Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1930_Zeitung_Nr.039

E_1930_Zeitung_Nr.039

Bevor dies durchgeführt

Bevor dies durchgeführt war, konnte der Fahrbahnbelag nicht ausgeführt werden. Auch müssen sich noch die grossen seitlichen Anschüttungen, welch© zur Verbreiterung der Fahrbahn nötig waren, besser setzen. An der Strasse Mitlödi-Schwanden konnten die Unterbauarbeäten fertiggestellt werden. Mit der Ausführung des Strassenbelages wird ebenfalls noch bis Frühjahr 1930 zugewartet, da auch hier noch Setzungen des Baugrundes zu erwarten sind. Gleichzeitig mit dem Belag auf dieser Strassenstreek© soll auch derjenige in der Dorfstrasse Schwanden bis zum Kreuzplatz erstellt werden. Mit der Korrektion der Kerenzerbergstrasse zwischen Filzbach und Obstalden konnte nicht begonnen werden, jedoch soll der Bau dieses Frühjahr in Angriff genommen werden. Die Gemeinden Filzbach und- Obstalden haben inzwischen einen Beschluss über die Verbesserung der Dorfstrassenflächen gefasst. Es kommen hier umfangreiche Einwalzungen der Fahrbahn, Verbesserungen im Querprofil und an den Kurven zur Ausführung. Diese Arbeiten sollen zuerst durchgeführt werden, bevor das Bauprogramm 1930 'in Angriff genommen wird. Dieses umfasst : 1. Vollendung des Baues der Kantonsstrasse Niederurnen-Bilten. 2. Vollendung des Baues der Kantonsstrasse Mitlödi-Schwanden. 3. Umbau der Kerenzerbergstrasse zwischen Filzbach und Obstalden. 4. Fortsetzung der Verbesserung an den beiden 'Zufahrten zum Kerenzerberg. 5. Arbeiten an der Sernftalstrasse in Matt und Elm. 6. Eventuell Beginn der Korrektion der Kantonsstrasse von Bilten bis zur Kantonsgrenze im Ussbühl. Zieht man in Betracht, dass im Jahre 1930 auch noch die Korrektionsprojekte Schwanden-Nidfurn, von Hätzingen bis Linthal (wegen den •angemeldeten Dorfstrassenkorrektionen von Diesbach und Betschwanden) und endlich für eine Walenseestrasse von Mühlehorn bis Ziegelbrücke und Näfels-Mollis ausgearbeitet werden sollen, ist es ohne weiteres verständlich, dass weitere Projekte nicht in Frage kommen können. Die Kommission empfiehlt einstimmig dieses BauprograTttm, Der Präsident, alt Landdesstatthalter Wälty^Bally, empfiehlt vor allem den Ausbau der Kerenzerbergstrasse. Demnächst wird die Erstellung des Fahrbahnbelages auf den Strecken Mitlödi- Schwanden und Niederurnen-Bilten begonnen. Damit sind dann zwei weitere Strassenstrecken vollständig modernisiert. Auch soll sobald wie möglich mit dem Ausbau der Kurven am Kerenzerberg begonnen werden. gr. Mustermesse und Auto Nachdem wir am Samstag den üblichen Rekognoszierungs-Rundgang gemacht und mehr eine allgemeine. Uebersicht als ein klares Bild der Einzelheiten erhalten haben, gilt der zweit© Besuch ausschliesslich der Gruppe der Transportmittel. Wir finden dort Lastwagen, Autobusse (bezw. deren Chassis), Personenwagen, Motorräder, Fahrräder, sowie die ganze Zubehörindustrie vertreten. Im Stand 1765 finden wir das äusserst interessante Berna Chassis Type No 3, Dreiachser, mit besonders niedriger Einsteighöhe hir Stadtomnibusse. Der Motor ist ein 100 i'S Berna Sechszylinder Rohöl-Dieselmotor, i.ler auch im Auslande grosses Aufsehen erweckt. Di© Mängel, die einzelnen Dreiachsern anhafteten (besonders der hohe Pneuveschleiss) sind hier vermieden. Eine hydraulische Sechsradbremse, sowie eine Handbremse, di© auf die vier Hinterräder wirkt, machen diesen Typ zu einem der verkehrssichersten Fahrzeuge. Als fertiger Autobus ist dieser Typ für 45 Personen berechnet. Im Stand 1680 hat sich die Firma Adolf Saurer niedergelassen. Sie stellt zwei Typen aus, einen Lastwagen 5 T., Type 5 BLD mit SOpferdigem « Saurer» Diesel-Sechszylinder, und ein Chassis Type 2 BR mit 50- pferdigem Benzin-Vierzylinder für Schnelllastwagen von 2—2,5 Tonnen. Ferner ist noch eine Kurbelwelle ausgestellt, die den Eindruck sauberster Präzisionsarbeit macht. Der Typ 2 BR ist unsern Lesern bereits bekannt, über den Rohöllastwagen werden wir an anderer Stelle dieser Nummer näher berichten. Im Stand 1687 finden wir einen" fertig karossierten Autobus für den Stadtverkehr. Er macht einen so säubern Eindruck und ist mit so bequemen Sitzen ausgestattet, dass man sich unwillkürlich fragt, wann denn unsere Städte nach dem Beispiel© von London, Paris, Rom, und neuestens auch Prag uns statt der veralteten Trambahnen solche bequeme, elegante, wendige Transportmittel zur Verfügung stellen, anstatt weitere Millionen (s. basieriscne Uehorlandbahn) in Geleiseanlagen zu verlochen. Der Stand 1877 bringt djei Martini-Personenwagen und ein Chassis mit Vierzylindermotor. Alle vier Modelle machen einen vornehmen Eindruck, besonders das Sechszylinder-Cabriolet. Nebenan stellt eine Basler Firma ihr stufenloses Wechselgetriebe aus. Noch wird es allerdings von einem Elektromotor in Bewegung gesetzt. Das Prinzip ist kurz folgendes: Von einer auf die Motorwelle aufmontierten Taumelscheibe, deren Ausschläge reguliert werden können, wird die Bewegung durch 4 Hebel in variablem Uebersetzungsverhä'ltnis auf zwei Sperräder und von dort auf die Mittdachs© übertragen. Beim direkten Gang kommt die Taumeilscheibe zum Stillstand;" die - Uebertragung erfolgt dann durch einen Zahnkranz. Wir wünschen den verschiedenen Ständen regen Besuch, sie verdienen es -L Der schweizerische Benzinimport. Die folgenden Zahlen geben einen Ueberblick über den Benzinimport in den letzten Jahren jeweils während den ersten drei Monaten. 1930 : 28,090,373 kg im Werte von Fr. 7,747,703 1929 : 22,963,488 kg in; Werte von Fr. 6,127,953 1928 • 22,327,954 kg im Werte von Fr. 5,099,955 1927 : 14,147,169 kg im Werte von Fr: 4,899,913 Die Benzineinfuhr hat sich demnach in den Jahren 1927 bis 1930 beinahe verdoppelt. Der Wert dieser Mengen ist indessen nicht in gleichen Verhältnissen gestiegen, da der mittlere Ankaufspreis 1927 pro 100 kg 34,63 Fr. betrug und 1930 auf dem Punkte von 27,58 Fr. steht. Berechnet auf den Betrag von 23 Fr, pro 100 kg ergeben sich in den drei Monaten früherer Jahre an Zolleinnahmen: FT. 6560 785,79 für das 1. Quartal 1930, Fr. 5 281602,24 für das 1. Quartal 1929, Fr. 5 135 429,42 für das 1. Quartal 1928, Fr. 3253 848,87 für das 1. Quartal 1927. Eine einfache Rechnung ergibt, dass wenn der Ankaufswert im Betrage von 7 747 703 Fr. (Eirikaufswert im Ausland!) dem Bund 6 560 785,79 Fr. einträgt, dieser also auf 100 Fr. Warenwert ganze 83,39 Fr. gewinnt ... Unsere Schlussabrechnung für Familie Müller. Die letztveröffentlichte Liste, Nr. 11, schloss mit einem Ergebnis von 13,526 Fr. 30"Rp-.;,-seither sind noch die nachstehenden Zuwendungen jeingeg-angen; wobei besonders; eine schöne Gabe der Sektion St. Gallen- Appenzell des A. C. S. zu vermerken ist. Damit kommt das Gesamtergebnis der Sammlung auf Fr. 14,196.30. Dr. E. Anderes, Zürich G. Marly-Perret, Le Locle > 5 Frau Guhl-Mende, Zürich » .20.— Chr. Wilhelm, Scliiers » 10.— O. Fallendem, Amriswil > 10. — A. Gränicher, Luzern > 10. — Frau Jaussi, Bern » 5. — C. Marmy, Neuchätel •» 5.— U. v. Roll, Solothurn » 5. — O. Vogel, Zürich » 20.— .!. H., Baar » 20. — Cbrbaz, Lausanne » 5. — A. M., Zürich ., »5 Chauffeur-Club Burgdorf o. Umgebung > 10. — K. Barger-Steger, Burg » 20.— A. Jenny, Oberägeri » 5 Dir. Alb. Hundert, Solothura » 5.— Alph. Staehelin, Basel ; » 10.— Lavelli, Lugano » 5. W. Leibundgut, Ölten • »5 Dr. K. Gutzwiller, sen. u. juu.. Liestal » 20. — Dorner, Romanshorn »10 H. Wiederkehr,; Ölten » 5.— W. Kleiner-Hirt, Regensberg >- 5 Ch. Elsener, Davos •' »5 Automobil-Club der Schweiz, Sektion St. Gallen und Appenzeil > 200. — R; Corrodi, Zürich > 20.— Dr. E. Meyer, Frenkendorf » 5 Ans. Lerch, Zürich > 5.— Alfr. Marti, Bern •' »20 W Meister, Riiegsan »20.— Bürgi, Arth. » 5.— E. Tobler-Barry, Thal > 10 Dr. B.. Montreux » 2 J. Forster, Kronbühl » 3.— Automobil-Club de Sulsse, Section Friboui« »20. Dr. Chervet, Bern » 10.— Dr. Bindschedler, Zürich » 100. — E. Sutter, Basel » 5. _ Vortrag Fiv 13.526.30 Fr. 20. _ Fr. 670. — Fr. 670. — Ein über alle Erwartungen günstiges Echo hat der Aufruf unseres Blattes, der Familie Müller beizuspringen, gefunden. Mehr als tausend Geber haben mit ihrem Scherflein dazu beigetragen, das schwere Schicksal der Trauerfamilie zu mildern; fast in jeder grössern Gemeinde des Landes, vom Tessin bis Basel, vom Boden- bis zum Genfersee fand der Ruf Widerhall. Vor allem aber haben die beiden grossen Automobilverbände sich unserer Hilfsaktion warmen Herzens angeschlossen, der Automobil-Club hat unsere Initiative mit grosser Energie unterstützt und an seine sämtlichen Mitglieder ein Postcheckformular mit einem warmen Aufruf versandt, der auf fruchtbaren Boden fiel. Soweit wir feststellen können, sind mindestens Fr. 7765.50 aus Kreisen der A. C. S. - Mitglieder geflossen, darunter reiche Gaben einzelner Sektionen, di© aus ihren Verbandskassen freudig beisteuerten. In gleich warmherziger Weise hat sich auch der Touring-Club der Schweiz betätigt. Seine Zentralstelle ist mit einer Stiftung von 1000 Franken vorangegangen. Viele T.C.S.- Mitglieder in allen Teilen des Landes sind AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° 39 Fr. 14.196. 30 dem offiziellen Beispiel gefolgt und haben sich persönlich an der Stiftung beteiligt, kein Wunder, dass auf diese Weise die Hilfsaktion der «Automobil-Revue» für Familie Müller über Fr. 14,000 zusammenbrachte — ein Beweis auch dafür, dass überall Automobilisten sind, die ein warmes Herz und eine offene Hand für NächstenMfe haben. Nun die Verwendung dieses Geldes! Der verstorbene Herr Müller hinterliess eine Witwe mit drei unmündigen Kindern, 2 Knaben und 1 Mädchen im Alter von 7, 10 und 11 Jahren. Ein Mitglied unserer Redaktion hat sich wegen der Verwendung und Anlage des Geldes mit Frau Müller und der Vormundschaft in Verbindung gesetzt und dabei einen Modus gefunden, den wir, nach sorg 1 - fältiger Prüfung der Verhältnisse, für den Richtigsten halten und der sicher im Sinne und Geist aller Spender liegen dürfte. Darnach wird das Ergebnis der Sammlung der Vormundschaftsbehörde Sotothurn ausgehändigt, in der Meinung, dass nach Möglichkeit nur die Zinserträgnisse für die drei minderjährigen Kinder zu verwenden seien. Eine Verteilung des Kapitals soll erst nach Eintreten der Volljährigkeit der Kinder vorgenommen werden. Vorbehalten bleiben ausserordentliche Auslagen für Erziehung und Ausbildung der Kinder, für Notfälle oder Krankheit, die eine vorzeitige Beanspruchung des Kapitals nötig machen würden. Mit dieser Erledigung ist sowohl die Witwe Frau Alice Müller, als auch der amtliche Beistand der Kinder Dr. V. Bucher in Stans einverstanden. Familie Müller wohnt zurzeit in Luzern, ist aber in Solothurn heimatberechtigt. Da die Familie beabsichtigt, in Bälde nach Solothurn überzusiedeln, so war es naheliegend, dass das Ergebnis der Sammlung dem städtischen Amtsvormund der Einwohnergemeinde Solothurn, Hrn. Wyss ausgehändigt wurde. Sowohl die Vormundschaftsbehörde Luzern als auch Solothurn haben sich in entgegenkommender Weise bereit erklärt, die Vermögensverwaltung unter Berücksichtigung der besondern Umstände kostenlos auszuüben, wofür diesen Behörden besonderer Dank gebührt. Aus den bereits bekanntgegebenen Gründen hat der Amtsvormund in Solothurn den Betrag von Fr. 14,196.30 behändigt und in obigem Sinne zur Verfügung der Familie Müller in mündelsicheren Papieren angelegt. Frenz Müller sowie die Vormundschaftsbehörde verdanken den edlen Gebern auch im Ntimen der unmündigen Kinder jede einzelne Gabe auf das herzlichste, die Familie wird damit in den Stand gesetzt, in geordneten Verhältnissen zu existieren, die Kinder können aus den Zinsen des Kapitals einen Beruf erlernen, somit ist dank dieser raschen und reichen Hilfeleistung der Automobilisten die finanzielle Zukunft der Familie auf eine bescheidene aber sichere Grundlage gestellt. Soweit dies nach menschlichem Ermesse» möglich war, ist die ruchlose Tat des Mörders durch freundeidgen. Gesinnung wenigstens nach dieser Seite gutgemacht. Noch aber sind keine Anhaltspunkte vorhanden, dass der ruchlose Mörder zur Rechenschaft gezogen werden kann; trotzdem in. der Fahndung nichts unterlassen wurde, konnte dieses Subjekt bisher alle Spuren, die zur Söhne führen könnten, verwischen. Möge der Scharfsinn der Behörden oder das Gewissen des Mörders diesen bald vor die Schranken der Gerechtigkeit bringen. Damit betrachtet unsere Redaktion ihre Aufgabe a'ls erledigt und das Hilfsdienst- Werk als abgeschlossen. Bern, den 1. Mai 1930. Die Redaktion der «Automobil-Revue». Zürcher Verkehrsunfälle. Die Verkehrsunfallstatistik, wie sie vierteljährlich vom statistischen Amt nach den Meldungen der Stadtpolizei bearbeitet wird, zeigt für das letzte Quartal 1929 nicht gerade ein erfreuliches Bild. Gegenüber dem Vorjahre ist leider auf der ganzen Linie eine Zunahme der Unfälle festzustellen, die auch bei den Personenverletzungen nicht halt gemacht hat. Insgesamt haben die Unfallereignisse um 100 Fälle zugenommen und sind 514 Kollisionen mit Sachschaden und 281 Unfälle mit Personenverletzung zu registrieren. Die Zahl der Leichtverletzten (160) und der Schwerverletzten (157) halten sich bald die Wage. Daneben sind noch sechs Menschenleben zu beklagen. Von den 323 in Mitleidenschaft gezogenen Personen sind 139 Fussgänger. Die übrigen verteilen sich auf Fahrzeuglenker und Passagiere. Der Totalbetrag für den angerichteten Sachschaden hat sich nur um rund 5000 Fr. vergrössext, beziffert sich aber bereits auf 182300 Fr. Was die Unfallbeteiligung anbetrifft, die bezüglich der Verschuldensfrage keinen Rückschluss erlaubt, so überwiegen einzig bei den Motorrad- und Velofahrern die Kollisionen mit Personenverletzungen gegenüber den Unfällen, die nur Sachschaden verursachten. Es ist dies darauf zurückzuführen, dass gerade bei diesen beiden Fahrzeugkategorien die Fahrer viel mehr selbst verletzt werden, als dies bei Automobilunfällen der Fall ist, wo es grösstenteils mit einer einfachen Karambolage abgeht, die einzig mehr oder Weniger bedeutenden Sachschaden zur Folge hat. Während die Beteiligung der motorisierten Fahrzeuge an Unfällen zugenommen hat, ist die Unfallbeteiligung bei der Strassenbahn und den übrigen Fuhrwerken zurückgegangen. Letztere Erscheinung ist wohl daraus erklärlich, dass Pferdefuhrwerke und Handwagen eben immer mehr aui dem Verkehr verschwinden. Alles in allem zeigen sich hier noch wenig die Früchte der ständigen Bemühungen der Verkehrsverbände, die allerdings mit ihren Anstrengungen meistenteils auch allein dastehen. Es wäre deshalb an der Zeit, wenn die Behörden durch entsprechende Gestaltung des Lehrplanes an Schulen durch Beteiligung an Aufklärungsfilmen oder sogenannten Verkehrswochen diese Bestrebungen wirksam sekundieren würden. Sicher würde sich dies in segensreicher Weise auch bei der Unfallstatistik auswirken. z- Der Berner Bundesplatz freigegeben! Unser Bundesplatz, um den seit einiger Zeit wegen des Parkierungsverbotes viel diskutiert wurde, ist wieder freigegeben worden. Diese Nachricht kommt für alle Automobilisten, die in Bern parkieren, sehr erfreulich. Die .Direktion der Eidgenössischen Bauten hat in klarer Erkenntnis der Unhaltbarkeit der Zustände, die durch die Durchführung eines alten Servitutes entstanden, die Verfügungen zurückgezogen. Der Automobilist wird also nun in Ruhe wieder seinen Wagen vor dem Parlamentsgebäude parkieren können, ohne dass ein pflichtbewusster Verkehrspolizist ihn mehr wegweisen muss. Für Berns ungünstige Verkehrsverhältnisse bedeutet die Aufhebung des Verbotes eine kleine Lockerung der Parkplatznot. Zweifellos waren sich die massgebenden Behörden bei Erlass der Verordnung über die Folgen nicht ganz im Klaren, da Verkehrsverhältnisse im Jahre 1902 — zur Zeit des Vertragschlusses — und im Jahr© 1930 — zur Zeit des Inkrafttretens des Servitutes — nicht miteinander verglichen werden können. Der Platz wurde unter der Bedingung freigegeben, dass die Wagen geordnet aufgestellt werden. Ein direkter Zugang zum Hauptportal des Parlamentsgebäudes muss durch. Freilassen eines genügend breiten Streifens ermöglicht werden. Um von Anfang an die Platzverhältnisse zu regeln, wäre eine Abgrenzung durch weisse Stridie zu empfehlen. Die Autotnobfflsten werden diesen vernünftigen Entschluss der Direktion der Eidgenössischen Bauten zu schätzen wissen, mb. Delegiertenversammlung des A.C.S. Die ordentliche Frühjahrs-Üelegiertenversammlung des A. C. S. wird am 18. Mai 1930 in Bern stattfinden und fällt damit mit der Berner Jubiläumsfeier zum 25jährigen Bestehen dieser Sektion zusammen. Das Programm sieht folgende Anlässe vor: Samstag, den 17. Mai: 10 Uhr: Sitzung des C. D. in den Clubräumen der Sektion Bern. W/ 2 Uhr: Sitzung des C. C. im gleichen Lokal. 20 Uhr: Feier des 25jährigen Jubiläums der Gründung der Sektion Bern, Kornhauskeller. Bankett und Attraktionen. Sonntag, den 18. Mal: 10 Uhr: Delegiertenversammlung im Burgerratssaal (Casino), wo die Bankettkarten abgegeben werden. Die Tagesordnung der Delegiertenversammlung werden wir in der nächsten Nummer veröffentlichen. TOURISTIK Zur früheren Oeffnung des Julierpasses, wie wir bereits in Nr. 36 gemeldet haben, hat sich das bündnerische Baudepartement auf Vorschlag der dortigen A. C. S. -Sektion bereit erklärt, dieses Jahr versuchsweise eine frühere Oeffnung des Julierpasses anzustreben. Wie nun der Freie Rätier vernimmt, kann der genaue Zeitpunkt der Eröffnung der Julierstrasse noch nicht bekannt gegeben werden. Obwohl die Arbeiten bereits eingesetzt haben und sehr intensiv betrieben werden, so rücken sie doch nur sehr langsam vorwärts, indem man unerwarteterweise auf ganz gewaltige Schneemassen stiess, deren Beseitigung noch verschiedene Tage in Anspruch nehmen wird. z. Förderung des Reiseverkehrs in Japan. Die japanische Regierung macht starke Anstrengungen zur Intensivierung des Reiseverkehrs. Vor einiger Zeit wurde ein besonderes Verkehrsamt ins Leben gerufen. Es wurden ferner Schritte unternommen, um einen besondern Reservefonds für den Strassenunterhalt und zu gering verzinslichen Anleihen an die Hotellerie zu bilden. mb.

1930 ÄUTOMOBIL-REVUE 3 Zum Klausenrennen 1930. Die Antwort des Regierungsrates von Uri. In Nr. 35 haben wir das Schreiben der Glarner Regierung an den Regierungsrat von Uri veröffentlicht, in dem letzterer gebeten wurde, doch in der Frage des Klausenrennens nicht einen Standpunkt einzunehmen, der die Abhaltung in Frage stellte. Heute bringen wir nun die Antwort des Landammann und Regierungsrat Uri an den Regierungsrat Glarus und hoffen, damit zur Abklärung der unliebsamen Vorgeschichte des diesjährigen Rennens beizutragen. Der Urner Regierungsrat schreibt: Romeo, O. M. und Maserati. Unter den Rennfahrern der Alfa-Romeo finden wir Nuvolari, den Sieger der Mille Miglia 1930, Getreue, liebe Eidgenossen! Wir bestätigen hiermit den Empfang Eures Schreibens vom 4. April abhin zur Unterstützung Varzi, Campari. Maserati schickt einen Borzacchini und einen Arcangeli ins Feld. Wird der Bestrebungen des Automobilclubs der Schweiz, •welcher uns zwingen möchte, auf die von uns gestellten Forderungen für die Abhaltung des inter- es ihnen gelingen, die Trophäe für Italien zu nationalen KJausenrennens zu verzichten. Von jeher haben wir zugegeben und anerkannt, dass das der Bugatti zugefallen war? erobern, nachdem sie fünf Mal hintereinan- Klausenrennen eine grossartige Reklame für diese Gegend und die weitern Gebiete des Kantons bedeutet und über die Renntage bedeutende Volksirassen heranzieht. Weder die Bevölkerung, noch die Behörden sind gegen diese Veranstaltung eingenommen, wie man sonst gerne in Automobilkreisen behaupten möchte. Vor Aufhebung der Durchgangsgebühren haben •wir mit dem Organisationskomitee leichter abmachen können; demselben -wurde ein Teil der Autogebühren zu seinen Gunsten abgelassen. Letztes Jahr sind nun die Durchgangsgebühren weggefallen, was eine Neuregelung der bisherigen Abmachungen erforderte. Die Schädigungen an der Strasse auf der Rennstrecke wurden jeweilen vom Organisationskomitee vergütet. Vom Bauamte aber sind auf Kantonskosten verschiedene Kehren gepflastert worden. Letztes Jahr hat man uns zur Deckung der ausfallenden Vergnügungssteuer, deT Reklame- u. Verkaufsgebühren 10% des Einnahmenüberschusses zugesichert. Damit ist aber der Ausfall des Kantons speziell aus der Vergnügungssteuer in keinem Falle gedeckt. Das Gesetz über die Vergnügungssteuer verlangt die Erhebung einer Billetsteuer von 10 Prozent. Bei über 15,000 ausgegebenen Billeten bezw. eingezogenen Zuschauertaxen müsste dem Kanton hieraus allein Fr. 1500 zukommen. Aus diesem Grunde haben wir dieses Jahr 20 Prozent am Einnahmenüberschuss verlangt, was vom Organisationskomitee ohne weiteres zugegeben wurde, auf alle Fälle aber einen Betras von 1500 Franken an die mehrgenannten, dem Kanton zukommenden Steuern und Taxen pro 1930. Die Forderung einer Minimalentschädigung bildete die einzige Differenz nebst der Festsetzung dieser Abmachungen auf 3 Jahre. Und diese durch Gesetz begründete Forderung, der «ich jeder einheimische Verein und Veranstalter von Aufführungen und Produktionen mit Zuschauertaxe, also auch die TeUßpielauffiihrungen zu unterziehen hat, bezeichnet man in der Automobilpresse als ungerecht, übersetzt, ja! unverschämt. Bas Zentralkomitee des A. C. S. hat mit Eingabe vom 24. März verlangt, dass auf die Festsetzung eines Minimalbetrages verachtet und die Abmachung für das 8. Klausenrennen auch für die zwei folgenden Rennen gültig erklärt werde. Auch der Handwerker- and Gewerbeverein Altdorf hat mit Eingabe vom 28. März dieses Gesuch -unterstützt, •worauf wir auf unsern früheren Beschluss zurückkamen, die Abfindungssumme auf Fr. 1000 herabsetzten und angesichts der Erfahrungen des letzten Jahres die Angelegenheit dem am 10. Auril tagenden Landrate zum definitiven Entscheide vorlegten. Der Landrat hat den Standpunkt des Regierungsrates durchaus gewürdigt und anerkannt, die Abmachungen aber für die nächsten 3 Klausenrennen gültig erklärt, und sodann gegen die Verunglimpfungen der Behörden in der Presse, speziell der Automobil- und Sportpresse, energischen Protest eingelegt. Bei Verhandlung dieser Angelegenheit haben wir auch von Eurer Zuschrift Mitteilung gemacht Ihr möget nun aus diesen Tatsachen selbst entnehmen, ob unsern Kanton eine Schuld trifft an einer eventuellen Absage des Klausenrennens. Wir halten das Vorgehen deT Automobilkreise, ganz milde ausgedrückt, für unpassend. Man soll von einer Behörde mit Drohungen nichts ertrotzen wollen, besonders wenn diese Gesetz und Recht auf ihrer Seite hat. Wir haben nunmehr als Richtschnur die Weisungen des Landrates und anderseits das Gesetz. Mit euch würden wir es sehr bedauern, wenn die Organisation des Klausenrennens an der Handhabung des Gesetzes über die Vergnügungssteuer scheitern würde; indessen liegt es nicht an uns, die Entschlüsse der bezüglichen Komitees für das Rennen zu beeinflussen. Indem wir euch von dieser Sachlage in Beantwortung eurer Zuschrift vom 4. ds. Mitteilung machen, benützen wir den Anlaas, euch, getreue, liebe Eidgenossen, samt uns in Gottes Machtscnutz zu empfehlen. Namens Landammann und Regierungsrat des Kantons Uri. Der Landammann : Der Kanzleidirektor : J. Meyer. Fr. Gisler. Zar Organisation des Klausenrennens. Wie wir bereits in letzter Nummer gemeldet haben, ist das diesjährige Klausenrennen, das für den 9. und 10. August festgesetzt ist, sichergestellt. Glücklicherweise stellen sich die meisten Herren des früheren Organisationskomitees wieder zur Verfügung. Herrn Hrch. Hürlimann, der an Stelle des letztjährigen Präsidenten F. Frey den Vorsitz übernimmt, steht neuerdings Herr Rechtsanwalt Badertscher als Vizepräsident zur Seite. Herr F. Frey, der schon von allem Anfang an erklärt hatte, dem Organisationskomitee dieses Jahr nicht mehr angehören zu können, wird seine sportlichen Erfahrungen als Zielkommissär in den Dienst des Rennens stellen. Die definitive Gruppierung des für das diesjährige internationale Bergrennen verantwortlichen Komitees wird demnächst erfolgen können. z. Die Targa Florio gehört zu den alteingesessenen Rennen, die bereits seit Jahren zur Tradition geworden sind. Zum 21. Male wird sie nächsten Sonntag abgehalten. Selten ist eine so grosse Beteiligung und eine solche verbissene Vorbereitung zu verzeichnen gewesen. Gegen die mächtige Equipe Bugatits (Chiron, Divo, Williams, Gonelli) kämpfen diesmal nicht weniger als drei italienische Equipen, nämlich die Mannschaften it.di/ XCerda Clara • 27t Sei und dafür, dass Höchstleistungen in Aussicht stehen. -oonfcrneUo MBovittllo Circuiro delle Madonie (Targa Florio) 1:250 000 o s Vor der Targa Florio Cantoniers Scillato Caltavuturo Campofelice Alfa- Die Rundstrecke von Madonien in Sizilien, auf der die Targa Florio ausgetragen wird. Sie ist 108 km lang, weist rund 1400 Kurven auf und muss fünfmal durchfahren werden. Eine harte Aufgabe! Die Bugattifahrer kennen die Strecke am besten und haben ausgezeichnete Wagen. Die französische Firma wird ihre 2300 ccm-Rennwagen ins Feld schicken, die schon in Monaco den ersten und zweiten Preis geholt hatten. Alfa-Romeo sendet zwei « Alfa-corsa » 2000 cem ins Treffen, die von Varzi und Der Welt grösster Gummiproduzent lanciert seinen neuen (4. Mai 1930.) Campari gelenkt werden, sowie zwei 1750 ccm-Rennwagen des gleichen Typs wie bei den Mille Miglia und gefahren von Nuvolari und Maggi (oder Ghersi). Man sieht daraus, dass die italienische Marke alles tut, um den Sieg an sich zu reissen. Die Firma O. M. stellt zwei Sechszylinder des gleichen Typs wie an den Mille Miglia, die von Minoia und Morandi gelenkt werden. Die Meldungsliste. Die letzte Einschreibungsfrist ist abgeJaufen. Nach einer offiziellen Mitteilung des Organisationskomitees sind folgende Anmeldungen eingegangen : Mannschaften: Bugatti: Chiron, Conelli, Divo. Williams. Alfa-Romeo: Campari, Varzi, Nuvolari. Maggi, Ghersi, Arcangeli, Borzacchini. Maserati: E. Maserati. O.M.: Minoia, Morandi. Rosa. Einzelfahrer: Cerami (Maserati), Nenzioni (Maserati), Sirignano (Alfa-Romeo), D'Ippolito (Alfa-Romeo), Parlato (Alfa-Romeo), Tranchina (Alfa-Romeo), Cläres (Bugatti), Alessi (Bugatti), Bittmann (Bugatti), Balestrero (O.M.), Ruggeri (O.M.), Galiera (O.M.), Fagioli (X). 20 Mal Targa Florio. Im folgenden geben wir noch zum Vergleich die Liste der Sieger dieser srzilianischen Veranstaltung seit ihrem Bestehen, sowie die Stundenmittel: 1906 1907 1908 1909 1910 1911 1912 1913 1914 1919 1920 1921 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928 1929 Die Siegerliste. Cagno (Itala). 450 km Nazzaro (Fiat). 450 km Trucco (Isotta-Fr.), 450 km Ciuppa (Spa), 150 km Cariolato (Franco), 300 km Ceirano (Seat), 450 km Suipe (Seat). 1050 km Nazzaro (Nazzaro) 1050 km Ceirano (Seat), 1050 km A. Boillot (Peugeot), 432 km Meregalli (Nazzaro), 432 km G. Masetti (Fiat), 432 km G. Masetti (Mercedes), 432 km Sivooci (Alfa-Romeo), 432 km Werner (Mercedes), 432 km Costantini (Bugatti), 540 km Costantini (Bugatti), 540 km Materassi (Bugatti), 540 km Albert Divo (Bugatti), 540 km Albert Divo (Bugatti), 540 km Die besten Stundenmittel seit 1919 1919 A. Boillot (Peugeot 55 km032 1920 Meregalli (Nazzaro) 51 » 080 1921 G. Masetti (Fiat) 58 » 336 1922 G. Masetti (Mercedes) 63 > «91 uDer Qualität*-Reifen für den modernen WagenI ^Der erstaunliche Aufstieg des neuen U.S. ROYAL-Pneumatiks in der ganzen Welt märe einfach unmöglich, luenn nicht tatsächlich gesunde, fundamentale Gründe für diese Erfolge gegeben wären!" Es sind dies: Bessere Gummi-Qualität, Web-Cord-Konstruktion, uöllig neues, auf wissenschaftlichen Erfahrungen aufgebautes und bedeutend verstärktes Gleitschutz-Profil, sowie andere ausschlaggebende Vorzüge mehr, wie sie eben nur der grösste Gummiproduzent der Welt zu uerwirklichen imstande ist. — Resultat: Unübertreffliche Rekord-Leistungen in jeder Hinsicht! Der neue «ROYAL CORD» Ist In allen Garagen und Spezialgeschäften erhältlich. m. 32 s. 22 17 36 49 26 43 19 1 20 47 1 •32 32 37 19 4 18 40 1 51 31 51 27 23 25 05 2 50 50 2 18 00 1 32 37 32 27 20 45 35 554 20 56 6 15 41 1923 Sivocci (Alfa-Romeo) 59 1924 Werner (Mercedes) 66 1925 Costantini (Bugatti) 71 1926 Costantini (Bugatti) 73 1927 Materassi (Bugatti) 71 1928 Albert Divo (Bugatti) 73 1929 Albert Divo (Buaatti) 74 178 018 610 500 790 478 366 Sternfahrten ins Oberammergau Hunderttausende werden sich dieses Jahr aufmachen, um die berühmten Passionsspiele im Oberammergau zu besuchen, die alle zehn Jahre stattfinden. Unter den Hunderttausenden werden viele das Automobil benützen. Für diese haben nun die verschiedenen Automobil- und Motorrad-Clubs von Bayern fünf sportliche Veranstaltungen organisiert, die auch ausserhalb Deutschlands Beachtung finden dürften. Es sind dies : 1. Eine Weltplakettenfahrt, offen für Automobile und Motorräder, vom 11. Mai bis 28. September 1930; 2. eine 72-Stunden-Zielfahrt nur für Automobile, vom 2. bös 6. Juni 1930; 3. eine 48-Stunden-Zielfahrt nur für Automobile, gleiches Datum; 4. eine 36-Stunden-Zielfahrt für Automobile und Motorräder aller Art, gleiches Datum; 5. eine 12-Stunden-ZieMahrt für Automobile und Motorräder aller Art, gleiches Datum. Teilnahmeberechtiigt sind alle Automobilisten und Motorradfahrer des In- und Auslandes. Die Weltplakettenfahrt. Für die Weltplakettenfahrt geilten folgende Bestimmungen:: Jeder ankommende Teilnehmer kann sich in der Zeiit vom 11. Mai bis 28. September zwischen 10 und 17 Uhr täglich an den vorgesehenen Meldestellen in München, Oberaamimergau, Garmiseh-Partenkirchen und einigen andern anmelden. Es kommen drei wertvolle Ehrenpreise für diejenigen Teilnehmer zur Verteilung, deren Wohnsitz am weitesten vom Oberamimergau entfernt fegt. Die andern Teilnehmer erhalten die Erinnerungsiplakette. , ««i Bestimmungen für die vier Zielfahrten. Für die vier Zielfahrten gelten folgende Bestimmungen: Ein Teilnehmer kann nur eine der vier Zielfaihrten bestreiten. Fahrerwechsel ist gestattet Anmeldungen haben bis spätestens 1. Juni 1930 an düe Geschäftsstelle des Kraftifahrausschusses der Oberammergauer Passionsspiele 1930, Residenzstrasse 27, München, zu erfolgen. Die Meldung muss enthalten: Name u. genaue Adresse des Bewerbers, Marke des Fahrzeugs, Zylinderinhalt, Motor- und Fahrgesteltouimmer, Anzahl der Wageninsassen, beabsichtigter Startort. Dos Nenngielid (gleich Reugeld) ist 30 Mark. Teilnehmer können sich auch noch am ZüeJ in München nachträglich anmelden, doch ist dann das doppelte Nenngeld zu entrichten. Der Abfahrtsort ist freigestellt, doch darf der Start nicht früher als 72 (bzw. 48, 36 oder 12) Stunden vor der Ankunft in München stattfinden und muss von einem anerkannten Verband oder Club oder Behörde (Post, Polizei) schriiftl'ich 'bestätigt und mit Siegel (oder Stempel) und Unterschrift versehen sein. Die Bestätigung muss die gleichen Angaben wie die Meldung enthalten, sowie die genaue Zeit des Starts. Außerdem ist der erfolgte Start telegraphisch anzukündigen. Jeder Teilnehmer muss sich Freitag den 6. Juni 1930, in der Zeit von 13 bis 18 Uhr, in der Zollkontrolle im städtischen Ausstelliunigspark München, Theresienhöhe 4 a, anmelden. Der Bewerber kann beliebig vor Ablauf der 72 ((bzw. 48, 36 oder 12) Stunden in München edntreiMen, dagegen nicht später. Gewertet werden pro Tag nicht mehr als 500 Kilometer. Als Strecke wird die Luftlinie berechnet. Als Sieger gilt derjenige Teilnehmer, der die grösste Entfernung zurückgelegt hat. Interessenten empfehlen wir, sich das genaue Reglement der verschiedenen Fahrten vom Organisatlonsausschuss in München, Residenzstrasse 27, kommen zu 'lassen. Noch drei nordafrikanische Rennen. Nordafrika hat gegenwärtig Hochsaison im Autosport. Nach der Saharafahrt für Tourenwagen kam die militärische Wüstenfahrt. Dann der Qrosse Preis von Tripolis, wo Brilli Peri den Tod fand. Dann der Qrosse Preis von Marokko und der Grosse Preis von Oranien. Und nun wieder drei Rennen innerhalb einer Woche, nämlich: der Qrosse Preis von Algerien für Sportwagen am 11. Mai, der Qrosse Preis für Tourenwagen (achtstündige Prüfungsfahrt) am 17. Mai und der Qrosse Preis von Bugatti am 18. Mai. Alle drei Veranstaltungen werden auf der Rundstrecke von Staueli abgehalten, die gegenwärtig instand gestellt wird. Für den Anlass werden auch grosse Tribünen errichtet. Bereits sind interessante Anmeldungen eingetroffen. Michel Dore, Etancelin, Lehoux, Zehender haben sich beim A. C. Algier eingeschrieben. Ihre Teilnahme ist eine Gewähr für die Wichtigkeit der dreifachen Veranstaltung