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E_1930_Zeitung_Nr.067

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ola seinem bisherigen

ola seinem bisherigen Klausenrenommee alle Ehre machen wird. Während die Sonne über die Glariden, den Tödi und Bifferten hinaufzieht und deren zum Teil frischverschneite Kuppen säumt, kehren Mann und Maschine, vom ersten Training angeregt, in ihr Camp zurück, die einen, um ihren verpassten Morgenkaffee zu schlürfen, die andern, um mit grösstem Arbeitseifer die ersten sich als notwendig erwiesenen Aenderungen an der Maschine vorzunehmen. Mittlerweile ziehen wieder Fahrzeuge aller Art die freigegebene Klausenstrasse hinauf, der übliche Alltag scheint Einkehr zu halten. Aber Linthal hat sein Gesicht schon zu viel geändert, hat alle seine Scheunen und Einfahrten in Garagen verwandelt, hat alles zur guten Aufnahme und Verpflegung der Fahrer und ihres Stabes vorbereitet, um nicht erkennen zu lassen, dass Grosses in Vorbereitung ist. Und dazu klingelt das Telephon im Rennsekretariat unermüdlich und bringt Meldungen und Nachfragen aus allen Richtungen der Windrose b. Das zweite Training. Mittwoch abend, Klausenpasshöhe. Nichts ist langweiliger, als wenn man sich mit Wetterfragen herumschlagen muss, besonders dann* wenn der Wettergott eine ganz schlechte Note verdient. Wer den heutigen, prächtigen Morgen und den wärmenden Sonnenschein als gutes Omen für die kommenden Trainingsstunden deutete, sah sich leider bereits am nämlichen Abend schwer enttäuscht. Ueberall an den Berghängen schlichen träge Nebelschwaden dahin, hüllten die Klausenstrasse strichweise ein und der Himmel bedachte uns mit einem so ausgiebigen Regenguss, als ob er alles unter Wasser zu setzen hätte. So war es keineswegs verwunderlich, dass einmal manche Fahrer, und vor allem die Motorradleute, von einem Training absahen und dass die wenigen, welche dem Wetter trotzten, meistenteils mit den gefahrenen Zeiten keineswegs zufrieden waren. Um die Arbeit der Konkurrenten unter den verschiedensten Gesichtswinkeln kennen zu lernen, hatten wir uns entschlossen, den Standort zu wechseln und, statt dem Start beizuwohnen, den Auslauf am Ziel zu beobachten. Die Ausbeute fiel aber sehr bescheiden aus, entschieden sich doch eine Reihe von Fahrern, den Versuch am Urnerboden aufzugeben und auf die zweite Streckenhälfte zu verzichten. Freilich haben uns einige der Kanonen mit ihren bravourösen Läufen für den Ausfall vollauf entschädigt Bereits heute erwies sich die am Ziel aufgestellte Pressehütte als eine grosse Wohltat, ermöglichte sie es doch, unter schützendem Dach die letzte Phase der Probefahrten zu beobachten. Während wir uns ordentlich geborgen fühlten, hatten die Fahrer einen harten Strauss gegen Wind und Wetter zu bestehen. Der Regen peitschte wild und rücksichtslos die ungeschützten Gesichter. Er erschwerte, ja verunmöglichte fast die Sicht auf kurze Distanz. Alle haben sich aber tapfer geschlagen, ja im Gegenteil, die Unbill des Wetters schien sie nur noch verbissener, wagemutiger gemacht zu haben. Die pfeilgeschwinden Passagen eines Stuber, Stuck oder Chiron, bei denen aufwirbelnde Wasserlachen und Strassenschmutz die Wagen fast einhüllten, rissen die wenigen Neugierigen, welche sich da und dort angesammelt hatten, restlos hin. Aber auch Zwimpfer, Burggaller, Escher, Hartmann, Caracciola u. a. liessen sich nicht abhalten und erledigten meistenteils in achtunggebietendem Eiltempo ihren Trainingsläuf. Stuck von Villiez startet zur Trainingsfahrt. SAMSTAG, DEN 9. AUGUST 1930. 7.00 Uhr bis 11 Uhr: Abnahme der Motorräder and Sidecars in Linthal. 7.00 Uhr bis 11 Uhr: Abnahme der Automobile auf dem Landsgemeindeplatz resp. Bahnhofplatz in Glarus. Nachher werden die Tourenwagen in Glarus parkiert und unter Aufsicht der Rennleitung gestellt.' 13.00 Uhr: Sperrung der Rennstrecke für Fahrzeuge und Fussgänger bis nach Beendigung des Rennens. Beginn und Ende des Rennens werden durch Abfahren der Strecke durch einen Wagen mit roter bzw. weisser Fahne angezeigt. 13.30 Uhr: Besammlung am Start in Linthal der am 9. August startenden Motorräder und Sidecars. 13.30 Uhr: Oeffnen des Parkes für die am 9. August startenden Automobile (Tourenwagen) in Glarus, Fahrt in Kolonne nach Linthal zum Start. 14.00 Uhr: Beginn des Rennens: Alle Sidecars und ein Teil der Motorräder, sowie alle Tourenwagen. 18.00 Uhr ca.: Nach Beendigung des Rennens stehen die Fahrzeuge auf der Passhöhe zur Verfügung der Rennleitung; nachher Fahrt in Kolonne nach Linthal und Glarus. 20.15 Uhr: Begrüssungsbankett im Hotel «Glarnerhoh in Glarus. SONNTAG, DEN 10. AUGUST 1930. 8.30 Uhr: Sperrung der Rennstrecke für Fussgänger und Fahrzeuge bis nach Beendigung des Rennens. Beginn und Ende des Rennens werden durch Abfahren der Strecke durch einen Wagen mit roter bzw. weisser Fahne angezeigt. 9.00 Uhr: Besammlung am Start in Linthal der am 10. August startenden Motorräder. 9.30 Uhr: Besammlung der Sport- und Rennwagen auf dem Bahnhofplatz in Linthal. 9.30 Uhr: Beginn des Rennens: Alle restierenden Motorräder und alle Sport- und Rennwagen. 14.00 Uhr ca.: Nach Beendigung des Rennens fahren die Fahrzeuge in Kolonne nach Altdorf, wo sie zur Verfügung der Rennleitung stehen. 16.30 Uhr: Festakt mit Preisverteilung auf dem Rathausplatz in Altdorf. 17.15 Uhr: Fakultative Zusammenkunft der Ehrengäste, Komitee - Mitglieder und 'Rennteilnehmer im Hotel «Schlüssel-» in Altdorf. Freilich verzichteten alle auf einen zweiten Start und so musste das Abendtraining etwas vorzeitig eingestellt werden. In der Pressehütte, wo die am Ziel gelandeten Fahrer rasch für ein© kurze Minute und eine « Gipielzigarette » Schutz suchten, hatten wir Gelegenheit, uns einige Augenblicke mit Chiron zu unterhalten. Wir gaben unserer Ueberraschung Ausdruck, dass er dieses Jahr das Training' so früh aufnehme, nachdem er ja vor drei Jahren, ohne die Strecke richtig befahren zu haben, das Rennen bestritt und sich gleich den Tagessieg holte. « Gerade deshalb », meinte Chiron mit verbindlichem Lächeln, « weil ich die Strecke damals nicht kannte, war es mir möglich, den Klausen ohne Bedenken in Minimalzeit zu bestreiten. Heute, da der Pass mir nicht mehr fremd ist und mir all die Schwierigkeiten der Route bekannt sind, würde ich mich ohne sorgfältige Vorbereitung nicht mehr ans Rennen wagen,» Besser und- aui\ berufenerem Munde hätte die Bedeutung des Kläusenrennejis wohl kaum gekennzeichnet werden können. AUTOMOBIL-REVUE 1980 - Das Programm für das Klausenrennen Die Aufsicht über Training und Strecke, die-wiederum den Herren Badertscher, Dr. Rietmann, Frey, Kommissär Strässle, Kommissär Jenny und Ing. Ammann übertragen war, funktionierte trotz des trostlosen Wet-' ters ausgezeichnet. Was die Rennfahrer anbetrifft, so ist das deutsche und österreichische Lager bis jetzt am besten vertreten. Die Schweizer kamen erst vereinzelt an den Start, die Italiener fehlen noch gänzlich. Nuvolari hat zwar bereits telegraphisch seine Ankunft auf Donnerstag gemeldet und ihm wird wohl ein ganzer ch6c von Konkurrenten folgen. Auf alle Fälle erwartet das Rennbureau auf Donnerstag morgen den grossen Ansturm, aber Frl. Wekerle, die Sekretärin, ist gerüstet. Im Tale drunten rüstet man sich zusehends auf die beiden Grosssporttage. Schon werden die ersten Fahnen ausgehängt, die heute freilich mutlos an den Masten kleben. Der Zuzug von Besuchern des Rennens hat schon eingesetzt und bald ist das letzte Zimmer und der hinterste Wagenunterschlupf in Linthal und der Enden mit Beschlag belegt. Die Dorfeinwohnerschaft nimmt regsten Anteil an allem, und wo zwei oder drei Knirpse einen « Renner » umstehen, oder wo sich einige Bürger zum Abendtrunk treffen, da schwirrt es nur so von autosportlichen Erörterungen, und Namen wie Chiron, Stuber, Stuck, Caracciola sind Familienbegriffe geworden, b. (Fortsetzung Seite 11). Ein gewaltiger Erfolg! Der diesjährige Nennungserfolg ist grossartig ausgefallen! An Stelle von 138 Meldungen im letzten Jahr verzeichnet man diesmal 166 definitive Anmeldungen! Mit diesem unerwartet hohen Meldeergebnis sind die grossen Anstrengungen des Organisationskomitees, das dieses. Jahr alle Interessenten beonders intensiv bearbeitete, auf das schönste belohnt worden. Auf die einzelnen Fahrzeugkategorien verteilt, ergibt sich, folgendes Bild : 62 Motorräder, 14 Sidecars und 90 Automobile. Gegenüber dem Jahre 1929, wo 76 Autos gemeldet waren, bedeutet die diesjährige Nennliste der Automobilkonkurrenz eine Zunahme von nicht weniger als 14 Anmeldungen; ein höchst erfreuliches Resultat Und was besonders markant ist, die Zunahme entfällt vollständig auf die Rennwagenkategorie, die von 14 Fahrern im letzten Jahr auf 27 emporgeschnellt ist und damit eine Beschickung zeigt, wie sie das Klausenrennen in dieser Fahrzeugkategorie noch nie kannte ! Die 90 Automobilmeldungen verteilen sich wie folgt: Tourenwagen 26, wovon 9 Auslandsfahrer = 35%; Sportwagen 37, wovon 21 Auslandsfahrer = 57% ; Rennwagen 27, wovon 21 Auslandsfahrer = 77%. Die Internationalität ist besonders bei den Sportwagen und den Rennwagen hervorragend. Ein Autorennen, wo von den 90 gemeldeten Fahrern 51 oder rund 57% auf Auslandsfahrer entfallen, hat man jedenfalls in der Schweiz noch nie gesehen. Dazu kommt, speziell in der Sportwagenklasse, eine grossartige Elite bester europäischer Fahrer. Es sind am diesjährigen Automobilrennen Fahrer aus sechs verschiedenen Ländern anwesend, nämlich Frankreich, Deutschland, Italien, Oesterreich, Ungarn und der Schweiz. Alle bekannten Marken wie Alfa Romeo, Bugatti, Mercedes-Benz, Steyr, Martini, Maserati, Austro-Dahnler, Amilcar, Chrysler, Derby, N. S. U., B. M. W., Auburn usw. sind vertreten. Auf die einzelnen Klassen entfällt folgende Beteiligung: 750 ccm 1100 1500 2000 3000 5000 8000 Die Nennungen. Touren-, Sport-, Rennwagen l 4 7 4 72 5 1 3 3 4 10 Total 26 37 27 Nationales Rennen. Tourenwagen. Klasse H 500—750 ccm: P. A. Schmidt, Berlin (B.M.W.) W. Buchwald, Filisur (B. M. W.) H. E. Schumacher, Stuttgart (B.M.W.) C. Weiehelt, Mainz (B. M. W.) E. Markiewicz, Geneve (Rosengartt 4 5696 5 Die Nennliste. Klam 6 750—1100 ccm: K. Spälty, Glarus (AmflcaiJ Klasse F 1100—1500 ccm: Ch. Pedrazzini, Zürich (Fla*) A. Keller, Zürich (Alfa Romeo) J. Kessler, Zürich (Alfa Romeo) Klasse E 1500—2000 ccm: H. Simons, Berlin (D. K.W. Kotnpr.) L. Martinct, Geneve (Impe'ria) J. Kurz, Untennünkheim (Bugattß Klasse D 2000—3000 ccm: A. Niess, Oberramstadt (Röhr) P. Steinbuk, Zürich (Fischer) L. Pesato, Paris (De Soto) T. Walser, Herisau (Bugatti) Klasse C 3000—5000 ccm: H. Häne, St. Gallen (Ford) A. Müller, St. Gallen (Ford) P. Minartz, Nürnberg (Ford) Frl. A. Minartz, Nürnberg (Stoower) B. Ackerl, Wien (Steyr) Ch. H. Freuler, Zürich (Steyr) O. Zwimpfer, Zürich (Chrysler) E. Leutenegger, Schinznach (Martini) E. Schnyder, St. Blaise (Martini) H. Dublin, Zürich (Auburn) Internationales Rennen. Sportwagen. Klasse H 500—750 ccm: H. Simons, Berlin (DKW Kompr.) E. Markiewicz, Geneve (Rosengart) F. Meyer, Stuttgart (B. M. W.) P. A. Schmidt, Berlin (B. M. W.) Klasse G 750—1100 ccm: V. Marret, Nice (Salmson Kompr.) E. Schneider, Zürich (Derby Kompr.) G. Willy, Zürich (Rally Kompr.) E. Friedrich, Bülach (Amilcar Konrpr.) Lepicard, Puteaux (Donnet Kompr.) Klasse F 1100—1500 ccm: W. Tobler, Bern (Amilcar) Frl. M. Schulz, Essen (Bugatti) Ch. Pedrazzini, Zürich (Fiat) P. Kessler, Zürich (Alfa Romeo) G. Strazzari, Bologna (Alfa Romeo Kompr.) 0. Ollendorff, München (Bugatti) Klasse 6 1500—20000 ccm: E. Gola, Cuneo (Alfa Romeo Kompr.) J. Kessler, Zürich (Alfa Romeo Kompr.) C. Canavesi, Milano (Alfa Romeo Kompr.) . F. Cortese, Milano (Alfa Romeo Kompl.) L. Martinet, Geneve (Impe'ria) A. Quaderer, Altdorf (Bugatti) B. Klein, München (Bugatti) J. Kurz, Untermünkheim (Bugatti) Dr. J. Karrer, Zürich (Bugatti Kompr.) Klasse D 2000—3000 ccm: E. G. Burggaller, Berlin (Bugatti Kompr.) Dr. J. Fuchs, Nürnberg (Bugatti Kompr.) A. Bernstein, München (Bugatti Kompr.) Frl. E. Münz, Zürich (Bugatti Kompr.) L. Pesato, Paris (De Soto) W. Escher, Vevey (Bugatti Kompr.) Klasse C 3000—5000 ccm: B. Ackerl, Wien (Steyr) O. Zwimpfer, Zürich (Chrysler) Ch. H. Freuler, Zürich (Steyr) H. Dublin, Zürich (Auburn) J. Pedrazzini, Paris (Cord) Klasse B 5000—8000 ccm: O. Spandel, Nürnberg (Mercedes-Ben« K.) R. Caracciola, Stuttgart (Mercedes-Benz K.) Internationales Rennen. Rennwagen. Klasse I 350—500 ccm: W. H. Oesterreicher, Dresden (D. K.W. K.) Klasse G 750—1100 ccm: L. Uboldi, Lugano (Lombard Kompr.) H. Kessler, Zürich (Amilcar Kpmpr.) Graf E. Arco-Zinneberg, Wien (Amilcar K.) P. Baratelli, Asnieres (Rally Kompr.) Klasse 7 1100—1500 ccm: R. Steinweg, München (Amilcar Kompr.) E. Lehmann, München (N. S. U. Kompr.) H. Hohlheimer, Nürnberg (N. S. U. Kompr.) K. C. Volkart, Düsseldorf (Bugatti Kompr.) L. Wittwer, Bern (Bugatti) C. Gobetti, Torino (Bugatti Kompr.) A. Sartorio, Torino (Maserati Kompr.) Klasse E 1500—2000 ccm: Nandillon, Garches (Vernandi) W. Obi, Münsingen (Bugatti Kompr.) H. Stuber, Bern (Bugatti Kompr.) T. Nuvolari, Milano (Alfa Romeo Kompr.) Klasse D 2000—3000 ccm: A. Lumachi, Marseille (Bugatti Kompr.) H. J. von Morgen, Berlin (Bugatti Kompr.) L. Sartmann, Budapest (Bugatti Kompr.) L. Chiron, Paris (Bugatti Kompr.) • J. Zanelli, Paris (Bugatti Kompr.) E. Caspar, Abtwil (St. Gallen) (Lancia) L. Fagioli, Gubbio (Maserati Kompr.) Klasse C 3000—5000 ccm: L. Chiron, Paris (Bugatti" Kompr.) H. Stuck von Villiez, Sterz (Austro-Daimler) Klasse B 5000—8000 ccm: N°67 Graf M. Hardegg, Wien (Steyr) W. Rosenstein, Stuttgart (Mercades-Benz K.) Die bestehenden Klausenrekorde. Klasse Fahrer und Marke Jahr Zeit Tourenwagen: 500 cm Buthenuth (Hanomag) 1926 27.22,0 750 cm Buchwald (Dixi) 1929 54.37.8 1100 cm Schneider (Derby) 1929 22.42,2 1500 cm Lamarche (F.N.) 1927 20.15,8 2000 cm Kessler (Ansaldo) 1926 22.04,0 3000 cm Nigg (Ansaldo) 1927 21.03,4 5000 cm Gacon (Martini) 1929 20.15.2 8000 cm Caracciola (Mercedes) 1925 21.25.0 lieber 8000 cm Caracciola (Mercedes) 1927 17.43,8 Sportwagen: 500 cm Hoepfner (Hanomag) 1927 33.12,4 750 cm Vinatier (Rosengart) - 1929 23.09,8 1100 cm Lepicard (Donnet) 1929 19.56,4 1500 cm Busggaller (Bugatti) 1929 18.57,4 2000 cm Kessler (Alfa Romeo) 1929 18.34,6 3000 cm Kainein (Bugatti) 1929 17.57,8 5000 cm Delmar (Steyr) 1927 18.15,0 8000 cm Caracciola (Mercedes) 1927 17.35,4 Rennwagen: 500 cm Buthenuth (Hanomag) 1927 26.27,4 750 cm Meyer (D.K.W) 1929 23.58,6 1100 cm Morel (Ainilcar) 1926 19.15.2 1500 cm BourHer (Talbot) 1925 19.21,0 2000 cm Chiron (Bugatti) 1927 17.28,0 3000 cm Chiron (Bugafti) 1929 16.42,4 5000 cm Stuck (Austro-Daimler) 1929 16.45,6 8000 cm Merz (Mercedes) 1927 17.31,2 /[Weitere Neuigkeiten über des Klausen Seite 11\

N°67 - 1930 AUTOMOBlL-REVuo um Klausenrennen Was jeder Klausenbesucher wissen muss! 1. Für jede sportliche Veranstaltung, d. h. für deren Besuch, bedarf es der Ausweise. Und zwar gleich deren zwei, sowohl für das Fahrzeug wie für alle Insassen. Die runde Parkkarte für die Autos wird an der Innenseite der Windschutzscheibe aufgeklebt, die quadratische Parkkarte für Motorräder, Sidecars und Velos an de? Lenkstange, die viereckige Zuschauerkärte am Knopfloch befestigt. Ohne diese Ausweise kann niemand die Kassenkontrollen in Linthal und Unterschächen passieren. 2,Man beachte die Farbe des Dreiecks auf der Autoparkkarte.' Rot bedeutet Urnerboden, grün Jägerbalm, weiss Klus, schwarz Vorfrutt, blau Sauboden, gelb Unterbalm (unterhalb des Hotels Klausenpasshöhe). Der Wagen darf nur an dem Parkplatz eingestellt werden, für den die Parkkarte bestimmt ist. Die Parkplätze sind durch Holztafeln, die das betreffende farbige Dreieck aufweisen, kenntlich gemacht. 3. Motorräder, Sidecars und Velos sind an keinen bestimmten Parkplatz gebunden, d. h. können an allen Parkplätzen eingestellt werden. i. Wer den Vorverkauf nicht benützt hat, kann sich seine Zutrittskarten an den Tageskassen am 9. und 10. August in Linthal und Unterschächen beschaffen. Es ist vorgesorgt, dass alle Zuschauerfahrzeuge gut parkiert werden können. Wer von der Altdorf er seite herkommt, wird wohl den nächstgelegenen Parkplatz Unterbalm (unterhalb des Hotels Klausenpasshöhe) benutzen, wer von Glarus herkommt, den Parkplatz Urnerboden. Besitzer von Gesellschaftswagen, Autocars, Lastwagen seien darauf aufmerksam gemacht, dass für diese Fahrzeugarten nur der Parkplatz Urnerboden bestimmt ist und dass anderswo solche Fahrzeuge nicht aufgestellt werden können. 5. Man beziehe möglichst frühzeitig seinen Parkplatz! Letztes Jahr sind ungefähr 3000 Motorfahrzeuge am Klausenrennen anwesend gewesen. Der Aufmarsch all dieser Wagen und Motorräder erfordert Stunden und Stunden. Andererseits wird die Rennstrecke in Linthal und auf der Passhöhe ab 13.00 Uhr am 9. August und 8.30 Uhr am 10. August unweigerlich gesperrt. Wer daher zu dieser Zeit die beiden Orte nicht passiert hat — und zwar auch wenn er durch V erkehrsstokkungen daran verhindert worden ist — wird daher nicht mehr zur Rennstrecke zugelassen und kann daher trotz Zutrittskarte nicht mehr zu seinem Parkplatz fahren. Speziell am Sonntag ist das Passieren von Linthal vor 7 Uhr morgens sehr anzuempfehlen. 6. Man braucht dieses Jahr seinen Proviant nicht selbst mitzunehmen! Speziell in den Abschnitten vom Urnerboden bis Ziel befinden sich überall Verpflegungsstätten, kalte Büffets, wo man alles Wünschenswerte erhalten kann, auch warme Suppe und Würste etc. 7. Auch das offizielle Programm, das die genaue Nennliste enthält, kann Überall längs der Rennstrecke bezogen werden. Es kann zudem auch in Glarus und Altdorf bereits gekauft werden, 8. Für den Fall unbeständiger Witterung rüste man sich mit gutem Schuhzeug und Mänteln aus, man lebt eben auf ca. 1500 bis 2000 Meter Höhe über Meer. 9. Ueber die Resultate wird man am Start, auf Urnerboden, Vorfrutt und am Ziel durch gut sichtbare Zeittafeln fortlaufend orientiert, ebenso auf Vorfrutt und am Ziel durch Lautsprecher. S. Zufahrtsstrassen zum Klausen. Um eine möglichst weitgehende Verteilung der zum Klausenrennen fahrenden zahlreichen Zuschauerfahrzeuge auf die verschiedenen Zufahrtsrouten zum Klausenpass zu ermöglichen und so die allzu starke Belastung einzelner Strassenzüge zu vermeiden, sei in Nachstehendem auf die diversen günstigen Zufahrtsrouten aufmerksam gemacht : I. Von Zürich her. 1. Zürich, Sihltal, Baar, Zug, Arth, Brunnen, Altdorf. 2. Zürich. Sihltal, Sihlbrugg, Neuheim, TJnterägeri, Morgarten, Sattel, Schwyz, Brunnen, Altdorf. 3. Zürich, Thalwil, Horgen, Kalkofen, Samstagern, Schindellegi, Biberbrücke, Rothenthurm, Sattel, Schwyz, Brunnen. Altdorf. 4. Zürich, Meilen, Stäfa, Rapperswil,' Uznach, Niederurnen, Glarus, Linthal. Die Strassensperre Uznach—Kaltbrunn ist vom 8. August 19 Uhr bis 11. August morgens 6 Uhr aufgehoben. 5. Zürich, Meilen, Rapperswil. Hürden, Lachen, Siebnen, Niederurnen, Glarua. Linthal. 6. Zürich, Forch, Esslingen, Rüti. Neuhaus, Uznach, Niederurnen, Glarus, Linthal. Betreffend Straissensperre Uznach-Kaltbrunn siehe unter Ziffer 4. 7. Zürich, Dübendorf, Uster. Wetzikon. Dürnten, Rüti, Neuhaus, Uznach, Niederurnen, Glarus, Linthal. Betreffend Strassensperre Uznach— Kaltbrunn siehe unter Ziffer 4. NB. Die linksufrige Zürichseestrasse ist zwischen Richterswil und Freienbath gesperrt. Da die Verkehrsumleitung auf schmaler Strasse über Wollerau erfolgt, ist deren Benützung nicht anzuempfehlen. II. Von Winterthur her. 1. Via Zürich und Benützung der Routen I, Ziffer 1 bis 3. 2. Winterthur. Kemptthal, Pfäffikon. Dürnten, Rüti, Neuhaus, Uznach, Niederurnen, Glarus, Lintkal- Die Strassensperre Uznach—Kaltbrunn ist vom 8. August 19 Uhr bis 11. August morgens 6 Uhr aufgehoben. 3. Winterthur, Turbenthal, Bauma. Wald, Neuhaus Uznach, Niederurnen. Glarus. Linthal. Betreffend Strassensperre Uznach—Kaltbrunn siehe unter Ziffer 2. IM. Von St. Gallen her. 1. St. Gallen, Gassau, Flawil, Bütschwil, Wattwil, Ricken, Kaltbrunn, Niederurnen, Glarus, Linthal. 2. St. Gallen, Herisa-u, Waldstatt. St. Peterzell, Lichtensteig, Wattwil, Ricken. Kaltbrunn, Niederurnen, Glarus, Linthal. IV. Von Chur her. 1. Chur, Ragaz, Wallenstadt, Kerenzerberg, Mollis, Glarus, Linthal. 2. Ghur, Ilamz, Disentis, Oberalp, Andermatt, Göschenen, ErstfeU, Altdorf. V. Von Lugano her. Lugano, Monte Generi. Bellinzona, Biasca, Airolo, St. Gotthard, Andermatt. Göschenen, Erstfeld, Altdorf. VI. Von Interlaken her. 1. Interlaken, Brienz, Meiringen, Handeck, Grimsel, Gletsch, Furka, Andermatt. Göschenen, Erstfeld, Altdorf. 2. Interlaken, Brienz, Brünig, Samen, Kerns, Stans, Beckenried, Autofähre. Gersau, Brunnen, Altdorf. 3. Interlaken, Brienz, Brünig, Samen. Luzern, Küssnacht a R. Vitznau, Brunnen, Altdorf oder von Küssnacht a. R. aus über Arth, Brunnen, Altdorf. Die Strassensperre Meggen— Küssnacht a. R. ist vom 9. August 13 Uhr bis 11. August morgens 6 Uhr aufgehoben. VII. Von Luzern aus. 1. Luzern, Hergiswil, Stans, Beckenried, Autofähre, Gersau, Brunnen, Altdorf. 2. Luzern, Küssnacht a. R., Vitznau. Gersau, Brunnen, Altdorf. Die Strassensperre Meggen —Küssnacht a. R. ist vom 9. August 13 Uhr bis 11. August morgens 6 Uhr aufgehoben. 3. Luzern, Küssnacht a. R„ Arth, Brunnen, Altdorf. Betreffend Strassensperre Meggen— Küssnacht a. R. siehe unter Ziffer 2. VIII. Autofähre Beckenried—Gersau. Dieselbe verkehrt am 9. und 10. August bei Bedarf ununterbrochen (Fahrtdauer: 25 Min.). Strassenhilfsdlenst während dem Klausenrennen. Samstag den 9. August 1930 : Wagen Nr. 1, bzw 2, bzw. 3: Zürich ab 8.30, 9.00. 9.30; Rapperswil an 9.30, 10.00, 10.30; Glaru3 an 11.00, 11.30, 12.00; Linthal an 12.00, 12.30, 13.00. Bemerkungen: Wagen 1 Passhöhe an 13.00 Uhr. Nach Unterschächen und zurück auf Passhöhe. Wagen 2 stationiert in Klus. Wagen 3 stationiert auf Urnerboden. Wagen Nr. 4: Zürich ab 8.00, Zug an 9.00, Arth- Goldau an 9.45, Brunnen an 10.45. Altdorf an 12.00. Nach Unterschächen und Passhöhe. Nach dem Rennen: Abfahrt der Wagen Richtung Glarus. Wagen 1 bleibt stationiert in Rapperswil. Wagen 2 bleibt stationiert in Uznach. Wagen 3 bleibt stationiert in Glarus. Wagen 4: Abfahrt Richtung Altdorf; bleibt stationiert in Arth- Goldau. Sonntag den 10. August 1930. Abwicklung des Hilfsdienstes: Wagen 1 verlässt seinen Standort um 2.00 Uhr morgens, fährt Richtung Glarus—Linthal bis Passhöhe, von da zurück nach Vorfrutt—Urnerboden und zurück nach Vorfrutt, wo er stationiert bleibt. Meldung beim Telephonposten Ingenieur-Hütte VOTfrutt. Wagen 2 verlässt Uznach um 2.00 Uhr morgens, Chaque grande etape devient un plaisir avec une fährt Richtung Glarus—Linthal bis Urnerboden und Klus und wieder zurück nach Linthal. Von Linthal fährt der Wagen wiederum nach deT Klus, wo er stationiert bleibt. Meldung: Telephonposten Klus. Wagen 3 verlässt Glarus um 3.00 Uhr Richtung Ziegelbrückfe. Von Ziegelbrücke fährt er zurück über Glarus nach Linthal. Vor Sperrung der Rennstrecke, also kurz vor 8.30 Uhr, fährt der Wagen nach dem Urnerboden, wo er beim Hotel «Wilhelm Teil» stationiert bleibt. Meldung: Telephonposten Umerboden. Wagen 4 verlässt Arth-Goldau um 3 Uhr und fährt über Brunnen—Altdorf nach Untersohächen. Von Unterschächen fährt der Wagen wieder Riehtung Passhöhe. Meldung: Hotel «Klausenpasshöhe». Bei Beginn des Rennens muss der Wagen auf der Passhöhe stationiert bleiben. Meldung: am Ziel. Wagen 5 verlässt Zürich um 3.00 Uhr Richtunr Zug—Arth-Goldau—Brunnen—Altdorf. Meldung auf dem Polizeiposten um 6 Uhr. Dieser Wagen fährt nachher zurück nach Brunnen und wiederum zurück nach Altdorf. Derselbe darf Altdorf vor 8 Uhr morgens nicht verlassen. Von Altdorf wt* fährt der Wagen direkt nach der Passhöhe and meldet am Ziel, ob die Strecke frei ist. Nach Schluss des Rennens: Die Abfahrt der Hilfswagen erfolgt zirka eine Stunde nach Rennschluss, und zwar in der gleichen Richtung wie auf der Zufahrt. Allgemeine Weisungen: Die Hilfswagen haben den Zuschauerwaaren bei der Ausfahrt aus dem Parkplätzen in jeder Hinsicht behilflich zu- sein. Es ist dem Personal des Hilfsdienstes strengstens untersagt, Trinkgelder für Hilfeleistungen entgegenzunehmen. Dasselbe hat sich eines höflichen, zuvorkommenden Benehmens gegenüber den Besuchern des Rennens zu befleissen. Auch verunglückte Velofahrer und Motorradfahrer haben das Recht, unsern Hilfsdienst ru beanspruchen. Sämtliche Wagen sollen mit Benzin, Oel, Wasser, Werkzeug für kleinere Reparaturen und Ersatzteilen ausgerüstet sein. Ferner hat jeder Wagen ein gutes Schleppseil mitzuführen. Bestandteile, Oel, Benzin dürfen nur au den vorgeschriebenen Preisen verkauft werden. Die Führer der Hilfswagen haben eich in den Hauptorten bei ihrer jeweiligen Durchfahrt auf den Polizeiposten zu melden, wo ihnen über eventuelle Unfälle oder Pannen Meldung gemacht wird. Diese Meldungen sind im Arbeitsheft gewissenhaft einzutragen und vom zuständigen Posten abstempeln zu Der Hilfsdienst auf der Heimfahrt ist genau der gleiche wie auf der Hinfahrt. Weitere allfällige Weisungen werden von den zuständigen Organen des Komitees erteilt. Kennzeichen der Wagen: Die Wagen sind erkennbar durch die Aufschrift «Streckenhilfsdienst — Klausenrennen» einerseits und anderseits bei Nacht durch die grünen Kreuze auf den linken Scheinwerfern. Ferner besitzt jeder Wagen eine beschriebene Pneuhülle. I • • . i _ _ Kapelle SpirelrüH Jägerbalm Schützet die Natur! Bei den frühern Klausenrennen haben wir konstatieren müssen, dass, entgegen den bestehenden Pflanzenschutzbestimmungen, auf Urnerboden und längs der Klausenroute Alpenblumen massenhaft gesammelt oder verkauft werden, besonders Edelweiss. Wir machen deshalb alle Besucher des diesjährigen Klausenrennens auf das bestehende Verbot des Pflückens und des Verkaufes von Edelweiss Männertreu und Zyklamen aufmerksam und' bitten keine angebotenen Alpenpflanzen zu kaufen. Beobachtete Uebertrctungen wolle man den Polizeiorganen oder uns direkt bekanntgeben. Wir bitten auch alle Besucher, den Alpen und Weiden weitestgehende Schonung entgegenzubringen und Biwakplätze nicht mit zerschlagenen Flaschen, leeren Büchsen und Papierfetzen zu zeichnen, sondern alle Ueberreste in Erdlöchern oder Felsgruben TU versorgen. Die Naturschutzkommission des Kantons Uri. ZÜRICH 25, Utoquai, 25 Economie Confort — Surete Societe Anonyme pour la vente en Suisse des Automobiles ANDRE CITROEN GENEVE 3, nie du Mont Blanc, 3 JÄGERBALM £