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E_1930_Zeitung_Nr.031

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ABBiNZ Dumpf und

ABBiNZ Dumpf und drückend empfinden Sie das Fahren im Sommer in Ihrer Limousine und doch, wie sind Sie als Geschäftsmann und Tourist über das wind- und regen geschützte Geborgensein froh, wenn Sie im Winter und Herbst tagtäglich Ihren Wagen fähren müssen. Fortan sollen Sie im Sommer die herrlichen Eigenschaften eines „Sunsaloon" gemessen können und im Winter oder bei schlechter Witterung sich in einem geschlossenen Wagen wohl fühlen. Dazu verhilft Ihnen das SUNSALOON-ROLL-VERDECK Blick aus der geöffneten Limousine mit Arbenz-Sunsaloon-Roll-Verdeck das Sie bei nacherwähnten Carrossiers und Autosattlern in Ihre Limousine einbauen lassen können. Vollständige Abdichtung, absolute Geräuschlosigkeit, leichteste Handhabung auch während der Fahrt Beschädigung des Verdeckstoffes durch Falten oder Einklemmen unmöglich! Jedes Fingereinklemmen ausgeschlossen. Lassen Sie in Ihre jetzige Limousine ein Arbenz - Sunsaloon- Roll -Verdeck einb auen. Otto Kusterer, Autosattlerei, Zürich 8 Carrosseriewerke Bern, Ramseier, Streun & Co., Bern Gangloff S.A., Carrosserie, Zürich Müller & Marti, Autosattlerei. Bern A. Müller, Autosattlerei, Zürich 3 Otto Dietrich, Carrosserie, Basel Jean Gygax A.-G., Carrossier, Biel K. Egli, Carrosserie, Basel Alb. Ruckstuhl, Carrossier. Luzern ZÜRCHER FREILAGER A.-G., ZÜRICH 23 TELEGRAMME: FREILAGER TELEPHON: SELIMAU J7.60/6Ü Moderne Einrichtungen zur Lagerang unverzollter Automobile Günstige Konditionen Grosser gedeckter Autoschuppen Eigenes Bahnbureau ers Frachterleichterungen I AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N° 31 X. C. S. A.C. S. SEKTION BERN. Wir erinnern an die Generalversammlung, die Samstag abend im «Sternen», Muri stattfinden wird. A.C.S., SEKTION BERN. Aus meinem Bilderbuch». (Eine Italienreise von Dr. Mende. Bern.) Wen zieht es nicht von Zeit zu Zeit — und besonders jetzt im Frühling — nach dem sonnigen Süden, dem schönen Italien? Die Sehnsucht nach dem Süden liegt uns Nordländern tief im Blute und jeder möchte wenigstens einmal im Leben das ewige Rom, das schöne Florenz gesehen haben. Dr. Mende, der verdiente Präsident der Sektion Bern und Zentralpräsident unseres Clubs, hatte am Montag zu einer Reiseplauderei über Italien eingeladen. «Aus meinem Bilderbuch», lautete das Thema, und die Bilder waren alle von Dr. Mende selbst aufgenommen. Bevor wir an Hand der Bilder unsere Reise antreten, machte der Vortragende einige allgemeine Bemerkungen über Italien a-ls Reiseland für den Automobilisten. Es herrscht Ordnung, seit der Faszismus das Steuer in die Hand genommen hat. Die Strassen sind im allgemeinen gut, wenn auch noch nicht alle staubfrei. Die Bevölkerung ist zuvorkommend oder indifferent, nie aber feindselig eingestellt. Manchmal von rührender Hilfsbereitschaft. Der italienische Automobilclub hat die Aufsicht über die Strassen und übt dieses Mandat vorzüglich aus. Die Strassen im Norden sind besser als diejenigen im Süden. Besonders gut sind natürlich die eigentlichen Autostraden in N'orditalien. N'ach diesen einleitenden Bemerkungen starten wir Ostern 1929 zur Fahrt über den Gotthard. Mailand, Piacenca, Modena, Bologna, Florenz. In Florenz wurde der erste längere Aufenthalt gemacht. In einigen typischen Bildern zogen die Schönheiten der Arnostadt an uns vorüber: Piazza principale, Dom, Signoria, Giardino dei Boboli. Fiesole mit San Marco. Von Florenz ging die Fahrt über Siena, Viterbo nach Rom. Auch hier einige prächtige, mit Verständnis und Liebe ausgewählte Landschaften. In Rom verweilten die Reisenden einige Tage. Immer wieder packt jeden gebildeten Menschen die Wucht und Grosse des antiken Roms, üeber diesen grandiosen Trümmern einer ehrwürdigen Vergangenheit vergessen wir gerne die Geschmacklosigkeit, die eine ruhmsüchtige Nachwelt gebaut hat. Die schönsten Denkmäler des alten Roms ziehen an unsern entzückten Augen vorüber und mit wenigen treffenden Worten weist uns der Vortragende auf das Wesentliche hin. Die Bilder sind' zum Teil von geradezu künstlerischem Wert und machen dem Photographen alle Ehre. Ein Blick in die verlassene Via Appia, ein Parkbild mit Zypressen, ein Blick von oben auf den Petersplatz, sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Dazwischen kleine Genrebildchen aus dem Volksleben, die uns wieder aus der Vergangenheit in die Gegenwart zurückbringen. Wir sehen, dass das alte Ostia einst eine mächtig« Siedlung gewesen sein muss, noch zeugen wohlerhaltene Mosaiken und Grabsteine (Sarkophage) von der einstigen Herrlichkeit. Von Rom geht die Reise -weiter nach Neapel. Dort wird es dem Automobilisten schon ungemütlicher. Die bisherige vorbildliche Verkehrsordnung und -Disziplin hat einem Chaos Platz gemacht Jeder fährt wo und wie er kann. Die Strassen sind mit ^rossen Steinplatten belegt, die aber auf verschiedener Höhe liegen. Am besten ist es, in den Aussentruartieren einen Taxi zu nehmen. Von dem malerischen Napolitaner Volksleben zeigen uns einige Bildchen, dass es noch nicht verschwunden ist. Wie würde sich Rektor Müslin über diese Bildchen freuen! Dann geht es in die Abruzzen. Das Kloster Monte Cassino wird besucht. Es naht der Vesuv, er ist in voller Aktion und wir sehen davon auch einige treffliche Aufnahmen. Sorrent. Amalfi, Ca"pri — die Namen sagen alles. «Fahr wohl, mein grauer Hut» (war es nicht auf der Fahrt nach Capri, da Scheffel dieses Gedicht schrieb?). Und wieder gehts zurück: über Rom, Perugia, Assisi — dem heiligen Städtchen — nach Florenz und über die Berge in die Heimat. Schon vor der Grenze aber wird es nordisch kalt. In den Apeninnen liegt noch hoher Schnee anfangs April. Um so mehr leuchten in der Erinnerung die blauen Tage von Sorrent und locken und rufen: Auf Wiedersehen! Das letzte Bild zeigt uns die Axenstrasse und den herben Urnersee und Dr. Mende schliesst mit den Worten: Ob all den Schönheiten Italiens, wollen wir doch auch die Schönheiten unserer Heimat nicht vergessen. Spontaner Beifall dankt dem Präsidenten für seine unterhaltsame und kurzweilige Reiseplauderei. Herr Oberst Marbach verdankte den Vortrag und ermahnt den Chef der Sportkommission, des Clubmitgliedern ein Programm für eine diesjährige Osterfahrt nach dem Süden vorzulegen. Alle sind jetzt «gluschtig» geworden und an wird es sicher nicht fehlen. Teilnehmern jjr. A.C.S. SEKTION THURGAU. Generalversammlung, Samstag den 5. April, 18 Uhr, im Hotel Adler in Ermatingen. Nachdem unsere Mitglieder bereits zwei Zirkulare besitzen als Einladung zur Generalversammlung, möchten wir mit diesen Zeilen nochmals auf diese Veranstaltung hinweisen, und unsere Mitglieder ersuchen, recht zahlreich daran teilzunehmen. SpeziJl möchten wir auf den sehr interessanten Vortrag des Herrn Dr. Rudolf Huber, Redaktor der Thurgauer Zeitung in Fauenfeld, hinweisen. An Hand von neuem, wertvollem Material, welches die verschiedenen Verbände als Eingaben an das eidgenossische Justizdepartement richteten, wird uns der Herr Referent die Materie in interessanter Weise beleuchten. Nicht zu vergessen ist das wundervolle, kalte Büffet, das vor zwei Jahren ungeteilten Beifall fand und welches der Vorstand den Mitgliedern aus der Kasse offeriert. Schliesslich werden den Mitgliedern einige Stunden ungezwungenen, fröhlichen Beisammenseins geboten, um alte Kameradschaften aufzufrischen und neue wiederum anzuknüpfen. Der Besuch- sollte mindestens so stark sein wie am letzten Maskenball, den wir hier noch mit kurzen Worten streifen möchten. Das ganze Arrangement war wiederum eine Glanzleistung. Schon das treffliche pikante Programm, zeichnerisch wie textlich gleich flott, verriet sofort, was dieses Jahr wiederum zu erwarten war, nämlich Gediegenheit von A bis Z. Unter den herrlichen Weisen der Arboner Stadtmusik und einer rassigen Jazzband'herrschte im bunten Gewimmel der wundervollen und sehr originellen Kostüme eine Fröhlichkeit und eine Stimmung, welche tatsächlich einem grossen Familienfeste glich. Jeder der Teilnehmer war voll des Lobes und Anerkennung für das Gebotene. Diese Zeilen sind wenigor für die Teilnehmer bestimmt, als vielmehr die Nichtmitglieder für das nächste Jahr anzuspornen und kräftig nutzum*^ chen. Dem Präsidenten der Sportkommission, als, Organisator des diesjährigen Maskenballes, entbieten wir unsern speziellen Dank für die famose Durchführung. Der gleiche Dank gebührt auch seinen Mitarbeitern. Der Maskenball ist tatsächlich Tradition geworden und hoffen wir gerne, dass t* so bleiben möge. S. K. A.C. S. SEKTION ZÜRICH. Als nächste Veiv anstaltung findet Donnerstag, den 10. April 1930 eine Monalsversammlung in Winterthur statte Nach dem gemeinsamen Nachtessen um 19 Uhr im Banhofbüfett wird dortselbst Herr Dr. W. Müller, Zürich, einen sehr interessanten Lichtbildervortrag über «Die peruanischen Kordilleren und das Königreich der Inkas» halten. Herr Dr. Müller kana hierbei aus eigenen Reiseerlebnissen schöpfen und zudem zahlreiche Lichtbilder vorführen, so dasa dieser Vortrag ein sehr lebhaftes Interesse finden dürfte. Der Abend ist zudem dem geselligen Zusammensein mit den Mitgliedern der Ortsgruppe Winterthur gewidmet. Die Vorarbeiten für die Durchführung der zehn^ tägigen Frühlingsfahrt nach Überitalien sind nun, ziemlich abgeschlossen und verspricht das mit Hilfe des Automobilclubs von Italien und seiner Unterclubs aufgestellte Reiseprogramm eine reiche Fülle schönster Reiseerlebnisse, zutaalen am dett wichtigern Orten überall offizielle Führungen angeordnet sind. Für die Unterkunft stehen nur Hotels ersten Ranges zur Verfügung und werdea an der Fahrt folgende wichtigere Orte berührt Mailand, Certosa di Pavia. Parma 1 . Modena, Bologna, Ferrara, Ravenna, Florenz. Pistoja, Monteestini, Lucca, Pisa, Spezia, Sestri, Levante, Ra-> pallo, Genua, Langensee. Durch das Entgegenkommen eines Mitgliedes, der in Carrara ein Maimorwerk besitzt, ist es möglich, diesem interessanten Betrieb einen Besuch abzustatten, der die Reiseteilnehmer besonders interessieren dürfte. Die Autavia in Dübendorf ist nun definitiv auf Samstag, den 3. Mai 1930 angesetzt und wird die Veranstaltung gemeinsam mit der Ortsgruppe Zürich der Avia ausgetragen. Reglement« und nähere Auskunft können beim Sektionssekretariat Waisenhausstrasse 2, Zürich einverlingt werden. Flugzeuge mit Dampfturbinen. Bei den von schwedischen Ingenieuren unternommenen Versuchen mit Dampfturbinen als Antriebmaschinen für Flugzeuge ist es jetzt gelungen, das Turbinengewicht auf 1 kg pro PS herabzudrücken. Als Dampfentwickler dient ein Hochdruckdampfkessel, der mit Rohöl gefeuert wird und Dampf für zwei Schnelläuferturbinen von je 2000 PS liefert, die je einen Propeller ^"treiben. +• Gesperrte Strassen Kanton Strecke Bemerkungen Auf* BtabenpttMMrwfMb. Gesperrt für Lutwana Umiken o. Vieriin- vom U.lUmaandrur den und zwischen Jeden Verkehr iwperrt Steinbruch Barneag- vom 17. Min bis 12i bald« and Ktnngim, April. Umleitungen übe» Haaenstein-Oiten- Aaran-Baden, respeitir Ltlbetadt-DSttlnfMi. liif Ibnxfksn-Obertorf: Ginilleh gespurt ab 18. Landstrasse H. MArz für ca. 8 Monate. Umleitung des Nord- Badverkehrs durch Suhren- and Saetal. B«» Arehbrtekt bei Bann füi Lutmurea öDer 8Tona. A. nen bia «•! weiterei gesperrt. Ben COnis. KSnlzstresse Gesperrt. DarohfimBvst* •wischen Waides«- kehl Fisebermatteii-Kastraase and t«» nii Onueit. über Waid« Köms. tgB- and Sehwareen- Dumtrasse. Beta Bern. Wumostnac Bl> aal weiteres fttr den (Wischen Bampllz durchsehenden Fahr, Ben and Preibarigtra&e Staatsstraße in leuaverkeni gesperrt. Gesperrt ab 24. Februar« Uapea Verkenreumleltang Ober Bahnbafsti .-Msrktpiats- Freiburgtoi nnd omse> kehrt. LMtwaeenverkehi nacb Laapeo über Gammenen. Bern Bera:Behh»cstr.zwi- Ab IS. Min fttr durchsehen Bottigenstr. and Mousweg. gehenden Fahrtengver- kehr gesperrt bis auf weiter«. Bern Bahnhofstrasse Unter- Im April Umleitung des Seen Verkehrs Intertaken-Unterseen über Marktau« Interlaken - Hauptgasse Unterseen. Inumaekehrter Richtung Verkehr frei Bern Worben-Lyss. Von Gesperrt Sonntag den 6. Strassenkreuzung April von 6 Uhr bis 18 Worben-Lyss, Wor- Uhr. Umleitung.; Eichben Kappelen bis tungBiel-BernüberWor- Zeughaus in Lyss. ben-Kappelen-Aarberg -Seedorf - Meildrch oder Aarberg -Lyss-Schüpfeni Bichtung Bera-BM Ob. Zolilkofen-Melkircb-Seedorf - Aarberg - Büh 1-OTdan oder Lyss-Aarberg- Bühl-Nldau-Biel. Graubunden Straase Jfif-Zlier» Gesperrt wegeu Brückestumbau, Umleitung inreh Dorf Uten. Luzern Meierstappal-Kflss- Gesperrt. Umleitung Ober nacht Udligenswil. St. Gallen Staat&ätrasse iwisehen Ab 27. März bis Mitte Juni Wlttenbach - Ldm- gesperrt. Dmleltongfiber „ menswii u. Blesers- Bowrwii - Nenlürcb. and bau; - Maoien-Kan- umgekehrt, tonsgrenze bei Hanenwii St. Gallen StaatstrasseUnterter- Vom 3. April bis Mitte Mal ten-Slols tt. Wallen- gesperrt. Umleitung üb. Stadt. Ricken-Wildhaus. Über Ostern vom 19. April 18 Chr bis 22. April 6 Uhr ist die Strecke für Durchgangsverkehr geöffnet. St. Gallen StrasseWU-Wnppenaa Gesperrt. Umleitung üb« Zuchwil. St. Gallen StnsseSargana-Eagaz Gesperrt. Lokale Umleitungen. Itimgau Staatestrasse Dtessen- Ab m. KeDmar ntperrti hotea-ScbuWingtn Verkehrgamiettung von Dtessenbolen über Bi» dingen n. Soniattomo and amtrekehrt. Thnrgao Verblndungiwtrasse Gesperrt. Lokale Umlel- Wandt Borschach-Konstanz 8tiaase «w.scueu Aotungen. Gesperrt. Umleitana Mw Zürich

N° 31 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE Londoner Korrespondenz. Strassenbezeichnungen. Die « Automobile Association > hat in der .englischen Metropolis wiederum eine recht praktische Neuerung eingeführt. In verschiedenen Vierteln Londons wurden an allen grossen Verkehrsadern, die vom Zentrum nach dem Land hinausführen, grosse, gut 'sichtbare Wegweiser angebracht. Der Automobilist kann auf diese Weise ohne langes Suchen und Fragen seine Route finden. Diese Neuerung ist sehr zu schätzen, denn gerade in grossen Städten, wie London, ist es "für 'den Automobilfahrer sehr schwer, vom Zentrum nach den Vororten zu gelangen, ohne dabei Umwege zu machen, die bei einem Grossstadtverkehr auch grosse Zeitver- 'luste bedeuten. Die Wegweiser sind gelbe, pfeilartige Tafeln mit schwarzer Inschrift. Der nächste bedeutende Strassenknotenpunkt, sowie alle Abweichungen sind darauf verzeichnet. Besonders interessant ist, dass diese Bezeichnungen nicht nur alle par hundert Meter oder mehr, sondern an jeder Kurve und Strassenverzweigung zu finden sind. Im Zentrum Londons finden zur Zeit grosse Verkehrsumleitungen statt, da ein Teil der Oxford-Street neu ausgebaut wird. Tag und Nacht wird mit Rieseneifer an den Baustellen gearbeitet, damit die bedeutendste Strasse des Zentrums in Kürze wiederum dem Verkehr übergeben werden kann. Das Donnern und Surren der grossen Bohrer, das grelle Licht der Azetylenlampen scheint die Nachtruhe der Umgebung nicht besonders zu stören, denn niemand beklagt sich hier. Es muss so sein, der Einwohner weiss es genau und nimmt es deshalb mit echt englischer Kaltblütigkeit entgegen. StrassenräubereL Die Strassenräuberei scheint mit der Nähe des Frühlings auch wieder am Werk zu sein. So wurde vor einigen Tagen ein Automobilist ausserhalb London von einem andern Automobil während langer Zeit verfolgt. Plötzlich überholte der verfolgende Wagen den vordem, stoppte auf kurze Distanz den Wagen quer zur Strasse. Der Automobilist hielt an, um Passage zu verlangen; im selben Moment stiegen vier Männer aus und griffen den Autler an. Nachdem die Angreifer konstatiert hatten, dass im Wagen nichts zu plündern war, und nachdem sie den Ueberfallenen arg zugerichtet hatten, machten sie sich auf die Flucht. O.e. Wettfahrt mit dem «Train Bleu». kehrs nicht aufkommen zu lassen, und schüt- Kürzlich hatte ein sportbegeisterter Eng- zen somit die Gebäude sehr gut. Da nun in länder die Idee, mit dem «Train Bleu»,dem London noch zahlreiche alte Gebäude unter bekannten französischen Eilzug Kanal-Rivie- starker Vibration leiden, will man in den älra ein Wettrennen zu fahren. Trotz schlech- tern Stadtteilen in grossem Ausmasse die ter Witterungsverhältnisse und teilweise ver- Gummistrassen einführen, um die historieister Strassen, gelang es dem jungen Fah- sehen Gebäude tunlichst vor den Erschütterer, der gleichzeitig mit genanntem Zug in rungen des Verkehrs zu schützen. mb. St. RaphaSl startete, 20 Minuten vor dessen Ankunft in Calais einzutreffen. ßrneep Ficpnhahntiinnpk durch Dies Ereignis, der «Train Bleu», von ei- Trosse tisenDanntunneis auren nem Engländer auf einem Tourenwagen ge- Meeresteile. schlagen, wurde in England mit Begeiste- Und Autotunnels? rung aufgenommen, was doch Englands # % Söhne alles zu leisten vermögen! Die Fach- Seit einiger Zeit beschäftigt man sich in presse und Tageszeitungen beweihräucher- Fachkreisen eingehend mit dem Problem ten das gewonnene Rennen und manch' der Untertunnelung von schmalen Meeres- Sportsbegeisterter Hesse sich einen solchen teilen. Der Aermelkanal soll nun doch noch Erfolg auch gefallen, nur müsste es noch durch den Bau eines Eisenbahntunnels schneller gehen! überwunden werden. Der beratende Wirt- Richtig, wenige Tage später kam die schaftsrat des Komitees für den Bau des Kunde, dass ein anderer englischer Fahrer Tunnels in London veröffentlicht einen ausden < Train Bleu » um volle zwei Stunden führlichen Bericht über seine Untersuchungeschlagen habe!.«. gen. Nach der Ansicht des Komitees ist der Kein Rekord soll lange bestehen, die Ver- Bau des Tunnels abhängig von der geologisuchung ist zu gross; — vor wenigen Tagen sehen Struktur der Erdschichten, und darhat es nun ein dritter Automobilist fertig über existieren noch zu wenig sichere Angebracht, in Cannes zur selbigen Zeit, wie gaben. Keiner der vorgelegten Pläne fand der grosse französische Durchgangszug, zu vor den Prüfungsmitgliedern Gnade. Die starten und in London einzutreffen (der Ka- Baukosten werden sich nach Schätzungen nal wurde Boulogne-Folkestone gekreuzt),-! auf etwa 25 Mill. Pfund Sterling belaufen, bevor der « Train Bleu » in Calais eintraf. Nach der Meinung des Komitees sollte der (Ein vierter wird wahrscheinlich noch be- > Tunnelbau einer rein privat orientierten deutend rascher sein und direkt im Himmel Gesellschaft überlassen werden, die ohne landen!?.) staatliche Zuschüsse arbeiten würde und Diese unsympathische Raserei von seiten auch den Betrieb unterhalten könnte, ohne englischer Automobilisten hat in Frankreich dass Mehrkosten für die Taxen entständen, mit Recht eine schlechte Presse gefunden; Von massgebender Seite aus opponiert man die französischen Automobilverbände haben gegen das Tunnelprojekt, weil man eine bei dem R.A.C. von England Einsprache er- Konkurrenz gegen die Schiffahrt befürchhoben. tet. Die englische Presse reagiert in allen Gegen solche unvernünftige Raserei sollte Tonarten auf den Bericht des Komitees. Als energisch aufgetreten werden, denn sonst Gegengründe werden angegeben die stets wird es noch mancher Sport-Fexe versu- wachsende Entwicklung des Flugwesens, chen, ähnlichen Lorbeeren zu ernten. — Auf die befriedigend funktionierende Schiffahrt, die Gefahr, die ein derartiges Rennen für ängstliche Befürchtungen wegen der politiandere Strassenbenützer bedeutet, wird na- sehen Seite dieser Verbindung mit Franktürlich keine Rücksicht genommen. o.e. ; reich werden eliminiert. Die militärischen . Sachverständigen sollen ganz gegen den Gute Erfahrungen mit Gummistrassen. Tunnelbau eintreten. Es scheint auf jeden London hat schon vor etwa zehn Jah- Fall noc h eine Weile bis zum fertigen Aerren einige Strassen mit Gummiblöoken melkanaltunnel zu gehen, gepflastert. Die Ergebnisse sind höchst Auch bei Gibraltar befasst man sich mit erfreulich; nach dem langen Dienst ha- dem Problem der unterirdischen Landverben sie sich völlig unverändert erhalten^ bindung mit Afrika. Es ist hier ein Tunnel Sie sind nicht nur staubfrei, sondern,, haberi geplant, der, 22 km lang, 300 m unter dem auch die Eigenschaft, Vibrationen des Ver*$ I Meeresspiegel hinführt. Die Zugsförderung wäre elektrisch, und die Durchfahrt würde eine halbe Stunde dauern. Auch hier. *i'id die Projekte noch völlig Utopien, aber nvia darf sich jedenfalls der Tatsache der grossen Bedeutung dieser Landes Verbindungen nicht verschliessen. mh. KLEINE CmtONBÜ Fiat stellt ein Leichtflugzeug aus. An der bevorstehenden Mailänder Messe vom \2. bis 27. April wird dft Fabrik Fiat heben ,11- rem neuen Automobil 514 auch ein Leichtflugzeug eigener Konstruktion ausstellen. Internationale Automobil- und Transport- Ausstellung In Posen. Die vom 29. Juni bis 13. Juli in Posen (Polen) stattfindende internationale Transportaüsstellung vereinigt n bisher kaum gekannten Ausmassen sämtliche Transport- und Nutzfahrzeuge, deren genaue Einteilung wir heute bekanntgeben können. Die Zusammenstellung der Schau ist in drei Unterabteilungen aufgeteilt: A) Personentransporte. B) Abteilung für Explosionsmotoren: 1. Autobus; 2. Lastwagen; 3. Spezialwagen : a) Sanitätsautos, b) Strassenreinigungs- und Sprengwagen, c) Feuerwehrautos, d) Handels- und Reklamewagen, e) Militärwagen, f) Küchenautomobile, g) Tanks; 4. Tourenwagen, Traktoren, Kleinmotorräder, Motorräder, Fahrräder »Karosserien, Reifen, Ersatzmaterial, Zubehör. C) Abteilung für Tourismus: Propaganda von Touristikgebieten; Propaganda von Privatgesellschaften; Propaganda von Reiseunternehmen; Publikationen über Transport und Reisen; Reisefilme; Kartographie; Sport. Ein Milliardenprojekt für den New Yorker Verkehr. Die Vereinigung von New Yorker Verkehrsingenieuren, die von Bürgermeister Walker beauftragt war, die Erleichterung und Verbesserung des Verkehrs der Riesenstadt zu studieren, hat jetzt ein Bauprogramm aufgestellt, das 20 Jahre Zeit beansprucht und eine Milliarde Dollar benötigen soll. Au'sser den bereits in Bau befindlichen Brücken und Tunneln schlagen die Ingenieure noch weitere riesige Bauten vor, die New Yorks Verkehrsverhältnisse verbessern sollen. So wird der Bau eines 16 km langen Tunnels geplant, der dem. Fahrverkehr dienen soll, ferner will man noch einen weitem kürzern Fahrtunnel bauen. Zahlreiche Strassen sollen erweitert werden, über den East River soll eine neue Brücke gebaut werden, alle New Yorker Hochbahnen müssen zum Verschwinden gebracht werden. für das richtige Funktionieren von Anlasset und Beleuchtung trägt die Auto-Batterie. — Fabrikate, die den Ansprüohen auf Höchstleistung gewachsen sind, die unübertroffen in bester Konstruktion, baut die Accumulatann-Fabrik OERUKBN ZÜRICH Bureau* und Werkstätten tut die tramösttehe Sehwehi LAOSANNE: Passage de Montriond 14 BENEVE: Rue Bourgas 18 Verlangen Sie die Preisliste. Sorgfältige Reparaturen aller Systeme. Oerükoner Batterien erhalten Sie in allen einschlägigen Geschäften. Inserate in der Aütomobil-Revue schaffen Ihnen Verbindungen BACOLINE S. A. 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