Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1930_Zeitung_Nr.032

E_1930_Zeitung_Nr.032

senbauverwaltungen sind

senbauverwaltungen sind seine Gefahren ja auch nicht verborgen geblieben, und die vielen Versuche, wie künstliches Aufrauhen des Von geschätzter Seite gehen uns nachfolgende Ausführungen zu, welche einen schweren Uebelstand im deutschen Automobilhandel beleuchten und die im grossen und ganzen wohl auch für schweizerische Verhältnisse ihre Gültigkeit haben. «Im Geschäftsleben bezeichnet man wechselnden Umsatz mit dem sinnigen Wort «Aufblühen». Wollte man dieses Wort aber auf den Automobilhandel anwenden, der in seiner Gesamtheit zweifellos von Jahr zu Jahr steigende Umsatzziffern zu verzeichnen hat, so könnte das leicht als eine ironische Wendung aufgefasst werden, denn von «Aufblühen» ist trotz gesteigertem Umsatz beim Automobilhandel nicht zu reden. Im Gegenteil ist mit dem Umsatz etwas gewachsen, das man als das « Kreuz » des Autohandels bezeichnet. Und dieses Kreuz überschattet heute drohend die Existenz dieses wichtigen Zweiges unserer Wirtschaft. Der Autohändler geht mit einem quälenden Gedanken zu Bett, der ihn in seinen Träumen in Gestalt eines alten Vehikels verfolgt und morgens steht er wieder mit ihm auf. Das ist der «alte Wagen», den er beim Verkauf eines neuen in Tausch nehmen soll und meist für einen Preis, den er nicht wieder erzielen kann, der ihm den Verdienst am neuen Wagen böse anfrisst, ja als gefrässiges Tier oft ganz aufzehrt. Der Händler befindet sich in einer furchtbaren Klemme. Verkaufen muss qr und möchte es auch brennend gern. Weist er aber die Forderungen eines Reflektanten auf einen neuen Wagen zurück, die dieser f r ir den gebrauchten Wagen stellt, weil sich 'er Händler an den Fingern abzählen kann, lass ihm bei Anerkennung des Preises kein Verdienst mehr bleibt, dann läuft er Gefahr, den Kunden zu verlieren. Er bleibt einfach auf seinen fabrikneuen Wagen sitzen, weil ein anderer Händ'er, vielfach in der Hoffnung auf die kommende gute Verkaufssaison und in dem Gedanken, einen neuen Kunden zu gewinnen, der ihm schliesslich später etwas einbringt, das « Geschäft » macht. Dieser Zustand zehrt am Mark des Autohandels. Asphalts, Ersatz durch Reihensteinpflaster mit Fugenverschluss usw., zeugen von den Bemühungen, Abhilfe zu schaffen. Zu einer einheitlichen Auffassung sind die Fachleute aber noch nicht gelangt, der weitaus grösste Teil aller Hauptverkehrsstrassen besteht noch weiter aus Asphalt, und selbst wenn irgend eine neue Strassendeckenart überall ungeteilten Beifall finden sollte, wird der Umbau grosser Strassennetze wirtschaftlich nur selten tragbar sein, während die planmässige Erneuerung der Beläge nur langsam fortschreiten kann. Das bedeutet aber nicht, dass die Verwaltungen in der Zwischenzeit dem Asphaltpflaster nicht weitere Beachtung schenken sollen; die Verkehrssicherheit erfordert vielmehr dringend geeignete Massnahmen gegen die Schleudergefahr. Man begnügt sich noch viel zu viel mit den etwas veralteten und unzulänglichen Strassenreinigungsmethoden, indem man die Fahrbahn einfach mit Wasser berieselt, bestenfalls, indem man durch rotierende Walzenbesen oder Gummischaber den Schmutz zu entfernen sucht oder mit Pumpen ausgerüstete Tankwagen gebraucht, die das Wasser mit kräftigem Strahl auf die Strasse schleudern. Alle diese Verfahren greifen aber das Uebel nicht an der Wurzel an ; der ölige fette Schmutz ist von den vielen Wagenrädern fest in die unzähligen Poren und kleinen Vertiefungen der Asphaltdecke eingewalzt worden, weder Besen noch Wasserstrahl vermögen ihn daraus zu entfernen : die Borsten gleiten meist über die kleinen Unebenheiten hinweg, und der Wasserstrahl hat auf dem öligen Schmutz viel zu wenig Benetzungsfähigkeit. Zudem hat das meist harte, durch die Karbonate des Kalziums und Magnesiums verunreinigte Leitungswasser noch ein weit geringeres Lösungsvermögen als das fast reine Regenwasser, das zudem meist noch längere Zeit auf der Fahrbahn liegen bleibt und allein aus diesem Grund schon mit grösserem Erfolg arbeitet. Es gilt daher, zunächst die ungünstigen Eigenschaften des Leitungswassers aufzuheben, indem man ihm durch geeignete alkalisch wirkende Stoffe, wie zum Beispiel das aus Kalium und Natronsilikat bestehende Kaliwasserglas, Natronlauge oder Soda, ein grösseres Lösungs- und Benetzungsvermögen verschafft. Doch genügt dies noch nicht allein; dem alkalischen Wassergemisch muss auch -genügend Zeit gelassen werden, um seine lösende Wirkung ausüben zu können. Man hat daher schon vorgeschlagen, das eigentliche Lösungswasser nur regenartig auf die Strassenbahn niederrieseln zu lassen und erst nach genügender Zeitspanne mit kräftigem Wasserstrahl den gelösten Schmutz wegzuspülen. Angesichts der Schleudergefahr müssen jedenfalls die Städte eifriger, als es bis jetzt geschieht, auf Abhilfe bedacht sein; als Forderungen, die sich durchführen lassen, bleiben: Bei Neuanlagen von Strassen Verwendung eines griffigeren Belages, Aufrauhung der vorhandenen alten Asphaltstrecken und Verbesserung der Reinigungsmethoden. Die stete Wiederholung der Motorfahrzeugunfälle durch Schleudern auf schlüpfriger Strasse zwingt dazu, die Ursachen und Abhilfemöglichkeiten erneut aufzuzeigen und von den massgebenden Stellen zu fordern, dass mit allem Nachdruck das wirtschaftlich Mögliche zur Beseitigung der Gefahr getan wird. rl~ Das Kreuz des Automobilhandels Gewiss hat man auf Abhilfe gesonnen. Man hat dies und jenes versucht, so z. B. sich überhaupt nicht mehr auf den Eintausch alter Wagen einzulassen. Das Resultat ist aber wenig ermutigend. Es sind meist die grossen Händlerfirmen, die sich von den ruinösen Geschäften freihalten, weil es ihnen leichter fällt, einmal auf den Verkauf unter diesen ungünstigen Umständen zu verzichten. Mit dem Ruf nach radikalen Massnahmen, die von den Händlerorganisationen durch Beschlüsse festzulegen wären und die dann schliesslich doch nur auf dem Papier ständen, ist auch nichts gewonnen. Zu tief ist dieses Uebel schon eingewurzelt. Eine Besserung kann nur durch behutsames Vorgehen erzielt werden. Die Propagierung der Trennung des Althandels von dem Handel mit fabrikneuen Erzeugnissen, mit anderen Worten: die Ablehnung der alten Fahrzeuge beim Verkauf AUTOMOBIL-REVUE 1980 — N° 32 neuer Wagen scheidet als zweckmässige Massnahme aus den vorhin angeführten Gründen aus. «Majestät Kunde» geht zum Konkurrenten, der es schliesslich macht. Ein reeller Althandel kann sich zunächst gar nicht entwickeln, weil der Kunde dem Althändler gegenüber nicht das herrliche Druckmittel des Kaufverzichtes auf den neuen Wagen in der Hand hat. Er wird immer zu dem Händler gehen, der ihm seinen alten Wagen zum Ueberpreis abnimmt, und das wird ein Althändler nicht tun, weil er am An- und Verkauf eines alten Wagens verdienen müsste und keinen Trugschlüssen unterliegt. Brauchbar und entwicklungsfähig scheint der Gedanke der Taxstelle für alte Wagen zu sein. Er ist nicht neu. In mehreren Städten Deutschlands bestehen derartige Taxstellen schon. Es handelt sich hierbei um Sachverständige, die von den zuständigen Handelskammern vereidigt und von keiner Seite abhängig sind.. Ueber den Befund wird ein Taxbrief ausgestellt, für den der Wagenbesitzer 25 RM. zu zahlen hat, die aber vom Händler vergütet werden, sobald der alte Wagen in Tausch genommen wird. Die notwendigen Reparaturen und deren Preise werden ebenfalls taxiert. Das letztere ist für den Käufer des alten Wagens, der ihn als « gebraucht » vom Händler kauft, von Wichtigkeit. Verlangt er den Taxbrief beim Kauf des gebrauchten Wagens, so kann ihm nichts vorgemacht werden. Sofern sich die Käufer gebrauchter Wagen regelmässig auf den Taxbrief berufen würden — was in ihrem ureigensten Interesse läge — wäre der ganzen Misere schnell abgeholfen, denn dann könnte kein Händler es wagen, ohne Taxbrief einen alten Wagen in Tausch zu nehmen. Dieser Brief ist gleichzeitig ein Schutz für die Händler, denn er enthält die Preisfestsetzung nach dem wirklichen Wert des Fahrzeuges, so dass Ueberforderungen, wie sie heute an den Händler gestellt werden, nicht mehr in Frage kämen. Es ist ja nicht der alte Wagen, der dem Händler das Leben schwer macht, sondern der für denselben geforderte Ueberpreis. Der Taxpreis braucht nicht unbedingt als feststehend für den Händler bei Uebernahme des alten Wagens zu gelten. Der Handel muss Spielraum haben. Denkt ein Händler etwas mehr oder nur weniger geben zu können, so ist das seine Sache. Das ist dann ein kleiner Schönheitsfehler, der in der Gesamtbeurteilung keine Rolle spielt. Es könnte aber nicht mehr vorkommen, dass man bei Uebernahme eines alten Wagens von einer Verhandlungsbasis von beispielsweise 3500 RM. ausginge, wenn der Wagen nur 1500 RM. wert ist, wie das heute oft geschieht. Auf die Taxstellen sollte sich der Handel ohne weiteres einigen können. Hat sich dieses Verfahren erst einmal eingebürgert, womit zur Gesundung des Automobilhandels ein wesentlicher Schritt vorwärts getan wäre, so läge einer späteren vollständigen Trennung von Neu- und Althandel nichts mehr im Wege, denn Taxe ist Taxe, ob sie der Händler mit Neu- oder Altwagen bezahlt, kann dem Wagenbesitzer schliesslich gleich sein.» Im Anschluss an Vorstehendes mag darauf hingewiesen sein, dass sich nun auch in schweizerischen Händ'erkreisen Bestrebungen zur Schaffung von Taxstellen geltend machen. Insbesondere befasst sich der zürcherische Verband der Autovertretungen mit diesem Projekt, das in seinen grossen Linien bereits ausgearbeitet vorliegt. Es ist einer eingehenden Prüfung durch die Interessenten wohl wert und wird bestimmt zu einer Sanierung des Geschäftes beitragen, wenn sich die grosse Mehrzahl der am Platze etablierten Firmen durch Vermittlung des Verbandes an der Aktion beteiligt. S» Das 10. Wiesbadener Autoturnier. Von den vier international zugelassenen deutschen Automobilveranstaltungen macht Wiesbaden mit seinem nun schon traditionell gewordenen Turnier vom 24.—29. Mai den Anfang. Anlässlich der 10. Austragung sind besonders umfangreiche Vorbereitungen zu einer grosszügigen Ausgestaltung des Turniers getroffen worden. Im sportlichen Mittelpunkt steht wie alljährlich am Dienstag, 27. Mai, das Bergrennen « Hohe Wurzel » um den Pokal der Stadt. Wiesbaden, zu dem serienmässige Tourenwagen sowie Sportund Rennwagen zugelassen sind. Die ersten beiden Kategorien wurden in fünf, die Rennwagen in drei Wertungsgruppen eingeteilt. Während die Sport- und Rennwagen nach der absolut schnellsten Zeit gewertet werden, findet für die Tourenwagen ein Leistungsvergleich statt, welcher dergestalt durchgeführt wird, dass die Fahrzeuge der verschiedenen Wertungsgruppen unter Berechnung eines Gewichtshandikaps gleichgestellt werden. Weiter verzeichnet das umfangreiche Programm noch eine Sternfahrt, für welche die Zieikontrolle am 24. Mai nachmittags 4 Uhr geöffnet wird, eine Geschicklichkeitsprüfung am 25. Mai, eine Trainings- u. Gesellschaftsfahrt am 26. Mai, eine Flugzeugverfolgung am 28. Mai und ine Schönheitskonkurrenz am Schlusstage, 29. Mai. Kaye Don gibt nicht nach. Aus London wird gemeldet, dass Kaye Don am 3. April telephoniert habe, er gebe den Versuch, den Weltrekord zu schlagen, nicht auf und werde so lange warten, bis der Strand in günstigem Zustande sei. Die Behörden haben die Frist auf unbestimmte Zeit verlängert. Wie wir schon gemeldet haben, hat er bereits einige Versuche unternommen, bei denen er aber infolge des schlechten Zustandes der Rennstrecke keine Höchstgeschwindigkeiten erreichen konnte. Seine beste Leistung blieb immer noch um rund SO Kilometer hinter derjenigen Segraves zurück. Die Bahn war so uneben, dass Kaye Don bei Einschaltung der höchsten Geschwindigkeit befürchten musste, herausgeschleudert zu werden. Sobald das Wetter sich bessert und der Wind die Fläche wieder ebnet, wird Kaye Don endlich aus seinem Wagen herausholen können, was darin steckt. Bis es aber so weit kommt, kann es noch Wochen gehen. Unterdessen hat der Rennfahrer bereits seine Kabine, die er in einem am 16. April nach England abfahrenden Schiff belegt hatte, abbestellt. -o- Eine Anekdote von Daytona. Von dem letztjährigen Rennen in Daytona, an dem Sir Henry Segrave den Weltrekord aufstellte, erzählt eine englische Zeitung folgende Geschichte: Die Bahn wurde mit allem ausgestattet, was dem Rennfahrer vermehrte Sicherheit bieten konnte. Unter anderm wurden mit einem Kostenaufwand von 1500 Dollar elektrische Leitungen gelegt und Bogenlampen in gewissen Abständen aufgestellt. Die Lampen waren besonders stark, damit ihr Licht auch am hellen Tage sichtbar sei. Als nun Segrave zum Rennen startete, das ihm den Sieg bringen sollte, war der Elektriker so ausser Rand und Band vor Aufregung, dass er das Licht erst einschaltete, als Segrave bereits am andern Ende der Bahn angelangt war! -o- Vierzig Maschinen am Grossen Preis von Marokko. Bis zum ersten Meldeschluss sind genau 40 Anmeldungen eingetroffen, wovon 24 Renn- und 16 Sportwagen. Es werden in der Rennkategorie starten: Lehoux, Clercx, Foc, Hiercourt, de Maleplane, Etancelih, Frau Derancourt, Baron deP Espee, Boucly, Frl. Helle Nice, Decaroli, Brunni* Grimaldi, Bychawski, Benoit (die vorstehenden alle auf Bugatti), Frau Ithier de Tliuisy, Dourel (Raily), Doumi (Mercedes), Namon, Mario, Jorioz (Salmson), Benitah, Kotchine (Amilcar). In der Sportkategorie, wo nur Serienwagen zugelassen sind, ist besonders Renault gut vertreten, dann auch Graham-Paige, Delage, Chenard-Walckcr, Citroen, Bugatti. Die Namen der Fahrer sind leider noch nicht bekanntgegeben worden. Das Rennen findet bekanntlich am 13. April, also zu gleicher Zeit wie die Mille Miglia, statt. Die ideale- Rennstrecke von 710 km Länge hat, nach den zahlreichen Anmeldungen zu schliessen, ihre Anziehungskraft, trotz der weiten Entfernung und der Konkurrenz der italienischen Veranstaltung, nicht verloren. Marokko darf seinem Grossen Preis mit Befriedigung entgegensehen. -o- Grosser Preis von Frankreich. Diese jä! r - liche Veranstaltung ist für 1930 auf di-n 21. September festgesetzt worden. Dieses Jahr ist die Formel die gleiche wie letztes Jahr, doch ist bereits beschlossen wordti-, sie für 1931 fallen zu lassen, da sie grosser Opposition ruft. Sie sieht nämlich einen maximalen Brennstoffverbrauch vor, der nicht überschritten werden darf. Die Folge ist, dass viele Sportwagen wegen zu hohem Brennstoffverbrauch nicht an dem Anlass teilnehmen können. -o- « Mir scheint, als ob ich die Sache sehr klar darstelle. » « Oder auch allzu deutlich », erwiderte ich. «Lieber Asbjörn Krag, leugnen hiift hier nichts; ich bin jetzt davon überzeugt, dass Sie mit Ihrem ganzen Auftreten eine bestimmte Absicht verfolgen.» Da lachte er wieder — dasselbe trockene, unsympathische Lachen. « Welche Absicht sollte ich dabei wohl haben? » fragte er. «Das weiss ich wirklich nicht.» Aber ich wusste es, ich wusste es nur allzu gut, denn ich ahnte den ganzen Zusammenhang. Wir näherten uns dem Abgrunde — wo man nur einen Menschen anzustossen brauchte, den man gern los sein wollte. Der Abgrund lag an der linken Seite des Weges, aber ich hielt mich die ganze Zejt über rechts von Asbjörn Krag. « Hier ist es », sagte er und blieb stehen. Ein kalter Hauch schlug aus dem Abgrund und vom Meere zu uns herauf. « Wollen wir nicht weitergehen? » fragte ich. Statt zu antworten, zeigte Asbjörn Krag herab auf das Meer, wo zwei grüne Laternen wie zwei Katzenaugen durch die Dunkelheit schienen. «Da unten liegt nun der eiserne Wagen an den Strand heraufgezogen, und auf dem Deck des Bergungsfahrzeugs liegt eingewickelt in Segeltuch der tote Passagier. Sieht das mit den grünen Lampen nicht unheimlich aus?... Dabei ist es hier ganz still, nicht ein Laut klingt von dort unten zu uns herauf... Ja, ja... da unten liegt er, der Tote.» « Kennen Sie ihn? » flüsterte ich. «Nein, Sie auch nicht. Es ist ein Ausländer. » « Das ist doch seltsam.» « Wenn Sie den Wagen sehen, werden Sie finden, dass alles recht verständlich ist. » « Der Fremde ist es, der nachts im eisernen Wagen umhergefahren ist? » « Ja, aber nur in den letzten Tagen; er ist kaum mehr als vier- oder fünfmal über die Heide gefahren.» « Das ist ein Rätsel. Aber fuhr er auch in jener Nacht über die Heide, als... der Forstmeister starb? » «Ja, das tat er. Als der Forstmeister erschlagen wurde, war er nicht weit entfernt. Aber all das werden Sie verstehen, wenn Sie den eisernen Wagen sehen. » Kurz darauf fragte ich : « Waren Sie dabei, als man den Passagier fand? » « Ja; ich sah, wie er aus dem Wasser gezogen wurde. Es war gerade kein angenehmer Anblick. Sein Gesicht war so sonderbar bleich im Wasser, es glich... ja, wem glich es eigentlich? Haben Sie einmal eine Leiche hinter einer grünen Glasscheibe gesehen?» Die letzten Worte des Detektivs erschütterten mich gewaltig. Auf einmal war es mir, als ob ich wieder vor mir das Angesicht des Toten hinter dem Fenster sah... die weisse Stirn... die hellroten Lippen... ein starkes Entsetzen schüttelte mich, und ich erlebte wieder in dem Bruchteil einer Sekunde den Schrecken der letzten Nacht. Gleichsam weit fort hörte ich Asbjörn Krags Stimme: «Wollen wir nicht weitergehen? Dann können Sie ihn in einem Augenblick selbst zu Gesicht bekommen.» Aber nun wollte ich um keinen Preis der Welt da hinunter. Die grünen Lichter erinnerten mich an den Phosphorschein in den Augenhöhlen eines Totenkopfs. Ich wandte mich um. «Ich gehe nicht da hinunter; ich will wieder nach Hause, in meine Hütte.» Nachdem ich einige Schritte gegangen war, blieb ich plötzlich stehen. Weit draussen im Dunkeln hörte ich den Hund wieder, ein lautes, kläffendes Hundegebell, dann ein langes Heulen und darauf ein drohendes, langgezogenes Gebell. «Der Jagdhund!» rief Asbjörn Krag. «Hören Sie den Jagdhund?» Fortsetzung sieho Autler-Feierabend,

ÖZ - Unser Hilfsdienst für Familie Müller bringt immer noch neue Zuwendungen, die Summe von 10 000 Fr. ist nahezu erreicht. Wie bereits in letzter Nummer angekündet, soll die Sammlung auf 15. April zum Abschluss gelangen; das Ergebnis wird-Familie Müller auf Ostern übermittelt. Wer also noch irgend eine Gabe einsenden will, möge dies in Bälde tun (Postcheckkonto HI/5890. Die Redaktion. Liste 8. Vortrag von Liste 7 Fr. 8157.— W. Streif, Z i m m c r w a l d > 5.— G. Pestalozzi, A a r a u > 10— H. Bremer, B i e ! > 10— Prof. Stoll, A r i e s h e i n i • 5 P. G., Z ü r i c h • 20— F. A. Seh.. Zürich •» 30.— Kollekte unter dem Personal der Lumina, Zürich •> 17.— E. Anderwert, Basel ;> 10— Max Felchlin, S c h w y z • 5.— H. Roth, Z ü r i c h • 20— H. Wiederkehr. Z ü r i c h • 5 A. Nidegger. B i e l . 5.— E. Bischoffberger, Rehetobel •> 2.— F Baer-Aklin. Wintcrthur ;10— M. Gautschy-Amstcin. B a s e l • 10— Ein Bäckermeister. Bc.-n :• 10— H. Egli. H e c r b r u K K . 4 II Sclunuziger. A l t s t ä t t e n . 20.— Müller-Schoder, Brugs ;> 10 C. Grossmann. W o u e r a u . 1.— A. Weiss, Z ü r i c h . 10.— K. Gachnang, Zürich i. 5.— A. Winandy, L a u s a n n e • 5.— Ph. Nicolas. La Tour de Peilz :• 2 Urne L. Tissot, Bassl :• 100 A. Kunstli, Zürich ;• 5 ..[. Wenk, Oberburg :10 L. Spinner, Zürich :• 10.— Dir. A. Engler, Ennutbadcn :. 10— P. Roth S.A.. Lv:.s :. 5 L. Carbonnier, Neuchätel :. 5.— G. Fehrlin, St. GalUn :• 10— Ed. Obrecht, Hilterfingen :• 5.— Sauerstoff- und Wasserstoffwerke A.-G., Luzern :• 10.— A. Schwarz. Luzern : 5 C. Stiefel, Glarus : 5 — E. Schmid. Biel :, 20 Dr. A. WaUher, Basel : 5 — H. Siebert, Arosa :20. Unbekannt. Cassarate :100 G. Girod, Delemont : 3 — Lehmann, Flawil : 5 H. Roth, Frick :• 5— F. Morlet, Zürich : 5 — E. Brettauer, Zürich :20 Anonym. Bern :10.— Dr. K. E. B.. Beinwil :20 Frau Blattner, Luzern :10. K. Kronenberger, Luzern :10.— L. Thormann, Bern :20. Ernst Neher, Bern :. 5 Dr. Blanc, Buchs : 5 C. Erb-Sutz. Herisau : 5 . — E. Schönholzer Steffisburg :, 10— Dr. H. Escher, Zürich :20— Immob. Gen. Freya. Zürich :20. E. Vogel, Lyss : 5 — E. Schlund. Altste'itn :20— L. Schmidlin. Langnau :50 O. Rabus. Bern :, 5— Gerber & Co.. A.-G.. Thun •.20 Ungenannt :20. Guilber. Chaux-de-Fonds :• 5 H. Stahl, St. Moritz :10— A. Haeberli, jun., St. Moritz i. 10— G. Mauerhofer. Trubschacben : 5 . Dr. F. Sidler. Willisau : 5 . — S. Scheidegger, Bern ;. 20. P. Bauer, D a v o s - P l a t z , 5_ F. Zimmerlin, Ziefen ,, 5 Kegel-Club Düdingen :, 10 Ad. Sommer, Bern ;, 5. Dr. C. Dubois. Bern :10 Dr. H. Staub. Oerlikon :, 5 A. Ccresol, Lausanne :, 5 W. E. Diethelm, Zollikou ., 50— L. W., Flawil :10 — H. Göldi. Altstetten :, 5._ E. Baerlocher, Rheineck ;10. Ungenannt, Glarus :, 20 Frau Jost-Fischer. Basel :. 5. H. A. Richardet, Chaux-de-Fouds :. 5 Hch. Peter, Stäfa ;. 10.— A. Bammert, St. Gallen : 5 E. S.-A.. Z ü r i c h . 10 C. A. Gaeng. Zürich ;. 20. Burckhardt, Basel :. 5— Ungenannt, Winterthnr :. 20. A. Steinemann, Chaux-de-Fondt :. 10. E. Picard, Chaux-de-Fonds : 5 . Koch & Söhne, Luzern •. 10 — V. H., Basel :. 5— Sandherr. Zürich :. 10. Garage Thunerhof. Thnn :. 10. O. Hugentobler, Jegenstorf :• 5.— W. Wyser, Chaux-de-Fonds :. 7. W. Affoltcr, Davos-Platz •, 6 J. Charmillot, C o u r g e n a y > 2.— A. Storchler, Ölten •. 2 .1. Kambli, Frutigen ;, 10 Fritz Urfer. Chaux-de-Fonds :• 5 Dr. J. Auer, Zürich ;20— P A. Bourgeois. Zürich :• 5.— Dr. F. Spfeler. Laufen : 1 0 Dr. L. G., Zürich •10 Dr. H Kobelt. Rebstein ;. 10.— Dr. A. Berger, Aarau :10 V. Rüegg. Cham :. 10.— E. Schaffner, Laufenburs :' 5.— Dr. Grossmann. Z f i n c a . 10.— Dir. H. G., B a s e l , 10 O. Steinlin. St. Gallen :, 5 .1. Suter, St. Gallen :, lo._ E. Moser. F r u t i g e n . 10.— Redaktion der Auto-Revue, B e r n • 20.— Drogerie Burgunder, L a n g e n t h a i . 5.— Brasserie de la Comete, Chaux-de-Fonds' 10.— Prof. de Ouervain. B e r n . ]0 R. H. Stehli. Z ü r i c h . 10— C. R. Ziegler. Wädenswil . 50— Ed. Weibel & Co., Oberburg .. 10— Die Stadt Bern beginnt, wie wir bereits in Nummer 28 berichteten, mit der Durchführung des Einbahnverkehrs auf bestimmten Strassenstrecken des Stadtinnern. Sobald die offiziellen Publikationen erfolgt sind, werden die notwendigen Verkehrstafeln installiert. Der genaue Zeitpunkt des Inkrafttretens wird in ca. vier Wochen zu erwarten sein. In Verbindung mit dem beistehenden Plane geben wir nochmals die Richtung des Einbahnverkehrs für Fahrzeuge und Reiter an: Neuengasse in der Richtung West-Ost. Aarbergergasse in der Richtung Ost-West. Teilstück der Genlergasse zwischen Aarbergergasse und Neuengasse in der Richtung Neuengasse. Waaghausgasse in der Richtung Marktgasse-Waisenhausplatz. Predigergasse in der Richtung Nägeligasse- Zeughausgasse. Zeughausgasse, Teilstück Durchfahrt zwischen Feuerwehrgebäude und Kornhaus in der Richtung Zeughausgasse-Nägeligasse. Schauplatzgasse in der Richtung Ost-West (erst später). Dr. A. Bosshard, Arbon Dr. H. Streuli, Thun S. Tribolet. Bern E. Dick, Bern Schweiz. Stuag, Bern G. Läderach. Bern Dr. H. Finsteetwald. Monreaux Dr. A. Rickli, Langenthai J. A. Soramr. Langenthai J. Schwab, Vevey K. Eberle, St. Gallen R. Scheibel-Reiniger, Frenkendorf F Wecker, Zürich E. Streiff. Zürich W. Haas & Co., Frauenfeld E. Staub, Basel Dr. E. Hahnloser. Zürich E. Groschupf, Zürich F. Moor, Niederlenz Unbekannt, Vevey Schachtler & Co., Altstätten MO Einbahnverkehr in Bern im Werden aussichtlich mit der Durchführung des allgemeinen Planes weitergefahren werden. Momentan ist die Kornhausbrücke die einzige Verbindung zwischen der Innerstadt und den Quartieren Lorraine und Breitenrain, die von Motorfahrzeugen benützt werden kann. Die Nydeckbrücke bedeutet für den Verkehr nach diesen Quartieren in den meisten Fällen ein bedeutender Umweg. Fährt man aus den genannten Quartieren in die Stadt, so wird meistens die Nägeligasse benutzt* Nach Eröffnung der Lorrainebrücke hofft man die Kornhausbrücke um rund 70 % zu entlasten, Keine Regel ohne Ausnahme. Bei der Schauplatzgasse wurde eine Ausnahme gemacht, indem vorläufig diese Strasse in beiden Richtungen befahren werden kann. Der Qemeinderat der Stadt Bern kann aber, sobald das Bedürfnis sich einstellt, auf jeden Fall nach dem Umbau des Bubenbergplatzes den Einbahnverkehr ohne weiteres anordnen. Das System der neuen Verkehrsleitung beruht auf einem allgemeinen Plane, von dem nun das oben erwähnte erste Teilgebiet mit dem Einbahnverkehr belegt wird. Es ist daher nicht weiter erstaunlich, dass an der Zeughausgasse und an der Nägeligasse besondere Bestimmungen in Kraft treten. Mit der Eröffnung der Lorrainebrücke kann vorwobei der Verkehr durch die Nägeligasse in beinahe gleichem Masse entlastet werden dürfte. Gegen die Durchführung des Einbahnverkehrs spricht auch der Einwand, dass besonders das Polizeigebäude von beiden Seiten zugänglich sein müsse. Die obere Zeughausgasse ist ziemlich breit und vermag ohne besondere Mühe den Verkehr in zwei Richtungen aufzunehmen. Das mag der Grund sein, dass man in der Mitte der Zeughausgasse einen Parkstreifen errichtete, der die Strasse in zwei Verkehrsadern teilt. Zukünftiges. Der Umbau des Kasinoplatzes wird in nächster Zeit ausgeführt werden müssen. Dabei plant man, die Theodor-Kochergasse mit dem Kasinoplatz zu verbinden. Von diesem Zeitpunkt an würde auch für die Schauplatzgasse, die Amthausgasse, die Christoffelgasse und den Strassenzug Bundesgasse- Theodor-Kochergasse der Einbahnverkehr in Kraft erklärt. Mit der Eröffnung der Lorrainebrücke werden sich zwischen dem Bubenbergplatz und der Brücke, bzw. der Einmündung der Strasse vom Brückfeld her, neue Verkehrsverhältnisse ergeben, die dann weitere Entscheidungen nach sich ziehen werden. La. E. Junker. Basel W Zins, Zürich H. Gualino, Martigny R. Trüb. Hombrechükon Paul Zürrer, Noranco Frau C. Meyer, Zürich Dierauer. Tailor, Bern Dr W N., Baden W Hergel. Bern Chs. Bauer, Basel Ungenannt. Bern Fr. 9897.— Der Bubenbernplatz wird umgebaut. Letzten Sonntag wurde die Vorlage betreffend Umbau des Bubenbergplatzes in Bern mit grossem Mehr angenommen. Am Montan lasen schon die Bäume gefällt am Boden ! Die sprichwörtliche Langsamkeit der Bcniei- scheint also doch nicht so schlimm zu .sein, wie manche glauben. —f. Sdiw Um das Klausenrennen. Der Regierungsrat des Kantons Uri, der, wie uns aus Altdorf mitgeteilt wird, dem Rennen gar nicht ablehnend gegenübersteht, hat beschlossen, die von dem Organisatiouskomitee vorgeschlagenen Bedingungen dem Landtag zu unterbreiten. Dieser wird noch diese Woche zusammentreten und die Angelegenheit entscheiden, -o- Die Alkoholvorlage ist angenommen! Dies war die frohe Nachricht, die am Sonntagabend von Mund zu Mund flog und jeden Freund unserer Demokratie mit aufrichtiger Freude erfüllen musste. Ein unsichtbarer aber um so gefährlicherer Feind ist durch Einsicht und Vernunft geschlagen worden. Das Resultat mit den 17 annehmenden gegen 5 verwerfenden Ständen spricht deutlich. Gegen 490,000 Stimmen sind für die Initiative eingetreten, die Neinsager wurden um mehr als 160,000 Stimmen überflügelt. So hat denn in schicksalsschwerer Stunde der demokratische Staatsgedanke gesiegt. Auch für die Automobilisten ist dieser Entscheid von grosser Wichtigkeit. Die schwankenden Helden der Pinten werden die Fahrbahn nicht mehr so oft unsicher machen und den Automobilisten gefährden, und die gesetzlichen Grundlagen, aus Alkohol Betriebsstoffe zu schaffen, sind jetzt vorhanden. Aus allen diesen Gründen darf man der Genugtuung über das gelungene grosse Werk Ausdruck geben. Ein grosser Tag liegt hinter uns. mb. $4iaisen Ausbau der Ibergstrasse. Eine zahlreich besuchte Versammlung in Schwyz sprach sich für den baldigen Ausbau der Ibergstrasse aus. Man beauftragte den Verkehrsverein, sich mit Bund, Kantonen und Korporationen in Verbindung zu setzen, um die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen. Man schätzt die Kosten auf ungefähr 120,000 Franken. Autostrasse durch das Isonetal. Das Isonetä! im Tessin, dessen beide Dörfer Isone und Mediglia zusammen etwa 1200 Bewohner zählen, soll eine Autostrasse erhalten. Die Strasse ist dringend notwendig, da sie die längst erwartete bessere Verbindung mit Beilinzona bringt. Man will die Orte durch einen Autopostdienst mit der Ebene verbinden, gleichzeitig erhofft man auch eine Zunahme des Touristen- und Autoverkehrs. mb. 1 V