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E_1930_Zeitung_Nr.027

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ik AUi UmUDIL-KCVUl; 1030 2? Triumph der Narrheit Eine Reihe von grössern Schweizer Städten hat das Glück gehabt, die weltberühmten Komiker Rivels zu sehen. Der Verfasser hat einer Aufführung im Berner Kapitol-Theater beigewohnt. Fünf Minuten vorher... Und dies ist also die Geschichte eines Nachmittages, eines trüben Sonntages, und die Erinnerung an unvergessliche Künstler, zu denen das Publikum, diese grosse atmende rhythmische Masse ging, um sich zu vergessen, um das Paradies auf die Erde herabzubrüllen... Sie sind schon da, die vielen, vielen Menschen, in Reih und Glied sitzen sie nebeneinander. Der Blick geht über ein flutendes Hin und Her der vielen Köpfe, die nie ruhig sind und stets schwanken, die in Zusammenhang stehen miteinander. Das Licht ist weich und matt im Raum, es hat eine leichte Kühle in sich, und an den Rändern verspielt ein leises Rot. Die Treppe stampft unter dem Schritt der Herankommenden, noch immer schwillt die Masse an, sie dehnt sich, reckt sich wie ein Tier, das Stimmengemurmel ist ein dicker Brei, m dem man steckt und der in die Ohren kriecht; ein Lachen scherbelt auf, hinter mir irgendwo von einer Frau ausgestossen, ein Mann redet laut und klopft mit der Hand auf den Schenkel. Die jungen Damen mit den weissen Häubchen eilen in nervöser Erregung! sie haben die Spannung in sich aufgenommen, die in dem Saale schwingt und bebt. Ein zartes Fräulein kommt und setzt sich vor mich hin, sie hält den kleinen Kopf wie eine Muttergottes auf Postkarten. Viel junge Leute sind da, sie drängen sich schmerzvoll glücklich aneinander, Paare, vom Winde des Zufalls zusammengeweht, sie sprechen von unsagbar nichtigen Dingen, weil sie eben so froh sind. Auch ein Kind ist da, es sagt einmal einen Satz, laut und klar in den Saal hinaus, und die Menschen reagieren darauf, sie lachen ein bisschen und sehen 8ich an. Noch immer eilen die jungen Damen, und nun ist die Masse aufnahmebereit, eine Mauer von Gesichtern leuchtet m die Tiefe des Saals, die Sinne sind nicht gesammelt, aber gespannt, unruhvoll gezerrt, fiebernd nach dem Erlebnis. Es wird hell, Lichter blenden über, das .Stimmengewirr steilt scharf auf, wird nervös, die Augen haben hungrigen Glanz, das Fräulein vor mir legt den Kopf auf die andere Seite, und nun ist die Masse Mensch bereit, sich hinzugeben dem Verderbnis des Lachens, nun lauert sie wie ein Tier auf don Genuss des Versenkens, Vergessens, Vergleitens in ein tief Fragwürdiges. Charlie Chaplin. Sie turnen oben auf schwankenden Geräten, lassen Muskeln in der Flut von Licht spielen, schwingen hin und her. Reichen sich die Hände im Fluge, drehen sich wirbelnd, stellen mit eleganter Gebärde alle Gesetze der Welt Kopf, stossen einen kleinen Ruf aus, und der löst eine Folge von Bewegungen, die über die Bühne mit schmeichelnder Weichheit gleiten. Die Körper sind geschminkt und erinnern an das Milieu des Zirkus, man glaubt Pferdegeruch zu spüren, die Dekoration Schweiz* einer los, ein Mensch, ein Mann, brüllt los, und da gischtet der Schrei an den Wänden des dunkeln Saales hinan und wirbelt empör, und nun antwortet die Masse, nun bricht sie los, und sie lacht, schreit, brüllt, und ist ein einziges Meer von aufgerissenen in Farben und Flitter und Verschnörkelungen, die Musik spielt eine gereimte Süsslich- Schritte weiter, der Unbedeutende lüftet Mündern, und dann geht er ein paar keit — und da ist auf einmal jemand da, wieder den Hut, umheult, sieht sich das ein ungeheuer nichtssagendes Wesen, an brüllende Chaos da oben an, da hinten, das man nicht glauben kann, es steht mitten auf der Bühne, stützt sich auf den klei- Orgie. das im Dunkel verschwindet. — nen Stock, den es mitgebracht hat, dieses kleine Individuum, das nicht da ist, und Schlicht und einfach stehen nun im flimmernden Lampenlicht drei Gestalten, es lüftet den Hut, setzt ihn wieder auf, zieht mit mit einer lächerlichen Grandezza die un-unförmigeförmlichen Hosen an dem hagern Leib höher bärden. Sie haben Visagen, aus denen viel Kleidern, mit verzerrten Ge- herauf, schweigt, atmet, sieht sich die Rot und Weiss hervorbricht, der Mund Bühne an — und da bricht hinter mir gähnt grauenhaft gross und frech, unverschämt, die Augen sind in ihrer roten Umrandung voll geheimer Trauer und voller Schmerzen. Und nun nimmt das Leben, auf seine primitivste Formulierung gebracht, hier unten seinen Fortgang. Der ganze Wirrwarr der Welt, in dem man festgeklemmt sitzt, wird aufgelöst, auf einen Generalnenner gebracht. Sie sind so grauenhaft schön ehrlich, ohne Umschweife hauen sie sich eins hin, heulen wie Katzen verursachte Reparaturen verteuera» «Be Uhr— besonders die Armuhr—wesen8»cr>, Erhebungen haben gezeigt, dass 75"AaHer Schaden an der Unruhachse zubeftetoera sind. Verlangen Sie daher von der neuen Unr. die Sie kaufen, dass sie picht nur ein vortreffliches Werk hat. sondern auch stosssicher ist: Erstehen Sie eine HELVETIA. denn Ihre Unruhachse ist wie das Bild hier unten zeigt in ein dehnbares Lager gebettet das jeden Stoss — einem Pneu oder Puffer gleich — auffängt. Ueber diesen grossen vorteil hinaus ist die HELVETIA-Uhr sehr formschön, mit Leuchtzifferblatt versehen und von unbegrenzter Haltbarkeit Mit einem Wort! Oie Uhr für Sport und Arbelt. iswegen Sie sich frei, hallen Sie auf absolut genaue Zeit tragen Sie eine fn N)ckel-chromS, Silber 8OO. Gold double. Gold )4 und 18 K. bei Ihrem Uhrmacher I erhältlich. Unruhe. an Frühlingsabenden, vergessen den Weltschmerz wieder und küssen sich voll Liebe auf die Stirne. Sitzen hin und musizieren eine zarte, feine Sache, die dünn im Raum hängt, und dann zuckt in einem die Bosheit, und er reisst den Zauber in den Dreck. Toben, Wüten, Enttäuschung! Versuchen ein Gespräch miteinander anzuknüpfen, geben sich Mühe, einander zu verstehen, aber sie sind zu allein, zu einsam als Mensch um sich zu verstehen, und verstehen eben nicht... Dann lacht man so laut, aber zutiefst in diesem Lachen sitzt ein Wissen um die Hintergründe dieser Komik. Sie stolpern mit herrlicher Unsicherheit durch dieses Leben, schlagen es sich schlecht und recht um die Ohren, leben wie Kinder dem Augenblick, der alle Geheimnisse unbewusst in sich birgt. Sie geben jedem Reiz nach, freuen sich, lachen, weinen, beginnen zu tanzen und singen mit rührender Begeisterung davon, was ihr Herz erfüllt. Was ist es, was macht ihr Leben schön Sie wollen eine Hängebrücke bauen... Und da tanzen sie herum, die Helden der Primitivheit, und wedeln mit den Händen «Hängebrücke-Hängebrücke», sagen es sich ins Ohr, lächeln es in den Raum, sind erfüllt von der Schönheit des Augenblicks, der Leben ist. Ihre Freunde sind alle Dinge, sie lieben das Niedrigste, nehmen es in sich auf, konstatieren mit Erstaunen die Regungen der Umwelt Und ARHUHR einer hat die fixe Idee, seinen Empfindungen Ausdruck zu geben, reisst jedes Mal den Mund auf, legt die Hand an die schmale Brust, wendet den schiefen riesengrossen Mund klagend gegen die Decke und sagt: «Schööön». Legt so viel Klang darein, dass man erregt nach Erinnerungen sucht. Ihre farbigen Kleider und glühenden Gesichter flammen in der Helle, die kleinen Worte schwirren in der Stille, der ein flutendes Lachen folgt, und so wandern sie über die Bühne, gross. unbekannt, lächerlich, — einsam... mb. Die Gittertore (Schluss) Georges musste sich auf seine Matratze setzen, verständnislos starrte er um sich. Vielleicht seine Freunde? — Doch nein, die hatte er ja soeben verlassen. Seine Nachbarn? — Er stürmte in die andern Ateliers, weckte alle rücksichtslos aus dem Schlaf. In fünfunddreissig Ateliers wiederholte er seinen Bericht, sprach er die Vermutung eines Streiches aus, wie sie so oft gemacht würden. In fünfunddreissig Ateliers begriff man ihn nicht. Vermutungen wurden laut und gute Ratschläge waren zur Stelle. Betäubt nnd traurig versuchte Georges ohne Decken auf seiner Matratze einzuschlafen. Es war ein müder Vorfrühlingstag. Georges sass im Jardin Luxembourg und schaute stumpfsinnig den Kindern zu, wie sie ihre Segelschiffe im grossen runden Bassin herumdirigierten. Es mochte gegen sechs Uhr abend-, sein. Ihn fror leicht. Allmählich durchquerten Leute, die von der Arbeit kamen, den Park, im Heimkehren noch ein bisschen Luft und Sonne einatmend. Mit einem Male wäre Georges beinahe von seiner Bank aufgesprungen. An ihm vorbei spazierte sein rotbrauner Wintermantel. Er hatte ihn damals gekauft, als ihm ein Geschäftsfreund seines Vaters ein Poträt bestellte. Er hatte Mühe, sich zurückzuhalten. Sein rotbrauner Mantel erging sich in der Abendsonne, in ihm steckte ein mageres, etwa siebzehnjähriges Bürschchen. Langsam folgte Georges. Der Mantel bummelte gemächlich, blieb ab und zu in der Nähe schöner Mädchen stehen und gewann dann den Boulevard St-Michel, wand sich durch Autos und Gedränge und fand schliess- Kch in einem kleinen Cafe ein Tischchen. Der Junge bestellte sieh sein Aperitif und las Zeitungen. Lange überlegte Georges — dann stand er am Bartisch, dem Mantel den Rükken drehend, und beobachtete im hohen Wandspiegel. Drei Aperitife lang hatte er so gewartet — endlich folgte er wieder seinem rotbraunen Mantel auf die Strasse. Das Bürschchen schien bald zu Hause zu sein. Unauffällig wusste Georges einen Polizisten mitzunehmen. Der Mantel und die beiden gingen rechts am Pantheon vorbei, fanden die Rue Mouffetard und standen schliesslich zögernd vor einem alten, windschiefen Hause der Rue St-Medard still. Der Polizist blieb irgendwo hinter einer Gruppe verkaufender Händler zurück, Georges ging gleichgültig weiter, der rotbraune Mantel schaute erst die Strasse hinauf und hinunter und verschwand dann im Hausgang. Als Georges mit dem Polizisten dem Burschen in eine winklige Mansarde hinaufgefolgt war, bot sich ihnen ein Idyll. Eine kleine rauchige Bude, schöne Teppiche und Behänge und moderne Oelbilder. Die Möbel waren rot bemalt. Vier Jungen tafelten um einen runden Tisch. In einer Ecke spielte ein Grammophon die neuesten Jazzschlager. In einer andern lagen Farbtuben und Pinsel, eine beschmierte Palette und ein angefangenes Oelbild. Georges sah seine Kleider und Bücher, seine Bilder und Teppiche, kurz sein ganzes Inventar. In rührender Einfalt genossen die Vier ihre so billig erworbene Beschaulichkeit. Leider wurden sie darin durch den Polizisten und Georges gestört. Die Gittertüre aber blieb seither wieder offen. Denn wo kein Schloss Ist, vermutet man keine Schätze. Und das gilt für Paris erst zecht Nitto.

N°27 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE 21 Erlebnis der Berge «Berge», von Alfred Graber. Das Wissen um das Glück und die Reinheit der Borge ist tief in uns verankert. Der kleine Rausch der Lust überfällt uns immer wieder, wenn wir die Berge sehen. Die Stadt ist trüb und müde, sie hat uns mit den Klammern der lebendigen Not und des Kampfes umfasst, ihr Rhythmus ist echarf und hackend nnd will unsere innern Regungen ertöten — und wie man so geht, reisst plötzlich ein dünner Nebel in der Ferne durch, ein Etwas «inkt und aus der lauen Bläue treten unsagbar •weiss und rein die Berge, sie stehen in ewiger Ruhe, luhender Punkt in der Erscheinungen Flucht, so voll Gewissheit und Ahnung um ihr Dasein, das sie erschüttern durch ihr stilles Wirken in den Himmel und die Unendlichkeiten hinein. Rausch der Ferne. Und dann kann es kommen, dass ein Mensch von ihnen gekostet hat, von ihrer Süsse, dass er eie erlebte, wie er eine Musik, ein Gedicht, eine Frau erlebte, und sie setzen sich fest in seiner Erinnerung, sie werden zu Grälen, nach der seine Sehnsucht blutet, und sie erfüllen sein armes Dasein mit Süsse und Qual. Ihr Sein wird zum Phantom, dem man nachjagt, das man erhaschen, in sich fassen, erleben will; das ist der Rausch des Bergsteigers, den fr in sich brennen fühlt, dem er nachgibt, jeden freien, schönen Tag. In ihm lebt eine Sehnsucht nach der Ferne, nach den Höhen. Weiss Gott, er kann es selbst nicht sagen, w»s ihn treibt, aber er kajrm nicht anders, er muss seinem Bangen nachgehen, zu allen Zeiten. Hat seine Sehnsucht nach der Ferne nicht gleiche Unter/gründe, wio die Lust des Automobilisten, die Weite zu erstürmen ? Liegt nicht etwas lief Verwandtes in ihrem uneingestandenen Suchen ? Sie jagen der fernen Abendröte nach, die am Hammel glüht, und sie erreichen sie ^ nicht, ihnen ist schwer, aber sie sind glücklich. Rausch der Höhe, Rausch der Ferne, Sprengung der Dimensionen um das kleine Menschlein. Bedürfnis, «eine Grosse in der Natur zu beweisen ! Sehnsucht ist Qual. «Erste Gipfel erstieg ich mit dem Feuer jugendlichster Begeisterung, andere aus brennender, dunkler Not, aus Sehnsucht und Liebe zu den Bergen, und die letzten endlich mit dem Wissen, dass auch die Berge nicht das letzte Glück des Daseins bilden und nicht das letzte Wort der Erlösung sprechen —.> Mit diesem starken und ehrlichen Wort, das in seiner Wahrheit das Geständnis des Irrfahrers gleich Parzival in sich birgt, lässt Alfred Graber, unser geschätzter Mitarbeiter, sein gutes und schönes Buch «Berge» ((Alfred Graber, Berge. — München, Rud. Rother. BergvarJjag, Fr. 2.50) in die Weiten der Menschen ziehen, die in seinen Worten eine stille Bergfahrt erleben. Es ist nicht das Gelöste, das Endgültige, das den Bergfahrer reizt — wer dies behaupten will, ist keiner — sondern das Halbe, das sehnsüchtig Verschlei- äusserlich, sportlich, rekordlich, nichts zu sagen erte. Irgendwo steht bei Graber das Wort zu lesen, das sein tief ehrliches und starkes Gefühl cha- hat. Gott sei Dank! Eine gesunde Seele in einem rakterisiert: «War es nicht Torher doch schöner, als ich die wilden Wichelschyen noch nicht überschritten hatte, wenn des Abends ihre Zacken schwarzdunke! in den gelbflammenden Himmel sich hoben und losgelöst und. fremd, für mich wie ewig unerreichbar dastanden ? Als jetzt ? — Und alle Träume des Lebens zerstören wir uns so.» Liegt in diesem Geständnis nicht viel Schmerz, der beinahe Enttäuschung ist ? Und dann kommt der Bergfahrer Gräber, der als ein wahrhaft suchender und fühlender Mensch das Geheimnis der Berge zu ergründen versucht, zur Erkenntnis, die Sehnsucht, die ihn immer und immer wieder packt, die ihn ans der Grossstadt hinauszieht, sie ist Qua 1. Ist Sehnsucht Qual? Vielleicht, aber diese Resignation soll nicht traurig sein, sie soll einsehen, dass diese Qual das höchste Glück ist, dass Sehnsucht Glück ist, und dass dieses Ziel, das nicht existiert, auch nicht erstürmt werden kann, auf den lodernden Gipfeln der Berge, sondern, dass der Bergfahrer nur seinem Sucherdrange folgt, er ist Parzival, und die Berge sind ihm sein Gral... Ehrliches Bergsteigertum. Man muss schon allein in der Zahl der Spitzen und Kämme, die Graber erstiegen hat. den grossen und wahren Bergmenschen erkennen. Da ist nichts von jodelndem Salon-Berglertum, das seine Unehrlichkeit in sich selbst beweist. Er klettert, stürzt, klettert wieder, durch Sonnenbrand und Steinwüsten, durch Nacht und Stürme, einverbissener Wille ist am Werke, der lautlos den Weg befiehlt. Da steilen in die ewigen Bläuen auf, umflort von hohen Nebeln: Piz Sol, Tödi, Les Diablerets, Wildhauser Berge, Piz d'Err. Felli-Ruchen, Sonnig Wichel und Wichelschyen, Piz d'Acletta, die weisse Hölle des Piz Palü ist da, Crap la Pala und Piz Scalottas, Schafberg, Zinalrothorn, Grand Cornier, die Berge im Süden, die Kreuzberge, Silberplatte und Altmann, und noch »viele, viele mehr, die hier alle in diesem Bergbuche eingeschrieben sind, durch das Erlebnis des Verfassers geadelt und erhoben. Zur Einleitung bietet Graber das ewig Schöne nnd Anziehende einer jeden Bergfahrt, das Bleibende, kenntlich gemacht schon durch die Titel: «Nächtlicher Aufstieg», Sturmnacht». «Sonnenaufgang», «Gipfelglück», «Der Einsame», «Traumgipfel», «Das Kreuz am Wege». «Die Ferne». Hier bricht sich ein elementares Gefühl durch, das die Berge erlebte bis in die unendlichen Tiefen einer menschlichen Seele. Kurz und scharf umri&sene Abschnitte lassen Bilder erstehen, die in gewählter Sprache flimmern und vergehn. Der Hauptteil des Buches erzählt von Fahrten und Zielen. Graber wird hier zum Ghronikeur, fesselt das Erleben" der alpinen Tat, die nach seinem Empfinden stark und froh ist, und erst in der Erinnerung mild und wehmütig wird, in einem Rahmen, der Sprache, die nie geschmacklos wird, und das Pathos tunlichst meidet. Dem Bergfreund, besonders dem, der die Berge bereits kennt, wird das Buch so zum Ereignis. Es hält den Mittelweg zwischen einem nur auf Gefühl basierenden und sachlich dozierenden Buche, wie uns scheint, mit bemerkenswertem Geschick, wenn auch das innere Erleben alles ist und die Besteigung eines Berges dem Verfasser gesunden Körper, aber die Seele ist überordnet, der Körper dient ihr und führt ihr Erleben zu. Dem geschmackvoll ausgestatteten Buche sind einige Bilder von Otto Linnekogel beigegeben, die in ganz glücklicher Weise den Berg in seinen Geheimnissen erfassten, ihm Inhalt geben. Gehalt, so dass die Zeichnungen an Gralsburgen erinnern, erschütternd in der Majestät ihrer unsentimentalen Wucht Was soll man zusammenfassend von Grabers Buch sagen ? Können wir eine bessere Formulierung finden als sie in seinem Buch zu lesen steht ? «Er trägt eine Märe von Menschen Sehnsucht mit sich aus dumpfer, dunkler Stadt, nimmt sie zu den Graten empor und lässt auch sie Erlösung finden, für eine kurze Zeit.» Die Berge winken, und sie erlösen. M. B. Touren-Antworten: T. A. 434. Ostertour. Eines der schönsten tonlistischen Gebiete ist immer noch der Schwarawald und wer die grossen Durchgangsstrassen vermeidet und links und rechts die Seitentäler durchstreift, entdeckt stets neue Schönheiten. An Hand von 0. R. 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Tag Fortsetzung der «Entdeckungsfahrt» über Bauschiott, Oelbronn, Maulbronn mit seinem herrlichen Kloster, Zaisersweiher, Diefenbach, ISternenieJs, Zaberfeld, Güglingen, Brackenheim, Meimeheim, Lauffen, Talheim, Gruppenbach, .Löwenstein, Mainhardt, • Hall, Kupferzeit, Künzelsau. Dörzbaeh, Krautheim, Bieringen, Ober-Kessach, Lejbepstadt, Adelsheim,. Ober - Schefflenz, Dallan. Mosbach, Necharelz. Von hier an folgen Sie der Hauptstrasse dem Neckar entlang und über Binau. Neckargerach, Lindach, Eberbach, Hirschhorn. Neckar stein ach, Schlierbach erreichen Sie Heidelberg (259 km). Zur Rückfahrt bentüzen Sie dann die bekanntere Durchgangsroute über Leimen, Wiesloch, Mingolsheim, Ubetadt, Bruchsal, Weingarten. Durlach, Karlsruhe, Ettlingen, verlassen diese bei Nenmalscb, durchfahren Mnggenstunn, Kuppenheim, Rotenfels, Gernsbach, Langenbrand. Forbach, Schönmünzach, Klosterreichenbach, Freudenstadt, Klöeterle, Schapbach, Ober-Wasser, Wolfach. Hausach, Homberg, Triberg, Schönwald. Furtwang und Voehrenbach. Hier rate ich zu einem Abstecher über Hammereisenbach, Schw'ärzenbach. Neustadt nach dem schönen Titisee, dem Endziel für den dritten Tag (260 km). Für den letzten Tag bleiben nur noch 122 km zu fahren. Sie benützen die Strosse von Titisee zurück über Neustadt, Eisenbach, Bregenbach, Zindelstein. Donaueschingen, Hüfingen, Riedböhringen, Randen. Merishansen, Schaffhausen, Andelfingen, Winterthur. Kemptthal, Zürich. E. B. in B. äsend Ken herrührend von der Bedachung des eidgenöss. Schützenfestes tu BELLINZONA In tadellosem Zustande, zu sehr sonstig. Preisen abzugeben. Diese Decken sind Qualitätsware, absolut wasserdicht und in Jeder beliebig. Grosse erhältlich. Zelt- o. Decken- Fabrikation F. Plcard, Biet !$!»••««§• HUMOR — Wieviel konsumiert Ihre Maschine? — Mit dem Chauffeur zusammen 25 Liter. Touren-Fragen: T. F. 437. Deufschland-Belgien-Frankrefch. Ich gedenke in den nächsten Tagen eine grosse Tqur durch Deutschland, Frankreich und Belgien zu machen. 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