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E_1930_Zeitung_Nr.055

E_1930_Zeitung_Nr.055

Diese Summe, die ans

Diese Summe, die ans Ausland abgeliefert wurde, kann nicht nur als Verlust gebucht werden, denn es ist dabei zu bedenken, dass durch diese gewaltige Einfuhr einer grossen Schicht unserer Bevölkerung Auskommenund "Verdienst gesichert wurde und dass jedenfalls ohne diese grandiose Entwicklung der Stand der Arbeitslosigkeit bei uns eine viel gewaltigere Rolle spielen dürfte als dies heute glücklicherweise der Fall ist: Interessant ist dabei die Feststellung, in welcher Weise sich die am schweizerischen Markte interessierten Ränder in den.Bestand an Automobilen teilen, welche im schweizerir sehen Verkehr stehen. Seit, 1922 hat sich-eine derart starke Wandlung vollzogen, dass es sich wohl lohnt,, diese Veränderung festzuhalten, sowohl für die,, Personenwagen, als auch für die Lastwagen. Da eine genaue Statistik erst seit 1922 eingesetzt hat, lässt sich diese Wandlung nach weiter rückwärts leider nicht verfolgen. Ueber die Umschichtung in den Personenwagen orientiert folgende Tabelle/wobei die Wagen'des Bundes nicht miteingezählt sind : Herkunftsländer Schweiz ..,.,, Deutschland.. Frankreich... Italien U.S.>A..„.,... Andere Länder, Total 2,330 3,200 3 850 1720 3 ; 021 :890 1:1628. 2 697 15 743 11-688 .21265 2,083. . 3 5 28 .21 .39 . 4 Zu- odet Abnahme in °/a —34 —16 309 580 604 134 Aus dieser Tabelle , geht, iervor, dass die schweizerischen Personenwagen innert.. genannten, sieben Jahren um 24% abgenommen haben. Die Wagen deutspher. Herkunft sind um 16% zurückgegangen, während die französischen Automobile um 309%, die italienischen um 580% und die amerikanischen um 604% zugenommen haben. Letztere Zahl allein interpretiert die ; Ansichtsäusserung der « Automobil-Revue » in Nr. 53 unter dem Titel « Hoover hat unterzeichnet» jn trefflichster Weise. Wir haben schon weiter oben betont, dass 1 punkto Lastwagen, die Verhältnisse für die Schweiz günstiger- liegen, wenn auch hier leider- konstatiert wenden muss, dass der'Än* teil von 53 auf 34% zurückgegangen'ist. Wie bei,den Personenwagen 1 steht auch 1 bei den Lastwagen Amerika weitaus an Erster Steile, hat es doch' seinen Anteil um rund das Vierundzwanzigfache erhöhen können.: Die; stati^ stische Zusammenstellung- zeiget hier folgendes Bild : ! ::-•-•••:; Herkunftsländer Schweis.....i... Deutschland.... Frankreich Italien ........ U. S.A.......... Andere Länder . Total. 1922 Im ganzen 3 050 1290 570 600 170' 110 Personenwagen 5 2.V7 1515 2127 1:727 4 264; ' 305 Zftnahme 71 17 273 188 2408 177 Wie bei den: Personenwagen ist auch für die Lastwagen die Einfuhr aus Deutschland um 100% zurückgegangen, währenddem neben den Vereinigten Staaten Frankreich und Italien ihren Import zu vergrössern vermochten. ••:•'- r; Die Einfuhr ausländischer Lastwagen betrifft ganz besonders die Kategorie der leichtern Lastwagen, die über weniger, als 25 PS verfügen. Die schweizerische Lastwagenindustrie hat sich den Markt für schwere Lastwagen zu sichern gewussi' Sie hat sich rechtzeitig und mit Geschick auf diese Spezialprodukte einzustellen vermocht und, sich dabei eine Position geschaffen,'die ihr.jedenfalls n'fcht leicht weggenommen werden kann. Auch in bezug auf die Tragkraft nimmt die Schweiz eine ganz gesonderte Stellung ein. Die schweizerischen Lastwagen mit drei und mehr Tonnen Tragkraft machen einen Viertel aller in der Schweiz verkehrenden Lastwagen und 80 Prozent der hochturigen Wagen (drei und mehr Tonnen) aus. In der Gruppe mit fünf und mehr Tonnen Tragkraft beträgt der Anteil der schweizerischen Lastwagen sogar 87% der Gesamtzahl dieser Wagen. Diese Entwicklung der Dinge im schweizerischen Automobilwesen erhärtet neuerdings die Tatsache, wie unsere schweizerische -Industrie nur in der Herstellung hochqualifizierter Spezialprodukte sich den Inlandsmarkt sichern und eventuell sich neue ausländische Absatzgebiete'erobern kann. Sie beweist aber auch, dass wir mit unseren schutzzöllnerischen Massnahmen sehr vorsichtig zu Werke gehen müssen. ©• •/, 16 21 26 20, a 15011 100 10 85004- 100 266 Lastwagen und Traktoren 1922 im ganzen 5 790 *) Ohne Wagen des Bundes. '/. 53 100 Im ganzen im ganzen •) •. 34 10 14 28 15 155 100 162 Die Automobildebatte Im zürcherlschen Kantonsrat. V. Wenn man mit gewissen Leuten spricht und ihnen Automobilfeindschaft vorwirft, so pflegt die stereotype Antwort zu sein: «O nein, im Gegenteil, wir fahren gelegentlich auch Auto, wir sind Freunde des Automobils.» Diese Freundschaft mit dem Auto auf Kosten guter Freunde, die ein Auto haben, kennt leider nur das Auto im .Dienste der Lustfahrten; solche «Nutzniesser» schliessen die Augen vorder-Tatsache, dass heute ein Automobil in. weitaus den meisten Fällen wichtigen beruflichen Zwecken, dem Wirtschaftsleben, ganz allgemein, dient. Das erst macht es verständlich, dass der Regierungsrat des Kantons. Zürich einstimmig, es . ablehnt, so rasch als möglich durchgreifende Bestimmungen gegen Strolchenfahrer aufzustellen. Die Interpellation des Demokraten Werder, die den Finger auf einen ausserordentlich wunden. Punkt unserer Rechtspflege legte, ist leider in hohem' Masse unter dem Gesichtswinkel der politischen Einstellung behandelt worden, so;dass auch hier, die parteipolitische; Untermauerung der Stellungnahme gewisser Redner-nicht beiseite gelassen werden kann! sofern, man klar sehen will, wie die Dinge liegen. Werder fand lebhafte Unterstützung nicht nur bei seiner Partei, sondern auch bei den Freisinnigen, die Bauernpartei verhielt; sich (äesihteressieri, die Sozialdemokraten (mit einer rühmlichen Ausnahme) verhielten sich absolut'feindlich: ihnen gilt das Automobil immer noch als Werkzeug der «Herren», für die sie keinen Finger rühren wollen. < Von wesentlicher Bedeutung war namentlich das, was aus der praktischen Erfahrung heraus der freisinnige Staatsanwalt Eugster vorbrachte. Er hatte einen formulierten Paragraphen vorgeschlagen: «Wer sich «in Motorfahrzeug rechtswidrig zum Gebrauche aneignet, wird, sofern der Tatbestand des Diebstahls nicht erfüllt ist, mit Gefängnis bis zu drei Jahren, in geringfügigeren Fällen mit Busse bis zu 500 Fr. bestraft. Die beiden Strafarten können nebeneinander ausgesprochen, werden. «Wird' das Fahrzeug fahrlässig oder absieht- 1 - lieh beschädigt oder zerstört, so ist, sofern' nicht ein schwerer Tatbpstand erfüllt ist, nach Massgabe der Hohe des entstandenen Schadens die Strafe zu erhöhen und 1 auf Gefängnis nicht unter einem Monat zu. erkennen.» Dr. Eugster sprach die Hoffnung aus, dass eine solche Bestimmung in das eidgenössische Strafgesetzbuch Aufnahme finden werde. Da aber noch Jahre vergehen werden, bis dieses, in Kraft treten kann, so empfahl er die Aufnahme dieser Bestimmung in das kantonale Automobilgesetz, wobei ;er davon ausging, dasS dieses ja mit dem Inkrafttreten des ebenfalls zu erwartenden eidgenössischen Automobilgesetzes' automatisch ausser Kraft treten werde,, so dass dann die zu, erhoffende eidgenössische Bestimmung an deren Stelle treten würde. Der sozialdemokratische Oberrichter Lang, der zugleich Schwurgerichtspräsident ist und das Unzulängliche der geltenden Bestimmungen kennt, bildete die erwähnte rühmliche Ausnahme innerhalb seiner Partei: er sprach sich sehr entschieden dafür aus, dass eine, Sonderbestimmung geschaffen werde, die besondere Verhältnisse in diesem Punkte rechtfertige; so führte er aus, dass man hier gewissermassen ein Sonderrecht schaffe, während er im übrigen davor warnte, den sogenannten «Gebrauchsdiebstahl» wirklich als Diebstahl zu qualifizieren. Leider blieb diesem Einsichtigen die Gefolgschaft seiner Partei versagt, wie die späteren Ausführungen -seines Fraktionskollegen A. Wyss zeigten, der einen Standpunkt einnahm, der,'da er doch offenbar einer inneren Ueberzeugung; entsprang, sehr bedenklich stimmen musste, wenn man sich vor Augen hielt, dass es ein; Bezirksrichter. War, der hier die einseitigste Interessenvertretung einer Klasse für seine Aufgabe hielt. Er sprach mit dürren Worten, aus: die Sozialdemokratie werde keiner Vorlage zustimmen, die- nicht den Arbeitern Vorteile bringe, und knüpfte daran die Forderung, wenn schon im kantonalen Automobilgesetz etwas revidiert werde, dann müsse eine Bestimmung über die Arbeitszeit der Chauffeure hinein.- Er sah nicht —- oder wollte nicht sehen — dass gerade dies eine Frage ist, die nicht kantonal geregelt werden kann, sondern auf eidgenössischem Boden ihre Erledigung finden muss, es sei denn, man wolle den unbehinderten und freien Verkehr von Kanton zu Kanton unterbinden. Herr Wyss hat auch im persönlichen Gespräch wörtlich gesagt : «Wir stimmen doch keinem Gesetze zu, das nicht' einen Vorteil für die Arbeiterschaft bringt!» Auf die Frage, wie es ihm bei solcher Einstellung möglich sei, in Automobilsachen vorurteilslos zu urteilen, blieb der Herr Bezirksrichter dann die Antwort schuldig. Er sieht seine Aufgabe nicht darin, das für richtig Erkannte zu vertreten, sondern die Interessen einer Klasse. In den Ausführungen des Bezirksrichters Wyss" hatte man denn die Bestätigung dafür, AUTOMOBIL-REVUE — N° 55 dass der Polizeidirektor insofern recht hatte, als er sagte: eine Teilrevision des Automobilgesetzes würde weitere Revisionsbegehren nach sich ziehen — er wusste, was seine Partei fordern wollte, um die Sache zu Fall zu bringen. Indessen wird man ihm nicht darin: beipflichten können, wenn er weiter meinte, die «Herren Automobilisten» sollten gefälligst ihre Wagen abschlfessen, dann würden 90% der Automobildiebstähle nicht vorkommen. .Die gefährlichen Autostrolche sind nicht diejenigen, die ganz zufällig auf den Gedanken kommen, ein offenstehendes Auto zu benutzen, sondern diejenigen, die darauf ausgehen und darauf eingerichtet sind; diese sind technisch genug bewandert, um mit jedem Schlöss fertig zu werden und auch ohne den für die Zündung etwa benötigten Schlüssel den Motor zum Anspringen zubrin* gen. Der Polizeidirektor hatte einen krausen Fall auf Lager, in dem ein anscheinend gar träger Automobilbesitzer das Abschliessen- seines Wagens wegen einer unbequemen Bewegung, die er machen müsse, zu unterlassen liebt. Vorausgesetzt» dass.rrjan dem Polizeidirektor den Sachverhalt richtig wiedergegeben hat, so ist solch ein Einzelfall, auf jeden Fall ohne jede Beweiskraft und ein gar zu bequemes Zugstück, um daraus herzuleiten,- dass man nichts tun muss, statt einem erkannten Uebel entgegenzuwirken. trotz des bis jetzt sehr wenig ermutigenden Ergebnisses der Debatte, ist die Sache für den zürcherischen Kantohsrat nicht erledigt. Der Interpellant erklärte, dass er unter diesen Umständen bei der Beratung des Geschäftsberichtes ein Postulat einbringen werde. Wir werden also wohl im Herbst eine Neuauflage der Debatte erleben. Wenn dann ein materieller Vorschlag gebracht wird, so werden auch diejenigen KantonsTatsmitglieder, die jetzt geschwiegen haben, genötigt sein, durch Abgabe ihrer Stimme Farbe zu; bekennen. Hoffen wir, dass bis dahin die Einsicht in die Notwendigkeit von durchgreifenden Massnahmen gegen die Strolchenfahrer etwas weiter 1 dringe! > Bergrennen Rheineck-Walzenhausen. Die Rennsäison hat Voll eingesetzt. Am nächsten Sonntag treffen sich Jn Rheineck, dem hübschen Schweizerstädtchen, die besten Fahrer unseres Landes zum Bergrennen Rheineck-Walzenhausen-Lachen. Alle Vorarbeiten für die Veranstaltung sind erledigt. •Die Organisation unter der Leitung von HTTU *!%< Walser, Präsident der Sektion St. Gallen- Appenzell klappt bis in alle Einzelheiten. Man darf deshalb wohl annehmen, dass das Rennen Rheineck-Walzenhausen auch dieses Jahr wieder' zu eitlem gfossen Erfolge wird, der ruhig ah die Seite mancher ausländischer Veranstaltung gestellt werden darf. Die von Stuber im letzten Jahre aufgestellte Rekordzeit von 5 Min. 42,2 Sek. wird, voraussichtlich hart angegriffen "werden. Im Nachfolgenden sei das Programm der Veranstaltung wiederholt: ' * ' ' ' •< Programm. : f Freitag, den 27. Junt 193Ö 18—2i TJhr: Training. Samstag, den 28. Juni 1930 ! { j'fv—8 Uhr: Training. 1.5—18 Uhr: Abnahme der Fahrzeuge bei der Waage \ In. Rheineck. Nachher Parkierung der Ea.hrzeuge in der Garage, der .Besitzung Freibach, zwischen Rheineck und Thal. Sonntag, den 29. Juni 1930 8 Uhr 30: Besammlung sämtlicher Konkurrenten auf dem Parkplatz zur Empfangnahme der Wagen und Erteilung der letzten Instruktionen. Nachher Abfahrt in geschlossener Kolonne in der Reihenfolge der Startnummern nach Rheineck. 10 Uhr: Beginn der Bergprüfungsfahrt für Motorräder, veranstaltet vom Motorclub St. Gallen (geschlossenes Rennen). 10 Uhr 30: Beginn der Bergprüfungsfahrt für Automobile. — Die Bergstrecke ist ab 9 Uhr für sämtlichen Verkehr vollständig gesperrt. 13 Uhr 30- Bankett in der «Rheinburg» mit anschliessender Preisverteilung. Der Beginn der Bergprüfungsfahrt wird durch Abfahren der Strecke mit grosser gelber Fahne, der Schluss mit weisser Fahne bekanntgegeben. Seine Geschichte. Das Rheineck-Walzenhausen Rennen hat bereits eine Tradition. Schon im Jahre 1910 bezwangen die Wagen die Spiralen der Strasse nach Lachen. 40 Fahrer rangen mit-, einander um die Siegespalme, die von Karl ' ! , l Hoffer mit 14' 23" gewonnen wurde. Der neue Rekord brauchte fast dreimal weniger Zeit! 1914 wurde das zweite Rennen abgehalten, wiederum durch die rührige Sektion St. Gallen-Appenzell des A. C. S. organisiert Diesmal errang der heutige Präsident der Sektion, Herr Traugott Walser, den Sieg mit der damals schon recht respektabel kurzen Zeit von 8'25". Jahre vergingen, bis das Donnern der Wagen wieder von den Hängen von Walzenhausen widerhallte. 1921 nahmen wieder 40 Fahrer an dem Rennen teil. Den im Jahre 1914 aufgestellten Rekord von Hrn. Walser vermochte indessen der Sieger, A. Böhler, nicht zu schlagen! 1922 wurde das Rennen mit einem Kilörneterlanc6 auf der Strecke Speck-Bauried verbunden, beide Anlässe bedeuteten für die Organisatoren einen gewaltigen Erfolg. Der Meister des Volants, Nieth, vermochte den Rekord auf 7'4,2" herunterzudrücken. Das fünfte Rheineck-Walzenhausen Rennen vom 22. Juni 1924 wurde *total verregnet. Der 1922 von Nieth aufgestellte Rekord konnte nicht geschlagen werden. Das 1 Rennen vom Jahre 1925 bedeutete einen wahren Triumph für unsern neuen schweizerischen Meisterfahrer Kracht, der einen neuen Rekord aufstellte: 6' 32,4". Im folgenden Jahre erschien Kracht wieder mit seinem Bugatti und bewies sein Können aufs; neue, indem er seinen eigenen Rekord auf 6' 11,4" reduzieren -konnte. Dr.. Karrer auf Bugatti fuhr mit seinem Sportwagen die Zeit von 6'9,4". Jahr für Jahr wurde nun der Rekord geschlagen. 1927 erschien Merz auf dem Plane und vermochte den Rekord auf .5' 58 3/5" zu senken. Das Jahr 1928 brachte eine geschlossene Veranstaltung der Sektion auf der Strecke Rheineck-Lachen. 1929 wurde das Rennen wieder als offener Anlass durchgeführt. Diesmal galt es zum erstenmal als Rennen für die schweizerischen Bergmeisterschaften. Die Siegespalme fiel dem schweizerischen Meisterfahrer Hans Stuber zu, der die ty 2 Kilometer in 5' 42 1/5" erledigte. (Dr. Karrer vermochte in der Sportkategorie seinen eigenen Rekord auf 5,55" herunterzudrücken. Die beste Zeit der Tourenwagen stellte bereits im Jahre 1926 Werner Risch auf Packard auf. Ob die 6' und 53,2" auch das Rennen 1930 überdauern ? Der Sonntag wird auf alle diese Fragen Antwort geben. Zweifellos wird wieder, eine grosse Menschenmenge der interessanten sportlichen Veranstaltung beiwohnen. Die Teilnahme Stubers wird das Rennen noch besonders interessant gestalten. Bis zum Redaktionsschluss hatten sich angemeldet: Rennwagen: Hans Stuber (Bern), auf Bugatti, Walter Obi (Münäingen), auf Bugatti (event. Sport), Hans Wehrli (Zürich), auf .Alfa Romeo, Gustav Wylli (Zürich), auf Rally. Rheineck-Walzen hau sön-Lachen J Sport: Josef Kessler (Zürich), auf Alfa Romeo (event. Touren), Paul Müller (Rheineck), auf Alfa Romeo, Ed. Gloggner (Luzern), auf Bugatti, Chs. Zbinden (Delsberg), auf Bugatti, Dr. Karrer (Zürich), auf Bugatti, Wieland (Waldkirch-Egnach), Eugster (St. Gallen), auf* Amilcar, Rosenstein (Stuttgart), auf Mercedes-Benz. Touren: _^ Markiewicz (Genf), auf Rosengart, Kurt Spälty (Glarus), auf Amilcar, Leutenegger (Schinznach),. Alfr. Keller (Zürich), auf Alfa Romeo, Siegenthaler (Gossau), auf Derby, Schnyder (St. Blaise), auf Martini, Zwimpfer (Zürich), auf Chrysler, Müller (St, Gallen), auf Ford, Haene (St. Gallen), auf Ford. Man rechnet mit 25—30 Fahrern. Das Klausenplakat ist nun an allen Ecken und Enden unseres Landes angeklebt, es fesselt durch rassige Wirkung den Beschauer. Die gewaltige Wucht in den schwarzblauen Schlagschatten des Felsmassives ist von fahlgelbem Effekt der Wolken überlichtet; die schmissige Strassenschlange, die sich am Bergrand krümmt, vor allem aber die grandiose. Vermittlung der Schnelligkeit durch das kurvenfressende Rennungetüm schaffen einen gewaltigen Eindruck von diesem grossartigsten aller Bergrennen, welches das Plakat mit Recht als «das» Bergrennen Europas kennzeichnet. Maler Ruprecht hat für dieses Rennen Jedenfalls die durchschlagendste Ausdruckswirkung gefunden, die Reproduktion von « Wolfsberg >. ist selbstredend mustergültig. iDiese Affiche zählt bestimmt zum Besten, was uns seit langem an automobilistischer Plakatkunst zu Gesicht kam. b.

N° 55 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE VIII. Intern. Klausenrennen 1930 Die Tatsache, dass das Klausenrennen zweifellos das 'bestdotierte Bergrennen des ganzen Kontinentes darstellt, hat zur Folge, dass sich ein sehr starkes Interesse von Seiten der Fahrer geltend macht. Bereits liegen die ersten Nennungen prominenter Fahrer vor. So hat der bekannte Rennfahrer Stuck von Villiez auf Austro-Daimler seine definitive Anmeldung für die Rennwagenkategorie ei'ngereicht. Eine interessante Anmeldung ist den Organisatoren aus Frankreich für die Rennwagenkategorie zugegangen, indem sich der Fahrer Nandillon auf einem Spezialrennwagen Vernandi 2000 ccm angemeldet hat. Von italienischer Seite ist die Teilnahme etlicher prominenter Fahrer in Aussicht gestellt. Es steht den Fahrern frei, an beiden Tagen zu fahren, zum Beispiel am ersten. Tag in der Tourenwagenkategorie und am zweiten in der Sport- oder Rennwagenikategorie. — Bereits haben sich einige Firmen bereit erklärt, wertvolle Ehrenpreise für das Klausenrennen zu stiften. So wird die Firma Orion-Automobilwerkstätten in Zürich den Ehrenpreis für den Grossen Bergpreis der Schweiz (beste Zeit der Automobile) zur Verfügung stellen, ferner die Standard-Mineralöl-Produkte A.-O., Zürich, den Ehrenpreis für die beste Zeit der Sportwagen und die Lumina A.-G. den Ehrenpreis für die beste Zeit der Rennwagen. Cuneo-Colle della Maddalena, In zwei Tagen fällt bei Cuneo eine weitere Entscheidung für die Europäische Bergmeisterschaft. Ein imposanter Barst von vielversprechenden Fahrern hat die Anmeldung zur Teilnahme gegeben, so-dass spannende Kämpfe zu erwarten sind, in denen sich das Können der Fahrer zeigen wird. Die besten Bergfahrer des Auslandes werden sich mit den bewährten italienischen Kräften messen, die vor allem auf Strassenrennen vorzüglich eingestellt sind. Der Sonntag von Cuneo wird zeigen, ob die Italiener auch auf langen Bergstrecken im Lande Sieger bleiben oder ob ihnen die Ausländer gefährlich werden. Hervorragende Fahrer haben sich für Cuneo eintragen lassen. Hans Stuck wird als scharfer Rivale auftreten, daneben fahren die besten Fahrer von Italien wie Varzl, Sieger der Targa Florio; Campari; Nuvolari, Sieger der Mille Miglia; Arcangeli; Gola, der Rekordinhaber der Maddalena; Caracciola; den Schweizer Pedrazzini •• und andere bedeutende Kräfte. , •. Die Meldungen : Die Meldeliste weist folgende Besetzungen auf: 1. Varzi A. (Alfa Romeo). 2. Campari G. (Alfa Romeo)'. 3. Marinoni A. (Alfa Romeo). 4. Canavesi (Alfa Romeo). 5. Nuvolari T. (Alfa Romeo). 6. Arcangeli L (Alfa Romeo). 7. Siena (Alfa Romeo). 8. Caniato (Alfa Romeo). 9. Fagioli L. (Maserati), 10. Sartorio A. (Maserati). 11. Pastore. G. (Maserati). 12 Ghini F. (Bugatti). 13. Gola E. (Bugatti). 14. Lorenzoni' E. (Bugatti). 15. Caracciola R. (Mercedes-Benz). Iß. Premoli L. (Salmson) 17 Marret V (Salmson). 18. Stuck H. (Austro- Daimler). 19. Romano E. (X). 20. Pedrazzini J. (Cord). 21. Ghisalba R. (Fiat). 22. Peirolero G. (Fiat). 23. Pastore G. (Fiat). 24. Gilera G. (Fiat). 25. Ramello E. (Salmson). 26. Pr.ssa Colonna (Alfa Romeo). 27. XX (O. M.). 28. X X (Fiat).-29. Ambrosini G. (Fiat). 30. Dusio (Fiat). 31. Clerici A. (Salmson). 32. Lavelli A. (0. M.). 33. Punserb^: (Salmson). 34. Gobetti C. (Bugatti). 35. Palmieri G. (Fiat;. 36. Cattabiani A. (Lancia). 37. XX (Lancia Lambda). 38. Serra G. (Lombard): • 39. Bottigelli C. (Bugatti). 40. Zironda A. (Derby). 41/ XX (Alfa Romeo). 42. XX (Bügätti). 43. Valpreda F. (X). 44. Brivio march. A. (Alfa .Romeo). 45. XX (Bugatti). 4ß. XX (Talbot). 47. XX (Salmson). 4?. Sartorio F. (Alfa Romeo)"." '49. Dattrinb N. (Derby). 50. Peri G. (0. M.). 51. Hartmann L. (Bugatti). 52. Decaroli L. - (Salmson). 53. Zanelli J. (Bugatti. 54. Plate' G. (X). 55. Martinatti F. (Salmson). 56. XX (Bugatti). 57. Von Morgen (Bugatti). Fahrt um den österreichischen Alpenpokal. Die Tourenkonkurrenz um den österreichischen Alpenpokal, die in drei Etappen von zusammen 1272 Kilometern ausgefahren wurde und vom 14.—17. Juni dauerte, bedeutete einen vollen Erfolg. Die Hindernisse der Strecke, vor allem die Bergpässe, die mehr als 20 Prozent Steigungen aufwiesen, räumten unter den Konkurrenten ziemlich auf, so dass am Ende der Fahrt nur verhältnistnässig wenige gänzlich strafpunktfrei ankamen. Die Alpenpokal fahrt prüfte in erster Linie die Leistungsfähigkeit von Wagen und Lenker auf ausgesprochenen Bergstrassen. Aufs neue bewies die österreichische Industrie die Leistungsfähigkeit ihrer Wagen. Unter den acht Gewinnern des Alpenpokals sind fünf davon Austro-Daimler, bekanntlich ausgezeichnete Alpenwagen. Ein grosser Teil der Preise fiel an Austro-Daimler. Auch Steyr schnitt mit den konkurrierenden Wagen sehr gut ab. Die. beste Zeit in allen Bergprüfungen erzielte Desiderius v. Bitzy, Wien, auf Austro-Daimler. Weitere Alpenpokalgewinner sind Felix Qraf, Spiegel-Diesenberg, Wischau, Philipp Von Schöller, Wien, Kommerzialrat Hermann Rieckh, Gratz, Anton Hain, Wien, alle auf Austro-Daimler. Die zweite grosse silberne Alpenplakette erhielt Ingenieur Georg Hof auf Steyr. mb. Rekordfahrten Zu Lande... Barnato und Kidstone, die. Sieger in, dem grossen 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das mit .dem Duell Barnato-Caracciolazu einem der sportlich interessantesten Kämpfe in der letzten Zeit führte. Das Bild zeigt die glücklichen Gewinner mit ihrem Bentley-Wagen nach dem Rennen. Interessant ist' der vor dem Kühler angeordnete Kompressor.' • r Auf dem Wasser ... ' V '' vHllis Das Rennboot cMiss England II> kurz vor der Un glüeksfahrt mit Henry Seagrave, dessen Weltrekord ' Grossbritannien. *24. August: Frankreich. Bergrennen Mont Ventoux. *24. August: Polen, Bergrennen Tatra. 31. August: Oesterreich, Internationales Gaisbergrennen. 31. August; Frankreich, Chamonlx-Mont Blanc- Rennen. Die mit * bezeichneten Rennen selten für die Europäische BergmeisterscMit.