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E_1930_Zeitung_Nr.068

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° 68 »bilwivtschaft TOURISTIK BEREDSAMKEIT DER ZAHLEN befindet sich in fortwährendem Steigen — ein Beweis hiefür, dass ihre Qualität ihre Preise ihre Verwendung genau den Anforderungen unseres Landes entsprechen. Im ersten Semester 1930 betrug der Prozentsatz der FIAT auf sämtlich eingeführte Wagen, laut der offiziellen schweizerischen Automobil-Statistik: Wenn Sie die vorteile in Betracht ziehen, welche Ihnen FIAT bietet: Durch die unmittelbare Nähe ihrer Werke... Durch die In der Schweiz während Ihrer 25jährlgen Tätigkeit gesammelten Erfahrungen... Durch ihre Verkaufsorganisation und ihren «Service».•• Durch eine komplette Modellen-Serle... Durch die wirklich günstigen Preise... Durch ihr System für den Kredit-Verkauf... Durch das Minimum der Entwertung Ihrer Wagen... und beachten, dass In der Schweiz Verkaufsstelle: Zürich. Utoquai 47 VON 1930 Der effektive Verkauf der Wagen ca. 11 000 FIAT-Wagen zirkulieren, so werden Sie nicht zögern, Ihr Ihren Vorzug zu geben. S. A. pour le Commerce des Automobiles FIAT en Suisse GenJve, route de Lyon FIAT-Automobil-Handels-A.-G. für die Schweiz OFFIZIELLE FIAT-AGENTUREN: Automobil Verkaufs A.-G., Bern Autovertrieb A.-G.. Grenchen Segessemann * Perret, Neuenburg Mobil Handels A.-G.. Basel P. Müller, Rheineck Salon de l'Automobile, Sitten Ed. Koch, Luzern J. Minikus, Weinfelden Periat & Petignat, Pruntrut J. Willi Sohn & Co., Chur Kaspar Milt, Glarus Red-Star American Garage, UusaniB Zeughaus-Garage A.-G., Aarau Walther & Ryser, Biel A. Catagni, Genf A. Frei, Herisau Spicher 4 Co., Freiburg W. Clarer-Lallely, Morges Morel & Cie., Lugano H. & J. Steiner, Autoreparaturwerkstätte, Altstetten-Zürich. Hans Steiner und Jakob Steiner, beide in Altstetten, haben unter dieser Firma eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Die Gesellschafter zeichnen kollektiv. Zweck der Unternehmung ist der Betrieb einer Auto- und Motorrad- Reparaturwerkstatt. Domizil: Badenerstrasse. Automobiles, Informations S. A„ Lausanne. Unter dieser Firma ist eine A.-G. mit Fr. 5000.— Kapital gegründet worden. Zweck der Unternehmung ist die Auskunftserteilung über Garagisten und ähnliche Gewerbe. Als einziger Verwaltungsrat fungiert James H. Schorpp, Verleger in Lausanne. Domizil: rue du Midi. Benzin-Genossenschaft Hottingen. Unter dieser Firma hat sich eine Genossenschaft mit dem Zweck gegründet, das Benzin en gros einzukaufen und an ihre Mitglieder abzugeben. Einziges Vorstandsmitglied ist G. Andretto, Kaufmann, in Zürich. Domizil: Asylstrasse, Zürich. Personelles: C. Schlotterbeck, Automobile, Basel. Die an Wilhelm Meyer erteilte Prokura ist erloschen. Eulachgarage A.-G., Winterthur. Hch. Dändliker ist aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. Es wird Kollektivprokura an W. Hej?i, Alb. Peter und E. Ringger, alle drei in Winterthur. erteilt. Tobler & Co., Neugummierungen, Basel. J. Schäublin ist aus der Kollektivgesellsohaft ausgeschieden und dessen Unterschrift erloschen. Firmenänderung: Friedrich Biihrer, Handel in Autos und Traktoren, Frauenfeld. Die Firma hat Aktiven und Passiven der früheren Kommanditeesellschaft Fritz Bührer & Cie. übernommen, welch letztere infolge Auflösung erloschen ist. Kapitalerhöhung: Philips Lampen A.-G., Zürich. Das Aktienkapital wurde durch Ausgabe von 1500 Aktien ä, Fr. 500.— auf 1 Million Franken erhöht. Konkurseröffnungen: Pneu A.-G., Handel in Pneumatiks, St Gallen. Konkurseröffnung: 16 Juli. Erste Gläubigerversammlung: 2. August. Eingabefrist bis 26. August. Firmenauflösung: Ad. Kirchhofer, Autogarage, Biel. Die Firma wird infolge Konkurseröffnung von Amtes wegen gelöscht. Hans Moser, Autogarage, Oberburg. Die Firma ist infolge Aufgabe des Geschäftes und Wegzug des Inhabers erloschen. Bussen für übermässiges Hupen. Nach englischem Beispiel sind verschiedene Schweizerstädte, wie Genf, Lausann© usw. dazu übergegangen, den Missbrauch der Hupe unter Straf© zu stellen. In Genf darf nach Mitternacht nicht mehr gehupt werden. Auch Paris ist nach 1 Uhr morgens eine stille Stadt, da dann nur noch optische Signale (Einschalten der Scheinwerfer) gestattet sind. Am ruhigsten aber ist London mit seinem •Riesenverkehr, wo schon seit jeher sehr spärlich gehupt wurde. Da aber trotzdem dfe* Klagen wegen dem Lärm nicht verstummten, wurde vor einem Jahr (genau gesagt am 1. August 1929) ein© scharfe Verordnung gegen die Lärmmacher in Kraft gesetzt, auf Grund derer in London bisher 7—8000 Strafen verhängt worden sind. Der Erfolg soll befriedigend sein, doch gibt es immer noch Leute genug, die sich in den Zeitungen über den Lärm der Strasse beklagen. -f. vugaa uugau iaresu urgau \argau Aarfan Aargan Baselland !>%.>etiano Baselland liero »Teibnm GHaras irfta bünden Graubünden uizen) Venenborg waldes Obwalden *. Gallen

N° 68 - 1930 11 Sportzweigen zeigten, dass sich gerade in dieser Saison andere Italiener Aehnliches geleistet hatten. Wenn wir mit dieser Feststellung keineswegs verallgemeinern und der gesamten italienischen Sportwelt nahetreten wollen, so sei doch auf die unerfreulichen Konsequenzen hingewiesen, den diese üble Sitte für Rennveranstaltungen haben könnte, sofern sie sich einbürgern sollte. Nun zurück zu unserem Klausen! Man erinnert sich noch, welche Beachtung im Jahre 1926 die Leistung eines Hanomag fand, der in verhältnismässig kurzer Zeit und sogar vor manch grösserem Kaliber das Ziel erreichte. Man hat die Sache damals eigentlich mehr als eine sportliche und technische Spielerei betrachtet. Seitdem hat der Bau von Kleinwagen einen beträchtlichen Aufschwung genommen und bedeutende technische Vervollkommnungen aufzuweisen. Man wird demnach in kommenden Jahren immer mehr und ganz ernstlich mit diesen Kleinwagen bei Rennveranstaltungen rechnen müssen. Das bewies schon Oesterreicher, der als Erster startete und als Einzelgänger in seiner Klasse Bouriat, der Markengenosse Ghirons, fuhr den Achtzylinder 2,3-Liter-Wagen mit Kompressor, den Ghiron gemeldet hatte und setzte sich mit 17.16,4 an den ersten Platz seiner Klasse. auf D. K. W.-Kompressor die letztes Jahr gefahrene Zeit von 26.27,4 auf 23.43,6 herunterdrückte. Damit war aber auch gleich der erste Rekord bei den Rennwagen aufgestellt! Markiewicz folgte in der nächsten Klasse in dieser Beziehung zwar nicht ganz dem Beispiel, notierte aber mit seinem Rosengart eine recht bemerkenswerte Zeit. Er war bekanntlich vom Abnahmekomitee aus der Tourenwagenklasse versetzt worden, wo seinem Resultat natürlich ganz andere Bedeutung zugekommen wäre. Gleich in der nächsten Klasse begann sich der Kampf zuzuspitzen und die Fahrer legten sich mit Aufbietung aller Energie und Einsetzung ihres ganzen Könnens ins Zeug. Dieser Uebereifer hat dann freilich noch zu einem Protest geführt, der erst in Altdorf erledigt werden konnte und die Preisverteilung um mehr als eine halbe Stunde verzögerte. Der Franzose Baratelli konnte sich nämlich, trotzdem ihm der nachfolgende Steinweg längere Zeit hart auf den Fersen war und dauernd Signale gab, nicht entschliessen, die Passage frei zu geben. Er befürchtete wahrscheinlich, dass mit diesem Manöver zuviel Zeit verloren gehe. Der mit Recht eingereichte Protest des auf diese Weise behinderten Münchners wurde nach gewissenhaftester Prüfung durch die Rennleitung auch gutgeheissen, ein Entscheid, der von all den hundert Zuschauern, welche den Zwischenfall beobachtet haben, nur begrüsst wird. Der Mann aber, der ob seiner sportlich glänzenden Fahrweise in dieser Klasse im Mittelpunkt des Interesses stand, war zweifellos Hans Kessler. Schon am Jaunpass hat er durch seine kühne Technik die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, musste aber damals wegen den misslichen Strassenverhältnissen, welche ihm einen Pneu kosteten, vorzeitig ausscheiden. Diesmal wollte Kessler zeigen, dass mit ihm gerechnet werden muss, wenn nicht kleine Zufälligkeiten die Chancen zunichte machen. Glänzend führte er seinen Amilcar-Kompressor über den Pass und stellte mit 18.53,6 einen neuen Rekord auf, wobei die alte ebenfalls auf Amilcar erzielte Bestzeit um 21.6 Sekunden geschlagen wurde. Steinweg, der durch den oben erwähnten Zwischenfall handikapiert worden war, konnte somit keinesfalls mehr auf einen «Ersten» rechnen. Moralisch ist ihm durch den Entscheid der Rennleitung ja die gebührende Satisfaktion widerfahren. Ob er aber unter normalen Verhältnissen Kessler überhaupt unterboten hätte, steht dennoch sehr in Frage. Leider fehlte am Ziel der Hans Kessler auf Amilcar-Kompressor, Erster der Klasse 1100 ccm Rennwagen mit neuer Rekordzeit, 18.53,6. Dritte im Bunde der Amilcar-Fahrer, nämlich Graf Arco, der leider wegen eines läppischen Pneudefektes sehr früh nach dem Start schon aufgeben musste. Schade, dass der junge Graf sich nicht entwickeln konnte. In den Aber Stuber hat selbst einmal, als Chiron ihn während des Trainings darauf aufmerk- machte, dass sie zwei nicht mit gleich-* Probefahrten hat er gezeigt, dass es ihmsam nicht am rechten Zeug fehlt. klassierten Maschinen starten werden, tref* Volkart auf Bugatti schien in der Klasse tend geantwortet: «Pour nous deux il ne 1500 ccm der aussichtsreichste Mann zu sein. s'agit pas de classe!» Jawohl, er hat rechtt Wir hatten ihn bereits in den Vortagen als Bei einem Fahrer von seinem Format geht's Fahrer von hohem Können kennen gelernt, aufs Ganze. Er fuhr aber auch mit dem ihm was er auch zu Beginn des Rennens neuerdings bestätigte. Seinen Vorläufer hatte er endetem technischem Können zeugt und kei-t eigenen Draufgängertum, das aber von voll- bereits fast bis auf Handbreite eingeholt, als nen unberechneten Zug zulässt. Auf 1,4 Sekunden kam Stuber dem letztjährigen ab- ihn eine Motorstörung zum Anhalten und Kerzenwechsel zwang. Der damit verbundene soluten Rekord Chirons nahe und hat damit Zeitverlust veranlasste ihn. das Rennen endgültig aufzugeben. Freilich hätte er in Leh- sein meisterliches Können zu zeigen. Hätte nun auch am Klausen Gelegenheit gehabt, mann auf N. S. U., dem jetzigen Sieger, von er seine volle Aufmerksamkeit nur sich und allem Anfang einen sehr gefährlichen Gegner seinem Bugatti widmen können, hätte er gehabt. Als Zweiter ging ein Berner Fahrer, nicht mehrere Konkurrenten, die mit PatH Wittwer, durchs Ziel. Die Berner scheinen nen am Wege lagen, überholen müssen, wo-* tüchtigen Nachwuchs zu haben, es gilt ihn bei doch immer kostbare Zeit — und seien 1 nur zu finden. Wir freuen uns, wenn sich es auch nur Sekundenbruchteile — verloren Wittwer, der unseres Wissens zum erstenmal gingen, so hätte er bestimmt Chirons Bestzeit von 1929 wett gemacht. Aber auch so an einer grösseren schweizerischen Veranstaltung seine Karte abgibt, den Rennsport kam es uns neuerdings zum Bewusstsein, künftig intensiver pflegen wird. Seine Aus- dass wir in ihm den schweizerischen Fahrer von internationalem Format haben. Sein Landsmann Obi hatte leider arges sichten sind bestimmt nicht die schlechtesten. Nun kam unser Berner- und Schweizermeister Hans Stuber. . .Ihm fehlte zwar in der Klasse der ebenbürtige Gegner, musste doch die Alfa-Romeo Kanone Nuvolari auf den Start mit einem Rennwagen verzichten. Missgeschick. Seine Trainingsläufe (man Fortsetzung Seite 13. D i e S c h w e i z , d a s L a n d d e r A u l o - T o u r e n KLAUSENRENNEN 1930 A ST. MORITZ, Kanton Graubünden. Grosser Bergkanton mit zahlreichen, weltbekannten Kurorten tind prachtvollen Alpenstrassen. Chur, die Hauptstadt, Ausgangspunkt für Fahrten nach Oberalppass und lenzerheide, Landquart für Fahrt durch* Prättigau, Thusis für Schynpass und Via Mala (St. Bernhardin undSplügen), Disentis für Oberalp und lukmanier, Davos für Flüela,Tiefenkastei für Albula und Julier, St. Moritz (schiefer Turm, Segantini* Museum usw.) für Maloja, Bernina, Ofenpass. lohnend: Fahrt durchs Engädin überSdiulsn.landedc. Neue beweiskräftige Erfolge der berühmten italienischen Automobil-Marke Der bekannte Rennfahrer DVTXJ^V OLARI fährt erstmals in der Schweiz und siegt In der Klasse 1500—2000 ccm Sportwagen. Dabei erringt er mit der Zeit von 17:39,6 Minuten die zweitbeste Zeit aller Sportwagen Wir wünschen genussreiche Auto-Touren siegt in der Kategorie 1% Liter Tourenwagen und fährt mit 21:06,8 Minuten die beste Zeit aller Tourenwagen! TKT" TR"! -La JbLä wird mit der Zeit von 20:47,8 Minuten Erster der Klasse 1500 ccm Sportwagen Die bekannte Stabilität und Schnelligkeit der verschiedenen Modelle ist dadurch neuerdings glänzend bewiesen. Generalvertretung für die Schweiz: KESSLER & JAEGER * ZÜRICH 2 Seestrasse 100 / Garage Enge / Telephon Selnau 63.59 Ihren Anteil an diesen Erfolgen haben auch hier wiederum die erstklassigen der Schutz und die K M H Kraft des Motors »»— STANDARD MOTOR OIL • £sso • STANDARD BENZIN FRELLI m ^SERVA-DEFAG A.-G., ZÜRICH H [vir | |Q^ Pehkanstr. Pelikanstr. 9 Telephon 32.962 AiltUi) ST. GALLEN, Unterer Graben II. Tel. 52 91