Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1930_Zeitung_Nr.054

E_1930_Zeitung_Nr.054

18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N°54 Agentur jede Verantwortung iür sein Leben ablehne. Auf diesem kleinen Fleckchen Erde hausten zwar keine Menschen, aber es gab wilde Tiere, von äusserst giftigen Schlangen bis zu riesenhaften Löwen und Elephanten. Während der ersten Woche seiner Einsamkeit war Felix P. Morris restlos glücklich. Dann öffneten sich plötzlich die Schleusen des Himmels und es regnete Tag und Nacht. Eine wahre Sintflut, die kein Ende nahm. Felix P. Morris war der Verzweiflung nahe, und in einem Augenblick, wo er ernstlich an Selbstmord dachte, lief er in den strömenden Regen hinaus, rannte bis zu dem schützenden Drahtverhau und überkletterte ihn ohne Bedenken. Dann wartete er innerlich gefasst auf das Auftauchen eines blutgierigen Wildes, das seinen Qualen ein Ende bereiten sollte. Doch nichts Hess sich blicken. Mutig schritt Felix P. Morris weiter und stand plötzlich vor einem zweiten Drahtverhau. Es gelang ihm, auch diesen zu überklettern. Nach einem Marsch von wenigen Minuten erblickte er plötzlich ein kleines Zelt und vor diesem einen Mann. «Hallo!» schrie Felix P. Morris. «Hallo !> antwortete der Mann und kam näher. Und dann erkannten sie sich. «Mister Morris!» «Mister Blackfeald!> Die beiden Bankiers reichten sich die Hände. Am nächsten Morgen hörte der Regen auf, und die beiden Männer konnten die Insel ungestört durchsuchen. Sie fanden zwar keine wilden Tiere, dafür aber noch zehn alte Bekannte aus der Wallstreet, die alle die durch Stacheldraht in zwölf Teile geteilte Insel — ihrer bisherigen Meinung nach «einsam» — bewohnten. Nun, da man sich getroffen hatte, wollte man schon zusammenbleiben. Und so lebten die Zwölf ein gemeinsames Robinsondasein, bis zu dem Tage, wo ein vorüberfahrender Dampfer sie aufnahm und nach dem gar nicht so weit entfernten New York brachte. Und da schritten die zwölf Herren zur Abrechnung, denn sie hatten während ihres Aufenthaltes auf der Insel Börse gespielt und sich gegenseitig Wertpapiere auf Termin verkauft. Und Felix P. Morris musste feststellen, dass seine Robinsonade ihm ungefähr zwölf Millionen eingebracht hatte. Da fügte er sich seufzend seinem Schicksal: dem Qeldverdienen auf dieser Welt nicht mehr entrinnen zu können. Aus den Aufzeichnungen eines Radiohörers Auch Radiohörer können an ihrem Apparat allerhand erleben. In ihrem Zimmer hören sie so ziemlich von allem, was die Menschheit bewegt. Aufzeichnungen eines Radiohörers — wie interessant! Alfred Polgar plaudert im « Berliner Tageblatt > mit seinem bekannten ungemein geistvollen Stil über dieses Thema: Ich habe einen kleinen Radioapparat, er heisst Nora, aber wir rufen ihn Mieze; das sind so Launen, wie der Mensch in seinem Uebermut sie zuweilen hat. Miezes empfindliche Teile, durch eine winzige Glocke aus Zelluloid vor Staub behütet, sind ein grünes Zylinderchen mit Spiralfeder dran. Die Spiralfeder endet unten in ein nadelfeines Stück Draht, dessen Spitze an etwas verknäultes, metallisch Glitzerndes rührt, das aussieht wie silbernes Gekröse. Gibt der Apparat nicht Laut, so hat die Nadel den richtigen Punkt im Gekröse verloren, und man muss ihn wiederfinden. Es ist dann ein schöner Augenblick, wenn die Beziehung mit dem Aether wieder aufgenommen erscheint, die gestockte Welle wieder fliesst, das Schweigen plötzlich in Töne ausbricht, und der Mensch aus der Stille mitten im gemischten Chor fällt, der beharrlich fordert: «ich soll und muss ein Buhlen haben.» Ach, wem sagt er das?! Der Kopfhörer — eigentlich sollte es nicht: Hörer heissen, sondern: Töner — ruht, wenn er nicht benützt wird, auf der Tischplatte. Auch so, aus der Entfernung, gibt er Geräusch von sich, allerdings ganz dünnes, leises, als träumte ihm nur von Musik oder Rede. Ich halte ihn von Zeit zu Zeit, ohne Kenntnis seiner augenblicklichen Geladenheiten, ans Ohr, lasse mich überraschen. (Wie heisst für das Ohr, was für das Auge ein Bild heisst? Ein Hör?) Von Zeit zu Zeit also werfe ich einen flüchtigen Hör in den Aether. Da gibt es erregende Zusammenstösse tiefverschiedener Stimmungen: der eigenen und der, die sich aus der Hartgummi-Muschel tönend manifestiert. Etwa diese versichert, schon vormittags: «Ich bin ein froher Jägersmann, Halli! » Zugegeben. Aber es passt nicht immer. Wie oft fällt solche Mitteilung ganz ausserhalb des Gefühlsbezirks, in dem du dich gerade befindest! Wie selten stimmt, was du so auf gut Glück aus der rastlos fliessenden Aetherwelle angelst, zu deiner augenblicklichen inneren Situation! Radio - Uebermittlungen Empfänger das angenehme, dass er sie nach Belieben unterbrechen kann. Er muss nicht eine Sekunde länger zuhören, als er will. Jederzeit kann er das Gehör, das er geliehen hat, zurücknehmen, mitten aus dem Satz, dem Wort, der Silbe sich entfernen. Es liegt zwar, das ist nicht zu leugnen, etwas Röties in solchem jähen Mundtotmachen, in solcher unsichtbaren Beleidigung des Sprechers hinterm Mikrophon (manche murmeln sogar, indes sie den Hörer mit gemeiner Plötzlichkeit vom Ohr reissen, eine unflätige Aufforderung hinzu). Aber bedenket, Radio-Abonnenten, wie oft das gemeine Leben in die Rolle des wehrlosen Zuhörers nötigt, wie sehr der Mensch gefesselt durch Zivilisation, ausgeliefert ist dem Sprechgeräusch des Nebenmenschen ... und ihr werdet zu schätzen wissen die Gewalt, die euch verliehen ist: durch eine Handbewegung jeden Redefluss sofort erstarren machen, jede lästige Hörbeziehuhg augenblicks abbrechen zu können. Ich war vierzehn Tage fort und hatte vergessen, Mieze abzustellen. Vierzehn Tage lag der Kopfhörer auf dem Tisch, den Mund nach unten, der täglich von sieben Uhr früh bis Mitternacht, fünfzehn Stunden also, in die Tischplatte hineinredete, -musizierte, -dozierte. Ströme von Mitteilung und Belehrung rannen aus ihm. Von der Nachtpause abgesehen: ohne Unterlass. Zwiesprache und Polemik, Humor und Börsenkurse von so ziemlich allem, was Menschenherz bewegt, immer oder nur jetzt, empfing meine Tischplatte. Ganze Dramen und Opern liefen ihr in die Poren. Blumenzucht, Sprachunterricht, Lyrik und Wetteransagen, die Stunde der Hausfrau, gibt es ein Leben nach dem Tode?, und Schach für Anfänger kitzelten ihr die Haut. Schallplatten, viele Kilometer kreisend, Hessen ihr Aufgezeichnetes, gefiltert durch den Aether, auf meinen Tisch fallen. Er empfing Skat-Unterricht. Hunderterlei Stimmen, hohe und tiefe, kategorische und melodische und solche mit Vollbart, erschütterten ihn, wenn auch nur in mechanischem Sinn und nur so leicht, wie schwingende Luft dies eben vermag. Blonds prefer Gentlemen, Der New-Yorker Psychoanalytiker Prof. Mitshall gibt in einer amerikanischen Zeitschrift das Resultat einer durch mehrere Jahre geführten Untersuchung über Beziehungen zwischen Haarfarbe und Moralität bei den Amerikanerinnen bekannt. Das Ergebnis dieser Untersuchung, die auf einer Unzahl statistischer Unterlagen beruht, gipfelt darin, dass, so unerwartet es klingt, rothaarige Frauen die moralischsten sind. Es folgen dann in der Skala die brünetten, dann die Schwarzen und ganz zuletzt die blonden, die allerdings, wenn auch am unmoralischsten, so doch am normalsten sind. Sterben die Könige der Lüfte aus ? Ueberall ist ein Rückgang, besonders des Stein- und des Seeadlers, auch in jenen Gegenden zu erkennen, wo sie ehemals noch zahlreiche und regelmässige Horstvögel waren. Die nördlichen sowie die südöstlichen Gebiete von Schweden und Norwegen boten den Vögeln längere Zeit unbehelligte Unterkunft gegen die immer weiter vordringende Kultur und vielfache Verfolgung. Nunmehr beschleunigt der gesteigerte sportmässige Abschuss der Adler vom Horst, die Horstberaubung zu Sammel- und anderen Zwekken, sowie die Fällung langjähriger Horstbäume die Abnahme der Adler in Schweden. Seit 1924 und 1925, wo in Norwegen noch 429 bzw. 330 Adler erlegt wurden, ist der Bestand bedeutend zurückgegangen. Schweden besitzt noch 30 Steinadlerpaare und ungefähr 15 unter staatlichem Schutz stehende Seeadlerpaare. Bei der Schwierigkeit einer haben für denscharfen Ueberwachung der Horste besteht für die Erhaltung der Tiere indes nur eine schwache Gewähr. Das Ideal der modernen Frau. An 450 Studentinnen wurde kürzlich die Rundfrage gerichtet, wie das Ideal des Mannes nach ihrer Meinung beschaffen sei. Obwohl man es hier mit vollkommen modern gesinnten, jungen Mädchen zu tun hat, entsprach ihre Beantwortung der Frage noch Das Guckloch Ein Rechenphänomen. Ein weibliches Rechenphänomen wurde in der Person derzweiundzwanzigjährigen Nina Glagoneva in Moskau entdeckt. Im mathematischen Seminar der Universität in Moskau wurde sie einer Prüfung unterzogen, deren Ergebnis selbst die hochgespannten Erwartungen weit übertraf. Sie hatte 25 Sekunden zur Lösung von Rechenaufgaben gebraucht, die der Mathematikprofessor der Universität mit Hilfe von Logarithmentafeln erst in anderthalb Stunden fertigstellen konnte. Zwei Mitglieder des Prüfungskomitees riefen ihr nun 40 Worte in russischer Sprache zu, die Nina Glagoneva ohne einen Fehler in derselben Reihenfolge, in der die Worte ihr zugerufen worden waren, wiederholte. Sie konnte ebenso fehlerfrei die Worte auch in umgekehrter Reihenfolge hersagen. Dasselbe Experiment wurde mit 28 Worten, die zwölf verschiedenen Sprachen angehörten, gleichfalls mit Erfolg durchgeführt. Von zwölfstelldgen Zahlen zog Nina Glagoneva die Kubikwurzel in 4 Sekunden. Unter den Rechenphänomen der letzten Zeit dürfte ihr nur der blinde französische Rechenkünstler Fleury überlegen sein. Als der Kopfhörer wieder weggenommen war von der Tischplatte, zeigte sich dort, wo sein Mund gelegen und vierzehn Tage in sie hineingetönt hatte, nicht die geringste Trübung! Nicht einmal so winzige Spur wie die vom Hauch eines Atems war zurückgeblieben. Wenn ich denke, ich hätte den Wasserleitungshahn offen gelassen! Es ist doch gut, dass der Geist keine Substanz hat. durchaus dem Idealbilde, das unsere Grossmütter in ihrer Jugend sich von dem Manne machten. Mehr als 100 Stimmen waren für Beständigkeit, Ehrlichkeit und Treue, 75 für Wahrheitsliebe, Offenheit und Aufrichtigkeit. Auch Intelligenz, Sinn für Humor, Persönlichkeit und Ehrgeiz werden noch geschätzt, aber der berühmte « erotische Reiz » wurde nur von einer der Befragten angeführt. Zwei der jungen Mädchen wünschten sich einen Mann, der es verstände, den Hof zu machen. — Eine andere Rundfrage, die ebenfalls an die Studentinnen erging, betraf ihre Stellung zur Liebe. Aus den Antworten ergab sich, dass 40 Prozent der befragten Studentinnen verliebt waren, 30 Prozent gaben zu, Erfahrung in der Liebe zu haben, 90 Prozent erwarten, dass sie heiraten werden, aber 80 Prozent sind der Meinung, dass ihre zukünftige Ehe unter Umständen auch wieder geschieden werden würde. 70 Prozent lehnen die Sitte des Küssens ab, 60 Prozent glauben an wirkliche Leidenschaften. Musik und Appetit. Ein norwegischer Lebensmittelhändler behauptet, festgestellt zu haben, dass Mendelssohnsche Musik den Appetit auf Schinken tötet. Er will es an vielen Menschen ausprobiert haben. Es wäre vielleicht angebracht auf diesem Gebiet weitere Versuche zu machen; am Ende ergeben sich dabei die interessantesten Zusammenhänge : Wer gern Austern essen möchte und hat kein Geld dafür, braucht nur eine Bach'sche Fuge zu hören, wer Hammelfleisch mit grünen Bohnen ersehnt, hört ein paar Takte Wagner — und der Appetit ist vergangen. Welch eine Errungenschaft für Pensionsinhaberinnen : Ein gutes Grammophon und eine richtige Auswahl Platten und sie braucht nur noch halbe Portionen zu geben! Der mangelhafte Geruchssinn der Frau. Dass Frauen einen weniger guten Geruchssinn besitzen, ist ziemlich allgemein bekannt. Kürzlich hat man mit 38 jungen, gesunden Frauen ein Experiment angestellt, an dem die gleiche Zahl Männer teilnahm. Man bewies durch dies Experiment, dass zwar Frauen Schmerz viel besser ertragen können als Männer, ihnen aber in Bezug auf Geschmacks- und Geruchssinn nachstehen. Keine unter den geprüften Frauen war nämlich imstande, Zitronenessenz zu schmecken in einer Lösung von 1:100000, während meh- " rere Männer den Geschmack noch in einer Lösung von 1 : 250,000 wahrnahmen. Brief eines Metzgerlehrlings. « Lieber Vater ! Es geht mir ganz gut, und*, gelernt habe ich auch schon etwas. Neulich habe ich beim Verkauf geholfen : einer Frau Grossrat habe ich die Knochen entzweigeschlagen und einem Dienstmann die Schweinsohren heruntergeschnitten. Mein Meister sagt, wenn ich so zunehme, will er mich nächstens schlachten lassen. Ein Probe von einer eigenhändigen Leberwurst lege ich bei. Mit Gruss Dein dich liebender Sohn.» 'Alkoholfreier APFELWEIN ZÜRICH • Grand Cafe Esplanade Tabarin - Bar Grosse Konzerte EQÜSail Gastbof Hirsdien Tarn Rbeio) Fi3ohkflche. — Butterkflche. — Qualitfltsweine- Gesellschaftssail. — Eigenes Motorboot. — Garage. — Zivile Preise. Telephon 3. Neuer Besitzer: Q. BBAENDLL der schweizerischen Präzisions'CinesAuto* Camera für 16 mm Schmalfilm (Welt« Amateur «Format). Lassen Sie sich die BOLEX« Camera bei uns zeigen! GIMMUCO, Cin^.Service, ZÜRICH, T. H. 8151 Haus zur Somtuerau, Stadelhof^rpL Bokx.Gen..Vertretung f. d. Schwell ZÜRICH STADTHOF- POSTHOTEL Rheinau Gasthaus-Metzgerei Löwen Gntbürgerliches Haus. — Fischküobe. — Butterküche. Qualitätsweine — Schöne Fremdenzimmer mit fliess. Wasser. — Schattiger Garten — Idealer Autopark — Sehenswürdigkeit Kloster Rheinau. — Zivile Preise. — Telephon 3. ©. Schwelzer-Bnehter. vis-a-vis Hanptbahnhof. Hans II.Ranges, renoviert 1927. 140 Betten. Fliessendes Wasser, Lifts, Zentralheizung. Amtstelephon,Lichtsignal. Grosses Oafe-Bestaurant im HoteL — Telephon: Hotel ... Selnau97.90 P«l«. Tr Ä „.„1 Restaurant Selnau 97.92 VxeDr. VOgeL Vättis bei JFtQ,fjEk,:z HOTEL LERCHE Genussr. Autotour durchs romantische Taminatal nach Vattis mit schönen Fusstouren in die Alpentäler Eunkels u. Calfeisen. Gr. schattiger Garten. Auto-G»rage. Tel. 429. Getchw Zimmermann.

54 1930 AUTOMOBIL-KtVUE 19 Die Äuioienkerin und ihre „kleinen Einzelheiten " Die «autofahrende Frau» ist kein Thema, das neu ist! Seitdem auch die Frau sich den Platz am Führersitz erobert hat und stolz auf ihre maskulinen Eisenschaften in der Welt herumfährt, gibt es auch die Frage : Kann die Frau gut fahren? Sie ist nicht eindeutig gelöst. Es gibt verschiedene Behauptungen. Versuchen wir die Sache vielleicht einmal vom Standpunkt des Psychologen aus zu betrachten. Da hat ein Mann (sehr wichtig!) in der englischen Zeitschrift « Motor» einen Artikel geschrieben, der zum erwähnten Problem ziemlich eindeutig Stellung nimmt. Damit soll über dieses Thema nicht das letzte Wort gesprochen sein; wer weiss, vielleicht widerlegt uns eine Frau die Ausführungen glänzend.., Die Kategorie der Automobillenkerinnen. Der Mann am Lenkrad fährt sein Auto mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, die ihm eigentlich gar nicht zum Bewusstsein kommt. Den Automobilistinnen hingegen ist die Sache doch in vielen Fällen noch etwas neu, und da verrät sich in ihrem Gehaben deutlich ihr Charakter und ihr Temperament. Qewiss haben auch die Männer ihre speziellen Eigenheiten, ob sie nun in « Supersport > mit einer hochmodernen Chauffeurkappe prunken oder in gänzlicher Teilnahmslosigkeit als entlohnte A D «oa se SEnirc Wenn der mann urteilt DP>O^IU Wagenlenker ihren Dienst tun. Frauen bedienen ihren Wagen in so eigenartigem Stile, dass es nicht schwer fällt, da gewisse Unterschiede zu erkennen und einzelne Klassen aufzustellen. Die furchtsame Dame. Da ist vor allem die furchtsame Dame. In der Regel, wie ja selbstverständlich, eine Anfängerin. Sie bleibt wie festgewurzelt stehen, bevor sie aus einer Seitengasse in eine belebte Hauptstrasse einzubiegen wagt. Ängstlich lugt sie dahin und dorthin, macht dabei einen übermässigen Hupenlärm, schaltet mit einem wahren Qetöse um und zieht dann erst ruhig ihrer Wege. Sie kann gar nicht genug aufpassen, dabei ist sie in steter Angst von. wegen des Geschwindigkeitswechsels. Die « gefährliche» Frau. Dann ihre Kollegin, die mit' dem Umschalten schon wohlvertraut ist, ohne dabei ein betäubendes Gerassel zu verursachen. Es fehlt ihr denn auch nicht ein gewisser Wagemut; sie eilt in flottem Tempo dahin, gibt durch Schwenken der Hand eine Menge Signale — zumeist falsche Signale, nebenbei bemerkt. Ob sie ebenso schnell zu bremsen imstande ist, bleibe dahingestellt. Mit dem Beschleuniger geht sie etwas roh zu Werke. Immerhin geschieht dies alles in bester Absicht, wenn Steh auch nicht leugnen iasst, dass sie ein wenig gefährlich ist. Solltest dn gerade vor ihrem Auto die Strasse zu überqueren haben, so wirst du Jedenfalls gut daran tun, mit möglichster Beschleunigung das Trottoir zu gewinnen, denn sie blickt starr auf den Verkehrspolizisten und nicht auf die Fussgänger. Draussen, auf freier Landstrasse, bekundet sie eine Vorliebe, die Krone der Fahrbahn einzuhalten. Sie geht mit Schwung jede Steigung an und trachtet mit der Zweiten, vielleicht aber auch noch etwas höher, die Steigung zu zwingen. Dabei hat sie höchst liebenswürdige Eigenschaften: sie sendet fröhliche, kameradschaftliche Grüsse, sie denkt gar nicht daran, eine Kurve zu schneiden, hupt mächtig an jeder unübersichtlichen Biegung und Kreuzung, kurz, sie benimmt sich wie,eine echte Dame. Die Chauffeuse. Der nächste Typus ist die ausgesprochene Chauffeuse, zumeist jugendlichen Alters, die ihren Wagen spielend beherrscht und jegliche Furcht vor dem schrecklichen Ungetüm abgelegt hat, das sie in ihrer Gewalt hat. Wechselt sie die Geschwindigkeit, so geschieht dies fast unmerkbar, ausser bei einer ganz plötzlichen Ueberraschung. In eleganter Haltung schmiegt sie sich in das weichste Kissen, das sie daheim in ihrem Salon hatte ausfindig machen können. Sehr häufig hat sie die unvermeidliche Zigarette zwischen den Lippen, die aber durchaus nicht angezündet zu sein braucht. Sie hat es noch nicht heraus, gleichzeitig zu rauchen und den Wagen zu lenken; darin ist sie noch Anfängerin. Immerhin ist sie selbstbewusst genug und Stolz auf ihre glänzenden Fahrfähigkeiten. Eine Zigarette wird nun einmal von der Mode verlangt, sie erhöht den Eindruck und rundet das Gesamtbild ab. Die moderne Frau Die neueste Errungenschaft der Frau ist das Lastwagen-Lenken. Miss Anna Semenui, die Tochter eines New-Yarker Fuhrunternehmers, ist die erste Lastwagenführerin der Vereinigten Staaten tmd sicherlich auch der Welt. Hier bockt der Motor, ge^ rade als sie auf dem Times Square angelangt ist, und da ein weiblicher Lastwagenföhrer selbst im Lande der Kuriositäten etwas Ungewöhnliches ist, hat sich schnell eine Menge. Schaulustiger eingefunden. 81« reisen schnei! Sie epedleren prompt regelntässlgea Fluglinien Tagesverbindungen nach den wichtigsten Städten Europas. Unser Aoto erwartet Sie am Bahnhof Transit-Bureaa In Bern Auskauft erteilen bereitwilligst! Telephon Zähr. 40.44 oder Beip 101, sowie Reise- und Verkehrsbureause EMgMtaM xrtft Verdeck n. Kunstlerlelnmbezng Fr. 30.— KoHerboek, fnr Hotels und Pensionen, hell oder dunkel lackiert glatt Fr. 9.— faconnlert Fr. 11*— Feldsessel mit Stoflbezng von Fr. 3.50 an Chaiselongue am Bohr« gron oder selb gestrichen, von Fr. 45.— an Klappbett, massiv Hartbolz, Bezng «us Segelleinen, 170 cm Liegclängo Fr. 34.— J. Assfalg, der XßpzffBerir Klappstuhl Auto oder lackiert Uegestnhl, kompl. m. breiter Armlehne und Manilabezag Fr. IS.— mit echt ital. Umbrialäuf er Fr. M.- Holzwarenfabrik, Kombinierte Gartenleiter mit Schiebvorrichtung, als Baumleiter ganz unentbehrlich, Grüsse 190 bis 323 cm Fr. 40.— Variangen Sie Gratiskatalog Nr.66 mit den' als Notsitz für Weekend, hell Fr. t Schipfe 4-6-11-13-25 äei der Rathaasbrücke ,Atifl er-Ausflugszieleaus derMitlelschweiz Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners , CH Touring, Führer för AutomobllTdh'rer, offizieile Ausgabe des T. C. S. Laufenburg Bestbekannter and Aasflugsort Prospekte d. d. YerkehrsTerein. „Säumärlt 62. Ä.C.S. Telephon 2.81 KOnsflerzunft-Stnbe. Restauration zu jeder Tageszeit. Stets lebende Forellen. Spezialität In offenen u.Fl«scher>> weinen. Sorgfältig geführte Küche. Massige Preise. Eigene Garage. Altbekannter Landgasthof an der Durchgangsstrasse. - Prima Küche und Keller. — Freundl. Zimmer. — Garage. — Benzintank. — Tel 27. Werben Sie um die 60,000 schweizer. Automobilisten Bad Lauterbach bei Oftringen ah der Strasse Oftringen-SafenwyL. Altbekanntes Kurhaus inmitten prächt. Wälder. Gute Autostrasse. Vorzügl. Küche u. Keller. Lebende Forellen, Güggeli etc. Schattige Terrasse, groser Garten. Tel. 23. Besitzer: H. LANZ, Küchenchef. HotelMössli durch die Automobil-Revue A.O.S. T.O.S. das Hans für rassige Sehweizerweine. Hansmarken: Stammheimer BeerlL Schloss Teufener etc. Prima Butter-Küche. Lebende Forellen, Poulets etc. Zimmer mit messendem Wasser. Billard. Kegelbahn. Gesellschaftssäle. Heizbare Garage. Benzin. Oel. Tel. 2.94. W. Mcher-Iinchmann. HOMSOLöAD UNO KURHAUS am Knein Terrassen-Restaurant. Tea-Koom. Ausgezeichnete Butterküche. — Tagesplatten. Bachforellen. Bes. Kneubuhler & Ftschlnger. HOTEL ROSSLI, MUTTENZ hat den schönsten Garten Diner, Souper ä Fr. 2.60,3.50,4.- Spezialplatten, wie Forellen, Spargeln, Hors d'oeuvre. bei der Bheinbrücke. Alte Weinstube, gemütl. Aufenthalt Feine franz. Küche. Selbstgekelterte Weine. Rheinsalm u. Bachforellen. Mäss. Preise. Tel 18. H. Probst. Schöne Bergstrasse ab Wollrasen oder Entlebuch, Bestbekanntes Hans für Kuraufenthalt u. Passanten. Stets lebende Forellen. Vorzügi Flaschen- und offene Weine. Garage, Teleph. Nr. 1. Prospekte. Th. BIRRER, Küchenchef. Unser Ausflugsziel das wunderbar gelegen« Gute Küche und Keller. — Benzin, Oel. — Fremdenzimmer. Tel.Vierlinden Nr.7. Höfl. empfiehlt sich: .1. Daetwy ler-Heinbel. Telephon 225 Altbekannter Landgasthof. Prima Küche und Keller. Heimelige Lokalitäten. Schöner Saal. Schattiger Garten. Kegelbahn. Garage. Mit höfl. Empfehlung: Oeschw. Warihmann. Komfortable Familienpension an ruhiger, staubfreier Lage, direkt ob See. Qrossartige Aussicht auf See und Gebirge. Anerkannt prima Verpflegung. Massige Preise, Sonnen- und Seebäder. Ruder- u, Angelsport. Wochenend. Jeden Sonntag auserlesene Menüs. Garage. Prospekte durch den Besitzer FR. BRUNNER. Tel. 2.37. Gasthof z. Lauienüuro masrfraulein , G-astliof z. Bekanntes Haus für gute Küche und Keller. Mitglied des T.CS. Telephon* 48. Solothurn Hunzenschwil •lAanuö Gasthof z. ROssll SURSEE Hotel-Pension Bellevne Sempachersee BO1OOS Kurhaus Kreuz A.C.S. fiel Lißstal T.C.S. An der Hauptstrasse Basel-Solothurn. Gute Rüche und Keller. Grosse Säle. Täglich Forellen. Garage. Tel. 318. GEBR. FLUBHCHER. Gasthof zum Kunzenbad Altbekanntes Haus. Vorzügliche Küche und Keller. Grosser SaaL Schöne Zimmer. Garage. Ruhiger Ferienaufenthalt. Telephon Nr. 6. J. Zihlmann-Hunkeler. ÜO¥EL SCHWANEN Rendez-vous der Automobilisten. Soignierte Küche. Spezialität: Bachforellen. Cafe Espresso. Garage. H. SÜSS Chef de cuisine. Mitgl. A.C.S. u. T.CS. LAUSANNB das alkoholfreie, leicht anregende Tafelgetr an k „MATTA". Lycee Jaccard (Gegr. 1900.) Internat für Jünglinge Ton 10—18 Jahren. Vorbereitung für alle Examen. Sorgfältige Erziehung. Sport. Athletik. Körperpflege. Ferienkurse (Französisch, Sport, Berge) vom 15. Juli bis 15. September. unentbehrlich für Auto und Reise von IANDOLT ÄRBENZ& Papeterie Zürich Port de Pully