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E_1930_Zeitung_Nr.026

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REVUE AUTOMOBILE

REVUE AUTOMOBILE 1930 — N° 26 Um mit dem verhindern Sie bei Anwendung der Sicherheits - Einrichtung Schweizerisches Patent 137 369 und ausländische Patent« — €$ tut mir UtO, ©oftor, iä) t>ahe gar feine 3eit, Öiefe ^uöftettung 3U befugen.

N» 28 äff BERN, 24. März 1930 W» 26 II. Blatt BERN. 24. März 1Q30 Von Stand zu Stand Minerva. Das prachtvolle neue Achtzylinderchassis, das in polierter Ausstellungsausführung neben karossierten Sechszylindermodellen zu sehen ist, stellt eine der Sensationen des diesjährigen Salons dar. Die Minerva- Konstruktionen galten seit jeher als ungemein sauber und gesund. Im vorliegenden neuesten Fall haben sich die belgischen Werke noch selbst übertroffen. Allein schon der Motor mit den zum grössten Teil versenkt, aber doch ausgezeichnet zugänglich eingebauten Nebenapparaten stellt ein Meisterstück dar. Man beachte sodann die einfache, fast als selbstverständlich anmutende Anordnung und Ausführung der Uebertragungsorgane, den robusten, aber dennoch leichten Bau des Chassis, die klassische Hinterachsabfederung mit Halbelliptikfedern und Stabilisator. Der Motor ist übrigens wie alle Minerva-Motoren ein Schiebermotor der weltbekannten Knight- Type, die ihre absolute Zuverläsigkeit und Unempfindlichkeit seit Jahren erwiesen hat. Da somit auch die letzte Geräuschursache wegfällt und in Anbetracht der grossen Dauerhaftigkeit eines Schiebermotors eignet sich das vorliegende Achtzylinderchassis hervorragend für Luxuszwecke. Die oben erwähnten andern Modelle zeigen ebenfalls alle Kennzeichen der fast sprichwörtlichen Minerva-Qualitätsarbeit. Maybach. Der Maybach 12 ist das neueste der in jeder Beziehung über den Durchschnitt weit hinausragenden Produkte der Friedrichshafener Werke. Der kürzlich verstorbene Leiter dieses berühmten Hauses, das auch in der Laienwelt durch seine Zeppelinmotoren allgemein bekannt geworden ist, war einer der Pioniere und Erfinder des Explosionsmotors. Die Meisterhaftigkeit, mit der man am Maybach 12 jedes Detail behandelt findet, hat deshalb ihre guten Gründe. Um hier wenigstens die wichtigsten Das au spuffgeheizte Ansaugrohr des 8 Zylinder Minerva-Motors Punkte dieses aussergewöhnlichen Wagens berühren zu können, müssen wir uns ganz kurz fassen: Die Hauptmerkmale des Motors: zwei in V-Stellung nebeneinander aufgebaute Sechszylinderreihen aus Leichtmetallguss, in die Laufbüchsen aus Grauguss eingepresst sind. Eylinderausmasse 86X100 mm, Gesamtzylinderinhalt 6922 ccm, Bremsleistung des Motors 150 PS. Je zwei Pleuelstangen gegenüberliegender Zylinder greifen am gleichen Kurbelzapfen an. Ventileinbau hängend, Ventilbetätigung durch Stossstangen und Kipphebel. Druckumlauf-Oelpumpe von der Nockenwelle angetrieben, bruchsichere Verlegung aller Oelleitungen. Nebenantriebe durch geräuschlose schrägverzahnte Zahnräder. Torsionsschwingungsdämpfer im Kühlluftstrom. Dreipunktlagerung des Motors in Gummimuffen. Je ein Verteiler für jeden Zylinderblock, je ein Solex-Doppelvergaser für jede Zylinderreihe. Kurbelgehäuseentlüftung mit teilweiser Frischluftzuleitung zum Vergaser durch das Kurbelgehäuse, Gemischvorwärmung durch Auspuffgase, Brennstofförderung durch Unterdruckapparat und Taumelscheiben-Pumpe. Kraftübertragung durch trocken arbeitende Einscheibenkupplung, ausserdem — Chassis des neuen Zwölfzylinder-Maybach-Wagens. dies bei Maybach besonders beachtenswert — ein normales Dreiganggetriebe in Verbindung mit dem bekannten Schnellganggetriebe. Der Schnellgang wird dabei auf pneumatischem Wege | durch einen kleinen Hebel am Lenkrad eingerückt. Doppelte Ritzellagerung, Schubaufnahme durch ein Kardanrohr, Halbelliptikfedern mit hydraulischen Stossdämpfern, tieferer Rahmen, mechanische Vierradbremsen und viele andere Details wären noch zu nennen. Im Schnellgang 150 km/Std. Endgeschwindigkeit, im direkten Getriebegang ein Beschleunigungsvermögen, das fast alle Alpenstrassen schaltungsfrei befahren lässt, dies sind die Fahreigenschaften des neuen Maybach 12, der auch karosserietechnisch ein Spitzenpro-, dukt darstellt. Horch. Der Horch-Stand bietet einen der Glanz-- punkte der Schau. Neben dem schon vom letzten Jahr her bekannten Achtzylinder-, wagen zieht ein neuer «Horch 8 in Sonderausführung» das Interesse auf sich. Dieser Typ unterscheidet sich vom gewöhnlichen durch eine Reihe konstruktiver Neuerung gen sowie durch vollständig neu entworfene Karosserien. Beide Typen werden nebeneinander hergestellt. — Während der. Motor des neuen Horch 8 bis auf einige De-> tails der gleiche geblieben ist, hat das Fahr-: gesteil u. a. folgende Aenderungen erfahren: Niederrahmenkonstruktion mit Ver-: legung der Federn (aus Chromvanadium-! stahl) an die Aussenseite der Rahmenträger sowie grösserer Abstand der Federn voneinander, grössere Spurweite vorn und hinten, höheres Rahmenprofil, kräftige X-. förmige Mitteltraverse. Der Wert dieser Aenderungen besteht in noch wieder ver-: besserter Strassen-, speziell Kurvenlage, somit erhöhter Fahrsicherheit. Ferner hat der Wagen eine neue Lenkung mit paten-. tiertem Lenkungsstossdämpfer und einen, auf 100 Liter vergrösserten Tank erhalten,« während Kuppelung, Getriebe, Hinterachse^, Zentraldruckschmierung, Saugluftbremse' keiner wesentlichen Aenderungen bedurf-. ten. Zu den äusserlich sichtbaren Verfeme^ rungen gehören: neues Kühlerzeichen (Kugel mit kleinen Flügeln), grössere Scheinwerfer, vordere Rahmenverkleidung (aus einem Stück gefertigt), dreifach ausgeführte mächtige Stossstange, Räder mit grossen Radkappen sowie zahlreiche Verfeinerungen der Hauben-, Schutzblech- und. Karosserielinienführung. Ausser der Pullman-Limousine wird die Sonderausführung des Horch 8 auch als 6—7sitziges Phaethon gebaut, ferner mit Spezialkarosserie als 4—5sitziges Sportkabriolett (2 Türen, 2 Fenster), als 4 bis! ösitziges Sedan-Kabriolett (4 Türen, 4 Fen-J (Fortsetzung siehe Seite 14) Le Pneu de Securite Goodrich reunit les qualites essentielles robuste louplesse max Peutr irapang 11, rue General Dyfour 30, Löwenstrasse m» m» M. •_.__ «•« • mwm **#% vxi.x. _•__••..& e.i_... mc cm