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E_1930_Zeitung_Nr.056

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I« ÄUTOMüBlE-REVUE

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Bern, Dienstag 1. Juli 1930 IV. Blatt der „Automobil-Revue" No. 56 Happy End... Wettrennen mit dem Tode. Was der sieghafte Menschengeist im Kampfe gegen die zerstörenden Kräfte der Natur vermag, zeigt ein Fall, der sich kürzlich in Kairo zugetragen hat. Wie ein amerikanischer Rührfilm mutet die Geschichte an, die diesmal nicht der Drehbuchfabrikant, sondern das Leben selbst gedichtet hat. Da ist einmal der verzweifelte Vater, der, um das Leben seines geliebten Kindes zu retten, Himmel und Hölle in Bewegung setzt; da ist der stille Gelehrte, der in der Abgeschiedenheit seines Laboratoriums Heilsäfte braut, um den Tod in Gestalt einer bisher als unheilbar geglaubten Krankheit besiegen zu können. Da sind alle neuesten Behelfe moderner Verkehrstechnik, wie Eisenbahn, Motorwagen und Flugzeug. Und schliesslich gibt es nach vielen Schwierigkeiten auch ein Happyend... Das dreijährige Kind des. Effektenmaklers Elie Catz ist in einer Gartenstadtvilla bei Kairo plötzlich schwer erkrankt. Die herbeigerufenen Aerzte schütteln bedenklich die besondere Entgegenkommen der Bahnverwaltung erreicht es der verzweifelte Vater, Catz den Anschluss in Sidi Gaber und schon sundheit. Ihm war, als strecke ihm die Lesee, dem Zuge nach. Glücklich erreicht Elie von Nevada, sah Sonne, Ruhe, Kraft, Ge- dass der Zug in Sidi Gaber, etwa vier Meilen von Alexandria entfernt, auf ihn wartet. todkranken Kind das wunderwirkende Serum schlug ein und zeichnete einen Scheck über am nächsten Morgen können die Aerzte dem benskraft die Hand entgegen... Johnson Mit einem von der Direktion der Reichsfluggesellschaft zur Verfügung gestellten Motorsehnte Besserung ein — das Kind war ge- Freund in Watte und nahm ihn mit in seine injizieren. Bald darauf stellt sich die er-3000 Dollar. Scotty packte seinen neuen wagen jagen der Vater und. ein Zollbeamter rettet. Der Vorhang fällt über einen dankbar Bergwelt, badete ihn mit warmem Wüstensand und päppelte ihn gesund. mit den ausgefüllten Dokumenten, auf deraufschluchzenden Vater und ein lallendes eigens von der Polizei freigemachten Chaus- Kind... Der interessanteste Mann von Amerika ist gar nicht so sehr interessant; interessant ist das Geheimnis, das hinter ihm steckt. Woher hat er ihn, und wo hat er ihn versteckt, den Goldklumpen, von dem er jeweils ein Stück abhackt, nach Chicago fährt und sein Gold in Schecks eintauscht? Hin und wieder verschwindet er in den Kalifornieri-Nevada-Bergen, im Totental und taucht, wie aus dem Nichts kommend, plötzlich scheckgespickt in Chicago'wieder auf. Wer immer ihm nachgeschlichen ist, wurde lebend nicht wieder gesehen. Plötzlich erscheint Scotty mit braungebrannter Lederhaut, seine von der Sonne eingedörrten, Runzeln mit Wüstensand verklebt, auf irgend einer kleinen Endstation der Köpfe und konstatieren Kinderlähmung. Keine Rettung scheint möglich, ausser dem Versuch mit einem Serum, das Dr. Petit in Paris erfunden hat, das aber nur im dortigen Pasteurinstitut zu erhalten ist. Ein Eisenbahn am Rand der Newadawüste, zieht glücklicher Zufall will es, dass ein Bruder einen seiner Riesenlederstiefel aus, nimmt des Elie Catz in Paris lebt. Sofort lässt er eine Rolle mit Tausenddollarnoten daraus die telegraphische Weisung an ihn ergehen, hervor, wirft einen Haufen Scheine auf den ihm den kostbaren Heilstoff um jeden Preis Tisch und bestellt sich einen Extrazug nach auf schnellstem Wege zu senden. Chicago ... « wenn es mehr kostet, ziehe ich Um Mitternacht klopft der Bruder an den Pforten des Pasteurinstituts und trotz der späten Stunde gelingt es ihm, sich das Serum zu beschaffen. Ohne zu zaudern mietet er ein Flugzeug, um in Wien den Anschluss an das Postflugzeug nach Uesküb zu erreichen. Vor der Nase saust ihm aber der Aeroplan davon. Rasch entschlossen fliegt er ihm nach Budapest nach, wo er noch rechtzeitig ankommt, um das Serum übergeben zu können. Durch das verspätete Eintreffen des Hydroäroplans in Saloniki verzögert sich die Ankunft in Alexandria um einige Stunden. Am Landungsplatz wartet der Vater des kranken Kindes schon mit. Angst und Bangen auf die Ankunft des heilbringenden Serums. Endlich hält er es spät am Abend in fieberheissen Händen und glücklich passiert er auch die Zollbehörde, die, vorher avisiert, keine Schwierigkeiten wegen der Einfuhrerlaubnis macht. Doch kaum ist er atemlos am Bahnhofperron angelangt, als such der Expresszug, der ihn nach Kairo bringen soll, in Bewegung setzt. Durch das Die blaue Wand Der interessanteste Mann von Amerika den anderen Schuh auch aus,» sagt er. Die Telegraphendrähte summen: * Freie Bahn für Scotty! Hier kommt Scotty mit dem Extrazug! » Scotty muss eine Goldmine haben, natürlich, sagen die Leute. Wie es ihm nur gelingt, sie versteckt zu behalten! Nun schon seit Jahren und Jahren! Und nun auf einmal wird Scottys Geheimnis aller Welt preisgegeben: Scotty ist sesshaft geworden, hat sich ein Schloss gebaut in der Wüste, die Berichterstatter belagern ihn und "graben sein.'.Geheimnis aus. Es ist so: Totental Scotty hat sich in der wüstesten Wüste Amerikas, unter glühender Sonne, von brennend heissen Winden überstrichen, von wandernden Sanddünen überschüttet, unzugänglich dem unzugänglichen Normalmensohen, ein Zauberschloss erbaut Scotty drückt auf einen elektrischen Knopf und feiner Regen rieselt über seine kleine Oase. Das einzige Bergrieselquellchen, das es hier für Meilen und Meilen gibt, hat Scotty zu einem kleinen Schwimmsee vor seinem Schloss gestaut, überall spritzen Spring- worauf er hinauswollte, und mein Herz begann lebhafter zu schlagen. Er ging ein paarmal im Zimmer auf und ab; dann blieb er stehen, lachte auf, wurde aber sofort wieder ernst. «Hol's der —! Junger Herr.c begann er. Von Richard Washburn Chüd. «Ich glaube, ich kenne Sie. Und ich bin Autorisierte UeberMtennj ans dem Amerikanischen von Lisa Landau. (Engelhorns Romanbibliothek.) Ihnen gut. Ich möchte nämlich nur wissen, ob Sie je einer Frau so nahe getreten sind (Fortsetzung atis dem Hauptblatt.) — hm —• dass Sie ihr gegenüber irgendwelche Verpflichtungen auf sich genommen Ih bewahre. Vor mehr als zwei Jahren schon. Ich habe ihn seither nicht mehr aufgesucht, oder doch nur, um den guten, alten «Nein,» gab ich zur Antwort. haben. Ja, das hab' ich Sie fragen wollen.» Madeira, den er auf seiner Anrichte stehen «Na ja,» meinte er. «Das habe ich mir auch hat, zu probieren. Nein, das ist's nicht. Ich so gedacht!» kann Ihnen auch nicht erklären, weshalb mir «Hatten Sie noch eine Frage?» forschte ich. daran liegt, die Sache so rasch, so überhastet, zur Sprache zu bringen. Ich möchte dass ich noch-etwas fragen wollte. Was war «Ja freilich! Freilich! Ich glaubte wohl, nur ein paar unbescheidene Fragen stellen; es doch nur gleich? Ich hatte noch etwas zu und Sie müssen die einem Manne schon zugute halten, der in gewissen Dingen so pein- ich mich recht erinnere.» fragen — etwas ziemlich Peinliches, wenn lich gewissenhaft geworden ist wie ein alte Und dann lachten wir beide. Jungfer — oder eine Mutter.» «Es sieht recht wunderlich aus, dass ich «Bitte, ich will Ihnen gerne Rede stehen,» jetzt schon solche Fragen an Sie richte, sagte ich verlegen. Ich glaubte zu wissen, was?» fuhr er fort und blätterte dabei in dem 5. OTJX-I brünnlein auf und tröpfeln hernieder auf bunte Blümchen. Zwölf opalene Badezimmer, zugehörig zu zwölf blitzenden Schlafzimmern — trinken aus Scottys Quelle — und sonst für Meilen und Meilen nichts als Sand und Sand. Scottys Schloss ist in altspanischem Stil erbaut, Antiquitäten aus Alt- Spanien hat er auf einer kleinen Flotte von Motorwagen heranbringen lassen, jahrhundertealte Kirchenglocken läuten am Abend tief hinein in die tote Bergwelt. Drei Millionen Dollar hat Scotty bereits ausgegeben für sein Wüstenschloss und er wird noch viel, viel mehr Schecks in alle vier Winde streuen. Und Scotty lacht in sich hinein; in der Wüsteneinisamkeit verläuft sich das Reden. Was macht Scotty, die stillvergnügte Lederhaut, dort in seinem Wüstenschloss? Und wer schläft in den zwölf Betten und wer springt unter die springenden Springbrunnen? Nun wissen es die Amerikaner: ein alter, kranker Mann aus Chicago... dem hat Scot- Mit Johnsons aufblühender Gesundheit blühte auch seine Chicagoer Bank auf und die Millionen rollten ein. Und nun behaupten die Leute, Scotty habe gar keine Goldmine... drum, drum hätten sie all die Jahre vergebens in Stein- und Sandwüste nach dem versteckten Gold gesucht... sie behaupten, Scottys Goldmine sässe in Chicago auf einem Bureaxisessel. Zu allem lächelt Scotty ä la Sphinx: «Sucht nur weiter, sucht nur weiter.» Es ist immer noch leichter, viel leichter, eine Goldmine in der Wüste von Nevada zu fin- als eine Goldmine in der Lebenswüste Johnson hatte Geld und dieden « Freundschaft». ty dies heimliche Schloss erbaut: einem Freund. Einem kranken, blassen, sehnigdünnen Stadtkulturmenschen mit zitternden Händen baute die wetterfeste Wüstenratte dies Haus aus Dankbarkeit. Es ist eine merkwürdige Geschichte, wie die zwei zusammenkamen, diese beiden Gegensätze-Menschen. Im Jahre 1900 krachten zwei Eisenbahnzüge auf amerikanischer Strecke ineinander. Halb zerrissen zog man Johnson unter dem Gerumpel hervor, einen hoffnungslos Zerbrochenen. Aerzte flickten ihn halbwegs wieder zusammen, aber seine Hände wurden schmaler und schmaler. Seine Finger klapperten knöchern, wenn er das in seine Bank strömende Geld nachzählte. Eines Tages staubte Totental- Scotty in Johnsons Privatbureau, legte seine harte Pfote auf den Tisch und bat zögernd um Geld. Ja, wahrhaftig, Scotty hatte eine Goldmine gefunden in den Bergen Nevadas, aber er hatte keinen Heller, um sie auszubeuten. Würde Johnson ihm vertrauen? Johnson sah Scottys harte, braune Pfote und hörte von den harten braunen Bergen Buch, das auf dem Schreibtisch vor ihm lag. «Es ist noch kaum die Zeit dafür, und es wäre eigentlich natürlicher, dass Sie mir etwas zu sagen hätten, anstatt dass ich zu Ihnen spreche. Aber, lieber Gott! Ich hab' meinen guten Grund — wenn Sie wüssten — meinen guten Grund! Nehmen wir zum Beispiel an, ich wäre später nicht mehr hier!» «So fragen Sie nur, bitte!» «Nun, ich meinte nur, für den Fall, dass es Ihnen gelingen sollte — ich zweifle, ob es Ihnen gelingen wird — dass Sie es fertig brächten, ihre Liebe zu erringen, dann müssen Sie an Ihrem gegebenen Wort festhalten! Meine Julie — mein kleines Mädchen! Keiner von euch beiden hat noch erfahren, was das bedeuten will. Und, Estrabrok, wenn sie erst mal weiss, was Liebe ist, dann soll sie keine Enttäuschung erleiden! Ich kenne sie. Sie wird nur einmal — nur den Einen — lieben. Und er darf sie nicht im Stiche lassen, wenn er sie einmal gewonnen hat!» Ich fuhr auf und wollte ihn heftig unterbrechen. (Fortsetzung folgt.) Scotty bestellt den Extrazug . ; ; ... und ausserdem ist Sommer Ein Paddelboot hat an einer grünen Wiese angelegt. Das junge Mädchen und der junge Mann liegen im dichten, hohen Grase und dösen so in die Sonne hinein. Sie sind jung, sie haben sich lieb, sie haben noch Zeit. Und ausserdem ist es Sommer. Da naht auf morschem Kahne der Wiesen KAFFEE IMG SCHONT HENACHTFEtT UND BEGINN DES INTERNAT. B. tois 13. Juli Neues Spezial-Progamm im Kursaal-Variete-Dancing Grosstage im Strandbad Lido. I. CONCOURS HIPPIQUE-BALL IM NATIONAL