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E_1930_Zeitung_Nr.021

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o AUTOMOBIL-REVUE

o AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N° 2t Alpengebiet. Dass dieses Feld so lange brach- jener Gegenden, die wirtschaftliche Gründe Alle Strassen und Wege sind unter- bezw. von in Basel stehenden Wagen, für die keine Sfegen ist darüberSollen wir heute an die- für die Ausführungen der in der Ueberschrift überführt. Strassen, die neben dem Durch- normale_ Verkehrbewilligung gelost und soser Stelle nicht weiter räsonieren genannten Alpenstrassenprojekte vorbringen, fahren auch Ansehluss erfordern, erhalten An- mit auch keine Steuer bezahlt wurde, zur Darauf aber darf einmal nachdrücklich die Frage aufwerfen, ob nicht mit den Rie- Schlussanlagen. Bei diesen kann nur rechts Fahrt an den Bestimmungsort eine voruberhingewiesen werden dass wir auf diesem sensummen des Benzinzolls die Möglichkeit ein- und ausgefahren werden. Eine ausge- gehende Bewilligung gültig ist gr. Gebiete gewissermaßen von der Vergangen- gegeben wäre, zu jener grosszügigen Alpen- dehnte Signalanlage schliesst jede Unsicher- R=.hnen heit leben Wissen Sie, wann die letzte strassenpolitik zurückzukehren, die aus den heit aus. Nachts ist sie, zur Vermeidung des TMMMIMIIIIIii—imi schweizerische Alpenstrasse gebaut worden Mitteln der Allgemeinheit bestritten werden Abblendens, hell erleuchtet. a ^ ist? Vor 29 Jahren! Im Jahre 1901, als der konnte und sich heute als eine Kapitalanlage Die durchfahrene Gegend wird jedem Na- Der Bau ej ner gäntisbahn. Das Projekt der Umbrail oder das Wormserjoch dem Verkehr ersten Ranges zeigt, nachdem unsere Alpen- turfreund gefallen : Der Rhein, der im Krieg, i nnerrno der Säntisbahn soll nun energisch übergeben wurde. Seitdem war weiss Gott strassen sich als den Hauptanziehungspunkt in der Politik und in der Touristik einen Welt- an die Hand genommen werden. Bis Ende wie oft die Rede von neuen AJpenstrassen- für den Aatomobilfremdenverkehr erwiesen ruf erworben hat. Der Jura mit seinen ele- Mai wjj] man das p ro jekt in Bern eingeprojekten, und neuerdings stehen zur Diskus- haben. Dass dieser Verkehr sich von Jahr ganten Konturen und seinen feinen Farben- rej cllt haben. Vorläufig steht das Bauunterslon Sanetsch und Segnes, um nur die letzten zu Jahr steigern und ungezählte Millionen Stimmungen. Die prächtige Aussicht von der nehmen noch vor grossen finanziellen zu nennen, nachdem Pragel und Susten wie- unserem Lande zuführen wird, darüber Westrampe der Bözbergstrasse auf das Aare- Schwierigkeiten, der in der Versenkung verschwunden sind, braucht man heute wohl nicht zu diskutieren, tal mit seinen Burgen und auf die fernen nicht zu reden von ephemeren Plänen, wie Der Einsicht dürften sich auch unsere Par- Alpen. Bei Vogelsang überfährt die Auto- Die Surbtalbahn soll doch noch 'S^aut vom Murettopass, oder wirtschaftlichen Un- lamentarier nicht verschliessen, wenn für ein strasse Aare und Limmat. Durch grüne Mat- werden. Der Verkehrsverein Dielsdorf hielt möglichkeiten wie Giacomopass. gesundes Alpenstrassenprojekt, das sich aus- ten erreicht die "Aütostrasse das Rebengebiet eine Versammlung ab, die zur Frage aer Da^ die schweizerischen Kantone von serdem durch lokalwirtschaftliche Bedeu- des Goldwändlers. Am andern Ufer der Lim- Surbtalbahn Stellung nahm. Nationarat sich ans zu Jhwa.ch sind um bei den heu- tung empfiehlt, das Subventionsbegehren ge- mat liegt das berühmte Quellenbad Baden. Eggspühler aus Baden hielt über die Situation Baukosten neue Al'oenstrassen anzu- stellt werden sollte. Lustig schaut die Burg Schartenfels herunter, tion der projektierten Bahn einen Vortrag. kSn darüber braucht keh? Wort verioren , „ c, M „«nohi P t Nac * Wettingen erscheint die lange, stolze Man beschloss die Annahme einer Resomzuwerden[jedes neue^Projekt steht und • ZollaUSSChlUSSgebiet Läg€rn- Nach Dietikon grüsst den Autofah- tion, die an die Generaldirektion der Bunfällt mit dem Gedanken an eine Bundessub- Jestetten-Lotstetten. rer das Frauenkloster Fahr. Mit unvermin- desbahnen gerichtet und auch den Kantonsvention. Vom Kampf um die Bundessubven- m Frag e des Obügatoriums des interna- derter Geschwindigkeit erreicht er Zürich, das regierungen Zürich und Aargau unterbreitet tion war aber auch das Zustandekommen so tJ^J " Fahrausweises für das Passieren schon€ und reizvolle Genüsse bieten kann und werden soll. manches früheren Alpenstrassenprojektes ^%** SusSIte Jestetten-lSt- ihn gastfreundlich empfängt. Der Inhalt der Zuschrift besagt dass die mittelbar abhängig Wäre der Bund heute in des f? llau . ss . chlu . ssg , eme v s rf„„„ J 1 Z?i r T* Diese Vorzüge der Gegend und die Quali- von den Bundesbahnen eingeführten Auto- ^S^oLltti»? sT'isfkeUesweS nSeÄ^SchSvS' tat der Strasse werden ihren Einfluss auch im mobilkurse den Anforderungen der Subven- Als Antwort setzen wir das eine Wort hin: ^^S^JS dte SekttoS zÄ S Ausland geltetld machen Dieses WeTk - be ' «onsgemeinden des Kantons Zürich m keiner Benzinzoll! ot l ZT ? » Sektionen Zürich una djn angemessene Aufwendungen von ca. 60 Weise gerecht werden, und da die Bevolke- TZlvir einmal «ach was der Bund Scha^ausen de * A - °\ S ' f n * 6 ^ • Millionen Fr. Im Jahre 1929 hat der Autover- rung und des Surb- Wehntales ein verbrief- JeStet hat als der äSlnS? noch rieht vors «"ig geworden und auf Betreiben de k€hf au$ dem Aus, and der Schwejz eine Kn . * f Norma, ba hn besitze und exSte sondern die AngSnheiT für die f* tim Zu "° h f \ \ °» S 'H 'fl 7fn nähme von 80 Millionen Fr. gebracht. Diese im übrigen der Stand der Finanzen der S.B.B. m^*ui^f^h^^md£ Jahren auch die deutsche Handelskaminer in Qegenlelst zeigt die wirtschaftliche Be- wieder ein durchaus normaler sei, bitte man Be spiele zu geTn ? r Sch Y ei f m h em % ?-T llrtZ^^ rechtigung der Autostrasse. Dr. Ing. B. das eidg. Eisenbahndepartement, den Bau Beispiele zu geoen. dlgen deutschen Behörden herangetreten, Sm-htalbahn möglichst bald zu veran- 1861 bewilligte die Bundesversammlung ohne aber zu emem positiven Resultat ge- „ , -. - , f er Surbtalbahn moglicnst Data zu ve n 1750 000 Franken für den Ausbau von Furka, langen zu können. Von deutscher Seite DÜSler btYCtrgeSetZ Utld lassen - Oberalp und Axenstrasse und gleichzeitig wurd© stets erklärt, dass so lange die ... r» i i "*•• -* *!.«.«£•««»•• eine Million Franken als Beitrag an Grau- Schweiz für das Passieren schweizerischer OtraSSetlVerkehr M.mmm*Mn*2W P««»«««g»» bfinden, das mit seinem vorausgegangenen Enklaven durch deutsche Fahrer nicht Ge- Alpenstrassenbau auf eines der rühmlichsten gerecht halte auf ein Nachgeben Deutsch- entsprechend den neuen Bestimmungen £j ne ständige Verkehrswache in Zürich. der am Blätter seiner, Geschichte zurückblicken darf. ]ands kaum gezählt werden könne. L J anuar 1930 i n Kraft getretenen Zürich entwickelt sich immer mehr zur 1862 leistete der Bund 400 000 Franken an die Dieser ablehnende Standpunkt der deut- Verordnung über den Strassenverkehr Grossstadt. Mit den wachsenden Dimensioder Erstellung der Brünigstrasse, im Jahre 1878 scnen Behörden hat dann die Sektionen Zu- schlägt Regierungsrat von Basel-Stadt nen des Verkehrs gestalten sich auch die für den Jaunpass 260 000 Franken. Für 1894 rich und Schaffhausen des A. C. S. veranvor ' im Strafgesetz einige Abänderungen vor- Massnahmen gegen Unfälle schwieriger. Seit übernahm die Mamma Elvezia drei Viertel | asst ^ den schweizerischen Zollämtern bei zu nehmen. Es betrifft dies »vor allem die dem 1. März hat nun Zürich eine neue Einder 1560 000 Franken betragenden Bauko- Ra{z' und Neubausen (Dürstgraben) grosse, Bestrafung der Strolchenfahrten. Hier han- richtung geschaffen, die Verkehrsunfälle versten für die Grimsel, und für 1901 leistete b, aue vierecktafeln anzubringen worauf die delt es sich darum, den sogenannten Strpl- hindern und den allgemeinen Verkehr übersie 66 Prozent der Baukosten (260000 Fran- sch we izerischen Automobilisten darauf auf- chenfahrten mit gestohlenem Automobil wirk- haupt verbessern und disziplinieren soll, ken) für den Umbrail. merksam gemacht werden dass für die sam entgegentreten zu können. Das unbe- Schon seit einiger Zeit bestanden zwei Equi- {ugte Das grossartigste Beispiel für die Ver- Durchfahrt durch das Zöllausschlussgebiet Benützen eines fremden Motorfahr- pen von Beamten, die ein Automobil mit alwirklichung des Grundsatzes «Einer für alle, j estetten .L o tstetten der internationale Fahrzeu « es Mdete bisher trot z der damit verbun- i en notwendigen Utensilien zur Verfügung alle für einen » liefert aber die Baugeschichte ausweis notwendig ist, ansonst Bussen zu denen Gefährdung keinerr besondern Delikt- hatten und deren Aufgabe es war, jeden Undes 1899 eröffneten Klausen. Schon in den gewärtigen sind Die Fahrer dürften dem- tatbestand. Man musste die Bestrafung sol- fall oder jedes Verbrechen sofort auf dem ö Siebziger Jahren war in Tschudis «Tourist nach gemahnt sein Es ^^ Sache der eher Strolchenfahrten, wenn kein weiteres Tatorte aufzunehmen. Auf den Beginn die- f? Schweiz» zu lesen, es werde eine schweizerischen Automobilistenverbände und: Vergehen damit verbunden war, auf allerlei se s Monats wurde nun noch eine dritte Poststrasse über den Klausen gebaut. Troz- d Hausfriedensbruch usw. verfolgen. Es zwei andern in die Ueberwachung teilt, so iÄ^L*^ wrTiSS Ä D r den zu unternahmen, damit die lästige Vor-' rd w?**? h ] ag ?' 5 d £ s s .t raf 8 es e tz da « Zürich nun über einen ständigen Dienst wollte, erklärten sich erst 1892 die Urner hri{ beseitigt werden kann. Gegenwärtig emen Deliktstatbestand «Rechtswidriger Ge- verfügt, der in allerkürzester Frist bereit ist. f-^VT ^Ä"' Si T E " d , e V u m SE ta OesteSh Bestrebung^ ^aS brauch von Motorfahrzeugen, aufzunehmen. Die Equipen bestehen je aus einem Polizei- Nal^^nti^en SÄloM SnkeTzu lei" S**? deÄ ^SSSsToS- Dieser Para S ra Ph 145a lautet: Unteroffizier, einem Detektiven, einem Zeich-

N°21 AUTOMOBTL-REVUC Acht Tage zum Genfer Salon Vor dem Kilometer-Arrete. Ausser den bereits erwähnten Anmeldungen ist noch diejenige des Fahrers Markiewicz .(Rosengart) eingetroffen. Wie man sich nach Eaux-Mortes begibt. Die Linie 15 wird am Morgen des 23. März Eaux-Mortes mit folgenden Kursen bedienen: Abfahrt Quai de la Poste 7.30, 7.30, 7.55, 8.10, 8.30, 9.10. Man vergesse nicht, dass das Rennen um neun Uhr beginnt und die Tramfahrt fast eine Stunde dauert! Die Strassenbenützer begeben sich auf folgender Route nach Eaux-Mortes: Genf- Bernex, von da auf Strasse Nr. 1 (das Tram bleibt zur Linken), 2 km von Bernex verlässt man die Hauptstrasse nach Chancy-Bellegarde und fährt durch La Petite-Grave nach Cartigny, wo die diensttuenden Polizisten die Fahrzeuge nach den verschiedenen Parkplätzen leiten werden. Die Parktaxen betragen: für Autos 2 Fr., für Motorräder 1 Fr., für Fahrräder 30 Cts. Die Parkplätze sind höchstens 300 Meter von der Kasse des Rennens entfernt. -o- Die Route der Sternfahrt Bern-Genf ist geprüit. Letzten Donnerstag, den 6. März, wurde die Strecke, welcher die Sternfahrer zu folgen haben werden, von den Herren E. G. Brieger, Sekretär der Nationalen Sportkommission des A. C. S., und Viilars, vom A. C. S. Genf, befahren und durchwegs in Ordnung befunden Bekanntgegeben darf die Route natürlich nicht werden. Immerhin kann verraten werden, dass alle Etappen auf gut unterhaltenen Hauptverkehrsstraßen zurückgelegt werden. Die zwei Genfer Herren wurden in Bern von Herrn Thommen, Präsident der Sportkommission des A. C. S. Bern, begrüsst. Bei der Gelegenheit wurden verschiedene kleinere Fragen geregelt. Unter anderem wurde bestimmt, dass je zehn Fahrer gemeinsam starten und ihr Streckenheft eine Viertelstunde vor der Abfahrt erhalten sollen. Sie werden also noch genügend Zeit haben, auf Ihren Karten die nötigen Einteilungen zu machen. -o- Diner und Ball. (Hotel des Bergues). Die Liste der zum Diner vom 22. März Eingeschriebenen ist schon recht lang, und es kann jetzt schon festgestellt werden, dass der Anlass ganz stark besucht werden wird. Uebrigens muss hier nachgetragen werden, dass das Diner um 9 Uhr beginnt, also nicht um halb zehn, wie früher gemeldet wurde. Während des Diners werden verschiedene Attraktionen geboten, u. a. werden die Damenschneider Rey, Daunay und Domingo ihre neuesten Modelle vorführen lassen. Die Eintrittskarten für Diner und Ball sind 43, rue du Rhone 43 erhältlich. Es werden keine Karten für den Ball allein ausgegeben. Als besondere Attraktion beim Ball ist das glänzende Orchester Jack Hylton und seine 22 Boys zu bezeichnen. Es ist das eigentlich ein Konzertorchester, das nur ausnahmsweise bei einem Ball mitwirkt und mit seinem Besuch in Genf eine Tournee durch die Schweiz verbindet. Am Abend vorher wird diese Truppe in Lausanne ein Konzert geben, am Sonntag wird sie in Zürich und in der anschliessenden Woche in Basel ebenfalls als Konzertorchester gastieren. Das Sekretariat des Salons. Das Generalsekretariat des Salons wird sich von Samstag an im Ausstellungspalast (Palais des Expositions) befunden. Die Telephonnummer ist: 41433, ein zweiter Anschluss, derjenige des Präsidenten Marchand, hat die Nummer 42020. Genfer Salon; eine ästhetische Frage und Ihre Lösung. Die Markentafeln über den verschiedenen Ständen des Salons werden dieses Jahr in andern Farben gehalten als früher. Wie bei den Teppichen und Tapisserien werden auch die Firmentafeln einheitlich auf Braun und Rot abgestimmt sein, also »auf Farbtöne, von denen sich der gelbe Firmaname scharf abhebt. Ein Anerkennungspreis des A. C. S. Die Nationale Sportkommission des A. C S. hat einstimmig beschlossen, denjenigen Fahrern, die an allen nationalen und internationalen Rennen des A. C. S. teilnehmen, einen Anerkennungspreis zu verabfolgen. Der Preis wird wahrscheinlich aus einer silbernen Plakette bestehen. Die Konkurrenten, die nur an etwa 70 Prozent der Rennen starten, sollen die gleiche Plakette in Bronze erhalten, -o- Korrektlon der Wynentalstrasse. DieWynentalstrasse wird von der Nordgrenze der Gemeinde Zetzwil abwärts verbreitert und verbessert und die Arbeiten sind, dank der günstigen Witterung, tüchtig fortgeschritten, rm. Die Zufahrten zum Salongebäude wurden im Interesse einer reibungslosen Verkehrsabwicklung während der Salonzeit verbessert. Die «Nouvelle Rue Dancet» hat nun eine Breite von 18 Metern. Die Suche nach dem Autostrolchen von Zürich. Der Mord des Autostrolchen an dem Maschinentechniker Albert Müller von Luzern beschäftigt die Zürcher Bevölkerung ausserordentlich. Die Polizei hat sofort einen Steckbrief erlassen und für Ermittlung der Täterschaft oder Mitteilungen, welche zur Feststellung des Mörders führen, eine Belohnung von Fr. 1000.— ausgesetzt. Leider ist es bis zur Stunde noch nicht gelungen, eine sichere Spur des Mörders und seiner Begleiterin zu finden. Aus den Fingerabdrücken am Automobil konnten keine sichern Schlüsse gezogen werwerden. Am Samstag wurde die Leiche des Ermordeten im gerichtlich-medizinischen Institut einer Obduktion unterzogen. Dabei stellte sich heraus, dass der Getötete zwei sofort tödlich wirkende Schüsse erhalten hatte, einen Herzschuss und einen Kopfschuss. Zwei weitere Schüsse trafen ihn in den Bauch und in die linke Hand, an der deutliche vom Schuss herrührende Verbrennungszeichen zu erkennen waren. Es dürfte für einen Waffenexperten leicht sein, an Hand der im Körper des Ermordeten gefundenen Geschosse Art und Herkunft der Waffe, wie der Munition festzustellen. Verschiedene der Polizei gemeldete Spuren der Täter haben sich leider als unrichtig erwiesen. Der Polizei gehen täglich unzählige Meldungen über alleinreisende Paare ein, jedoch erweisen sich die meisten als falsch. Zur Feststellung des Täters ist die Mithilfe der Bevölkerung von grossem Wert. Wir rufen deshalb nochmals das Signalement des Täters in Erinnerung: Alter des Mörders: 20 bis 25 Jahre, von geringer Statur, 155—158 Zentimeter gross, Kopfhaare dunkel. Der Täter trug bei der Begehung der Tat einen hellen Trench-Coat und hellgrauen Hut. Seine Begleiterin wird als klein, von schmächtiger Statur und etwa 20—25 Jahre alt beschrieben. Sie trug dunkle Kleidung, dunklen Glockenhut, helle Strümpfe und Russenstiefel. Die Begleiterin soll am Freitagabend, einige Zeit nach dem Verbrechen, gesehen worden sein. Ihr Haar wird als glatt, kurzgeschnittener Bubikopf und von mittelblonder Farbe beschrieben. Sie soll einen glänzenden dunkelgrünen Regenmantel getragen haben. Die m$m*mw&%!& w§mm Wenn ein unvermittelt auftretendes Hindernis zum plötzlichen Bremsen zwingt, lernen Sie die unvergleichliche Gleitschutzwirkung des Firestone-Piofiis schätzen Sowie die Räder unter dem Drucke der Bremsen stoppen, halten Ihre Firestone den Wagen sicher. FIRESTONE'S SICHER- HEIT KANN MORGEN DIE IUßIC}£ SJUIN! Polizei erwartet, dass sich die Begleiterin des Täters melde, um so mehr, als die Strafanzeige nicht auf sie ausgedehnt ist. gr. Die Grosse Saharaiahrt. Letzten Donnerstag (den 6. März) ist die erste Gruppe (vier Cottin-Desgouttes) nach Algier zurückgekehrt und hat damit die zweimalige Durchquerung der grossen Wüste erfolgreich beendet. Von den andern Gruppen laufen dauernd günstige Nachrichten ein. Bis heute hat nur einer der 40 Wagen aufgeben müssen. -o- Caracciola fährt am Grand Prix de Monaco. Der Mercedes-Benz-Fahrer Rudolf Caracciola, der auf de Einladung zur Teilnahme am Rennen um den Grand Prix von Monaco zuerst eine Absage geschickt hatte, wird nun doch an dem eigenartigen Rennen durch die Strassen Monacos teilnehmen. Beim Organisationsausschuss ist heute die telegraphische Nachmeldung Caracciolas eingetroffen. Bis Jetzt 13 Meldungen für den Grand Prix de Monaco. Beim ersten Nennungsschluss für die am 6. April stattfindende Wiederholung des Automobilrennens durch die Strassen des Fürstentums Monaco lagen 13 Meldungen vor, womit das Rennen stärker besetzt sein wird, als für seine reguläre Abwicklung gut sein dürfte. Wieder ist Bugatti stark vertreten: neben dem vorjährigen Sieger Williams werden Chiron, Dreyfuss, Dore, Etancelin und Ledoux für die Molsheimer Fabrik fahren. Maserati schickt Borzacchini und Arcangeli ins Rennen, die französischen Talbot-Werke vertreten Biondetti und Bourlier. Bisher haben sich nur zwei deutsche Fahrer gemeldet, Graf Arco (Mercedes- Benz) und G. Burggaller (Bugatti). Caracciola, mit dessen Teilnahme man rechnete, hat abgesagt. Ebenso hat Stuck seine Meldung zurückgezogen. Es wird noch die Meldung einer Alfa Romeo-Mannschaft erwartet. Kaye Don in New York. Dem englischen Automobilrennfahrer Kaye Don, der mit seinem 4000 PS starken Ueberrennwagen in Daytona (Florida) dem Geschwindigkeits- Weltrekord zuleibe gehen will, wurde bei seinem Eintreffen in in New York ein grosser Empfang bereitet. Eine Polizeieskorte auf Motorrädern begleitete ihn durch die Strassen der Stadt zum Hotel. In einem Interview erklärte der Rekordjäger, dass es seines Erachtens bei diesen Geschwindigkeits-Rekordversuchen eine Grenze nach 1 oben nicht gebe, vielmehr alles von dem Fortschritt der Technik abhängig sei. Die Frage, wie hohe Geschwindigkeit der menschliche Körper aushalten kann, schaltet Kaye Don hierbei anscheinend aus. Für den Fall aller Fälle ist er aber eine Lebensversicherung von 10,000 englischen Pfund eingegangen, für die er vier Prozent Prämie zahlen muss. — Der Fahrer ist inzwischen mit seinem Silver Bullet in Daytona Beach angekommen. Er hat sofort den Strand besichtigt und war von der Festigkeit des Bodens sehr befriedigt. LETZTE MELDUNGEN Die «Avia» wählt Major Primauit als Präsidenten. Bei der am letzten Sonntag im Hotel Bellevue in Bern abgehaltenen Generalversammlung der « Avia » wurde Major Edgar Primauit, Geschäftsführer des A. C- S., neu als Präsident gewählt. Eine Tagung von 55 Automobil-Clubs. Soviele Clubs waren an der jüngsten Tagung des A. C. von Deutschland vertreten, die letzten Samstag in Berlin stattfand. Es wurden vor allem die Frage der lästigen Grenzformalitäten sowie die Kosten der Autohaltung besprochen, wobei besonders gegen die drohende Erhöhung des Benzinzolls Stellung genommen wurde. -f. Die Linimatbrücke in Baden wird verstärkt. Die eiserne Limmatbrücke, die Baden und Ennetbaden verbindet, muss verstärkt werden, da sie dem modernen Lastautoverkehr nicht mehr genügt. Die Gesamtkosten der von der Regierung genehmigten Arbeiten betragen 65,500 Franken, wozu die Gemeinde Baden 23,640 Fr. beiträgt. Die Arbeiten werden demnächst beginnen. -f. Interessante Vorschriften im neuen österreichischen Verkehrsgesetz. Das am 1. Oktober in Kraft tretende neue österreichische Strassenpolizeigesetz enthält ausser der Bestimmung des Rechtsfahrens noch einigeneue Vorschriften, die recht beachtenswert sind. — Pferdefuhrwerke, die mehr als 4V 2 Meter lang sind oder bei denen das Seitenlicht nicht genügt, müssen ein gelbrotes Schlusslicht oder einen Reflektor führen. — Reklameschilder dürfen nicht zusammen mit Strassenverkehrszeichen figurieren. — Di« Verkehrszeichen sind die üblichen internationalen, soweit es solche gibt. Einen Text werden sie nicht enthalten. — Velofahrer sind verpflichtet, einen roten Reflektor an ihrer Maschine anzubringen. -f.