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E_1930_Zeitung_Nr.025

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — 25 Rundgang durch die Stände Fiat (Schluss). ästhetischen Anforderungen gleich gut entsprechen. Von den übrigen, ebenfalls höchst sehenswerten Ausstellungsobjekten seien erwähnt ein fünfplätziger Innenlenker des Typs 521G mit siebenfach gelagertem Sechszylindermotor und vierüebersetzungen; eine sehr geschmackvolle «Berline-Landau» und ein weiteres Coupe auf Chassis 525 NS, ebenfalls mit Sechszylindermotor und vier Uebersetzungen und ein Coupe mit Notsitzen auf Chassis 225 SS mit denselben Hauptcharakteristiken. Die neuen Typen bilden die denkbar vorteilhafteste Ergänzung zum bisherigen Produktionsprogramm. Sie besitzen sozusagen alle guten Eigenschaften, die man von einem Automobil überhaupt verlangen kann, wie hohe Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit und gutes Aussehen. Was sie besonders interessant macht, ist der durch die Grossfabrikation ermöglichte erstaunlich niedrige Preis. Lancia. Die italienische Automobilindustrie hat im europäischen Automobilbau seit jeher eine Sonderstellung eingenommen und hat insbesondere hinsichtlich der technischen Schönheit ihrer Produkte kaum ihresgleichen. Innerhalb dieser italienischen Produktion stellt das neueste Erzeugnis der Lancia-Werke, der Achtzylinder «Dilambda», nochmals einen Höhepunkt dar. Er ist übrigens aus dem weltbekannten Vierzylindertyp Lambda hervorgegangen, der nun vor acht Jahren geschaffen worden ist, aber, was Stras^enhaltung, niedrigen Bau, Leistungsfähigkeit und Federung anbetrifft, heute noch unerreicht dasteht. Beim neuen Dilambda, neben dem übrigens der Typ Lambda weiter gebaut wird, sind diese Eigenschaften noch potenziert. Man hat gleichfalls ein Fahrzeug mit dem Temperament eines Vollblutrennwagens, aber der Schmiegsamkeit und dem ruhigen Lauf eines Stadtwagens vor sich. Der Motor weist die vom Typ Lambda her charakteristische Anordnung der Zylinder auf, nämlich deren gegenseitige schwach V-förmige Versetzung. Es ergibt sich daraus ein ausseiest gedrängter Motoraufbau und vor allem eine ausserordentlich kurze Kurbelwelle, was beides grosse technische Vorteile bietet. Das Chassis des Wagens zeigt ebenfalls Charakteristiken seines Vorgängers. Der Rahmen besitzt eine ganz ungewöhnliche Steghöhe und erreicht deshalb die erforderliche Festigkeit mit einem Minimum von Gewicht. Welches Raffinement der Konstrukteur überhaupt in der Ausnützung des Materials entwickelt hat, geht aus dem einzigen Beispiel hervor, dass er den Rahmenhinterteil als Seitenwände für den Benzintank ausnützte. Graham. Der neue 24/100-pferdigc Graham-Achtzyinder wurde dem Publikum erstmals, anlässlich des New Yorker Automobilsalons, präsentiert. Er bildet eine besondere glückliche Ergänzung zu den schon bekannten beiden Graham-Sechszylindern und den beiden grossen Achtzylinder - Modellen. Sämtliche Modelle führen jetzt ausschliesslich den Namen «Graham», da alle Karosserien, Motoren und Chassis nur in den Graham-Fabriken hergestellt werden. Eine der bedeutenden diesjährigen Verbesserungen besteht in der Ausrüstung aller Modelle mit splitterfreiem Glas, so dass die Insassen bei Unfällen vor Glassplittern und Schnittwunden geschützt > nd. In mittlerer Preislage sind die Graham- Modelle die einzigen Wagen mit splitterfreiem Glas. Der neue, ungewöhnlich geformte Staubfilter eine» Sechszylinder-Graham-Motors. Folgende weitere Verbesserungen verdienen ebenfalls eingehende Würdigung; Die gefälligere Vorderansicht mit rekon-^ struiertem Kühler, neuen Scheinwerfern, Seitenlampen und Stossfänger, die verbesserte Karosserie-Rahmenkonstruktion mit Bolzen Verbindungen, die für die Instandhaltung und event. Reparaturen leicht zugänglich angebracht sind, die neuartise,- verbesserte Gummiaufhängung bei den eine tatsache ein versuch eine wähl nn fait une preuve un choix die kerze A. C. steht klar an der spitze als standard-zubehör der grossen automobil-marken. dies ist der unwiderlegbare be weis ihrer höheren qualität und bestimmt ihre wähl. die kerze A. C ist die einzige, welche vermittelst patentiertem elektrischem warm-verfahren zusammengesetzt ist und eine elektrode von geschweissteni material besitzt. la bongie A. C vient nettenieiit en tete comme equipeinen t Standard des grandesmarquesd'automobiles. ce fait est la preuve incontes« table de sa superiorite et il vous dicte votre choix. seule la bougie A. C. est sertie ä cliaud par procede electrique brevete et possede une electrode de masse soudee. ES GIBT EINE KERZE FÜR JEDEN MOTOR AC ILYAÜNE BOUGIE POUR CHAQUE MOTEUR ^IAI:*I ZÜRICH (•enerakeitreiun^ Skoda ^Äufomob 1e Personenwagen: Lastwagen: 4 ZyL, 30 PS 6 Zyl., 45 PS 8 ZyL, 60 PS 4 ZyL, iVü Tonnen 4 ZyL, 3 Tonnen 6 ZyL, 5 Tonnen fmkw die Schwede an gut eingeführte Firma zu vergeben. Gefl. Zuschriften erbeten an die A. G. vormals SKODAWERKE, kommerzielle Direktion: PRAG (Tschechoslovakei) •TM 8 Zylinder prächtiges Cabriolet, 2-4 Pl. feiner Ausstellungswagen, sofort nach Schluss des Salons lieferbar Cavvossevie Ga*«ake» 9 Widh€»«a«la Telephon 64 Telephon während dem Salon: Genf 49.779

"MO 9fi 1930 Graham (Sohluss) Sechszylindern am Vorderende der vorderen Federn, bei den Achtzylindern an beiden Enden aller vier Federn, die starke Versteifung der Ghassisrahmen sowie Verstärkung der Kupplungsgehäuse. Bedeutende konstruktive Verbesserungen betreffen auch die Einlassleitung des Vergasers und Erwärmungsregulierung der Motoren an den neuen Achtzylinder-Modellen. Der neue Achtzylinder-Motor, obwohl in einer Linie gebaut, weist gegenüber der früheren Ausführung viele bemerkenswerte Einzelheiten auf. Die interessantesten Vorteile der neuen Achtzylinder sind die Konstruktion der Einlassleitung und des Brennstoffsystems. Der Querschnitt der Einlassleitung ist rechteckig, so dass die Bodenoberfläche weit und flach ist, die Richtungsänderungen sind durch scharfe Ecken an Stelle der leichten Biegungen gemacht worden, so dass die Strömung scharf gehemmt wird, gerade bevor sie zur Mündung gelangt. Die Gummilaschen, welche zur Aufhän^ gxmg aller Federn auf den neuen Achtzylindern und den Vorderenden bei den Vorderfedern an den Sechszylindern verwendet werden,, stellen eine in der Industrie bisher noch unbekannte Form der Lösung dieses Problems dar. Jeder Bolzen läuft durch zwei zylindrische elastische Gummiblöcke, welche in das Gehäuse eingesetzt sind. Der Gummi ist zusammengepresst und schliesst an alle Teile des Bolzens sowie auch an die Laschen an. Röhr. Der Erbauer dieses Wagens, ein bekannter Flugmotorenkonstrukteur, hat sich zum Ziel gesetzt, in einem einzigen Wurf alle modernen technischen Erkenntnisse praktisch auszuwerten. Tatsächlich findet man ja beim Röhr-Wagen so gut wie jede moderne Konstruktionstendenz vertreten, wenigstens soweit, als das ohne Einbusse an Zuverlässigkeit möglich war. Das Chassis fällt sofort durch seine niedrige Lage auf. Sein Rahmen besteht aus Kastcnholmen von aussergewöhnlicher Festigkeit bei geringem Gewicht. Die hintere, angetriebene Achse ist als Schwingachse ausgebildet, wobei das Differential- und Winkelgetriebegehäuse fest am Rahmen liegt. Auch die Vorderräder sind unabhängig voneinander abgefedert, und zwar in •sehr origineller, zweckmässiger Art durch zwei übereinanderliegende Querfedern. Die unabgefederten Massen werden so auf ein Minimum verringert und die Strassenhaltung des Wagens entsprechend erhöht. Ein ÜENAULT-Wagen ist immer ein kraftiger und billiger Wagen HAI ynMAflV A Der Motor, ein mit Stossstangen und Kipphebeln gesteuerter kleiner Achtzylinder, zeichnet sich durch grosse Elastizität und Rasse aus. Seine ungewöhnlich kurze Bauart erlaubt eine wirklich gute Ausnützung der karossablen Fläche. Trotz der für Sportzwecke geeigneten Kürze des Radstandes und der geringen Gesamthöhe des Wagens sind deshalb die Röhr-Karosserien geräumiger und bequemer als die manches grossen Reisewagens. Interessenten sei eine Probefahrt mit einem Röhr-Wagen besonders empfohlen. Sie werden über seine Fahreigenschaften kaum genug staunen können. Wir können es uns schenken, über den neuen Ford, sein Aussehen und seine Fähigkeiten lange Lobreden zu bringen. Jedermann hat das «neue» mit den modernsten Vervollkommnungen gespickte «Modell schon selbst bewundert und -wegen' seines niedrigen Preises bestaunt. Dabei hat nun aber dasselbe Modell für dieses Jahr nochmals Verbesserungen erfahren. Der Kühler zeigt grössere Höhe, die Kotflügel eine weichere Schweifung, während die ganze Karosserie niedriger und die Räder kleiner geworden sind. Aeusserlich hat das Fahrzeug durch diese kleinen Veränderungen noch sehr viel gewonnen. An organischen Neuerungen fällt vor allem auf, dass manche der Apparate nun nicht mehr durch Ford selbst, sondern durch Spezialfabriken hergestellt werden. Der Kühler, die Scheinwerfergehäuse, die Nabenkappen, die Bordleisten an der Karosserie und zahlreiche andere Einzelteile bestehen aus blankem, rostfreiem Stahl. Im eigentlichen Aufbau des berühmten Vierzylindermotors wären Aenderungen absolut überflüssig gewesen. Kennzeichnend für diesen Motor ist die verblüffende Einfachheit und gute Zugänglichkeit. Durch besondere Art der Ausbalancierung konnte auch erreicht werden, dass der Motor fast vibrationsfrei und ebenso geräuschlos läuft, wie ein Sechszylinder, dabei aber wirtschaftlicher arbeitet als mancher Mehrzylinder. Das Lastwagenchassis von Ford zeigt dieselben kerngesunden Konstruktionstendenzen. Durch Anwendung höchstwertiger Stähle konnte dabei Ford das Eigengewicht des Chassis ausserordentlich niedrig halten und damit für rationellen Betrieb die denkbar höchste Gewähr bieten. entspricht dem VerTangen der grossen wrennrahl tfer Automobilisten, die einen raschen, billigen Wagen mit 4 geraumigen Platzen wünschen Der VIVASIX 6 Cyl. ist der Wagen mittlerer Stark* mit normaler Fahrbahn, welcher ermöglicht, grosse Entfernungen in aller Sicherheit mit namhafter Geschwindigkeit zurückzulegen, & dessen geräuumige Carrosserie S oder 7 sehr bequem« Platze hat. Dtr 10 PS. 4 Cyl. ist ein Wagen für strenge Arbeit & ein bequemes FamT« lien-Transport-mittel, mit 5 oder 7 Platzen. Sein kräftiger Motor entspricht den grossten Anforderungen, AGENTEN IN ALLEN KANTONEN tut Ford. Wir laden Sie ein tu einer STAND 12 und 123 Probefahrt 6, Avenue Secheron, GEN&VE — Telephone: 25.445 Whippet - Willys Knight. Auf diesem Stand finden sich von. den Modellen der Willys-Overland Company nahezu ein Dutzend. Sie bekräftigen in ihrer Eigenart und sorgfältigen Ausführung den Ruf der Firma von neuem. Die bestbekannten und für ihre Wirtschaftlichkeit und Anspruchslosigkeit berühmten Willys-. Knight-Sechszylinder mit Doppelschiebermotor, nämlich die Typen 70 B und 66 B von 15, bzw. 22 Steuer-PS sin.d als Sedan und Coach karossiert in vier Exemplaren vertreten. Sie zeigen gegenüber dem letzten Jahr nur geringe,Veränderungen. Die Hauptaufmerksamkeit konzentriert sich deshalb auf die neuen Modelle 96 B und 98. Beim ersten der beiden handelt es sich um einen fünfplätzig als Sedan karossierten Vierzylinderwagen von 12St.-PS Das zweite neue Modell, das noch interessanter ist, hat einen seitlich gesteuerten 16-Steuer-PS- Motor, der dem geschlossenen Wagen Stundengeschwindigkeiten bis 120 km zu erteilen vermag. Eine Versuchsfahrt lehrt, dass der Motor nahezu geräuschlos läuft und praktisch keine Vibrationen spüren lässt. Auch die ausserordentlich luxuriös ausgeführte Karosserie bleibt selbst auf den schlechtesten Strassen und bei den höchsten Motortourenzahlen absolut stumm. Bei alledem ist aber der Preis des Wagens so angesetzt, dass man vom Modell 98 schon in absehbarer Zeit eine Massenverbreitung erwarten kann. Andere der Beachtung empfohlene Ausstellungsobjekt« sind die Willys-Whippet- Camions der 1,5 bis 2 Tonnen Nutzlast, der praktische 14plätzige Willys-Whippet-Car und der allerdings schon wohlbekannte 12-PS-Vierzylinder Wippet-Wagen. (Weitere Stände in der nächsten Nummer.) Genfer-Salon Das allgemeine Programm Sonntag, den 23. März. 8.30: Internationales Kilometerrennen mit stehendem Start, organisiert durch die Sektion Genf des A. C S. 9 TJhr: Oeffnunj? der Ausstellung. 14 Uhr: Kilometerrennen mit fliesendem Start für Motorräder um den Schweizer Rekord, in Eau- .. mortes. organisiert durch den Moto-Sportine- Club Genf. 15 Uhr: Austragung des Rad-Querfeldeins für die schweizerische Meisterschaft, organisiert durch den Schweizer. Radfahrerbund. Start und Ziel. Velodrom Plan-les-Ouates. 15.30—17.30: Konzert. 18 Uhr: Preisverteilung des Querfeldeins im Restaurant des Bätiment Electoral. 20 Uhr: Diner in der Taverne des Ausstellungspalastes. Bekanntgabe der Resultate und Preisverteilung der Automobil-Sternfahrt Kilometerrennens mit stehendem Start. 20.30—22.30: Konzert. 23 Uhr: Schliessung: Montag, den 24. März. 9 Uhr: Oeffnung. 15.30—17.30: Konzert: ~ 19 Uhr: Schliessung. Dienstag, den 25. März. 9 Uhr: Oeffnuncr. 15—17 30: Konzert. und des 19.30- Diner in der Taverne des Ausstellunsspalastes. 23 Uhr: Schliessung: 9 Uhr: Oeffnung. 15.30—17.30: Konzert. 19 Uhr: Schliessung. Donnerstag, den 27. März. (Volkstag). 9 Uhr: Oeffnung. (Eintritt für Kinder 60 Cts.) 15.30—17.30: Konzert 19.30: Diner in der Taverne des Ausstcllungspalastcs. 20.30: Volksabend mit Konzert. Eintritt 60 Cts. 23 Uhr: Schliessung: 9 Uhr: Oeffnung. 15.30—17.30: Konzert. 19 Uhr: Schliessung. Mittwoch, den 26. März. Freitag, den 28. März. Samstag, den 29. März. 9 Uhr: Oeffnung. 15.30—17.30: Konzert 19.30: Diner in der Taverne des Ausstellung*. Palastes. 20.30—22.30: KonzeTt. 23 Uhr: Schliessung: Sonntag, den 30. März. 9 Uhr: Oeffnung. 15.30—17.30: Konzert. 19.30: Diner in der Taverne des Ausstellung». Palastes. 23 Uhr: Schliessung: Konzerte. In der Taverne: täglich von 12.30 bis 14 Uhr und von 15.30 bis 17.30 sowie nachts, wenn die Ausstellung bis 23 Uhr offen bleibt. Im Ausstelhmgspalast und im Bätiment Elec toral: täglich von 15.30 bis 17.30. V«*Er»B*