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E_1930_Zeitung_Nr.023

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Verkehr und Stressen in

Verkehr und Stressen in Asien Zu den wichtigsten Problemen, denen sich China gegenübergestellt sieht, um seine noch so vielfach gebundenen Kräfte zu entfalten, gehört die Entwicklung des Verkehrswesens. Wirtschaftliche, strategische und soziale Interessen weisen gleichmässig darauf hin. Denn im Verhältnis zu seiner Grosse und seiner Einwohnerzahl ist China bisher noch sehr arm an Bahnen. Ihre Gesamtlänge beträgt kaum 15,000 km, und bei der jetzigen, ständigen Erschütterungen ausgesetzten Lage Chinas besteht, wie in der letzten Nummer der « Ostasiatischen Rundschau » ausgeführt wird, wenig Aussicht, dass dieser Mangel in absehbarer Zeit behoben würde. Trotzdem durch Gräberfelder. Ortschaften, auch Städte, ist der Zustand des Verkehrswesens in China heute erheblich besser als noch vor 10gen; natürlich so, dass sie von der Autohalte- bleiben mit wenigen Ausnahmen abseits lie- Jahren. Und zwar deshalb, weil auch in China das Automobil als Verkehrsmittel für anderer Wagenverkehr ist auf den neuen stelle aus noch leicht erreichbar sind. Kein lange Strecken sich durchzusetzen beginnt. Automobilstrassen gestattet ; nur Rikschas Man hat bei uns im allgemeinen noch wenig dürfen sie ausser Fussgängern benutzen. Ein Kenntnis davon, in welchem Umfang bereits Vergnügen ist das Autofahren bei dem Zustand der Wege wie der Wagen nicht. Man Autostrassen angelegt sind. Aber ein Blick in die neuesten chinesischen Atlanten kann muss möglichst selbst die Strecke vor sich davon einen Eindruck vermitteln. Ausserdem im Auge behalten, um durch die Sprünge des geben die Postverwaltungen der einzelnen Autos nicht zu unangenehm berührt zu werden. Ein solcher Sprung erfolgt schon Provinzen entsprechende Karten heraus, bei wenn auch die einen wie die andern es im einzelnen noch an der wünschenswerten Zuverlässigkeit fehlen lassen. Man darf nun freilich den Zustand dieser neuen Strassen nicht an dem der westländischen messen. Einen soliden Unterbau findet man in den seltensten Fällen. Meist handelt es sich nur um aufgehäufte, festgestampfte, wohl mit etwas Steinbelag belegte, breite Landwege. Da graben sich denn auch die Rillen der Räder merklich in die Strassen ein, und, wie der Fussgänger bei Regenwetter die trockenen, so muss der Autofahrer sich die jeweils ebenen Stellen aussuchen. Desgleichen gibt es nur wenige wirkliche Brücken. Es handelt sich ja auch bei den chinesischen Flüssen, zumal denen des Nordens — von den ganz grossen abgesehen — für den grössten Teil des Jahres lediglich um riesig breite Sandbetten, durch die nur ein schmaler Rinnsal fliesst. So bestehen denn auch die Brücken zum Teil nur darin, dass man einen gepflasterten Weg durch das Flussbett geführt hat, oder es sind klappernde Holzbohlen auf zahlreiche niedrige Pfeiler gelegt. Die Regenzeit bedeutet unter diesen Umständen in vielen Bezirken völlige Einstellung des Verkehrs. Im Gebirgsland, wo wirkliche Schluchten zu überwinden sind, hat man natürlich solider bauen müssen. Auch auf anderen Wegen sieht man neuerdings die Arbeit an besseren Brücken im Gang, vor allem da, wo es sich um kurze, aber tiefe Zwischenräume handelt. Einstweilen fährt das Automobil noch mit tol-freigegeben worden. Es bildeten sich sofort längst sind sie der privaten Unternehmung lem Kopfsturz in die Tiefe, wenn es nicht zahlreiche Autobusgesellschaften, deren Zahl einen Umweg einfach in das Ackerland hinein jetzt auf einige siebzig angewachsen ist. Ja, machen will. es ist ein wahres Gründungsfieber von Autobusgesellschaften ausgebrochen, da noch etwa Die chinesischen Autostrassen laufen, wenn es das Terrain irgendwie zulässt, ebensoviele Konzessionsanträge bei der Re- schnurgerade durch die Landschaft, selbst jedem der zahlreichen Uebergänge von Landwegen; denn die scharfen Karrenräder des Landmanns haben sich tief in die weiche Erde eingegraben. Dabei quillt gleichzeitig bei jedem solchen Stoss der dicke Staub auch von unten her in den Wagen. Kein Wunder, dass es bei dieser Art des Fahrens viele Pannen gibt, wozu noch die ungenügende Pflege und Achtsamkeit auf das Material kommen. Die amüsante Aufschrift, die manche Motorwagen tragen : «Heute bestimmt noch ankommen ! », ist daher mehr ein Hinweis darauf, wie gefährdet diese Hoffnung ist. Doppelt peinlich für den Ausländer, der sich der Täuschung hingab, am Abend wieder in seinem Heim zu sein oder einen Gastfreund zu erreichen, und statt dessen in einer beliebigen Herberge schlafen oder wachen muss. Begreiflicherweise gibt es auch keinen Fahrplan mit Zeitangabe im heutigen chinesischen Omnibusverkehr. Schon die Abfahrt von der ersten Station zögert sich in der Regel eine Stunde und mehr über die angegebene Zeit hin. Und wenn alles verstaut ist und die Passagiere wohl auch noch das Einschieben von Benzoltanks zwischen ihre Beine erduldet haben, muss doch noch Gesucht 1 TORPEDO 4/5plätz., niedrige Bauart, nicht üb. 14 PS, moderne Konstruktion, mit 4-Radbremsen. Detaillierte Offerten mit äusserst. Preis gegen Kassa und wenn möglich mit Photo unter Chiffre P. 20705 U. an Publicifas, Blei. 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n 23 — 1930 AUIÜMUblL-KhVÜb Spovfnachvidhten Zur europäischen Bergmeisterschaft 1930. Wie bereits berichtet wurde, gilt auch das englische Rennen von Shelsley Hill für die europäische Bergmeisterschaft 1930. Nun hat als letzte Nation auch England den Termin dieser Veranstaltung festgesetzt. Das Bergrennen wird am 13. Juli stattfinden. Die Strecke ist fast genau ein Kilometer lang und weist eine Steigung von 18 Prozent auf. Kaye Don In Daytona. Kaye Don ist vor einer Woche in Daytona angekommen und wird seine Versuchsfahrten unternehmen, sobald das Wetter und der Zustand des Sandes «s erlauben. Am 13. März wurde der Motor geprüft. Als die 4000 PS zu donnern anfingen, wurden einige Neugierige,, die sich zu nahe herangedrängt hatten, durch die Gewalt des Auspuffs umgeworfen. Kaye Don Hess den Motor laufen, bis der Zähler 1000 Umdrehungen pro Minute zeigte, dann stellte er ihn wieder ab. Den versammelten Journalisten wiederholte der Rennfahrer, dass er fest darauf rechne, eine Stundengeschwindigkeit von 400 km zu erreichen. -o- Norddeutsche Zuverlässigkeltsfahrt Diese bekannte sportliche Veranstaltung, deren Beginn in die Vorkriegsjahre zurückgeht, wird auch dieses Jahr wieder, und zwar vom 2. bis 5. Mai, abgehalten. Ihr voraus geht eine Sternfahrt nach Hamburg. Die Strecke für die Zuverlässigkeitsfahrt darf höchstens 600 Kilometer in der Luftlinie betragen. Jeder Fahrer kann sich seine Strassen selbst wählen, vorausgesetzt, dass er bei den Kontrollen durchfährt. Die Route ist folgende: Hamburg, Harburg, Göttingen, Erfurt, Magdeburg, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin. Das Meldegelt beträgt 30 Mark, der Meldeschluss ist am 17. April. -o- Paris—Nizza hat Montag begonnen. . Diese bedeutende Tourenfahrt, auf die wir bereits aufmerksam gemacht haben, hat gestern ihren Anfang genommen und wird bis zum 24. März dauern. Die Liste weist nicht weniger als 62 Anmeldungen auf. Es befinden sich darunter alle besten Fahrer. Auch einige Damen nehmen an der Fahrt teil. Die offizielle Liste. 1. Mlle R. Friderich (Bugatti); 2. R. Chauchat de Benneville (Delage) ; 3. Olanesco (Chenard)) ; 4 Gaudermen (Busratli) ; 5 Malaret (Bugatti) ; 6. Lamberjack (Saurer); 7. Louis Riga}- (Bugatti) : «.- Mme Schell (Bugatti) , 9. Ledur (X...) ; 10. De Vere (Chrisler) ; 11. Mme X. Rossi (Talbot) ; 12. Mähe (Rally) ; 14. Riva ehe (Alfa Romeo) ; 15. Vinatier (X...) ; 16. R. Cambouia (X...) ; 17 X... (Alfa Romeo) ; 18. Chauvierre (Chenard) ; 19. Bourinet (Amilcar) ; 20. Servais (Amilcar) ; 21. Mlle Lagoutte (Salmson); 22. Lord de Clifford (Lagonda) ; 23. Gordini (Fiat) ; 24 Otis Sidi (Buick) ; 25. Mlle Durand (Delage) ; 26. Jacques (Delage) , 27. Fenaille (Tracta) ; 28. Lemoine (Pontiac) , 29. R. Bollack (X...) ; 30. H. Stoffel (Chrysler) ; 31. Dusanter Panhard); 32. Trevoux (Delage); 33. Czaykowski (Bugatti); 34. Brisson (X...), 35. Baurain (Ballot) ; 36. R. Grosse (X...) , 37. W Bradley (Fiat); 38. X. Bradley (Fiat) ; 39. Y. Bradley (Fiat) ; 40. Givaudan (Bugatti) ; 41. Huberdeau (d'Yrsan) ; 42. Champoiseau (X...) ; 43. Victor Lagir (Bugatti) ; 44. Mme de Lesguern' (Rosengart); 45. Mme Lang (Rosengart) ; 46. Mme Veniel (Rosengart) ; 47 Mme Denise (Rosengart); 48. Mme Le Bigot (Rosengart) ; 49 Martin (Rosengart) ; 50: Lang (Rosengart) ; 51. Veniel (Rosengart) ; 52. Bourdon (Rosengart) ; 53. Lancianno (Bugatti) ; 54. Meilheurat (X...) ; 55. Potier (Donnet) ; 56. R. Roberts (Gardner) ; 57. de Carrizoza (Gardner); 58. Pedrazzini (Cord) ; 59. Austin (Ford) ; 60. Mlle Morel (Peugeot) ; 61. Mlle Gaillard (Peug-eot) ; 62. Gatti (Salmson). Ferner wird in letzter Stunde noch mitgeteilt, dass Hans Stuck (Austro Daimler), der Rekordmann des Turbie-Bergrennens, auch teilnehmen wird. Bemerkenswert ist auch die Beteiligung der Marken Gardner und Cord, also von Wagen mit Vorderantrieb. Eine der beiden Gardner wird übrigens vom Sieger der Sternfahrt nach Pau, Roberts, gelenkt Die Teilnehmer haben sich Donnerstag in den Räumen des A. C. von Paris zusammengefunden, wo das Los über die Reihenfolge bei der Wage entschied. -o- D!e Automobilfähre Konstanz-Meersburg. Der Fährdienst Konstanz-Meersburg stellt, wie wir bereits mitteilten, auf kommenden Mai ein neues Schiff in Betrieb. Für die Schweiz bedeutet die Konstanzer Fähre eine Abkürzung von der respektablen Länge von 65 km. Seit ihrer Inbetriebnahme im Oktober 1928 verzeichnete sie eine ganz ausserordentlich starke und rasch steigende Benüt* zung. Das alte Fährschiff transportierte in dieser Zeit 47 000 Personenautomobile, 10 800 Lastwagen, 1020 Omnibusse, 15 500 Motorräder, 61500 Fahrräder, 1100 Anhähgewagen,' 350 Traktoren, 2200 Fuhrwerke, 1200 Stück Vieh und 435 000 Personen. Diese Zahlen sprechen beredt für die Vorteile, welche die Fähreinrichtung zu bieten imstande ist. Durch die steigende Frequenz des Schiffes sah sich, die. Direktion, veranlagst, die,-Einführung.eines. Fournitures pour garages et ateliers! RADIATEURS, RESERVOIRS, ECLAIRAGE, VIS, BOULONS, ECROUX, DECOLLETAGES, TOUS LES ACCESSOIRES POUR AUTOMOBILES für Luxus- u. Lastwagen. Derselbe muss auch einige Kenntnisse von Gartenar- Ist seinem Besitzer meistens ans Herz gewachsen. Es darf ihm daher nicht gleichgültig sein, in wessen Hände er es gibt Wenn Sie einen wirklich zuverlässigen, arbeitsamen, strebsamen Chauffeur einzustellen wünschen, dessen ständige Sorge nebst sicherem Fahren in der stets sauberen Instandhaltung Ihres Wagens liegt so machen Sie ein Inserat in der «Automobil-Revue >, denn Sie können immer beobachten, dass nur die intelligenteren, regsameren Berufsleute die guten Fach Organe halten. 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