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E_1930_Zeitung_Nr.031

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Sirassen bewegt hat.

Sirassen bewegt hat. Grell leuchtet das Reflexlicht auf, nicht bloss auf hundert, oft schon auf 200 Meter. Warum? — Weil die deutschen Vorschriften nicht bloss das Objekt fordern, sondern auch für die Qualität und für die Art der Anbringung strenge Bestimmungen enthalten. In diesen Bestimmungen heisst es: Dieses Leuchtzeichen von gelbroter Farbe, dessen wirksamer Durchmesser nicht grösser als fünf Zentimeter sein darf, muss an der Rückseite des Rades angebracht und darf niemals verdeckt sein. Für ein normalsichtiges Auge muss es auf eine Entfernung von 150 Meter in einem Streuwinkel von je 30 Grad nach beiden Seiten von der Längsrichtung des Rades deutlich erkennbar sein. Zugelassen sind bloss Rückstrahler, die mit einem Prüfzeichen einer von der obersten Landesbehörde bestimmten Prüfstelle und ausserdem mit dem Namen und Sitz des Herstellers versehen sind und den Stempel tragen: P. f. R. Nr Durch Stichproben, vorgenommen von der Polizei im Strassenverkehr, wurde nach einer kurzen Karenzfrist der Vorschrift Nachachtung verschafft, und die Behörden wurden dabei von den deutschen Radfahrerverbänden unterstützt. Das alles riecht für viele Leute vielleicht nach Polizeistaat. Aber durchgeführt wurde die Verordnung, und heute bietet in Deutschland der Radfahrer für den Automobilisten bei Nacht diese Gefahr nicht mehr. Katzenaugen im Interesse des Autofahrers zweckmässig. Die schweizerischen Radfahrerverbände empfehlen ihren Mitgliedern immer wieder die Führung des Katzenauges und haben auch zuhanden des Gesetzgebers ihre Forderung in diesem Sinne nach Bern eingereicht Es wäre zu bedauern, wenn im kommenden schweizerischen Strassengesetz vom Radfahrer hinten eine eigene Lichtquelle verlangt würde, die lange nicht die Wirkung hat wie das Katzenauge, dessen Vorzug — richtige Anbringung vorausgesetzt — den unbestreitbaren Vorzug hat, dass es unter keinen Umständen versagt. Nur darf es nicht bei einer generellen Vorschrift bleiben, wie dies z. B. in der neuen baslerischen Verordnung der Fall ist, sondern es sollten nur zweckdienliche Modelle im Handel gestattet und die Anbringung in der Senkrechten vorgeschrieben werden, wie es in Deutschland geschehen ist. Damit wird nicht bloss der Radfahrer geschützt, sondern mindestens so sehr liegt dies im Interesse des Automobilfahrers. Der Gesetzgeber darf in dieser Hinsicht verwiesen werden auf die vorbildliche deutsche < Verordnung über die hintern Leuchtzeichen der zweirädrigen Kraft- und Kleinkrafträder, sowie der Fahrräder vom 21. April 1929» (Reichsgesetzbl. I., S. 88 ff. samt Anlage). Es ist dies nicht bloss eine Radfahrerangelegenheit, sondern eine Grundfrage für den gesamten Automobilverkehr. Umbau Helmplatz und Hegibachplatz In Zürich. Die städtische Bauverwaltung Zürich hatte eine Konferenz mit den Vertretern der Automobilinteressentenverbände des Kantons Zürich benützt, um dieselben über zwei wichtige neue Strassenbauprojekte der Stadt Zürich zu orientieren. Das erste betraf den \usbau des Heimplatzes, dessen misslicihe Verkehrsverhältnisse dringend nach einer Verbesserung rufen. Geplant ist eine erhebliche Vergrösserung des Platzes gegen das Turnareal der Kantonsschule und den liirschengraben hin, wobei der Platz eine Qrösse von zirka 120X95 m erhalten würde. Es ergäbe sich so nicht nur reichlich Platz für eine möglichst sichere und reibungslose Verkehrsabwicklung, sondern auch für genügende Parkplätze, was im Hinblick auf das dort sich befindliche Zürcher Schauspielhaus von besonderer Wichtigkeit ist. Neu in den Platz eingeführt würde vom Hirschengraben . her die projektierte, verlängerte Zähringerstrasse, die direkt von der Mühlegasse her zum Heimplatz führen und in ihrer Weiterführung via Uraniabrücke-Uraniastrasse zu einer wichtigen Verkehrsader für die innere Stadt, resp. deren Verbindung mit dem Kreis 7 werden würde. Bei einem Baulinienabstand von ca. 24 m würde die Strasse eine Fahrbahnbreite von 12 m erhalten und so einen starken Verkehr aufzunehmen vermögen. Auch die Rämistrasse und Hottingerstrasse, die beide in den Heimplatz einmün den, müssten einen Ausbau erfahren, wobei die erstere einen teilweisen Ausbau auf 11 m Fahrbahnbreite, die andere einen solchen auf 8^9 m erhalten würde. Die Wolfbachstrasse würde inskünftig nicht mehr direkt in den Heimplatz, sondern in die Hottingerstrasse ausmünden. Die Verkehrsabwicklung am ausgebauten Heimplatz selbst ist noch nicht vollständig durchstudiert, eventuell wird man auch hier zur Einführung des Kreiselverkehrs greifen. Die Kantonsschulstrasse soll auch weiterhin bestehen "bleiben, wobei eventuell für deren Vor einigen Jahren ereignete sich auf der Strasse Niederbipp-Oensingen ein Autounfall, der durch die Fahrlässigkeit eines ausländischen Fahrers heraufbeschworen wurde und dessen gerichtliche Behandlung schon vor den kantonalen Instanzen Aufsehen erregte. Die Strasse ist, wie viele ältere, ursprünglich nicht für den Autoverkehr berechnete Strassen, auf den Seiten zu stark gewölbt und die rechte Seite wird durch das Geleise der Linie Solothurn-Oensingen in Anspruch genommen, so dass nur etwa 4V2 Meter frei bleiben. Der solothurnische Automobilist R. fuhr auf dieser Strasse mit 60 bis 70 km, als er 'durch den in sehr schnellem Tempo fahrenden französischen Automobilisten H. eingeholt wurde. Obschon links vom Wagen des R. nur wenig freier Raum blieb, wollte H. die Durchfahrt erzwingen, wobei sein Wagen an die Nabe des linken Vorderrades des andern Wagens stiess. Infolge des Stosses machte der Wagen R. eine Schwenkung nach rechts auf das Geleise und den Strassenrand, wo er 26 m weit seine Fahrt fortsetzte, bis er mit einer plötzlichen Schwenkung nach links die Strasse querte und über den jenseitigen Strassenrand hinausgeriet. Beim Sturz des Wagens wurde R. getötet, während sein Passagier unverletzt blieb. Gegen den fremden Fahrer, der zuerst verhaftet, dann aber gegen Kaution in Freiheit gesetzt wurde, erfolgte ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung. Das Bezirksgericht Balsthal nahm nur eine Widerhandlung gegen die Konkordatsbestimmungen an und Hess es bei einer Busse von 60 Fr. bewenden; das solothurnische Obergericht verurteilte den H. wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Monaten Gefängnis sowie der erwähnten Busse von 60 Fr. Im Zivilpunkte verurteilte es den H. zu 30,000 Fr. Entschädigung an die Witwe und einer Genugtuungssumme von 1000 Fr. sowie zum Ersatz der Beerdigungskosten und der Auslagen für die Reparatur des Wagens, Der Verunglückte hatte vier Kinder und ein Adoptivkind hinterlassen; das Gericht sprach ihnen insgesamt untern Teil der Einbahnverkehr in Aussicht genommen wird. Die Vertreter der Verkehrsinteressentenverbände konnten sich mit dem vorgelegte» Projekt sehr einverstanden erklären, dürfte doch dasselbe berufen sein, nicht nur bessere Verkehrsverhältnisse auf dem vielbefahrenen und heute sehr unübersichtlichen Platz zu schaffen, sondern auch grosse Parkierungsflächen bereitzustellen, was speziell von den Theaterbesuchern sehr begrüsst wird. Das zweite zur Diskussion gestellte Projekt betraf den Ausbau der Forchstrasse und des Hegibachplatzes. Für die zu verbreiternde Forchstrasse ist ein neuer Baulinienabstand von 20 m vorgesehen, wobei verschiedene heute vorhandene Häuser beseitigt werden müssten. Dabei ergäbe sich eine neue Fahrbahnbreite von 10 m. Der Ausbau der Forohstrasse macht auch einen solchen des anschliessenden Hegibachplatzes notwendig, wobei zum vorneherein Rücksicht genommen werden soll auf die Einmündung .einer später ohne Zweifel kommenden zweiten, rechtsufrigen Seestrasse, welche auf der Höhe des Pfannenstiels und ziemlich oberhalb der bestehenden Ortschaften am See hinführen und so die gegenwärtige Seestrasse stark entlasten würde. Es sind Verhandlungen im Gange, dass die Baulinien dieser kommenden zweiten Seestrasse heute schon durch die Gemeinden sichergestellt werden. Die Einmündung in denHegibachpilatz würde via verlängerte Bleulerstrasse erfolgen. Der Ausbau des Hegibachplatzes selbst ist in ähnlicher Weise wieder Escher-Wyss-Platz durch Anlegung diverser Trottoirinseln vorgesehen, wodurch der Fahrverkehr in gewisse flüssige Bahnen gelenkt werden soll. Dies im Hinblick auf eine erhöhte Sicherheit in der Abwicklung des Fussgängerverkehrs. Auch hier macht sieb die Niederlegung einiger Wohnhäuser notwendig. Wie das Projekt Heimplatz, so fand auch das Projekt Forchstrasse-Hegibachplatz die einstimmige Zustimmung der Vertreter der grossen Zürcher Verkehrsinteressentenverbände. Es ist denn auch das Bauwesen der Stadt Zürich zu beglückwünschen, dass es für die Verbesserung all dieser heute misslichen Verkehrsverhältnisse auf verschiedenen Plätzen solch grosszügig durchstudierte neue Projekte vorsieht. Man hat hier erkannt, dass kleinere Verbesserungen nur ein Stümperwerk bedeuten können und dass es gilt, Lösungen zu finden, die den sich bietenden Verkehrsanforderungen auf Jahre hinaus zu genügen vermögen. Wenn auch die damit verbundenen Ausgaben allerdings ziemlich hohe sind, so dürften sie sich doch auf die AUTOMOBIL-REVUE 1930 - Gewagtes Vorfahren Aus dem Bundesgericht. rund 14,000 Fr. Entschädigung, den leiblichen Kindern ausserdem je 1000 Fr. Genugtuungssumme zu. Das Bundesgericht, an das sich beide Parteien wandten, hat die Berufung des H. abgelehnt, die Anschlussberufung der Erben R. in dem Sinne geschützt, dass die Entschädigung an die Witwe auf 35,976 Fr. erhöht und der Entwertung des beschädigten Autos durch weitere 2000 Fr. Entschädigung Rechnung getragen wird (Urteil vom 1. April 1930). Es erblickt die Ursache des Unfalles einzig in der Fahrlässigkeit des Beklagten, der zunächst auf der engen, stark befahrenen und ihm unbekannten Strasse in übersetztem Tempo fuhr und sodann vorfahren wollte, ohne sich zu vergewissern, dass ihm hierzu auch der nötige Strassenraum zur Verfügung stehe. Sehr wahrscheinlich wurde dann auch der Zusammenstoss zwischen den beiden Wagen dadurch herbeigeführt, dass H. nach dem Vorfahren zu früh wieder nach rechts einbog, bevor er den andern Wagen so weit überholt hatte, dass er ohne Gefahr einschwenken konnte. Das von H. geltend gemachte Verschulden des R. ist zu verneinen. Läge in dem Tempo von 60—70 km — das der viel rascher fahrende H. nachher seinem Opfer zum Vorwurf gemacht hat! — überhaupt ein Verschulden, so stände es nicht in ursächlichem Zuammenhang mit dem Unfall, denn ein langsameres Tempo des R. hätte den Zusammenstoss mit dem heranführenden H. noch heftiger gestaltet. H. konnte auch nicht verlangen, dass R. auf die Bahngeleise hinausfahre, um ihm Platz zum Vorfahren zu machen. Ein allenfalls nachher in die entscheidenden Augenblicken zu Tage getretener Mangel an Geistesgegenwart könnte dem R. nicht als Verschulden angerechnet werden und zudem muss mit der Möglichkeit gerechnet werden, dass sein Wagen infolge einer Beschädigung der Lenkung die verhängnisvolle Schwenkung nach links gemacht hat. Ist der Unfall aber allein der Fahrlässigkeit des H. zuzuschreiben, so hat dieser auch allein für die Folgen aufzukommen. W. Dauer sicherlich bezahlt machen, denn die später doch notwendige zweite Vergrösserung würde sich dann um""•'so teurer stellen. Bei beiden Projekten handelt es* sich zudem um Plätze resp. Strassenzüge, die einen immer stärkeren Verkehr aufzunehmen haben. Zudem kommen für den Abbruch Bauten in Betracht, die der Stadt Zürich wenig zur Ehre gereichen und deren Verschwinden nur dem Neubau modernerer und hygienischerer Gebäude rufen dürfte. Es wäre daher sehr zu begrüssen, wenn die zuständigen Behörden die beiden Projekte möglichst bald genehmigen und die nötigen Geldmittel zur Verfügung stellen würden. s. Zur Umgestaltung des Bubenbergplatzes in Bern. Das Projekt der Umgestaltung des Bubenbergplatzes scheint doch nicht ganz unangefochten von der Berner Bevölkerung angenommen zu werden. In einer Versammlung der freisinnig-demokratischen Partei der Stadt Bern machten sich vor allem zwei Oppositionslager geltend, die eine Seite lehnte das Projekt ab, da es an und für sich nicht grosse Vorteile aufweise, von der andern Seite heisst man den Plan soweit gut, man will aber vorerst nur eine provisorische Umgestaltung, da die Umbauten des Bahnhofes in absehbarer Zeit an die Hand genommen werden. Man solle die Million Franken bis zu dem Zeitpunkt zurücklegen, da alle die jetzt noch hängenden Fragen geiöst sind, und sich mit einer provisorischen Lösung begnügen, die auch erreiche, was der Plan erzielen wolle: Verminderung des Gefahrenmoimentes und Erreichung eines flüssigeren Verkehrs. Drei Faktoren wären es vor allem, die den Ausbau als zu verfrüht erscheinen liessen : Die Geleiseanlage des Bahnhofes, das Aufnahmegebäude und der Burgerspital. Demgegenüber erklärten die Freunde der Vorlage, das Projekt sei als endgültige Ausgestaltung des Platzes vorgesehen, es sei als gut anerkannt worden, und eine. Verschiebung des Aufnahmegebäudes nach Westen komme überhaupt nicht in Frage. Die Einwände, die gegen das Projekt von wirtschaftlichen Gesichtspunkten aus gemacht würden, seien ebenfalls nicht stichhaltig. Eine provisorische Lösung würde doch wieder eine relativ hohe Summe verschlingen, und nach Jahren müsste dann doch an den Ausbau gedacht werden, der erneute Umbauten und Umänderung des provisorischen Planes bringen würde. Nach der Diskussion zu urteilen, findet die provisorische Lösung ziemlich viele Anhänger. Die Abstimmung zeitigte ein schwaches Mehr für den Umbau. Nach der allgemeinen Situation zu schliessen, kommt die Vorlage am 6. April doch nicht so ganz ungeschoren unter Dach. mb. TOURISTIK Gegen die Autozölle im Tirol. Im Tirol gibt es eine grosse Anzahl von Strassen- und Brückenzöllen, die den Automobilisten neben der besonders zu entrichtenden Aufenthaltssteuer nicht unerheblich belasten. Der Allg. Deutsche Automobilclub wies in einem energischen Schreiben an die Tiroler Landesregierung auf diese Missstände hin- Da all« Proteste jedoch erfolglos waren, machte der Club jetzt allen seinen Mitgliedern, die es wünschen, die Stellen, an denen noch Zölle zu bezahlen sind, in einem Verzeichnis zugänglich. Der Erfolg der Aktion an die Regierung war vorauszusehen. Die Landesregierung hat auf die von privater oder von Seite einer Gemeinde erbauten Strassen nur ein indirektes Recht, und solange die Gemeinden aus Bundesmitteln für den Ausfall der Zölle nicht entschädigt werden, darf der Automobilist kaum grosse Hoffnungen auf Aenderung der Situation hegen. mb. Internationale Touristik. Die weiteren Verhandlungen des Zentralrates für internationale Touristik, der in Paris tagte, stellten wieder die Themen betr. Erleichterung des Grenzübertrittes zur Diskussion. Ueber die Art und Weise der Beschlussformulierung wird erst noch Näheres bekanntgegeben werden. Das Triptyk-System soll auf Wohnwagen, die Automobilen angehängt sind, sowie Gepäckanhänger und Radio-Apparate ausgedehnt werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Vorschlag der französischen Zollverwaltung, an Stelle der Triptyks und Carnets einheitliche Zollpapiere zu schaffen; ob dieser Gedanke Aussicht auf Erfolg hat, ist zu bezweifeln, da die nationalen Clubs an dem Vorrecht der Ausgabe dieser Papiere festzuhalten wünschen. Die verschiedenen Verbände haben die gegenseitige Verpflichtung übernommen, ihren Mitgliedern, die im Auslande ansässig sind, keine Zollpapiere auszustellen, sondern dies den Automobilclubs des betr. Landes zu überlassen, mb. AUSLAND Halbe Taxen für die Beförderung von Automobilen in Deutschland. Die Reichsbahn- Gesellschaft hat auf der Strecke Basel, Frankfurt, Kassel, Hannover, Bremen bzw. Hamburg versuchsweise eine interessante Neuerung eingeführt Sie befördert Personenautomobile ab bestimmten Stationen ohne besondere vorherige Wagenbestellung zur halben Tariftaxe, sofern die Fracht für mindestens 200 Tarifkflometer bezahlt und eine gewöhnliche Fahrkarte für die gleiche Strecke gelöst wird. Diese Neuerung kommt jenen Autotouristen zugute, die gewisse Teilstrecken aus irgend einem Grunde — z. B. während der Nacht oder in landschaftlich nicht reizvollen Gegenden — nicht im Auto zurückzulegen wünschen und ohne wesentliche Mehrkosten ihr Auto an einem entfernteren Ort wieder gerne benützen möchten. Diese haben durch die neue, am 1. April in Kraft getretene Verfügung Gelegenheit, ihren Wagen schnell und billig abzufertigen, rdv. Die grosse Rheinfähre zwischen Köln und Düsseldorf in Betrieb. Zwischen Hitdorf und Langel, ungefähr auf halbem Wege zwischen Köln und Düsseldorf, wurde jetzt eine Rhein - fähre in Betrieb genommen, die die grösst© auf dem Rhein ist Das neue Fährschiff ist 40 m lang, 13 m breit und kann bequem 100iJ Menschen oder 30 Automobile aufnehmen. Mit dieser Fähre, dem einzigen Verkehrsmittel über den Rhein in der Lücke zwischen Köln und Düsseldorf, wurde ein allen modeTnen Verkehrsanforderungen genügender Rheinühergang geschaffen, der von der Bevölkerung schon seit 30 Jahren gefordert wurde. rdv. Im Tirol wird nunmehr rechts gefahren! Seit 1. April ist ein österreichisches Bundesgesetz in Kraft getreten, wonach im ganzen Land Tirol sowie im westlichen Teile des Landes Salzburg (im Gebiete westlich der Taxadhbrücke über die Salzach bei Lend) die Rechtsfahrordnung massgebend ist Es gelten demnach für den Strassenverkehr obiger Länder die nämlichen Fahrregeln wie id der Schweiz, nämlich rechts ausweichen, links überholen. Die nach Oesterreich fahrenden Touristen tun gut daran, sich an die sehr begrüssenswerte Vereinfachung des Verkehrs zu erinnern. z. Wo wird noch links gefahren? Bekanntlich räumt nun auf das Jahr 1931 hin Oesterreich mit der unhaltbaren Sitte des Linksfahrens auf. Dabei ist dieses Land aber durchaus nicht allein mit dieser Tradition. Neben Oesterreich wird in folgenden Ländern ebenfalls noch links gefahren: Argentinien, China, Grossbritannien, Island, Japan, Schweden, Tschechoslowakei und Ungarn. mb.

N° 81 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE Unser Hilfsdienst für Familie Müller. findet ein immer stärkeres Echo; wir sind in der Lage, nachstehend unsere 7. Liste zu veröffentlichen, welche mit einem Endbetrag von Fr. 8157.— abschliesst. Dieses grosszügige Ergebnis ist vor allem der warmen Unterstützung der beiden Landes-Verbände zu verdanken; der Touring- Chib eröffnet die nachstehende Liste mit einer Zuwendung von Fr. 1000.—, welche Summe der Verwaltungsrat in seiner Sitzung vom 22. März der Familie Müller zugesprochen hat. Audi der Automobil-Club hat sich der Sache wärmstens angenommen; dank seiner Initiative ist an sämtliche Mitglieder des A. C. S. eine Einladung, für den Hilfsdienst ein Scherflein beizutragen, gelangt; diese offizielle Unterstützung kommt nun in bedeutendem Umfang der Familie Müller zugut. Wir bitten unsere Leser, welche der unglücklichen Familie noch gedenken wollen, dies in Bälde zu tun (PostcheckkontoIII/5890); wir möchten die Sammlung gerne auf 15. April abschliessen und das Ergebnis unseres Hilfsdienstes Frau Müller und ihren Kindern auf Ostern übermitteln. Die Red. 7. Liste. Vortrae von Liste 6 Tonrlne-Club der Schweiz H. Hintermann, St. Gallen W. Kern. Bern Ch. SchlumberEer-Vischer, Basel 0. Rtleez-Triib. Feldbach 1. Notz. Bern Ad. Le Grand. Basel Zellwezer & Co.. Zürich Dr. E. Köhler, Zürich Arnold Dütschler. St. Gallen J. Bollac Rheineck Groslimond. Reconvilier Chr. Lehr. Weinfelden E. Hauser-Schwarzenbach, Wädenswil Dr. M. M Zürich W. Glaser, Zürich F. Baüüenstoss, Romanshorn Oberstlt. K. Schaer, Arbon W. Gaezauf. Zürich Zins*. Buckle & Co., Kreuzungen E. Baumann-Locher. Zürich Fr. E. A. B. H. Heberlein, Zürich H. SchimmenberKer, Zuz K. Hflrlünann. Brunnen Rudolf v. Wattenwyl, Bern E. Stncki-Glauser, Bern Otto Webers Wwe., Rothrist Photohaus Jansky. Bern Fr. OsrKier, Sion Dr. M. Schmidt. Bern P. Purer. Montreux E. Conne. Lausanne J. Zuber, Lausanne F. Naesreli. Zug A. W. Meter. Goldan F. Muller-Brunner. Rheinfelden E. Boetsch. Basel L. Chytü-Stanb. Rorschach An*. Baumann. Rasperswil H. Hnnziket. Bern Dr. Rfeder. Erlenbacli i0 Bernard & Andr« Bregnet. Bienne L. Müller, Biel F. v. Niederhäusern. Basel A. Blancoain. Fribonrg v. E.. Bern Ed. Kronf. Solothnr» F. Winkelhansen. Znchwfl G. Scherler, Bern Gebr. Fink. Riestwit Notar A. Schwab. Wohien fi. Bern E. Hoifmann's Sahne. Aaran Brändli-Mareot, Aaran 3. Bodenebr B*rn H. Steiser, Bern Schwob & Co.. Bern Otto Obrecht. Wansren a. A. Hermann Rippmann, Bitmingen-B. Henri Bonrein, Bienne Robert Collier. Basel A. Böhme-Dävaur, Basel E. Eisenhut, Basel Nielsen. Lausanne E. Schfipbach. B-lo H. Aschaaer, Zürich Dr. A. Gemuseus, Zürich H. Bill, Zürich J. 0. Blirt. Zürich Dr. S. Reitler. Zürich J. Rasch. Zürich Geschwister Kraner. Stäfa Bankdirektor Messmer, Zürich R. Kate. Zürich Dr. Baschy, Zürich «. E. Marty, Zürich Hs. Biedermann. Münsingen Ch. Brunschwiz, Zürich Dr. V. W„ Bern Schwab & Schwarz. Zürich Armin Hflrlimann Zürich E. Huber-Hospenthal, Mestzen Jassjtesellschaft Wiener Cafe, St. Gallen Hneo Richter, Zürich Max Huber. Zürich G. Allenspach, Stein Familie Schweeler, Wohlen Max Jsler. Wüdezs: A. Baumzartner's Sahne. Rüti Mario MageioHni, Locarno Pianohaus Jecklin, Zürich F. J. Heer, Glarus Kaüendik. Zürich Ville de Neuchätel. Service Industrie! F. de Rfltti. Serrieres Unbekannt, Neuchätel Farn. Freier. Luzern L. F. Heer, Luzern Fran A. Burkhardt-Vischer, Basel Hans Burkhardt. Base! H. R. Koller & Co., Winterthnr A. Busch-Reinhart. Winterthur Dr. Amstad, Thalwil Alfr. Knoepfel. Speicher P. Oeri-Füglistaller. Basel Frau 0. Winter, Richterswil Dr. J. Mercier. Glarus Clnsser-Kürsteiner, Schaffhansen A. Wenger, Gümligen Otto Egli, Flawi! Baron Wolff, Zuoz A. Lireida, Kreuzungen Automobile Club de Suisse. Sect. de Geneve Fr. Kaufmann, Cha ix-de-Fonds R. Lttscher. Zürich Arnold Koch, Zürich 0. Künzli. Zürich Haueter, Neuhausen J. Vedovelli. Zollikon A. Tschudi-Jenny. Schwanden A. Telim, Basel A. Schmid-Haus. Wil A. Wespi, Lausanne A. Hauser. Zürich Em. Meisser, Buchs Hans Frei-Künzi. Biel Tschan. Montreux Alexandra Gd. Hotel. Lausanne Fran His, Basel A. Bodmer, Watiwil A. Stöckiy's Erben Julius W. Böhler, Luzern Frz. Klaiber-Weller. St. Gallen G. Th., St. Gallen Ernst Kretz. St. Gallen P Dnfour. Geneve Direktor Marti. Ölten A. Gessler-Aebly, Aaran E. Herzog. Neuhausen (Schluss siehe Fr. 2858.50 Fr. 1000 2— 5— 20 10— 20— 5— 5— 20 20—5— 2— 20— 10— 10— 20— 5— 10— 10.— 2 —— io' 2— 20— 5— 5— 5— 10 5— 5. 10 10— 5— 5— ».— 5— 1— 2— 3— 20 10 5— 5— 5— 10— 5— 5— 10— 5.— 10.— 10.— 2.— 50.— 10.— 20.— 50.— 2.— 10.— 5.— 10.— 5.— 10.— 10.— 10.— 5.— 10— 5— 10— 20— 5— 10— 10— 10— 3.- 10— 10— 10— 20— 5— 12— 5— 5— 5 — 50— 50 10— 10— 20— 20— 10—5— 5— 5— 20— 10 10— 20— 50— 5— 10—5— 20— 100— 20— 10— 10— 10— 75. 5. 20— 50— 5— 20 15.— 15.— 5.— 5— 5— 10— 20— 5. 5. 5— 5— Eine Flut von Anmeldungen. Geradezu beängstigend nimmt die Zahl der Anmeldungen zu. In unserer Nummer 29 hatten wir bereits die Meldungsliste mit 55 Maschinen wiedergegeben. Seitdem sind, im Verlaufe von nur vier Tagen, volle 36 dazu gekommen, die wir unten anführen. Unter den neu eingeschriebenen Rennfahrern befindet sich auch Qildo Strazza, der von Luigi Gismondi begleitet sein wird. Ihre Maschine ist ein Lancia-Lambda-Achtzylinder. Strazza hat bereits erfolgreich an den drei letzten Mille Miglia teilgenommen, und zwar hat er nicht nur jedesmal das Rennen beendigt, sondern er wurde ohne Ausnahme erster seiner Klasse. Die italienischen Blätter nennen ihn darum mit Recht den Meister der Mille Miglia. Gismondi macht das Rennen zum drittenmal mit. Auch er wies sich als erstklassiger Fahrer aus, obwohl er 1928 aufgeben musste. Ein anderer Veteran der Mille Miglia ist Qiacosa, der schon zürn viertenmal sich an dem Rennen beteiligt. Zweimal wurde er dabei vierter. Die Ermahnung des «Auto» an die französische "Automobilindustrie, sich doch an dem grossen sportlichen Anlass zu beteiligen, war nicht vergeblich. Zwei Salmson, zwei Bugatti und ein Amilcar haben sich angemeldet. Sie werden alle von Italienern gelenkt. Unter den Teilnehmern finden wir auch vier Damen. Bisher hatten an den zweiten Mille Miglia lediglich Antoinetta Avanzo und an den dritten Mimi Aylmer teilgenommen. In diesem Jahre bestreiten ausser den genannten noch zwei andere Damen das Rennen, nämlich Frau J. Venturi (0. M.) und Prinzessin Ferdinanda Colonna di Stigliano (Alfa Romeo 1750 ccm Sport). Der Welt grösster Gummiproduzent Zwei Ueberraschungen. Obige Liste war bereits aufgestellt, als noch zwei Nachrichten eintrafen, die beide höchst überraschend kommen. Die erste betrifft den englischen Rennfahrer Birkin, welcher nach Inspektion der Rennstrecke seine Teilnahme abgesagt hat. In seinem Schreiben erklärt er, dass er sich die Sache zu leicht vorgestellt hatte und nach reiflicher Ueberlegung zum Schluss gekommen sei, dass er nicht teilnehmen könne. Die zweite Nachricht kommt aus Deutschland. Caracciola und Werner werden an den er erstatJnlfche Aufstieg des neuen U. S. ROYAL-Pneumatiks 5 10— 5— 5— 20 K Seite 5) Mille Miglia. Die neuesten Anmeldungen. 56. X-Trucco O. M. 57. Guglielmini-Cicogna 0 M. 58. Tamburi-X Maserati 59. X-X Alia Romeo 60. Restelli-X Min Romeo 61. Beretta L.-Fumagal Alfa Romeo 62. Sc. Bornigia-Bornigi O. M 63. Sc. Bornigia-Pint. O. M. 64. Sc. Bornigia-X O. M. 65. Cortese G.-X , O. M. 66. Boris Guido-X Alfa Romeo 67. Soc. A. Gest. Aut.-X O. M. 63. Rivola G.-X * Salmson 69. Zanelli-Ricceri Fiat 70. Ruggeri Amedeo-X O. M. */l. Cappelü-Cantü Fiat 72. X-X X lanciert seinen neuen 73. Savelli-Nardi Fiat 74. X-X Alfa Romeo 75. X-Ameni Ceirano 76. Matrullo^Giannini Salmson n l Baecosi-Marcheaini Fiat 78. Gambirasio-Munari Fiat 79. Gasa Alfa-X Alfa Romeo 80. Serboli-Calcaterra O. M. 81. Tulli-Mani Bugartti 82. Dugnani C.-Cantoni Fiat 83. Quentin-Barbanti O M. 84. Crotti-Ruosi Fiat 85. Periocioli-Apollonio Fiat 86. Strazza-Gismondi Lancia 87. Giacosa-Lazzari Lancia 88. Ragioni-Rognoni Fiat 5D9 89 Casna-X X 90. Dafarra 7. L.-Balestr. Alfa Romeo 91. Masera G.-X Lancia Mille Miglia teilnehmen! Sie werden einen Mercedes-Benz-Achtzylinder 4500 ccm lenken. Die beiden Fahrer befinden sich schon seit einigen Tagen in Brescia und machen sich mit den Verhältnissen vertraut. Caracciola brauchen wir unsern Lesern nicht mehl vorzustellen. Nächsten Sonntag wird übrigens wieder von ihm die Rede sein, denn dann nimmt er beim Grossen Preis von Monaco teil. Christian Werner war der Sieger der Targa Florio von 1924. Sein brillanter Stil ist noch von der letzten Alpenfahrt her in Erinnerung. Die Italiener kennen ihn ebenfalls von Monza und Rom her. Nachdem es zuerst den Anschein hatte, als würden die Mille Miglia diesmal eine rein italienische Angelegenheit, so zeigt es sich jetzt, wenige Tage vor dem Meldungsschluss, dass sowohl Deutschland als Frankreich vertreten sein werden. Noch nie war die Konkurrenz eine so scharfe wie dieses Jahr. Bis Mittwoch den 2. April waren insgesamt 124 Wagen eingeschrieben. Unter den neuesten Einschreibungen erwähnen wir: die Brüder Biagoni auf Fiat 514 und Tamburin-Sandri auf Maserati 1100 ccm. Die Tage des 12. und 13. April werden ein sportliches Ereignis ersten Ranges bringen. Der Qualität*-Reifen für den modernen Wagen! in der ganzen Welt wäre einfach unmöglich, wenn nicht tatsächlich gesunde, fundamentale Gründe für diese Erfolge gegeben wären!" Es sind dies: Bessere Gummi-Qualität, Web-Cord-Konstruktion, uöllig neues, auf wissenschaftlichen Erfahrungen aufgebautes und bedeutend verstärktes Gleitschutz-Profil, sowie andere ausschlaggebende Vorzüge mehr, wie sie eben nur der grösste Gummiproduzent der Welt zu uerwirklichen imstande ist. — Resultat: Unübertreffliche Rekord-Leistungen in jeder Hinsicht! Der neu« «ROYAL CORD» Ist In allen Garagen und Spezialgeschäften erhaltlieh. Ein neuer Sieg Stucks. Am 30. März fand bei Esterei (Cannes) eine Rundfahrt mit angeschlossenen Prüfungsfahrten statt, bei der Stuck auf Austro- Daimler zweimal als Erster hervorging. Wie schwer die Rundfahrt war, geht schon aus der Tatsache hervor, dass nur 17 Fahrer daran teilnahmen, wovon 15 am Ziel anlangten. Die besten Resultate erreichten: Kategorie Sport: 1100 ccm-Klasse: 1. Harret (Salmson), 6' 12" %. — 1500 ccm-Klasse: 1. Veyrone (E. H. P.), 7' 26" ; 2. Petit (Amilcar) ; 3. Massin (Chenard-Walker). — 3000 ccm-Klasse : 1. Da Toney (Amilcar), T 43"%. — 5000 ccm-Klasse: 1. Morand (Chrysler), 6' 26" ; .2. Petrazzini (Lord), 6'59"%. Rennkategorie : 750 ccm-Elasse : 1. Orizet (ROJ sengart), 7' 16" , 2. Labbay (Mathis). — 1100 com- Klasse: 1. Martinetti (Salmson), 6' 45". — 1500 ccm-Klasse: 1. Gzaykowski (Bugatti), 6' 55" %. — 2000 ccm-Klasse: 1. Cairson (Bugatti). 6' 20" %• —• 3000 ccm-Klasse: 1. De Caroli (Bugatti), 5' 44" A. — 5000 ccm-Klasse: 1. Stuck (Austro-Dadmler), 3'39» %_ — 8000 ccm-Klasse 1. Dojimi (Mercedes), 6' S"%. Stuck hat mit seinen 5' 39" % einen neuen Rekord aufgestellt. Der alte Rekord war von Proal auf Bugatti mit 6'33" gehalten worden. Ein Vergleich der beiden Zahlen zeigt, welche Glanzleistung Stuck vollbracht hat. Er fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 83,844 km über die 7,9 Kilometer lange, sehr schwierige Strecke. Am Nachmittag folgte dann eine Geschwindigkeitsprüfung über zweimal 500 Meter, bei der wieder Stuck als Sieger hervorging. Die beiden Siege sind ein gutes Vorzeichen für den Grossen Preis von Monaco, an dem Stuck gewiss mit erstklassigen Leistungen hervortreten wird. ' -o- Der Grosse Preis von Monaco. Ein Rennfahrer ohne Maschine. Zum zweitenmal wird am 6 April das Rennen innerhalb Monaco stattfinden. In einer wunderbaren Umgebung, vor einer eleganten Zuschauerschaft, wie sie nur die Riviera kennt, werden die Wagen den Kreis durch die Stadt beschreiben. Monaco rüstet sich zu einem Sportfeste das seinesgleichen sucht.. Schon sind alle Plätze für 200 Fr. verkauft, und nur noch wenige der teuersten aller Karten, derjenigen für die Tribüne, sind übrig, obwohl sie 1000 Franken kosten! Noch nie hat diese Rennfahrt so viele beste Fahrer und,Maschinen angelockt. Ein Favorit ist eigentlich unter solchen Umständen nicht zu bezeichnen. Schon jetzt gehen die Mutmassungen hoch, ist doch zum erstenmal Gelegenheit gegeben, mittelst des Totalisators sich am Erfolg eines bestimmten Fahrers finanziell zu interessieren. Die Bureaux, wo die Wetten entgegengenommen werden, sind bereits eröffnet. Unter der Schar der Rennfahrer befindet sich einer, der jetzt hat absagen müssen: Bourlier. Er hat nämlich keine Maschine. Seine Taltoot ist diejenige, in der Brilli-Peri seine Todesfahrt machte. An eine Reparatur ist nicht zu denken und eine andere Maschine des gleichen Typs steht auch nicht zur Verfügung. So wird Bourlier zu seinem Bedauern und demjenigen der Zuschauer sich das Rennen von aussen ansehen müssen, -o- Um den Weltrekord Vergangenen Montag, den 7. April 1930, machte Käye Don den ersten Versuch, einen neuen Weltrekord aufzustellen. Leider war die Bahn sehr uneben und der Versuch gelang nicht. Der Rennfahrer war von der Sportkommission gewarnt worden, nicht zu fahren, da der schlechte Zustand der Rennstrecke ein© grosse Gefahr bilde, aber Kaye Don war des Wartens überdrüssig und führte seine Absicht aus. Von allen Seiten waren Automobile herbeigeeilt, um dem Rennen beizuwohnen und Flugzeuge flogen in geringer Höhe über der Rennstrecke, von der Luftaufnahmen gemacht wurden. Die Geschwindigkeit bei der Hinfahrt'betrug 186,046 Meilen in der Stunde (299,4 km), bei der Rückfahrt 180,178 Meilen (289,963 Kilometer), was einen Durchschnitt von 183,112 Meilen (294,684 km) ergibt. Die erreichte Geschwindigkeit blieb demnach weit unter der Segraves, dessen Weltrekord mit 231,3 Meilen (372,478 km) weiterbesteht. Die «American Automobile Association», welcher die Kontrolle von Kaye Dons Leistungen obliegt, hat die Frist, innert welcher die Rennen um den Weltrekord stattfinden müssen, bis auf Mittwoch, den 2. April verlängert. Bei Redaktionsschluss war noch nichts von einem neuen Versuch Kaye Dons bekannt. -o~ Sensaud de Lavaud, ein bekannter brasilianischer Ingenieur, der in Paris niedergelassen ist, wurde zum Ritter der Ehrenlegion befördert. Er hat sich durch Erfindungen und überraschende Lösungen technischer Schwierigkeiten beim Automobilbau einen Namen gemacht. Bereits vor drei Jahren wurde er mit dem Preis Monthyon ausgezeichnet. Am letzten Automobilsalon in Paris wurde seine automatische Uebersetzung bewundert, -oi