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E_1930_Zeitung_Nr.060

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18 ein Korbschneider

18 ein Korbschneider ode* ein Schieferdecker ist. Ich in Italien die Zeit zwischen Ostern und sehe eiiie Verhärtung auf der einen Seite seines Pfingsten, in Frankreich der Februar, der rechten Zeigefingers und eine Verdickung an der Aussenseite seines Daumen«, das tann nur bei einem von diesen Berufen kommen.» weise in den südamerikanischen Ländern Karnevalsmonat, während merkwürdiger- Die Patienten gerieten darüber in grenzenloses der Beginn der Regenzeit bevorzugt wird. Erstaunen. «Sie sind Soldat», sagte er zu einem, «Unteroffizier, und haben %in Bermuda gedient. Wie ich darauf komme? Er kam in das Zimmer, ohne den Hut abzunehmen, so, wie ein Unteroffizier in ein Mannschaftszimmer tritt. Er hat eine befehlende Miene und etwas Soldatisches. Ein leichter Hautausschlag auf der Stirn, wie er nur in Bermuda vorkommt, zeigte mir an, woher er kam.» Der Kliniker von Edinbourg suchte seinen Schülern immer wieder begreiflich zu machen, dass die Beobachtung, die selbst die kleinsten Merkmale nicht unbeachtet lässt, eine der wichtigsten und wesentlichsten Grundlagen aller Medizin ist. Der Arzt müsse durch blosse scharfe Beobachtung den Kranken schon zur Hälfte kennen, bevor er ihn noch untersucht habe. Trotz alledem wäre Bell, der von einer historischen Familie von Aerzten und Chirurgen abstammte, nie auf den Gedanken gekommen, dass er eines Tages der Welt als Privatdetektiv gezeigt werden würde, und dass noch dazu einer seiner Lieblingsschüler sich einfallen lassen könnte, ihn in solcher Verkleidung als Romanhelden zu präsentieren. Das Guckloch Nur weibliche Frösche quaken. Wie das Mitglied der Akademie von Kanada, Professor John Tait, festgestellt hat, wird das melodische « Abendkonzert» der Frösche ausschliessüch von den weiblichen Fröschen ausgeführt und lediglich zur Brunstzeit angestimmt. Taits Forschungen erstrecken sich über mehrere Jahre und, wie er" angibt, auf 25,000 Exemplare weiblicher, und männlicher Frösche. Der beliebteste Heiratsmonat. Nach einer Statistik der englischen Standesämter finden dort die meisten Heiraten, nämlich 30 Prozent der gesamten Heiraten, Im dritten Quartal statt, und innerhalb dieses Quartals ist wiederum der September mit nahezu 12 Prozent der beliebteste Monat; in den kalten Monaten des ersten Quartals sinken dagegen die Heiratsziffern am stärksten. In den Vereinigten Staaten ist der beliebteste Heiratsmonat der Dezember, Berühmt ohne Vornamen. Der Sohn des bekannten Ozeanfliegers Lindbergh, dessen Bild schon durch viele illustrierte Zeitungen gegangen ist, hat bis heute noch keinen Rufnamen bekommen, da die Angehörigen sich selbst bei der Taufe noch nicht darüber schlüssig werden konnten. Die Sache scheint aussichtslos, da sie alle wohlgemeinten Vorschläge als Einmischung in ihre Privatangelegenheiten betrachten. Die zweitgrösste Stadt der Welt. Nach den neuesten Zählungen beträgt die Zahl der Einwohner New Yorks 6,955,363, was seit 1919 einen Zuwachs von 1,335,350 bedeutet. Seit dem Bestehen der Stadt ist dieser Zuwachs während der letzten 10 Jahre der stärkste, den New York je zu verzeichnen hatte. Man nimmt allgemein an, dass bis zum Jahre 1940 sich New York zur grössten Stadt der Welt entwickeln wird. Sportsfenster in einer Kirche. Die neue Kathedrale von St. Johannes in New York besitzt eine Anzahl Glasmalereien, die verschiedene Sportarten darstellen und verewigen sollen. Fussball, Golf, Polo, Tennis, Baseball, und dem Pferderennen ist je ein besonderes Fenster eingeräumt. Die verschiedenen Sportarten werden von Engeln (!) dargestellt, ebenso wie ein grösseres Gemähte auch eine Reproduktion der olympischen Spiele darstellen soll. Für den Kirchenfonds haben die grossen Sportverbände entsprechende Beiträge gestiftet. Amerika, du blamierst dich 1 Erkenntnis. « Das Schönste auf der Welt ist es doch, mit dem Wesen sich zu unterhalten, das man am meisten liebt.» — « Aber auf die Dauer ist es doch langweilig, immer mit sich selbst zu sprechen. » ff*sEUII*L.BET O M ist. Sei vernünftig! Diese Botschaft muss dieselbe Handschrift schon einmal irgendwo schlössen, die dir hätten zeigen müssen, dass •MHBnaBKnBBMHBBRaESHgSBggBnnaV sich erklären lassen — wie sich alles er- gesehen haben musste. an der Schwelle des Colfaxschen Heimes ir%» ii "ytr 1 klären lässt — wenn man nicht gerade unter Unwillkürlich tastete meine Hand in die irgend etwas Verderbliches lauert. Wahrl*'l© D18.UC W 3.11Q dem Zwang einer abergläubischen Furcht steht.» Rocktasche, fuhr da suchend umher, bis sie scheinlich haben Julianna und der Scheik Von Richard Washburn Child. Diese Erwägungen machten mich ruhiger, ein Blatt Papier zum Vorschein brachte. Es von Baalbeck recht. Es hat sich auf diese Autorisierte Debersetzuog aus dem Amerikanischen Schliesslich gab es da wirklich nichts Rätsel? war Juliannas Brieflein, und mit zitternden Weise alles zum Guten gewendet.» Und doch von -Liße Landau. (Engelhorns Romanbibliothek.) haftes. "~ "Fingern breitete ich es vor mir aus. Nach — kaum war' ich zu diesem Schluss gekorrt- CPortsetzung aus dem HanptMatu «Wer immer den Apparat bedienen mag,» einem Blick auf diese Handschrift machte men, so überfiel mich ein seltsames Gefühl Hätten wir uns noch im Mittelalter befun- so sagte ich mir, «hat mich mit dem Richter ich kehrt, eilte zu der Stelle, wo ich vorher der Vereinsamung, die ärmlichen Häuser den oder in dem verrufenen Viertel irgend- zusammen gesehen, hat sicherlich gehört, gesessen hatte, suchte im Gras, bis ich die rings um den Platz erschienen mir wie ebeneiner Stadt des Orients, so hätte diese seit- wie er von seiner Tochter sprach und hat zerrissenen Fetzen Papier gefunden hatte, so viele verkümmerte, bedrückte Individuen, same Botschaft weniger Eindruck auf mich vielleicht auch gemerkt, welche Wirkung die Ich fügte sie zusammen, verglich die beiden und aus dieser trostlosen Umgebung tauchte gemacht. Ich wäre nicht so betroffen dar- blosse Nennung ihres Namens auf mich übte. Handschriften und fand eine unverkennbare plötzlich Julianna auf, so strahlend und über gewesen, dass diese herausgeputzte Ferner hat der Scheik, oder wie der Richter Aehnlichkeit! Ich hatte schon erwähnt, dass lächelnd, dass ich einen Augenblick vergass, Maschine oder der Gaukler, der sich hinter meint, der Mann oder die Frau, die hinter Juliannas Schrift ganz bestimmte, kleine sie sei nur eine Schöpfung meiner Phantasie, ihr verbarg, über die Angelegenheit von Per- dem Scheik stecken, mich mit Julianna zu- Eigentümlichkeiten aufwies. Und sie erinnerte mich wieder an meine sonen Bescheid wusste, die sicherlich keinen sammen vor ihm stehen sehen und daraus Die Annahme, dass sie, mit oder ohne Liebe zu ihr. Ich dachte an das Versprechen, Verkehr mit seinesgleichen pflegten. Aber irgendwelche Schlüsse gezogen. Die Mittei- Wissen des Richters, ihre gesellschaftliche das ich dem Richter gegeben. Ich dachte an in unserer modernen Kulturwelt, in der wir lung war entweder aus Aerger oder aus Stellung so weit vergessen konnte, um mit ihre Sanftmut und Reinheit, die ich so stark nur mit den nüchternsten Dingen zu tun gemeiner Bosheit geschrieben. Anders kann's jenem Taschenspieler aus dem Schachbrett- empfunden hatte, dass ich sie wie mit einem haben, erschien mir diese unerwartete Bot- nicht sein!» kästen gemeinsame Sache zu machen, war Heiligenschein davon umgeben glaubte. Und schaft wie ein toller Spuk. Damit riss ich das Blatt mitten durch, warf eine neue schmerzliche Erkenntnis für mich, ich stiess gegen mich selbst Verwünschungen «Komm,» sagte ich zu mir selbst, nachdem es ins Gras und machte mich auf den Heim- Es begann in mir zu dämmern, dass meine aus, dass ich an ihr zweifeln konnte. Ich beich an das entgegengesetzte Ende des freien weg. Leidenschaft für das schöne Mädchen mich trachtete das Blatt Papier in meiner Hand Platzes gelangt war, «jetzt setzest du dich Das Bild jener Handschrift hatte sich mir so verblendet hatte, dass Verstand und wie einen falschen Beweis, den man gegen dort auf die Bank, faltest das Papier ausein- zu fest eingeprägt; ich sah sie an den ruhige Kritik vollkommen ausgeschaltet eine Unschuldige erhoben hat. Und nicht nur ander, und rufst mal deine Energie zuhiife, Mauern der Häuser hingeschrieben, auf dem waren. mit dem Instinkt des Liebenden, sondern auch um über diese Erregung hinwegzukommen, Strassenpflaster und quer über dem Himmel. «Du hast diese ganze Zeit über im Dunkeln mit dem des Juristen beschloss ich, Julianna die durch die schlaflose Nacht und das seit- Und während sie immer von neuem erschien, getastet,» sagte ich zu mir. «Du hast deinen vor meinen eigenen Anschuldigungen zu same Erlebnis mit dem Scheik hervorgerufen dämmerte es allmählich in mir auf, dass ich Sinn vor einer Reihe von Tatsachen ver- schützen. (Fortsetz, folgt.) Rheinf etden AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° 60 Der italienische Tenor j I Alte Bayerische Herhalte I löj ÄA___J^^^^^miMW||ll I ~ Ho e 3Könige I —•• w — - nME^sSB/BBa^BSm Ii Schwämme und Waschleder \ kaufen Sie am vorteilhaftesten Im grössten Spezialgeschäft dieser Branche < H^ Schweizer, Schwamm- u. teder-importhaus, Basel HOTEL-KURHAUS Vögelinsegg SPEICHER Herrliches Ausflugsziel Iteudcz-vom der Automobilisten. Gesellschaftssäle. Zivile Preise. Telephon 4 Speicher. Mit höfl. Empfehlung A. Räbfr. GÜGGELI-WIRTSCHAFT im Restaurant „Oertll" Meilen Zwischen Meilen and Obermeilen, an der Seestrasse gelegen. Fortwährend warme and kalte Güggeli in feinster Zubereitung. BatterkUche. Extra Speisesäle. Bequeme Znianrt, groMei Autopark. — Der neue Besitzen Heinr. 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N°6© - 1930 AUTOMQPIL-PEVUE EDtEI «•»B8E Was verlangt die Dame vom höflichen Herrn? In dieser Zeit der Relativierung aller Werte scheint auch die Höflichkeit ein elastischer Begriff geworden zu sein. Was dem einen höflich ist, ist dem andern noch nicht recht, und dem dritten gar nicht billig: denn Höflichkeit ist, oft zeitraubend, und Zeit ist Geld. Zwischen der alten und der neuen Welt differieren nicht nur die Uhren, sondern auch die Gradmesser der Höflichkeit. Vor dem Anblick eines hemdärmeligen Mannes, wenn es nicht gerade der eigene ist, muss jede Dame hierzulande erschrecken — in Amerika aber stellt sich in Hemdärmeln der Mann als Arbeiter vor, und Arbeit ist drüben nicht nur das Mittel, sondern der Zweck des Daseins, ja, der Lebensgenuss schlechthin, und nur jener Mann erregt das Wohlgefallen der Frauen, der immer mittendrin in Arbeit steckt Mit dem Hut auf dem Kopf in einem geschlossenen Raum zu sitzen, könnte eine Julia zum Verräter an Romeo werden lassen — in Europa. In Amerika macht man sich nur lächerlich, wenn man zuviel den Hut zieht. Aber auch in Europa gibt es Breitengrade der Höflichkeit Wo sie ganz breit wird, wie in Spanien, ist sie nicht ganz wörtlich zu verstehen. Der Spanier ist von Natur höflich, man kann einen wildfremden Mann in der Strassenbahn eben kennengelernt haben, und er steigt bereit- und freiwillig mit dem Fremden aus, um ihn ans rewünschte Ziel zu bringen, obwohl er selbst, der Spanier, seinen Weg und sein Geschäft damit unterbricht. In Spanien eben, wie in allen südlichen Staaten, haben die Menschen mehr Zeit. Wenn aber derselbe höfliche Spanier dir in der Eisenbahn sein Huhn anbietet, musst du dankend ablehnen, denn es wäre unhöflich von dir, seine Höflichkeit zu missbrauchen, die sich oft bis zum Angebot eines von dir bewunderten Diamanten an seinem Fineer steigern kann. Wenn wir nun vom höflichen Herrn sprechen, ist der Mann unserer Breitengrade und die Dame unserer gemässigten Zone gemeint Es ist nicht gesagt, dass sie mit einem Herrn nicht umgeht, der unhöflich ist, aber der höfliche ist auch dann gern gesehen, wenn er HOTEL HOFER Ken renoviert. 50 Zimmer mit fliessendem Wasser. 75 Betten. Appartements mit Bad nnd W. 0. Garage. — Zivile Preise. Besitzer: A. R. GÜSTER. Denken Sie «uf Ihren Reisen daran, dass CHATENAY die Vertrauensmarke der Neuenburger Weine Ist. SEBITE T D3/J&1DJ der Dame nicht gerade Hegt. Den einen liebt man, den andern findet man nett oder gar reizend. Man kann den Grobian lieben, aber der Nette wird nie ungelegen kommen, und oft ist er der Tröster. Es hat grosse Vorteile, als Tröster, nur als Tröster zu gelten und nötigenfalls zu fungieren. 14 Punkte Höflichkeit. Bei Binsenwahrheiten wollen wir uns nicht aufhalten, obschon auch sie zuweilen die gute Erziehung eines Mannes Lügen strafen. Aber da gibt es noch strittige Punkte, und diese nach dem Diktat einer nicht allzu anspruchsvollen und durchaus friedliebenden Dame festzulegen, wird vielleicht manchem von Nutzen sein. Hier sind die vierzehn Punkte: 1. Der Herr hat auch im Wagen den Hut abzunehnaen, das heisst im geschlossenen Auto während der Fahrt. 2. Im Lokal (das der Herr selbstverständlich vor der Dame zu betreten hat, um ihr den Weg zu bahnen) hat der Herr die Wünsche der Dame dem Kellner mitzuteilen, er darf nicht darauf warten, dass es die Dame direkt tut. 3. Wenn sie zu spät zum Rendezvous kommt, hat er unter allen Umständen zu lächeln (und zwar nicht ironisch). 4. Wenn sie an seinen Tisch tritt, oder, wenn sie vom Tisch aufsteht, hat er unter allen Umständen aufzustehen, auch wenn es nur eine Trennung für Minuten ist 5. In ihrer Gegenwart soll er nicht von Geschäften reden. 6. Nicht liegen, wenn sie steht oder sitzt 7. Wenn sie fortgeht, darf er ihr nicht auffällig lange nachsehen. 8. Der höfliche Mann vergisst nicht kleine Geschenke, die, nur als Beweis der Aufmerksamkeit, von ihm erwartet werden. 9. Der Mann muss Eifersucht zeigen, ohne aber aufsässig zu werden. 10. Er darf nicht darauf warten, dass sie anruft; er hat anzurufen. 11. Er muss ihre Freundinnen nett finden, doch nicht so nett wie sie. 12. Wenn er sie mit seinem Auto von zu Hause abholt hat er nicht die Wagentür zu Bekannt für reelle, gute Bedienung atis Küche ima Keller; — Schöne Gesellsehaftiräunaa, Ga rasre. Telephon 65. E. SEEMANN. offnen und drin zu warten, bis sie einsteigt; er v ,muss aussteigen, in dem Augenblick, da sie aus der Haustür schwebt J3. In ihrer Gegenwart darf er sich nicht nach anderen Frauen umdrehen, sei es auch noch so diskret. 14. Selbstmord in ihrer Gegenwart ist taktlos, und unter allen Umständen zu unterlassen. Amerika, das Land der unbegrenzten MögEchkeiten, wie man so schön sagt, hat uns den «sex app^al» geschenkt. Wir armen «Altweltler» wussten'bis da kaum etwas von jenem geheimnisvollen, unerklärlichen «gewissen Etwas>. auf dessen Vorhan4ensein die sensationelle Wirkung mancher schönen — oder eben gerade nicht schönen — Frau beruhte. Wir nahmen dankbar diese Wirkung hin and ahnten nicht, dass sie nur einzig «sex appeal» war. Mädchen, die früher sich auf «interessante> Blässe» zurechtmachten, sind heute für «sex appeal»^ Armes Buropa, dieses Geschenk soll dir wieder geraubt werden! Amerika veranstaltet bereits die erste Konkurrenz, bei der Mädchen ohne «sex. appeal» gesucht werden. Vorbei sind Dämonie und Mona-Lisa-Lächeln, vorbei das gewisse Etwas. Man trä^t jetzt wieder etwas Gewisses : das hübsche Gesicht. Schande für das Jahr 1930 zwar— aber schleunige Umstellung tut not. *' • Die Frauen haben es durchgesetzt: sie tragen an heissen Tagen die Söckchen, die sie in ihren? zwölften Lebensjahr — seinerzeit — auf Geheiss der strengen Frau Mutter ein für allemal durch lange Strümpfe ersetzen mussten. Säe schwärmen von dem herrlichen Gefühl der Kühle und der .Leichtigkeit, das sie damit erworben haben, weisen mit vorwurfsvollem Augenaufschlag auf ihren Heroismus in puneto Eitelkeit hin, und behaupten, sie wüssten genau, dass diese kleinen Strümpfe die schwungvolle Linie der Fesseln zerstöre und der Schönheit des Beines Abbruch täte. Wer wagt daraufhin noch zu zweifeln, dass einzig und allein praktische Gründe für diese kleine Modelaune massgebend sind? Vielleicht nur jener Böse- •wichi, der bemerkt, dass schon die ersten Söckchen getragen werden, die an lange, feinste Seidenstrümpfe — angewebt sind. Nennt man das «Verbindung des Angenehmen mit dem Nützlichen» oder «Immer einfach, aber geschmacklos»? Wahrscheinlich. Kr klingt beinahe etwas schaurig, der Name « Tasche für den letzten Augenblick ». Aber es ist doch eine ganz nützliche und praktische Erfindung, die — natürlich — aus Amerika zu uns gekommen ist Vielleicht ist manche deutsche Hausfrau entsetzt, wenn sie hört, das« es sich dabei um eine .Redsetasche handelt, in die alles das hineingestopft witrd, was einem « im letzten Augenblick » noch •einfällt. Wenn man sorgsam gepackt hat, mit Liste und Aufstellung des « Notwendigen », « Eventuellen » und "des « Für den Fall, dass ». dann scheint es einem eine unverantwortliche Schlamperei, auch' noch für den Fall der Vergeßlichkeit vorsorfsen zu müssen. Aber wer weiss, ob nicht der Bahnhof- Büffet Selbstgeführte Butterküche. Ia. Qualitätsweme. Leb. Bachforellen. Der neue Inhaber; G. BÄCHiNQER-FISCHER. 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Unser Bild zeigt eine modern« 1 junge Amerikanerin, eine Vertreterin der neuen Bewegung, welche für die Abkehr von jeder Vermännlichung eintritt. Gatte im letzten Augenblick noch das Werk « Wi»> werde ich Bergsteiger?», oder da« Töchterchen auch noch die zweite Lieblingspuppe oder der Sohn sein — Lateinbuch mitnehmen möchte ? Man soll solchen plötzlichen Eingebungen nachgeben können, schon damit man sich und den anderen nicht die Reise über die Vorwürfe unerfüllter Wünsche und Bedürfnisse machen kann. Und schlieeslich ist es besser, Waschzeug, Kamm und Rasier^ apparat fahren in der « Tasche für den letzten Alt genblick » mit, als dass sie — trotx Liste — im Badezimmer liegen bleiben, weil man sich ertt nach < Kofferschluss» schnell noch einmal ichSn t*- macht hat. Die Leserinnen des « Aatler-Feierabends » werden freundlich eingeladen, sich als Mit' arbeiterinnen unserer «Seite der Fr an* zu beteiligen. Die Frauen von heute beschäftigen iso; viele Dinge, die auch in der Zeitung ihre Behandlung finden. Wir werden die Einsendungen gerne berücksichtigen und sie unserem Leserkreis vorlegen. Die Red. Wo nicht erhältlioh, zu beziehen beii Typ 1930 ' An unsere Leserinnen Engelgasse 9 i. stock Roll Ä R Raul Vättis Fl80h8tube zum WEISSEN KREUZ Toggenburger Stil ButterkUch« Spezialität: Lebende Bachforellen, Hecht«, Fischfilet und Blaufelcben. Thomas Meyer-Funk. Genussr. Autotour durchs romantische Taminatal nach Vättis mit schönen Fusstouren in die Aipentäler Kunkels u. Calteisen. Gr. schattiger Garten. Auto-Garage. Tel. 429. Geschw Zimmermann. AI le Herren sagen das gleiche: BARBEX ist zum Rasieren ideall Barbex ist die gStazend bewihrte, ideale Rasiercreme ohne Pinsel und Seife für starken Bart and empfindliche Haut. Tube ä Fr. 2.— in Apotheken. Drogerien eto. Mostertnbe gratis. : Generalvertretungi Brassart, Pharmazeutica A.-Q., ZQrteh. i" S£*:!M[ bei Racraz HOTEL LERCHE