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E_1930_Zeitung_Nr.046

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Touristik-Bulletin des

Touristik-Bulletin des A.C.S. vom 23. Mai 1930. Schweiz. jPie Schneeschmelze in den Alpen ist durch den kalten Witterungsumschlag der vergangenen Berichtswoche wieder unterbrochen worden. Die Schneegrenze schwankt zwischen 1500—2000 m. Fahrbarkeit der schweizerischen Alpcnstrasson am 23 Mai morgens Albula, Zufahrt im Albulatal offen bis Weissenatein (Crapalv). An der Freilegung der restlichen Passstrecke arbeiten die Wegmacher. Bernina, Engadinersoite schneefrei bis Bcrninahäuser (2049 m); Puschlaverseito offen bis La Rosa (1878 m). Durchgehende Ocffnung voraussichtlich zirka 8. Juni. Flüola, auf Davoscrseite offen bis zum Wegerhaus oberhalb Tschuggen; Engadinerseite schneefrei bis Wegerhaus Ghauntsura. Forclaz, offen. Furka, Urnerseite bis oberhalb Realp, Wallisorseite bis Oberwald. Grimsel, im Haslital schneefrei bis Hotel Handeck (1417 m), — die letzte Woche unterhalb Guttannen niedergegangene Spreitbachlawine ist am 22. Mai abends durchgestochen worden; Walliserseite unpassierbar. Grosser St. Bernhard, Scrrweizcrseite befahrbar bis zur Cantine de Proz (1802 m). Ibergeregg. durchgehend mit Automobilen passierbar, Wasserschäden auf Schwyzerseite behoben. Jaunpass offen; die letzte Woche durch Hoch- Tasser entstandenen Schäden in der Gesend von Ritzwald und Charmey sind beseitigt. Julier, Strasse trocken und schneefrei. Klausen, von Linthal befahrbar bis Klus (1702 m), Urnerseite bis über die Seelitalgalerie. Bei guter Witterung dürfte die Strasse in wenigen Tagen bis zum Hotel «Klausenpasshöhe» passierbar sein. Lukmauier, Bündnersoito schneefrei bis Steggia. 3 km vor der Passhöhe; Tessinerseite befahrbar bis Campra (1424 m), weiterhin Lawinengefahr Oberalp, Bündnerseite schneefrei bis über Tschamutt, ca. 4 km vor der Passhöhe; auf Urnerseite sind die Wegmacher mit Räumungsarbeiten zwischen Nätschen und Oberalpsee beschäftigt. Ofen, schneefrei. Pillon, schneefrei. Sehr vorsichtiges Fahren infolge Erdriitscharbeiten zwischen Seppey und Passhöhe. St. Bernhardin, Bündnerseite offen bis Hinterrhein; Tessinerseite offen bis zur Cantoniera (1925 m). St. Gotthard, Nordseite passierbar bis Mätteli; Tessinerseite offen bis Motto Bartola. Simplon, N'ordsoite schneefr.ei bis Kilometerstein 20 beim Schallbettschutzhaus; Südseite offen bis zum alten Hospiz. Splügen, unpassierbar, schneefrei bis zirka eine Wegstunde oberhalb Splügendorf. Urnbrail, noch tief verschneit, Oeffnung in etwa 3—4- Wochen. Gantrisch, Zufahrt nach Gurnigelbad von Rigffisbers offpn, Verbindung Gurnigelbad-Schwefol- J>erg-bad noch für einige Tage unterbrochen. Riffenmatt - Ottenleuebad - Schwefolbergbad unpassierbar. Zufahrt nach Schwefelbergbad von Zollhaus trotz Wogarbeiten offen. Oesterreich. Arlbergstrasse nach intensiven Schneeräimwngsarbeiten wieder durchsehend ohne Schneeketten befahrbar. Frankreich. Als weitere offene Passstrasse ist zu nennen: Lautarct Strassensperren. Die seit Ende März 1930 bestandene Sperrung der Wallenseestvasse ist mit Freitag, den 23. Mai freigegeben worden. Der Vorkehr 'Zürich-Chur kann sicli daher wieder- auf den üblichen Durchgangsstrassen abwickeln. Anlässlich des 'Narzissenfestes in Montreux ist am 31. Mai und 1. Juni der Durchgangsverkehr zwischen Villeneuvo und Vevey in beiden Richtungen von 11 bis 20 Uhr verboten. TOURISTIK HHfsposten in Ober-Savoyen. Der Autamobilcl-ub vom Mont Blanc gab eine Anzahl von Hilfspostwagen in Auftrag, für deren Finanzierung die savoyischen Behörden 10,000 Franken ausrichteten. Die Wagen sollen auf alle wichtigen Strassen des Departementes verteilt werden, mit Ausnahmen der grossen Verkehrsadern, die von Hilfsposten der nationalen Vereinigung für den Tourismus bedient werden. Die Wagen der Automobilclubs von Savoyen werden mit den notwendigen Utensilien ausgerüstet, die für Hilfeleistungen bei Unglücksfällen von Nutzen sind. Der genannte Club richtete auch an den wichtigeren Strassenquerungen und bei sonstigen gefährlichen Stellen Leuchtsignale ein, die Unfälle verhindern sollen. mb. Hilfe bei Autopannen. Der Automobilclub von Deutschland hat zusammen mit der «Aha-Autohjlfe Q. M. b. H. » eine fiilfseinrichtung geschaffen, welche in einem Telephonstreckendienst besteht, der nach und nach über ganz Deutschland ausgedehnt werden soll. In den letzten Tagen wurde die 182 Kilometer lange Strecke von München über Ingoldstadt nach Nürnberg der Benützung übergeben. Jeder Automobilist, der der « Aha-Autohilfe » beitritt, erhält gegen ein massiges Jahresabonnement einen Schlüssel, mittelst welchem die an den Strekken in Abständen von 4—5 Kilometer aufgestellten Hilfstelephonkästen geöffnet werden können. Die Einrichtungen der Autohilfe haben sich seit ihrem Bestehen vortrefflich bewährt, mg. AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N° 4< Der Automobilist als Samariter. Der Touring-Club de France richtet in einem Rundschreiben an seine Mitglieder eine beachtenswerte Frage, die für jeden Automobilisten von Interesse ist. Sie lautet: Wie verhält sich der Fahrer, wenn er allein auf der Strasse einen schwer verletzten Menschen antrifft? Soll er sofort den Verunglückten in den Wagen betten und nach dem nächsten Ort fahren, oder soll er den Arzt holen? Dass diese scheinbar selbstverständliche Frage im Grunde genommen nicht so leicht ist, wird an einem konkreten Fall bewiesen. Es geschah nämlich kürzlich, dass ein Autofahrer einen sehr schwer verletzten Menschen auf der Landstrasse fand und, von Mitleid bewegt, diesen so rasch als möglich ins nächste Dorf transportierte. Hier schlug dem Automobilisten, der es nur gut gemeint hatte, ein furchtbarer Hass der Dorfbewohner entgegen, die trotz allen Beteuerungen des Retters ihn als den wahren Schuldigen verdächtigten. Die Menge wollte den Automobilisten lynchen, er entging der Wut des Volkes nur durch das Zeugnis einer Spaziergängerin. Und nun? Soll man sich so oder anders verhalten? Ein Schwerverletzter kann eben meistens nach dem Unfall nicht mehr genau das Unglück beschreiben, so dass der hilfsreiche Automobilist ungewollt in die kritischsten Situationen hineingerät. Es gibt hier viele Möglichkeiten, es ist aber schwierig, den richtigen Weg zu finden. Gespannt auf das Ergebnis dieser in aller Oeffentlichkeit durchgeführten Rundfrage darf man jedenfalls schon sein. mb. Büfherfisdi Neue Städteführer bei Grieben. Der Grieben- Vevlag Albert Goldscbmidt in Berlin gibt eine Reihe seiner bekannten Städteführer in neuem Gewände und textlich überarbeitet heraus. Die Führer umfassen folgende Städte: «Bremen und Umgebung», «Leipzig und Umgebung», «München und die Königsschlösser», «Prag und Umgebung», «Zürich und Umgebung» sowie einen Führer durch «Oberammergau und Ammer-Gebirge» mit Beilage «Oberammergauer Passionsspiele 1930». Diese neuen Führer wollen nicht ein trockenes Auskunft- und Orientierungsmittel sein, nicht nur die einzelnen Sehenswürdigkeiten äusserlich beschreiben, sondern sie bemühen sich, in das Wesen der Stadt einzudringen, das ihr Eigentümliche herauszuschälen. Sie betonen bei Beschreibung der einzelnen Bauwerke. Museen, Industrieanlagen, Siedlungen, deren Bedeutung für die Stadt und das Gesamtstadtbild, und während sie bestrebt sind, die Stadt als ein Ganzes zu sehen, als einen historisch gewordenen Organismus, widmen sie ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auch der Eigenart, Kultur und Wirtschaftsbetätigung ihier Bewohner, die an der Weiterentwicklung dieses Organismus massgeblichen Anteil haben. In allen Angaben sind die Führer auf den neuesten Stand gebracht, und sie sind so ein gutes Orientierungsmittel für den Reisenden. ÄVIÄTIÜ «Nicht per Flugzeug», stempeln Handelshäuser, Banken und industrielle Betriebe die Umschläge ihrer Briefe, die auf dem gewöhnlichen Postwege befördert werden sollen. Alle andern Briefschaften ohne diesen Stempel werden von den die Post abfertigenden Stellen mit Flugpostporto versehen und durch Flugzeuge in ungeahnt kurzer Frist nach den -entferntesten Orten getragen. Es zeigt dies, Welch grossen Wert die Geschäftswelt heute schon auf möglichst rasche Beförderung von wichtigen Mitteilungen, Offerten, Bestellungen usw. legt. Es handelt sich nicht mehr um einzelne Briefe, die per Flugpost, sondern um wenige Briefe, die nicht mit dem Flugzeug nach dem Auslande befördert werden sollen. Hat auch die bernische Geschäftswelt den Nutzen der Flugpost in vollem Masse erkannt? Die Anfänge sind bemerkbar, aber noch mehr als bis jetzt sollte sie sich die Vorteile, die der eigene Flugplatz nun bietet, zunutze ziehen. Seit dem 1. Mai sind die Linien eröffnet. Wohin in einem Tage Luftreisende, Post und Gepäck (Fracht) beispielsweise vom Flugplatz Belpmoos aus gelangen, zeigen folgende Beispiele : Bern, Auto Bahnhofplatz Transitpostbureau ab 8.10 Uhr. Bern-Belpmoos ab 8.45, Biel ab 9.03, via Basel Ankunft in: Paris 13.15 Hamburg 16.00 London 17.00 Kopenhagen 18.25 Mannheim 11.45 Köln 13.55 Frankfurt 12.30 Amsterdam 16.35 Berlin 15.45 Bern, Auto Bahnhofplatz Transitpostburcau ab 10.00 Uhr. Bern-Belpmoos ab 10.35, via Zürich Ankunft in: Innsbruck 14.10 Wien (via München) 16.50 Salzburg 15.25 Budapest 18.35 Wien (v Innsbruck) 17.30 (am folgenden Tag in München 13.50 Belgrad, Sofia. Bukarest, Prag 16.35 Konstantinopel). Dresden 17.40 Bern, Auto Bahnhofplatz Transitpostbureau ab 10.35. Bern-Belpmoos ab 11.10 Uhr, via Lausanne- Genf Ankunft in: Marseille 15.55 Lyon 13.35 Barcelona 19.30 Paris 16.20 (am folgenden Morgen London 19.00 früh per Bahn in Brüssel 18.35 Madrid) Amsterdam 20.45 Von den meisten Endstationen der Linien werden Reisende, Gepäck und Post sogleich per Flugzeug und Bahn weitergelcitet. Aufschluss hierüber gibt der bei der Flugplatzdirektion, dem offiziellen Verkehrsbureau und den Reisebureaus der Stadt kostenlos zu beziehende Flugplan. TORPEDO BUICK a vendre, modele 1928, 5 places, en parfait etat, 18 HP, bas prix. S'adresser sous chiffre 45188 ä la Revue Automobile, Berne. Zu verkaufen von Privat Mercedes 2V 2 Liter, 1929 Conduite interieure, vierplätzig, Luxe, wie neu. Offerten unter Chiffre Z. 1672 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. TORPEDO 7 pl. d'occasion, est demande, Ire marque, bon etat, moteur de 6 ou 8 cyl. Adresser offres avec in- «Jications precises du modele, et dernier prix, sous chiffre 11322 ä la 7191 Revue Automobile. Berne. 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46 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE PROSPEKT-AUSZUG f" Fabrique Nationale cT Armes de Guerre •^ Societe Anonyme ^** (Fabrikation von Maschinen, Werkzeug, Fahrrädern, Motorrädern, Automobilen, Karosserien, Motoren, Waffen usw. jA.n.loilxe von Herstal-lez-Liege (Belgien) Rückzahlbar bis spätestens am 30. Juni 1960 durch jährliche Auslosungen vom 30. Juni 1937 an, mit der Möglichkeit vorzeitiger und verstärkter Tilgung Kapital und Zinsen sind von allen derzeitigen und künftigen belgischen Steuern befreit Die schweizerische Couponsteuer in der derzeitigen Höhe von 2°/ 0 ist durch Pauschalzahlung abgelöst Emissionspreis 98 °/ 0 • ••••- • JFfc©xa.dLite ca. 6 V 8 °/o Der Verwaltungsrat der Fabrique Nationale d'Armes de Guerre hat in seiner Sitzung vom Die Fabrique Nationale d'Armes de Guerre besteht seit 1889 und verfügt über ein einbezahltes Kapital von 105 Millionen belgischen Franken. Sie befasst sich hauptsächlich mit der 2. April 1930 beschlossen, eine 6 % Anleihe im Betrage von Fr. 15,000,000 Schweizerwahrung zur Vermehrung der Betriebsmittel aufzunehmen. Fabrikation von Fahrrädern, Motorrädern u. Automobilen, sowie von Waffen u. Munition aller Art. Für diese Anleihe selten folgende Bedingungen: Sie ist überdies an der Societe Anonyme beige de Construetions Aeronautiques, an der Cartoucherie 1. Die Anleihe ist eingeteilt in 15,000 auf den Inhaber lautende Obligationen von je Fr. 1,000Francaise, der Soeiete des Machines ä ecrire MAP und an andern Unternehmungen beteiligt. Für. nom., No. 1—15,000. 2. Die Obligationen sind vom 30. Juni 1930 an mit 6 % p. a. verzinslich, zahlbar halbjährlich Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 105 Millionen belg. Franken 193O mit Fr. 30.— pro Coupon per 30. Juni und 31. Dezember. Sie sind mit Halbjahrescouppns versehen, deren erster am 31. Dezember 1930 und deren letzter am 30. Juni 1960 fällig wird. 3. Die Rückzahlung hat innert 30 Jahren zu pari in Schweizerfranken zu erfolgen, nämlich durch 24 gleichmässige Annuitäten (Zinsen inbegriffen) vom 30. Juni 1937 bis zum 30. Juni 1960. Die rückzahlbaren Obligationen werden jährlich gemäss dem ihnen aufgedruckten Tilgungsplan ausgelost. Die Gesellschaft behält sich jedoch das Recht vor, die noch ausstehenden Obligationen vom 30. Juni 1937 an gegen dreimonatige Voranzeige ganz zurückzuzahlen oder durch vermehrte Auslosungen verstärkt zu tilgen. Die derart über den Tilgungsplan hinaus zurückbezahlten Obligationen werden in jedem Falle von der letzten Tilgungsquote, hernach von der zweitletzten, usw. abgezogen, so dass die Staffelung des Tilgungsplanes nicht abgeändert wird. Die Auslosungen finden jedes Jahr unter Beizug eines Notars im Gebäude des Schweizerischen Bankvereins in Basel statt, und zwar spätestens zwei Monate vor dem Rückzahlungstage der Obligationen. Die Nummern der ausgelosten Obligationen werden in denjenigen schweizerischen Zeitungen veröffentlicht, die für alle offiziellen Mitteilungen an die Obligationeninhaber der gegenwärtigen Anleihe als obligatorisch bezeichnet werden. Die Verzinsung der rückzahlbaren Obligationen hört mit dem für die Rückzahlung festgesetzten Tage auf. Die zur Rückzahlung vorgewiesenen Obligationen müssen mit sämtlichen noch nicht verfallenen Coupons versehen sein; der Zinsbetrag fehlender Coupons wird vom rückzahlbaren Kapital abgezogen. 4. Die Zahlung von Zins und Kapital erfolgt ausschliesslich in der Schweiz in Schweizerfranken, bei allen Sitzen, Zweigniederlassungen und Agenturen folgender Banken: Schweizerischer Bankverein Basler Handelsbank Union Financiere de Geneve Eidgenössische Bank A. G. Aktiengesellschaft Leu & Cie. Schweizerische Bankgesellschaft Schweizerische Volksbank Comptoir d'Escompte de Geneve Die schweizerische Couponsteuer in der derzeitigen Höhe von 2 % ist durch Pauschalzahlung abgelöst worden, so dass die Coupons dieser Obligationen ohne Abzug dieser Abgabe bezahlt werden. Ausserhalb Belgiens sind Kapital und Zins auch ohne Abzug von derzeitigen oder künftigen belgischen Steuern zahlbar. Die Gesellschaft verpflichtet sich, die verfallenen Coupons und rückzahlbaren Obligationen sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten regelmässig zu zahlen, ohne Rücksicht darauf, ob der Inhaber Angehöriger eines alliierten, neutralen oder feindlichen Landes ist. 5. Die verfallenen Coupons verjähren in fünf Jahren, die rückzahlbaren Obligationen In 30 Jahren nach ihrer Fälligkeit. 6. Die gegenwärtige Anleihe geniesst keine besondere Sicherstellung, doch verpflichtet sich die Gesellschaft, weder spätem Anleihen noch anderen Verpflichtungen spezielle Garantien einzuräumen, ohne die gegenwärtige Anleihe im gleichen Range in diese Sicherstellung einzubez i e h e n . • • - • " - " " "••••••' •'- " - " • • - • • • - - - • • • • = •••-• • • - . - : • • ' • . . • ; « 7. Alle Mitteilungen an die Obligaüoriehinhaber der geöeiiwärtigen Anleihe erfolgen gültig durch' Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt, sowie in je einer Zeitung der Plätze Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich. 8. Die Kotierung der Anleihe an den Börsen von Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich wird nachgesucht und während der ganzen Anleihensdauer aufrecht erhalten werden. VOIKL :F-:r. JL5,OOO,OOO den Verkauf ihrer Produkte errichtete die Gesellschaft mehrere Tochterunternehmungen im Auslande. Ferner steht sie in Interessengemeinschaft mit der Automobil-Fabrikationsgesellschaft Minerva Motors S. A. Antwerpen. Schon vor 1914 brachten alle Fabrikationszweige sehr befriedigende Ergebnisse. Seit Kriegsende weist die Gesellschaft eine regelmässige und erfreuliche Entwicklung auf und erzielte auch in finanzieller Hinsicht gute Resultate, was aus folgender Uebersicht hervorgeht: Geschäftsjahr per 30. Juni Brutto-Dividende Verteilte Aktienkapital Gewinne in belg. Fr. in belg. Fr. 1924/25 20,000,000 3,706,811 1925/26 50,000,000 4,211,074 1926/27 50,000,000 9,781,690 1927/28 100,000,000 10,877,558 1928/29 105,000,000 13,437,394 in belg. Fr. 80 90 100 100 pro Aktie von nom. belg. Fr. 500 « t* » » »» » olJU » » » »» 1» M OUU „ „ ohne Nennwert Das finanzielle Ergebnis des Geschäftsjahres 1928/29 hat trotz eines Streiks neuerdings eine Steigerung erfahren, wozu alle Fabrikationsabteilungen beigetragen haben. Die Ergebnisse des laufenden Jahres dürften sich ungefähr auf der Höhe des Vorjahres beweaen Herstal-lez-Lißjje, den 17. Mai 1930. Solx^w*ei5Be:rTvä/li.x*ui.xxgr Fabrique Nationale d'Armes de Guerre Societe Anonyme Von vorstehender 6 % Anleihe ist ein Betrag von Fr. 3,000,000 mit Sperre fest im Auslande untergebracht worden. Das unterzeichnete Bankenkonsortium hat den Betrag von Fr. 12,000,000 nom. Schweizerwährung, 6% Anleihe 1930 der Fabrique Nationale d'Armes de Guerre Societe Anonyme fest übernommen und legt sie vom 24. bis 30. Mai 1930 zu folgenden Bedingungen zur öffentlichen Zeichnung in der Schweiz auf: 1. Der Zeichnungspreis beträgt 98 %, abzüglich 6 % Zins vom Tage der Abnahme bis zum 30. Juni 1930. Der schweizerische Titelstempel wird abgelöst. 2. Zeichnungen werden innert der obenerwähnten Frist bei allen schweizerischen Sitzen, Zweigniederlassungen und Agenturen der unterzeichneten Banken entgegengenommen. 3. Die Zuteilung erfolgt sobald wie möglich nach Schluss der Zeichnung. Bei einer Ueberzeichnung des aufgelegten Betrages behalten sich die Zeichnungsstellen eine Reduktion nach ihrem Ermessen vor. 4. Die Abnahme der zugeteilten Beträge hat vom 4. Juni bis spätestens am 15. Juli 1930 zu erfolgen, nach dem 30. Juni 1930 zuzüglich 6 % Zins vom 30. Juni 1930 bis zum Tage der Zahlung. Die Zeichner erhalten Interimssch.eine, die später ohne Spesen gegen endgültige Titel umgetauscht werden können. Basel, Genf, Zürich und Bern, den 22. Mai 1930. Schweizerischer Bankverein Basler Händelsbank Union Financiere de Geneve Eidgenossische Bank A. G. Aktiengesellschaft Leu & Cie. Schweizerische Bankgesellschaft Schweizerische Volksbank Comptoir d'Escompte de Geneve > \ Ti Auf tmsen Strassen, die sich nahezu ständig an den Abhängen der Berge entlangwinden und beträchtliche Höhen erreichen, wird der beste Motor übermässig beansprucht. Das einzige Mittel, das eine Verminderung der Überanstrengung möglich macht, ist ein Oel, dessen Schmierfähigkeit keineswegs beeinträchtigt wird durch die hohen Temperaturen, welche die enorme Kraftentwicklung des Motors auf unseren schwierigen Wegen mit sich bringt. - Von die- sem Gesichtspunkt aus ist Mobiloil unvergleichlich. Es wird ständig verbessert, so dass es den stärksten Anforderungen standhält, es unterstützt den Motor durch tadellose Schmierung wie auch immer die Temperaturen in den Zylindern sein mögen. Denken Sie auch an das Getriebe: Getriebegehäuse und Hinterachse werden gleichfalls starken Proben unterworfen und können sich in unsern Bergen als unfreiwillige Bremsen auswirken. Schmieren Sie mit Mobiloil C und CW. In allen besseren Garagen finden Sie die Type Mobiloü, die Sie für Ihren «r * « Sie verschaffen sich Schatz und machen Ersparnisse mit dp.r rKJik.ntth.mhn.rvn 5> Viln Vnnnm