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E_1930_Zeitung_Nr.029

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2 AUTOMOBIL-REVUE

2 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N°29 stets wachsenden Automobilverkehr nicht das geringst© Hindernis. Sein Bremsvermögen ist grösser als das der modernsten Strasseobahn. Die Investitionskosten solcher modernen Sicherungsanlagen sind weit geringer als bei der elektrischen Bahn, da ein eventueller Umbau der Kraftzentralen und des Unterbaues wegfällt. Bei einem Defekte ist das Stocken nicht von einer derartig unangenehmen Wirkung für den übrigen Verkehr, wie es sonst gewöhnlich der Fall ist, da der Wagen ohne viel Mühe aus der Fahrbahn gebracht werden kann. Ebenso lassen sich bei Mehrbedarf mehr Wagen einstellen ohne hinderlich zu wirken, da sie durch das Anpassungsvermögen schnell oder langsam fahren können. Die Massenpsychologie spielt auch ein wenig mit Es ist eine bekannte Tatsache, dass jeder gern© mit einem Auto fährt, auch wenn es nur der « Bus > ist. Die städtische Verkehrspolitik weist zweierlei Richtungen auf, die um den Sieg kämpfen. Die eine Lösung geht dahin, dass der Strassenbahnverkehr aus dem Stadtinnern verschwindet und durch den Autobus ersetzt wird; dafür wird eine Schnellbahn unter der Erde angelegt, die einem rasch an die Peripherie bringt. Die dort verbliebenen Strassenbahnlinien bilden dann ein© Art Ergänzung zum bestehenden Autobusverkehr. Die andere Richtung der Verkehrspolitik trifft man in jenen Städten, wo das Strassenbahnnetz stark ausgebreitet ist. Hier sind die Strassen'bahngesellschaften gegen den Autobus, weil sie in ihm ein© Konkurrenz sehen. Wo dies aber nicht ganz möglich ist, trachtet man den Autobus unterzuordnen. Dies geschieht in der Weise, dass der Autobus das Publikum zu den Tramlinien bringt. Auf diese Art hilft er mit an einer Frequenzsteigerung und dadurch wieder an dem Steigen der Einnahmen. Dem Publikum ist das aber noch sympathischer, da es an den gebundenen Verkehr gewohnt äst und sich leichter auf den Linien zurechtfindet als bei einem mehrmaligen Wechseln der Autobuslinien. Allerdings hat der an die Schienen gebundene Verkehr den Nachteil, dass er zu den stark frequentierten Tageszeiten nicht imstande ist, reibungslos die Massen zu befördern. Eine Vermehrung der Züge würde ein öfteres Stocken des anderen Verkehrs hervorrufen. Länder, die über billig© Kraftquellen verfügen, werden an der zweiten Lösung festhalten. Allerdings sehen wir heute in den grossen Weltmetropolen Rom, Paris, New York, dass im Innern der Stadt ausschliesslich der Autobus den Verkehr versieht, während di© Elektrisch© als Schnellbahn unter die Erde verlegt ist. Einige Städte Deutschlands tragen sich mit dem Gedanken, den Beispielen' zu folgen und die Trams gänzlich durch die Autobusse zu ersetzen. Die Beispiel© im 'Ausland© zeigen, dass der Verkehr um 43 Prozent schneller abgewickelt wird als durch die Strassenbahn. D©r Zeitgewinn wird dadurch erreicht, dass der Autobus auch durch eng© Stadtteile geht und auf diese Art den Weg abkürzt. Für Bewohner solcher Gegenden ist er ein bequemes Verkehrsmittel. Vom kommerziellen Standpunkt© ist der \utobusverkehr ein sehr rentables Unternehmen. Die Bilanzen solcher Gesellschaften weisen hohe Reinerträgnisse auf, die durch die geringen Investitions- und Amortisationskosten entstehen. Gewöhnlich sind diese Gesellschaften konzessionierte Privatunternehmungen. In London versehen 60 verschie- Der Glaube versetzt Berge. Verkäufer, Käufer und Finanzen. Salonerinnerungen dene Gesellschaften den Verkehr, ohne sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. Dass der Autobusverkehr nur auf guten Strassen sich reibungslos abwickeln kann, trifft nicht zu. Di© Konstruktion der modernen Autobusse ist eine derartige, dass sie jede Strasse ohne Risiko befahren können. In Amerika machen zweimal täglich Omnibusse zwischen New York und Chicago den Dienst und erreichen das Tausende von Kilometern entfernte Ziel klaglos, und es wird wohl niemand annehmen, dass der ganze Weg gut gepflastert ist. Die Erfindung des Explosionsmotors hat eben den Menschen ganz neue Perspektiven eröffnet. Erleichterungen des Verkehrs innerhalb und ausserhalb eines Staates kann eben nur der motorische Verkehr ermöglichen. Das motorische Fahrzeug ist zum allgemeinen Beförderungsmittel des Alltags geworden. F. Du hast kein Recht auf eine « halbe Strassenseite», sondern nur das Recht auf die rechte Strassenseite. wenn der Fachmann kommt «Mama, kauf mir auch so eine Puppe.» Geschäfte gemacht? Und ob ? Sieben seit Montag I Mille Mlglla 1930. Es geht allgemach dem Meldungsschluss zu. Am 30. März wird die Liste abgeschlossen. Bis dahin aber wird jeder Tag noch einige neue Namen, vielleicht sogar eine neue Marke bringen. Schon jetzt ist die Liste bei der 55. Nennung angelangt. Es scheint Italien weder an Fahrern noch an Rennmaschinen zu fehlen. Letzthin suchte eine Fabrik einen Rennfahrer für die Mille Miglia in einer Zeitung. Es meldeten sich einige Dutzend! Wenn es auch darunter einige gehabt haben mag, die sich die Sache entschieden zu leicht vorstellten, so waren andererseits auch Namen darunter, denen man bei sportlichen Veranstaltungen schon begegnet ist. Das sportliche Italien geht allgemach in jenen Zustand des Rennfiebers über, wie er sich jedes Jahr vor dem grossen nationalen Anlass einstellt. Es erinnert an die Begeisterung der Massen in England, wenn das Derbyrennen oder das Cupfinal des Fussballverbandes bevorsteht. In solchen Augenblicken erscheint selbst die grosse Politik als blosser Zeitvertreib neben der brennenden Frage, wer als Sieger aus dem Sportkampf hervorgehe. Sogar der ärgste Spiessbürger, der den ganzen Tag hinter dem Ofen über den Rummel geschimpft hat, kauft sich am Abend das Bulletin mit den Resultaten... Und nun mögen unsere Leser in Erwartung der Dinge, die am 12. und 13. April kommen sollen, sich in die Liste der Nennungen vertiefen. Fast sieht sie mit ihren zahlreichen X wie eine Gleichung mit vielen Unbekannten aus, eine Gleichung, die so schwer ist, dass nur die Zeit sie lösen kann. Die Anmeldungsllste. /. Borzacchini-E. Maserati Maserati 2. Pirola-X Alla Romeo 1750 3. Fratelli Sartorio Amilcar 4. Premoü-X Salmson 5. Facchetti-Zelindi Itala 65 6. Galliefa-X 0. M. 7. Fratelli Gerardi Alfa Romeo 1750 8. Braccialini-X Alfa Romeo 1500 9. Gilera-X Fiat 10. De Martis-X Fiat 11. Scaderia Ferrari Alfa Romeo 12. Scuderia Ferrari Alfa Romeo 13. Scuderia Ferrari Alfa Romeo 14. Soc. Alfa Romeo Alfa Romeo 15. Soc. Alfa Romeo Alfa Romeo 16. Soc. Alfa Romeo Alfa Romeo 17. X-X X 18. Toti-X X 19. Ing. Mariani-X Fiat 20. Ambrosini G.-X Fiat 21. Lavelli-Lotteri 0. M. 22. Fontanini-X Alfa Romeo 23. Cerri-Curti Alfa Romeo 24. D. W. Paget-Birkin Benthley 4500 25. X-X , Benthley 4500 26. Arcangeli-Fagioli L. Maserati 27. Pastore Cesare-X Maserati 28. Bellingeri-Zangrandi Itala 65 29. Moretti-Gosio Alfa Romeo 30. Gerevini-Biazza 0. M. 31. Richetti-Poilucci Bugatti 32. Arzilla-Manin Amilcar 33. Lamberti-X Fiat 509 34. Facheris-X X 35. Casa 0. M.-X 0. M. 36. Casa 0. M.-X 0. M. 37. Casa 0. M.-X 0. M. 38. Consonno-Romagnoni Lancia •39. X-X Lancia 40. Avanzo-Parenti Maserati 41. Basso L.-Ferrar) Alfa Romeo 42. Dusio-Revelli 0. M. 43. Santapaola-X Maserati • 44. Casali-Lenzi Fiat 45. Natali-Tabacchi Alfa Romeo 46. TiboMi-Ravasio Fiat 47. Tilidä-X Fiat 48. Bornigia-X 0. M. 49. Pintacuda-X 0. M. 50. X-X 0. M. 51. Guglielmini-X 0. M. 52. Tamburi-X Maserati 53. Klinger-X Alfa Romeo 54. Restelli-X Alfa Romeo 55. Beretta Luigi-X Alfa Romeo Neue englische Autosteuern. Für das nächste Jahr sieht das jetzt schon in Vorbereitung befindliche englisch© Budget ein© ander© Verteilung der Autosteuern vor. Die PS-Steuer soll um 25 Prozent ermässigt werden, dafür ist in Aussicht genommen die Benzinsteuer um 2d pro Gallon© HY2 Liter) zu erhöhen. Es soll also weniger der Besitz als der Gebrauch eines Autos besteuert werden- Von der Erhöhung ausgenommen sind Benzol und andere in England hergestel'to Brennstoffe. Der Ertrag aus der PS-Steuer betrug letztes Jahr 12,300,000 Pfd. -f. doch wird er nicht die hässlichen Fehler besehen, die ich beging, noch die unangenehmen Erinnerungen haben, die ich habe, sondern klug und vollkommen sein und alles tun was ich will.» Bunnys Geist arbeitete unterdessen auf völlig andere Art; er sprang von einem Ding zum andern, wie eine Heuschrecke auf der Wiese von einem Grashalm zum andern springt. Da raste ein Kaninchen wie toll vorüber; es hatte lange Ohren, so durchsichtig und rosig? Und dort auf dem Zaun sass ein Habicht; er breitete die Flügel aus, als wolle er gähnen. Warum tat er das? Und dort war ein Laufvogel, ein langer, hagerer Vogel, rasch, wie ein Rennpferd, schön, glänzend, schwarz,.braun und weiss, mit einem Kamm und einem langen Schwanz. Wo fand er wohl in diesen trockenen Hügeln Wasser? Und auf der Strasse lag eine zerfetzte, kleine Leiche: ein Kaninchen hatte über die Strasse springen wollen und war von einem Auto zermalmt worden; andere Automobile werden darüber hinwegfahren, bis es zu Staub zerrieben und vom Wind fortgefegt wird. Der Knabe dachte an das arme kleine Leben, das so plötzlich ausgelöscht worden war. Wie grausam ist doch das Leben, wie seltsam, dass Dinge heranwachsen, anscheinend die Macht besitzen, sich selbst aus dem Nichts zu schaffen; — auch Vater konnte das nicht erklären, sagte, niemand vermöge es, das sei nun einmal so. Sie holten einen alten, mit Hausgerät und Möbeln beladenen Karren ein; für den Vater bedeutete er nur ein Hindernis; Bunny jedoch erblickte hinten auf dem Karren zwei Knaben, die ungefähr in seinem Alter standen, die ihn mit stumpfen, gleichgültigen Augen ansahen. Sie waren blass und erweckten den Eindruck, als bekämen sie nicht genug zu essen. Auch das war etwas, worüber man staunen musste; dass es arme Menschen gab, denen niemand half. Vater erklärte, in dieser Welt müsse sich jeder selbst helfen. Bunny, der seinen Kosenamen von der Mutter bekommen hatte, als er noch ganz klein und weich und braun wie ein Kaninchen war, zählte bereits dreizehn Jahre und hörte den Namen nicht gerne, aber er war ihm geblieben. Bunny war ein hübscher Junge, noch immer braun, mit welligem, braunem Haar, hellbraunen Augen und frischen Farben, weil er viel im Freien lebte. Er besuchte keine Schule, sondern lernte daheim bei einem Hauslehrer, denn er sollte einst die Stelle des Vaters in der Welt einnehmen; er begleitete den Vater auf seinen Fahrten, damit er dessen Geschäfte verstehen lerne. Wunderbar, stets von neuem wunderbar, waren 'für Bunny diese Szenen; neue Gesichter, neue Sitten, seltsame Städte und Dörfer, voll von Menschen, Pferden, Autos und Wegweisern. Die ganze Strasse entlang , gab es Zeichen, bei jedem Kreuzweg standen Wegweiser, die einem eine Geographiestunde gaben, eine Liste jener Orte, wohin die Strassen führten, sowie die Entfernungen. Es gab auch Tafeln, die vor Gefahren warnten, vor Kurven, steilen Abhängen, glitschigen Stellen, Bahnübergängen. Ueber die Strassen waren grosse Leinenstreifen und Transparente gespannt: «Loma-Vista: Willkommen in unserer Stadt!» Und etwas weiter entfernt: «Lebt wohl, kommt bald wieder!» Auch Plakate gab es in Hülle und Fülle. «Malerische Stelle, man photographiere im Vorbeifahren.» Man suchte die malerische Stelle, wusste aber nie gewiss, welche gemeint war. Ein Gummireifenfabrikant hatte eine grosse hölzerne Knabengestalt aufgestellt, die eine Fahne schwenkte. Vater behauptete, der Knabe sehe Bunny ähnlich, aber Bunny fand, dass er weit mehr einem Bild von Jack London gleiche, das er in einem Magazin gesehen hatte. Ein anderer Gummireifenfabrikant hatte ein grosses hölzernes Buch als Reklame gewählt, man fand es bei jeder Biegung, die nach einer Stadt führte. Es stellte ein Geschichtsbuch dar, berichtete über die betreffende Stadt unbekannte, lehrreiche Einzelheiten. So erfuhr man zum Beispiel, dass es in Citrus den ersten Orangenhain von Kalifornien gegeben hatte, dass Santa Rosita die grössten Radiumquellen westlich der Rocky Mountains besitze, dass im Weichbild von Crescent City der Pater Junipero Serra im Jahre 1769 zweitausend Indianer zum Christentum bekehrt hatte. Auch jetzt gab es noch Leute, die sich mit dem Bekehren befassten. Sie hatten an der Landstrasse Felsen und Bahndämme mit bunten Inschriften bemalt: «Bereite dich vor, vor Gottes Angesicht zu erscheinen! » Daneben die Warnungstafel: « Eisenbahnübergang! Stehenbleiben! Umsehen! Lauschen!» Die Eisenbahngesellschaft zieht es vor, die Menschen nicht durch ihre Vermittlung vor Gottes Angesicht zu befördern. « Jesus wartet auf dich! » verkündete ein Felsen, daneben stand: «Diner mit Huhn 1 Dollar.» Anpreisungen von Esswaren sind meist drollig; anscheinend lieben die Menschen das Essen und werden heiter, wenn sie daran denken. «Der heisse Hundezwinger» war der Name eines Gasthauses; ein anderes nannte sich: «Zum ranzigen Tommy», ein drittes: «Der Hummertopf». Betrat man diese Gasthäuser, so fand man an den Wänden den Geist der Heiterkeit: «Gott vertrauen wir, von allen anderen verlangen wir Bargeld », oder: « Beschwert euch nicht über den Kaffee; eines Tages werdet auch ihr alt und schwach sein!», oder: «Wir haben mit unserer Bank ein Uebereinkommen getroffen; die Bank verkauft keine Suppen, wir nehmen keine Schecks an!» (Fortsetzung folgt.)

N° 29 — 1930 AUTOMOBIL-KCVUE 1926 1927 1928 1929 Verhältnis der Zylinderzabl innerhalb der fünf letzten Jahre. Schraffiert — Vierzylinder. Weiss = Sechszylinder. Schwarz =• Achtzylindermotoren Man beachte, dass gegenwärtig die Zahl der Achtzylindermotoren diejenige der Vierzylinder schon überwiegt, dass aber der Sechszylindermotor immer noch das grösste Kontingent stellt (50%). Der schmale oberste Streifen in der diesjährigen Kolonne bedeutet Motoren mit 2, 12 oder 16 Zylindern. Automobilbau 1930, graphisch dargestellt. Wir haben in unserem letzten technischen Artikel dargelegt, wie der Genfer Salon gleichsam als Querschnitt moderner Autotechnik zu betrachten, ist. Die Vielzahl der vertretenen Marken, die Internationalst der Konstruktionsrichtungen und die an zahlreichen Fahrzeugen gerade jeweils im Frühling anzutreffenden neuen technischen Tendenzen rechtfertigen diesen Ausdruck vollauf. Der Genfer Salon zeichnet sich in diesen drei Punkten deutlich vor den Schauen in den übrigen Ländern aus. Bei jenen zeigt der Durchschnittswagen meist einen sehr starken nationalen Einschlag, so dass sich nur schwer ein richtiges Bild vom allgemeinen Stand der Automobiltechnik kann. Im folgenden sind einige cha* rakterlstische bauliche Einzelheiten des Automobils nach ihrem prozentualen Vorkommen graphisch festgehalten. Unsere Grapho-Statistik umfasst dabei die JahTe 1926—1930. Sie zeigt somit in interessanter Weise die Zu- oder Abnahme der einzelnen Bautendenzen innerhalb dieser Zeitspanne. Das prozentuale Vorkommen der einzelnen Bauarten machen wurde aus der in Nummer 25.der « A.-R.» erschienenen Tabelle errechnet, die sämtliche am Genfer Salon ausgestellten Wagentypen enthielt. Die ganze Höhe einer der Jahreskolonnen unserer Qrapho-Statistiken bedeudet 100%. Am linken und rechten Rand jedes der Schaubilder wurden Merkstriche angebracht, die Bruchteile innerhalb dieses Bereiches von 10 zu 10% abzuschätzen gestatten. 1926 1927 1928 1929 Anordnung des Schalthebels. Weisse Kolonne =3 Schalthebel in der Mitte. Schwarze Kolonne =. Schalthebel seitlich des Führersitzes. Die Anordnung in der Mitte setzt sich langsam aber sicher durch und wird in ein bis zwei Jahren diejenige auf der Seite vollständig verdrängt haben. 2R 1926 1927 1928 1929 Verhältnis der Durchschnitts-Zylinderinhalte innerhalb der fünf letzten Jahre. Auffallend stark haben die Wagen mit mehr als 3000 ccm Zylinderinihalt zugenommen. Sie stellen heute bereits das •weitaus grösste Kontingent. Wagen mit 1000 bis 2000 und solche mit 2000—3000 ccm Zylinderinhalt sind in ungefähr gleicher Zahl vertreten. Immerhin ist gegenüber dem letzten Jahr in der letztgenannten Klasse eine nicht unwesentliche Abnahme zu verzeichnen. Kleinwagentypen mit Motoren von ^weniger als 1000 ccm Zylinderinhalt stellen nur zirka 5% aller Typen. Ein charakteristisches modernes Gebrauchswagenchassis des Leicht- bis Mittelgewichttypus. 1926 1927 1928 1929 Zweiradbremsen — Vierradbremsen. Die Vierradbremse hat sich seit 1929 an edlen Wagen einsei führt. 1926 1927 1928 1929 Ventilanordnung. Am meisten angewandt wird heute wieder die Anordnung der Ventile seitlich stehend (60% aller Fälle). Grund: Entdeckung und Anwendung neuer Verbrennungsraumformen nach •Art des Ricardo-Verbrennungsraumes. Die teurere hängende Ventilanordnung hat entsprechend an Beliebtheit eingebüsst Deutlich im Zunehmen begriffen ist die Anwendung übereinanderliegender Ventile (vollschwarz) veranschaulicht, wobei und weil diese Anordnung ebenfalls besonders günstige Verbiennungsraumforinen ergibt. 1926 1927 1928 1929 Bremsbetätigung. Die hydraulische Bremse kämpft einen hartnäckigen Kampf ums Dasein. In den letzten sechs Jahren hat ihre Anwendung, gekennzeichnet durch die vollschwarzen Kolonnen, abwechslungsweise zu- und abgenommen. Das Schaubild darf hier nicht als Wertmesser für die «Güte» genommen werden. Die verhältnismässig geringe Anwendungszahl der hydraulischen Bremsen hängt mehr mit ihrer konstruktiven Eigenart zusammen, die sie bei bestimmten, aber an und für sich seltener vorkommenden Wagentypen als geeignet erscheinen lässt. 1926 1927 1928 1929 Zündungsarten. Nach einem Rückgang bis zum Jahre 1928 nimmt die Batterie-Zündung nun wiedeT sehr deutlich die Führung. Die Magnetzündung kommt nur noch in 15% aller Fälle vor. während die restlichen 5% von gemischten Zündungssystemen belegt werden. 1926 1927 1928 1929 Vorderachsfederung. Seit sechs Jahren kämmt als Konkurrent in der Halbelliptikfeder (weisse Kolonnen) nunmehr die Querfeder (vollschwarze Kolonne) ernstlich in Betracht. Die Querfeder hat im letzten Jahr wieder etwas zugenommen, «^reicht aber noch nicht 10 Prozent 3 00^00 1926 1927 1928 1929 Zahl der Uebersetzungen. Nach einem Rückgang im Jahre 1929 ist das Vierganggetriebe im Vordringen. Das Zweiganggetriebe ist seit zwei Jahren vollständig von der Bildfläche verschwunden. Merveilleusement equilibrö pour un long usage THE GOODYEAR TIRE & RUBBER EXPORT COMPANY ZÜRICH, Badenerstrasse 338, TSl. Selnau 27.58 — GENEVE, 24, Avenue Pictet de Rgchemont, Tel. 24.883 1926 1927 1928 1929 Hinterachsfederungl. Starkes Ueberwiegen der Halbelliptikfeder bei jedoch immerhin abnehmender Anwendungstendenz. Darüber schraffiert die Gantilever-Federung, die bis 1297 sich grossen Ansehens erfreute, dann aber plötzlich und immer mehr an Beliebtheit einbüsste. Vollschwarz : Die viertelselliptische Federung, die fast unmerklich, aber um. so unwiderstehlicher eindringt. Eng schraffiert (Q): Querfederung, deren Anwendung ungefähr konstant geblieben ist.