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E_1930_Zeitung_Nr.034

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N»34 « Nicht nach Hause, sagt ihr? » so. Dich oder mich würde es erdrücken, wir so sind. Aber die Weltweisheit, die Irgend jemand packte mit hartem Griff wenn wir es allein tragen müssten. Darum Schöpferweisheit ist weiser als alle Klagen. seine Hand, aber Mathes schüttelte ihn ab tragen wir nur "fein kleines Teilchen davon. Wie könntest du, wie könnte ich die ganze wie eine Fliege. Ein wenig Mitleid, das unser Herz bewegt, Last tragen, das ganze Weltleid, das Leid «Nicht nach Hause, sagt ihr?» ein wenig tätige Hilfe vielleicht... und dann der Andern? Dein Teilchen ist dir bestimmt Jetzt erst begriff er, jetzt stand es vor bist du eben doch wieder du selbst und ich und mein Teilchen ist mir bestimmt, und das ihm, wie ein nächtlicher Spuk. Sein Gesicht bin ich selbst, und wir sehnen uns beide müssen wir mittragen helfen. wurde bleich, hohl und alt. nach Sonnenschein und Freude, die unser Aber es ist nur ein ganz unbedeutendes «Was tut ihr, ihr Christmenschen? Drei Leben erfüllen möchten. Staubkörnchen, gemessen am grossen Weltleid, am Leid der Andern. Jahre lang war ich euer Knecht, war gehorsam, hab' euren Spott ertragen und den Kopf Ich hörte schon viele darüber klagen, dass gesenkt... und jetzt wollt ihr mir die Heimat Heiligenbilder und die Mutter stehlen? Heut abend geh ich, — zum Teufel mit eurem Arrest — » « Abführen.» « Wer wagt es?» brüllte Mathes und warf Ostern der Menschen. zwei zu Boden. Man packte ihn von links und rechts, zwang ihn nieder und fesselte seine Hände am Rücken. Jener, der seine Hände fesselte, flüsterte dicht an seinem Ohr: «Still, du armes Kind. Wirst noch drei Jahre warten müssen, bis du die Heimat wiedersiehst ...» Mathes stöhnte, erhob sich und ging wohin sie ihn führten, — wortlos, den Kopf gesenkt. Weit hinter den Bergen, im Dunkel, verklang das süsse alte Lied... Zu Ostern kehren die Schwalben heim, um das Fest in der Heimat zu feiern... Freudlose, feindliche Fremde, — was sagen mir deine Glocken?... (Uebersetzung aus dem Slovenischen.) Das Leid der Andern Eine melancholische Osterbetrachtung. Du öffnest eine Zeitung. Das Leid von Hunderten, von Tausenden, von Millionen Menschen schreit dir aus den druckschwarzen Zeilen entgegen: Raub, Mord, Unglücksfälle aller Art, Epidemien, Seuchen, Hungersnöte, bei denen Millionen Menschen umkommen. Das alles — und du schliessest die Zeitung, trinkst deinen Abendkaffee, lässt den Grammophon laufen und machst ein Spiel. Der Radio verkündet dir täglich aus aller Welt Raub, Mord, Unglücksfälle aller Art, Epidemien, Seuchen, Hungersnöte, bei denen Millionen Menschen umkommen. Du drehst den Einstellknopf ein paar Skalenstriche weiter und lauschest entzückt einer Jazzmusik, und wenn es die Gelegenheit gibt, wagst du ein Tänzchen dazu. Du gehst über die Strasse und bist Zeuge davon, wie> ein Menschenleben durch den Verkehr vernichtet wird. Du hörst das Weinen untröstlicher Hinterbliebener. Du gehst ein paar Schritte weiter und setzest dich zu einem kleinen Jass ins Cafehaus. Vielleicht hast du einen Beruf, in dem du täglich das Leid der Menschheit siehst, vielleicht bist du Pfarrer, Arzt, Redaktor, Krankenwärter, Fürsorger. Und du gehst nach getaner Arbeit nach Hause und bist froh und .glücklich in deiner Häuslichkeit. Das Leid der Andern. Wir nehmen es nicht allzu tragisch. Wir haben ein eigenes Leben zu leben, das sich nach Sonne und Freude sehnt. Und das grosse Weltleid, das täglich in ungezählten Stimmen zu uns schreit? Das grosse Weltleid ist eine Last, die auf vielen, vielen Schultern ruht, und es ist gut Wir suchen das Heilige in weiter Ferne auf, aber bewegt es sich denn nicht mitten unter uns alle Tage? Die Laternen sind schon angezündet. Sie kehren heim, Vater, Mutter und der Kleine. Der hat seine schönen Kleider an und geht wie ein fremdes Kind zwischen ihnen. Er hört auf nichts, was sie sprechen. Obwohl er schon gross ist, wohl schon 9 Jahre, lebt er noch ferne, fern der Menschenwelt. Das Geheimnisvolle umwebt ihn noch, das um die klei- Er streckt seine Hand aus — eine rotgefrorene Hand — und hält eie hin, ein Stück Brot in den Fingern. Da wagt es ein Vogel und flattert heran, mit kleinen, Winkenden Augen. er aber erhöht es. — Aus der Strassenkreuzung fährt ein grober Mann in weisser Bluse, mit grossen roten Händen einen Handkarren gerade in den Leiterwagen hinein. Der Grobe schimpft, während er seinen Karren zurückzieht. Der andere hebt das Gesicht und schaut ihn an, errötet leicht; ein Wunder ist in seinem stillen Auge. Auf die SchimpfwoTte erwidert er nichts; aber sein Auge sagt: «Du sprichst zu mir, als könnte ich dich verstehen. Nun bin ich aber nicht von dieser Welt. » Der Spazierweg am Fluss ist so voll Leben, als wäre die ganze Stadt herausgekommen, die strahlende Sonne zu trinken. Auf den Bänken sitzen die Menschen dichtge- Da tritt die Bäuerin heraus, gross. hoch, stark. Sie tritt zu ihm. drängt, Alte, die sich wohlig sonnen, Mütter mit ihren Kindern, Studenten mit ihren Büchern, Mädchen mit ihren Handarbeiten. Die fröhlich Wandernden rauschen in buntem Strom vorüber und auf dem Fluss tanzen die Sterne der funkelnden Sonne. — Ein Mann und eine Frau sind auf einer Bank allein, Arbeitsleute in schlechten Kleidern. Der Mann ist krank. Er liegt ausgestreckt auf der Bank, Haupt und Schultern ruhen im Schoss der Frau. Sein Gesicht ist so weiss wie das eines Toten. Um seine Stirn webt der Glorienschein der stumm erlittenen Qual. Die Frau hält das Gesicht über ihn geneigt, Haarsträhnen fallen herein. Sein Auge ruht still und gross hingebend in ihrem nen Kinder webt und um alle Menschen immerdar, die nicht Knechte der Erde sind, aber Könige in einem fremden Reich. So geht der^,yögel: liebte... Und er Jäcie|Whä^jti.;Gesicht, Auge, und um sie her versinkt das laute Le- Kleine in sich selbst verschlössen, fremd undj*-ist schön; ' -.:—•».... ....•...-...-.. .„!-.-.->.-, *--,.•,_-..*... _-.,. •ben» •und-flichtsist mehr als er und.^ie* das Leiden und die Liebe, und sie wachsen hinauf ins Gewölbe des Himmels, in den Glanz des Heiligen hinein. stijl. Da sind sie angekommen. Die Eltern verschwinden durchs Haustor. Er steht noch draussen und blickt sich um. Ein -Schein fliegt über sein Gesicht. Er kniet mitten auf der Strasse nieder — genau mitten im Weg — und breitet weit seine Arme nach der Ferne aus — und aus dem Dunkel fliegt ihm ein weisses Leuchtendes entgegen, eine jagende Kugel — genau mitten im Weg — und in seine Arme drängt sichs atmend und bebend, liebend und lebend, und er 'umschlingt seinen weissen Hund mit so überströmender, tiefer, innig rührender Zärtlichkeit, wie auf alten Bildern der kleine Johannes sein Lamm umschlingt. Die Bäume in den Anlagen strecken nackte Zweige aus und schütteln sie hin und her ohne Aufhören, als wollten sie etwas sagen und könnten die Worte nicht finden. Aber es muss etwas Wichtiges sein, die ganze Welt soll es hören, sie wollen es sagen, sie wollen es schreien und schütteln sich hin und her und können die Worte nicht finden. Ihnen zuzuschauen tut weh. Kalt bläst der Wind. Die Bänke unter den Bäumen sind leer. Aber mittags wandeln Menschen herum, bunt über den braunen Boden hin,.eingemummt in Mäntel und Muffe. Sie wandeln zu zweit, zu dritt und zu vielen, plaudern und lachen, grüssen einander und freuen sich, wenn aus den bewegten Wolkenmassen einen Augenblick ein goldener Sontlengruss herniederfällt. — Fern von den Wandelnden auf einer Anhöhe zwischen den Büschen steht ein Mann. Sein Kleid ist schlecht. Er trägt keinen Mantel. Sein Gesicht ist hässlich. Er ist alt. Er steht fast unbeweglich, so erzählt Irmgard Faber du Faur im «Bund», doch rings um ihn ist es lebendig. Von den Bäumen flattern Vögel nieder und hüpfen um ihn auf der Erde und picken die Bröslein, die er zerstreut. Er regt sich nicht. Immer zutraulicher werden die Vögel. Er streckt seine Hand aus — eine rötgefrorne Hand — und hält sie hin, ein Stück Brot 'in den Fingern. Da wagt es ein Vogel und flattert heran mit kleinen, blinkenden Augen, und nimmt das Brot aus seiner Hand. Und noch einer wagt es und immer ein anderer. So tanzt in kleinen lebendigen Wellen das Leben um den einsamen Menschen, der dort still und verborgen steht zwischen den Büschen, ohne Mantel im kalten Wind. Er.sieht auf die Vöglein nieder, als wollte er sie segnen — die kleinen Wellen, die kleinen Flammen, die kleinen Funken des Lebens — als wollte er sie segnen mit dem Liebessegen des Heiligen,, der.die : E* ist Mittagszeit, die Strasse wimmelt von Menschen, von eilig hastenden Tramwagen und Fuhrwerke poltern dazwischen. Es; ist kalt. Muffe und Handschuhe und Taschen verstecken die Hände. Nur eine Hand : ist bloss. Sie zieht einen kleinen Leiterwagen auf dem eine schwere rohe Holzkiste lastet. Sie trotzt sich fest um den Griff, sie ist feingegliedert und beseelt und diese Arbeit nicht gewonht. Sie liebt es, auf den Seiten eines Buches zu ruhen, die dünnen Blätter umwendend zu ertasten und grossen reinen Geistern zu begegnen. Den gleichen Ausdruck wie die Hand hat das Gesicht des Mannes, das er neigt. Das Geschäft, das wohl die Not ihm aufzwingt, erniedrigt ihn nicht; Es will schon Abend werden... Draus* 5en neben dem Haus hobelt der fremde Arbeiter an einem Brett. Die Dämmerung des Abends wächst. Er achtet es nicht. Da tritt die Bäuerin heraus, gross, hoch, stark. Ihr Gesicht hat die grossen, einfachen, ruhigen Züge wie das Antlitz der Berge. Sie tritt zu ihm und sagt: «Du schaffst noch, Hans? Es ist ja Nacht. Du siehst ja nichts. Hör auf und geh in die Stube. Ich werde auch mit dem Essen bald fertig sein. > Sie geht. Er aber legt den Hobel fort für diesen Tag, wie ein frommer. Mensch, der dem heiligen Gebot des Lebens willig gehorcht. aus Schokolade, sieht Sebastian gerade ins Gesicht. Er muss sich abwenden, sonst kann ei ein krankhaftes Lachen nicht unterdrücken. Er sitzt auf dem Bettrand des Kranken, sie reden beide miteinander von gleichgültigen Dingen. Eine Mauer ist zwischen ihnen. Sie wissen es beide und bemühen sich krampfhaft, e> zu verbergen. Sebastian kommt sich vor v ie vor einem Richter. «Ist es schon ganz Frühling?» fragt die müde Stimme des Kranken. « Ja,» sagt Sebastian. « Es ist Frühling.» Dann ist es eine Weile still. Man hört einen kleinen Knaben, der weint. Ein Mann geht hinaus. Eine Schwester mit weisser Haube kommt. Es ist viel Sonne im Zimmer. « Freuen Sie sich auf den Frühling? » Der Kranke fragt es mit lauter Stimme, die etwas verbergen soll. Er sieht Sebastian mit schrägem Blick ins Gesicht. « Nein.» « Warum reden Sie so? Tut das so weh? » Und er macht eine hilflose Gebärde, um sich aufzurichten. « Nein,» sagt Sebastian scharf und rasch. Dann sehen sich beide einen Augenblick an und wenden sich erschrocken ab. Sie haben Angst. Sebastian würgt etwas im Halse. Er verabschiedet sich. Die Orangen liegen auf der Decke des Kranken, der Sebastian nachsieht, bis er verschwunden ist. Und Sebastian durchschreitet wieder den Gang, in dem die Männer sitzen. Ein Wagen wird unhörbar ihm entgegengeschoben, eine Krankenschwester geht nebenher. Sebastian muss ausweichen. Ein Mensch sitzt halbaufgerichtet in diesem Wagen. Und Sebastian wendet sich und sieht, dass es eine junge enthalten genügend Coffein, um bei vielen Menschen die lästigen und schädlichen Cof* feinwirkungen auszulösen, die sich in schlecht tem Schlaf, Nervenerregung, Herzklopfen, Hitze im Kopf, Händezittern, Nierenreizung äussern können. Dem Kaffeegenuss nur das Angenehme abzugewinnen, heisst coff einfreien Kaffee Hag trinken. Sie haben dann immer zweifache Garantie: 1. für prima Qualität, und 2. für absolute Unschädlichkeit. Frau ist. Sie hat schwarze Haare und ein weisses Gesicht. Ihre Augen treffen Sebastian. Er ist erst erstaunt von diesem Blick, dann beginnt er zu zittern. Er kann diese Augen nicht mehr vergessen. Sie brennen in dem bleichen Antlitz auf wie zwei Flammen. Und sie schlagen über ihm zusam- 'men... Etwas in ihm bricht ein. Helle flutet blendend. Eine junge Frau, denkt er. Sie wird leben, sie wird in den Frühling hinausgehen. Er muss sie sehen, wenn sie unter blühenden Bäumen geht. Ihr Kleid wird eine leise Musik sein, in der man ertrinkt. Ein warmer Wind fächelt ihre hohe Stifne... Er fühlt, wie man auf ihn aufmerksam wird, er kehrt um, läuft mit gesenktem Kopfe hinter dem Wagen her und sieht den jungen Menschen im Wagen an. Die Krankenschwester will sich umwenden. Sebastian hat wieder die Türe erreicht, die er soeben verlassen hat, und er weiss in seinem Glückstaumel nichts Besseres zu ftift, als sie zu öffnen. Der Wa- ! gen verschwindet hinter einer Ecke. Sebastian geht zu seinem Freunde. Der Kranke wird blutrot. Und beide zittern. « Haben Sie etwas vergessen? » « Nein,» sagt Sebastian, «ich wollte Ihnen viel Glück zur Genesung wünschen? » Der Kranke richtet sich auf, er sieht Sebastian an, der Atem geht laut und stossweise. « So,» flüstert er. « Sie müssen leben.» Und dann geht Sebastian wieder. Und wie er das Krankenhaus verlässt, ist Sonne um ihn. Sie streichelt seine Hände, sein müdes Gesicht. Er hebt es gegen den Himmel. In den Anlagen gehen Menschen mit langsamen Schritten, sie haben die Ruhe des Tages in sich aufgenommen. Kinder la-

WO 31 — iflSft Feuilleton „Die Begegnung" Donnerstag an das erste frische Grün erinnert, das man dankbar, der langen Win- Die Ostergratulanten kommen! (Schluss) terszeit entronnen, der Göttin Ostara clien und pflücken Blumen. Und Sebastian brachte. Die Familien assen an diesem verlässt die Stadt. Er geht über Land, wo Tage, am «Gründonnerstag» ein Mus aus der Frühling steht. Eine Glocke läutet. neunerlei frischen Kräutern, unter denen Bauern kommen an Sebastian vorüber, sie Sauerklee und Brunnenkresse nicht fehlen sehen ihn mit stillen Augen an. Ihr Blick durften. schweift zärtlich über das keimende Land. Das Aufkommen des Christentums konnte Die Strasse ist weiss und gerade. Ich habe die Osterf eiern nicht unterdrücken. Die sie gesehen, flüstert Sebastian. Die Welt ist Tradition der Ostereier ist. so möchte man so schön. Die Landschaft blüht, Winde, Wiesen, Felder, Himmel, Bach gehören ihm. Er und Blut übergegangen. Unsere seeligen beinahe sagen, dem Menschen ins Fleisch möchte die Arme weiten. Er weiss, eine Frau Altvordern beschenkten sich anlässlich der hat ihm dies geschenkt. Er wird sie sehen, Jahrswende, die damals in den Frühling er wird neben ihr her gehen dürfen. Der fiel, mit Eiern. Als > dann das christliche Himmel ist blau, weisse Wolken schwimmen Kirchenjahr mit seinen Festkreisen Einzug leise. Sebastian wirft sich in das junge Gras hielt und der Anfang des bürgerlichen Jahres sich rückwärts, verschob, blieb der bis- und sieht in die Tiefen der unendlichen Bläue. Und dann betritt er eine Wirtschaft Er hat her zu Neujahr übliche Brauch des Eierschenkens weiter bestehen und man erin- Hunger. Bauern sitzen in der Stube und trinken aus hohen Gläsern. Sie betrachten den nerte sich der holden Göttin Ostara, in der Fremden. Sebastian setzt sich an einen Tisch, man auch fernerhin die Schöpferin des er bestellt Essen und Trinken, und er freut Frühlings verehrte. gehen bis ins Zeitalter der Blütezeit der kosen» von Zeit zu Zeit ein munteres rotwangiges Mädchen, so dass dieses nachher sich darauf. Auf dem Tische steht ein Teller Römer zurück, die zu Ehren der unter die mit farbigen Eiern. Ein Glas mit Schlüsselblumen ist daneben. Die Sonne spielt in den Das Osterei hat, wie die Weihnachtsge- Pollux Spiele mit Eiern veranstalteten, wo- Es war früher auch Brauch, dass sich Die Geschichte des Ostereies. Sterne versetzten Halbgötter Castor und einen hübschen Bart davon trägt. Raum, draussen rufen Kinder. Ein kleiner schenke, einen tief symbolischen Sinn, der bei innerhalb einer ovalen Linie um Eier im Anschluss an diese Eierspiele junge Hund kommt und schnuppert. Eine Uhr sich aus alten Zeiten her bis auf den heutigen Tag erhalten hat Schon in der heid- Pferde in zwei Reihen aufstellen, und zwar wettgelaufen wurde. Wir finden heute Leute in hübschen Kostümen und zu schlägt tief, und langsam. Sebastian stützt den Kopf in die Hände. Die Stunde ist tief in fünfzig und sechzig Schritt Entfernung vor Glück. Er wird in den Frühling hinaus- voneinander. Auf der einen Seite werden wandern, weit, in die Winde und Himmel, die blauen... Max Bolliger. Ostern and Oster gebrauche Die Göttin Ostara. Der Sieg des strahlenden erwärmenden Lichts über die traurige Finsternis der langen Winternächte, das Erwachen des Frühlings, ist schon in grauen Vorzeiten gefeiert worden. Noch kannte man kein Christentum, als man schon lange die Göttin der Morgenröte, des aufgehenden Lichts anbetete, die bei den Germanen den Namen Ostara trug. Die freundliche Lichtspenderin wurde jedes Frühjahr mit grossen Festen und Spielen gefeiert. Der freundlichen Göttin gebührten die ersten Gaben des kommenden Frühlings. Als Opfer wurden ihr dargebracht alle die Erstlinge der Fluren, vor allem Blumen. Dem Ostara-Fest selber gingen vorfestliche Tage voraus. Noch heute werden wir durch den «grünem AUTOMOBIL-KEVUE nischen Zeit schenkte man am Gertrudstag (17. März) rot gefärbte Eier. Sie galten als Sinnbild der Fruchtbarkeit. Rot, dies ist überhaupt die Farbe der Ostereier. Es ist das Symbol für die Liebe und die Treue, und so ist es wohl auch zu deuten, dass auf; dem Lande die jungen Burschen am Ostermontag bei den Dorf schönen mit rot gefärbten Eiern einziehen, um sich bei ihnen gut Wetter zu schaffen. Und ein Spruchei, .schüchtern vom Burschen dargebracht, verrät, seine geheimen Herzensregungen. Viele bunt bemalte Eier nach Hause gebracht zu haben, ist bis auf die heutigen Tage der Stolz vor allem.der Kinder geblieben. Spiele mit Ostereiern. Neben dem Brauch des Schenkens ist auch die Sitte der Spiele mit Ostereiern schon, sehr alt Wir haben in der Schweiz vor allem das «Tupfen», das immer viele Anhänger findet, die stolz sind, wenn sie einem beweisen iönnen, dass eben ihr Ei doch das stärkere ist. Der Ursprung der Festspiele mit Ostereiern ist indessen sehr schwierig • festzustellen. Die Chroniken noch Ueberreste von diesem altrömischen Eierlesen, vor allem in Gegenden, die den modernen Zeitströmungen eine gewisse Tradition entgegen zu stemmen wussten. In Holstein und Dänemark zum Beispiel legt man Eier in gewissen Kreisen und Entfernungen auf dem Felde herum, welche sodann von einem Aufleser in einem Kreise gesammelt werden müssen, ohne dass ein Ei den Weg alles Irdischen geben darf. Gleichzeitig muss der Gegner nach einem fernen Punkte hin und zurück laufen. Wer mit seiner Aufgabe zuerst fertig wird, hat gesiegt und damit die Eier gewonnen. In unseren Gegenden legt man beim sogenannten «Eieraufläset» die Eier in gleicher Entfernung in einer Linie. Der Eierleser hat nun jedes Ei einzeln an das Ende der Linie zu tragen, und zwar in eine mit Stroh gefüllte Wanne. Unterdessen läuft der Gegner unter Aufsicht an einen entsprechenden Ort und zurück. Die Bilder, die dieser «Läset» mit sich bringt, sind ausserordentlich malerisch und von komischer Wirkung: Läufer und Leser, mit grellen Bändern geschmückt, sind verzweifelt an der Arbeit und Wächter mit russigen Pfannen wandeln umher und «lieb- nun die Eier geworfen, und die andere Seite hat dieselben aufzufangen. Dass es dabei zu manchem «Eiertätsch» kommt, ist wohl begreiflich. Wer am Schluss des Spieles am meisten Eier besitzt, hat gesiegt. Ein in grelle Farben bekleideter Spassvogel sucht die zerschlagenen Eier zusammen und unterhält die Zuschauer durch seine Spässe. Im Schwabenlande warfen die Kinder zum Ostervergnügen die Eier auf etwa 50 Schritte in die Wanne. Bei dem Werfen mit bunten Ostereiern auf den Wiesen musste das Ei dort so gewendet werden, dass es auf die Spitze fiel und nicht zerbrach. Im Friesland wirft man mit Eiern; wer am weitesten werfen kann, erhält die übrigen. Die finnischen Völkerschaften der Wotjäken üben einen interessanten Brauch, der auffallenderweise mit dem bei uns üblichen verwandt ist. Hier werden nämlich die Ostereier mit dem Korn aufs Feld gesät und die Kinder müssen hinaus, die Eier dort zu suchen. Der Volksmund lässt den Hasen die Eier in Häuser und in Gras legen und das Suchen SAISON ERÖFFNUNG * tuvdh° bLnmorcHQAarj'c. 16, im neuen Geschäftshaas zur LÖWEI^UßG Ec k e -M-u.11 erg a s s e— M arktgasse bin büWnes (C_3escfienfe zv gelegener Zeil öffnet Dir immer die Herzen weill Xkeodor JMeyer Alarttgasse 5s DAS FÜHEENDE GESCHÄFT DER OSTSCHWEIZ IHR NEUER HUT nur Ton GRIMM -RECKEWERTH ZÜRICH 1 Marktgasse Ecke Rindormarkt SEIDEJtfUAUS STEIGER BIREKSTII2L ST. GA IGLEST Es ist ein wirklicher Genua, den man der Well verkünden muß: Mit Zephyrseife sich rasieren das sollte jeder Mann probieren