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E_1930_Zeitung_Nr.044

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ZO AUlUMUBlL-KCVüC 1930 — Es ist heute häufig wahrnehmbar, dass auch gute und zueinanderstrebende Ehegatten nicht mehr mit voller Selbstverständlichkeit und beiderseitiger Beglückung die gemeinsam erholenden Feierstunden finden und erleben können, wie sie etwa auf einem Richterschen Bild versinnbildlicht werden und wie man sie sich wohl auch noch heute als junger Mensch vor der Ehe träumt. Wird über dies Thema, das so viele mit Enttäuschung und Schrecken wahrnehmen, beraten, findet man meist als Ursache dazu unsern ständigen Zeitmangel, Oberflächlichkeit oder Gleichgültigkeit der Gatten, besonders der Frauen, genannt, die sich nicht die Mühe geben, jene Feierstunden mit liebendem Herzen zu gestalten, mit gütiger Hand sozusagen die Falten von der Stirn des sorgenden Gatten zu streichen und ihm durch Unterordnung und Anpassung der eigenen Angelegenheiten die nötige Erholung von seiner Tagesarbeit zu vermitteln. Ich sehe, wenigstens in vielen Fällen, die Ursache woanders. Nicht aus verstärkter Selbstsucht heraus, sondern aus der gesteigerten Anspannung in ihren eigenen Leistungen erwächst auch der Frau naturnotwendig das starke Bedürfnis, die zur Verfügung stehende Freistunde nach den Gesichtspunkten ihrer eigenen Erholungsmöglichkeit zu gestalten. Ihre Arbeit steht häufig an 'Krafterfordernis nicht hinter der des Mannes zurück. An Art und Beschaffenheit ist sie jedoch grundverschieden 'von der seinen, und so entsteht bei beiden ein gleich starkes Erholungsbedürfnis, -das jedoch verschiedene Mittel und Möglichkeiten zu seiner Befriedigung sucht und braucht. Auch dies ist eine im Zeittempo bedingte Ursache, die aber aus äusseren Gründen aufsteigt und deshalb — Gott sei Dank — vielfach mit dem Gemütsleben des einzelnen und derQualität der Ehe nichts zu tun hat. Und mit dieser Einsicht dürfte manche Enttäuschung fortfallen, Entfremdung überbrückt werden und ein zeitweilig vergebenes Suchen nach dem andern gütig und leicht verstanden werden. Das Erholungsbedürfnis, das mitunter recht' verschieden und unberechenbar ist, steht bestimmt in einem inneren Zusammenhang mit der vorausgegangenen Leistung. Ein richtiges Erholen ist schliesslich nichts anderes als das Neueinholen des eigensten seelischen Gleichgewichts nach starker Verausgabung, dem sich kein Mensch längere Zeit ungestraft entziehen kann. Mann und Frau müssen verschiedene Erholungsbedürfnisse fühlen. Es ist anders nicht denkbar in einer Zeit, die von jedem den stärksteh Einsatz der Kräfte fordert. Der Mann arbeitet sozusagen konzentrierend. Die Frau wird auf hundert Kleinigkeiten abgelenkt; aus der Nähe gesehen, sind ihre Leistungen im Haushalt und Kinderstube meist Kleinkram, deren mühselig Zusammengefasstes erst die grosse Linie ihrer verantwortungsvollen Stellung und Tätigkeit, der materiellen und ideelen Familienpflege, ergeben. Sehr viele Frauen hatten früher mehr Zeit, ihrem eigenen Drang nachzugehen, brauchten nicht so zu rechnen. Unsicherheiten der Existenz lähmten seltener ihre seelischen Kräfte. Heute trifft sich die Freizeit der Gatten, es mag in den meisten Tbalwil EEP Vis-a-vis der Kirche. — GutbürgerHchps Hang. — Hochzeits- und Vereinsanlässe — Garage — Stallungen. — Schattiger Garten — Selbstgeführte Küche. — Zivile Preise — Telephon 35 Neuer Besitzer: P W. ELZINGEE. Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und Transportverhältnisse. Tel. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger - QurSner. Ein Rat an die Frau von Heute. HOTEL ADLER BP XIX Frau und Freizeit GöscIieneniuFFET Häusern so sein, erst gleichzeitig am Abend, wenn der Mann berufsfrei ist, die kleinern Kinder schlafen und die Arbeit im Haus erledigt ist. Und dann, wenn jene für Mann und Frau allzunötige ersehnte Feierstunde kommt, entdeckt man nur zu oft, dass in bezug auf ihre Gestaltung und Ausnutzung grundverschiedene Bedürfnisse und Wünsche gehegt werden. Solche Feierstunden, die einem der beiden Teile nicht gerecht werden, bringen mehr Missstimmung und Missverstehen in eine Ehe als zeitweiliges Getrenntsein. Man fühlt sich unverstanden und einsam. Und allzu leicht trübt eine falschverstandene Neigung des andern die Tiefe der Beziehungen. Es ist schade um diese Stunde, deren Werte so gross sein können, weil sie die Möglichkeit der freien persönlichen Entfaltung bringt. Und es wäre ein Verlust, würden sich nicht in den wenigstens einigermassen tiefen Ehen Auswege finden lassen, um die Schönheit und den Wert dieser Stunde dennoch der Ehe zurückzuholen und zu erhalten. Da aber weder Nachgiebigkeit noch Selbstzwang des einen Teils einen dauernden Erfolg bringen kann, finde ich, so rät in der «Köln- Zeitung» Margarete von Broekdorff, nur den einen Weg, von dem ich fast annehme, dass er gangbar und genügend ist. Eigentlich ein ganz einfacher Weg, der in der Tatsache liegt, dass die Frau trotz ihrer vielen Pflichten mehr Herrin ihrer Zeiteinteilung ist als der an gewisse Stunden gebundene Mann. Das Wann ihrer Leistungen ist der Frau weit weniger vorgeschrieben als dem. Mann. Und so wird sie es jener gemeinsamen Feierstunde wegen fertigbringen, sich ihren so nötigen Ausgleich, falls er sich nicht mit dem des Mannes einigen lässt, zu einer andern Zeit einzuholen. Ihrem Bedürfnis und Geschmack nach wird sie sich eine Stunde für sich gestalten, die ihr und ihrem Verlangen ganz allein dient, die sie ausschöpfen kann, ohne egoistisch zu sein und ohne auf leise oder laute Abwehr zu stossen. Das ist noch lange kein Getrenntgehen oder Verlassensein. Dieses Rückgleiten iijs eigene Gleichgewicht muss doch jeder mit sich "artein abmachen, ob man sich auf dem Weg dazu findet oder nicht, so wie auch jeder seine Pflicht allein trägt. Neigung und Kameradschaft finden sich hinterher wieder ungestört und unbestohlen zusammen. Bedrängnis sogar nervöse Hast erwächst nur dann, wenn man die ausgleichende Stunde in sich versäumen und übertönen will. Es wird ein einsamer Weg durch die Natur sein, der die Frau zu sich selbst zurückbringt, oder ein ganz gegenteiliger Gang durch das Leben der Strassen. Oder eine stille Briefschreibstunde, ein Plaudern mit einem ganz ausserhalb der täglichen Angelegenheiten stehenden Menschen oder sonst irgend etwas. Die Frau ist ja vielseitig, muss es in ihrer Arbeit, soll und darf es auch in ihrer Erholung sein. Zumal wenn sie damit kein Opfer zu fordern braucht und nicht wehe tut. Und sie wird am Abend die aufgeschobene Näharbeit vornehmen können, wenn der Mann gemütlich zu Hause bleibt, oder ihm sonst nahe sein, plaudernd, vorlesend, irgendwie angleichend. Es wird ihr dann sogar recht erholsam und schön vorkommen, und sie wird gerade zu dieser wichtigen und gutin Stunde von neuem geben und empfangen können, weil sie sich das Rückgleiten von ihrem Arbeitsstrudel, den Ausgleich für ihr eigenes seelisches Gleichgewicht bereits geschaffen hat. Junges Mädchen im Kino Es ist fast unglaubhaft, wie es den jungen Mädchen in Filmen geht Sie machen Winter- und Sommerreisen in ausgesuchten Toiletten, bis sie im zweiten Teil an einem Hochstapler oder Akrobaten oder einfach am Bankrott des väterlichen Geschäftes scheitern. Das wirkliche Leben liegt aber im ersten Teil. Im sonnigen Schweizerland etwa, ein grosses Hotol an einem der vielen Seen. Das junge Mädchen schlürft, von Kavalieren umgeben, hell in hell, ihr Eisgetränk. Die Prunkzimmer geben Einblick in den angrenzenden Baderaum, das Zimmertelephon surrt häufig. Das Stück lief in einem Altstadtkino, das zwischen Fabrikfronten und rumpligen Häusern fiebrig aufflammte. Der Besitzer, mit Reisemütze und Wickelgamaschen, stand bei der Kasse, prüfte das herausgegebene Geld und hielt Programme hin. — Da es draussen regnete, roch es drinnen nach nassen Kleidern, etwas säuerlich. Das junge Mädchen hiess Milly und wurde allabendlich beim Tanz in der Hotelbar oder auf dem Hausboot mit Bonbonnieren überschüttet. Immer wieder trat sie aus einer der kostbaren Türen und machte sich am Handschuh oder am Lockenkopf zu schaffen, und ihre Robe Hess erraten, wohin es ging. Die Zuschauer hatten zumeist bis knapp vor der Vorstellung gearbeitet: gefräst, mit zugekniffenen Augen, wegen des Metallstaubs; an der Hobelbank gestanden oder Akkord genäht. Hier geschah vor ihren Augen etwas Ausserordentliches. Fräulein Milly schwebte über die Quaipromenade, weissgekleidet wie der Strand und die Sonne und die Herren, die sie umgaben. Nichts ist ja wunderbarer, als dass wir Vormittage, Nachmittag© und Abend© mit ansahen, ohne dass Fräulein Milly etwas anderes tat, als aus dem Bad in den Ankleideraum zu schlüpfen und einem Herrn eine Puderquaste ins Knopfloch zu stecken. Aber die Blicke hatten sich ganz in die Bilder verfangen. Keine Missgunst, keine Verachtung. An der Kasse stand der Besitzer, die Mütze unter den Arm geklemmt, rechnet© und roHte Münzen in Papier. Draussen ging noch der kalte Regen nieder. Ein Fabrikwächter schritt die hohe Mauer ab, mit klobigen Schritten, in sich verkrochen... Nicht übermodern sein! Ein Rat an die Frauen. Es gibt Frauen, die trotz grosser Jugend und Schönheit immer irgendwie altmodisch, veraltet wirken. Ich meine nicht nur die Frauen, die einen legendär gewordenen Typus verkörpern und oft an alte Gemälde erinnern, sondern Frauen, die durch etwas nicht zu Bestimmendes im Blick, im Ausdruck des Gesichtes, in ihren Bewegungen, wirken, als wären sie aus einer andern Zeit, in ständigem Kampf mit dem Heute. Es ist eine Kunst, aus kleinen Eigenheiten persönliche Eigenart zu machen. Man will erraten. Der grösste Fehler ist es, seinen Typus so zu unterstreichen, dass er unmodern wirkt, im Widerspruch zur Jetztzeit steht. Eine am Albis Schönster Ausflug- und Ferien-Aufenthaltsort. Verschiedene Auto - Zuf ahrtsstraesen. Grosaer Auto-Parkplatz. Sohöne Säle für Hochzeiten und Gesellschaften. Selbstgeführte Küohe. Auserlesene Weine. Eigene Landwirtschaft. Fisch- und Geflügelzucht. Höfl. empfiehlt sich: Familie ROB. BACHMANN. Die Frau von anno dazumal. .. Die Hexe: ... Dieser Mantel, gnädige Herria* wird Sie völlig unsichtbar machen ! Die Dame : ... Oh ! Aber das ist ein Modell aus dem letzten Jahr, haben Sie nichts moderneres ? Frau sollte ihre persönliche Eigenart überhaupt nicht allzu sehr unterstreichen, nicht zu stark betonen. Im Gegenteil, sie soll ihren Typus mildern, verschleiern, ihn erraten lassen. Frauen können sich gar nicht vorstellen, um wieviel mehr Männer sie bewundern, wenn ihr Gesicht nicht auf den ersten Blick klar ihre Eigenart zeigt, Männern die Möglichkeit gibt, sie selbst zu erraten. Eine Frau soll nur ein flüchtiges Bild ihres Stils hervorrufen. Ein Rokokofigürchen, das mit Lockenkopf, Stilkleid, vielen Rüschen und Volants aussehen will wie ein Bild Watteaus, wird mit der Zeit wie die Reklame einer Bonbonfabrik auf uns wirken. Deutet die kleine Dame aber ihren Stil nur leicht an, wird sie uns mit dieser Diskretion einfangen. Wir werden sie länger ansehen als eine andere und uns fragen: «Woran erinnert die Frau? » Und wir werden es herausfinden und sagen, dass sie schön ist, weil sie unserer Phantasie Raum gelassen hat, ihre Schönheit zu erraten. Man trägt heute zum ärmellosen Abendkleid keine Handschuhe. Wie reizend ist aber die Grazie der Frau X, die dieser Mode, die so gut zu ihr passt, treu bleibt Man hat das Gefühl, dass die langen Handschuhe, die ihre Arme bedecken, ein Mittel sind, ihre Schamhaftigkeit und Schüchternheit abzulenken. Vielleicht könnte sie uns ohne Handschuhe gar nicht so entzückend zulächeln. Warum nicht einwenig reaktionär? Ich habe noch einen Grund, die kleinen, altmodischen Details in der Erscheinung einer Frau zu lieben; für Männer, denen es Freude macht, die Eigenart einer Frau zu erraten, sprechen diese Details, sind Schlüssel für die Geschmacksrichtung, die Vorlieben, oft für die ganze Mentalität einer Frau, die man anders nicht erraten könnte. In zwei Dingen sollte sich die Frau aber immer der Mode fügen. Eines ist die Frisur. Eine Frau, sei sie auch noch so schön, deren Frisur nicht den zwei oder drei gangbaren Modefrisuren entspricht, macht den Eindruck, als könnte sie sich nicht in der Jetztzeit zurechtfinden. Sie erinnert mich nicht etwa an etwas Hässliches, aber an irgend etwas ausser Gebrauch, zum Beispiel an eine der Lokomotiven vor vierzig Jahren, die noch auf manchen Lokalstrecken fahren, oder an ein Automobil von der Pariser Weltausstellung im Jahre 1889. Das zweite ist das Dekollete^ Ein altmodisches Dekollete wirkt so weitabgewandt wie die Kutte einer Nonne. Engelgasse 9 i. stock Fischstube zum WEISSEN KREUZ im Toggenburger Stil Butterküche Spezialität: Lebende Bachforellen, Hechte, Fischfilet und Blaulelchen. Thomas Meyer-Funk. mm I Wo nicht erhältlich, zu beziehen bei: Bell A. G. 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- 1930 AUTOMOBIL-REVUE 21 Im Zeppelin Rund um den Atlantik Nach der vorjährigen grossen Welt-Rundi'ahrt des Luftschiffs «Graf Zeppelin» sollte man meinen, dass keine Steigerung in der Bedeutung seiner Fahrten mehr möglich sei. Und doch ist dies, besonders hinsichtlich der praktischen Bedeutung, der Fall. Die grosse Fahrt um den Atlantic (Europa-Südamerika- Nordamerika-Europa) ist insofern besonders wichtig, als sie gewisse Probleme der Bei günstigen Wetterverhältnissen fährt das Luftschiff von Pernambuco nach Rio de Janeiro und dann wieder nach Pernambuco zurück. Da sich jedoch in Rio weder eine Halle noch ein Ankermast befindet, wird man bei nicht ganz günstigen Witterungsumständen den Abstecher nach Rio fallen lassen und von Pernambuco aus die Fahrt längs der Nordostküste Südamerikas und über die kleinen Antillen nach Habana (Cuba) fortsetzen, wo sich ebenfalls ein Ankermast befindet. Von dort geht es über Florida nach Lakehurst. BELL & HOWELL Cameras und Projektoren für 16 mm - Schmalfilm, das Fabrikat, das Weltruf geniesst. Die Bell & Howell Company stellt schon seit 23 Jahren ausschliesslich kinematographische Präzisionsapparate her und verfügt daher über die grössten Erfahrungen im Bau solcher Apparate. Der anspruchsvolle Amateur wählt die Marke, die den derungen grösst en Anforgenügt. Verlangen Sie Katalog Nr. 135 Bezugsquellennachweis durch die General-Vertretung Filmo A.-G. für Central-Europa, Zürich Talacker 45 Schlössli Bottighofen bei Kreuzlingen Strandhotel — Pension Täglich mittags und abends Konzerte der beliebten Schützenregimentskapelle Wien Nr. 1. — Grosser Garten am See. — Ausflugsziel für Gesellschaften und Vereine. — Schöne Lokalitäten für Hochzeiten. — Ia. französische Butterküche. — Auserlesene Weine. — Pension von Fr. 8.— an. — Garage. — Telephon 48. 45115 Der Besitzer: Ad. Gairing. Die Rückfahrt nach Europa erfolgt wie früher quer über den nördlichen Atlantic, doch wird zum Schluss dann etwas südlich abgebogen und in Sevilla wiederum zwischengelandet. lieber diese grosse Rundfahrt um den Atlantischen Ozean äusserte sich Dr. Eckener unlängst gegenüber Pressevertretern wie folgt: «Die gesamte Strecke der Südamerika- Fahrt Friedrichshafen-Friedrichshafen beträgt Schnellpostbeförderung lösen will und alsrund 27,000 Kilometer. Die Gesamtstrecke Vorstufe zum regelmässigen Verkehrsdienst der letztjährigen Weltfahrt betrug rund 30,000 zwischen U. S. A. und Europa gedacht ist. Kilometer. Die Südamerikafahrt ist, wie alle Die diesjährige Spanienfahrt, ebenso wie anderen Fahrten, nicht nur Demonstrations- die verschiedenen Schweizerfahrten und die Englandfahrt, sind nur als kleine Vorspiele zu betrachten. Sie dienten, schreibt die « Motor- Post», der Erprobung des vergrösserten und verstärkten Höhensteuers, der Erforschung der Landungsverhältnisse in Sevilla, und wohl auch der stimmungsmässigen Propaganda für den Zeppelin-Gedanken, vor allem in Spanien und England, da die Mitarbeit dieser Länder am internationalen Transatlantic Luftdienst im höchsten Masse erwünscht ist. Unsere Kartenskizze zeigt die voraussichtliche Route des Luftschiffes bei seiner Fahrt rund um den Atlantic. Mit der Lufthansa wurde vereinbart, dass Südamerika-Post, die nach dem Abflug des « Graf Zeppelin » in Deutschland aufgegeben wird, noch per Flugzeug nach Sevilla gebracht wird; die Flugzeit beträgt hierbei nur 15 Stunden. Für die Fahrt des Luftschiffes' SEÖB .von Sevilla nach Pernambuco, dem ersten Die voraussichtliche Route des