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E_1930_Zeitung_Nr.059

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N° 58 16. CH TO PATO Dieser Tage ist die sechzehnte Ausgabe des Fuhrers für Automobilfahrer «CH Touring» von O. R. Wagner erschienen. Wohl keinem Schweiz. Automobilisten ist der CH Touring-Führer in rotem Einband unbekannt. Sind doch seit seinem fünfundzwanzigjährigen Erscheinen annähernd 100,000 Exemplare im Gebrauch bei schweizerischen und ausländischen Automobilfahrern. Die neue Ausgabe hat ihren alten Vorzügen wieder einige wertvolle Neuerungen beigesellt. Sie befestigt damit ihren Ruf als ältester und bester Automobilführer der Schweiz aufs neue. Als besondere Vorzüge nennen wir vor allem: 24 HAUPT KARTEN der Schweiz im Maßstab 1:250,000. Diese Karten sind für .automobilistische Zwecke gezeichnet, die Strassenzüge sind ihrer Bedeutung nach scharf hervorgehoben, die Ortschaften nach automobilistischen Gesichtspunkten ausgewählt, unter Hervorhebung des Wichtigen und Beseitigung alles Ueberflüssigen. Die buchförmige Anlage der Karten ermöglicht ein leichtes Benützen während der Fahrt. Die Uebersicht und das Ineinandergreifen der einzelnen Blätter ist durch starkes Uebergreifen des Randes wirksam unterstützt. Keine andere Autokarte weist gleich zweckmässige Anordnung auf. 72 SONDERKARTEN verschiedenen Maßstabes dienen speziell den Bedürfnissen zahlreicher Gebietsteile; auch diese Kärtchen sind nach rein automobilistischen Grundsätzen ausgearbeitet. Sie geben Aufschluss über alle kartographischen und autotouristischen Fragen, welche sich der Fahrer zu Hause und unterwegs stellt. 33 Stadtpläne, in fünffarbiger, übersichtlicher Anordnung, zeichnen die für die Durchfahrt durch alle schweizerischen Hauptorte bestgeeigneten Strassen; diese Karten zeigen im weiteren die genaue Lage aller Sehenswürdigkeiten der betreffenden Orte. 123 Routenbeschreibungen geben erschöpfende Auskunft über das gesamte Schweiz. Strassennetz, soweit es für den Automobilfahrer von Interesse ist. An der Spitze jeder Route steht eine knappe Charakteristik der betreffenden Strasse, dazu eine Kilometrierung und alles Wissenswerte, was unterwegs an der betreffenden Route links oder rechts vom Wege zu sehen ist; die Gebirgsstrassen sind ihrer besonderen Bedeutung nach einlässlich behandelt. Für jeden Gebietsteil unseres Landes ist eine Zusammenstellung der schönsten Ausflüge in den betreffenden Gebieten ausgearbeitet. DAS ORTSREGISTER ist eine erschöpfende, zweckmässige Zusammenstellung der geographischen, historischen und kulturellen Eigenart jeder wichtigen Ortschaft. Beigefügt sind alle für den Automobilverkehr in Betracht fallenden nützlichen Adressen nach dem neuesten Stand. Allen Pässen, wichtigeren Höhen und Ausflugsgebieten ist ebenfalls eine kurze automo-J bilistische Beschreibung gewidmet. •»— DIE GRENZGEBIETE DER SCHWEIZ sind in der neuen Ausgabe eingehend behandelt. Der ganze Schwarzwald bis hinunter nach Heidelberg ist in fünffarbigen Hauptkarten im Maßstab 1:250,000 in gleich vorteilhafter Weise behandelt wie die Schweiz. Vorzügliche Karten greifen hinüber in das benachbarte Frankreich und nach Savoyen. Im Osten ist das bayerische und italienische Grenzland bis zu den Dolomiten kartographisch behandelt, Gebiete, welche der schweizerische Automobilist je länger je mehr als Ausflugsziele wählt. So gibt CH Touring Aufschluss über alle autotouristischen Fragen des Fahrers; alles was auf Touren Im heimischen Gebiet, sowie im benachbarten Ausland zu wissen ist, wird in vorbildlicher kartographischer und textlicher Anlage behandelt.' Die fünfundzwanzigjährige autotouristische und kartographische Erfahrung des Verfassers ist der neuen Ausgabe wieder in besonderer Weise zustatten gekommen. Der Preis dieses trefflichen Reisehandbuches beträgt nur Fr. 12.—; in Anbetracht der Güte und Fülle des Gebotenen äusserst wenig. AUTO-FAHRTEN Dieser Tage ist die achte Ausgabe des «Automobilführers von Europa», unter dem Titel « EUROPA TOURING», erschienen. Dieses Werk ist bekanntlich erstmals im Frühjahr 1928 im Auftrag und unter Patronat der «Alliance Internationale de Tourisme» und offizieller Mitwirkung des T.C.S. erschienen. Verfasser ist O. R.Wagner, Chefredakteur der Automobil-Revue, ein Praktiker des Automobils, der sich seit 25 Jahren durch zahlreiche autotouristische Veröffentlichungen einen Namen gemacht hat. «Europa Touring» hat einen beispiellosen Erfolg in zahlreichen Ländern Europas erreicht; er gelangt in deutscher, französischer und englischer Sprache zur Ausgabe. Die grössten Touring- und Automobil-Clubs der Welt, z. B. die englische und amerikanische «Automobil Association», der italienische und französische Touring-Club, der Allgemeine Deutsche Automobil-Club und andere Clubs vieler Länder liefern dieses europäische Standardwerk des Autotourismus an ihre Mitglieder, welche Europa im Automobil bereisen. Die neue Ausgabe hat eine gründliche Revision und Erweiterung erfahren; Hunderte von Kennern vieler Landesgegenden haben mit ihren Erfahrungen an der Vervollkommnung dieses einzigartigen Führers mitgeholfen, so dass ein Werk entstanden ist, das nicht nur einzigartig, sondern in jeder Hinsicht mustergültig ist. Als Grundlage dienen 40 fünffarbige, für die autotouristische Benützung gezeichnete Hauptkarten im Maßstab 1 : 1,5 Millionen; sie umfassen alle dem Tourenwagen erschlossenen Gebiete Europas. Diese Karten geben klaren Ueberblick und lassen die wichtigen Strassen jedes Landes deutlich erkennen. Von den bevorzugten Touristikgebieten, z. B. von den Alpen, Pyrenäen, Vogesen, vom Schwarzwald, vom autotouristischen Ausflugsgelände in Deutschland, Frankreich, Italien usw. sind zahlreiche Sonderkarten im Maßstab 1 : 500,000 eingeschaltet, die eine touristische Auswertung jener schönen Gegenden ermöglichen. Jedes Land ist nach einem praktischen Plan für den von auswärts kommenden Touristen ausgearbeitet; ein Griffregister mit den automobilistischen Kennzeichen CH - D - F - J - usw. ermöglicht das augenblickliche Auffinden. Kurze Beschreibungen zeigen, wie die Ausflugsgebiete am zweckmässigsten besucht werden; jeder bemerkenswerte Ort ist geographisch, historisch und kulturell knapp geschildert, jedem Gebirgsübergang sind ein paar Zeilen automobilistischer Kennzeichnung zugemessen- Zum Besuch und Aufenthalt in Städten dienen dem Fahrer 90 übersichtliche Stadtpläne. Hotels und Garagen sowie autotouristische Auskunftsstellen sind nach dem neuesten Stand nachgetragen. Alles was der Automobilist vor und nach der Fahrt wissen muss, ist kurz und bündig gesagt und kartographiert. Es braucht für Auslandreisen .kein weiteres Informieren, keine Fragen, keine Erkundigungen, keine anderen Karten oder Führer; «Europa Touring» sagt allesI Wer früher ein fremdes Land mit der Bahn bereiste, tat dies nicht ohne den roten «Baedecker»; wer heute irgendein Land Europas im Automobil bereisen will, wird die Fahrt nur dann mit vollem Genuss machen, wenn er den roten «Europa Touring» im Wagen hat. Durch die grosse Verbreitung, welche dieses autotouristische /Verk innert drei Jahren* erreichte, konnte der beispiellos billige Preis von Fr. 12.— auch für die neue Ausgabe beibehalten werden. Lassen Sie sich, bevor Sie Ihre diesjährige Auslandreise antreten, «Europa Touring» kommen; wir zahlen anstandslos den Betrag zurück, wenn Ihnen das Buch aus irgendeinem Grunde nicht gefällt. Alle Bestellungen werden nach Massgabe des Einganges schnellstens abgesandt, für den ersten Ansturm stehen 10,000 Exemplare bereit. Die Schweiz Führer für Automobutahrer Touring-Club der Schweiz RM.ctloai O.R. WAGNER Bern« La Suissc Golde de rAnteaoMbte MMaarb Tourtng-Club Suissc mit HALLWAG-KARTEN Preis jeden Bandes Fr. 12.— Abonnenten der Automobil-Revue 20 °/o Rabatt HALLWAG BERN Abteilung Touring Verlag Bücherzettel (Senden Sie ihn als Drucksache, er kostet nur 5 Rp. Porto.) Ich bestelle zum Preise von Fr. 12.—. Ich bin Abonnent der Automobil-Revue. (Streichen Sie dies bitte, wenn es nicht zutrifft.) Adresse: El CH TOURING 16. - „ EUROPA TOURING 18)0 _t TOURING Guide automobile d Europe • Alotonng Guide of Europe Automobllführer durch Europa •Gulda europea per Automobilist! Touring'Club der Schweiz f Palronat: ALLIANCE INTERNATIONALE DE TOURISME

N°59 II. Blatt BERN, ll.Juli 1930 N°59 II. Blatt BERN, ll.Juli 1930 Ted. a.« Nol Der Weltverbrauch an Gummi wird für das Jahr 1929 auf 785,000 Tonnen eingeschätzt. Hiervon entfallen auf die Vereinigten Staaten 310,000 t., Grossbrrtannien 65,000 t., Frankreich 54,000 t., Deutschland 49,000 t., Kanada 35,000 t., Japan 35,000, Italien 17,000 t. und Australien 15,000 t. Die Zunahme im Gummiverbrauch ist immer noch der starken Ausbreitung des Motorfahrzeugverkehrs zuzuschreiben. Bemerkenswert ist hierbei der Fortschritt in der Erzeugung von Luftreifen gegenüber der von Vollreifen. Als Massstab hierfür kann man z.B. ansehen, dass die Ausfuhr an Vollgummireifen aus den Vereinigten Staaten, Kanada. Deutschland und Italien von 211,444 t. im Jahre 1927 auf etwa 140,000 t. im Jahre 1929 abgenommen hat. + Normung der Automobü-Puiferstangen. An der letzten Mailänder Normungs-Konferenz wurden unter anderm auch einheitliche Richtlinien über die Abmessungen der Pufferstangen und ihre Anordnung aufgestellt. Eine Einheitlichkeit ist hier sehr wichtig, denn nur so bieten die Pufferstangen bei Zusammenstössen von Motorfahrzeugen einigermassen Schutz. Bis heute allerdings herrschte auf diesem Gebiet höchste Willkür. Fast jeder Fabrikant oder Mechaniker brachte seine eigenen Masse zur Anwendung. Die Puffer waren dann auch entsprechend wenig wirksam. Zum Schutz des Vorderwagens wird nun ein Puffer empfohlen, dessen vertikale Breite 50—60 mm beträgt und der auf einer solchen Höhe montiert werden soll, dass ein Hindernis, das sich in einer wagrechten Ebene 440 mm über dem Boden befindet, sicher auf den Puffer trifft, gleichgültig, ob der Wagen voll belastet oder leer ist. In jedem Fall aber mtuss der Puffer in vertikaler Richtung so breit sein, dass er die 440 mm über dem Boden gedachte « Hindernisebene» noch sicher mit 10 mm Breite trifft, wenn auch die Vorderfedern einmal vollständig zusammengedrückt und einmal vollständig entspannt sind. Bei Wagen mit viel Federspiel ist deshalb nötigenfalls die vertikale Breite der Puffer grösser zu wählen. An Stelle einer einzigen Stange können auch deren zwei oder mehrere angewandt werden. Eine einzige ist jedoch vorzuziehen, da damit eine Ueberlastung des Vorderwagens und die Vergrösserung des toten Gewichtes vermieden werden. Finden zwei oder mehrere Stangen Anwendung, so soll deren Zwischenraum 48 mm nicht überschreiten, damit sich die Puffer zweier Wagen nicht ineinander verhängen können. Hinten am Wagen sind mindestens zwei Stangen vorgesehen. Die vertikale Gesatntbreite des Puffers hängt hier wiederum von der Höhe ab, um welche der Wagen durchfedern kann, wobei als mittlere * Widerstandsebene » natürlich wieder 440 mm Höhe über dem Boden angenommen werden. Bezüglich der Länge der Pufferstangen einigte man sich in dem Sinn, dass die vordem Stangen seitlich nicht über die Räder und die hintern Puffer nicht über die Kotflügel hinausragen dürfen. at. Ein neuer Servo-Lenkmechanismus. Um das Lenken schwerer Motorfahrzeuge zu erleichtern, hat die amerikanische Bethlehem Steel Co einen Servo-Apparat herausgebracht, der die Hilfskraft vom Motor bezieht. Der Führer des Wagens steuert in diesem Fall nur noch die Auswirkung der Kraft in der einen oder andern Richtung. Die beigefügte Skizze zeigt den Apparat im Schnitt. B und C sind zwei vom Motor angetriebene, entgegengesetzt rotierende Trommeln. Jede dieser Trommeln kann mit der Schnecke der Lenkung gekuppelt werden und zwar durch eine Art Innenexpansionsbremsen. Kuppelt man beispielsweise durch das Expansionsband D die Trommel B Schnitt durch den Servo-Lenkmechanismus. mit der Lenkschnecke, so fährt der Wagen nach links, kuppelt man das andere Band mit der umgekehrt rotierenden Trommel, so fährt der Wagen nach rechts. Die Expansionsbänder werden auf einfache Weise durch einen Spreizmechanismus F zur Wirkung gebracht, der durch die Welle A mit dem Lenkrad verbunden ist. Eine Drehung des Lenkrades nach rechts spreizt dabei das obere Band, eine Drehung nach links das untere. y. Eine ungewöhnliche Sicherung gegen Wagenbrände. Der Erfinder der nachstehend beschriebenen Sicherung ist von dem Gedanken ausgegangen, dass Brände beim Ueberschlagen eines Wagens besonders leicht entstehen können, wenn die Zündung eingeschaltet bleibt und der Motor noch weiterläuft. Der kleinste Funken, etwa am Unterbrecher oder Verteiler oder an einem losen Zündkerzenanschluss, kann tatsächlich genügen, um ausfliessenden Brennstoff zur Entflammung zu bringen. Eine Brandgefahr besteht auch bei Wagen mit hinten angeordnetem Brennstoffbehälter. Denn hier kann herausrinnender Brennstoff durch den Auspuff zur Entzündung gebracht werden. Bei geschlossenen Wagen sind solche Brände besonders gefährlich. Durch das Ueberschlagen des Wagens können sich die Türen verklemmt haben, sodass dann die Insassen wie Mäuse in einer Falle gefangen sind. Die Wirkungsweise der Sicherung besteht darin, dass der Zündstrom kurzgeschlossen wird, sobald der Wagen auf dem Kopf steht. In einem Kästchen, das an beliebiger Stelle in der Nähe des Motors befestigt werden kann, befindet sich ein gewisses Quantum Bleischrot A. Das Kästchen ist gegen oben durch einen Deckel abgeschlossen, der auf seiner Innenseite zwei isoliert befestigte Schienen B trägt. Je eine dieser Schienen wird mit einem Zweig der Zündleitung verbunden. Steht nun der Wagen auf dem Kopf, so werden die Schrotkügelchen sofort gegen den Deckel hinüberrollen.' Sie bewirken dadurch, dass zwischen den beiden Schienen eine elektrische Verbindung entsteht und dass somit die Zündung kurzgeschlossen wird. Der automatische Kurzschliesser kann dabei sowohl in die Primär-, wie die Sekundärleitung der Zündung eingeschaltet wer- Der automatische Kurzschluss- oder Hupenkontakt, geöffnet und teilweise aufgeschnitten. den. Die sichere Wirkung ist allerdings im letztern Fall zu erwarten, aber dann muss auch die Isolation des Kontaktschienen und der Verbindungsleitungen mit besonderer Sorgfalt hergestellt werden. Einen ganz ähnlichen Apparat hat übrigens ein Praktikus benützt, um in Gefahrmomenten bei scharfen Bremsungen die elektrische Hupe automatisch in Tätigkeit treten zu lassen. Die Schrotfüllung wurde einfach um so viel vergrössert, dass sie schon bei normal liegendem Wagen nahe an die Kontaktschienen B heranreicht. Der ganze Apparat wurde paralell zum gewöhnlichen Hupenkontakt eingeschaltet. Jede scharfe Bremsung des Wagens bewirkt nun, dass der Schrot nach vorn und oben rutscht und dabei die elektrische Verbindung zwischen den beiden Kontaktschienen herstellt. at. Vernickeln von Autoteilen an Ort und Stelle. In England wird zu populärem Preis ein Gerät auf den Markt gebracht, mittels dessen es jedem Automobilisten möglich sein soll, blanke Teile an seinem Wagen oder auch beliebige andere Metallflächen an Ort und Stelle zu vernickeln. Bekanntlich müssen sonst die zu vernickelnden Gegenstände in ein «galvanisches Bad» gebracht und in diesem längere Zeit belassen werden. Beim vorliegenden neuen Verfahren wird dagegen das «Bad» zum Gegenstand gebracht, und zwar in Form eines schwammartigen, mit Kupfer- oder Nickel-Lösung getränkten Stoffpolsters. Dadurch, dass an das durchtränkte Stoffpolster der eine Pol und an das zu galvahisierende Metall der andere Pol einer Vier- Volt-Batterie angeschlossen wird, soll dann eine Vernicklung oder Verkupferung der Me- GR0SST63 SPEZIALHAUS DER SCHWEIZ FURmOD£RI1£ GflRAGf-finRICHTUnGfn IDksßnslr: 7 - 9 Oüinchö