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E_1930_Zeitung_Nr.032

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M AUTOMOBIL-REVUE

M AUTOMOBIL-REVUE 1930 — 32 A.C. A. C.S. SEKTION ZÜRICH. Die Monatsversammlung vom 10. April 1930 im BahnhofbiifeU in Winterthur scheint sich eines starken Interesses zu erfreuen, was wohl in erster Linie dem Lic-htbildervortrag des Herrn Dr. Wilhelm Müller, Zürich, über «Die Peruanischen Gordilleren», der sehr viel Interessantes vorspricht, zu verdanken ist. An don Vortrag schliesst sich ein ücselliger Teil an. Die Vorbereitungen zur Friihlingstahrt nach Öberitalien, die die Teilnehmer ab 17 April für 11 Tago nach den interessanten oberitalienischcn Orten führen wird, sind nun abgeschlossen. Das vorliegende Detailprogramm verspricht eine reiche Füllo schönster Reiseerlebnisse. Der. Transport der Autos durch den Gotthard kann dank dem Entgegenkommen der S. B. B. beide Marie, sowohl auf 3er Hin- wie auf der Rückfahrt per Extrazug erfolgen. Der Italienische Aulomobil-Club, dem bekanntlich in Italien ein halbamtlicher Charakter zukommt, hat der Durchführung der Fahrt tatkräftigste Unterstützung in Aussicht gestellt. Dank seinen Demarchen wird es möglich sein. Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, zu denen der Einzelrei- «ende sonst keinen Zutritt hat. Empfänge sind durch die Automobil-Clubs von Bologna und Montccatini in Aussicht gestellt, und Baron Ricasoli hat die Teilnehmer zu einem Besuch auf seinem Schloss im Chiantiwcinland eingeladen, wo unter anderm auch seine Kellereien — Hicasolc liefert bekanntlich den feinsten und besten Chianti — besichtigt werden sollen. Offizielle Führungen sind in der Ccrtosa di Pavia. in Bologna, Ferrara, Ravenna, Florenz, Fiesole usw vorgesehen. Mit einer besonderen Attraktion können die Organisatoren am drittletzten Reisetag «aufwarten. Herr Hess, Sektionsmitglied, der grosse Marmorwerke in Carrara besitzt, hat die Teilnehmer zu einer Besichtigung derselben eingeladen. Mit Extrazug wird man von Massa aus hinauf in die ausgedehnton Marmorbrüche fahren, um sich dort den Betrieb anzusehen und dann das Mittagessen an einem der schönsten Punkte der italienischen Riviera, Das Begräbnis von Theo Sarbach Behörden über verschiedene Verkehrsprobleme waren grösstenleils von Erfolg begleitet. Nach dem mit Beifall aufgenommenen Jahresbericht verlas der Kassier die Jahresrechnung, welche eine Vermögensvermehrung von 1593 Fr. ausweist. Der Antrag des Vorstandes auf Beibehaltung des bisherigen Jahresbeitrages von 40 Fr. wird stillschweigend angenommen. Als Delegierte an die Genoralversammlung des A. G. S. werden wiedergewählt: die Herren T. Brugger. H. Wächter, A. Meier und als Ersatz H. Chessex, R. Ruoss und 0. Stähelin. herrlicher Art abgewickelte Groppenfastnacht die Mitglieder an die historische Stätte des «Groppenreichtums» gelockt haben, ist schwer zu sagen. Nicht zuletzt hat auch das Interesse der Mitglieder, der Rechenschaftgebung des Vorstandes beizuwohnen, nicht versagt. Für. den Vorstand war es ein ehrendes Gefühl. Die statutengomässen Jahresgeschäfte fanden eine rasche Abwicklung. Der trefflich abgefasste Jahresbericht, der Zeugnis ablegte für die bekannte zielbewusste Leitung, wurde mit Applaus genehmigt und herzlichst verdankt. Die übrigen Berichte des Sekretärs und der Rechtsauskunftsstelle wurden diskussionslos entgegengenommen. Die Jahresrechnung, erstattet vom Kassier Hr L. Wild, Strasseninspektor, wurde ebenfalls sanktioniert. Herr Wild, als bewährter, sparsamer Haushalter, versteht es wie kein Zweiter, die Finanzen zu regeln und sorgt immer wieder, dass das Vermögen treu verwaltet wird. Der Vorstand hatte sich zu ergänzen. Der Vorschlag des Vorstandes fiel auf die N'omination des Herrn Robert Ernst. Fabrikant in Kradolf, dessen Wahl einstimmig erfolgte. Die Versammlung darf sich gratulieren, einen talkräftigen Mitarbeiter gefunden zu haben. Den Höhepunkt des imposanten Abends bildete die Ernennung zweier Ehrenmitglieder. Es sind Sommerprogramm 1930: Der Präsident der Sportkommission, Hans Vogel, Ingenieur, wird in den erweiterten Vorstand auf- in Portovenere bei Spezia einzunehmen, wo in einem "uralten Ristoranto die bekannten «Frutte di genommen. Das Sommerprogramm sieht vor: 7 Mai: Vortrag Mare» gekostet werden sollen. s. Mittelholzer. Im Mai: Blucstfahrt. 22. Juni: Kilometer-Lance zusammen mit der Sektion Thurgau (unter Voraussetzung der Bewilligung durch die A.C.S., SEKTION SCHAFFHAUSEN. Generalversammlung vom 29. März 1930. Unter dem abond. Im August: Ausflug ins Weissbad. Im kantonale Strasseninspektion). Im Juli: Herren- Vorsitz von Präsident T. Brugger fand im Hotel September- Ausfahrt mit den Waisenkindern; dreitägige Vogescnfahrt. Im Oktober: Besichtigung der Bellevue zu Neuhausen die ordentliche Generalversammlung statt, welche von 50 Mitgliedern besucht war. Alis dem Jahresbericht geht hervor Nach der Generalversammlung hörte man einen Knorr-Fabrik in Thayngen. dass die Tätigkeit aus dem vergangenen Jahre einb Vortrag von Herrn E. Rampinelli über «Die Entwicklung des Automobils von 1883 bis heute> Der das langjährige Vorstandsmitglied Herr Obering. dies dio Herren Hippolyt Saurer. Industrieller, und rege war. Das Sekretariat hat im ganzen 280 Triptyks und Grenzpassierscheinhofte abgegeben. interessante Vortrag, welcher durch hübsche Lichtbilder illustriert wurde, erregte grossen Beifall, gr. Jahre bei der Firma Saurer tälig. In erhabener Heinrich Mayer, beide in Arbon, letzterer bald 30 Es fanden folgende Veranstaltungen statt: 11. Mai: Generalversammlung mit Lichtbildervortrag; 24. Juli: Empfang der Sektion Los Ran- A. C. S. SEKTION THURGAU. Generalversamm- Ehrenmitgliedschaft, und in dem fein durchdachten Stille verkündete Präsident Dr. J Rietmann die giers; 31. August: Empfang des Automobilclubs lung, Samstag, den 5. April 1930, abends 8 Uhr, Geleitwort gab er die Gründe zu dieser Ehrung bekannt. von Marseille; 2. September: Abendschoppen in im Hotel «Adler> in Ermatingen. Mit berechtigtem Stein am Rhein; 20. September: Besichtigung der Schmunzeln konnte Präsident Herr Dr. J. Rietmann Erste und vornehmste Zweckbestimmung unseres Betonstrasse Schlatt-Diessenhofen; 10. September: die selten grosse Teilnehmerzahl begrüssen. In launigen Worten suchte der Herr Präsident nach den sonen, welche sich um dieses Ziel in hervorragen- Clubs ist die Förderung des Automobilismus. Per- Besichtigung der Maschinenfabrik Rauschenbuch und der G. F, Simplexrädcrfabrik; 16. Januar: Gründen. Mag es wohl das offerierte «kalte Büffet» der Weise verdient gemacht haben, können nach Filmvortrag. oder vielleicht das Referat des Herrn Dr. Rudolf § 5 unserer Statuten auf Vorschlag des Vorstandes Dio Rechtsauskunftsstelle wurde mohrfach in Huber gewesen sein, das eine solche Anziehungskraft ausübte, oder mochte dio vor acht Tagen in Vorstand in einmütigem Beschlüsse diese zwei zu Ehrenmitgliedern ernannt -werden. Wenn der Anspruch genommen. Die Besprechungen mit den Herren als Khre.nmitgJirdcr des Clubs in Vorschlag bringt, so geschieht dies in Erfüllung einer bewussten Pflicht, zwei Männer zu ehren, welche im engen Heiuiatlande. in der ganzen Schweiz und in aller Welt sich einen unvergesslichen Namen gemacht und damit auch bleibende Verdienste erworben haben. Herr Hippolvt Saurer, geb. den 15. August 1878, erhielt seine theoretische Ausbildung an der Eidgrn. Technischen Hochschule in Zürich mit dem ausgezeichneten Diplom als Maschineningenieur. Aufenthalte in Frankreich und England erweiterten .seine Kenntnisse und legten auch den Grundstock für sein späteres schöpferisches Wirken. Im Jahre 1903 erfolgte sein Eintritt in das väterliche Geschäft, die Maschinenfabrik Adolph Saurer Dieses Jahr bildete den Anfang einer glänzenden Laufbahn als Ingenieur und Industrieller Dio Begeisterung des Herrn Saurer für den Automobilismus, dessen Anfänge er in Paris miterlebt hatte, und seine grosso Schaffensfreude bewogen ihn. den bereits früher begonnenen Bau von Benzinmotoren für Automobile mit neuer Energie zu verfolgen und auch zu fördern. Die Arbeitskraft wurde auf den Bau von Lastautoraobilen konzentriert, über deren Ruf alle Leser der «A.-R.» orientiert sind. Nicht weniger gross sind die Verdienste des Herrn Oberingenieur Heinrich Mayer, der als Konstrukteur und treuer Mitarbeiter grossen Anteil an den Erfolgen der Weltfirma für sich beanspruchen darf. Geb. 1869 als Bürger von Arbon, studierte er 1895 bis 1898 an der Eidgen. Technischen Hochschule in Zürich. Seine Studien schloss er mit bestem Erfolge, um dann 1902 als Oberingenieur in die Dienste der Firma Saurer zu treten. Die ganze Epoche der Entwicklung des Lastautomobils hat Herr Mayer richtungbestimmend durchgemacht als erfolgreicher Pionier im internationalen Automobilbau und sein Namo ist unzertrennlich mit den Schöpfungen der Firma Saurer. Auch als langjähriges Vorstandsmitglied erwarb er sich bleibende Verdienste. Als äusseres Zeichen überreichte der Herr Präsident den Geehrten den grossen A. C. S.-Becher mit entsprechender Widmung und zwei prächtige Blumensträusse Die Sanktionierung hat noch an der nächsten Delegiertenversammlung zu erfolgen. Herr Hippolyt Saurer dankte in schlichten Worten für die Ehrung und nimmt die Ernennung mit Rührung entgegen, verspricht weiterhin treu zur Sektion Thurgau zu stehen. Diese Ehrung bedeute für ihn den würdigen Abschluss einer grossen Epoche. Herr Oberingenieur Mayer schloss sich mit den Dankesworten au und wird auch in Zukunft regen Anteil nehmen an den Geschicken der Sektion. Anschliessend folgte ein kurzes Referat dos Herrn Dr. Rudolf Huber zum Entwürfe für das neue Automobügcsetz. Die verschiedenen Eingaben der Interessenverbändo. als Antwort auf den versandten Fragebogen wurden kurz skizziert. Man kam zur Ueberzeugung, dass noch eine Riesenarbeit zu leisten ist, bis der Entwurf den Räten vorgelegt werden kann. Diese Ausführungen wurden vom Präsidium bestens verdankt und als letzter Teil folgte nun das «Kalte Büffet» von Frau Heer kredenzt. Was da an Fülle geboten wurde, kann kaum beschrieben werden. Das war auch in der Tat ein würdiger Abschluss dieses herrlichen Abends. Nun Glück auf ins neue Verein sjahr. Auf zu neuer Tat. zum Wohle der Sektion Thurgau und des Gesamt-A. C. S. S. K. Wir werden Ihre Wünsche restlos befriedigen! Erst eine elegante, individuelle Carrosserie verleiht dem Autobesitzer spezielles Ansehen. 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N° 32 - 1930 !AUTOMOBIL-REVUE Etwas vom Irren. Unsere Aprilscherze. Man hat ein Wörtlein geprägt, mit dem man sich Entschuldigung erbitten will; das ist das ominöse, kleine « Irren ist menschlich ». Ein Notventil, an dem man zieht, wenn's schief geht.Wir sind allzumal Menschen und Sünder und können uns der Blamage des Irrtums nicht entziehen. Wir glauben Dinge, die dicke Lüge sind, wir geben für die Wahrheit die rechte Hand, und nachher ist alles Essig. Lieber Leser — wir gebrauchen dieses Wort, um gut Wetter zu machen — man hat dich ganz bös hinter das Licht geführt, man hat dich aufs schwerste angeschwärzt — nicht wahr, das wirst du uns nicht mehr verzeihen? Wir kriechen zu Kreuz und bekennen: Der Frühling ist uns in die Beine gefahren und hat uns gestochen, und weil der 1. April mit Sonne und Frühlingsverheissung einherzog, konnten wir nicht den Lockungen widerstehen. Schlimm für uns... Wenn das Kaye Don wüsste, dass er Schweizer sein soll! Falls er in die Lage kommt, am Strande von Florida die «A.-R.> «u lesen, so wird er uns sicher einen dicken Liebesbrief schreiben, voll Freude, Sohn Wilhelm Teils sein zu können, immerhin wird er bemerken, dass er wenigstens nichts von einem Besuch in der Schweiz wisse, was uns jedoch nicht hindere, es eben besser zu wissen. Sonst gehe es ihm gut ! Was nun den Bundesplatz mit seinem Gartenhag anbetrifft, so soll vorläufig noch zugewartet werden. Wahrscheinlich befürchtet man offene Rebellion, dagegen ist zu bedauern, dass die Schwingfeste nicht vor dem Bundeshaus abgehalten werden, denn* dies hätte doch eminent patriotisch gewirkt. Man denke! Vorläufig lässt man also über diese Sache noch Gras wachsen ... Das Geländer aus Gummi an der Kirchenfeldbrücke hat diverse Leser auf den Gummi geführt. Die S. B. B. sgll ebenfalls dankend auf den Vorschlag der Einführung von Gummibarrieren verzichtet haben. Wir bedauern diese Haltung ganz ausserordentlich. Ganz schlimm ausgegangen ist es mit den Zürcher Verkehrspolizistinnen. Die Zürcher Frauen scheinen sonst schon ein wenig Aerger gehabt zu haben; wie verlautet, sollen Protestkundgebungen mit Resolutionen auch in den letzten Tagen stattgefunden haben, die sich gegen die beleidigte Ehre der Frau richteten. Wir scheinen da in ein schönes Wespennest gestochen zu haben, und es ist doch unser höchstes Bestreben, die Leser von allen Neuerungen möglichst rasch zu unterrichten. Der Pfeil ist an uns vorbeigeflogen und traf wo anders, immerhin hat man uns auch schon Angst gemacht, denn die Energie, die von den Frauen im Züribiet entwickelt wird, hat etwas Beängstigendes an sich. Vorläufig llattern also noch die Handschuhe von männlichen Polizisten an den wichtigen Strassenkreuzungen im Frühlirigswind. Womit unsere Aprilscherze denn gebüsst wären... mb. AutoLuvse Autoverkehr Thun-Stocken-Gürbetal. Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, dass der Verkehr sich im abgelaufenen Jahr in normaler Weise abwickelte. Die Fahrleistungen der Kursstrecken betrugen für Blumenstein- Thun 40,000 km und für Oberstocken-Burgistein 22,000 km. Der Thuner Autobus, der annähernd ca. 300,000 km hinter sich hat, wird nächstens ausser Betrieb kommen und durch einen modernen \utobus ersetzt. Der neue, dreissigplätzige Wagen hat als Vorbild den Berner Stadtomnibus. Im abgelaufenen Jahr wurde auch die Alters- und Invalidenversicherung des Fahrpersonals geregelt. Nach eingehender Befürwortung und Begründung durch den Präsidenten hat die Genossenschaft beschlossen, die beiden jüngeren Chauffeure der städtischen Pensionskasse von Thun anzuschliessen und für die beiden älteren Chauffeure eine Sparversicherung zu schaffen. Die Genossenschaft opferte hierfür ihren ganzen Pensionsfonds und wird auch inskünftig die ihr auffallenden Leistungen übernehmen. Damit steht die Genossenschaft mit dieser Fürsorgeeinrichtung an der Spitze ähnlicher Betriebe. Die Gesamteinnahmen betrugen 88,588.60 Franken, die Betriebsausgaben 63,418.35 Fr., die Zinsen und die Resteinzahlung in den Pensionsfonds Fr. 5518.10, die ordentlichen Abschreibungen Fr. 19,558.05. Der Saldo von Fr. 94.10 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Das Genossenschaftskapital wird, wie letztes Jahr, zu 5 Prozent verzinst. Die Garantiegemeinden 'haben keine Zuschüsse zu leisten. Das Ergebnis ist um so erfreulicher, als die Genossenschaft für die langen. Strecken sehr niedere Taxen erhebt. AUTO-SEKTION ST. GALLEN - APPENZELL DES T. C. S. Generalversammlung: Samstag den 12. April, 18 Uhr 30, im Konzertsaal des Konzerthauses «Uhler» St. Gallen. Den Verhandlungen über statutarische Traktanden folgt um 20 Uhr ein gemeinsames Nachtessen mit anschliessendenl gemütlichem Teil. Für Unterhaltung ist auch dieses Jahr gesorgt und es sollen einige Stunden frohen Geniessens folgen. Wer die Anmeldung zum Nachtessen noch nicht eingesandt hat, ist gebeten, dies ehestens zu tun. AUTOMOBILSEKTION WALDSTAETTE DES T. C. S. Generalversammlung. Donnerstag, den 10. April 1930, abends 7.30 Uhr, im Clublokal Hotel Engel in" Luzern findet die Generalversammlung statt. Traktanden : 1. Protokoll der letzten Generalversammlung. 2. Jahresbericht des Präsidenten. 3. Jahresrechnung. 4. Budget für 1930. 5. Programme für 1930. 6. Sektionsbeitrag. 7. Sekretarial. 8. Wahl des Vorstandes. 9. Wahl der Rechnungsrevisoren. 10. Varia. Nach Abwicklung des geschäftlichen Teiles folgt ein kurzer Lichtbildervortrag von Herrn Dr. K. Lienert, Adjunkt bei der Stadtpolizei in Luzorn. über das Thema • Die Untersuchung von Vorkehrsunfällen auf der Strasse» Der Vorstand. Aus d« T. C. S« SL« Automobildiebstähle, ein Vorschlag. Die ruchlose Mordtat des Automobilstrolchs an der Talstrasse in Zürich dürfte "wenigstens die eine gute Folge zeitigen, dass nun auch das grosse Publikum recht eindringlich auf die Gemeingefährlichkeit dieser Sorte Verbrecher aufmerksam geworden ist. Drei Wege kommen da vor allem in Frage. Zuerst denkt die öffentliche Meinung an die Abschreckung durch entsprechende Bestrafung Es ist zu hoffen, dass die beteiligte Juristenwelt endlich den «Rank» finden wird, sei es durch geeignete Auslegung bestehender, sei es durch Veranlasung neuer Vorschriften, um dieser berechtigten Forderung der Allgemeinheit zu entsprochen. Damit kann man sich aber nicht begnügen. Es ist eine bekannte Tatsache, dass eine grosso Gruppe von Verbrechern sich nicht um dio Grosso der Strafdrohung kümmert, zumal wenn sie. wie in diesen Fällen, mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit nicht erwischt werden können und darum auf ihr Glück vertrauen. Eine erhebliche Besserung ist von geeigneten technischen Diebstahls Sicherungen a-n den Fahrzeugen zu erwarten. Mit der blossen Unterbrochung der Zündung durch Herausziehen des Schlüsselchons wird man sich je länger je weniger begnügen dürfen, weil sich die Strolche für wenige Rappen jene Allerweltschlüsselchen für die wichtigsten Zündungsmarkcn beschaffen können, womit ihnen der Grossteil aller Wagen zugänglich ist. Auch ohne diese Schhlüssel bringt es ein sachverständiger Gauner im Handumdrehen fertig (mit einem Draht, oder mit einem provisorischen Kabc 1 !- ansehluss), den Wagen flottzumachen. Die Verriegelung der Türen oder eines mechanisch wichtigen Teils (Lenkung, Getriebe) durch ein kompliziert«'?- Schloss, dessen Beseitigung allein dem Gauner yiel Zeit kosten würde, dürfte im allgemeinen genügt». Wie lange wird es a-ber dauern, bis alle Wuyt'ii derart genügend gesichert sind! Abgesehen vcw den vielen Vorgesslichen und Nachlässigen, deren Wagen in den Händen von Strolchen dem Publikum eben gleich gefährlich würden wie heute die ungesicherten Fahrzeuge. Eine wesentliche Ergänzung dieser Massnahmen wäre eine Verbesserung der Verfolgungsmöglichkeiten vermisster Wagen. Man sollte einen gestohlenen Wagen steckbrieflich verfolgen und durch Polizeiorga-no aufhalten können. Vor einem schussbereiton Polizisten wird auch fiu Strolch anhalten und nicht eine Kugel in den Kopf oder eine tödliche Panne durch die Beschiessung riskieren. Dies ist in verschiedenen Fällen schon möglich gewesen, nämlich dann, wenn der Diebstahl bei hellem, heiterem Tag ausgeführt wurde, weil Signalement des Wsrgens und vor allem dio Nummer für die alarmierte Polizei leinlit erkennbar waren. Mit dieser Möglichkeit rechnen die Strolche in hohem Masse, weshalb die Diebstähle zur Hauptsache nachts ausgeführt werden. Dann versagt aber eine solche Verfolgung völlig, weil der Wagen fast gar nicht erkennbar ist und die Nummer nur auf ga-nz kurze Distanz, wenn überhaupt, abgelesen werden kann (und erst, wenn der Wagen schon vorbei ist). Eine wertvolle Verbesserung wären daher transparente Nummernschilder, wie einer in solider Konstruktion seit einiger Zeit an einem in Zürich zirkulierenden Personenwagen zu sehen ist. Diese Nummer, welche offenbar auf Anregung der Behörden ausprobiert wird, ist auf 50—100 Meter Distanz gut lesbar, also eher weiter als am Tage. Manche Autobesitzer wevd'v.i mit einer solchen Nummer vermehrte Polizeiscbikanen befürchten, doch ist dem zu erwidern, ..dass diese mit der Verbesserung der Strassen je länger je mehr und mit der bevorstehenden sicher liberalen eidgenössischen Regelung gänzlich verschwinden werden. Fast überall hat es die Polizei eingesehen, dass auf den leeren nächtlichen Strassen etwas schneller als mit Trab- oder Tramgeschwindigkeit gefahren werden kann. Bedenken solcher Art dürften vor den unbestreitbaren' Vorteilen einer transparenten Nummer zweifellos zurücktreten. Es wäre daher zu wünschen, dass die Behörden dio Frage näher studieren würden. Zunächst könnte ja vorgesehen werden, die Führung solcher Nummern auf Wunsch zu gestatten; gründliche Ahhilfo böte allerdings nur die allgemeine Einführung von Staates wegen. Dr. E. P: England wünscht Herabsetzung der Autosteuern. Nach einer in London stattgefundenen Konferenz der führenden atitomobilistischen Organisationen wurde dem britischen Schatzkanzler ein Memorandum zugesandt, welches die sofortige Herabsetzung 1 der Automobilsteuer um ein Drittel fordert. LASTWAGEN OMNIBUSSE CARS-ALPINS In unübertroffener Konstruktion Die höchste Kilometer-Leistung bietet ihnen der EIN BESUCH IN UNSEREN WERKEN WIRD SIE UEBERZEUGEN AR30N * BASEL + MORGES * ZÜRICH reparieren prompt fllfr. Gigsiirscht $ Co.. 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