Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1930_Zeitung_Nr.024

E_1930_Zeitung_Nr.024

2 AUTOMOBIL-REVUE

2 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N°24 Rede von Rob. Marchand (Schluss) Die bis jetzt in diesem Sinne eingeleiteten Unterhandlungen haben gezeigt, dass bereits Verträge zwischen den lokalen oder nationalen Organisationskomitees und den Hallenbesitzern bestehen. Mehr Raum! Trotz aller Anstrengungen ist es noch nicht möglich gewesen, die fremden Karossiers in Genf ausstellen zu lassen, was zu grossen Anständen führt, da es ich doch um eine internationale Ausstellung handelt. würden. Bis zu 5000 Personen könnten hier die prächtigsten Konzerte hören, während dies bis jetzt nur in geringerem Massstabe möglich war. Der Boden wurde so projektiert, dass man auf ihm einen Eisplatz schaffen könnte. Die Studien und Pläne wurden dem Regierungsrate überwiesen, der nach deren Prüfung bestätigte, dass er die Wichtigeit, welche das Ausstellungsgebäude für den Kanton Genf darstelle und so die Notwendigkeit seiner Entwicklung voll und ganz würdige. In seiner Sitzung vom 5. Oktober 1929 bewilligte der Regierungsrat einen Gesetzesbeschluss, der ihn ermächtigte, für eine Automobilbau 1930 Fortsetzung von Seite 1 mehr der, dass bei einer weniger starren Verbindung zwischen Hinterachse" und Chassisrahmen weniger Geräusche auftreten, dass ferner die unabgefederten Massen geringer werden, und dass sich schliesslich der Hotchkiss-Antrieb als durchaus genügend widerstandsfähig erwiesen hat In der Hinterachsbrücke erfolgt die Winkelübertragung zumeist noch durch Kegelräder mit Spiralverzahnung. Immer häufiger wird aber auch die Hypoid-Verzahnung angewandt, die als ein Zwischending zwischen Kegelradantrieb und Schneckenantrieb betrachtet werden kann und als besondern Vorteil eine Tieferlegung der Kardanwelle und damit des Wagenbodens gestattet. Der Schneckenantrieb ist ebenfalls weiter im Zunehmen begriffen. Es kann heute als erwiesen gelten, dass sein Wirkungsgrad dank der verbesserten Verzahnungsformen an denjenigen der besten Kegelradgetriebe herankommt und dass er deren Geräuschlosigkeit und Lebensdauer übertrifft. Dem Verbraucher kann natürlich die bessere Strassenhaltung an sich genügen, er braucht sich nicht nach dem Wie und Warum zu kümmern. Das Problem des Vorderradantriebes ist jedenfalls mit dem der Verminderung der unabgefederten Massen durch Schwingachsen und unabhängige Radaufhängung nahe verwandt Wagen mit Schwingachs-Hinterradantrieb weisen, abgesehen von ihren besseren Federungseigenschaften, schon eine verblüffende Verbesse- Hydraulischer Stossdämpfer, wie er immer häufiger zur Anwendung kommt rung der Strassenhaltung und Schleudersicherheit auf. , Man kann heute schon ruhig behaupten, dass die durchgehende schwere Hinterachsbrücke mit der Zeit vollständig verschwinden wird. Die Schwierigkeiten* die deni Bau von Schwingachsen anfänglich entgegenstanden, können heute, was mehrere Ausführungsbeispiele beweisen, als überwunden gelten. Dieses Mal konnten wir von dem Bätiment Electoral Gebrauch machen und dort die Motorräder und Velos unterbringen, doch sind wir bereits davon in Kenntnis gesetzt worden, dass in den nächsten Jahren dies nicht mehr möglich sein wird, da das Gebäude für die Konferenzen des Völkerbundes zur Verfügung stehen muss. Anderseits verlangen die Aussteller von Lastwagen jedes Jahr mehr Raum und trotz des Ausbaues der Halle konnte auch dieses Jahr den Wünschen nicht entsprochen werden. Endlich wurden wir von dem Organisationskomitee der Internationalen Sport- und Tourenflugzeug-Ausstellung dringend gebeten, den Salon zusammen mit seiner 2. Internationalen Ausstellung zu veranstalten. Dies würde aber trotz den weiter in Aussicht genommenen Vergrösserungen und Ausbauten ganz unmöglich sein, wenn der Salon alle seine bisherigen Abteilungen beibehält. Seit der Durchführung des Salons 1923, der für den internationalen Genfer Salon eigentlich den Anfang darstellt, machte sich das Problem der richtigen und den Anforderungen entsprechenden . Lokalitäten immer wieder bemerkbar. Es konnte denn auch bis beute nicht gelöst werden. Jedes Jahr müssen kostspielige provisorische Zubauten erstellt werden, die auf die Dauer weder Aussteller i.och Publikum befriedigen können. Die Gestalt des zweiten Palais. So darf es nicht weitergehen. Um auf richtige Weise die Verhältnisse prüfen zu können, studierten wir zusammen mit den Organisationsbehörden des Salons einen Plan der rationellen Vergrösserung. Die Lösung des geplanten Salons würde Anlässe erlauben, die für Genf gegenwärtig mangels geeigneter Lokale undurchführbar sind. Im folgenden seien kurz die Hauptpunkte der projektierten Pläne genannt: Das neue Gebäude würde eine Oberfläche entsprechend etwa % des gegenwärtigen Gebäudes bedecken. Während dieses letztere jedoch eine Art Arena darstellt, das sich auch für grosse Ausstellungen und Sportanlässe eignet, würde das neue Gebäude einen Saal mit einer Art Amphitheater, Galerie und grossem Restaurant erhalten. Grosse erhellte Erdgeschosse würden als Garagen, Materialaufbewahrungsort etc., für Pferderennen und andere Anlässe dienen. Das Amphitheater allein würde 1600 Sitzplätze fassen, zu denen noch die des Parterres und der Galerie hinzukämen. Eines der Projekte berücksichtigte vor allem das Problem der Akustik. Man könnte sodann ferner eine demontierbare Bühne aufstellen lassen, die eine Breite von 40 m hätte und deren Tiefe beliebig ausgedehnt werden könnte. Dieser grosse Raum würde Genf die Möglichkeit geben, periodische grosse Volksveranstaltungen durchzuführen, die vor allem auch lokales Interesse beanspruchen Anleihe von fünf Prozent im Betrage von 3,500,000 Fr. der S. A. des Ausstellungsgebäudes Staatsgarantie zu geben. Die Einwände der Kommission des Grossen Rates. Die Frage wurde dem Grossen Rat vorgelegt, der eitle Kommission und diese sodann eine Unterkommission ernannte. Nun erklärte man sich aber mit der Konvertierung der Anleihe nicht einverstanden, ebensowenig mit der Staatsgarantie. Man bezeichnete die Idee des Baues als zu grossartig, man schlug vielmehr emen einfachen Anbau vor, der kein Amphitheater, noch Galerie usw. enthalten sollte und nur die Provisorien des Automobilsalons ersetzen sollte. Bei aller Anerkennung der guten Meinung können wir uns ihnen nicht anschliessen, weil sie nur die Gegenwart betrachten und nicht an die Lösung einer Aufgabe für die Zukunft aenkenT Und das Beispiel des ersten Palais ? War es ein vermessenes Unterfangen, als wir vor sechs Jahren die Pläne für den Bau des gegenwärtigen Gebäudes präsentierten? Seit seiner Entstehung hat es sich immer weiter entwickelt, und noch immer ist es nicht gross genug. vord Boule du Pont d' Arve Eine der eigentlichen antomobÜtechnischen Sensationen stellt die Aufnahme des Vorderradantriebes durch eine grosse amerikanische Fabrik dar. Wie man es immer beobachten kann, folgten dann dem ersten Grossversuch bald weitere. Die technischen Schwierigkeiten scheinen bei den in grösserem Massstab durchgeführten Konstruktionen behoben zu sein. Da der Vorderradantrieb unzweifelhaft gewisse Vorzüge besitzt, wovon die Möglichkeit, den Schwerpunkt des Wagens noch tiefer zu legen und das Fahrzeug bei eingetretenem Schleudern Beispiel eines Schwingaebs-Hinterradantriebes. durch Gasgeben wieder unter Kontrolle zu bekommen, als hauptsächliche erwähnt seien, Das Ausstellungsgebäude entstand aus unserer eigenen Initiative. noch ausgedehnterem Masse zur Anwendung besteht Aussicht, dass er auch in Zukunft in Niemand bestreitet seine Notwendigkeit. kommt. Bei Sportfahrzeugen wird das rascher gehen als bei Touren- und Gebrauchs- Die Regierung hat es selbst erklärt. Vom Grossen Rat hängt die Zukunft und die Entwicklung des Genfer Salons ab!» Raumausnützung weniger stark ins Gewicht wagen, da hier die noch unbefriedigende Der Redner schloss seine Ansprache mit fällt Ob die bei Vorderradantriebswagen dem Ausdruck der Hoffnung auf eine gute konstatierte bessere Strassenhaltung wirklich Zukunft des neuen Gebäudes, und er hob dem Prinzip des Vorderradantriebes zuzuschreiben ist oder ob sie nicht allein schon sein Glas auf den Willen und den Mut derjenigen, von denen die Zukunft Genfs abhängt, auf das Wohl der Aussteller, der verdankt werden muss, bildet gegenwärtig der Verminderung der unabgefederten Massen Presse und aller Anwesenden. noch den Gegenstand eifriger Diskussion. EINGANG ENTREE KTZoTSl Um auch.die doch schon verhältnisrnässig leichte Vorderachse noch leichter zu gestalten, hat eine grosse englische Firma als Baustoff für sie an Stelle des Stahls eine Leichtmetall-Legierung eingeführt. Auch diesem ersten ausgezeichnet gelungenen Versuch werden bald weitere folgen. Bei all diesen Fortschritten muss es auffallen, dass da/ eigentliche Vorderteil eines bekannten Wagens mit unabhänjji? voneinander abgefederten Rädern. Abfederungsproblem immer noch keine allseitig befriedigende Lösung gefunden hat. Die Mehrzahl der Konstrukteure bekennt sich heute nach langem Herumtasten wieder zur Halbelliptikfeder, aber sicher nur faute de mieux. Das ideale Federelement sollte an den stärkst bewegten Stellen viel leichter sein und müsste eine viel stärkere Eigendämpfung besitzen, so dass man auf die Anwendung zusätzlicher Stossdämpfer verzichten könnte. Dem Umstand nach zu schliessen, dass man an jedem Wagen zusätzliche Stossdämpfer als absolute Notwendigkeit betrachtet ist man aber noch weit von diesem Ideal entfernt. Von den verschiedenen Stossdämpfer-Bauarten haben sich im Laufe des letzten Jahres die hydraulischen am stärksten durchgesetzt Die Federgehänge und andere Gelenke werden schon häufig mit Silentbloc-Büchsen ausgerüstet. Da innerhalb dieser Büchsen an Stelle von Gleitreibung nur noch molekulare Reibung eines gummiartigen Stoffes auftritt, entfällt die Notwendigkeit irgendwelcher Schmierung und praktisch jede Abnützung. {Portsetzung lolgtj

24 — mi» AUTOMOBIL-REVUE Unsere Hilfsaktion für Albert Müller bat offene Herzen und Hände erreicht, die gerne eine Spende für die ihres Ernährers beraubte Familie des Ermordeten geben; wir veröffentlichen nachstehend die erste Liste, welche zeigt, dass unser Appell in allen Gegenden des Landes ein willkommenes Echo gefunden hat. /. Liste des Hilfsdienstes der «A.-K-»; Verlag und Redaktion «Automobil-Revue» Fr. 50.— Bruchez G. H . Saxon » 5.— Dr. R. de la Harpe. Vevey » 10.— P. de Torrente. Sion » 5.— V. Bihler. Fleurier » 2.— Dr. M. Baumann-Naef. Zürich » 50.— G. Kahlert. Bisl • » 5 — Fabrique de Montres Zenith. Le Locle » 50 — Maurice Eberhard. La Chaux-de-Fonds » 10 — Dr. R. von Stürler, Bern » 10 — B. Girard. St Imier » 5.— Dr. Welti, Yverdon » 5.— R. Bruppacher. La Chaux-de-Fonda » 5 — L. Ramseier. Gcneveys » 5.— Sigrid Riedberg. Zürich » 30.— W Rode, La Chaux-de-Fonds » IC- Werner Schmitz, Grenchen •» 10.— Dr. Schmid. Leysin » 10.— Kurze Nachrichten vom Salon Die Eintrittspreise für den Salon und für die damit zusammenhängenden Veranstaltungen sind wie folgt festgesetzt: Eintritt' in die Automobilausstellung und Bätiment Electoral: Fr. 1.20 täglich, ausgenommen am Donnerstag (Volkstag), wo eine ermässigte Taxe von 60 Cts. erhoben wird. man die Hauptstrasse nach Chancy-Bellegarde und fährt durch La Petite-Grave nach Cartigny, wo die diensttuenden Polizisten die Fahrzeuge nach den verschiedenen Parkplätzen leiten werden. Die Parktaxen betragen: für Autos 2 Fr., für Motorräder 1 Fr., für Fahrräder 30 Cts. Die Parkplätze sind höchstens 300 Meter von der Kasse des Rennens entfernt. Verstärkter Tramverkehr in Genf. Während der Dauer der Ausstellung wird von 14 Uhr ab bis zur Schliessungszeit des Salons zwischen Place Cornavin und dem Palais des Expositions der 10-Minutenbetrieb durchgeführt. An den Sonntagen vom 23. und 30. März geht die Tramgesellschaft von 9 bis 11 Uhr, sowie von 14 Uhr an zum Fünfminutenbetrieb auf vorgenannter Strecke über. gessen: die Schilder werden dieses Jahr in andern Farben prangen als 1929. Unser Kollege hat aber die Schilder des letzten Jahres beschrieben. Repräsentanzliste des Salons. Bereits haben eine ganze Anzahl von bedeutenden Persönlichkeiten der Politik und des Automobilismus auf die Einladungen des Organisationskomitees in einem zustimmenden, Sinne geantwortet Es meldeten sich u. a. an: Die Herren Moriaud, Regierungsratspräsident von Genf; Boissonas, Malche und Martin-Näf, Regierungsräte des Kantons Genf; Bujard, waadtländischer Regierungsrat; ein Delegierter der Tessiner Regierung; Dürrenmatt, Vizepräsident des bernischen Regierungsrates; Oberstleutnant Labhardt, Sektionschef des M. W. D. der Generalstabsabteilung; Steinmetz, Nationalrat; Dr. Mende, Zentralpräsident des A.C.S.; Dr. Henneberg, Zentralpräsident des T. C. S. und Präsident der A. I. A.; Graz, Generalprokurator des Kantons Genf; Murat, Direktor des Lausanner Comptoirs; Constatin de Chäteau-Neuf, Generalkonsul von Italien; Völker, Generälkonsul von Deutschland; Barthere, Unterpräfekt von Thonon. A. Boglietti, Genf » 4.— Soc. Touristique du Numerotage des routes S. A., Geneve-Carouge » 10.— Total der 1. Listo Fr. 291.— Weitere Einzahlungen können auf Postcheck IH 5890 an den Hilfsdienst der Automobil-Revue in Bern geleistet werden; für jeden eingehenden Betrag wird in unserem Blatte quittiert, der Qesamteingang wird der schwergeprüften Familie Müller schnellstens übermittelt. Wie wir bereits in Nr. 22 unseres Blattes erwähnten, hatte Herr Müller für Frau, drei unmündige Kinder, Mutter und Grossmutter zu sorgen; ausser einer kleinen Lebensversicherung und Unfallrente stehen keine weitern Mittel zur Verfügung; der Familie Müller bedeutet die durch unsern Hilfsdienst eingeleitete Aktion infolgedessen eine willkommene Linderung ihrer schweren Lage. Die Ursache all dieses schweren Unglücks, der gewissenlose und gemeine Verbrecher und Autostrolch, konnte kider noch nicht gefasst werden, trotzdem die Polizei alle Hebel in Bewegung setzt, um dieses unwürdige Individuum seiner verdienten Strafe zu überliefern. Der Stadt Zürich bemächtigt sich langsam eine Mordpsychose. Das Publikum hilft rege mit, positive Spuren zu finden, da die Polizei in der Presse mit allem Nachdruck es dazu auffordert und ermuntert. Es sollen sich gegenwärtig noch einige Männer in Haft befinden, aber noch ist der ganze Sachverhalt durchaus unabgeklärt. Als neue Meldung wird jedoch von einer frischen Spur berichtet, die man aufgefunden hat. Drei Tage vor der Mordtat verschwand nämlich eine weibliche Person, die am Zürichberg ein Zimmer in Miete hatte und deren Aussehen mit dem bekanntgegebenen Signalement übereinstimmen soll. Der Vorname soll ebenfalls der gleiche sein. Auch alle die halbdunkeln Hellseherinnenberufe sollen deT Polizei ihre Dienste anerboten haben. Es bleibt zu hoffen, dass man in kurzer Zeit des Mörders haftbar wird; der beste Hilfsdienst von Seiten des Publikums kann jedoch gegenwärtig durch Zuwendungen an die geprüfte Familie ausgeübt werden. Neueste Nachrichten Neues von der Rawylstrasse. Das Projekt der Rawylstrasse geht seiner unmittelbaren Vollendung entgegen. Es wird in den nächsten Tagen den Behörden von Sitten unterbreitet werden können. Der Rapport der Experten orientiert über die verschiedenen Prinzipalfragen des Baues und vergleicht die verschiedenen Lösungen des Projektes. Die Vorarbeiten für den Bau der Rawylstrasse, die ein wichtiges Wort in der Verbindung Wallis—Bern sprechen wird, schreiten also tüchtig vorwärts, hoffentlich geht es in diesem Tempo weiter. Grosse Ausstellungen in der Schweiz. Für das Jahr 1931 ist bekanntlich in Bern eine internationale Ausstellung über Hygiene und Sport vorgesehen. Letzter Tage fand nun unter dem Vorsitz von Bundesrat Meyer eine Konferenz in Bern statt, an der die Behörden von Zürich und Kanton und Stadt Bern, die Hyspa und die Zentrale für Handelsförderung vertreten waren. Die Konferenz beriet über die Festsetzung der Termin© der konkurrierenden Ausstellungen : Hyspa, Bern, 1931; Schweiz. Landesausstellung Zürich, 1933; Internationale Volkskunstausstellung, 1934. Die beiden konkurrierenden Zürcher Ausstellungen können mit den rasch aufeinanderfolgenden Terminen nicht angenommen werden; die Landesausstellung •wird zugunsten der Volkskunstausste-llung •wahrscheinlich später gelegt werden müssen. Damit wird die Hyspa in Bern gesichert, und es steht ihr so auch wegen der Subventionierung durch die Eidgenossenschaft nichts mehr im Wege. Herr Kobert Marchand, Präsident des Automobilsalons 1930, dessen Eröffnungsrede wir heute in deutscher Uebersetzung publizieren. Für die sportlichen Veranstaltungen gelten folgende Ansätze (Steuer inbegriffen): Für das Autorennen am Sonntagmorgen: Tribüne Fr. 5.75; Startplatz Fr. 2.30; Stehplatz der Strasse entlang Fr. 1.15. Für den ganzen Tag (also für Auto- und Motorradrennen): Startplatz Fr. 3.45; Stehplatz der Strasse entlang Fr. 1.80. Wie man sich nach Eaux-Mortes begibt. Die Linie 15 wird am Morgen des 23. März Eaux-Mortes mit folgenden Kursen bedienen: Abfahrt Quai de la Poste 7.30, 7.30, 7.55, 8.10, 8.30, 9.10. Man vergesse nicht, dass das Rennen um neun Uhr beginnt und die Tramfahrt fast eine Stunde dauert! Die Tramtaxe beträgt Fr. 1.10 für die Hinund Rückfahrt. Die Strassenbenützer begeben sich auf folgender Route nach Eaux-Mortes: Genf- Bernex, von da auf Strasse Nr. 1 (das Tram bleibt zur Linken), 2 km von Bernex verlässt Herr Key, Generalsekretär des Salons. Das humoristische Element. Für das humoristische Element hat ein findiger Journalist gesorgt. Jedermann weiss, dass am Montag vor der Eröffnung der Salon ein gewaltiges Chaos darstellt, wo kein Aussteller und kein sauberer Wagen sich hineinwagt. Das hat unsern findigen Kollegen nicht verhindert, eine Beschreibung des Innern zu geben, eine Beschreibung, in der weder die Stände, noch die Aussteller, noch das Publikum (!)'fehlen. Und das alles fast eine Woche vor der Eröffnung! Mehr kann man wirklich mit dem besten Willen von einem Journalisten nicht verlangen. Leider hat der Beste eines ver- DIESER KOLBEN gehört in Ihr Automobil Erhoht die Motorleistung — Vermindert den Brennstoffverbrauch Vermeidet das Oeisteigen — Verhindert das Klappern Wollen Sie die Freude am Autofahren erhohen, dann zögern Sie nicht, in Ihr Auto die vorzüglichen DIATHERM Kolben einbauen zu lassen, deren Ausdehnung derjenigen eines Kolben» aus Gusseüsen am näch- Ipezial-Silumin (Alpax). dessen hohe me- essen Diatherm -Kolben in CoquiVlen aus sten ateht, somit Hinbauspiel der Diatherm- chanische Festigkeiten. Harte und groases Kolben entsprechend gering und demjenigen Wärmeleitvermögen sind gerade für den von Grauguss wiederum am nächsten. Wir Leichtkolbenbau hervorragend prädestiniert Ausschieiten von Motonyllndern und Ausrüsten mit kompletten DIATHERM-KOLBEN Innert Kürzester Zeit Verlangen Sie unsere Preisliste ' sowie den ausführlichen Prospekt: .Notizen über die Diatherm-Kolben". Schwelzerische Metallurgische Gesellschaft Telegramme; Plomblei liuttenz b *' Ba8el Tal.: Muttenz 8. 60.50 Die zur Zeit bestehenden Rekorde von Eaox-Mortes. BERUFSFAHRER. Kat. Fahrer Marke Jahr Zelt !n Touren wagen: - 1100 com. P. Ernens Renault 1929 62.8 1500 ccm. J. Galley Geirano 1929 48.7 2000 com. 6. Avondet Ansaldo 1929 50.9 5000 cem. R. Duv»J Chrysler 1939 41.1 Sportwagen: 1100 ccm. Donnet Donnet 1929 38.1 1500 com. A. Soheibler Fiat 1929 40.4 2000 com. E. Münz Meile Bugatti 1929 42.0 3000 com. W. Escher Bugatti 1929 34.3 5000 ccm. R. Duval Chrysler 1929 40.1 8000 cem. v. Wentzel-Mosau Mercedes-B. 1029 32.0 Rennwagen: 2000 ccm. J. Strittmatter Bugatti 1929 31.8 1100 ccm. T. Sarbach 1500 cem. A. Mord Amilcar Amilcar 1929 32.9 1929 30.6 AMATEURE. Tonrenwagen: 1100 com. P. Ernens 2000 com. G. Avondet Renault Ansaldo 1929 62.8 1929 50.9 5000 ccm. R. Duval Chrysler 1929 11.1 Sportwagen: 3000 ccm. H. Moser Bugatti 1929 45.0 5000 ccm. R. Duval Chrysler 1929 40.1 30 Fahrer starten am Kilometerrennen! Nicht weniger als dreissig Fahrer haben sich bis zum ersten Meldungsschluss in die Liste für das Flachtennen von Eaux-Mortes aufnehmen lassen. Wir geben hiermit die Liste, wie sie uns bei Redaktionsschluss vor* liegt: Willy Rosenstein (Mercedes-Benz) Chiron (Bugatti) Markiewicz (Rosengart) Willy Escher (Bugatti) (Zwei Fahrten) Frau Spiegel (Fiat) Ralph C. Pentley (Lägonda) Martinet (Imperia) Räedi (Lancia) Emil Leutenegger (Martini Tourisme) Ernst Schneider (Derby Grand Sport) Graf Arco Zinneberg (Mercedes-Sechszylinder-Rennwagen) Jean Roth (Studebaker, Tourenwagen) Allred Keller (Alfa Romeo) Hans Kleiner (Derby) Jacques de Rham (Lancia Lajnbdä) '' Ernst Friedrich (Amilcar) Oskar Zwlmpfer (Chrysler) Vasselle (Hotchkiss) Ch. Demole (Th. Schneider) J. Kessler (Alfa Romeo)- Raymond Duval (Chrysler) (Zwei Fahrten) Fröhler (Lassalle) (Zwei Fahrten) W. Blanc (Bugatti) (Zwei Fährten) Kubier (Chrysler) Frau Bürget (Amilcar) P. Wegelin (Chrysler) Hans Stuber (Bugatti) Turrian (Salmson) (Sternfahrt siehe Seite 5 und 10.) B»h Der Februarumsatz der Bundesbahnen. Das Ergebnis der Einnahmen der S. B. B. ist, im Verhältnis zum letzten Jahre nicht günstig, trotzdem der Februar 1929 wegen der Kälte starke Einbussen erlitt. Die Mehreinnahmen des letzten Monats übersteigen die des Vorjahres um 1,1 Millionen; sie entstanden teilweis© aus dem Personen- und teilweise aus dem Inlandgüterverkehr. Di© Mehrausgaben betragen aber 1,6 Millionen, infolgedessen erfährt der Einnahmenüberschuss gegenüber dem Monat Februar 1929 eine Verminderung von rund einer halben Million. Das Ergebnis des letzten Novembers zeigt endgültig gegenüber dem approximativen Resultat eine Besserstellung von 611,000 Franken; um diese Summe stellt sich also das Schlussergebnis 1929 nachträglich noch besser. mb.