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E_1930_Zeitung_Nr.059

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - 59 ¥. C. S. Autosektion St. Gallen-Appenzell Untergruppe Appenzeller Vorderland und Rheintal. In Heiden, einem idyllischen Flecken Erde, sind wir Leute vom T. C. S. am 5. Juli zusammengekommen. Der vielversprechende und herrliche Abend zog eine grosse Autofamilie nach dem prächtig gelegenen Kursaal, wo auch alle Erwartungen in Erfüllung gingen. Das rassige Kurorchester, das noch in vorgeschrittener Morgenstunde zum Frühschoppen Stimmung hervorzauberte, bot Gelegenheit, nicht nur auf dem Parkett, sondern auch im Kurgarten an der erfrischenden Nachtluft das Tanzbein zu schwingen. Vor allem hat unsere scharmante Madame AUette de Briesse aus Zürich mit ihren gelungenen Kabarett-Einlagen unsern Club- Ball zu einem fait accompli gemacht, was allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. — Fahr wohl, du schöner Abend, und komm bald wieder! Autosektion Seeland-Lyss. Brennstoffkonkurrenz vom 6. Juli 1930. Ein schöner Sonntagmorgen versammelte unsere Autler-Gemeinde auf dem Hirschenplatz in Lyss zur Abwägung und Füllung der Wagen. Beteiligung: 21 Wagen. Neu war dieses Jahr für die Teilnehmer, dass die Route erst am Sonntagmorgen, unmittelbar vor Abfahrt, bekanntgegeben wurde durch Ueberreichung einer Karte mit eingezeichneter Route. Bald sah man Gruppen unserer Sportkameraden beieinander stehen, jeder vertieft in seine Karte, so dass man hätte glauben können, wir hätten eine Befehlsausgabe an einem Generalstabskurs vor uns. Nach Plombierung der Wagen wurde in Abständen von ca. 5 Minuten abgefahren. Route: Lyss, Biel, Solothurn, Ölten, Aarburg, Murgenthal, Langenthal, Herzogenbuchsee, Kaltenherberge. Hier Wiederauffüllung der Reservoire. Nun beginnt der interessante Teil der Veranstaltung. Erster spannender Moment: Wie viel Brennstoff muss jedem Wagen nachgefüllt werden? Dies interessiert nicht nur den Besitzer des Wagens, sondern noch fast mehr den Sportkamerad der gleichen- Klasse. Deshalb vergrössert sich der Ring der Zuschauer nach Massga.be der eintreffenden Wagen. Gut und sehr rasch funktionierte hier die Auffüllung, so dass der Schluss der eigentlichen Fahrt programmgomäss fertig war. Während der Zeit der Ausrechnung sassen nun die Teilnehmer beim Frühschoppen, allwo manche sehr wertvolle und anregende Belehrung mitgeteilt wurde. Gerade die ungezwungene Aussprache über geraachte Erfahrungen im Automobilgebrauch machen die Veranstaltung der Brennstoff-Prüfungsfahrt für den einzelnen sehr wertvoll, denn kein anderer Anlass bringt den technischen Teil des Autofahrens in eine so ungezwungene, nichtdestoweniger belehrende Diskijssion. 13 Vi Uhr ging es ans Mittagessen. Die Preisverteilung wurde eingeleitet durch unsern Präsidenten, Herrn Dir. Strehler, indem er die Teilnehmer warm begrüsste, den Spendern .von Ehrengaben ebenfalls ehrend gedachte, der Standard Cie., sowie dem Motorradclub Lyss für ihre uneigennützigen Dienste ebenfalls verbindlichen Dank aussprechend. Ferner begrüsste er den Agenten des T. G. S., der auf der Dienstfahrt OHen-Bern einige Augenblicke Halt machte. Dann löste unser Sportpräsident, Herr A. Breitschuh, die Spannung mit der Bekanntgabe der Resultate und TJeberreiehung der sehr schönen Preise, worauf die Veranstaltung offiziell geschlossen und der Tanz eröffnet wurde. Eine Partie von ca. 20 Personen machte noch einen Abstecher nach St. Urban zur Besichtigunj: der Klosterkirche und des Chorgestühls. Wir möchten zum Schluss der sehr gut gelungenen Veranstaltung nicht verfehlen, unserem allzeit rührigen Vorstand, sowie der Sportkommissic für die steten Bemühungen den besten Dank auszusprechen. J. Gewicht Zylinder- Totalinhalt verbrauch kg com 1 Kategorie I. 1. Arn Hans 1386 1480 6,62 2. Kernig Fr. 1558 1470 8,31 3. Grianti 1540 1480 9,28 Kategorie II. 1. Marti Ernst 16*57 2442 5,8 2. Wolf Ernst 1912 2814 9,4 3. Maurer Ernst 1765 2240 9,22,5 Kategorie Hl. 1. Friedrich A. 2292 3200 12,06 2. Glaser A. 2018 3150 14,20 3. Arni Walter 1837 3240 12,82 AUTOSEKTION ZÜRICH DEST.C. S. Die Sektion Tessin des T. C. S. auf Besuch in Zürich. Mitglieder unseres Clubs sind, werden in Zukunft trolldienst eingeführt. — Automobilisten, die nicht Freundschaft flicht sich Kränze aus Immergrün! eine Gebühr entrichten müssen. Und als sich die Tessiner Clubkollegen endlich einmal entschlossen, nach dem Norden zu steuern, so bereitete man ihnen in Zürich einen ebenso «warmen» wie auch herzlichen Empfang. Schon in Sehwyz wurde die Kolonne aus 40 Wagen, die den Gotthard hinter sich hatten, vom Vorstand der Autosektion Zürich des T. C. S. in liebevolle Obhut genommen. Der Chef der Unterhaltungskommission hatte sogar sein Standard-Kleinflugzeug aus dem Schuppen geholt und stiess vom Mythen in steilem Abflug geradewegs auf den historischen Rathausplatz von Sehwyz hinab, um die Tessiner mit einem Alpenrosen-Regen zu überschütten. Dass diese Begrüssung «aus der Luft» begeisterten Jubel auslöste, lässt sich leicht denken. Nach einem kurzen Abstecher nach dem malerischen Einsiedeln, rückten die Ticinesi vergangenen Samstag, den 5. Juli, um 6 Uhr nachmittags in Zürich geschlossen ein, auf der Seestrasse von den Limmat-Touring-Clüblern herzlichst begrüsst. Nachdem man schon dreimal im Tessin, besonders aber in Lugano, mit wohltuender Freundschaft umgeben worden war, wollte man doch in Zürich die Gäste vom jenseitigen Wall des Gotthards mit einem ebenso herzlichen Empfang ehren. Als die Tonhalle in festlichem Lichterglanz erstrahlte und man nach dem offiziellen Bankett gemütlich beisammensass, konnte Präsident H. Fehr, als Präsident der Zürcher T C. S., seiner beredten Freude über den zahlreichen Besuch Ausdruck verleihen. In seiner Muttersprache wurde das «Paradies der Schweiz» gefeiert und zu seinen erfolgreichen Bemühungen beglückwünscht, tessinischer Eigenart und Sitte treu geblieben zu sein. Begeisterte: Dankesworte fand der Tessiner Präsident, Nationalrat Censi, in seiner Antwort, die wiederum lebhaftesten Beifall bei den vielen Hunderten fand, die sich vom Zürcher T. G. S. rar Begrüssunt ihrer südländischen Kollegen eingefunden hatten. Nie werde man es im Tessin den Zürchern vergessen — führte noch Nationairat Gensi aus — die als einziger Kanton der 100jährigen Unabhängigkeit des Tessins in einem Glückwunschtelegramm gedacht hatten. Als dann die befreundeten Clubs ihre Gaben austauschten, wobei sich die Tessiner durch prachtvolle Geschenke an den Vorstand und einen von der Firma Oleoblitz gespendeten Talisman für alle Anwesenden auszeichneten, wurde neuerlich das Versprechen gegeben, sich bald wieder Besuche abzustatten. Ein vergnügliches Programm, vom Doppelquartett des T. ß. S. und dem Handharmonika-Club bestritten, bei dem der Tanz ausgiebig zu seinen Rechten kam, beschloss den schönen Empfangsabend, der bei den Tessinern sicherlich den Eindruck hinterliess, dass man auch an der Limmat Bande aufrichtiger Freundschaft zu würdigen weiss. b. AUTOSEKTION BERN DES T. C. S. Nichste Anlässe : 24. August: Chilbi auf der St. Petersinsel. September: Ausfahrt mit den Zöglingen des Waisenhauses Bern. Bade-Rendez-vous auf der Plage d'Avenches. Alle schönen Sonntage. Mitglieder des Tourmg-Clubs haben dort freien Eintritt. Nach einem Uebereinkommen mit der Societe de developpement d'Avenches wird die Strasse ausgebessert, werden Signale angebracht und im übrigen ein polizeilicher Kon- A. C. $. A.C.S. SEKTION St. GALLEN-APPENZEU- Die Mitglieder der Sektion St. Gallen-Appenzell des A. C. S. sind durch die Sektions-Nachrichten eingeladen worden zu einer freien Zusammenkunft am 13. Juli auf dem Arlberg, wo mittags 12 Uhr auf der Arlbergpasshöhe ein freies Picknick- und Lagerleben sich entfalten wird. Die gegenwärtig schöne Jahreszeit lockt den Automobilisten in die Alpenwelt. Von unsern nächstgelegenen Bergtouren zählt wohl der Arlberg mit seinem prachtvollen Alpenpanorama zu den bevorzugtesten Ausflugszielen. Die Clubgeschichte weist eine Reihe von Zusammenkünften auf dem Arlberg auf, die in frühern Jahren mit Kolonnenfahrten verbunden waren. Solche Kolonnenfahrten schichte an. Es fährt jedermann nach eigenem Belieben, um zwischen 11 und 12 Uhr auf der Passhöhe einzutreffen, dort wo sich die Wasserscheide zum Schwarzen Meer und zur Nordsee befindet und von wo seit 2. April dieses Jahres nicht mehr das Links-, sondern das Rechtsfahren gilt. Dort oben einige gemütliche Stunden auf weichen Matten, inmitten einer reichen und duftigen Alpenflora zu verbringen, möge zu einem vielseitigen Wunsche werden. B. SCHWEIZ. DAMEN-AUTOMOBIL-CLUB, Sektion Bern. Irgend eine okkulte patriotische Regung hat die Mitglieder des S. D. A. C. ausgerechnet zum Picknick in die Nähe des Sempacher Schlachtfeldes geführt. — Basel nnd Bern vereinigten ach dort ZB einem gemeinsamen Freilicht-, Luft- und Zweckessen. Zur Förderung der Verdauung wurde nebst r einer etwas, zahmen Schnitzeljagd xa Fuss ein im—- provisiertes Maskenfest abgehalten. Zwei. Reise—- grammophone wurden Ton den grossen Waldameisen sichtbar mit Erstaunen bestiegen; auch Amsel» Drossel, Fink und Star, fanden solches wunderbar. Aber die beträchtliche Hitze trieb ons fort «n* die Suche nach Badegelegenheit, welche wir am Hallwylprsee fanden in einem wider Erwarten modernen Strandbad. Die Rückfahrt vereinigte ca. 40 Personen zum Nachtessen in Zofingen in den wunderbaren Räumen der Familie Senn, ein Gasthan», das in seinen echt alten, getäferten Zimmern, mit reichen Möbeln fast wie ein intimes Museum anmutet. — In animierter Stimmung wünschte man sich endlich gute Reise zur Sternfahrt, im umgekehrten Sinne: nach Hause. Das Wort «Auf Wiedersehn» bekam eine ehrliche Bedeutung, man fohlt» wirklich den Wunsch. — Einzelne Wagen fanden, beim Hotel Guggisberg in Burgdorf den definitive» Rank. Zum Schluss melden wir noch pflichtschuldig einen Deserteur. Signalement: Faltboothülle» gelbblau, in grossem Rucksack, abgerutscht vermutlich zwischen Schötz und Sursee. — Wir lassen den Finder grüssen; er möge unser gedenken und mel« den an Postfach 694. i» Aus den Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Das diesjährige Klausenrennea vom 9. und 10. August besuchen, wir gemeinsam per Gesellschafts— wagen. Die Teilnehmer versam* mein sich Samstag, den 9. August, abends 10 Uhr, beim Restaurant Du Pont Es sind nuir noch wenige Plätze frei und bitten wir unsere Kollegen, welche sich noch nicht entschlossen haben, ihre Anmeldung umgehend urisep rem Mitglied H. Müller, Münchhaldenstrasse 8, Zürich 8, zukommen zu lassen. Da das Rennen, bei jeder Witterung stattfindet, wird auch die Fahrt unter allen Umständen durchgeführt. Für bestellt« PJätze muss bezahlt werden, auch bei event. Nicbtbenutzung. Der Fahrpreis inkl. Park- und Eintritts- beträgt nur 18 Fr. pro Person. Die gehören heute der Ge-gebühren Ahn fahrt erfolgt punkt 11 Uhr. Das Programm wirä so durchgeführt, dass wir Sonntag abends ca. 9 Uh^ wieder in Zürich eintreffen, wo bei unserem Passiv— mitglied im Restauarnt zum neuen Werdhof der Schlusstrunk eingenommen wird. Gleichzeitig geben wir unsern verehrten Ehren-, Aktiv- und Passivmitgliedern bekannt, dass wir am 1. August 1930, anlässlich der Bundesfeier, in unserem Vereinslokale (Rest. Du Pont, 1. Stock, Schützenstube) abends 8 Uhr eine gemütliche freie Zusammenkunft abhalten und sind alle Mitglieder dazu freundlichst eingeladen. Auch neue Berufskollegen sind herzlich willkommen. Unser Vereinsorchester unter der tüchtigen Leitung von M. Basoli wird uns helfen, den Abend durch musikalische Vorträge zu verschönern. Ihrem vollzähligen Besuche gerne entgegensehend, zeichnet mit kollegialem Chauffeurgruss der Vorstand. SU1SSE ROMANDE Hotel du Cerf Eau courante, eonfort, eonfort. Eaa eourante. L» bonne etape truites sau vages de la sur les routes du Simplon, Col montagn*, vina ouv. et excell. L'hötel dont le memi des Jtosses et Col dn PUlon. Sa terrasse Ses specialites. Sa cnlnine fameuse Tel. 65 satisfait tonjour« les plus exigeants! GARAGE. MONTREUX Le mienx srtne. Tout confort. Son restanrant au plein air avec vue •rrandiose sur le lac. 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N° 59 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE 17 Bunte TZIironik aus aller Welt Keine Geschwindigkeitsgrenze in Schweden. In der richtigen Erkenntnis, dass Vorbeugen besser ist als Heilen, hat der schwedische Reichstag ein Gesetz angenommen, wonach künftig der Autoführerschein, nur an solche Personen verabfolgt werden kann; 4ie noch nie wegen Trunkenheit inhaftiert oder gebüsst wurden. Es wird also ein Nüchternheitszeugnis verlangt. Anderseits wird im gleichen Gesetz jede Geschwindigkeitsvorschrift fallen gelassen, da sich der Begriff einer vernünftigen Geschwindigkeit nicht durch eine feste Zahl definieren lasse, *f. Verkehrsampeln zur Regelung des Verkehrs. Man betrachtet die Einführung . von, Ver_ kehrsampeln immer mehr als sichere Lösung des Verkehrsproblems. Die Ampeln werden vor allem an sehr verkehrsreichen und kritischen Strassenecken aufmontiert und geben so dem Fahrer weithin sichtbar genaue Instruktionen. In Berlin , schreitet man in grossein Ausmasse zur Einführung dieser Verkehrsampeln; vor ein paar Tagen wurden an den gefährlichsten Punkten der Stadt solche Ampeln angebracht, von denen man sich sehr viel verspricht. mb. New York regelt den Fußgängerverkehr. Der Polizeikommissär von New York, Wha- Ien, soll durchgreifende Aenderungen des New Yorker Verkehrswesens beabsichtigen. Vor allem soll der Fussgänger nttn^noch viel strenger sich an die Vorschriftsmassregein halten, da scheinbar der wunde Punkt immer noch die Regelung des Problems der Passantenzirkulation ist. An den wichtigsten Kreuzungen soll der Fussgänger nun ©in besonderes Lichtverkehrssignäl erhalten. Für die allernächste Zeit ist- geplant,,' alle Fussgänger, die widerrechtlich die Strasse beschreiten oder sonst sich vorschriftswidrig benehmen, zu verhaften und zu bestrafen. . mb. 400,000 Automobile für 15 Millionen Dollar sollen demnächst vernichtet und aus der Welt geschafft werden. Vor einiger Zeit berichteten wir Ober den originellen Vorschlag eines amerikanischen Automobilwirtsdhaftlers, der dahin ging, man möge das den Händlern so lästige Altwagenproblem ganz einfach durch Aufkauf und Zerstörung aller alten Wagen lösen, man brauche ja nur die dazugehörige Kaufsumme bei den interessierten Händlern und Fabriken aufzutreiben. Dieser Vorschlag soll nun tatsächlich in Wirklichkeit umgesetzt werden. Wenigstens werden die bisher in diesem Sinn eingeleiteten Schritte einer Spezialkommission von der Nationalen Automobil - Handelskammer in New York ausdrücklich unterstützt. Es soll eine Summe von 15 Millionen Dollar aufgebracht werden, mittelst der man 400,000 der wenigst existenzbereohtigten Wagen ankaufen und zum Verschwinden bringen zu können hofft. Man glaubt mit dieser Massnahme nicht nur eine Besserstellung des gesamten Autohandels, sondern auch eine Hebung der Verkehrssicherheit erzielen zu können, was in Anbetracht des abgekämpften Zustandes vieler amerikanischen Occasionswagen unmöglich erscheint. nicht -s. Man wünscht höhere Gummipreise! Aber natürlich nur seitens der Gummiproduzen- .ten. Die Rubber Qrowers Assoziation teilt mit, dass mehr als 80 Prozent der Kautschukpflanzungen in Niederländisch-Indien und in den britischen Erzeugungsgebieten dem Plane der Einstellung der Anzapfungen während des Monats Mai zugestimmt haben. Weitere Berichte aus Malakka lassen vermuten, dass auch die asiatischen Pflanzer den Plan unterstützen. Im ganzen wird etwa die Hälfte der Produzenten, welche die Weltproduktion kontrollieren, dem Plane entsprechend die Anzapfungen einstellen, y. Wieviel gibt die Welt für Automobile aus? In einer Haager Zeitschrift wird folgendes Rechenexempel zum Besten gegeben: In Amerika gibt es 1 Auto auf 6 Personen, insgesamt etwa 18 Millionen Autos. Die Grosse Republik behauptet doppelt soviel Automobile zu besitzen als die restliche Welt, so dass zusammen etwa 27 Millionen vorhanden sein werden. Wenn wir annehmen, dass hiervon 12 Millionen wenig Wert haben und dass die übrigen durchschnittlich per Stück 4 Jal e alt sind und durchschnittlich neu nur 7000 Franken gekostet haben, so hat die töffende Welt in den letzten vier Jahren 15 000 000 mal 7000 Fr. für Autos ausgegeben oder insgesamt 105 Milliarden Franken. Da ein Auto pro Jahr durchschnittlich immerhin 1500 Franken an Unterhaltung, Benzin, Reifen usw. kostet, kommt also noch ein Betrag von 1500 mal 4 mal 15 Millionen gleich 90 Mil* liarden hinzu, beide Beträge zusammen also 195 Milliarden Franken Ausgabe in vier Jahren. tWenn die Welt diese Summe freiwillig ausgeben kann, wie kann sie dann noch behaupten, dass der Krieg sie finanziell restlos ausgemergelt hat, wenigstens was Europa betrifft? Denn der Anteil unser res Erdteils an dieser Riesenausgabe beträgt doch immer noch mindestens 70 Milliarden». Man wird hinzufügen müssen, dass es sich beim Auto eben nicht immer um eine freiwillige Ausgabe handelt, dass vielmehr bei I^ichtvorhandensein von Personenautos, Mietdroschken, Autobussen. Frachtautos der oben errechnete Betrag zu einem erheblichen Teile doch ausgegeben werden müsste, — nur eben an Eisenbahn und Pferdefuhrwerk. H. F. Ueberlandautobusse mit Radio. Die Kraftverkehr Freistaat Sachsen AG. hat zwei Grossautobusse, die für den Ueberlandverkehr dienen, mit Radioempfängern ausgerüstet. Als Antenne dient ein um das Wagendach ausgespannter Draht, als Erde wird die Masse des Wagens selbst benutzt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die auf Störungen durch den Motor und insbesondere durch die Zündlichtmaschine zurückzuführen waren, gelang es bald, einen einwandfreien. Empfang zu erhalten. Lautspreeher und Empfangsapparate sind möglichst erschütterungsfrei aufgehängt. Störungen, die sich wohl nie ganz beseitigen" werden lassen, werden allerdings noch verursacht durch Strassenbahnund Starkstromleitungen, sofern sie parallel zu der befahrenen Landstrasse laufen. Die Einrichtung hat bei den Fahrgästen ganz besonderen Anklang gefunden, da die Fahrten meist längere Zeit dauern und auf diese Weise eine angenehme Unterhaltung geboten werden kann. Grossstadtunfälle. Im Jahre 1929 haben sich in Paris 639 Verkehrsunfälle ereignet, dabei kamen fti 67 Prozent der Fälle Fussgänger zu Schaden, in 18 Prozent Automobile, Strassenbahnen und Autobusse, und in 15 Prozent Radfahrer. Die gerichtlichen Erhebungen Hessen deutlich erkennen, dass mehr als zwei Drittel der getöteten Fussgänger ihrer eigenen Unachtsamkeit zum Opfer fielen. 114 Unfälle wurden auf zu grosse Geschwindigkeit zurückgeführt. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich zwischen 18 und 20 Uhr. -f. Die Universität als Garage. Die New Yorker IMversitätsverwaltung hat sich gezwungen gesehen, den Studenten zu verbieten, ihre Automobile auf dem Gelände der Uniyersitätsgebäude abzustellen. Da fast jeder Student im Automobil zur Universität fährt, so ist die Zahl der auf dem Gelände wartenden Autos derart gestiegen, dass an ein ^irchkommen der Lehrer und Schüler von einem Gebäude zum andern innerhalb des Uniyersitätsgeländes kaum mehr zu denken ist. Verschiedene Studenten haben sogar das Kunststück fertiggebracht, ihre Zwei- und Einsitzer-Automobile bis in die Innern Gänge vor die Hörsäle zu bringen. Neuenburger Strandbad. Diejenigen, welche in diesen letzten Tagen den Fortschritt der Errich- , tungsarbeiten des Strandbades verfolgen konnten, sind entzückt von den modernen Einrichtungen wie auch von dem guten Geschmack ihrer Gesamtwirküng. Die Lage ist einzig, der Komfort wie sonst nirgends, und die natürliche Schönheit des Ortes, erhöht durch prachtvolle Bäume, ist märchenhaft im hellen Sonnenschein. Der Strand selbst ist, wie man kaum erwarten könnte, bis 50 m weit hinaus gangbar, so dass die grossen und kleinen Badegäste ohne jegliche Gefahr und nach Herzenslust sich vergnügen können. Das Wasser ist rein und durchsichtig, denn kein einziger Kanal mündet am Strand oder in seiner nächsten Nähe in den See. Zur Feier dieser Einweihung ist ein Galaprogramm in Aussicht genommen worden unter der Mitwirkung des Red Fisch und der Neuenburger Schifffahrtsgesellschaft. Die Vertreter der Behörden werden der Einweihung beiwohnen. Chaque bouton est iait du memecaoutchouc — que lä bände de röiilement Li e/Uutcheue du pneu Goodrich forme une masse rebustti tont la panie miiiane en contact ävec'le sol, est des plus tisistantes. Les böutoni se moulent sur les äspiritis de la routt et proeurtnt wie adhirtnee parfaiu : ih protigent aind la earcasse. . . ,-; '.:,..- , . e pneu que vous achetez pr&ente-t-il L partout la meme solidite ? Lorsque vous commandez un pneu Goodrich, yous pouvez etre sür tjufe; toütä les parties pr&entent la meme f&istance... il n'y a pas de point faibleJ..,..'« ''"' Le dessin ci-dessus represente une section transversale du päeü Goodrich. Remarquez que le caoutchouc de la bände de roulemetit, qüi dpitetre robuste et resistant, fenforce chaque bouton. La meme masse de caoutchouc, qui est en contact avec le sol, protige les flancs du pneu Goodrich contre les ä-4bups provoques par les ornieres ou les b«rdures des trottoirs. Vous avez tout avantage ä choisir ce pneu qui, vulcanisd ä l'eau sous pression, ne präsente aueun point faible. >•••••••••«•«»•«»••»«•••< Automobiltechnische Bibliothek BAND I Schweizer. Automobilkalender Alle Tabellen und Informationen für den Automobilbetrieb, systematische Taschenbuchführung, die kantonalen Automobilsteuern und deren Berechnung, Motorfahrer-Clubs des In- und Auslandes, kantonale Fahrverordnungen, die wichtigsten technischen Kenntnisse für den Fahrer. Erscheint jedes Jahr im Dezember als eleganter und handlicher Band mit Verzeichnis der Personenwagen-Besitzer. 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