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E_1930_Zeitung_Nr.042

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16 AUTOMOBTL-KEVUE

16 AUTOMOBTL-KEVUE 1930 — N° 42 Klage einer Gattin Von Tristan Bernard. Schon als wir verleibt waren, wusste er nichts Schöneres, als mit mir im Auto zu sitzen. « Wenn -tfjr erst einmal verheiratet sind», sagte er mir, «wollen wir immer unterwegs sein. Wir werden Städte, Länder, Denkmäler sehen, die wir nicht kennen. Wir wollen sie miteinander entdecken. Wir werden nur npch eine Seele besitzen...» Ja, er sagte mir immer so nette Dinge! Kurz vor unserer Heirat kam er auf den Gedanken, selbst lenken zu lernen, damit wir in unserm Auto allein wären. Er hatte einen leichten, sehr schnellen Wagen gekauft; wir sassen vorn und unser Gepäck legten wir auf die Rücksitze. Manchmal musste ich mich auch in den Wagen setzen, denn der Doktor hielt das im Interesse des Gleichgewichts für gut... ja, das ist es, was ich binnen weniger Monate für ihn geworden bin : ein Gegenstand von 65 Kilo Gewicht! Er sieht mich gewissermassen wie jene Sandsäcke an, mit denen man ein Fahrgestell ausprobiert. Er spricht kaum mehr ein Wort zu mir, ausser um mir zu sagen, ob ich hinten oder vorn sitzen soll. Wenn wir irgendwo ankommen, dann sagt er : « Geh essen, ich komme dir nach! » Er bleibt in der Garage bei! seinem Auto und arbeitet daran herum. Zum Ende der Mahlzeit kommt er und schlingt schnell ein paar Bissen hinunter. Wir gehen ins Schlafzimmer; während ich mich noch ausziehe, schläft er schon. Diese Woche waren wir in der Bretagne, quer durch die herrlichsten Landschaften, er hatte den Kopf nur unter der Haube seines Motors... Er ist dabei nicht böse, er glaubt wohl nicht, dass mich das kränkt; aber er denkt eben nur an seinen Wagen. Sonst gibt es nichts auf der Welt. Mich sieht er kaum. Von anderem gar nicht zu reden. Neulich fuhren wir schon einige Stunden lang. Ich sass neben ihm, aber er sprach darum nicht mehr mit mir als sonst. Plötzlich kneift er mich so fest er kann ins Bein. Ich schreie laut auf. Ich glaubte schon, er besinnt sich darauf, dass ich auf der Welt bin, er will mir seine wiedererwachende Liebe beweisen... Doch er? « Verzeih », sagte er, « es war eine .gefährliche Kreuzung, die Hupe ist kaputt... irgendwie musste ich doch ein Signal geben »... «Der Mensch ist erstaunlich, er fliest wie an Vogel.» «Ja, aber auf Stacheldrähte sitzen kann doch nicht!» er Humor Das Konkordatsautomobil... Am liebsten spielt Kurt mit dem Dackel* Als der Dackel eines Tages während des Spiels wieder jämmerlich quitscht, sagt der Vater: «Aber Kurt, ich habe dir schon oft gesagt, du sollst den Hund nicht immer am Schwänze ziehen!» «Das tu' ich gar nicht, Papa», entgegnete der Kleine. «Ich halte nur den Schwanz, ziehen tut er.» WeisFlo* Der „McMichael" Vier-Lampenapparat wird Ihnen auch bei AUTOTOUREN ein erheiternder Begleiter, denn er spielt ÜBERALL für Sie. Er braucht keine Antenne keine Erdung keinen Netzanschluss! Grosse Selektivität im Wellenbereich von 200-2000 Metern. 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N° 42 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE 17 Tourenvorschläge. Gar viele Automobilisten wissen noch nicht, wie leizvoll es ist, abseits von den grossen Durehgangsstrassen «herumzugondeln», geruhsam mit offenem Auge und Sinn durchs Land zu fahren und bald da, bald dort in längst bekannter Gesend neue Schönheit zu entdecken. Zu einer solchen Entdeckungsfahrt wollen wir nun mal etarten. Eins sei aber zum Vorneherein festgelegt: wir nehmen's gemütlich, gerast wird nicht. Wir verlassen Bern über die «Fambourg» Bümpliz und erreichen bald darauf Thörishaus. Sollte jemand in Bern vergessen haben, sich für die Reise zu stärken, so kann er das hier noch nachholen. Wir aber schlagen uns seitwärts in die Büsche, d. h. wir halten links und gelangen über Ueberstorf und Albligen nach dem .•schönen Schwarzenburg und fahren dann über Wislisau und Rüti zum Gurnigel-Bad empor. Weiter steigen wir zum Selibühl, und dann über die Süfternen nach Riffenmatt hinunter, und von dort nach Guggisberg. Ueber Kalchstetten. Alterswil, Tafers, Düdingen, 'Gr. Gurmels. Salvenach, Löwenberg, Au Peage, Ins, Erlach, Landeron. Neuveville, Ligerz gelangen wir nach dem prächtig gelegenen Wingreis bei Twann. Ueber Tüscherz. Biel, Bötzingen, Pieterlen, Grenchen, Selzach, Solothurn fahren wir dem heimeligen Bad Attisholz zu, das für einen Aufenthalt prächtig geeignet ist. Wir haben hier die Hauptstrasse wieder verlassen und setzen unsere Entdeckungsfahrt fort über Luterbach, Derendingen, Kriegstetten, Utzenstorf nach Kirchberg, durchkreuzen Ersigen, Rumendingen, Wynigen, Kappelen, Mühleweg, Weier. Sumiswald und er- Teichen Wasen. Von Wasen folgen wir dem Strässchen, das sich über das Lüderengässli und hinab durch den Golgraben nach Bärau zieht und fahren über Langnau, Schüpbach, Aeschau, Eggiwil, Röthenbach nach dem schönen Schlegwegbad. Dann durchqueren wir Heimenschwand, Buchholterberg, Bleiken, Ober-Diesshach, Stalden, Tägertschi und erreichen bei Münsingen wieder die Hauptstrasse, die uns über Rubigen, Allmendingen, Muri nach Bern führt. E. B. Tourismus Thun. Wer kennt es nicht, das sehöne, alte Städtchen am See, beherrscht von der markanten Silhouette seines Schlosses, das prächtige Eingangstor des Berner Oberlandes. Und wer einmal hier war, den zieht es mit unwiderstehlicher Gewalt immer wieder nach Thun. Fast zum Greifen nahe ragen Stockhorn- und Niesenkette und strahlen blendend weiss die Schneeriesen der Berner Alpen und herrlich • blaut weithin der See. Das prachtvoll am Ufer gelegene Palace Hotel Thunerhof, das Park Hotel und das Hotel Bellevue in Thun laden den Automobilisten gastlich zum Bleiben ein. Der neue Direktor der drei Hotels, Herr Brändlin. wird nichts unterlassen, einen Aufenthalt denkbar angenehm zu gestalten. Natürlich fehlen auch Tennis und Golf, Konzert und Tanz nicht. — Schier unbeschränkt sind die Ausflugsmöglichkeiten, die sich von Thun als Standort bieten: Spiez, Beatenberg, Interlaken, Lauterbrunnen mit den Trümmelbachfällen, Grindelwald, Meiringen und Aareschlucht, die Jungfrau, Niesen, Adelboden und Kandersteg, um nur einige der wichtigsten Ziele zu nennen, sind leicht erreichbar. So ist Thun als Endziel und a-la Ausgangspunkt für Autotouren gleich geeignet und wer noch nie dort war, unterlasse ja nicht, bei seiner nächsten Fahrt Kurs auf dies gastliche Städtchen zu nehmen. Br. Brienzcrsee. Ob man nun vom Brüni? oder der Grimsel oder von Interlaken her komme, stets bietet sich uns ein faszinierendes Bild. Fast eingezwängt zwischen Bergen, deren bewaldete Hänge einen wirksamen Kontrast zum TiefblÄu des Seeepiegels bilden, liegt vor uns der Brienzersee. Die wenigen Dörfer sind eng an die Berglehne geschmiegt, im Norden dominierend überragt vom Brienzer Rothorn: Vom Süden grüssen Faulhorn, Wildgerst und Schwarzhorn herüber. In ganz eigenartigem Gegensatz zu seinem grösscren Kollegen hat der Brienzersee etwas Herbes an sich. Aber gerade das und der oft plötzliche Wechsel von düsterer Schwere in strahlende, sieghafte Helle macht ihn und dio umliegenden DörfoT für uns so anziehend. Da ist das heimelige Bönigen, am Südwestende des Sees, das uns immer wieder lockt, und am andern Ende des Sees Brienz und. schon etwas entfernt vom See, das stille Brienzwilcr. Vergessen wir auch nicht Giessbach, mit seinen rauschenden Fällen, auf der Höhe über dem See liegend und per Auto leicht erreichbar. Und wer den Brienzersee einmal kennt, den wird es immer wieder in seinen Bann ziehen. e.b. ERHALT KÖRPER GEIST GESUND Riethüsli (Braunau). Wer einmal um ein Weekend-Ziel oder einen Ort für einen Sonntagsausflug verlegen sein sollte, dem sei angelegentlichst ein ganz reizender Punkt in der Ostschweiz empfohlen, der leider immer noch viel zu wenig bekannt ist. «Riethüsli» heisst der Ort. unweit von Braunau, noch auf thurgauischem Boden gelegen und von allen Seiten aus leicht erreichbar. Eine Route dorthin z. B. ist die: man fahre von Zürich oder St. Gallen aus nach Wil und findet von dort aus leicht nordwärts die Strasse zum Riethüsli. Oder wenn man von Norden, eei es von Konstanz oder Schaffhaueen herkommt, so führt im ersten Falle eine prächtige Strasse über Märstetten und Märwil nach Braunau und Riethüsli. und im letztern Falle nimmt man von Frauenfeld aus Richtung nach Tobel und ist auch von da aus in kürzester Frist am Ziel. Schon jetzt im Frühling, wo die Wiesen noch in ihrem saftigen Grün sind, und die Bäume in voller Blüte stehen, gehört dieser Ausflug zum Schönsten, was man sich denken kann. Aber auch im Sommer, wenn die heisse Juli- und Augustsonne über der Landschaft glüht, findet man im Riethüsli kühle, schattige Plätzchen, an denen sich ein Sonntag prächtig verbringen lässt. Nehmt also alle einmal das Riethüsli mit auf euer Programm und besucht es je eher, desto besser, denn ihr werdet wiederkommen ! L. Frühling im See- und Wynental. Wunderbar präsentieren sich unsere Talschaften wiederum im Blütenschmuck und MJaiengrün. Wen sollte es da noch dulden und binden in dumpfer Stube und Schreibzimmer? Frisch auf — das Lenkrad und den Wanderstab zur Hand und hinaus in die blühende Pracht. Das ßee- und obere Wvnental, von Luzern bis Lenzburg und zur Aare und hinauf zum lieblichen, blumengeschmückten Flecken Münster, bieten dem Wanderer und dem Autofahrer, dem Naturfreund, dem Liebhaber des Wassersportes und dem Freunde historischer Stätten ein überaus reiches Feld reiner Freuden, Anregungen und Genüssen aller Art. Auf dem Hallwylersee verkehren an Sonntagen ohne Unterbruch flinke Kurs- und Motorschiffe, gut eingerichtete Gasthöfe und Pensionen sorgen in altbekannter Weise für das leibliche Wohl und die Schlösser und Museen offnen ihre Tore für ihre Freunde und Liebhaber. Also frisch auf, zu einer frohen Frühlingstour ins liebliche See- und Oberwyncnta 1 1 Touren-Antworten T. A. 461. Genf-Turin. Ihre Route ist die folgende: Genf, Douvaine, Thonon,. Eyian, St. Gingolph, Vionnaz, St.Maurice, Evionnaz, Martigny, Sembrancher, Orsieres, Li'ddes, Boüfg-St. Pierre. -Or. St Bernhard, Etroubles, Aosta, Chätillon, Verres, Ivrea, Chivasso, Turin, 309 km. Turin, S. Ambrögio, Susa Mont Cenis. Modane, St. Michel, La Chambre, St. Pierre, Cellier, Ghambery, Aix-les-Bams. Albens, Annecy, Gruseilles, Genf, 297 km. Für die Reise benötigen Sie je ein Triptyk oder «Carnet de passages en douane» für Italien und Frankreich, den internationalen Fahrausweis, Pass und GH-Schild. A. P. in Z. T. A 462. Alpenpässe. Die von Ihnen gewählte Route kann ich Ihnen nur empfehlen, doch möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass das Befahren der Südseite des Splügen nur für einen geübten und sicheren Falrrer ratsam ist. Die beste Reisezeit ist Ende Juni oder Mitte September. Ich würde die Reise in die folgenden Etappen einteilen: 1. Langnau-Bellinzona, 237 km; 2. Bellinzona-Lenzerheide, 237 km; 3. Lenzerheide-Langnau, 263 km. Von den zu befahrenden Pässen bietet der Gott, hard dem Fahrer keine allzu grossen Schwierigkeiten, auch der Bernhardin nicht, doch ist hier Vorsicht beim Kreuzen, eventuell auch Anhalten des Wagens geboten, da die Strasse teilweise sehr schmal ist. Der Splügen ist, wie schon gesagt, besonders auf der Südseite sehr schwierig und auch dem geübten Fahrer ist Vorsicht geboten; auf der Passhöhe steht das italienische Zollbureau. Die drei übrigen Pässe, Maloja, Julier und Oberalp, bieten keine besonderen Schwierigkeiten. Der Zustand der Strassen ist fast durchwegs sehr gut. J. J. in Th. Touren 'Fragen T. F. 464. Dijon. Ich möchte nächsten Monat nach Dijon fahren, und zwar möchte ich auf der Hinreise Bourg berühren. Rückfahrt auf dem kürzesten Wege über den Col de la Faucille nach Genf. Welche Route muss ich einschlagen und wieviel Zeit benötige ich für die Hinfahrt und wieviel für die Rückfahrt? M. C. in G. T. F. 465. Lugano-Sierre-Bern-Luzern. Ich fahre diesen Sommer von Lugano nach Sierre in die Ferien. Von Sierre aus möchte ich dann später noch Bern und Luzern besuchen, um dann über Briinig, Grimsel, Furka, Oberalp, Lukmanier oder über den Gotthard, Oberalp und Lukmanier nach Lugano zurückzukehren. Wie viele Kilometer sind es nach Sierre und wie viel messen die andern Routen und wo führen sie durch? A. D. in L. Schweizerische Wohnungsaussfellung in Basel (Woba). Die schweizerische Wohnungsausstellung in Baisei soll versuchen, eine klare Antwort herauszuarbeiten auf die Frage : Wie wohnt man heute ? Die Prinzipien sinngemässer Wohnungs- und Baugestaltung werden in ihrer Anwendune auf alle Teilgebiete dargestellt werden. Aber während dieser Hauptteil der Ausstellung vor allem in die Zukunft weist, Wege zur praktischen Verwirklichung aufzeigen soll, muss in einer ergänzenden Abteilung versucht werden, mit möglichst wissenschaftlicher Genauigkeit an Hand statistischer Erhebungen und Feststellungen die gegenwärtige Lage des Wohnungswesens klar zu erleuchten. Das Thema der übrigen Ausstellung ist die Wohnunsr als abgeschlossenes Ganzes,, als Einzelerscheinung, als der Lebensraum des Einzelmenschen oder der Familie. Die Gruppe «Wohnungswesen», deren Zusammenstellung Herr Prof. Dr. Mangold übernommen hat, wird demgegenüber die heutige Wohnung in ihrem sozialen Zusammenhang betrachten und damit eine notwendige Ergänzung zur Hauptausstellung schaffen. Die Entwicklung der Wohnungsproduktion in den letzten 25 Jahren, das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Wohnuna&markt, die Wohndichtigkeit; dann die Entwicklung der ökonomischen Verhältnisse des Wohnungsbaus (Entwicklung der Bodenpreise, der Preise für Baumaterial, der Löhne für Bauarbeiten, des Preisespro Kubikmeter umbauten Raumes für typische Miethäuser, der Zinsen für Baukredit, für I. und 2. Hypotheken und endlich die Entwicklung: der Mietpreise): das sind ein paar der wichtigsten Fragen, die anhand eines reichen Zahlen- und Anschauungsmaterials durch die Ausstellung der Gruppe Wohnungswesen gekläTt werden sollen. Lauter Fragen also, deren soziale Auswirkungen jeder Einzelne täglich am eigenen Leibe erfährt, deren Bedeutung hier an einem grossen Gesamtbild des gesamten Wohnungswesens veranschaulicht werden soll, Fachleute und Laien werden diese sehr wesentliche Bereicherung der Ausstellung lebhaft begrüssen • Neue Fahrpläne. Mit dem Fahrplanwechsel erscheinen wieder die bewährten «Hendschel Lloyd . Kursbücher», die für Fahrten im Auslande gute Dienste leisten. Der «Hendschel-Telegraph» für Fr. 7.50 enthält die Fahrpläne aller europäischen Staaten, der angrenzenden Länder anderer Erdteile, die Luftverbindungen und die wichtigsten Schiffahrtslinien der europäischen Gesellschaften. Der « Hendschel International» zum Preise von Fr. 5 verzeichnet sämtliche •wichtigen Fernvorbindungen, er orientiert über alle Linien nach den europäischen Hauptstädten. Das «Lloyd Kursbuch» für Fr. 5 mit dem Untertitel «Kursbuch des internationalen Eisenbahn-, Luft- und Ueberseeverkehrs» bringt alle wichtigen Eil-, Schnell- und Expresszüge. Der handliche Fahrplan versucht alle wichtigen Routen zusammenhängend darzustellen und verzichtet deshalb auf die schwierigen Zeichen. Allen Aussagen liegt die grosse zweifarbige Eisenbahnkarte und ein 64 Seiten umfassendes Verzeichnis der durchlaufenden Wagen-, Schlaf- und Speisewagen bei. Humor T. A. 463. Elba. Ich empfehle Ihnen nachstehende Route: Locarno, Brissago, Oggebbio, Pallänza, Gravellona, Lesa, Arona, Sesto Calende. auf der prächtigen Autostrada nach Mailand. Pavia, Voghera, Tortona, Novi Ligure, Serravalle, Busalla, Genua, Rapallo, Sestri Levante, La Spezia. Sarzana, Massa, Viareggio, Pisa, Livorno, Gecina, S.Vicenzo. Piombino, 599 km. Verlad des Wagens nach Portoferraio. Elba'besitzt Autostrassen, und zwar führt die eine zuerst in südlicher, dann iir östlicher Richtung nach Porto Longone und Cavo, die andere westlich nach Procchio, wo sie sich gabelt nach Marciana und Marina di Campo. Ueber den Autoverlad Piomhino-Portoferraio bin ich nicht orientiert. t. H. St. in S. j e p ^nip{j r jj^ Abmagerungskur müssen Sie Wir haben uns betreffend die Verlademöglich- strenge Diät halten: einige Salatblätter ohne Oel, keiten en zwischen Piombino und der Insel Elba an UB^ ein (ji ag Orangensaft den Italienischen ih TouringClub Touring-Club i C l b gedt gewandt und d wer- Di(J dicka Dame Vor oder nac]l , der Mahkeit zu den, sobald eine Antwort eintrifft, diese an Sie nehmen? h? weiterleiten. Red. Echtes Henniez Mineralwasser Alkalisohes Naturwasser von aussergewöhn- Hoher Klarheit. Ueberall erhältlich. Ihre Wagenschlösser und -Schlüssel werden repariert und geliefert durch F. KERN, GENEVE 11, Poterie Tel. 24173 Cliches Hallwag sind erstklassig Sonne im Tessin Sie mögen es glauben oder nicht. . . Sie mögen es glauben oder nicht..., sie sollen alle wahr sein, die Geschichten, die ein englischer Verfasser, der sich Ripley nennt, in einem englischen Buch zusammengestellt hat, das kürzlich erschienen ist, obgleich mancher meinen könnte, dass der 1. April ein geeigneterer Termin für die Herausgabe gewesen wäre, als die Maienzeit. Aber der Verfasser belegt alles, was er erzählt, mit Namen und Zahlen. Und so kann er auf eine gewisse Glaubwürdigkeit Anspruch machen, so seltsam auch vieles anmutet. Haben wir bisher von einem Boxkampf gehört, der volle 7 Stunden und 19 Minuten dauerte? Und doch hat dieser längste Wettstreit im Ring am 6. April 1893 stattgefunden zwischen dem Engländer Jack Burke und dem Neger Andy Bowen. Nicht weniger, als 110 Gänge wurden gezählt. Die Kämpfer waren noch immer nicht erschöpft. Knockout war nur einer: der Schiedsrichter. Der konnte einfach nicht mehr. So endete nach dem 110. Gang der Kampf mit einem «Unentschieden^ Eine andere Geschichte, die viel wunderbarer klingt, ist die des 7jährigen Charles Worth in Staffordshire. Der Junge starb unter allen Anzeichen von ... Altersschwäche. Als er zur Welt kam, war er weit über das normale Mass entwickelt. Mit 4 Jahren hatte er — «ob Sie es nun glauben wollen oder nicht», sagt Herr Ripley — einen Vollbart. Mit 6 Jahren bedeckte sich sein Gesicht mit Runzeln, und Haar und Bart fingen an, grau zu werden. Sein Gang war der eines alten Mannes. Als er mit 7 Jahren starb, hatte das Gesicht ein greisenhaftes Aussehen, und Haar und Bart waren schlohweiss... Den Krankheitsrekord schlägt nach Herrn Ripley ein Amerikaner, namens Henry Smythe. Er ist 47 Jahre alt geworden und hat während dieser Zeit 148 grosse Operationen über sich ergehen lassen müssen. Mehr als 200 Stunden lag er auf dem Operationstisch. Trotzdem war er ein tüchtiger und erfolgreicher Geschäftsmann und ein — glücklicher Familienvater. Auch den Rekord der Vaterschaft hat Ripley gefunden. Die Ehre fällt Mulai Ifmail zu, dem einstigen Herrscher von Marokko. Ihm wurden von seinen zahlreichen Frauen nicht weniger als 548 Söhne und 340 Töchter geboren. Was, wie man zugeben wird, allerhand ist. Womit wir aber auch die wahren Geschichten des Herrn Ripley doch abschliessen wollen.