigkeitsfahrt von Como nach Brüssel zu organisieren. Die Fahrt soll anlässlich der Radweltmeisterschaften (23.—30. August 1930 in Belgien) durchgeführt werden und gleichzeitig ©inen Höflichkeitsbesuch an das belgisch© Volk darstellen, als Auswirkung der 1930 eng geknüpften verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den belgischen und italienischen Königshäusern. Die Fahrt wird auch durch die Schweiz führen, und zwar ist folgende Route in Aussicht genommen: Como, Lugano, Biasca, Airolo, St. Gorthardpass, Andermatt, Göschenen, Altdorf, Arth, Zug, Zürich, Schaffhausen, Donaueschingen etc. Di© Besammlung der Teilnehmer (berechtigt sind alle Mitglieder des Automobil-Clubs von Italien) erfolgt in Como; am ersten Fahrtag wird in Zürich genächtigt. Ueber die weiter© Reiseroute ist noch nichts Genaues bekannt, voraussichtlich wird dieselbe von Donaueschingen über Bruchsal, Darmstadt, Mainz, dem Rhein entlang bis Köln und dann hinüber nach Brüssel führen. s. Zur Frage eines Zürcher Kongress. und Ausstellungsgebäudes. Diese Angelegenheit kam erneut anlässlich der Jahresversammlung des Verkehrsvereins Zürich zur Sprache, indem Herr Dr. Ith, Verkehrsdirektor, in einem Referat über die kommenden Aufgaben des Vereins eingehend auf die dringende Wünschbarkeit eines solchen Gebäudes hinwies. Eine Reihe von Kongressen konnte letztes Jahr in Zürich mangels zweckmässiger Räumlichkeiten nur bedürftig untergebracht werden und die Erstellung von temporären Ausstellungshallen fordert jedesmal ganz beträchtliche Mittel. Eine von der Generalversammlung einstimmig gefasste Resolution sprach denn auch die Auffassung aus, dass «der Verein im Interesse der Stadt Zürich und zur Entwicklung ihres Fremdenverkehrs die Schaffung eines grösseren Kongressgebäudes, wenn möglich unter Ausnützung schon bestehender Räumlichkeiten (z. B. der Tonhalle) für eine der wichtigsten und dringendsten Aufgaben hält». z.