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E_1930_Zeitung_Nr.060

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° «0 Ausbau von Spitzkehren. T. C. Wir haben das Thema der unzulänglich auagebauten Spitzkehren schon mehrfach behandelt. Da aber bei massgebenden Behörden die richtige Erkenntnis oft nun sehr langsam durchzudringen acbeint und die praktische Nutzanwendung der Erkenntnis wenn möglich noch einmal so lang auf sich warten läset, bieten wir der nachfolgenden Einsendung gerne Raum. Die Red. Es wird gegenwärtig, anlässlich der Verteilung des Benzinzoll-Anteiles wieder viel über die Straseenzustände, Neubauten und Verbesserungen geschrieben. In der «Automobil-Revue». Nr. 27, konnte man das Betreffnis jeden Kantonee ersehen und in Nr. 29 interessierte speziell die Zuweisung der Beträge an die Kantone Wallis und Uri. Jeden Sommer befahre ich die Pässe über Furka und Grimsel etliche Male. Anlage und Zur. stand dieser Strassen sind mir sehr wohl bekannt. Trotzdem die engsten Kehren unterhalb Gletsch etwas verbreitert worden sind, wird dieser Strecke auch weiterhin vermehrte Aufmerksamkeit entgegengebracht werden müssen. Verschiedene Kehren auf dieser Strecke sind mit einem grossen Tourenwagen mit verhältnismässig gutem Radeinschlag unmöglich durchzufahren, und wenn der Lenker: sich beim Manöverieren auch sicher fühlt, so haben dabei den Insassen doch stets ein gewisses Angstgefühl. Auf so stark befahrenen Alpenstrassen muss unbedingt darnach getrachtet werden, dass die Kurven auch von grossen Wagen ohne Manöver durchfahren werden können. Grosse Tourenwagen und Car-Alpins, die einen minimalen Lenkkreis von 15 m Durchmesser benötigen, sind auch heute noch zu einem grossen Prozentsatz anzutreffen. Zweifellos werden nun mit dem zur Verfügung gestellten Gelde die Strassen. Stützmauern und Kehren auch auf dieser Strecke Furka-Wallifl bedeutend verbessert werden. Ich gestatte mir nun, an Hand bisher gemachter Erfahrungen für die technische Ausführung der Verbesserung dieser Kurven einige Bemerkungen au machen. Es konnte verschiedenen Ortes beobachtet weiden, wie auf Passstrassen die Kehren dadurch verbessert, respektive auegebaut wurden, dass mam sie nach aussen verbreiterte. Nach längerer Zeit war dann aber an Hand der Bekiesung festzustellen, dass die ausgeführte Verbreiterung gar nicht befahren worden ist, respektive gar nicht befahren werden konnte, weil 6ich eben der Drehradius in der Kurve nach auseen immer mehr verkleinert. Es wird dadurch allerdings ein jjrÖsserer Platz geschaffen, der aber praktisch ganz wertlos ist. Beim Verbessern der Kehren soll doch dafür gesorgt werden, dass ein möglichst jjrosser Lenkradius fahrbar gemacht wird, was dadurch zu erreichen ist, dass die Kurve womöglich nach innen verbreitert oder PWz für einen jfrössern Radius nach aussen geschaffen wird. Verschiedene Passkurven sind mir belannt, welche nach aussen verbreitert wurden und die innere Landzunge dafür mit einem möglichst an die Straese gesetzten Wehrstein geschützt wurde. Durch solche Umbauten wird eine komplette Unkenntnis der praktischen Befahrunjj einer Kurve mit einem Auto bekundet. Zweck dieser Zeilen soll eein, dahin zu wirken, dass die Ausführungen der Verbreiterung speziell der Kehren Purka-Wallis aus dem verfügbaren Gelde auch praktisch und eweckentsprechond ausgeführt werden. W. H. Autosektion St. Gallen-Appenzell* Wir machen unsere Mitglieder nochmals auf-die am 20. Juli stattfindende Prüfungsfahrt aufmerksam. - w Trotzdem bereits eine grosse Anzahl Wagen gilmeldet ist, haben wir die Anmeldefrist bis Dienstag, den 15. dies verlängert, um auch den obligatorischen Nachzüglern noch Gelegenheit zu geben, mitzumachen. « Anschliessend an das Mittagessen findet zirka 3 Uhr im Kurhaus Jakobsbad die Preisverteilung statt, wozu wir alle unsere Mitglieder freundlichst einladen. . St Beim Start erhält jeder Teilnehmer eine Exkursionskarte, worauf die Strecke genau markiert ist. Da wir uns unbedingt an die zur Verfügung stehende Zeit halten müssen, werden alle Teilnehmer ersucht, pünktlich am Startplatz zu erscheinen. "" Die Sportkommlssion. f Gruppen Hinterland und Inner-Rhoden. ' Ein Sonntagmorgen, wie er schöner nicht sein konnte, lockte uns Mitglieder beider Gruppen, an der Kerenzerbergfahrt mitzumachen. Es war das erste Mal, dass Ausser-Rhödler und Inner-Rhödler miteinander eine gemeinsame Fahrt ausführten. So war es auch nicht verwunderlich, dass eine schöne Anzahl Mitglieder sich beim gemeinsamen Treffpunkt in Appenzell einfanden. Schon da konnte sich jeder die Hoffnung sichern, einen genussreichen Tag zn erleben In Einzelfahrt ging es lo«, über den Stoss das Rheintal hinauf. In Lienz nahmen die meisten Teilnehmer ein «Znüni» ein. Weiter ging es dann nach Schloss Sargans, welch letztes die meisten Teilnehmer besichtigten. Der schönste Teil der Fahrt stand uns jetzt noch bevor, nach Wallenstadt und dann dem See entlang nach Obstalden. woselbst wir das Mittagessen hatten. Ein Garten oder TeTrasse mit wunderschöner Anssicht über den Wallensee und seine umgebenden Bergketten nahm uns auf. Das Mittagessen war für die meisten befriedigend, wenn auch die Bedienung unsern hungrigen Magen ta Schneckentempo vorkam. Unser beliebte SportpTäsident Hr. Dr. Fisch-hegrüsste uns mit einem echten T. C. S.-Willkomm. Er verdankte schon an dieser Stelle die schönen Vorträge eines Sängertruartettes das unser Mitglied Hr. Waltisbühl die Freundlichkeit hatte, mitzunehmen, da anch er zu dieser Sängergilde gehört. Ferner begrüsste Hr Dr. Fisch speziell die 3 Töchtern aus Appenzell. welche in ihrer schmucken Landestracht der Gesellschaft ein farbenfrohes Bild boten und durch ihre J'.dler und Lieder dazu beitrugen, eine recht frohe Stimmung hervorzurufen. Um 4 Uhr ging's weiter nach Weesen, woselbst die meisten nach dem Strandbad hinubergondelten Ein heftiges Gewitter vertrieb alle, und sie mussfen das am See liegende Restaurant aufsuchen. Nach kurzem Imbiss ging es weiter über den Ricken nach Wattwil zum «Jakobshof». Daselbst entwickelte sich in der ganzen Gesellschaft ein fröhlicher Betrieb. Nur allzu rasch verrannen die Stunden, und heimwärts ging's nach Herisau und Anpenzell. AUTOSEKTION BERN DES T.C.S. Bussenfälie. Laut Bericht des kantonalen Polizeikommando. Mr»u,. «ind in Kömen an 29. April IBM folgende Personen angezeigt worden: 1. K. W., Kaufmann, Bern, Personenwagen, Geschwindigkeit: 54 St/km; 2. p. F., Versoix, Personenwagen, Geschwindigkeit: 52 St./km; 3. T:El, Zürich, Personenwagen, Geschwindigkeit: 56 St/km; •4. K. P.. Bern, Personenwagen, Geschwindigkeit: 52,St./km. Äusserdem wurde noch ein Motorradfahrer angezeigt und gebüsst. Die Kontrolle wurde durch die kantonale Polizei, nicht durch die Gemeindeorgane ausgeführt. Dazu wird uns aus dem Kanton Aargau jreschrieben: «Es sind also nicht über hundert Automobilisten, die jtebüsst worden sind, sondern nur deren vier, von ;denen jeder mit mehr als 50 Std./km die Innerortsstrecke durchfahren hat. Es sind also nur diejenigen Fahrer zur Anzeige gebracht worden, die durch unsinniges Rasen die Animosität gegen die Automobilfahrer in der Landbevölkerung wecken. Dagegen wird man wohl im Ernst nichts einwenden dürfen. Die Höhe der Bussen darf angesichts der erheblichen .Geschwindigkeitsüberschreitung nicht als' übersetzt angesprochen werden und sicherlich hätten die bernischen Gerichtsorgane solche in mindestens gleicher Höhe ausgesprochen. Bei der Festsetzung dieser Bussen habe sich der Gerichtspräsident von. Zofingen nicht einmal an die von den aargauischen Gerichtspräsidenten aufgestellte Bussenskala «halten, sonst wären die Bussen noch höher ausgefallen. Fahrer mit Geschwindigkeiten unier 50 Std./km sollen, nicht zur Anzeige gebracht worden sein, welche Nachsicht wohl im Kanton Bern noch nicht angewendet worden sei. Der Pdlizeichef des Kantons Aargau, Herr Oberstl Zumbrunn in Aarau, erzeige sich gegenüber den Motorfahrzeuglenkem entgegenkommend und bringe ihöen alles Verständnis entgegen, man könne es ihm aber auch nicht verdenken, wenn er gegen Fahrer vorgehe, die unter gänzlicher Missachtung dar Sicherheit der übrigen Strassenbenützer mit einer 50 Std./km überschreitenden Geschwindigkeit durch unsere Dörfer rasen. — A. C. S. A.C.S., SEKTION ZÜRICH. Als Ziel der diesjährigen Mondscheinfahrt hatte man das malerische im «Amt» gelegene Maschwanden auserkoren. Die Organisation der Veranstaltung und alles was drum und dran hängt klappte gut, nur — der Mond spielte gewaltigen Schabernack, lies» hie und da einige Wolken etwas aufleuchten und — glänzte des weiteren durch Abwesenheit. Dies hinderte jedoch die mehr als 150 Teilnehmer nicht, im bestgeführten Gasthof zum Kreuz, einer den Automobilisten bestbekannten Gaststätte, einige überaus frohe Stunden zu verbringen. Schon dio fm 1 •••• gen Begrüssungsworte von Herrn Vizepräsident M. Gasamann-Hanimann schufen rasch den aesuh.^en Kontakt. Dazu sassen zwei gern sesphene 03 «tp inr Kreise der tafelnden A.C.S.-Mitglieder, einmal Herr Statthalter Weidmann von Affolteni a. A. und dann das Jodlerdoppelquartett des Fussball-Club Zürich, das sich der Zürcher Sektion des A. C. S. schon wiederholt für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung gestellt hatte und mit seinen schöben Gesangsvorträgen manchen A. C. S.-AnJass hat verschönern helfen. In schöner Rede bekannte sich Herr Statthalter Weidmann als Freund der Automobilisten und als objektives Bezirksoberhaupt, das mit Verständnis und Wohlwollen all die Verkehrsfragen behandelt und kein Freund einer allzu weit gehenden Bussenpraxis ist. Sein Wort Kalt vor allem auch dem engen Zusammenarbeiten und Hand-in-Hand-gehen von Stadt und Land, deren enge und mannigfache Beziehungen er in trefflichen Ausführungen hervorhob. Herr Dr. Enderli, Präsident des Jodlerdoppelquartetts, dankte für den schönen Anlasa. den man dieser Gesangsvereinigung geboten und die sich bei der Zürcher Sektion stets wohl fühlt. Das Doppelquartett liess es sich denn auch nicht nehmen, den Abend zu verschönern und zu dessen gutem Gelingen beizutragen. Des weitern amüsierte man sich köstlich bei angenehmer Musik und Tan*: eine überaus frohe, lebendige Stimmung beseelte den ganzen Abend, so dass man keineswegs ärgerlich war, dass sich der Mond selbst bei der Heimfahrt die erst gegen Morgen erfolgte, nicht an« dem Wolkenmeer hervorliess. Als nächster Anlass folgt nun am 27. Juli die traditionelle Picknickfahrt, die dieses Jahr nach Ntioten gehen soll. Die Verjfnügungskommission wird ein besonders amüsantes Programm zusammenstellen und reichlich Geleoenheit geben, sich an diversen Konkurrenzen so beteiligen. Man wird sich so auch dies Jahr köstlich amüsieren und nur wünschen dürfen, das« ein recht sonniger Hochsommertaj» den richtigen Rahmen zu dieser Fahrt bilden mön. vrimi «fvaff Personelles: Arbenz Sun Saloon A.-G., Zürich. Der Verwaltungsrat hat Prokura an Hch. Leuthold, in Zürich erteilt Garage Mühlebach A.-G., Zürich. Der Venraltun?srat hat Einzelprokura erteilt an Th. Karrer in Basel und Kollektivprokura an H. Witxig in Zürich und Fr. Brunner in Zürich. GeschaftsSnderting: Theophfl Klaus, Baar. Die Firma gfbt den Taxameterbetrieb und die Reparaturwerkstätte auf und verzeigt als neue Geschäftsnatur: Handel in Automobilen, Autogarage, Autozubehör. Garage Metropole, Theo Sarbach, S. A^ Senf. Diese Firma tritt an Stelle der früheren Unternehmung Theo Sarbach, welche infolge Hinschiedes des Titulars erloschen ist. Die neue Gesellschaft verfügt über ein Aktienkapital von Fr. 20,000. Die Erben des Th. Sarbach bringen als Apport den Besitz der früheren Garageunternehmung, welcher laut Bilanz Debitoren von Fr 216.887 und Kreditoren im Betrage von Fr. 231.887 aufweist Die Erben erhalten Fr. 15,000 in Aktien der neuen Gesellschaft. Einziger VerwaHungsrat ist zurzeit Mme Alice L. E Rieker geb. Sarbach, in Carouge. Kollektivprokura wird James W Rieker und Maurice Chanmean, beide in Genf, erteilt Verwerfung des Nachlassvermraes: Ad. Kirchhafer, Autogarage, Blei. Der Haehlassvertrag ist durch Entscheid des Nachlassrichters verworfen worden. Verhandlung über Nachlassvertrag: Mario Ricciardi, Auto - Reparaturwerkslatte, Horw. Verhandlung am 18. Juli, im Sitzungasaale des Amtsgerichtes, in Kriena. TEL.UMMAT L. 16.26 DUFOURSTRASSE24 Amerikanische Zahnräder, Kupplungen RESTE N4ET6CYIIÜ! LE JU5TE MILIEU •ff (Nachfolger von Jakob Iff) Langenthai and Kaltenherberge Modern eingereicht. Reparatur»Werkstatt«. AUTO-GARAGE. PfUVAT-BOXEN. Vertretung von Fiat und Chevrolet. 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60 — 1930 AUT