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E_1930_Zeitung_Nr.044

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10 AUTÜMUBlL-REVtlE

10 AUTÜMUBlL-REVtlE 1930 — N° •Das neue Getriebe geöffnet Erster Gang mit Schiebezahnrad rechts vorne, links 4aneben der geräuschlose zweite Gang. In der Mitte Lagerung •der Haupt- (vorne) und Nebenwelle (hinten). Links davon der dritte und vierte Gang, dazwischen die Klauenkupplung und vor dieser der Novotext-Geschwindigkeitsmesserantrieb Rückwärtsgang rechts rechts oben, hinten. Der geräuschlose Lauf der drei oberen Gänge kommt dadurch zustande, dass die drei betreffenden Zahnradpaare mit Schrägverzahnung versehen sind; ihre leichte Schaltbarkeit ergibt sich daraus, dass die drei Zahnradpaare ständig miteinander im Eingriff bleiben und die Schaltungen nur durch Verschieben von Klauenkupplungen vollzogen werden. Damit ist auch die Qefahr einer Zahnradbeschädigung bei schlechtem Schalten praktisch vollkommen beseitigt und die Abnützung des Getriebes auf ein Mindestmass reduziert. y. Der warme Motor springt nicht an... Wahrend viele Motoren im kalten Zustande ungern anspringen und vor altem im Winter erst nach längerem Bemühen zum Laufen zu bewegen sind, ist es selten der Fall, dass ein warmer Motor sich lange sträubt, seine Arbeit zu verrichten. Um in die Reihe der Fehlermögliehikeiten Abwechslung zu bringen, gibt es aber auch solche Motoren. In diesem Falle tut man gut, einmal das Spiel zwischen Ventil und Ventilstössel zu kontrollieren. Es soll 0,4 mm betragen (die berühmte « Postkartenstärke»). Ist hier kein Spiel vorhanden, kann der Motor im kalten Zustande wunderschön anspringen — aber wenn er ein Weilchen gelaufen und alles schön warm ist, dann macht sich das Fehlen des Spieles in der oben erwähnten Weise bemerkbar. Da sich Metall in der Wärme ausdehnt, längt sich auch das Ventil, je heisser der Motor wird, und damit ergibt sich naturnotwendig das nicht mehr einwandfreie Schliessen der Ventile, durch die nunmehr Gas ins Freie gepresst wird. Dadurch kann es eintreten, dass der warme Motor beim Anfahren einen ungenügenden Füllungsgrad hat und deshalb schwer zu bewegen ist, die Arbeit aufzunehmen. + Das Titan-Haus. Zürichs bedeutsamer Anteil am schweizerischen Automobilhandel und -wandel findet seinen rein äusserlichen Ausdruck in der zunehmenden Zahl prächtiger Ausstellungsräume und imposanter Grossgaragebauten, wie sie allmählich in den verschiedenen Kreisen der Stadt in Erscheinung treten. Der Benjamin unter diesen Grossbauten, welche für die besonderen Zwecke des Automobilhandels bestimmt sind, ist das an der Rotwand-Stauffacherstrasse erstellte Titänhaus, das zusammen mit dem angrenzenden Kinotheater» dem gegenüberstehenden Bezirksgerichtsgebäude dem ganzen Viertel ein besonderes und wuchtiges Gepräge gibt. Im Juli 1929 wurde mit den Aushubarbeiten begonnen und der Bau so gefördert, dass er am 1. April dieses Jahres bezogen werden konnte. Die Innendekoration wird bis in wenigen Wochen ebenfalls vervollständigt sein, worauf die eigentliche offizielle Eröffnung des Gebäudes mit einer kleinen Feier verbunden werden soll. Da die Titan AG., als Bauherrin und Eigentümerin des Hauses, die von ihr belegten Räumlichkeiten bereits bezogen hat und der gesamte Geschäftsbetrieb schon nach der neuen Adresse verlegt worden ist, haben wir die Gelegenheit zu einem Rundgang wahrgenommen. Das Parterre des in seinem Turm bis zu einer Höhe von 31 Meter anstrebenden Gebäudes ist natürlich in seinem gegen die beiden Strassenzüge hin gelegenen Teil ausschliesslich für Schauräume reserviert. Die Titan selbst verfügt über eine Ausstellungsfläche von beinahe 500 Quadratmetern, welche sie durchwegs für ihre Automobilabteilung verwendet. Durch zehn weite Schaufenster hat der Passant Gelegenheit und Müsse, sich die verschiedenen päsentierten Modelle der MaTken Opel und Durant, welche die Firma mit bestem Erfolg vertritt, zu besehen. An den Ausstellungsraum, dessen einfache aber gediegene Ausstattung eine, gemütliche, zum Verweilen einlädende Atmosphäre schafft, grenzen sehr zweckmässig die Bureauräumlichkeiten und Konferenzzimmer der Automobilverkaufsabteilung, sowie ein komplettes und wohldotiertes Ersatzteillager an. Im Hof, zu dem eine geräu« mige und bequeme Zufahrt von der Strasse aus führt, sind alle Einrichtungen für einen « quick service », für den in Amerika bereits besteingeführten schnellen Kundendienst, vorhanden. Hier werden die Fahrzeuge der Kunden prompt und mittels modernster Hilfsapparate und Maschinen mit Brennstoff versehen, die Chassis entfettet, gereinigt, frisch geschmiert, Hinterachse und Getriebe auf ihr Schmiermaterial kontrolliert, kurz all jene Handreichungen vergenommen, welche bedeutend zu einer langen Lebensdauer und zur guten Leistung des Wagens beitragen und für die der Fahrer gewöhnlich doch nur wenig Zelt zur Verfügung hat. Von der Strasse aus führt eine flachabfalfende Rampe direkt in das Souterrain, in welchem die Garageabteilurig, sowie ein Raum für Occasionsfahrzeuge untergebracht sind. Es handelt sich hier um eine ausgesprochene Kundengarage, also nicht um eine Reparaturwerkstätte und Garage im landläufigen'Sinne, indem diese ausschliesslich für Wagenbesitzer zur Verfügung steht, welche ihre Fahrzeuge bei der Titan angeschafft haben, oder doch eine von ihr vertretene Marke fahren. Neben einem allgemeinen Arbeitsraum, in welchem die moderne Garagemaschinerie reichhaltig vertreten ist, wo weder der komplette Black and Decker Service, noch die Kollektion der Waldenschlüssel und wie die weiteren Spezialitäten alle heissen mögen, fehlen, stehen drei separate Reparaturboxen bereit. Diese eignen sich natürlich ganz besonders, um grössere Arbeiten ungestört vornehmen zu können, wobei es besser als sonstwie möglich ist, die Ersatz- und Reparaturteile bei der Hand und nahe beisammen zu haben. Eine moderne Waschanlage vervollständigt die Garagegarnitur, zu der last not least auch ein vollständig ausgerüsteter Abschlepp- und Hilfswagen gehört. Die Verbindung zwischen den sechs Stockwerken und dem Souterrain wird neben den Treppen durch zwei Personenliits und einem leistungsfähigen Warenlift geschaffen. Dabei ist letzterer so eingerichtet, dass man gleich mit den Lieferungs- und kleineren Lastwagen in die verschiedenen Etagen auffahren kann, so dass in diesen direkt vom Fuhrwerk ab- oder aufgeladen werden kann und sich der Umlad Strasse-Lift erübrigt. Der ganze zweite Stock mit rund 1000 Quadratmetern Nutzfläche wird von der Titan AG. selbst beansprucht. Dort sind einmal die Hauptbureaux und eine Anzahl Privatkontors untergebracht, welche alle auf einen gemeinsamen Vorraum, der gleichzeitig als Schalterhalle dient, münden. Hier finden wir auch die wichtige Abteilung der Motorräder untergebracht, die in einem grösseren Räume eine prächtige Kollektion der neuesten Modelle arrangiert hat, um den Händlern und ihrem wohlorganisierten Vertreterstab die Möglichkeit zu geben, die Maschinen in aller Ruhe zu besichtigen. Weiterhin ist auf dem nämlichen Boden auch die Grammophonabteilung installiert, wo neben einem Vorführungsraum hauptsächlich ein ganz bedeutendes Lager an Platten den grössten Platz beansprucht. Der Spedition ist ebenfalls eine geräumige « Operationsbasis » zur Verfügung gestellt worden, aus der Erfahrung heraus, dass die Spedition um so rationeller und rascher arbeiten kann, je mehr Raum ihr für die einzelnen Versandabteilungen zur Verfügung steht. An diese angegliedert ist ein Schalterabteil, wo die Garage- und Mechanikerkundschaft ihre Ersatzteile beziehen kann. Den dritten Stock musste die Titan teilweise ebenfalls für sich beanspruchen, um ihre enormen Lager richtig und sachgemäss unterbringen zu können. Unmittelbar unter dem Dach findet sich der Rest dieses Lagers, dessen Wert in die vielen Zehntausende von Franken gehen muss. Auf höchster Warte sehen wir noch die Wohnung des Chetmechanikers, der im Hause wohnt, um jederzeit für dringende und wichtige Arbeit cien Kunden zur Verfügung stehen zu können. Die im Jahre 1908 gegründete Titan AG. hat nun, nachdem sie wegen Raummangel in ihrem bisherigen Geschäftssitz einzelne Abteilungen, wie die Automobilvertretungen, anderswo unterbringen musste, ein bleibendes Domizil gefunden, wo die vielseitige Verkaufsorganisation konzentriert werden konnte. Der Bau ist so dimensioniert, dass er einer weiteren Entwicklung des Geschäftes auf lange Jahre hinaus keine Schranken setzt. Er passt sich durch seine Aussenarchitektur sehr gut in die Umgebung der bereits bestehenden Grossbauten ein und gefällt auch sehr durch seinen gediegenen Innenausbau. Das Titanhaus macht der Bauleitung und den daran beteiligten Firmen alle Ehre und wird hoffentlich für die Titan AG. ein dauernder Sitz für eine kommende, weiterhin prosperierende Geschäitsaera. b. Seit 1. April 1930 befinden wir uns in unserm TITA StailffacherStraSSe 45 (bei der St. Jakobskirche) Zürich 4 Telephon Uto 86.33 TITAN A. G. GENERALVERTRETUNG VON: Abtig. Automobile OPEL-DURANT Abtig. Motorräder ARIELTRIUMPHMATCHLESSD.K.W

KM 4 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE lt Architekt u. Bauleitung Fritz Fischer, Zürich 5 liixnmatstrasse 210 Telephon Selnau 51.61. Statische Berechnung and Ausführungspläne durch das Ingenieurbureau für Eisenbeton E. FROIMSON Zürich 6 Bureau: Telephon: Weinbergstrasse 29 Hottingen 88.44 Mechanische Werkstätte und Bauschlosserei SELHDFER & HEDIGER Zürich 3 Haldenstr. 79 - Tel. Selnau 35.72 Uebernahme sämtl. Arbeiten für Konstruktion»-Werkstätte WILH. BAUMANN HORGEN Rolladen.' und Jalousieladenfabrik TELEPHON 57 Ausführung sämtlicher Rolljalousien Telephon 3.35 Für Schulhäuser, Spitäler, Bibliotheken, Fabriken, Garagen und Werkstätten D.LIEBERLES D 4 C r i f\ Telephon: J5 Jt\ D HA Li %7 S. 44.02 und S. 77.03 EinrichtuTieren für moderne Garagen wie: Hydraulische L%fts Wagenwaschmaschinen Kompressorenanlagen Hebezeuge aller Art Batterie-Ladestation Drehbänke. Bohrmaschinen sowie sämtliche Maschinen und Kleinwei'l£zeug,das in einer modern eingerichteten Garage gebraucht wird. Amerikanische und europäische Konvenienz Komplette Einrichtungen prompt ab Lager lieferbar EUBÖOLITH - FUSSBÖDEN Seit 30 Jahren empfehlen wir unsere Für den Neubau Titan A.-G. 3200 LICHTREKLAME BELEUCHTUN&KÖRPER "' SCHAUFENSTER-REFLEKTOREN de, TITANHAUSES geliefert durch: über 10,000,000 m a MAURICE RÖTHELI LICHTTECHNISCHE ANSTALT BIRMENSDORFERSTRASSE 50 TELEPHON UTO 23.10 ausgeführt TA-Adr.: EnböoHth Carl Suter Kunststeingeschäft Bergdietikon Telephon 193 Fensterfabrik J.CFluhrer - Zürich? Forchstrasse 232-34 Tel. Hott. 50.15 Tel. Hott. 50.15 Sämtl. Glaserarbeiten in einfacher bis zur reichsten Ausführung. Als Spezialität: patentierte Schiebefenster. Schiebeflügel zum Hochschieben und versenkb., einfache Handhabung, absolut dichiipS^H ier Verschluss, leichte WW'Mm Gangart. Prima Referenzen. Schweiz. Landesausstellung Bern: Goldene Medaille. FISCHER & Co., Baugeschäft, WILDEGG (Aargau) Grosse Telephon 240 ; Übernahme ganzer Chaleibauten mechan. Schreinerei und Glaserei Bauspenglerei und Installationsgeschäft ERNST FELDMANN ZÜRICH 5 Heinrichstrasse 69 Telephon Uto 13.86 Holzzement- und Kiesklebedächer Uto Aufzug- u. Kranfabrik A.-C, Altstetten-Zürich lieferte 1 Automobilaufzug, 2500 kg Tragkraft, 2 Personenaufzüge für 4 Personen, 8 Haltestellen 6 Haltestellen